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17.06.2021 09:44    |    rogertennis2    |    Kommentare (0)

An

 

Volkswagen Aktiengesellschaft, HVStelle vom 16.6.2021

 

Btr.: Gegenanträge zur 61. ordentlichen VW-Hauptversammlung am 22.07.2022

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

nach dem AktG § 126 Abs. 1 stelle ich fristgemäß meine begründeten Gegenanträge zur von Corona bedingten virtuellen Hauptversammlung am 22.07.2021. Trotz bereits sehr geringer Inzidenz Werte in Deutschland, will natürlich Versammlungsleiter Pötsch weiterhin aus Furcht vor vielen unangenehmen Aktionärsfragen und aus Ignoranz der 2-fach Geimpften, der Genesenen oder der neg. Getesteten diese Versammlung virtuell abhalten. Dazu bestände gerade wegen vieler krimineller Skandale um Pötsch und Diess, wegen tausenden Schadenersatzforderungen von betrogenen Kunden sowie vom Unternehmen selbst und der vielen angeklagten Top-Manager absolut kein Grund mehr. Virtuell bevorzugen Pötsch und Diess die HV deshalb, um nicht in die aufgebrachten Gesichter der betrogenen Aktionäre und Investoren blicken zu müssen.

 

I- Gegenanträge zur Tagesordnung 3 u. 4 der VW-Hauptversammlung:

 

1-Als Gegenantrag zu Top 3 u. 4 beantrage ich, in Einzelabstimmung die folg.

Aufsichtsräte und Konzernvorstände nicht zu entlasten:

Hans-Dieter Pötsch (VW und Porsche SE) (01.01. – 31.12.2020)

Bernd Osterloh (01.01. – 31.12.2020

Stefan Weil (01.01. – 31.12.2020)

Bernd Althusmann (01.01. – 31.12.2020)

Herbert Diess (VW) (01.01. – 31.12.2020)

Ferdinand Oliver Blume (Porsche) (01.01. – 31.12.2020)

Gunnar Kilian (01.01. – 31.12.2020)

Hiltrud Werner (01.01. – 31.12.2020)

Wolfgang Porsche (01.01. – 31.12.2020)

Hans-Michel Piëch (01.01. – 31.12.2020)

 

II- Begründungen zur fristgemäßen Veröffentlichung auf der VW-Homepage:

 

1- Der Aufsichtsratsvorsitzende Pötsch und VW-Chef Diess bis jetzt über 5 Jahre nach Aufdeckung des kriminellen Abgasbetruges an über 11 Millionen Konzernfahrzeugen die anfangs versprochene transparente Aufklärung massiv verhinderten.

2- Pötsch und Diess keine Strafanzeigen gegen Winterkorn und gegen weitere Beschuldigte gleich nach dem VW-Betrugseingeständnis in USA am 3.9.2015 stellten.

3- Der Aufsichtsratsvorsitzende Pötsch massiv den gerichtlich bestellten Sonderermittler verhinderte.

4- Pötsch als VW-Aufsichtsratsvorsitzender, als Aufsichtsrat der Audi AG, als Aufsichtsrat der Porsche AG, als Aufsichtsratsvorsitzender der Porsche Automobil Holding SE und zugleich noch Finanzvorstand, als Aufsichtsratsvorsitzender der Traton SE, als Aufsichtsratsvorsitzender der Porsche Austria m.b.H. und als Aufsichtsratsvorsitzender der Porsche Retail GmbH sich unmöglich selbst nach dem Aktienrecht kontrollieren kann.

5- Die der Marktmanipulation angeklagten Pötsch und Diess sich vor dem Strafprozess mit 10,5 Mio. € freikauften, ohne sich von der Hauptversammlung bestätigen zu lassen, dass deren Geldstrafen unzulässigerweise der Konzern übernimmt.

6- Der damalige Finanzvorstand Pötsch es sträflich trotz Wissens um den jahrelangen Abgasbetrug unterließ, nach dem Aktien-Recht rechtzeitig die Ad-hoc-Meldung eines sich anbahnenden Gewinneinbruchs zu veröffentlichen. Aktionäre und Investoren wurden durch dieses weltweit einmalige Wirtschaftsverbrechen um über 9 Milliarden € geschädigt. Heute zu behaupten, VW würde bei diesem Abgasbetrug lange unentdeckt bleiben und danach in USA mit blauem Auge, wie sonst üblich, davonkommen, zeugt von seiner Unfähigkeit. Durch seine Pflichtverletzungen verursachte er dem Unternehmen, ohne den Konzern-Vertrauensverlust und die dadurch entstandenen Absatzverluste zu berücksichtigen, einen Schaden von bisher 35 Milliarden €.

7- Durch die interne Nichtaufklärung des Betruges von Pötsch und Diess und die lügnerische VW-Verteidigungsstrategie vor Gerichten werden hunderte Schadenersatzprozesse noch weitere Jahre anhängig sein und das Konzernimage weiter verschlechtern.

8- Pötsch, Weil, Osterloh und Diess nach Auffliegen des Betruges erst Winterkorn von jeglicher Schuld ohne Prüfung freisprachen, ihm noch zig. Millionen € hinterher schmissen und erst über 5 Jahre von ihm sowie den weiteren Angeklagten des Abgasverbrechens nur Peanuts als Schadenersatz fordern, weil Pötsch und Diess selbst tief im Verbrechen verstickt sind. Trotz grober Fahrlässigkeit und Vorsatz der Verursacher des Verbrechens fordert VW von der versicherten Managerhaftung für VW unrechtmäßig 288 Mio. €.

