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Wed Nov 04 21:36:23 CET 2015    |    nick_rs    |    Kommentare (63)    |   Stichworte: 89, Audi, Cab, Cabriolet

 

 

 

 

 

War es ein Fluch, der auf dir lag? Oder doch nur Schicksal?

1996 schenkte man dir ewige Schönheit, ewige Tugend und ewige Treue. Und so sehr du mir auch Sorgen bereitetes, all jene Geschenke hast du würdevoll bis zuletzt gewahrt, meine schöne Prinzessin.

 

Doch was war es nun, was dich zum Einschlafen bewegt hat? War es ein Fluch? Immerhin bist du dafür 4 Jahre zu spät.

Oder hat doch mein Gasfuß dich gestochen? Wir wissen es nicht.

 

Ein Glück hat ein junger Zauberer im Februar 2013 den Fluch ein wenig gelindert und so wirst du, anstatt zu sterben, nur in einen langen Schlaf verfallen. Bis eines Tages ein junger Prinz kommt und dich wach küsst.

 

Dieser junge, gutaussehende, mächtige und reiche Prinz wird meine bescheidene Person nach dem Studium sein (:D). Ich werde mich durch dein Dornengebüsch, deine Standschäden und die Kopfdichtung durchringen und dich eines Tages wieder wecken. Bis wir dann für immer vereint und glücklich bis an unser Lebensende viel Zeit gemeinsam verbringen werden.

 

Und wenn sie nicht gestorben sind...

 

 

 

 

 

 

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Sat Sep 26 14:50:28 CEST 2015    |    nick_rs    |    Kommentare (29)    |   Stichworte: Cab

Mein Cabrio, hachja. Mein erstes Auto, seit 2,5 Jahren in meinem Besitz. In der ersten Saison als Hauptfahrzeug, danach nur noch als Schönwetterauto. Mann, habe ich viele faxen mit ihm gemacht als ich den Führerschein frisch hatte. Das darf man keinem erzählen. Das Cabrio hat alles weggesteckt. Wir beide, wir gehörten quasi zusammen. Ein Herz und eine Seele.

Na dem Unfall Ende 2013 habe ich groß in das Auto investiert. Was nicht gerade der Vorbesitzer schon neu gemacht hat, wurde von mir erledigt: Fahrwerk, Auspuff ab Kat, Kupplung, großer Service mit Zündkerzen, Zahnriemen und WaPu. Was soll jetzt schon noch kommen?

Also der Plan: als nächstes in die Optik investieren. Der Innenraum braucht eine Auffrischung und der Lack hat leider seine besten Tage hinter sich, zwar glänzt er sehr schön und ist von der Substanz her gut, allerdings hat er auf fast jedem Teil mindestens einen tiefen Kratzer, meist durch Neid verursacht. Auch die Zierleisten stehen, wie bei fast allen Cabrios von Audi, hässlich ab (Kosten allerdings 200€). Aber es kam ganz anders:

In der Saison 2k14 geriet das Cab dann noch ein wenig in Vergessenheit. Zum Pendeln auf die Arbeit und zum Reisen war der Saab da und Erledigungen oder Freizeitaktivitäten wurden meist direkt im Anschluss erledigt. Im Sommer kam dann auch noch der BMW dazu und als es Richtung Herbst ging standen plötzlich 5 Autos vor der Tür. Ups. Da kann es schonmal vorkommen, dass ein Auto in Vergessenheit gerät. Am meisten war das in dem Fall das Cabrio. Zum einen, weil er in der Garage steht und wenn man ihn nicht sieht, denkt man nicht dran (klingt im ersten Moment komisch, aber ja, ich habe oft vergessen, dass da ja noch ein Auto drin steht), zum anderen, weil es wirklich nur ein Schönwetterauto war, aber Schönwetter war selten. So fuhr ich das Cabrio 2014 keine 3000km.

Genau am 1. April holte ich das Cabrio in Stuttgart aus seinem Winterschlaf. Einen Tag zuvor hatte ich in Hamburg die E-Klasse verkauft und brauchte schnell ein Auto für das Ringtreffen der MT-Youngsters. Batterie ran, sofort sprang er an! Nach einer kurzen Einfahrphase war das Cabrio wieder so, wie es immer war.

Nun folgten einige Tage in der Hamburger Innenstadt ohne Garage. Innerhalb einer Woche kamen 2 neue, tiefe Neidkratzer hinzu. Ärgerlich. Schnell fand ich eine passende, sehr kleine Tiefgarage in der Nähe wo das Cabrio in Begleitung eines Opel Rekord Coupé und eines /8 Cabrio Umbaus vor sich hin vegetieren durfte. Nur ca. alle 2 Wochen holte ich ihn raus, für Spaßfahrten, oft in Kombination mit einem Großeinkauf an Getränken für die nächsten Wochen.

Wenn es schnell gehen musste benutzte ich Drive Now und für längere Fahrten mietete ich mir Fahrzeuge. Ein Alltagsfahrzeug macht einfach keinen Sinn in der Großstadt, auch wenn der Wunsch nach einem Langstreckenbomber aktuell größer ist als je zuvor.

 

Nun, auch als Stundet gibt es tatsächlich Situationen in denen man ein wenig Geld über hat und wie es sich für einen echten Petrolhead gehört steckt man dieses dann komplett ins Auto. Ca. 400€ wurden diesmal investiert. In ein neues Lenkrad mit neuem Logo und Ziernähten in Lederfarbe, neue Fußmatten, die Kiste der pflegeprodukte wurde wieder aufgefrischt und ansonsten noch Kleinigkeiten, die sich eben häufen. Desweiteren steht TÜV an, bei dem ich zwar nichts außergewöhnliches erwarte, aber die Gebühren der Hauptuntersuchung müssen auch berücksichtigt werden.

So fuhr ich eines Wochenendes zu niclas1234 um ein wenig zu schrauben. Die Stoßstange, die nach dem Unfall erstmal nur foliert wurde sollte nun mit Plastidip überzogen werden. Des Weiteren sollten die quietschenden Bremsen behandelt werden, der Kabelbaum des Dachs gelötet und die Scheinwerfereinstellung für den TÜV repariert werden (Zahnrad hat sich von Welle gelöst). Bis auf die quietschenden Bremsen waren alle unsere Aktionen erfolgreich, trotzdem fuhr ich nicht zufrieden nach Hause. Wir entdeckten Ölverlust am Auto. Ärgerlich, denn als ich vor 3000km noch den großen Investitionsmaraton gemacht habe wurde dieser erfolgreich behoben.

Den TÜV verschob ich also erstmal bis auf weiteres.

 

 

 

 

 

 

 

Dann kamen die Semesterferien und ich habe Vollzeit gearbeitet an einem Ort in der Stadt, wo man mit dem Auto sehrwohl deutlich besser hinkommt als mit der Bahn. Damit war das Cabrio für 6 Wochen doch das, was es nie mehr sein sollte: Ein Alltagsauto. Und kaum ist die Hemmung weg, das Auto aus der Garage zu holen, setzt auch schon die Faulheit ein. Zwar bin ich keine Kurzstrecken gefahren, aber ich habe sämtliche Erledigungen nach der Arbeit mit dem Auto bewältigt.

 

 

 

Es war ein Donnerstag, genauer gesagt der 27.08.2015. Der Wecker ist auf 5:30 Uhr gestellt. Um 9 Uhr habe ich einen Termin mit Timo aus der Motor-Talk Redaktion. Für Unseren Urlaub möchte ich den Motor-Talk Venga abholen. Damit mein Auto in Berlin sicher steht wird das Auto bei ihm zu Hause übergeben, erst anschließend fährt er in die Redaktion -> ich sollte pünktlich sein. 3 Stunden habe ich für die 300km Fahrt angesetzt.

Doch es kam wie es kommen musste: Ich wache auf, schaue auf die Uhr: 6:55 Uhr. Scheiße! Zum Glück ist das Auto schon gepackt, nur die Kamera, deren Akku noch im Wohnzimmer läd vergesse ich.

