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31.07.2020 13:01    |    rogertennis2    |    Kommentare (3)

30.07.2020

 

BGH-Urteile zum VW-Schadenersatz wegen des Abgasverbrechens. Richter ließen viele Fragen offen!

 

Im BGH-Urteil vom 25.5.20 gegen den VW-Konzern war eigentlich schon alles höchstrichterlich entschieden. Der VW-Konzern wurde zum Schadenersatz eines Kunden wegen vorsätzlich begangenen sittenwidrigen Betruges am VW-Dieselmotor der Baureihe EA 189 verurteilt. Der BGH war der lächerlichen VW-Argumentation nicht gefolgt, dass die Fahrzeuge keinen Mangel hätten und jederzeit sicher zu benutzen wären. Heute aber, am 30.7.2020, nun aus Karlsruhe der Hammer zu Gunsten VW, dass beim Schadensersatz die gelaufenen km anzurechnen, Deliktzinsen von VW nicht zu zahlen und Autokäufer noch nach dem Auffliegen des Abgas-Betruges nicht zu entschädigen seien. Die utopische Begründung der Kammer: VW hätte sich danach gebessert. Also hätte niemand mehr nach dem 18.9.2015 von VW ein Auto mit Dieselmotor mehr kaufen dürfen. In Wahrheit hat VW aber auch noch danach, nach den Feststellungen des Kraftfahrtbundesamtes, bei den Diesel-Nachfolgemotoren EA 288 und bei 3 l-Dieselmotoren weiter betrogen. Nur nannte VW das jetzt nicht mehr Abschalteinrichtung, sondern als Zykluserkennung schlicht „Thermofenster“, was ebenfalls verboten war. Aus diesem Grunde wurde ja auch der frühere Audi-Chef Rupert Stadler angeklagt, noch nach dem Auffliegen des Abgasverbrechens 3 Jahre lang Autos mit Betrugsmotoren verkauft zu haben. Unverständlicherweise ließen die BGH-Richter offen, was die betrogenen Kunden ihrer Meinung nach denn hätten tun sollen, nachdem sie vom Betrug an ihrem Auto erfahren haben. Das Auto 5 Jahre bis zum BGH-Urteil stehen lassen und andere Verkehrsmittel benutzen? Die hatten das Auto doch voll bezahlt, war versichert und versteuert! Wer hätte denn diese Zusatzkosten von Taxis übernommen? Nicht nachvollziehbar ist auch die BGH-Entscheidung, betrogene Kunden hätten keinen Anspruch auf Deliktzinsen. Dabei haben die Kunden durch Wertverfall ihrer Autos mit Betrugsmotoren einen erheblichen Vermögensschaden erlitten, der den Anspruch von Deliktzinsen rechtfertigt! Also Fragen über Fragen, die die Richter des Bundesgerichtshofes zur Verunsicherung der von VW betrogenen Kunden unbeantwortet ließen. Diese Urteile des BGH bekräftigen bei Verbrauchern die Einsicht, von den Verbrechern bei Volkswagen kein Auto mehr zu kaufen. Für die Betrogenen VW-Kunden bleibt jetzt nur noch der Gang zum EuGH nach Luxemburg.

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31.07.2020 13:45    |    Daniela_Wolf

Gut , das der BGH die lächerlichen Forderungen der last minute Abzocker abgeschmettert hat!^^


31.07.2020 13:45    |    dettilein123

Die Richter fahren wohl VW


31.07.2020 21:42    |    Drahkke

Daß viele Fragen offen blieben, läßt sich nicht leugnen.


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