Brauche ich noch ein Auto? : ph1
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Berichte rund um mein Erbstück aus Italien

21.12.2022 12:04    |    ph1    |    Kommentare (162)    |   Stichworte: 127, Alltagsfahrzeug, Bahn, BEV, Bus, Carsharing, Fiat, Focus, Ford, Mk3, ÖPNV

Hast du schon darüber nachgedacht, dein Alltagsfahrzeug abzuschaffen?

Letzte Woche war ich tanken und beim Eintragen in spritmonitor.de hab ich festgestellt, dass wir mit dem Alltagsfahrzeug tatsächlich dieses Jahr nur neunmal tanken waren. Der nächste logische Schritt, war gleich mal die Fahrleistung für die Versicherung rückwirkend für dieses und für nächstes Jahr runterzusetzen.

 

Dass mein Oldtimer nicht abgeschafft wird ist irgendwie klar, aber was ist mit dem Alltagsfahrzeug?

Vor zwei Jahren habe ich schon den Zweitwagen verkauft, der nur noch rumstand.

Zu unserer Situation ist zu zu sagen, dass wir zentrumsnah in einem Mittelzentrum wohnen. Wochenmarkt, Drogerie, Bäcker und Metzger sind fußläufig in 2-8 Minuten erreichbar. Ein Vollsortimenter, ein Baumarkt, sowie ein Discounter in 3 Minuten mit dem Fahrrad.

 

Schulen und Kitas sind zu Fuß, mit den Fahrrad oder Bus erreichbar.

 

Innerhalb von 500m befinden sich vier Bushaltestellen und der Hauptbahnhof. Am Hauptbahnhof stehen ein VW Up und ein VW Golf von flinkster.de. In der ganzen Nähe sind Miet-E-Roller und E-Bikes verschiedener Anbieter zu finden. Unser Familienwocheneinkauf (3 Personen) vom Supermarkt passt in den Fahrradanhänger - Auto ist natürlich bequemer und wie auch genutzt. Getränke lassen wir liefern.

 

Zur Arbeit fahre ich mit der S-Bahn, das ist je nach Verkehrssituation meist schneller als mit dem PKW. Meine Frau fährt mit dem Bus, das ist gleich schnell wie mit dem PKW. Nur wenn Termine zu eng getaktet sind, greifen wir aktuell auf den PKW zurück. Homeoffice ist bei mir einmal die Woche, bei meiner Frau viermal möglich. Nutzen wir aktuell aber nicht aus.

 

Für berufliche Fahrten steht uns beiden ein Fahrzeugpool, Carsharing oder Mietfahrzeug vom jeweiligen Arbeitgeber zur Verfügung.

 

410a347d-162b-41b0-8ef2-d510ceca8fd7410a347d-162b-41b0-8ef2-d510ceca8fd7Wenn ich drüber nachdenke, bleiben eigentlich nur noch Fahrten mit dem Anhänger (Einfamilienhaus mit Garten) übrig, für die wir keinen Ersatz finden würden. Das wäre etwas kompliziert, da die nächste Autovermietung nicht vernünftig per ÖPNV erreichbar ist und die Carsharing-Fahrzeuge keine Anhängerkupplung haben.

 

Aktuell siegt die Bequemlichkeit ständig darauf zugreifen zu können und eben kurze Trips spontan machen zu können. Wobei Carsharung oder Taxi ja auch nur eine geringe Warte- bzw. Vorplanzeit haben. Die E-Roller sind nicht unbedingt mein Ding, da nehm ich eigentlich lieber das Fahrrad.

 

Perspektivisch, wenn es bidirektionales Laden auch rechtlich erlaubt und nicht nur technisch möglich gibt, wäre es sicher auch eine Option ein batterieelektrisches Fahrzeug als Photovoltaikspeicher zu nutzen - eben als PV-Speicher, der als Nebeneffekt noch fahren kann, wenn es denn sein muss.

 

Mir ist auch klar, dass unsere Situation nicht für alle gilt - wir wohnen nicht auf dem Land, wir sind nicht schwerbehindert und wir haben unsere Arbeitgeber so ausgesucht, dass die Pendelstrecke kurz und mit ÖPNV machbar ist. Vorher sind wir insgesamt 45.000 km im Jahr (vom Dorf auf dem Land aus) gependelt - das hat irgendwann tierisch genervt.

 

Das Alltagsfahrzeug bringt aber nicht nur Bequemlichkeit, sondern auch Werkstattermine, Reifenwechseltermine und sonstigen Zeitaufwand. Das nervt mich im Gegensatz zum Oldtimer, bei dem diese Aufgaben Spaß bedeuten.

 

Habt ihr auch schon Überlegungen angestellt, das eigene Alltagsfahrzeug abzuschaffen? Hat sich das schon jemand finanziell und zeitlich durchgerechnet? Wie ist eure Mobilitätssituation? Wie seht ihr die Zukunft der Individualmobilität

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21.12.2022 12:58    |    Tikibar1965

Ja, ich brauch ein Auto. Genau genommen hab ich sogar noch einen Mustang V8 als "Sommer-Spaßfahrzeug".

Ein E-Bike als Jobrad steht auch in der Garage und wird auch genutzt.

Ich rechne hier überhaupt nix durch, wieso auch ?

Das Ganze nennt sich Zivilisation bzw eben auch Fortschritt. Meine Großeltern hatten weder einen Führerschein noch Auto, nur Fahrrad.

Wieso soll ich mich nun freiwillig wieder einschränken ????

Kann gerne jeder handhaben wie er mag, habe ich nix dagegen.

Ich persönlich brauch dagegen keine Öffis, Taxi oder sonstiges.

In diesem Bereich spare ich natürlich extremst........