Um 7:15 Uhr sitze ich im Auto und muss in weniger als 2 Stunden im 300km entfernten Berlin sein. Die A24 ist noch leer um diese Uhrzeit, ich gebe Dauerfeuer. Die Geschwindigkeit wird per Tempomat relativ konstant auf 230 bis 240 gehalten, je nachdem, ob es bergauf oder bergab geht. Und tatsächlich, pünktlich um 9 Uhr bin ich in Berlin.

 

2,5 Wochen vergehen bis ich an einem Sonntag den Venga nach erfolgreicher Tour wieder gegen mein Cabrio tausche. Am selben Tag geht es noch nach Stuttgart zu meinen Eltern für ein paar Tage.

Bei Heilbronn, ca. 1 Stunde vor Ankunft beginnt die Kühlwasserleuchte in Kurven zu blinken. In der Stuttgarter Innenstadt angekommen blinkt sie durchgängig. Kurz angehalten, Wasser aufgefüllt, weiterfahren. Es ist schon spät und ich habe über 1000km hinter mir.

Sofort am nächsten Tag mache ich mich daran zu schauen, wo das Wasser rausläuft. Zu erkennen ist allerdings nichts. Auch an den folgenden Tagen tropft kein Wasser unter dem Auto, nur Öl, mehr als je zuvor. Scheiße. Allerdings ist weder Rauch am Auspuff noch Wasser im Öl zu erkennen.

Naja das wird schon gut gehen, dachte ich mir am Donnerstag als ich mich auf den Weg zu Flo mache, wo die Youngstes sich treffen um zusammen die IAA zu besuchen. Am Rastplatz fülle ich immer wieder Wasser auf. Als ich bei Flo ankam dann die Erkenntnis: So geht es nicht bis nach Hamburg. Das Auto nimmt sich über einen Liter Wasser auf 100km.

 

Wie es weiter ging ist einfach erklärt: Abschleppen -> Mietwagen -> Sammeltransport

 

Ein doch sehr Abruptes Ende nicht nur diesen Artikels, sondern auch das meiner Cabrio-Saison

 

 

 

Wie es mit dem Auto weiter geht ist aktuell noch offen. Er kommt in ein paar Tagen bei meiner Werkstatt in Stuttgart an. Diese sagt mir dann, was sie dafür haben möchte. Dann gilt es abzuwägen, ob es sich aktuell lohnt so viel Geld in ein Spaßauto zu stecken oder ob ich ihn nicht doch für die nächsten Jahre in den Dornröschenschlaf schicke.

Ich halte euch auf dem laufenden.

 

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Sun Aug 23 23:06:56 CEST 2015    |    nick_rs    |    Kommentare (12)    |   Stichworte: Fahrsicherheitstraining, Ford, Impressionen, Sonstiges, Verkehr

Da sag mal einer, Facebook sei für nichts zu gebrauchen.

Mitte Juni postet die Ford Deutschland Seite auf Facebook eine Einladung zu einem Fahrsicherheitstraining. Auch wenn ich schon an mehreren Fahrsicherheitstrainings teilgenommen habe, "bei der Verlosung kann man mal mitmachen" dachte ich und registrierte mich - nicht wie gedacht für das Gewinnspiel - sondern direkt für das Training selber. Scheinbar wurden alle Anmeldungen angenommen.

Alleine ist sowas aber nur halb so witzig, also schnell die Youngsters gefragt, wer denn Anfang Juli mitten unter der Woche Zeit hat. PfalzerJosh war auch begeistert und meldete sich sofort an :)

 

 

Los geht's!

 

An einem Donnerstag ging es also um 6 Uhr auf in Richtung Leipzig. Die Fahrt verlief unkompliziert, ganz im Gegensatz zur Rückfahrt, aber dazu später mehr.

Da das Training erst um 14 Uhr los ging erkundeten Josh und ich Vormittags die Leipziger Innenstadt, tranken einen Kaffee und aßen zu Mittag bevor es - eigentlich viel zu früh - in Richtung Messegelände ging.

Am Messegelände: gähnende Lehre. Keine Menschenseele, kein Schild, nichts, was auf das Event hinwieß. Josh und ich suchten Ewigkeiten, bis wir eine Mitarbeiterin trafen. Sie klingelte bei ihrer Kollegin an und wir wurden zur Ausstellereinfahrt gelotst, wo wir parken konnten. Leider dauerte die Suche nach dem Veranstaltungsraum im Messegebäude ebensolange. Trotzdem waren wir noch pünktlich.

Nach etwas Wartezeit bekamen wir die theoretische Einführung in den kommenden Tag und wir wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Dann ging es auch "schon" raus zu den Autos. Die Autos waren Focus' und Fiestas, niegelnagelneu (alle ca. 20km auf dem Tacho) und bis unter das Dach voll mit Ausstattung (selbst die Fiestas hatten Leder).

 

Bevor ihr meinen Blog weiter lest, schaut euch bitte dieses Video von Carthrottle an, die an dem selben Training teilgenommen haben.

 

 

 

Übung 1: Bremsen und Ausweichen

 

Zuerst macht man zwei Vollbremsungen, aus 30 und aus 50, dann fuhr man ebenfalls einmal mit 30 und einmal mit 50 auf 3 Einmündungen zu. Dort, wo die Ampel grün leuchtet muss man reinfahren und gleichzeitig eine Vollbremsung machen. Hier wurde auch ein Augenmerk auf die Lenkradhaltung geworfen, da Josh und ich allerdings immer beide Hände am Lenkrad haben, gab es bei dieser Übung nichts auszusetzen. Das alles hat man zwar in jedem Fahrsicherheitstrsing, trotzdem war ich erneut überrascht wie sehr sich der Bremsweg aus 30 und 50 doch unterscheidet.

 

 

Zwischenübung Reaktionstest

 

Zwischendurch durften wir einen Reaktionstest an der Wand machen. Zu meinem völligen erstaunen war ich Tagesbester, bis Josh direkt nach mir mich einfach mal um Welten übertrumpfte. :mad:

Zu gewinnen gab es auch Etwas. Der Beste aller 5 Tage sollte einen Focus für ein Wochenende inklusive eines 100€ Tankgutscheins bekommen.

 

Übung 2: Driftööööööön!!!! :D

 

Die Übung wurde in Fiestas bewerkstelligt, die hinten Plastikreifen hatten, sodass bei der kleinsten hektischen Lenkbewegung das Heck kam. Zwei Fiestas standen bereit, wir mussten langsam in eine Kurve einfahren und am Scheitelpunkt stark einlenken. Ein Fiesta hatte ESP, der andere nicht. Beide warfen ziemlich identisch den Arsch rum. Das ESP war nicht wirklich eine Hilfe, aber das sollte diese Übung auch zeigen: Mit ESP kann man nicht die Physik überlisten.

