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08.10.2020 10:26    |    rogertennis2    |    Kommentare (2)

08.10.2020

 

Leserbrief zum BZ-Artikel (Andreas Schweiger) vom 8.10.20:

 

„Das System Wolfsburg schlägt (beim Abgasbetrug) zurück!“

 

Die VW-Konzern-Spitze zittert vor neuer Klageflut von Autobesitzern mit dem EA 189-Nachfolge-Betrugsmotor, dem EA 288-Dieselmotor der Euro 6-Schadstoffklasse. Deshalb die massiven Einschüchterungsversuche der Vorstände von betrogenen Kunden auf der VW-Homepage. Bei diesem Motor hatte das KBA zwar anfangs keine Zykluserkennung und Abschalteinrichtung sowie Thermofenster festgestellt, dieses Urteil aber nach anders lautenden Berichten der Umwelthilfe und des SWR später revidiert. Angeordnete Rückrufe des KBA der VW-Modelljahre 2016 beweisen das. Im Übrigen hatten VW-Manager bereits in Gerichtsverfahren zugegeben, auch bei diesem Motortyp EA 288 durch unzulässige Zyklenerkennung und installierte Thermofenster betrogen zu haben. Zahlreiche Gerichte sprachen bereits Klägern Schadenersatz zu, was VW natürlich verschweigt. Glauben kann man den Vorständen sowieso nichts mehr. Kunden wenden sich deshalb anderen Autobauern zu. Das beweisen auch die rückläufigen Konzern-Marktanteile. Statt jetzt endgültig zum bandenmäßig begangenen Betrug zu stehen und die Schäden zu beseitigen, versuchen Vorstände immer noch sich seitlich in die Büsche zu schlagen. Ein besseres Unternehmen, wie Hiltrud Werner es bezeichnete, sieht anders aus. Der ehemalige gefürchtete Konzernchef Winterkorn, den jetzt furchtbare Erinnerungslücken plagen, versucht mit einem Mal, sicher auf Anraten seines ausgebufften Verteidigers, seinen Straf-Prozess wegen Marktmanipulation und bandenmäßigen Betrugs durch ärztliche Atteste zu verhindern oder in die Länge zu ziehen. Seine Richter werden das bestimmt entsprechend zu würdigen wissen.

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09.10.2020 12:05    |    remix

Erwartet in D wirklich ernsthaft noch jemand, dass irgendein führender Manager, Banker oder Politiker persönliche Verantwortung übernimmt ?!

 

Natürlich hat dieser Personenkreis alle Ressourcen, um sich auch Sanktionen zu entziehen; erst bringt man sein Vermögen in Sicherheit, dann sich selber und zieht halt in die Schweiz, oder die Karibik oder oder oder.....

 

organisierte Verantwortungslosigkeit ist in Führungspositionen Pflicht und hat System...


11.10.2020 19:54    |    nsa_lopez

Bereits im November 2009 trafen sich ein Whistleblower und ein VW-Manager, der noch heute im VW-Vorstand sitzt, zu einem Gespräch in Braunschweig. Bedauerlicherweise wurden die Bedenken des Hinweisgebers ignoriert. Es ist wohl der Arroganz und Gier des Managers zu verdanken, dass der Volkswagen-Konzern als Folge dieser Fehlentscheidung mehr als 20 Milliarden Dollar an die Amerikaner überweisen musste und die Legende vom Abgas-Betrug bis heute gehegt und gepflegt wird.


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