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19.09.2020 12:10    |    rogertennis2    |    Kommentare (2)

19.09.2020

 

VW: Größtes begangenes Verbrechen in Deutscher Wirtschaftsgeschichte

 

Der VW-Konzern steht für die größten Betrügereien von 2006 bis 2018 in der Deutschen Wirtschaftsgeschichte. Das mühsam in 70 Jahren erlangte Vertrauen in die Deutsche Ingenieurskunst wurde schlagartig am 18.9.2015 ruiniert. Die Hauptverantwortung dafür trugen neben den 20 Aufsichtsratsmitgliedern die Top-Manager Winterkorn, Pötsch, Müller, Diess, Sanz, Hatz, Stadler, Hackenberg. Die in Kürze stattfindenden Strafprozesse werden endlich das von der Öffentlichkeit erwartete Licht in das Dunkel bringen, weil die letzten 5 Jahre intern im Konzern alles unter den Teppich gekehrt wurde. Statt sich zum Abgasverbrechen zu bekennen, hieß es offiziell bei den Beschuldigten immer nur abschwächend „Abgasthematik, Diesel-Gate, Diesel-Skandal, Diesel-Thematik“. Es bestand bei VW von Anfang an kein Interesse an Aufklärung. Diese Aufgabe haben jetzt die Wirtschaftsstrafkammern der Gerichte übernommen. Der technische Anstoß für dieses Verbrechen kam allerdings sicher im Auftrag von VW von der Fa. Bosch, die die fragliche Betrugssoftware mit Testerkennungsfunktion zur Manipulation von Abgasemissionen innerhalb der Motorsteuerung entwickelte. Natürlich mit dem schriftlichen Hinweis, diese auf keinen Fall wegen Illegalität in Serie zu verwenden. Später kostete diese Entwicklung und Weitergabe an VW der Fa. Bosch 90 Mio. € Bußgeld. Gegenüber den Gesamtkosten bei VW von bisher 32 Milliarden € ein relativ kleiner Betrag. Ein an der Entwicklung beteiligter Ingenieur bei Bosch nahm den Leitspruch des Bosch-Firmengründers Robert Bosch - „lieber Geld verlieren, als Vertrauen“ - sehr ernst und widersetzte sich später als Betriebsrat der inoffiziellen Devise der im Betrieb lautenden Bosch-Kultur „schaff beim Bosch, i halt mei Gosch“ und wurde 2018 wegen untergeschobener Fehlverhalten sogar mit Zustimmung der IG-Metall und des Betriebsratsgremiums entlassen. Gleiches hätte ihm auch als Betriebsrat bei VW, aber ohne Millionär zu werden, passieren können. Sicher wird er als Insider ein sehr wichtiger Zeuge jetzt bei den anstehenden Strafprozessen in München und Braunschweig sein, die von Aussageverweigerungen und großen Gedächtnislücken der Angeklagten gekennzeichnet sein werden. Hätten Verantwortliche des VW-Konzerns den zutreffenden Leitspruch von Robert Bosch beherzigt, wäre es nie zu dem Abgasverbrechen mit dramatischen wirtschaftlichen Folgen gekommen. Die VW-Mehrheitseigner Piëch/Porsche/Weil haben sicher schon einen Plan B mit neuer Führung im Hinterkopf und halten nicht länger an jetziger Führung fest.

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19.09.2020 16:49    |    Sir Donald

Wirecard könnte da noch eine Nummer größer sein da sich für diese Firma selbst die Regierung als Lobbyist betätigt hatte.


19.09.2020 18:33    |    nsa_lopez

Der Dieselbetrug ist wohl eher die angenehme Fassade für das größte, je begangene Verbrechen in Deutschlands Wirtschaftsgeschichte. Es ist für mich jedenfalls schwer nachvollziehbar, wieso ausgerechnet VW als einziger Hersteller über 20 Milliarden Dollar wegen zu hoher Abgaswerte an die USA zahlen musste. VW war vielleicht am dreistesten, aber viele Fahrzeugmodelle anderer Hersteller hatten ebenfalls erhöhte Abgaswerte.

 

Ich denke mal die Amis erlangten dank ECHOLON und womöglich mit Hilfe ihrer Feldstation F-81 in Bad Aibling Kenntnisse über ein noch viel lukrativeres Geschäftsmodell der Deutschen.... Geld stinkt nicht... ...daher wurden die geforderten Beträge auch ohne große Widerworte über den großen Teich geschickt.

 

Nicht nur für unsere Bundeskanzlerin war damals die digitale Welt Neuland, sondern bedauerlicherweise auch für einige Mitarbeiter eines Weltkonzerns mit Banklizenz...


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