Da ich mit meinen Hecktrieblern immer sehr viel quer gefahren bin, kann ich ausbrechende Hecks gut abfangen. Das merkte auch der Fahrtrainer und meinte nach zwei Sahnedrifts "Steig aus, du kannst das, der nächste ist dran". Während alle anderen 5-7 Runden pro Auto fahren durften, durfte ich nur eine :mad: :mad: :mad:

 

Zwischenübung: Tote Winkel beim LKW

 

In der Übung ging es darum, herauszufinden wie groß der tote Winkel eines LKWs eigentlich ist. Einer sollte sich reinsetzen (das war ich) während die anderen hinter dem LKW durchsprachen wo denn jetzt der tote Winkel sei. Ich, der von der Übung fast garnichts mitbekam (weil ich ja im LKW saß) fand es recht unspektakulär den Anderen im Rückspiegel zuzugucken. Erst viel später bei einer weiteren Übung viel mir dann aber auf, dass hinter dem LKW ja ein Auto stand, und das nicht gerade sehr nah. Die Tatsache, dass ich dieses weit hinter dem LKW stehende Auto während der gesamten Zeit in Ebendiesem nicht gesehen habe, hat schon Eindruck hinterlassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Übung 3: Bremsassistent

 

Hier stand ein Focus mit dem Notbremsasistenten bereit, der bei allen Fahrern auch gut funktionierte, außer bei mir :D. Bis 15 km/h bremst der Assistent bis zum Stillstand. Unsere Aufgabe war also mit 15kmh auf die Wand zuzurollen, und alle Füße von den Pedalen Weg zu lassen. Ich fragte den Trainer was denn passiere, wenn man auf dem Gas drauf bleibt, immerhin hat man in der Stadt ja meist den Fuß auf dem Gas um die Geschwindigkeit zu halten. "Probiere es aus" meinte er. Das tat ich, das Resultat seht ihr im Bild, mir erging es wie Alex im Video :D

 

 

 

 

Zwischenübung: Besoffen

 

Diese Übung ist auch im "Making of" des oben verlinkten Videos zu sehen. Wir mussten mit einer Brille, die Alkoholkonsum simuliert, einen Fußball schießen, manövrieren und auf ein Hütchen stapeln. Alles misslang, allerdings hat die Brille meiner Erfahrung nach auch nichts mit dem Sehvermögen unter starkem Alkoholeinfluss gemein.

 

Übung 4: Ablenkung

 

Hier war ein Parqur aus Hütchen aufgebaut. Diesen sollten wir erst einmal so abfahren. In der zweiten Runde bekamen wie eine Aufgabe. Josh sollte in der Bedienungsanleitung eine bestimmte Seite suchen und daraus vorlesen. Ich hatte die Aufgabe ein Selfie zu machen. Das Foto wurde ganz gut, langerlernte Hipster-Erfahrung :D. Der Fahrstil litt beide Male aber extrem. Zwar blieben alle Hütchen stehen, allerdings wurde die Geschwindigkeit unbewusst sehr langsam und die Lenkbewegungen hektisch. Sowohl Josh als auch ich sind große Gegner vom Handy am Steuer, von daher war die Reaktion nicht überraschend, trotzdem war es für Fahrer die keine Hemmungen damit haben sicher eine lehrreiche Erfahrung.

 

 

 

Abschlussübung: Fahrzeugcheck

 

Zum Schluss bekam jeder noch eine Liste an Aufgaben um das Auto zu checken. Jeder Motortalk-User hätte das wohl hinbekommen. (so Fragen wie "ist es ein Diesel oder ein Benziner")

 

 

 

 

 

 

 

Fazit

 

Das Training war lustig, spaßig und hat Themen behandelt, die nicht jedes Fahrsicherheitstraining abdeckt. Die Erfahrungen mit dem Active City Stop und dem Toten Winkel des LKWs waren sehr interessant. Allerdings muss man auch sagen, wir hatten sehr stark das Gefühl, dass dieses Training für ganz frische Führerscheinneulinge gedacht ist. Ich habe nun bald eine Erfahrung von 100.000km und auch Josh hat seit 4 Jahren seinen Führerschein. Wenn dann fragen kommen wie "habt ihr schonmal eine Vollbremsung gemacht" oder "kamt ihr schonmal in eine Situation in der das Auto instabil wurde" kommt man sich doch ein wenig fehl am Platz vor. Bis auf die beiden o.g. Themen habe ich von diesem Tag leider nicht viel mitgenommen. Ich hätte mir vorallem deutlich mehr Fahrphysik gewünscht. Schleudern, ausweichen, untersteuern, etc. Das alles wurde nicht angeboten.

Nichts desto trotz, einem geschenkten Gaul und so... Der Tag hat unglaublich Spaß gemacht und Ford kümmert sich darum, Fahranfängern die Gefahren im Verkehr aufzuzeigen. Das finde ich sehr gut und ich bedanke mich hiermit nochmal bei Ford für den tollen Tag :)

 

Der Schock auf der Rückfahrt

 

Um 19:00 Uhr war ich mit Mitfahrern verabredet, kurz danach ging es los. Eingestiegen noch im strömenden Regen, machte auf der Autobahn sofort die tief stehende Sonne Probleme. Gerade eine Weile aus Leipzig raus fuhren wir auf eine Baustelle zu, bei der vorab auf eine Spur verengt wurde. Auf der rechten Spur staute es sich leicht, also fuhr ich links vorbei, da ich dachte es handle sich um einen kleinen Verstopfungs-Stau. Ich erzählte meinen Mitfahrern noch, dass Plaustri am Tag zuvor in einer Vollsperrung stand, weil ein LKW in der Baustelle liegen geblieben war. Keine 200m in der Baustelle drin standen wir dann komplett, die Ironie war also vollständig. Alle Autos hinter mir konnten Rückwärts zurück fahren und die Autobahn über die Ausfahrt direkt vor der Baustelle verlassen, nur der LKW direkt hinter mir, den ich gerade noch überholt hatte, konnte nicht zurück :mad:.

Nach einer Weile des Ärgerns und des Bekanntschaft-schließens mit den anderen Stauteilnehmern machten wir uns doch schnell Gedanken was denn passiert sein könnte, denn es kam kein Auto mehr entgegen und keine 1000m vor uns - hinter einer Kurve - stieg eine pechschwarze Rauchwolke auf. Plötzlich waren wir uns alle einig, dass wir uns nicht darüber aufregen sollten, gerade noch den LKW überholt zu haben und wurden uns bewusst, was dort gerade ein paar Meter vor uns passiert ist.

Nach einer Weile kamen dann die ersten Infos rein. Ein LKW sei ins Stauende gerast und es gäbe mindestens einen Toten.

Nach 4 Stunden wurden wir wieder fahren gelassen. Die Vorbeifahrt an der Unfallstelle, die immer noch rauchte hat mich schon sehr mitgenommen. Ich habe schon viele Unfälle auf der Autobahn gesehen, aber so nah am Crash war ich noch nicht. Und das Wissen, dass in dieser schwarzen Hölle am Ende zwei Menschen ihr Leben lassen mussten hat mich doch eine Weile nachdenklich gestimmt.

Hier findet ihr den Artikel dazu.

 

 

And the winner is:

 

JOSH! Ihr erinnert euch, beim Reaktionstest gab es einen Focus zu gewinnen und Josh war tatsächlich der Beste der ganzen Woche. Damit ich nicht so darunter zu leiden habe, dass ich ihn nicht gewonnen habe, hat er mich netterweise dieses Wochenende mit dem Focus in Hamburg besucht. Der 182PS Ecoboost war wohl einer der Focusse, die auch bei dem Training dabei waren und hatte bei der übergabe erst 36km. Nun hat das Auto und auch Josh mal die schönste Stadt Deutschlands gesehen ;)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Thu Jul 02 15:20:36 CEST 2015    |    nick_rs    |    Kommentare (45)    |   Stichworte: 2013, Benz, E-Klasse, Mercedes, W210

So unrealistisch war er eingentlich gar nicht, der Vorsatz, in diesem Blog auch andere Artikel zu veröffentlichen als nur Fahrzeugvorstellungen und -Verabschiedungen. Aber wenn man bedenkt, dass ich privat schon fast das ganze Jahr sehr eingespannt bin und in diesem Zeitraum auch noch 5 Fahrzeuge aufgenommen und wieder verabschiedet habe, ist das doch gar nicht sooooo schlecht :D

 

Diesmal geht es um meine geliebte E-Klasse, von allen auch liebevoll Rösti genannt. Wie in ihrem Vorstellungsartikel schon angekündigt, war sie als Übergangsfahrzeug für ein halbes Jahr gedacht. Und es kam alles wie gewünscht/vorhergesagt. Im März bin ich von Stuttgart nach Hamburg gezogen. Ich habe eine super Wohnung, sehr Zentral, 100m zum Eingang der U-Bahnstadtion und 10min vom Stadtzentrum entfernt, wo auch meine Uni ist und einkaufen geht zu Fuß schneller als mit dem Auto. Wenn doch mal was ist, gibt es hier Carsharing, was ich sehr intensiv nutze. Daraus resultiert, dass ich wie geplant kein Auto brauche. Die ersten Wochen hatte ich das Auto natürlich noch behalten. Fahrten in den Baumarkt und das ein oder andere einkaufen, dafür war es ganz gut. Schnell aber stellte sich heraus, dass das Auto einfach nur rumsteht und Geld kostet, also kam er weg, so war es ja schließlich auch geplant.

