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30.01.2020 15:42    |    rogertennis2    |    Kommentare (1)

30.01.2020

 

VW hat nichts gelernt: Nach dem D-Abgasverbrechen folgt das E-Umweltverbrechen

 

Volkswagen verlor total durch den jahrelangen Betrug an über 11 Mio. Diesel- Motoren aus reiner Profitgier das Vertrauen, den Klimaschutz wirklich retten zu wollen. Wieder als Ablenkung und aus reinem Selbstschutz legte VW-Chef Diess kopflos den Hebel um und stellte die generelle Autofertigung auf künftige E-Autos um. Zwar stößt das E-Auto kein giftiges Abgas aus, ist aber bei der Batterieproduktion und dem heute noch dreckigen Betriebsstrom weitaus umweltschädlicher. Am VW-Produktionsstandort Zwickau läuft schon ab Sommer 2020 alle 90 Sek. der rein elektrische VW-ID.3 vom Band, obwohl sich Käufer dafür noch sehr zurückhalten. Bis 2030 sollen 7 – 10 Millionen Elektroautos auf unseren Straßen in Deutschland rollen, die an 1 Million Ladesäulen aufgeladen werden können, so „Autokanzlerin“ Angela Merkel, die am VW-Betrug mit ihrem Verkehrsminister nicht ganz unschuldig war. Trotz Milliarden jährlicher VW-Reingewinne will die Bundesregierung bei der Batterieforschung, bei der Verkaufsförderung und bei der Erstellung von Ladesäulen mit Milliarden Steuergeldern behilflich sein. Dabei kommt es jetzt genauso, wie bei den Atomkraftwerken. Niemand stellt die Frage, wohin später mit dem Müll. Jetzt erst macht man sich wie üblich Gedanken über die Recyclung von Batterien, Windrädern und Fotovoltaikanlagen. E-Autos mit größerer Reichweite brauchen große schwere Batterien. Klimafreundlicher wären nur Mini-Autos mit E-Motor für Stadtfahrten, denn im Durchschnitt wird von den 47 Mio. Autos in Deutschland statistisch jedes Auto nur 39 km pro Tag bewegt. Lithium und Kobalt kommen aus Südamerika und aus China. Südamerika hat 60 % des Lithiums. Kobalt wird im Kongo abgebaut. 90 % aller seltenen Erden kommen aus China. Dazu gehören Neodym, Dysprosium, Neodym, Lanthanum, Cerium, Neodymium, Lutetium und Ytterium die alle für die Energiewende bei der Mobilität gebraucht werden. Für deren Gewinnung werden ganze Landstriche verwüstet und die dort noch vorhandenen spärlichen Wasservorräte als Lebensgrundlage der einheimischen Menschen dort in großen Mengen geplündert. Alle Politiker und Autobosse reden dabei von Nachhaltigkeit. Niemand von den auf zig Jahre verwüsteten Gebieten und von den dort unter unmenschlichen Bedingungen schuftenden Menschen, oder mancherorts auch von Kindern. Als ausreichend nachhaltig betrachten es die Autobauer, wenn sie mit den Rohstofflieferanten nachhaltige Rohstoffgewinnung vereinbarten, ohne je eine Mine von innen gesehen bzw. kontrolliert zu haben. Der E-Autoboom hat für die Menschen dort gravierende Konsequenzen. In den letzten 10 Jahren hat sich der Verbrauch der seltenen Erden verzwanzigfacht. Niemand der Autobosse schämt sich für das Umweltverbrechen an der Natur und an den Menschen. Hauptsache die eigene Kasse stimmt. Hätte VW statt auf Betrug zu setzen, auf seine tüchtigen Ingenieure gehört, die in der Lage waren, den Dieselmotor mit äußerst geringer NOX-Emission bei Straßenfahrt zu bauen, hätte VW mit zunehmender Dieselbeliebtheit der Erderwärmung entgegen gewirkt. So aber wurde der Diesel durch die VW-Führung platt gemacht und die CO2-Benzindreckschleudern, die noch gesundheitsschädlicher sind, gefördert. Bisher außer acht geblieben sind mögliche politische Einflüsse dieser Länder, die die Rohstofflieferungen und Batteriefertigungen zum Erliegen bringen könnten. VW-Chef Diess setzt bei der ID.3-Fertigung auf CO2-Neutralität, lässt aber Batterien in Polen fertigen, deren Energie aus 80 % Kohlestrom kommt. Wer also Diess glaubt, wird seelig. Wann hört endlich das Lügen auf?

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30.01.2020 19:35    |    Drahkke

Die enormen Umweltschäden bei der Gewinnung von Rohöl sollte man bei einer solchen Betrachtung allerdings nicht verschweigen.


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