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27.09.2020 16:16    |    rogertennis2    |    Kommentare (3)

27.09.2020

 

Verstoß gegen das BVG: Unbequeme Betriebsräte wurden von Vorständen gekauft

 

Im Betriebsverfassungsgesetz ist eindeutig festgelegt, dass Betriebsratsarbeit ehrenamtlich zu erfolgen hat. In Aktiengesellschaften wird allzu oft, um unternehmerische Entscheidungen leichter umzusetzen, dagegen massiv verstoßen. Betriebsräte dürfen finanziell keine Nachteile haben. Sie genießen aber schon viele umfangreiche Privilegien, wie verbesserten Kündigungsschutz, Freistellung von der Arbeit, eigenes gut ausgestattetes Büro mit modernen Kommunikationsmitteln, Dienstwagen mit kostenlosem Kraftstoff sowie Versicherung und bezahlte Fortbildungen. Alles das reichte ihnen aber nicht in Großunternehmen wie VW mit ihren Töchtern Audi und Porsche mit Hilfe des VW-Gesetzes. Obwohl 2007 VW-Personalvorstand Peter Hartz und VW-Betriebsratsvorsitzender Klaus Volkert zusätzlich auch neben Luxusreisen mit Prostituierten wegen schwerer Untreue zu hohen Haft- und Geldstrafen verurteilt wurden, machten nachfolgende Personalvorstände hinsichtlich Bezahlung so wie bisher weiter, um es einfach bequemer zu haben. Klaus Volkerts Nachfolger Bernd Osterloh, vormals Bandarbeiter bei VW, zahlte man jährlich bis 950.000 € und Betriebsratschef Uwe Hück, vormals angelernter Lackierer bei Porsche bis 700.000 €. Deshalb wurden die jeweiligen Personalvorstände jetzt von den Staatsanwaltschaften Braunschweig und Stuttgart angeklagt. Die gerichtlichen Hauptverfahren wurden bereits zugelassen. Wo die Überbezahlung nicht möglich war, wurden Betriebsräte einfach von den Firmen durch Übernahme auf gut dotierte Stellen gewerkschaftlich mundtot gemacht. Beispiele davon gab es bei VW sehr viele. Weitere Ermittlungen laufen noch gegen Osterloh und Hück. Beide sollen sogar in den Entlohnungskommissionen für Betriebsräte gesessen haben und so ihre fürstlichen Gehälter mitbestimmt haben. Bei entsprechender Bestätigung hätte das eine Anklage wegen Beihilfe zur schweren Untreue zur Folge. Sowohl beide Unternehmen, wie natürlich auch die Betriebsräte, sahen im Gegensatz zum IG-Metall-Vorstand, darin keinen Verstoß gegen das BVG. Das werden erst noch neben den vielen anderen laufenden Prozesse der nächsten Jahre weitere Strafkammern entscheiden müssen. Schon reifen bei der Vielzahl von Straftaten und ihrer finanziellen Folgen die Erkenntnisse in der Öffentlichkeit, dass VW- Audi- und Porsche-Kunden bei den hohen Fahrzeugpreisen kriminell abgezockt wurden.

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27.09.2020 16:22    |    dettilein123

Ja abgezockt.. Golf für 35 tsd. Euro ist doch nicht normal... Verbrecherbande


29.09.2020 17:14    |    nsa_lopez

Laut Wikipedia soll ein ehemaliger Betriebsrat trotz seines Ausscheidens weiterhin Gehalt beziehen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Uwe_H%C3%BCck


29.09.2020 19:09    |    dettilein123

Eine Krähe hackt der selben kein Auge aus...


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