21.12.2022 13:07    |    cng-lpg

Ich habe dieses Jahr ein Fahrzeug abgeschafft: Mein Cabrio. In der Regel braucht man keine drei Fahrzeuge. Neben meinem Alltagskombi kann ich ggf. auch auf den Wagen meiner Frau zurückgreifen und ein Motorrad habe ich auch noch. Ich hatte also mehr als drei Fahrzeuge. Der dieselnde Kombi liegt bei unter 6 Litern Verbrauch, das Motorrad braucht 4 Liter und das Cabrio bis zu 10. Moped und Cabrio haben aber einen sehr ähnlichen Einsatzbereich. Das Cabrio stand deshalb sehr viel, das sommerliche Standardfahrzeug war halt das Moped. Ganz ehrlich, für den Verbrauch des Cabrios bin ich zu geizig. Da macht die Fahrt im Cabrio auch keinen Spaß mehr.

 

Der Erlös für das Cabrio kam zum gesparten Geld für eine Photovoltaik plus Wärmepumpe. Die hätten wir dieses Jahr in Angriff nehmen können, wenn nicht der Schneeball von Putin diese enorme Lawine ausgelöst hätte. Die Preise sind explodiert, die Liefersituation ist dagegen katastrophal.

 

 

Gruß Michael

21.12.2022 13:22    |    Goify

Ich kopiere mal meine Antwort aus einem anderen Thread von gestern rein:

Ich habe kein eigenes Auto und nutze manchmal das Auto meiner Mutter, die im gleichen Haus wohnt. Für Notfälle kann ich auch auf das Auto im Büro zurückgreifen. Für den ÖPFV habe ich eine BahnCard 50 und den ÖPNV ein E-Bike.

Das klappt auf dem Land besser als man glaubt. In der Stadt hatte ich mal eine zeitlang nicht mal die Möglichkeit, ein Auto auszuleihen (abgesehen von Autovermietungen). Klappt dort noch besser, aber man muss sich darauf einstellen und manche Dinge gehen dann eben nicht mehr soo spontan. Wenn man damit leben kann, spart man viel Geld und wahrscheinlich vergeudete Lebenszeit hinterm Steuer. Die Zeit im Zug sehe ich als nutzbare Lebenszeit an. Aber das sieht auch jeder anders.

21.12.2022 15:50    |    Emsland666

Ich habe schon drüber nachgedacht und könnte es mit Car-Sharing vielleicht hinbekommen für die Fahrten wo nun wirklich kein ÖPNV fährt. Aber zwei, drei Sachen halten mich davon ab:

 

- Bequemlichkeit

- Raucher

- sehr schlechte Erfahrungen mit den Passagieren im ÖPNV (auf deutsch: asselig)

 

Gruß

21.12.2022 16:22    |    MrMinuteMan

Für mich unmöglich. Fängt damit an, dass ich in einer ehrenamtlichen Einsatzorganisation bin und im Ernstfall schnellstmöglich in der Unterkunft sein muss, geht darüber weiter das ich immer wieder einfach zu viel zu transportieren habe und geht dahin rüber, dass meine Ziele meistens irgendwo in der Pampa oder an abgelegenen Orten liegen. Da also, wo der Schulbus der einzige Botschafter irgend einer Form des öffentlichen Verkehrs ist.

 

Eventuell kommen dann noch Freizeitaktivitäten wie Festivals dazu, wo man viel zu transportieren hat und diese meistens auch noch in der Pampa statt finden. Und in den heutigen Zeiten ist mein Fahrzeug natürlich auch noch ein Garantiefaktor für Ankommen und Sicherheit. Letzten Monat wäre ich hier vor Ort fast eine Woche lang nicht zur Arbeit gekommen, weil mal eben wieder eine Woche die Busfahrer gestreikt haben (vom zeitlichen Verlust wenn der Bus fährt gar nicht zu reden). Und bei dem was heutzutage an Personen im öffentlichen Nahverkehr und auf Bahnhöfen herum lungert, bin ich auch nicht unbedingt scharf drauf diese zu treffen. Schon gar nicht Nachts, alleine und im Dunkeln.

21.12.2022 18:28    |    kawandy85

Ich wohne Sehr Sehr ländlich, dennoch kann ich im Sommer Wochentags das Auto auch mal stehen lassen, zumindest für die Arbeit (18km +Berg pro Richtung) und kleinere Strecken.

 

Wenn ich dann mit dem Hund wohin muss, muss leider der Alltagskombi ran, (wegen der Wartungsfreundlichkeit, ein Benziner mit Allrad aktuell 330.000km)

bzw. fürs Hobby ebenfalls.

 

Ich würde den gerne gegen einen Modernen Van tauschen, weil ich den Platz brauche... wenn es allerdings keinen passenden Van gibt, muss der Kombi nicht ersetzt, sondern durch einen "fast passenden" Van leider ergänzt werden, was wiederum mehr Autos in der Garage bedeutet .....

21.12.2022 18:39    |    Goify

Ich denke aber, dass ich ländlicher wohne als alle anderen hier im Forum. Ich habe nämlich keine Nachbarn und der nächste Ort ist 5 km entfernt. Dafür gibt es in diesem Kaff ein Krankenhaus, zig Supermärkte, Ärzte, Kindergärten und eine Schule. Da wirkt noch nach, dass dieser Ort früher im Winter komplett autark funktionieren musste, da er öfter über mehrere Tage komplett eingeschneit war.

Mit gutem Willen kann man hier autoarm leben, was aber zum Teil Einschränkungen bedeutet. Wer aber bei der Feuerwehr ist, hat auch ein Auto, sonst bringt das nichts bei der Weitläufigkeit, denn neben der Feuerwehr sind keine Wohngebäude.

21.12.2022 18:54    |    MrMinuteMan

Selbst wenn man neben der Feuerwehr wohnt, kann einen der Alarm auch auf der Arbeit, beim Arzt oder Einkaufen erreichen. Und dann muss das zackig gehen, die Feuerwehr hat ihre Ausrückzeiten die eingehalten werden müssen.

