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25.06.2021 12:22    |    rogertennis2    |    Kommentare (0)

25.06.2021

 

Betriebsräte werden von VW weiter durch Vorstände geschmiert!

 

Nach der Anklage von 4 VW-Personalvorständen wegen des Verdachts strafbarer Bevorteilung oder Kauf von Betriebsräten, sollte man bei VW meinen, daraus doch etwas gelernt zu haben. Bei einem IG-Metall-VW-Personal-Vorstand Kilian ist allerdings das Gegenteil der Fall. Nach dem Unternehmenskauf von Osterloh, der in der Spitze jährlich bis 900.000 € von VW geschmiert wurde, erhält seine Nachfolgerin, Daniela Cavallo, als gelernte Bürokauffrau und mit Weiterbildung zur Betriebswirtin und jahrelanger Tätigkeit als Betriebsrätzin auch schon wieder mehr als 100.000 € plus üppige Bonis jährlich. Das ist weitaus mehr als das Doppelte, als sie als ehemalige Bürokauffrau bei VW vor ihrer Betriebsratstätigkeit bekommen hätte. Zum Vergleich bekam ein VW-Versuchsingenieur mit hoher Fachverantwortung beim Test von Prototypen, die oft in die Millionen € gingen und er dafür persönlich gerade stehen musste, jährlich nur 78.558 € ohne Boni. Zusätzlich wurde er von VW noch um eine ihm gesetzlich zustehende Erfindervergütung von min. 589.433 € betrogen. Durch diesen Vergleich haben Personalvorstände und Betriebsräte jedes Maß von Gerechtigkeit und gerechter Entlohnung im Betrieb verloren. Nach dem Betriebsverfassungsgesetz muss Betriebsratstätigkeit ehrenamtlich geleistet werden und darf nicht, wie bei VW jahrelang großzügig praktiziert, in jedem Fall den Anschein des Kaufs von Unternehmensentscheidungen erwecken. Von VW-Chef Diess war es zwar ein kluger Schachzug, den dauerhaft mäkelnden Osterloh mit viel Geld zum Traton-Personalvorstand auf seine Seite zu ziehen und erhofft sich mit Osterlohs Nachfolgerin ein leichteres Spiel. Durch eine Frau an der Spitze des Betriebsrates ist sicher bei VW die Gefahr jetzt auch gebannt, dass die es sich in weltweiten Bordellen auf VW-Kosten gut gehen lassen. Warten wir es ab. Der Strafprozess gegen die 4 VW-Personalvorstände beginnt am 9.9.2021 in Braunschweig. Da Osterloh selbst in der VW- Findungskommission für Betriebsratsvergütungen saß, besteht der Verdacht, auf seine hohen Einkommen selbst Einfluss genommen zu haben. Sein Strafprozess wurde abgetrennt und wird separat verhandelt. VW bezieht sich zwar immer auf ein Gutachten einer ehemaligen Richterin, die heute für Gleiss&Lutz arbeitet, das aber nicht als unabhängig von VW bewertet werden kann.

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