 

 

Als ich die E-Klasse mit 234.000km gekauft hatte, redete ich mir den V8 als vertretbar ein, "weil ich ja jetzt eh nicht mehr so viel fahre". 3,5km hatte ich zur Arbeit. Trotzdem hatte sie beim Verkauf knapp 249.000km drauf, ich bin mit ihr also fast 15.000km in dem halben Jahr gefahren :eek: Das lag vor Allem daran, dass ich viel gereist bin. Im Winter zum Harztreffen und anschließend nach Österreich in den Skiurlaub, sowie mehrmals die Strecke Stuttgart-Hamburg.

 

 

 

 

 

Entgegen aller Vorhersagen hatte ich mit dem Hinterradantrieb keine Probleme, obwohl ich sehr viel im Schnee unterwegs war. Im Harz hat die E-Klasse zusammen mit einer C-Klasse den Alero geschleppt, und auch steile Berge kam ich immer hoch, man muss nur wissen wie ;) Außerdem hat der Hinterradantrieb sehr sehr sehr sehr viel Spaß bereitet. Während viele Angst vor dem Driften haben, sehe ich das sehr entspannt und habe es immer getan wo es gefahrlos und relativ verschleißfrei ging (Schnee, nasse Fahrbahn, auf trockener Straße nur selten). Lediglich 3x hatte ich Schwierigkeiten. Auf der Fahrt vom Harz nach Österreich, die Autobahn auf den kompletten 800km schneebedeckt, nie konnte man über 80kmh fahren und ab München waren nichtmal zwei Spurrillen frei, sondern alles komplett bedeckt. In Verbindung mit den steilen Abschnitten führte das dazu, dass einem beim Geschwindigkeit-halten immer der Arsch kam. Was so ganz spaßig ist, ist nach 12h hochkonzentrierter Fahrt nur noch nervig. Dazu musste ich ständig anhalten, weil die Scheinwerfer mit Schnee bedeckt waren und ich trotz Xenon, Fernlicht und Nebelleuchten stellenweise wegen Dunkelheit nichts mehr gesehen habe.

 

 

 

 

 

 

 

Ein mal fuhr ich eine einsame Strecke entlang die nass aussah, aber aus purem Eis bestand. Ich kam also nicht weit, aber zurück ging auch nicht, da das Auto trotz 4 blockierender Räder rutschte. Ich stellte es ab und wartete bis das Eis zu Wasser geworden war.

Das dritte Mal war eigene Dummheit. Ich fuhr rückwärts auf einem Feldweg in den Bergen und lenkte versehentlich Richtung Abgrund. Ich hatte Glück, dass ich nicht abgestürzt war. Der Örtliche Bauer zog mich netterweise wieder raus.

Beides waren allerdings Fälle, da hätte der ach so tolle Frontantrieb auch nicht geholfen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie hat er sich denn sonst so gefahren? Dazu ist eigentlich schon alles im Vorstellungsartikel der MT Youngsters gesagt worden, deswegen möchte ich da garnichts zu schreiben und zitiere mich einfach selbst:

Zitat:

Der Grund dieses Auto zu kaufen war der Motor. Das erste Mal V8 ist schon was besonderes. Wenn man beim Anfahren nicht aufpasst haut der Bums ab Leerlaufdrehzahl einem erstmal den Kopf in den Nacken (passiert JEDEM der das Auto zum ersten Mal fährt). Diesen Bums, den finde ich so geil an dem Motor. Bei normalem Beschleunigen schaltet er bei 1200 U/min und dreht dann aus dem Keller wieder hoch, bei zügigem anfahren - wie ich es bevorzuge - dreht er auch nicht höher als 1800 und selbst bei “ich lasse einen Kompaktwagen an der Ampel stehen” dreht er selten höher als 3500. So frei nach dem Motto “pff, dafür brauch ich mich garnicht anstrengen”. Das gibt einem erst das Gefühl das dort ein richtig großer Motor unter der Haube sitzt, nicht nur die Leistung, die ist relativ vergleichbar mit dem Saab, sondern dieses Bullige, leichtfüßlige.

Die Automatik bedarf Gewöhnung, gerade im Vergleich zur zackigen Saab Automatik ist sie doch sehr eingeschlafen, was das Runterschalten betrifft. Dafür schaltet sie einwandfrei, weich und auch schnell, ohne merklich Kraftverlust hoch. Wenn man nach überschreiten des Kickdownpunkt ein paar Sekunden wartet offenbart der Motor alles was er kann, schlagartig haut es einen in den Sitz und das Auto geht Vorwärts als gäbe es kein Morgen. Aber ehe man sich versieht ist man auch schon wieder viel zu schnell unterwegs.

Der Motor ist Brachial, nur die Automatik bremst das. Wie Temperamentvoll das Auto mit Schaltgetriebe wäre merkt man, wenn man mal mit der Gangbegrenzung arbeitet und in einem höheren drehzahlbereich aus der Kurve rausbeschleunigt. Beeindruckend, wie viel Kraft er hat, wenn man ihn lässt.

Nun zum dicken Pluspunkt dieses Autobahngleiters. Schnell, aber trotzdem entspannend will er sein. Und das kann er auch. Über 10 Mal bin ich mit ihm Strecken weit über 500km gefahren und habe festgestellt, 180 ist die ideale Reisegeschwindigkeit. Hier fühlt sich das Auto und auch der Fahrer wohl. Man ist etwas schneller als die anderen, aber nicht so schnell dass es hektisch wird (der richtige Verkehr vorausgesetzt versteht sich). Wenn man doch mal schneller will lässt man das Gaspedal zum Boden sinken und wird doch nochmal richtig in den Sitz gedrückt. Schön. So habe ich die Strecke Stuttgart-Hamburg schon zwei Mal in 4,5 h geschafft, ohne dabei über 200 zu fahren, ganz entspannt. Und dabei nimmt er respektable 11L. Hier merkt man wofür er gebaut wurde. Das Auto wäre für mich annähernd an der Perfektion, wenn, ja wenn der liebe Rost doch nicht wäre...

 

 

Die E-Klasse war bis jetzt mein zuverlässigstes Auto. Jedes Auto hat 1-2 Kleinigkeiten, die man im Laufe der Zeit mal machen muss. Die E-Klasse hatte NICHTS. Gegen Ende meldeten sich die Domlager und bei genauem hinlauschen hat man den Kat gehört. Nichts weltbewegendes also. Ich habe in dem halben Jahr 30€ in einen Ölwechsel investiert. Sonst keinen Cent! Da sag mal einer, V8 fahren sei teuer :D. Das lag natürlich aber auch am gepflegten Vorbesitz und an der Tatsache, dass das Auto so oder so dank des Rostes dem Tot geweiht war, eine Investition hätte also nicht gelohnt.

 

 

Nachdem die E-Klasse weg war habe ich das Cabrio nach Hamburg geholt. Ich habe eine schicke kleine Garage direkt in der Nähe und benutze das Auto lediglich für Spaßfahrten, im Schnitt 2 mal im Monat, also quasi nie. Kein Alltagsauto zu haben fühlt sich für mich so an wie garkein Auto zu besitzen. Für weitere Fahrten nehme ich mir einen Mietwagen oder fahre mit dem Zug. Das ist günstiger als mit dem Cabrio und ich möchte mit diesem auch keine Kilometer fressen. Es juckt mich schon sehr in den Fingern wieder ein Alltagsauto zu besitzen, allerdings ist es momentan finanziell nicht drin. Es würde ständig nur rumstehen und höchstens 1-2 Mal im Monat für längere Fahrten benutzt werden. Ständig die Fixkosten zu bezahlen für nichts und wieder nichts, ist ja dann auch, genau: Nichts! ;)

Aber wer weiß was die Zukunft so bringt, ihr dürft gespannt sein, ich bin es auch ;)

So far, Nick.