 

Beim THW geht das eventuell, da hier die Abrückzeit bei etwa 30 Minuten nach Alarm liegt und das eher eine Organisation der 2. Welle ist. Wenn da allerdings auch erst das Gro der Kräfte nach 25 Minuten eintrödelt, weil alles mit seinem Fahrrad da hin klappert, gibt das sicher auch noch mal eine scharfe Nachbesprechung. Allerdings hat weder der eine noch der andere Verein bisher in der Realität so ein Problem gehabt, weil das alles meistens Leute mit einem Leben sind, die ein Auto einfach erforderlich machen.

21.12.2022 19:47    |    ph1

Spannend eure Erfahrungen und Meinungen.

 

Tatsächlich bin ich auch ehrenamtlich bei einer Blaulichtorganisation tätig - wir sind aber tatsächlich meist für die längerfristigen Dinge da, dass heißt das ELW rückt aus und der Rest kommt nach Bedarf nach. Mit Carsharing wäre ich vielleicht 5 Minuten später da als mit dem eigenen Auto, das wäre bei uns kein Problem.

 

Für mich unterscheidet sich die Sicht aufs Auto tatsächlich nach Spaß und Nutzwert. Das Spaßauto will ich haben, dass Alltagsauto muss ich haben (oder eben nicht).

 

Beim Spaßauto sind mir Kosten, Zeitaufwand, etc. egal - der Umweltschaden ist mMn vernachlässigbar.

 

Beim Alltagsauto überwiegt aktuell der Genervtheitsfaktor:

  • in der S-Bahn kann ich schon mal Mails beantworten oder einfach ausruhen, im Auto kann ich nur fahren
  • im Berufsverkehr steh ich mit dem Auto rum
  • Zeit- und Organisationsaufwand für Instandhaltung/Wartung
  • seit ich nicht mehr mit dem Auto pendle bin ich viel entspannter

 

Ich frage mich, ob es ohne Alltagsauto bei unserer geringen Nutzung der Zeit- und Wohlfühlgewinn größer als die Nachteile sein könnten. Und vielleicht gleichzeitig noch eine finanzielle Ersparnis on top.

 

Mein utopischer Wunsch wäre tatsächlich, dass ich mir das für die aktuelle Situation passende Auto bestellen kann. Z.B. Van, mit Anhängerkupplung, Cabrio, ... und das dann zu mir in den Hof gefahren kommt und wieder wegfährt, wenn ich's nicht mehr brauche. Wobei ich mit 2 Minuten Fußweg zum nächsten Carsharing-Auto nicht meckern kann - aber das hat eben keine Anhängerkupplung.

21.12.2022 20:22    |    MrMinuteMan

„tatsächlich meist für die längerfristigen Dinge da“

 

Noch einer von der zweiten Welle :p :D Verpflegungstrupp, mobiler Leitstand, WLF so was? ;)

 

Das mit den mobilen Autos die selber kommen, wird wohl hier im Land weiterhin auf den Knight Rider beschränkt bleiben. In Hamburg wurde dieser Tage erst ein Versuch mit einem selbstfahrendem „Büsschen“ beendet, weil es zu viele Probleme gab. Mal davon abgesehen das das Ding eh nur 15 KMh fahren durfte.

 

Ergänzend zu mir sei gesagt, dass ich nur ein Auto hab. Das muss alles können und ist wirklich mein einziges Fahrzeug. Kein Quad, kein Spaßwagen oder Youngtimer, kein Unimog, ich hab wirklich nur dieses eine Vehicel was wie Herkules mein umfangreiches Leben trägt ;) Anbei mal als Beispiel, was bei mir an Fracht anfallen kann. Nicht täglich oder wöchentlich, aber es passiert häufiger das ich irgend einen sperrigen Scheiß drin hab.

 

Reifen für einen Freund abholen, große Pakete zur Post. Umzug für einen guten Freund, der „voll modern“ ohne Auto lebt (und auch keins braucht, deswegen helf ich da gern). Festival, über die Feiertage mit Koffer, Bierkiste und Rucksack zu den Eltern oder auch mal schnell was für die Firma fahren. Ohne meinen getreuen Stahleimer wär ich ziemlich im Eimer und ich wüsst beim besten Willen nicht, was ihn ersetzen soll ohne das ich mein komplettes Leben über den Haufen werfen muss.


Bild

21.12.2022 20:46    |    ph1

Zitat:

Noch einer von der zweiten Welle :p :D Verpflegungstrupp, mobiler Leitstand, WLF so was? ;)

Führungsmodul Bevölkerungsschutz, Unterkunft, Verpflegung. Wir kommen normalerweise im MANV-Fall, teilweise aber auch bei kleineren Sachen.

 

Ich will übrigens niemandem das Auto absprechen, merke nur gerade dass sich meine Einstellung zum eigenen Gebrauch ändert. Viele bei uns auf der Arbeit um die 30 und jünger haben gar kein Auto mehr.

21.12.2022 21:06    |    MrMinuteMan

Zitat:

@ph1 schrieb am 21. Dezember 2022 um 20:46:12 Uhr:

Zitat:

Noch einer von der zweiten Welle :p :D Verpflegungstrupp, mobiler Leitstand, WLF so was? ;)

Führungsmodul Bevölkerungsschutz, Unterkunft, Verpflegung. Wir kommen normalerweise im MANV-Fall, teilweise aber auch bei kleineren Sachen.

 

Ich will übrigens niemandem das Auto absprechen, merke nur gerade dass sich meine Einstellung zum eigenen Gebrauch ändert. Viele bei uns auf der Arbeit um die 30 und jünger haben gar kein Auto mehr.

