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04.02.2020 17:03    |    rogertennis2    |    Kommentare (2)

04.02.2020

 

VW-Haustarif ohne Rücksicht auf Berufe mit Studium

 

In unserem Land muss sich Arbeit auch lohnen. Ist der Lohn dafür aber zwischen Ungelernten, Angelernten, Facharbeitern, Lehrern, Pädagogen, Ingenieuren, Architekten und Managern gerecht eingeordnet? Müssen Menschen in Berufen, für die in der Regel ein Studium erforderlich ist, nicht viel besser als Un- oder Angelernte bezahlt werden? Sicherlich ja, das ist für Jedermann einleuchtend. Nur Dank der Gewerkschaft IG-Metall will man davon nichts wissen. Seit Jahren gilt bei VW die Gleichmacherei. Beim großzügig bemessenen VW-Haustarif wird jeder danach eingestuft, wo er eingesetzt ist und welche Arbeit er verrichtet. Und darüber bestimmen die gewerkschaftlich organisierten Betriebsräte, die oft auch nur eine einfache Biografie haben, mit. Egal welche Ausbildung oder welches Studium zu Grunde liegt. Deshalb war VW in letzten Jahren wie ein Magnet von Arbeitskräften zum Nachteil der mittelständischen Handwerksbetriebe. Für die war der Markt leergefegt; zumal die ja auch die hohen Löhne wie VW nicht zahlen konnten. Ungelernte bei VW fangen monatlich mit 2.167 € an und können sich kontinuierlich hocharbeiten. Facharbeiter bekommen 3.799 € monatlich plus 5.000-10.000 € jährlichem Bonus bei 35 Std. Woche. Also pro Jahr ca. 55.000 €. Der VW-Facharbeiter hat also einen Stundenlohn von 35,71 €. Als Beispiel bekommt ein Facharbeiter bei einer Heizungsbau-Firma nur einen Tarif-Stundenlohn von 19,72 bis max. 26 €. Als Beispiele folg. Berufe, für die ein Studium erf. ist mit min. 40 Wochenstunden pro Monat: Lehrer/Pädagogen 3.200-3.600 €; Architekten/ Bauing. 2.500-3.500 €; Ing./Groß-Einzelhandel 3.499 €; Master Event-Manager 2.800 €; Sozial-Pädagogen 2.846 €; IT-Service-Manager 3.719 €; Journalist 3.300 €. Gewerkschaften und Betriebsräte von Großunternehmen haben bei Haustarifen total Maß und Mitte verloren. Daraus leitet sich ab, warum die VWs überteuert verkauft werden und VW, trotz zig Millionen € Gehälter für die Manager, die die bisherigen Strafen von 32 Milliarden € für das Abgasverbrechen fast aus der Portokasse bezahlten. Die VW-Betriebsräte mit der IG-Metall wetzen schon wieder die Messer. Die neue Tarifrunde steht vor der Tür. Die Milliarden Gewinne des letzten Jahres müssen ohne Beachtung des sozialen Umfeldes bei VW wieder unter sich neu verteilt werden. Vor allem werden davon Vorstände, Aufsichtsräte und Betriebsräte ihren großen Anteil sichern. Wo kein Kläger ist, gibt es auch keinen Richter. Auf Moral wird nur geschaut, was andere tun.

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04.02.2020 20:50    |    Drahkke

Daraus resultieren dann auch die exorbitanten Preise, die der Konzern für seine Produkte aufruft...


05.02.2020 08:59    |    Lancelot59

Für das was ein Mechatroniker verdient der den WOB-Schrott wartet würde der VW -"Facharbeiter" nicht mal aufstehen.


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