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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

03.11.2013 09:29    |    taue2512    |    Kommentare (6)    |   Stichworte: GT, GT86, GT-86, Mietwagentest, Sixt, Toyota

Nichts ist unmöglich! Sixt hatte wieder einmal den richtigen Riecher und bot mir ein ganz außergewöhnliches Fahrzeug zum Testen an: den aktuellen Toyota GT-86 Sportwagen, noch dazu in rassigem rot als Handschalter. Zu einer solchen Offerte kann man nur sehr schwer "nein" sagen.

 

• Vorstellung / Fahrbericht (++++O)

 

Was kann man über den Wagen in knappen Sätzen berichten? "Ein halber Ferrari zum Viertel des Preises" umschreibt vielleicht am Besten die verborgenen Talente dieses ob seiner nur 200-Boxer-PS auf den ersten Blick ein wenig untermotorisiert wirkenden Spaßmaschine. Und man hat sehr viel Spaß bei nur 6,2kg pro PS in diesem Wagen bei dem üppigen Sound. Schluß mit Beschleunigungsorgien ist übrigens bei Tempo 230 und die Aufladung des Boxers hat kaum spürbare Leistungslöcher, was Überholvorgängen in fast jedem Geschwindigkeitsbereich zugute kommt.

 

 

Man muß sich aber schon stets vorhalten, dass die Kapazitäten des Wagens Grenzen haben und ein GTI beziehungsweise ein 535'er xDrive Diesel mit schnelleren Beschleunigungswerten aufwarten können.

 

Dank elektronischer Helferlein gibt sich der Wagen recht handzahm für einen Hecktriebler und macht auch in der Stadt noch Spass, schaltet man in den Sportmodus kann man aber sogar noch bei Tempo 110 mit dem Schlupf der Hinterachse spielen. Toyota hat sich umfassend in der eigenen Rallye-Serie und bei Subaru für diesen Wagen bedient denn der Boxer-Motor und Getriebe kommen im wesentlichen von dorther. Die Gesamthöhe liegt bei unter 1,3m und so verwundert es auch kaum das man sich schon sehr tief bücken muß um Platz zu nehmen.

 

Von der Optik her wirkt die Front nicht allzu bissig, da kann eher das Heck mit dem Doppelendrohr und den dicken Pausbacken gefallen.

 

 

Toyota hat die Perfekte Balance zwischen "Straff" und "Hat wie ein Brett" gefunden und auch weitere Touren am Stück verursachen nicht gleich einen wunden Hintern oder ein Schleudertrauma. 

 

• Bedienbarkeit / Intuitivität (++++O)

 

Die Schaltwege sind wie für einen Sportler gewohnt kurz ud knackig, genauso die Pedalwege. Erfreulicherweise liegen die Pedale recht weit auseinander so das auch europäische Großfüße damit keine Probleme bekommen. Die Instrumente sind klar und übersichtlich und sehr gut ablesbar. Einzig und allein das Navigationsradio ist wie alle japanischen Pendants ein wenig überfrachtet und zuweilen lieblos.

 

 

Die Berechnung von Routen ist erfreulicherweise sehr flüssig. Hervorzuheben sind Keyless-Entry und die für einen Sportwagen noch recht angenehme Sitzposition.

 

• Verarbeitung / Qualität (+++OO)

 

Die gut gemachte Lederoptik in den Türmulden entpuppt sich erst auf den zweiten Blick hin als plumpe Plastik-Fälschung, bleibt allerdings abzuwarten wie der Innenraum bei starker Beanspruchung im Laufe der Zeit leidet. Materialwahl und Design sind stimmig und für die 30.000 EUR-Klasse eher im oberen Bereich von der Qualität her anzusiedeln. Materialwahl des Armaturenbretts und der Sportsitze sind gut und unempfindlich

 

• Verbrauch / Nutzen (+++OO)

 

Den Normverbrauch von knapp 8l/100km konnte ich selbstverständlich nicht erreichen, ich pendelte mich so um die 9-11l/100km ein - was aber zum Fahrprofil und zur gebotenen Leistung passt. Erfreulicherweise hat dieser Sportler einen mehr als üppigen Kofferraum und bietet auch noch auf den Notsitzen kleineren Erwachsenen recht guten Komfort auf kurzen Strecken.

 

 

• Kosten / Anmietung (+++++)

 

Das komplette Wochenende im GT-86 gibt es derzeit ab ca. 129 EUR bei Sixt, gemietet wurde wie fast immer am Bremer Flughafen ohne weitere Probleme im neuen Servicepunkt direkt im Flughafenterminal.

 

Fazit: Eines der wohl derzeit begehrenswertesten Budget-Vehikel bei Sixt und ein echter Geheimtipp mit Suchtpotential, wenn man eine Menge Spaß für unter 32.000 EUR sucht!

GT86_PDB_tcm281-1169839.pdf (972 mal heruntergeladen)

03.11.2013 10:49    |    tomato

Zitat:

und die Aufladung des Boxers hat kaum spürbare Leistungslöcher

Wie ist das gemeint?

Du weißt, dass der Boxermotor des GT86 ein Sauger ist? ;)


03.11.2013 10:55    |    Spurverbreiterung17353

Zitat:

die Aufladung des Boxers hat kaum spürbare Leistungslöcher

eine Aufladung gibts bei dem Motor gar nicht! daher liegen die 200 PS erst bei 7000 Upm an und das Drehmoment 205 Nm bei 6400-6600 upm. Auch aufgrund der Motorleistung warten vermutlich viele noch auf das stärkere Turbomodell, Roadster wird vielleicht auch kommen. Nichts Konkretes weiss keiner. :rolleyes:

 

Auf jeden Fall eine echte Fahrspaßmaschine mit toller Optik für relativ kleines Geld und das von Toyota, sieht man aber trotzdem nur sehr selten! Schwestermodell ist der Subaru BRZ.

 

Zittert der Innenspiegel immer noch so nervig?

 

http://www.toyota.de/.../index.tmex?...


03.11.2013 14:37    |    i need nos

puh, das mit der Aufladung ist aber ein grober Schnitzer!:p


07.11.2013 06:33    |    Antriebswelle47931

"puh, das mit der Aufladung ist aber ein grober Schnitzer!"

 

Es ist halt nur ein TOYOTA und kein VW.

Also ist es Pflicht einige negative Punkte zu phantasieren..............


07.11.2013 08:15    |    meehster

Erstens das und zweitens: Daß er zahm ist, liegt vor allem an der neutralen Abstimmung des Fahrwerks.

 

Die Stellen, wo das maximale Drehmoment und die maximale Leistung anliegen, haben wenig damit zu tun, daß es ein Sauger ist. Viele Sauger haben die Maximalwerte deutlich früher anliegen.

Die Eigenschaft als Sauger hilft "nur" dabei, daß das Drehmoment nicht so sehr schwankt, man also kein Turboloch und keine Lethargie obenrum hat. Zudem reagiert er als Sauger spontaner als es jeder Turbo tun würde.


25.01.2014 13:44    |    Sp3kul4tiuS

oh ja

 

es ist eine Freude wie der 350z "leicht getunt" von meinem Bruder so anspricht im vergleich zu meinem WRX. Das Tuning hat damit aber weniger zu tun. War vorher auch schon so :rolleyes:


Deine Antwort auf "Mietwagentest: Toyota GT-86"

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