9- Pötsch und Diess es nicht verhinderten, dass auch nach dem Auffliegen des Abgasverbrechens der Euro6-Betrugs-Nachfolgemotor EA 288 bis KW 22/2016 und der 3 l-Audi-Porsche-Motor bis 9. KW/2018 mit verbotener Abschaltlogik gebaut und verkauft wurden. Dadurch rollt eine neue Prozesslawine auf den Konzern zu.

10- Pötsch und Diess entgegen dem BVG es zuließen, dass Betriebsräten extrem hohe Gehälter mit Bonis gezahlt wurden und Einigen trotz ungenügender Qualifikation hoch bezahlte Posten auf Arbeitgeberseite verschafft wurden. Ein Strafprozess gegen 4 VW- Personalvorstände findet mit vorerst 8 Verhandlungstagen ab 9.9.2021 beim OLG- Braunschweig statt.

11- Versammlungsleiter Pötsch bei bisher letzten Präsensversammlungen die Rednerliste manipulierte, vorher schriftlich bei der HV-Stelle angekündigte Redebeiträge ignorierte und die Redezeit kritischer Aktionäre stark begrenzte.

12- Bei Ministerpräsident Weil und Althusmann der Verdacht besteht, unzulässigerweise über ihr Justizministerium Einfluss auf die Braunschweiger Justiz- und Strafverfolgungsbehörden genommen zu haben.

13- Entlastungsablehnung von Osterloh deshalb, ebenfalls, trotz seiner Beschwichtigungen, immer sein Ohr an der Belegschaft zu haben, nichts zur Verbrechensaufklärung beigetragen zu haben. Im Gegenteil stimmte er mit, Winterkorn am 25.9.2015 die Unschuld auszusprechen und ihn mit sämtlichen

Bezügen aus seinem Vertrag zu entlassen.

14- Pötsch und Diess ließen zu, eigene Erfinder in ihrer Belegschaft entgegen dem Arbeitnehmererfindungsgesetz über Jahre zu belügen und zu betrügen, um denen die gesetzliche Arbeitnehmererfindungsvergütung nicht zu zahlen.

15- Pötsch, Weil, Althusmann, Piëch, Porsche und Diess unterstützten das menschenverachtende Regime in China bei der Verfolgung und Umerziehung der Uiguren, indem sie der chinesischen Forderung nach einem Bau eines Montagewerkes in Xinjiang nachgaben. Kein Autobauer hätte in dieser unwirtschaftlich abgelegenen Wüstengegend so viel investiert. VW stellte sogar noch Fahrzeuge und Videoüberwachungsanlagen für die chinesischen Folterer zur Verfügung.

16- Ungeachtet der politischen Ziele der chin. Machthaber nach Weltmachtführung wollen Pötsch und Diess weiterhin viel in China investieren. Ja, sogar ev. die Entwicklung dorthin verlegen. China strebt an, eines Tages die Ausländer des Landes zu verweisen.

17- Pötsch und Diess stiegen wissentlich nach dem Abgasbetrug um auf generelle E-Mobilität, dass die dafür gebrauchte Kobaltgewinnung im Kongo und der Abbau weiterer seltener Erden oft durch Kinderhände in tiefen gefährlichen Löchern geschieht. Ferner bei der Lithium-Gewinnung in Südamerika ganze Landstriche verwüstet werden und den Menschen dort die Lebensgrundlage von Wasser entzogen wird.

18- Pötsch und Diess nach dem Abgasverbrechen alle Dieselmotoren mit NOX-armen Doppel-SCR-Katalysatoren ausrüsteten, die bereits vor zig. Jahren hätten ohne Betrug eingesetzt werden können. Der Grund für den Nichteinsatz war nur die Gier nach Profit.

19- Im April 2015 ging Piëch zu Winterkorn auf Distanz, weil die Abgasbetrugslawine aus USA in Richtung Wolfsburg rollte. Pötsch, Diess und allen Aufsichtsräten muss die Entlastung verweigert werden, weil zu dem Zeitpunkt bereits spätestens alle Kenntnis vom jahrelangen Betrug hatten.

 

Sehr geehrte Aktionärinnen, Aktionäre und Investoren, wegen dieser schweren Verfehlungen von Aufsichtsrat und Vorstand bitte ich sie, bei den Einzelabstimmungen zu TOP 3 und 4 jeweils mit „Nein“ zu stimmen. Auch wenn die VW-Hauptversammlungen wegen überwältigender Aktienanteile der Grufti-Familien Piëch/Porsche eine Farce sind und es denen völlig egal ist, welche Kriminellen der Unternehmensspitze angehören, ist es doch ein deutliches Signal, wenn möglichst viele Aktionäre bei der Entlastungsabstimmung mit Nein votieren.

 

Sollten wie jedes Jahr automatisch, die Anteilseigner Qatar mit 17 %, Niedersachsen mit 20 % und die Familienbande Piëch/Porsche mit 51 % wieder die Konzern-Führung entlasten, machen sich alle beim jahrelang größten weltweit begangenen Wirtschaftsverbrechen mitschuldig.

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