 

 

 

 

 

 

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Sun Apr 26 16:23:50 CEST 2015    |    nick_rs    |    Kommentare (35)    |   Stichworte: 9-5, I (YS3E), Power-Elch, Saab

motorstown.commotorstown.com

Nachdem ich euch einen langen Artikel lang vollgeheult habe wie toll der Saab war, möchte ich euch nicht den Grund vorenthalten, warum ich ihn verkauft habe.

Aber Achtung! Nur wer Teil 1 gelesen hat, kommt jetzt auch inhaltlich mit ;).

 

Was hatte ich mit ihm vor?

 

Das Technische

 

Was normalerweise sofort anstünde, wäre eine große Aufbereitung. Der Lack war zwar in einem super Zustand, die Scheinwerfer aber trüb. Außerdem hatte er etwas Rost an der Heckklappe, den ich entfernen lassen wollte. Des Weiteren berichtete ich ja von dem Ölverbrauch. Mit einer neuen Kurbelwellenentlüftung wäre es getan gewesen, einfach und billig (Ca. 70€). Ich muss aber zu meiner Schande zugeben ich hab einfach nicht die Zeit gefunden das zu richten und bin den ganzen Sommer so weitergefahren.

Weiter wollte ich (auch eigentlich direkt nach dem Kauf) einen großen Service machen. Mit Kerzen, Automatiköl und allem pipapo.

Wenn das erledigt gewesen wäre hätte ich ihm noch ein neues Fahrwerk spendiert.

 

Alles in allem hätte das wohl ca. 1500€ gekostet.

 

Das Optische

 

Saab-Kenner wissen, ich habe ein "Zwischenmodell" des Aero. Zwar ist meiner schon das Facelift und hat als Aero verschiedene Verspoilerungen, Tieferlegung und sehr viele weitere Dinge die ihn vom zivilen Modell unterscheiden, ein Modelljahr später bekam der Aero aber auch eine eigenenständige Stoßstange im aggressiven Look (siehe Bild). Diese wollte ich nachrüsten, da sie mir einfach super gefällt.

Weiter wollte ich das Thema "rot-schwarz" durchziehen. Das Lenkrad mit den roten Nähten war der erste Schritt. Weiter ginge es mit roten Nähten in den Sitzen die einfach zu realisieren sind. Den etwas verlebten Dachhimmel wollte ich schwarz beziehen, das gibt dem Auto einen ganz neuen Charakter. Beschäftigt habe ich mich auch mit der Idee, rote Gurte nachzurüsten, leider fand ich dazu nicht ausreichend Informationen. Außen sollten die Bremssättel noch rot lackiert werden, um das "rot-schwarz" Konzept auch außen fortzusetzen.

Die Beleuchtung sollte komplett auf LED umgebaut werden. In dem Zug hätte ich gerne noch eine Umfeldbeleuchtung im Spiegel nachgerüstet. Das würde gut mit der Pfützenbeleuchtung harmonieren.

Außerdem hätte ich noch ein paar kleine optische Macken behoben: die abgeratschten Einstiegsleisten, ein abgebrochener Griff in der Heckklappe und schwarze Seitenblinker (einen hatte ich schon eingebaut).

 

Die ganzen Optischen Punkte hätten mich auch nochmal ca. 500€ gekostet.

 

Da ich den Saab in der Prüfungsphase gekauft und nach der Ausbildung fast nahtlos meinen Übergangsjob angetreten habe, habe ich das Auto immer weiter aufgeschoben. "Dann machst du halt alles auf ein mal", war der Gedanke.

 

Bis jetzt beliefen sich die Investitionen also auf ca. 2000€. Damit hatte ich beim Kauf gerechnet, das Geld auf der hohen Kante damit das Auto bereit ist für viele Jahre in meiner Hand (ich ging noch nicht davon aus, dass ich studieren gehen werde).

 

Der Genickbruch

 

Es war Juni und sehr warm als ich mit offenen Fenstern fuhr und das erste mal ein leichtes klapperndes Geräusch wahrnahm. Dieses wurde über Wochen immer schlimmer und mir fiel auch auf, dass das Auto im Stand deutlich stärker vibriert. So dauerte es nicht lange bis die Diagnose feststand: Eine Kette muss ausgeleiert sein. Die Steuerkette hatte der Vorbesitzer aber erst erneuert. Also habe ich ein wenig gegooglet und festgestellt, dass der Saab über Ausgleichswellen verfügt, die den Vierzylinder kultivierter machen sollen. Und die Kette dorthin hatte es hinter sich. Durch die doofe Positionierung muss zum Wechseln dieser Kette der Motor raus und schon ist man finanziell im vierstelligen Bereich.

 

Insgesamt sind wir nun bei ca. 3500€, bis er sowohl technisch als auch optisch perfekt ist.

 

"Scheiße" dachte ich mir, ohne aber einen Gedanken daran zu verlieren, das Geld nicht zu investieren. Der Saab schien für mich optimal, um mich über das geplante Studium zu begleiten. Geringe Fixkosten Dank kleinem Motor, durchrepariert wäre er dann auch. Man könnte also günstig ein starkes, großes Auto fahren.

 

Die Wende

 

An einem Tag im September bekam ich die Gelegenheit, meinen Saab mit einem Lackdickenmessgerät zu untersuchen und das offenbarte Böses. Nun war mir auch klar, warum der Lack nach so vielen Kilometern noch so gut aussah, er war fast überall neu, da an sehr vielen Stellen Unfallschäden repariert wurden. Davon wusste ich nichts.

Für mich brach eine Welt zusammen. Nicht, dass ich ein großes Problem mit Unfallfahrzeugen hätte, aber mein Bild von einem gepflegten Vorbesitz war schlagartig hinüber, mein ganzes Vertrauen und meine Bindung zu dem Auto wurden zerrissen, die rosarote Brille zersprang und ich begann, die ganze Sache rational zu sehen. Soll ich 3500€ in dieses Auto investieren? Bekomme ich nicht bessere Autos, wenn ich den Saab verkaufe und die Reparaturkosten auf das Budget aufstocke? Werde ich das Auto für mein Studium überhaupt noch brauchen oder werde ich in eine Großstadt ziehen und das Auto vergammelt dann am Straßenrand? Kann ich das Auto dann mit vertretbarem Verlust verkaufen, sollte ich es doch nicht benötigen?

Vielleicht hätte ich das Geld investiert, wenn ich sicher gewesen wäre, dass ich das Auto die nächsten Jahre noch brauche. Aber ich wusste nicht, was ab März sein wird. Wo werde ich wohnen? Wo werde ich arbeiten? Wie viel Geld werde ich verdienen? Werde ich mir ein Auto im Studium überhaupt leisten können?

Als ich mir diese Fragen stellte, hatte ich schon den BMW und kurz darauf auch den Fiat. Viele Nachtschicht-Mittagspausen verbrachte ich im Auto, überlegte und überlegte. Wochenlang war ich verzweifelt. Rückblickend würde ich sogar sagen, das war meine Tiefphase des Jahres 2014. "First Word Problems" werden jetzt manche denken, das Belastende war aber nicht das Thema an sich, sondern die Aussichtslosigkeit. Ich bekam es über Wochen, ja Monate nicht hin, eine Entscheidung zu treffen und Unterstützung bekam ich auch nicht. Meine Eltern fanden die Idee, so viel Geld in den Saab zu stecken gar nicht gut, aber der Gedanke, mir ein weiteres Auto zu kaufen, sodass dann 6 Autos vor der Tür stünden war für sie auch nicht besser. Meine Freunde meinten immer "Hau weg die Karre", aber konnten sie auch nachvollziehen, warum ich so an dem Auto hänge? Ich denke ohne diesen Faktor kann man diese Entscheidung nicht treffen.

