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05.10.2020 15:00    |    rogertennis2    |    Kommentare (0)

05.10.2020

 

VW-Konzern arbeitet weiter mit Werksverträgen und Leiharbeitern

 

Was gerade in der Fleischindustrie an Tricksereien und Betrügereien gesetzlich verboten wird, wird im VW-Konzern jetzt mit Billigung des Betriebsrates aus Kosteneinsparungsgründen sogar noch ausgeweitet. Statt mit eigenem Personal sollen Dauerfahrprogramme mit Testwagen in Ehra-Lessin durch Fremdfirmen mit Werksverträgen erfolgen und im Stammwerk Wolfsburg soll mit Hilfe von 300 zusätzlichen Leiharbeitern die Flut von Aufträgen abgearbeitet werden. Das ist viel billiger als mit eigenem Personal. Mit diesen Menschen kann man ja machen was man will. Heute heuern, Morgen feuern. Dabei haben die auch Familien, können aber nicht ihre Zukunft planen. Das scheint der VW-Spitze und den Betriebsräten, die von der VW-Führung durch gesetzwidrige hohe Gehälter auf ihre Linie gebracht wurden, völlig egal zu sein. Zum Glück geht es Osterloh und Konsorten jetzt selbst gerichtlich an den Kragen. Diese 5 Betriebsräte werden der Beihilfe zur Untreue beschuldigt, in der Entgeltfindungskommission für Beriebsräte für sich zu hohe Posten als Gehaltsvergleiche bei VW gewählt und darüber selbst mit abgestimmt zu haben. Deshalb nehmen ab 19. November 2020 4 frühere VW-Personalmanager auf der Anklagebank im LG-Braunschweig Platz. Alle 4 müssen sich wegen schwerer Untreue verantworten. Den Schaden zu Lasten VW bezifferte die Staatsanwaltschaft auf 5,5 Millionen €. Davon entfallen allein auf das Konto von Osterloh 3,125 Millionen €, die zwischen 2011 und 2016 zuviel gezahlt worden sein sollen. Das Untreue-Verfahren gegen Osterloh wurde davon abgetrennt. Als realistischer Vergleich bei VW bekam ein Versuchsingenieur mit hoher Qualitäts-Freigabeverantwortung in der VW-Entwicklung in all den 43 Jahren seiner Tätigkeit als Brutto-Gehalt inklusiv vieler Überstunden insgesamt 1.699.905,90 €. Aber der frühere Bandarbeiter und jetzige VW-Betriebsrat Osterloh bekam ohne Produktverantwortung in der Spitze jährlich ein Einkommen bis 950.000 €. Und das soll nach Aussage der VW-Führung lt. eines selbst in Auftrag gegebenen Gutachtens gesetzeskonform und nicht käuflich gewesen sein. Die Strafkammer des Landgerichts wird das sicher rechtlich anders bewerten. Denn wer Gutachten bezahlt, bestimmt selbst auch, was drin steht. So einfach ist das.

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