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19.05.2020 09:31    |    rogertennis2    |    Kommentare (8)

19.05.2020

 

Seit 2005 mein 682. Artikel über kriminelle Skandale im VW-Konzern.

 

Staatliche Kaufprämien für VW werden wahrscheinlicher

 

Viele Milliarden € aus Steuern wurden in der Coronapandemie bereits für Not leidende Branchen bereitgestellt. Warum nicht auch für den VW-Konzern, der für das vom Himmel gefallene Abgasverbrechen schon genug mit zig. Milliarden € bluten musste? Warum soll der Konzern jetzt auch noch durch Kaufzurückhaltung der Kunden bestraft werden? Wie auch Aufsichtsratschef Pötsch vor längerer Zeit aufgrund der guten Verkaufszahlen nach 2015 erklärte, hätten die Kunden VW nicht den Abgasbetrug Übel genommen, sondern das allgemein irre Geschwätz um drohende Fahrverbote. Wie konnte man Vorständen nur unterstellen, vom Abgasbetrug überhaupt etwas gewusst zu haben. Entscheidungen bei VW treffen doch Betriebsräte und kleine Ingenieure. Winterkorn als damaliger VW-Chef hatte es doch bei seiner Anhörung im Bundestag auf den Punkt gebracht. Er konnte sich an nichts mehr erinnern. Das sind Attribute, die Vorstände auszeichnen. Davon gelernt werden auch Pötsch und Diess haben, die immer noch seit 2 Jahren bei der Staatsanwaltschaft als Beschuldigte gelten. Dabei hat doch die Öffentlichkeit an dem VW-Abgasbetrugsverfahren schon lange kein Interesse mehr. Mit gutem Recht werden deshalb auch jetzt viele Ermittlungen gegen VW-Beschuldigte eingestellt. Den Straftatbestand Betrug erfüllt doch nur noch der kleine Ladendieb. Sogar für Vereitelung von Straftaten durch nachgewiesene Löschung von Beweismitteln lohnt zur Entlastung der arbeitswütigen Staatsanwälte kein Strafverfahren mehr. Kleinere Bußgelder tun es doch auch. Wichtig ist nur noch in unserem Lande die Rettung von Arbeitsplätzen, was durch Kaufprämien geschafft werden müsse. Sogar der frühere Autokanzler und „Kreml-Sprecher“ Gerhard Schröder sowie Ministerpräsident Stefan Weil als VW-Aufsichtsrat setzten sich dafür massiv ein. Da kann sich doch die aktuelle Kanzlerin nicht gegen Kaufprämien entscheiden. Anders als die in Not geratene Autoindustrie muss doch die Reisebranche mit Milliarden Umsätzen und 3 Mio. Jobs genug Rücklagen geschaffen haben, um diese Krise ohne Hilfe aus Berlin zu überstehen. Man sollte den Steuerzahler nicht überfordern, gerade weil Olaf Scholz eben mit beiden Händen hunderte Milliarden € nur so raus haut. Die nächsten Generationen werden es uns danken.

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19.05.2020 10:53    |    TITANMANFRED

3 Mio Selbstständige kiregen gar nix, außer Zuschüssen zu Betriebskosten ...


19.05.2020 12:24    |    Daniela_Wolf

Hier wird wieder einmal nicht zwischen erhaltenswerten und wertschöpfenden Beschäftigungsverhältnissen und unrentablen bzw. übersubventionierten Anstellungen unterschieden...


19.05.2020 19:24    |    Drahkke

Daß dafür Kaufprämien nicht das richtige Instrument sind, hat uns die "Abwrackprämie" vor einigen Jahren ja mehr als deutlich vor Augen geführt.


07.06.2020 14:42    |    Drahkke

Warum das nicht richtig ist, kann man an der Abwrackprämie von 2009 und deren Folgen erkennen. Daran haben sich ja mittlerweile auch die Verantwortlichen in der Regierung erinnert und die gleichen Fehler jetzt nicht ein zweites Mal gemacht.


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