Bei mir im Umfeld und dem Alter das gleiche Spiel. Oftmals aber auch verständlich. Eigentlich sind das alles Leute, die es irgendwie geschafft haben ihr ganzes Leben in drei Stadtviertel zu quetschen. Und für die 7 mal pro Jahr wo sie aus den drei Vierteln raus kommen, nehmen sie die Bahn oder klemmen sich bei jemanden mit Auto hinten drauf. Zudem hat keiner von denen einen gesteigerten oder spontanen Transportbedarf. Quasi alles was die bewegen passt in einen Rucksack. Was wöllten die also mit einem Auto?

 

Schlimm wirds nur, und da sind wir bei deiner Aussage, wenn solche Leute dann auch anderen automatisch das Auto absprechen weil sie keins brauchen. Und dann mit irgendwelchen halb garen Vorschlägen und hochkomplexen Lösungen die absolut praxisuntauglich sind kommen, nur um zu beweisen das sie recht haben und niemand ein Auto braucht. Da fragt man sich was aus „Leben und Leben lassen“ geworden ist.

 

….und scheinst bei einer größeren Wache zu sein. Das hat nicht jede Dorfwehr ;)

22.12.2022 07:40    |    kartoffel911

Bei mir wird es der Mobilitätsmix. Autofahren so wenig wie möglich, aber wenn, dann mit Spaß. Ich warte auf einen eRoadster mit ordentlich ePower. Aktuell fahre ich einen Polestar mit 470 PS und bewege den unter 10.000km p.a.

 

Dann so viel Fahrradfahren wie möglich. Das hält einfach fit und ich bleibe gesund. In der Stadt nur mit dem Rad und die 12km zur Arbeit pendle ich auch damit. Außer bei Starkregen, Glatteis, -10° …

 

Alle Gebrauchsfahrten (viele Leute transportieren, Großeinkäufe, Waschmaschine, TV, Baumarkt …) mache ich mit CarSharing. Vom Kombi bis zum Van und Sprinter ist alles verfügbar. Aktuell kostet mich das 30-50 Euro im Monat.

 

Der Zug ist für den Urlaub, Reisen und alles über 500km, wenn man viel Zeit hat.

 

ÖPNV spielt leider keine Rolle. Ist mir zu umständlich, unflexibel und zu teuer. Das ist ein echter Schwachpunkt und gehört verbessert.

22.12.2022 08:03    |    Goify

Demnächst kommt ja das 39-€-Ticket, sodass diese Möglichkeit weit besser wird.

22.12.2022 09:01    |    Emsland666

@ph1 :

 

ich kann deine Ideen absolut nochvollziehen. Autos stehen meist ja 22 bis 23 Stunden am Tag herum, völlig ineffizient. Da wäre es doch wirklich eine Idee, Car-Sharing zu nutzen und dann am besten immer den Wagen bekommen, den man braucht. Idealerweise kommt der autonom auf den Hof (und fährt auch noch so weiter). Aber das ist Zukunftsmusik.

 

Und ich bin da auch eher schizophren, und fahre weiter selbst mit dem eigenen Auto. Da habe ich aber den Kompromiss aus Alltag und Spassfahrzeug, immerhin ein V6.

 

Aber im ÖPNV kann ich nicht entspannen, im Gegenteil, da bekomme ich Zustände. Ist wohl ein sehr individuelles Ding.

22.12.2022 09:54    |    Tikibar1965

naja, kann ja jeder regeln wie er mag.

Öffis scheiden bei mir komplett aus, setz mich da nirgends rein. bin zuletzt vor ca 30 Jahren mit irgendeinem Zug/Bus gefahren....

Das Ganze nennt man dann eben "Fortschritt, Notwendigkeit, Luxus, Spaß". Da hat jeder seine eigenen Prios.

Mir ist es egal ob mein Auto 22 Std in der Garage steht. Dafür ist der sofort verfügbar und bringt mich genau dahin, wo ich will !

Ich möchte nicht vorher irgendwas recherchieren, organisieren oder Sonstiges bis es endlich los geht.

Hab kein Homeoffice, muss meine Eltern mit versorgen und zum Golfen brauchts auch ein Auto.

Mein Sommerfahrzeug steht übrigens 6 Monate nur rum....na und ?

Bei uns in der Firma (3000 MA) gabs eine Zeitlang eine Carsharing/Fahrgemeinschaftsplattform.

Wurde wieder entfernt, mangels Zuspruch......

22.12.2022 10:11    |    MrMinuteMan

Zitat:

@Tikibar1965 schrieb am 22. Dezember 2022 um 09:54:34 Uhr:

naja, kann ja jeder regeln wie er mag.

Öffis scheiden bei mir komplett aus, setz mich da nirgends rein. bin zuletzt vor ca 30 Jahren mit irgendeinem Zug/Bus gefahren....

Das Ganze nennt man dann eben "Fortschritt, Notwendigkeit, Luxus, Spaß". Da hat jeder seine eigenen Prios.

Mir ist es egal ob mein Auto 22 Std in der Garage steht. Dafür ist der sofort verfügbar und bringt mich genau dahin, wo ich will !

Ich möchte nicht vorher irgendwas recherchieren, organisieren oder Sonstiges bis es endlich los geht.

Hab kein Homeoffice, muss meine Eltern mit versorgen und zum Golfen brauchts auch ein Auto.

Mein Sommerfahrzeug steht übrigens 6 Monate nur rum....na und ?

Bei uns in der Firma (3000 MA) gabs eine Zeitlang eine Carsharing/Fahrgemeinschaftsplattform.

Wurde wieder entfernt, mangels Zuspruch......

Schade das man in Blogs keine grünen Daumen vergeben kann.

