• Online: 5.350

17.10.2020 18:37    |    rogertennis2    |    Kommentare (0)

17.10.2020

 

Erneute Strafanzeige gegen VW-Vorstände wegen Prozessbetrug

 

Keine Ende des Abgasverbrechens durch den VW-Konzern abzusehen. Oberkontrolleur Pötsch und VW-Chef Diess sind nur noch bemüht, die Wahrheiten zu vertuschen. Denen müsste doch morgens kotzübel sein, wenn sie in den Spiegel schauen. Beide behaupteten auf bisherigen Hauptversammlungen, die, nach ihrer Bezeichnung, „Dieselthematik“ sei weitgehend aufgeklärt. Dennoch soll der vom OLG Celle eingesetzte Sonderprüfer von VW mit allen Mitteln verhindert werden. Die einzigen, die jetzt aufklären, sind Staatsanwälte und Richter. Das wird noch Jahre dauern. Heute stellte eine renommierte Anwaltskanzlei Strafanzeige gegen VW-Chef Diess und Hiltrud Werner wegen Prozessbetrug nach § 263 StGB, der bis 5 Jahre Haft oder hohe Geldstrafe bedeuten kann. Herbert Diess und Hiltrud Werner hätten dem BGH eine fehlerhafte Mitteilung gegeben, dass nur mit dem Dieselmotor EA 189 betrogen wurde. Mittlerweile wurde aber bewiesen, das sowohl mit den Motoren EA 288 und EA 863 durch ein illegales Thermofenster bzw. durch eine verbotene Moduserkennung dreist betrogen wurde. Die ursprüngliche Typgenehmigung widerrief das KBA nach Vorlage eigener Messungen. Pötsch und Diess kauften sich zwar auf Werkskosten von der Anklage wegen erwiesener Marktmanipulation mit 10,5 Mio. € frei, müssen aber dennoch auf der Anklagebank mit Winterkorn wegen des frühzeitigen Wissens um das Abgasverbrechen Platz nehmen. Winterkorn ist zusätzlich wegen bandenmäßigen Betruges angeklagt. Sein Straf-Prozess startet am 25.2.21 in Braunschweig, für den bereits 133 Verhandlungstage angesetzt wurden. Z. Zt. muss sich bereits in München der fristlos entlassene Konzernvorstand Stadler mit seinen früheren Motorentwicklungsmanagern wegen Betruges verantworten. Stadler hätte auch nicht verhindert, dass bis Anfang 2018 noch Betrugsautos verkauft wurden. Für alle sind die Beweise der Staatsanwälte erdrückend. Da nützen keine Erinnerungslücken, Krankschreibungen, Aussageverweigerungen oder auch noch so gewiefte Verteidiger. Die Indizien wiegen schwer, verlängern nur die Prozessdauer. Bereits am 19.11.20 beginnt der Strafprozess gegen 4 VW-Personalmanager. Ihnen wird schwere Untreue von über min. 5,5 Mio. € vorgeworfen. Entgegen dem BVG hatten sie Betriebsräte mit extrem hohen Gehältern plus Sondervergünstigungen versorgt. Den Betriebsratsvorsitzenden Osterloh allein mit 3,2 Mio. €, der sogar für sich selbst in der Findungskommission als Vergleich einer Bereichsleiterstelle zugestimmt haben soll. Deshalb wird er sich der Beihilfe zur Untreue noch verantworten müssen. Alle Verhandlungen sind von großem öffentlichen Interesse. Pötsch und Diess werden sich wegen ihrer Verteidigung kaum noch die nächsten Monate um dienstliche Belange kümmern können. Sie können wenigstens auch keinen Schaden mehr anrichten.

Hat Dir der Artikel gefallen? 2 von 3 fanden den Artikel lesenswert.

Deine Antwort auf "Erneute Strafanzeige gegen VW-Vorstände wegen Prozessbetrug"

Blogautor(en)

rogertennis2 rogertennis2

VW