Es war einfach ein Ballast, ein dicker Stein auf meinem Herzen den ich wochenlang mit mir rumtrug. Im nachhinein völlig bescheuert wie einem ein Gebrauchsgegenstand so viel Kummer bereiten kann, aber ich denke einige Petrolheads werden mich verstehen.

Nach über einem Monat, Ende Oktober kam ich zum Entschluss den Saab abzumelden und mir ein Übergangsauto bis zum Frühjahr zu kaufen - die E-Klasse, denn ich wollte den Saab nicht weiterhin über Kurzstrecke quälen, die ich bei meinem Übergangsjob ausschließlich fahre. Fast zwei Monate stand der Saab dann in der Garage meines Onkels rum, bis ich mich dann soweit emotional vom Saab verabschiedet hatte, dass ich ihn verkaufen konnte. Die E-Klasse hat mir die Entscheidung auch deutlich erleichtert. Es hätte keinen Sinn gemacht, ihn noch bis zum Frühjahr zu behalten. Er wäre einfach ein zusätzlicher Ballast gewesen in der eh schon stressigen Einrichtung meines neuen Lebensabschnitts. Wenn ich Ende Januar erfahren würde, ob ich die Zusage für Hamburg bekäme, könnte ich das Auto nicht bis Beginn des Studiums - Anfang März - verkaufen. Zumal ich dann auch wegen des Umzugs keine Zeit dazu hätte.

So habe ich das Auto im Dezember an einen Sammler verkauft, der ihn erst als Winterauto benutzen möchte und dann richten will.

 

Fazit

 

Abschließend habe ich doch das Gefühl, alles richtig gemacht zu haben. Sowohl der Kauf als auch der Verkauf. Der Saab hat mich 6 Monate und 15.000km (relativ) treu begleitet und ich bin mit tragbarem Verlust aus der Geschichte raus. Der Umzug nach Hamburg war sehr kurzfristig und stressig, ein weiteres Auto wäre ein untragbarer Balast gewesen. Die E-Klasse kann den Saab gut vertreten. Sie hat im Vergleich hier und da Schwächen, es gibt aber auch Punkte wo sie dem Saab überlegen ist.

 

Ob ich nochmal einen 9-5 kaufen würde? Auf jeden Fall! Die zweite Generation steht ganz oben auf meiner "Autos nach dem Studium-Liste" einen 9-5 I werde ich mir aber wohl nicht nochmal zulegen. Zum einen, weil es so wenige gibt, die so sind wie meiner war und nur so möchte ich wieder einen, zum anderen aus emotionalen Gründen: Meinen 9-5 I hatte ich und es soll der Einzige bleiben. Ich behalte ihn in guter Erinnerung und denke gerne an ihn zurück. Mehr mit einem weinenden, als mit einem lachenden Auge, aber mein Gott, life is a bitch :)

 

 

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Wed Apr 22 23:01:19 CEST 2015    |    nick_rs    |    Kommentare (53)    |   Stichworte: 9-5, I (YS3E), Power-Elch, Saab

Liebe Leser,

lange habe ich nichts von mir hören lassen. Der letzte "richtige" Artikel ist schon Monate her. Mit dem Musikblog konnte ich kurz, ohne viel Arbeit für etwas Leben hier sorgen, aber dennoch sind hier sehr große Lücken.

Seit der U25 Blog zu den Youngsters umgezogen ist, ist es hier ganz schön ruhig :(

Aber ich habe eine plausible Entschuldigung dafür :P Nicht nur der neue Youngsters-Blog benötigte Zeit, auch die Einrichtung meines komplett neuen Lebensabschnitts, damit verbunden mein Umzug von Stuttgart nach Hamburg, erforderte nicht gerade wenig Aufmerksamkeit. Außerdem habe ich den Blog ein wenig umgestaltet.

 

Viele wissen es schon und bei der Frage nach dem "warum" verwies ich immer auf den Blogartikel dazu, der bald folgen sollte. Lange hab ich euch vertröstet. Doch nun kommt der Blogartikel mit der offiziellen Meldung:

 

Der Power-Elch ist verkauft! :(

 

Und zwar schon seit Dezember! Aber Berg ab ging es schon im Sommer.

Ganz Mängelfrei war der Saab noch nie, kleine Schönheitsfehler hatte er schon seit dem Kauf: Etwas Rost an der Heckklappe, ein paar gebrochene Plastikteile und das Fahrwerk war auch noch das Erste. Aber er war technisch und per Scheckheft nachweisbar gepflegt und auch die Karosserie war in einem fast kratzerfreien Zustand (später zeigte sich auch warum).

Alles Dinge, die ich wusste und machen wollte. Trotzdem entschloss ich mich schlussendlich zum Verkauf.

 

Ein Nachruf / Fazit

 

Gut, als Traumautos bezeichnet man normalerweise Sportwagen oder Oltimer. Aber gemessen an dem, was ich mir ungefahr leisten konnte war der Aero für mich quasi das Beste, was der Markt hergibt.

Rashid, mein Nagel-Elch passte ganz und garnicht zu mir. Er war nicht sonderlich schön, er war nicht leise, er fuhr sich zwar komfortabel aber auch ein bisschen wie "auf Eiern". Mit einem dicken Autobahngleiter, wie ich Autos am liebsten mag, hatte er so garnichts zu tun.

Dann kam der Aero und trotz vieler optischer Ähnlichkeiten mit dem 9-3 war er doch komplett anders. Das fing bei den ultrabquemen Sitzen an, ging über den hochwertigen Innenraum und den tausenden Komfortextras bis hin zum satten und ausgeglichenen Fahrverhalten und lebendigem Motor.

Das tolle Gefühl begann schon beim reinsitzen. Nicht nur dass einen die Sitze quasi umschlingen, auch die Türen öffnen und schließen so satt und der Innenraum ist dann so abgeschottet, wie ich es sonst bei noch keinem anderen Auto diesen Alters erlebt habe. Das ist eine Kleinigkeit, die aber so immens zum Fahrgefühl beiträgt, dass es mir sehr wichtig geworden war. Verbunden mit dem hochbauenden Amaturenbrett und der Größe und Breite des Autos wurde dieser Eindruck komplett.

Weiter ging es mit den Komfortextras: Regensensor, Automatisch abblendender Innenspiegel, Multifunktionslenkrad, gekühltes Handschuhfach, Pfützenbeleuchtung unter den Türen, Coming Home Licht, das Nightpanel und das wundervolle Infinity Sound-System und ja ich gestehe, auch das PDC hat mir gefallen. Das alles sind Extras, auf die ich vorher garkein Wert gelegt hätte, aber in der Zeit so schätzen gelernt habe, dass ich sie nicht mehr missen möchte. Die E-Klasse bietet noch Absenkautomatik für die Spiegel und Memory Sitze, was mir zukünftig wohl im Saab fehlen würde, aber wenn man von einem klappernden Diesel-Saab kommt, waren die o.g. Extras schon echt Luxus.

Weiter geht's mit dem Fahrverhalten. Zugegeben, das Fahrwerk war mit seinen 240.000km nicht mehr das beste, nichts desto trotz fuhr er sich sehr satt. In den Kurven ohne übermäßig Seitenneigung, aber trotzdem schluckte er Unebenheiten sehr komfortabel weg.