22.12.2022 12:08    |    _RGTech

Solche Gedanken wären nun wohl der übernächste Schritt. Aktuell bin ich noch nicht mal dran gewöhnt, dass ich jetzt (seit 1.12.) zu Fuß zur Arbeit komme - die typische Einkaufstour von früher, nach der Arbeit einfach spontan einen 2-Wochen-Einkauf einzulegen, klappt so nicht mehr (auf dem Weg liegt zwar ein ziemlich großer Edeka, der hat aber nicht so mein Getränkesortiment; und selbst wenn, das möchte man nicht unter'm Arm nach Hause tragen). Da wird also trotzdem alle ca. 2 Wochen eine geplante Autofahrt zur Firma eingelegt werden müssen, rein zu Transportzwecken.

 

Dazu kommen alle Reisen, die zur Verwandtschaft führen, und das gern auch zu unkonventionellen Zeiten und aufs Land - Öffis sind da meist keine Option, zumal ich speziell im Winter gesünder bin, seit ich keine S-Bahn mehr nutze :cool: Mietstationen, ja gut... das hier nennt sich zwar Stadt, sind aber eigentlich nur 4 Dörfer und so sieht's diesbezüglich auch aus.

 

Außerdem zahle ich den Stellplatz sowieso, habe "nur" einen Youngtimer (den ich behalten will) als Alltagsfahrzeug und dazu ein sparsames Winterfahrzeug mit Ganzjahreszulassung... wobei ich da zum Tauschen erst zu meinen Eltern muss, aber die sollte man ja eh immer wieder mal besuchen :D

 

 

Erst mal ist jedenfalls wichtig, dass der Betrieb und alle damit zusammenhängenden Kosten in Verschleiß und Kraftstoffen so gering wie möglich ausfällt. Dieses Ziel habe ich jetzt erreicht, dafür kostet die Wohnung halt mehr für weniger m², aber schon allein durch gesparte Zeit und geschonte Nerven rechnet sich das. Ob dann irgendwann ein Verzicht in Frage kommt (zumindest in der Salzphase, denn der "Alltags-Youngtimer" soll ja eh bleiben) - werden wir sehen. Stand heute steht das noch nicht zur Debatte.

22.12.2022 13:12    |    PIPD black

OHNE AUTO? OHNE MICH!

:cool::p

 

Nennt mich Heimscheißer. Aber ich mag keine fremden Klos, Betten.....und schon gar nicht Öffis und versiffte und ungereinigte Carsharing-Karren. Da dreht sich bei mir alles um.:mad:

22.12.2022 13:37    |    slv rider

hast auch einen privatjet? oder wie kommst in den urlaub?:D

22.12.2022 14:28    |    Goify

Manche haben eben extreme Phobien und können nichts anfassen, was andere angefasst haben könnten.

Ich habe damit überhaupt kein Problem und trage daheim aber auch nicht die Kleidung, die ich in der Öffentlichkeit an hatte.

22.12.2022 15:03    |    PIPD black

Zitat:

@slv rider schrieb am 22. Dezember 2022 um 13:37:27 Uhr:

hast auch einen privatjet? oder wie kommst in den urlaub?:D

Standesgemäß im Gespann. Auto plus Wohnwagen. Geflogen bin ich noch nie!

 

Die Bahn hab ich meist nur genutzt, um ein Auto abzuholen.:cool:

Einmal aus Hannover (Caddy) und einmal aus Braunschweig (Ränger).

22.12.2022 16:25    |    LKOS

Die 4-5 Kilometer vom Vorort ins kleine Mittelzentrum (Arbeit, kleinere Einkäufe, Kneipe) fahren meine Frau und ich so oft wie möglich mit dem Fahrrad/E-Bike. Bei gutem Wetter stehen der Passat Kombi und der Beetle teilweise tagelang ungenutzt im Carport.

Busse im Stundentakt zwischen 7.00 und 19.00 Uhr in die Kleinstadt und zurück sind nur im Notfall eine Option (Morgens im Schülerverkehr eines der letzten Abenteuer Deutschlands :))

Carsharing gibts nur in der Kleinstadt und fällt daher flach. Und die Kinder müssen halt auch mal ab und zu transportiert werden.

 

Ich merke jedoch, wie mit zunehmendem Alter der Reiz des Autofahrens nachlässt. Wenn die Kinder mal aus dem Haus sind, kann ich mir durchaus eine Reduzierung auf nur noch ein Auto vorstellen. Bis dahin bin ich aus Gründen der Bequemlichkeit bereit, die entsprechenden Kosten zu tragen.

22.12.2022 16:37    |    MrMinuteMan

Zitat:

@slv rider schrieb am 22. Dezember 2022 um 13:37:27 Uhr:

hast auch einen privatjet? oder wie kommst in den urlaub?:D

Mal abgesehen vom Thema Sauberkeit (die wirklich ein Punkt ist), würde ich nie auf die Idee kommen mit der Bahn in den Urlaub zu fahren.

 

Ich musste dieses Jahr ein mal ehrenamtlich tatsächlich Bahn fahren. Das dürfte meine erste große Bahnfahrt seit Ewigkeiten gewesen sein (also seit über 14 Jahren). Gesegnet mit einer festen Meinung über die Bahn, dachte ich mir, dass das jetzt die Chance für den Konzern ist, mir mal das Gegenteil zu beweisen.

 

Was soll ich sagen.

 

Ersten Zug gerade noch erreicht, aber das Gerenne beim Umsteigen war umsonst. Schwerer Stellwerksschaden in Hamburg, nichts ging mehr. Meine Bahnaffinen Kameraden haben dann irgend eine Route zum Ziel zusammen gestoppelt. Das hieß dann, bis Berlin im ICE im Gang auf dem Fußboden sitzen (Leute wie PIPD steigen hier vermutlich direkt aus), in Leipzig dann quer durch den Bahnhof irren bis wir den Regionalzug finden und beim dritten Zug standen wir Abends um 19 Schlagmich auf einem gottverlassenen Bahnsteig. Keine Taxis, keine Infos wann was wirklich kommt, nüschte.

