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18.09.2020 14:28    |    rogertennis2    |    Kommentare (1)

18.09.2020

 

VW-Aufsichtsrat und Vorstand feiern 5-jähriges Abgasverbrechen ohne Aufklärung

 

In Wolfsburg hinter dem Kanal knallen die Champagner-Korken anlässlich des Jubiläums und ohne in dieser Zeit das abscheuliche Umweltverbrechen aus reiner Geldgier nicht aufgeklärt zu haben. Beim VW-Konzern unter Piech/Winterkorn galt jahrzehntelang nur höher, weiter, schneller, um Toyota zu übertreffen und Renditen zu maximieren. Heute vor 5 Jahren gab VW-Chef Winterkorn im TV zur besten Sendezeit zu, über 11 Millionen Kunden schon viele Jahre betrogen zu haben. Eigentlich hätte dieses Jubuläum schon am 3. September 2015 stattfinden müssen, als die VW-Spitze diesen dreisten Betrug in USA erst unter Druck zugeben musste, weil sonst kein Autoverkauf in USA, dem wichtigsten Markt mehr möglich gewesen wäre. Damit dieses Jubiläum nicht in Vergessenheit gerät, hat ein früherer Versuchsingenieur mit 43 Dienstjahren, der selbst von seinem früheren Arbeitgeber VW über Jahre betrogen wurde, fast täglich in mittlerweile 753 Berichten VW-Manager, Medien, Staatsanwälte und Gerichte an das Verbrechen und an die Nicht-Aufarbeitung sowie an noch andere schlimme Affären erinnert. Nur Insider des Konzerns wissen bis heute, wie es zu den mafiaähnlichen Verbrechen kommen konnte. Gerichtliche Strafprozesse mit zig. Angeklagten des Konzerns wurden zugelassen und werden auch bald öffentlich stattfinden. Den Auftakt macht das LG München II mit dem Angeklagten, dem früheren Audi-Chef Rupert Stadler sowie noch weiteren Audi-Managern am 30.09.2020, denen bis zu 10 Jahre Haft und hohe Geldstrafen drohen. Auf die Strafprozesse in Braunschweig warten sehnsüchtig bereits seit 1½ Jahren Martin Winterkorn mit seinen 5 Top-Managern. Wie bei dieser kriminellen Bande zu erwarten, kündigten hochrangige Zeugen des Konzerns an, eventuell von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen zu wollen. Außerdem ist wieder mit gewaltigen Erinnerungslücken der Angeklagten und Zeugen zu rechnen, was den Gerichten die Beweisführungen erschweren und die Prozessdauer verlängern wird. Das wird ihnen nichts nützen. Die Staatsanwaltschaften sammelten in zig Büro- und Hausdurchsuchungen hunderte Beweise in Form von Protokollen, Emails und Terminkalendern. Die Firmen VW, Audi und Porsche mussten bereits 2,3 Milliarden € an Strafbefehlen zahlen. Aufsichtsrat Pötsch und VW-Chef Diess retteten sich vor mehrjähriger Haft wegen des Vorwurfs der Marktmanipulation durch einen 10,5 Millionen €-Deal mit der Staatsanwaltschaft, zu Lasten des Konzerns. Ein weiterer Prozess gegen VW wird in Kürze wegen verbotener Betriebsratsbegünstigungen in Millionenhöhe stattfinden. Davon abgetrennt der Prozess wegen Beihilfe zur Untreue gegen den Betriebsrat Osterloh, der sogar selbst in eigener Sache in der Entlohnungskommission für Betriebsräte gesessen haben soll und nur so als vormals Bandarbeiter zum Millionär wurde. Durch eigenes Verhalten und Verschulden wird der Konzern auch die nächsten Jahre nicht aus den Schlagzeilen kommen. Die wirklichen Gewinner werden nur die Medien sein.

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18.09.2020 17:42    |    nsa_lopez

Nur absolute Insider wussten bis heute, dass das Unheil bereits Ende 2004 seinen Lauf nahm. Und zwar in den Büros am Burgwallcenter in Wolfsburg. Mit Dieselabgasen hatte es anfangs allerdings gar nichts zu tun, eher mit Profitgier, Ignoranz und Überheblichkeit. Danach folgten zwischen 2005 und 2015 mehrere fatale Fehleinschätzungen und

-entscheidungen, die das Fass zum Überlaufen brachten.

 

Der Rest ist Geschichte...


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