Der Motor war ein sehr lebendiger Geselle. Der Turbo riss brachial an den Antriebsachsen und begleitete den Motor fröhlich bis in den Begrenzer. Dabei Klang er sehr Kernig und nicht nach einem typischen Vierzylinder, allerdings war er auch nicht so kultiviert wie seine Kollegen mit mehr Pötten. Die Automatik passte super zu dem Motor. Sie wusste das eh nur kleine Turboloch geschickt zu überspielen, Kuppelte bei zügigem Anfahren relativ hoch ein, schaltete schon in der Kurve runter, damit man schön aus der Kurve rausbeschleunigen konnte und hatte kein Kickdown-Knopf sondern ließ sich bequem mit dem Gaspedal steuern. Auch Klasse war der "Sport" Knopf, der seinen Namen auch verdient hat. Viele moderne Autos straffen das Fahrwerk ein wenig, machen Lenkung ein bisschen härter und verstärken die Gasannahme ein Stück. Die ersten beiden Punkte konnte der Saab natürlich nicht, dafür machte er den Rest sehr konsequent. Das Runterschalten und die Gasannahme waren so brachial, dass du in engen Kurven und Kreisverkehren aufpassen musstest nicht rauszufliegen.

Ein dickes Minus bekommt der Aero aber für die Lenkung. Der Wendekreis war der Horror, ein Sprinter in Langversion lässt sich glaube ich besser wenden als der Saab. Auf einem normalgroßen Parkplatz mit Querlücken war ein Rückwärts ausparken in zwei Zügen (rückwärts raus und dann vorwärts wegfahren) nicht immer möglich, das ist schon sehr schwach. Außerdem war die Lenkung störend indirekt. Es muss ja keine 1:1 Lenkung sein, aber so indirekt, dass man nur am Kurbeln war, ist nicht mehr schön.

Nun zum Äußeren und zu dem was beim Saab wohl am meisten polarisiert.

Nach dem Winter mit Rashid wollte ich endlich wieder ein Auto was mir so richtig gefällt. Gut, ich hab noch das Cabrio, aber es war abzusehen, dass ich das nicht viel fahren werde. Der Saab ist für meinen Geschmack, neben dem E39 LCI, das schönste Auto aus der Businnessklasse und aus dieser Zeit, gerade der Aero. Die Limo finde ich nicht so gelungen, aber der Kombi sieht klasse aus. Die Linien fließen einfach wunderschön. Es beginnt vorne, die Flache Front mit der Lippe unten, von oben leicht gelangweilt gucken eingerahmt von der Fuge der Motorhaube, die seitlich in die Fensterkante übergeht, welche in der hinteren Tür nach dem typischen Saab "Hockey Stick" nach oben wegknickt. Nach der markanten C-Säule zieht sich die Linie bis in die Heckklappe fort und lässt die D-Säule verschwinden. Sehr harmonisch und schön, finde ich, auch wenn die Meinung nicht jeder teilt. Was dieses Design und eigentlich das fast jeden Autos noch untermalt sind die dezenten Verspoilerungen des Aero mit dem etwas tieferen Fahrwerk in Kombination mit den zum schwarz sehr kontrastreichen silbernen 17" Sommerrädern die meiner Meinung nach perfekt zum Auto passen. Das alles sorgt dafür dass der Saab für mich ein Auto ist, nach dem ich mich jedes, wirklich jedes Mal nach dem verlassen umdrehe und mir denke "man bist du ein schönes Auto".

Aber auch der Innenraum kann glänzen. Zwar merkt man hier und da den GM Rotstift, trotzdem ist das Cockpit sehr hochwertig gestaltet. Das gesamte Amaturenbrett sowie die Türverkleidungen sind sehr weich hinterschäumt. Die Instrumententafel mit den sehr schön integrierten Lüftungsdüsen baut hoch und kesselt den Fahrer förmlich ein, das ist sehr übersichtlich, lässt das Auto von innen muskulös wirken und vermittelt ein Gefühl von Sicherheit.

Apropos Sicherheit. Nicht nur bei solchen Kleinigkeiten wie dem in der Mitte positionieren Zündschloss oder der Isofix-Kindersicherung, die für das Baujahr sehr selten ist, merkt man, dass Saab auf Sicherheit setzt, nein, der 9-5 wurde viele Jahre lang zum sichersten Auto seiner Klasse und zum sichersten Auto Schwedens gekührt. Das gibt einem ein gutes Gefühl beim Fahren.

 

Ein halbes Jahr voller Einsatz

 

Nach dem Kauf stand die Überführung an. 70km Landstaße standen vor mir, die ich gemütlich gefahren bin, da das Auto zuvor lange stand. Dennoch konnte ich es nicht lassen und gab an einer grünen Ampel mal kurz Vollgas. Den Rest der Fahrt hatte ich das Grinsen nichtmehr aus dem Gesicht bekommen :)

Aber gleich zu Anfang brachte der Saab kein Glück. Nach der Überführung wollte ich abends nochmal weg, aber der Saab quittierte den Dienst. Erster Verdacht: Batterie. Ich habe ihn also mit dem Mondeo überbrückt. Erst nach viel Zeit startete er mühsam. War wohl komplett leer. Ich fuhr also einen Umweg von ca. 10km und parkte das Auto dann am Ziel. Als ich dann Nachts wieder nach Hause wollte wieder das selbe Theater. Hier schlug ein erneuter Überbrückungsversuch fehl, was natürlich für reichlich Spott bei meinen Freunden sorgte :rolleyes:. Nun musste der ADAC ran, der nach 1,5h dann auch endlich da war. Trotzdem weigerte er sich erst das Auto zu überbrücken, da ich noch mit einem Kurzzeitkennzeichen unterwegs war. Nach Überredungskunst von meinen Freunden und mir konnten wir ihn dann aber doch dazu bewegen seinen Powerstarter rauszuholen. Am Abend Schloss ich die Batterie ans Ladegerät an damit sie mal komplett durchläd, aber auch das nützte nichts. Die Batterie war mit ihren 12 Jahren jetzt einfach tot. Ich baute die vom Cabrio ein, welches eh noch nicht fertig war und das bekam eine neue gespendet. Danach traten keine Startschwierigkeiten mehr auf.

 

Doch schon in der zweiten Nacht das nächste Desaster. Nach einer Party lies ich das Auto im Nachbarort stehen. Als ich es am nächsten Tag holen wollte fand ich plötzlich dieses Loch im Spiegel. Keine Ahnung wie das dort reingekommen sein kann...

 

 

In der ersten Woche rammten mir ein paar Parknachbarn ihre Tür in meine Seite :mad:. Warum habe ich nur immer solch ein Pech.

 

 

Direkt nach dem Kauf schaute ich mich nach den Originalen Aero Felgen um und ein Forenmitglied hatte die Passenden für mich. Neue Reifen drauf (Conti Sport Contact 5, kann ich nur empfehlen) und das Auto wird nochmal 1000x schöner. Diese Felgen passen mMn perfekt zum Auto.

 

 

 

 

 

 

 

Leider blieben auch die nicht unbeschädigt. Ein Entgegenkommender Linienbus überholte trotz Platzmangel die parkenden Autos und nötigte mich die Felgen am Bordstein kaputt zu fahren.

 

 

Ich konnte es mal wieder nicht lassen und musste mir ein paar Aufkleber bestellen. Den "Warning"-Aufkleber habe ich unauffällig am Rand des Armaturenbretts angebracht, wo auch der Airbag-Aufkleber ist. Das war so unauffällig, dass ich es selber vergessen hatte. Ein paar Mädels haben mich aber tatsächlich drauf angesprochen :D. Die Aufkleber auf der Heckscheibe sollen das Kombi-Klischee und den Schafspelz noch verstärken (was auch funktioniert hat :D). Michelle und Patricia sind zwei gute Freundinnen von mir und hatten die Idee dazu, deswegen heißt das Baby nun so :D

 

 

Von der Reparatur des Cabrios hatte ich noch schwarze Folie übrig. Die silbernen Ziertafeln gefielen mir von Anfang an nicht und so wollte ich mit der Folie vorerst nur gucken wie es aussieht, um es später zu lackieren, es wurde dann doch zur Dauerlösung und wertete meiner Meinung nach den Innenraum sehr auf (ist aber auch wieder Geschmacksache).

 

 

Ein kleines Ärgernis war noch der Bechherhalter auf der Rückbank, der im eingefahrenen Zustand nicht einrastete. Eine Kleinigkeit, aber Ärgerlich

 

 

Viel ärgerlicher war aber meine Panne im Mai, die ihr hier nachlesen könnt. Am Ende war es nur der Turboschlauch, hat mich aber trotzdem 7h gekostet :(.