 

Irgendwann sind wir dann mit so einem Lumpensammler bis zur Endhaltestelle gekommen. Völlig kaputt und abgespannt. Zwei der drei Kameraden meinten auch gleich, dass man damit niemanden überzeugen kann.

 

Im Gegensatz dazu morgen meine Weihnachtsfahrt. Mein ganze Geraffel bequem hinten im Auto und davon mehr als ich tragen könnte. Abfahrt wann ich es will, was 2 Uhr Nachts heißt. Entspannte Nachtfahrt auf freier Autobahn bei meiner Musik in stilvollem Ambiente, ein Kaffee in Reichweite in meiner Mittelkonsole. Das Navi zeigt mir alle eventuellen Probleme auf der Strecke an (und wie ich sie umgehen kann), die Federung und Bauart des Kombis sind bequem wie eine englische Landhausbibliothek zusammen mit den AGR-Sitzen. Temperatur, Wetter, Regen und drei Blätter auf der Straße sind mir egal Dank Zwei-Zonen Klimaautomatik.

 

Aus Erfahrung kann ich zudem sagen, dass ich nach 5 entspannten Stunden bei meiner Musik und ohne merkwürdige Mitreisende am Ziel bin. Völlig entspannt. Kein Gerenne mit Geraffel auf irgendwelchen Bahnsteigen, kein hocken im Gang, kein Koffer im Kreuz, kein dumm rum stehen in der Kälte und überlegen wie wir jetzt noch den letzten Sprung schaffen und vor allem kein Geländemarsch am Schluss mit allem Zeug, weil nix mehr zum Hotel fährt.

22.12.2022 16:47    |    Goify

So gehen die Erfahrungen und Meinungen auseinander. Ich hatte natürlich auch schon Zugausfälle bis hin zum Bahnstreik, wo man dann 150 von der Heimat entfernt strandet. Aber in Summe waren meine Autofahrten bisher schlechter als die Bahnfahrten. Auch weil ich die Zeit im Zug in der Regel aktiv nutze, um zu Arbeiten oder wenigstens mich zu bilden. Letzteres geht auch mit Podcasts so halbwegs. Man glaubt ja nicht, was man am Laptop von Regensburg nach Berlin und zurück so schaffen kann. Sind zwar 12 h Zugfahrt, aber auch über 10 h Arbeitszeit ohne große Ablenkung. Da verdient man sich in den ersten 2 h schon das Zugticket.

22.12.2022 16:52    |    MrMinuteMan

Dann musst du in irgend einer wundersamen Parallelwelt leben. Ich bekomm hier in den Medien mindestens zwei mal im Monat nur mit, dass im Norden mal wieder der komplette Bahnverkehr im Eimer ist. Kabel geklaut, Lokführer krank, Streik, 60 KMh Windböen und ein Ast auf den Schienen. Irgendwas ist immer. Letzter Wasserstand ist, dass Erixx erst mal den Fahrplan ausdünnt, nach dem sie übernommen haben:

 

https://www.ndr.de/.../...Holstein-duennt-Fahrplaene-aus,erixx172.html

 

Autotechnisch hatte ich hingegen bei meinen 35.000 KM per Anno in den letzten Jahren eigentlich keine ernsthaften Probleme. Hier und da mal ein kurzer Stau und etwas Stop n Go, selten mal totaler Stillstand und eigentlich immer eine Möglichkeit das Schlimmste zu umfahren.

 

Und wenn mein Leben so dicht wäre, dass ich nicht mal bei meinen paar Reisen mit Arbeiten aufhören könnte, würde ich was ändern wollen. Gerade das ich im Auto nicht genervt oder mit Arbeit bepflastert werden kann, gefällt mir. Mal schön ausklinken, nix in dem Land ist hier noch so wichtig als das es nicht auch mal ne Stunde warten könnte wenn nicht gerade Menschenleben und Millionenwerte in Gefahr sind.

 

Auch schön. Bahnarbeiter vergessen ihren Caddy auf den Gleisen. ICE kommt, Caddy geht. In hundert Einzelteilen. Immerhin niemand verletzt worden, aber der Bahnverkehr war erst mal wieder im Mixer.

 

Anbei noch mal zwei Bilder vom Happening DB. Man beachte rechts neben der Zensur den Mann, der eingeklemmt zwischen Trennscheibe und Sitz in der Kofferecke hockt, weil sonst kein Platz mehr war.


Bilder

22.12.2022 17:04    |    Goify

Ich mache meinen Job richtig gern, daher freue ich mich auf jede Aufgabe. Dass ich dafür noch Geld bekomme, ist das i-Tüpfelchen. Denn eigentlich arbeite ich ja nicht, sondern gehe meinem Hobby nach. Ja, das ist etwas übertrieben, aber dumm im Auto sitzen und zum Fenster rausschauen, ist für mich verschwendete Lebenszeit.

Vor ein paar Jahren bin ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln von meinem Kaff im letzten Eck vom Bayerischen Wald nach Helgoland gereist und habe dabei einen halben Frank Schätzing gelesen. Das wäre im Auto einfach nur ne Tortour gewesen. Ich hatte keine Verspätungen, wäre nur wegen Sturm kaum von der Insel gekommen, da der Flugbetrieb dann eingestellt wird. Das war einer meiner entspanntesten Urlaube überhaupt.

22.12.2022 17:07    |    MrMinuteMan

Also fürs lesen hab ich meine bequemen Ecken in der Wohnung, da brauch ich keinen vollgerammelten Zug dafür. Und in meinem Job kann man eh nicht unterwegs arbeiten, da ich dafür gewisse Programme unter Unterlagen brauch, auf die ich schon aus Datenschutzgründen unterwegs keinen Zugriff hab. Zumals bei mir wie bei den meisten ist, der Job ist fürs Geld da. Hobby als Job haben halt die wenigsten.

