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09.09.2020 14:49    |    rogertennis2    |    Kommentare (1)

09.09.2020

 

Gerichts-Hauptverfahren gegen Winterkorn u.a. wird endlich eröffnet!

 

Über 2 Jahre brauchte die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Braunschweig für die Prüfung auf Zulassung zum Hauptverfahren der staatsanwaltschaftlichen Anklage gegen den früheren VW-Chef Winterkorn und gegen 4 weitere Manager. Die Kammer ist zu der Überzeugung gekommen, dass es hinreichenden Tatverdacht mit überwiegender Verurteilungswahrscheinlichkeit gibt. Vorgeworfen wird den Angeklagten gewerbs- und bandenmäßiger Betrug in Tateinheit mit schwerer Steuerhinterziehung sowie strafbarer Werbung bzw. Beihilfe zu den Straftaten. Die Vorwürfe beziehen sich auf den Betrug an 9 Millionen Autos mit einem Vermögensschaden der Käufer von min. 100 Mio. €. Zusätzlich soll es sich bei 6.800 Fahrzeugen um Steuerhinterziehung eines besonders schweren Falles handeln, weil die werksseitig angegebene Euro6 nicht erfüllt wurde. Die Steuerhinterziehung beläuft sich somit auf 1,02 Mio. €, so dass eine mögliche Knast-Bewährungsstrafe ausscheidet. Der Prozess könnte sich 2 Jahre hinziehen, weil mit Sicherheit hunderte Zeugen gehört würden, um die Gedächtnislücken der alten und neuen VW-Führung aufzufrischen. Die Öffentlichkeit und VW-Mitarbeiter sehen den Verhandlungsterminen mit großem Interesse entgegen. Sie wollen Auge in Auge den VW-Verbrechern gegenüber sitzen, die ihr Produkt so in Misskredit brachten 30 Milliarden € an Strafen verbrannten. Vermutlich wird die Kammer auch in die Stadthalle umziehen, in der z. Zt. auch das Musterfeststellungsverfahren der geschädigten Investoren gegen VW läuft. Terminiert wurden die Sitzungstermine bereits gegen den früheren Audi-Chef Stadler, die am 30.9.20 in München beginnen. Wir erinnern uns. VW, Audi und Porsche als Unternehmen bekamen bereits Strafbefehle über 2,3 Milliarden €, weil sie als Unternehmen diese Straftaten ermöglichten. Aufsichtsratschef Pötsch und VW-Chef Diess zahlten Geldstrafen ohne Widerspruch aus der VW-Kasse von 9 Mio. € wegen Marktmanipulation, um einem Hauptverfahren zu entgehen. Pötsch außerdem nochmals bei der Porsche SE wegen gleicher Straftat 1,5 Mio. € aus der Porsche-Kasse. Hierbei handelte es sich nicht um erwiesene Unschuld. Der Verdacht besteht weiter. Diese ganzen Verfahren werden die Führung des VW-Konzern gerade jetzt weiter lähmen.

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09.09.2020 14:52    |    dettilein123

Knast hoch drei.. Uli hoeness musste auch in den knast. 30 Jahre ohne Bewährung.


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