 

Anbei oben noch mal zwei Bilder ergänzt. Die DB hatte ihre Chance dieses Jahr und hat grandios versagt. Dazu die Pressemeldungen wie von Erixx. Nein Danke. Wer Bock drauf hat auf irgend welchen Bahnhöfen zu stehen oder zu warten ob irgendwo gnädigerweise so eine gleisgebundene Blechschlange auftaucht, darf das gerne tun. Aber man soll mir aufhören diese milde Form von BDSM als angenehmes Reisen zu verkaufen.

22.12.2022 18:04    |    ph1

Tatsächlich scheint es wirklich eine Parallelwelt zu geben ;) Oder bei mir im Süden ist das besser...

 

In den letzten drei Jahren Pendelei mit der S-Bahn ist es mir zwei mal passiert, dass ich am Bahnsteig stand und der Zug nicht kam (das hieß dann 20 Minuten auf den nächsten warten). Tatsächlich kam es öfter zu Ausfällen, aber normalerweise kommt dann eine Pushnachricht aufs Handy und ich nehme einen früher oder später...

 

Fernreisen finde ich tatsächlich auch schwer planbar was die Umstiege angeht und tatsächlich auch echt teuer, wenn spontan geplant werden muss. Da hatte ich auch schon unschöne Wartezeiten, insbesondere wenn es Richtung Norden/Osten geht.

Da entscheide ich das Verkehrsmittel nach Zeitaufwand und Entfernung. Alleine im Auto quer durch Deutschland finde ich öde, mit Kollegen durchaus kurzweilig.

 

Für den letzten Urlaub war es dann sowieso der gemietete Bus, da wir zu siebt nicht mit zwei Autos fahren wollten.

22.12.2022 18:09    |    MrMinuteMan

Zitat:

@ph1 schrieb am 22. Dezember 2022 um 18:04:15 Uhr:

Tatsächlich scheint es wirklich eine Parallelwelt zu geben ;) Oder bei mir im Süden ist das besser...

 

In den letzten drei Jahren Pendelei mit der S-Bahn ist es mir zwei mal passiert, dass ich am Bahnsteig stand und der Zug nicht kam (das hieß dann 20 Minuten auf den nächsten warten). Tatsächlich kam es öfter zu Ausfällen, aber normalerweise kommt dann eine Pushnachricht aufs Handy und ich nehme einen früher oder später...

 

Fernreisen finde ich tatsächlich auch schwer planbar was die Umstiege angeht und tatsächlich auch echt teuer, wenn spontan geplant werden muss. Da hatte ich auch schon unschöne Wartezeiten, insbesondere wenn es Richtung Norden/Osten geht.

Da entscheide ich das Verkehrsmittel nach Zeitaufwand und Entfernung. Alleine im Auto quer durch Deutschland finde ich öde, mit Kollegen durchaus kurzweilig.

 

Für den letzten Urlaub war es dann sowieso der gemietete Bus, da wir zu siebt nicht mit zwei Autos fahren wollten.

Wird halt immer besser hier bei der Bahn

 

Ein guter Freund von mir, der hier auch auf der Plattform ist, arbeitet bei der DB. Spannend find ich immer seine Sammlung an Zuglaufschildern. Die Masse an Verbindungen die man dort finden kann, von wo nach wo früher Züge fuhren. Wahnsinn! Da wären echt einige interessante Routen dabei, aber die gibts halt alle nicht mehr.

 

Derweil hier oben gibt es z.B. nicht mal eine durchgehende Verbindung zwischen den großen Küstenstädten Hamburg-Lübeck-Wismar-Schwerin-Rostock die regelmäßig fährt. Irgendwie ist da zwischen den Bundesländern ein Cut und man muss meistens in Büchen oder Bad Kleinen umsteigen mit entsprechenden Wartezeiten und Gefussel. Bundesländer wie Sachsen sind teilweise auch stark vom Fernverkehr abgehängt bzw mit häufigem umsteigen verbunden.

 

Dazu ist auch mein Vertrauen in die DB Infrastruktur an sich etwas angekratzt

22.12.2022 19:12    |    tartra

Bei mir ist es ähnlich, habe mehrer Discounter und Supermärkte im direkten Umfeld ..ca. 3min- 10min Fahrzeit mit Rad

 

Ich finde es mit dem PKW sogar unbequemer.. Selbst wenn ich mit dem Auto nach Hause fahre, stelle ich den Wagen ab, und fahre mit meinem Einkaufsfahrrad noch mal los ... Das ist ein altes Damenrad mit 2 großen Satteltaschen + Körbchen vorne am Lenker und auf dem Gepäckträger ...

 

Getränkekisten kaufe ich nicht, also kann ich ordentlich was einkaufen, einen vollen Einkaufswagen bekomme ich mit dem Fahrrad weg. Kann immer bis an den Haupteingang zu den Radständern, teilweise überdacht ... muss nicht auf überfüllten Parkplätzen rumgurken, habe keinen Sorgen das Asozialen, wie auch immer, mein Auto beschädigen.

 

Da meine Auswahl an ShoppingTempel eh groß ist, benötigen wir nicht den klassischen 2 Wocheneinkauf, wenn was fehlt ist schnell was nachgekauft, der Tiefkühler kann klein ausfallen, weil man innerhalb von wenigen Minuten eh nachkaufen kann ...

 

Und ok, wenn mal Sonntag, oder es nach 23 Uhr ist ... Pech, verhunger tuh ich nicht gibt hier genug Fresstempel die nahezu 24/7 offen haben...

 

Da verstehe ich den Krieg aktuell kurz vor Weihnachten auf den Parkplätzen eh nicht, weil mal 2 Feiertage sind, wo man mal nicht das ALDI Pesto nachkaufen kann?:o:D

 

 

Ich erwische mich immer öfters bei der Übelegung, wie viel Sinn das Auto in meiner Situation macht, hätte sogar family im Umfeld, wo ich mir mehrer verschieden Autos leihen könnte ... und bei den ganzen Nebenkosten die ein Auto verursacht, wobei man noch nicht mal 1 Meter gefahren ist ....

 

Ein Auto ist bei mir mittlerweile wirklich Luxus, weil man so aufgewachsen ist, das ein Auto einfach dazu gehört? Zumindest ist das bei mir so

22.12.2022 19:37    |    kartoffel911

Ich mag beides. Mal Auto fahren, mal Zug fahren. Die Frage ist, kann ich wählen, also hat beides ein gutes Angebot?

22.12.2022 21:51    |    ph1

Was haltet ihr von diesem Konzept des "Sharing" - ich meine hier explizit nicht das Fahrzeug, sondern das Konzept dazu, Fahrzeug, Batterieladung etc. mit einer ausgewählten Community (z.B. Freude oder Nachbarn) zu teilen.

 

https://sonomotors.com/de/sharing/

23.12.2022 05:44    |    Tikibar1965

Auch das wird z. Bsp in meinem Umfeld nicht funktionieren. Hier gibts einen VW T4, einen Mini, Porsche 911 und Mercedes c63.

Porsche und C63 bekomm ich nicht - brauch erst gar nicht fragen......der T4 ist mir zu groß, der Mini zu klein.

Nicht umsonst gibts das Portfolio der Autohersteller. Da holt sich jeder das Passende für sich. Wir sind aktuell (noch) in einer Marktwirtschaft. DDR mit Trabi lässt grüßen !

Der Einzige, der die Marktwirtschaft manipuliert ist übrigens der Staat mit den Subventionen für eine Produkt, welches nicht massentauglich ist.

Um was gehts den eigentlich ?

Das kleine Deutschland rettet das Weltklima ?

Da gibts sicherlich andere Hebel. Angefangen bei der Globalisierung mit Frachtschiffen auf allen Meeren, hin zu einem extremen Luftverkehr.

.....und dann noch das Thema Mensch selbst. Gibt wohl zu Viele und werden immer mehr.

Wieso hört man da nie was davon aus der Politik und Mahner, Demonstrierer und "Aktivisten" !?!

Aber gut, Hauptsache man versucht mit irgendeinen Aktionismus hier, was zu ändern, was unmöglich ist.

Sharing hin oder her......

23.12.2022 07:41    |    ph1

@Tikibar1965 Ich würde dich bitten die Umweltdiskussion hier rauszulassen, darum geht es nicht und das eskaliert leider regelmäßig. Es geht mir um Leute - zu denen du ja nicht gehörst und das ist ok so - denen ihr Auto mehr Belastung als Entlastung ist.

 

Gibt es Gründe, warum du die Autos nicht bekommen würdest? In meinem Freundeskreis könnte ich z.B. aus zwei 911ern wählen. Dafür gibt's dann im Gegenzug ein Auto mit Anhängerkupplung.

 

Auch bei mir auf der Arbeit ist es gang und gäbe, mal schnell jemandem seinen Autoschlüssel rüber zu schieben, wenn derjenige eins braucht.

 

Gerade die Marktwirtschaft muss ja neue Märkte erschließen und sich nicht auf den altbewährten ausruhen - merke ich gerade bei mir im Freundeskreis bei denjenigen, die in der Automobilindustrie und den Zulieferern arbeiten. Die in IT und Dienstleistung erzählen ganz andere Stories. Die von mir oben erwähnten 30jährigen sind die High-Potentials, die sich vor 20 Jahren als erstes ein dickes Auto gekauft hätten - machen sie aber nicht.

23.12.2022 07:57    |    slv rider

um zum thema zurückzukommen und wie erwähnt nicht wieder in eine klimaleugner und wohlstandsfreiheitsverteidigungsdiskussion abzudriften.... wir haben auch noch ein auto. wird nur für die freizeit "benötigt". zwar nicht nachhaltig, kein auto ist nachhaltig, aber immerhin sehr sparsam.

23.12.2022 08:08    |    MrMinuteMan

Zitat:

@ph1 schrieb am 23. Dezember 2022 um 07:41:37 Uhr:

@Tikibar1965 Ich würde dich bitten die Umweltdiskussion hier rauszulassen, darum geht es nicht und das eskaliert leider regelmäßig. Es geht mir um Leute - zu denen du ja nicht gehörst und das ist ok so - denen ihr Auto mehr Belastung als Entlastung ist.

 

Gibt es Gründe, warum du die Autos nicht bekommen würdest? In meinem Freundeskreis könnte ich z.B. aus zwei 911ern wählen. Dafür gibt's dann im Gegenzug ein Auto mit Anhängerkupplung.

 

Auch bei mir auf der Arbeit ist es gang und gäbe, mal schnell jemandem seinen Autoschlüssel rüber zu schieben, wenn derjenige eins braucht.

 

Gerade die Marktwirtschaft muss ja neue Märkte erschließen und sich nicht auf den altbewährten ausruhen - merke ich gerade bei mir im Freundeskreis bei denjenigen, die in der Automobilindustrie und den Zulieferern arbeiten. Die in IT und Dienstleistung erzählen ganz andere Stories. Die von mir oben erwähnten 30jährigen sind die High-Potentials, die sich vor 20 Jahren als erstes ein dickes Auto gekauft hätten - machen sie aber nicht.

Ich komm mir hier so arm vor :p

 

„…mein Polestar..“

„…hab jetzt eins unsrer 4 Autos verkauft weil wir es nicht brauchen…“

„…kann mir zwei 911 im Freundeskreis leihen….“

 

Irgendwas mach ich falsch :p

23.12.2022 08:11    |    ph1

Der Post mit der id 64797581 von ph1 wurde von ph1 gelöscht.

Grund: zu viel

 

ph1 ist nicht Mitglied des MOTOR-TALK Teams

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