 

Nun zum Verbrauch. Meine einfachen Erfahrungen: Langstrecke um 160 km/h -> 9L, In der Stadt gerne mal 12L, bei extrem Sparsamer Fahrweise auch mal unter 8L, Turbo läuft Turbo säuft, zeitweise auch mal über 20L. Alles in Allem finde ich für ein 250PS starkes Auto sehr sparsam, aber auch logisch, ohne Turbo hat er einen kleinen Motor. Was die Kosten aber trotzdem wieder in die höhe treibt: Der Aero möchte Super+

 

 

Ich habe mir auch einen Schlüssel von neuen 9-5 besorgt. Der sieht einfach Hammer aus. Da auch mein Regensensor nicht funktionierte fuhr ich zu meinem :) und ließ neben dem Anlernen noch nach dem Regensensor gucken. Der Fehler konnte nicht gefunden werden, man meinte zu mir der Sensor sei wohl defekt. Für die diagnose Zahlte ich 120€. Ich besorgte mir einen neuen Sensor, aber auch der funktionierte nicht. Am Ende fand ich heraus, dass die Sicherung durchgebrannt war. Dafür habe ich 2x 50€ Gutschriften beim Saab Autohaus bekommen (wenn ein Saab Fahrer Interesse hat, ich gebe sie gerne ab ;)).

 

 

Im Sommer erfüllte ich mir dann den Wunsch eines neuen Lenkrads. Das Alte war doch sehr abgegriffen und für das Teil am Auto was man am meisten in der Hand hat kann man auch ein wenig Geld ausgeben. Ich entschied mich für eine etwas aufgedickte Variante, aber wie das original Aero-Lenkrad mit teilweise gelochtem Nappa Leder. Die Ziernähte bestellte ich in Rot. Rote Akzente wollte ich im Innenraum noch mehrere ansetzten, dies war also der erste Schritt. Nach dem Einbau war ich begeistert. Der Hammer! Irre wie gerade mal 150€ ein Auto so extrem aufwerten können. Kann ich nur jedem empfehlen!

 

 

Bei der WM bekannte ich natürlich auch Flagge. Leider fanden das ein paar Brasilianische Fans nicht so toll und so fand ich mein Auto am Morgen nach dem Spiel Brasilien-Deutschland so vor:

 

 

Der Saab ist auch ein praktisches Auto, was er mir oft bewiesen hat. Ich würde ihn zwischen einem Audi A6 und einer Mercedes E-Klasse einordnen. Er diente mir schon zum Transportieren von großen Geräten, wie z.B. einer Waschmaschine, zur Partyvorbereitung wo er 220cm Bierbänke problemlos schluckte und auch für die ein oder andere Reise, wie zum Beispiel zum Camping beim 2. Ringtreffen, wo er sich auch super machte und auf großes Interesse stieß :).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für mich als Hobbyfotograf war der Platz natürlich auch super. Außerdem stiel er für mich so manchem Model die Show, wie z.B. bei einem Shooting auf einem Baustoffhof. Auch bei einem Shooting am höchsten Punkt Stuttgarts, dem Birkenkopf, mogelte er sich über Feldwege hoch bis kurz vor dem Gipfel. Nach dem eigentlichen Shooting konnte ich es nicht lassen die flachen Stufen zum Platz am Gipfel hochzufahren und das Auto über den Lichtern Stuttgarts abzulichten. Dabei setzte ich zwar ein paar mal auf, aber: Wer hat bitte schon sein Auto an diesem Ort geshootet? :cool:

 

 

 

Aufgrund der Verspoilerungen und der Tieferlegung musste man an manchen Bordsteinen doch aufpassen. Leider habe ich mir die ein oder andere Schramme eingefahren

 

 

Ansonsten bleibt noch zu sagen, dass der Saab doch ein überdurchnittlich langes Auto ist. Das merkt man bei der ein oder anderen Parklücke:

 

 

Jeder, der ein Auto besitzt das ihm wirklich gefällt kennt das: Man dreht sich nach dem Abstellen noch mal um und denkt sich "was ein schönes Auto". Das geht bei mir beim Saab und Cabrio so weit, dass ich dann ziemlich oft ein Foto davon mache. Ein paar willkürlich gewählte Aufnahmen möchte ich euch nicht vorenthalten:

 

 

Ihr merkt schon, der Artikel ist ganz und gar nicht objektiv gestaltet. Ich hoffe ich konnte rüberbringen wie sehr ich an diesem Auto hänge. Irgendwie bereue ich den Verkauf bis heute und mir schmerzt das Herz wenn ich daran denke. Irgendwann wird es wieder ein Saab...

Soweit für heute. Im zweiten Teil lest ihr dann was ich mit dem Saab vorhatte und warum er gehen musste

 

So far

Nick

 

Teil 2 ist nun online

 

 

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Fri Jan 09 17:21:28 CET 2015    |    nick_rs    |    Kommentare (166)    |   Stichworte: Spamblogs

Hallo liebe Leser,

 

wer kennt das nicht: Man hört ein Lied im Radio, läd es sich runter und kann einfach nicht genug davon bekommen: Lieblingslieder.

Bei mir ändern sie sich ständig. Fast jede Woche habe ich ein neues Lieblingslied.

 

Hier haben wir nun die Möglichkeit diese Lieder mit Anderen zu teilen. Postet einfach regelmäßig eure Lieblingslieder, mit ein paar Sätzen dazu, warum ihr das so klasse findet.

Hier ist alles Willkommen, von Klassik und Volksmusik über Pop und Soul bis hin zu Rock.

 

Da wir hier ja im Autoforum sind. Was hört ihr im Auto? Radio oder doch eher eigene Musik? Oder auch mal garnichts?

 

Ich bin gespannt auf eure Lieder!

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Tue Dec 02 07:39:20 CET 2014    |    nick_rs    |    Kommentare (40)    |   Stichworte: 182, Brava, Ente, Fiat

Direkt nachdem Nick mich aufbereitet hatte ging es los. Sommerreifen und Gepäck in den Kofferraum und erstmal ab in die Stuttgarter Innenstadt. Hier spendierte Nick mir noch bei MacOil einen Ölwechsel. Dabei konnte ich zeigen, dass auch mein Unterboden komplett rostfrei ist:

 

 

Dann ging es los Richtung Sonnenuntergang. Es stand eine 400km lange Reise vor uns.

 

 

Direkt am Anfang konnte ich das erste und wohl letzte Mal zeigen was in mir steckt. Nach ungefähr 25 Minuten hatte ich 180kmh erreicht. Dann bremste mich ein Porsche, ausgerechnet ein Porsche aus.

 

 

Vielleicht wären noch 185 drin gewesen, aber ein erneutes Mal wollte Nick mir das nicht zumuten. Schade, diesen Geschwindigkeitsrausch werde ich wohl nie wieder erleben. Bei höchstens 120 fühlte ich mich doch am wohlsten.

 

 

Trotz der untypischen Uhrzeit war auf den über 320 Kilometern Autobahn sehr viel los. Ständig war Stau oder stockender Verkehr. Das war für mich die Hölle. Alle bremsten ab auf ca. 70 und beschleunigten wieder auf 100. Dementsprechend musste auch ich immer runterbremsen, aber beschleunigen war mit mir mehr als zäh. Das war schon eine Horrorfahrt mit 75PS.

 

 

Nach vielen Stunden ging es dann endlich runter von der Autobahn und der Rest über Landstraßen. Da schlug ich mich ganz gut, nur zog ziemlich schnell Nebel auf und mangels Nebelscheinwerfer, die mir nicht vergönnt waren, sah Nick sehr wenig bis garnichts und musste deswegen sehr langsam Fahren.

Nach dem verlassen der Autobahn wollte Nick aus Gründen der Idylle einen Volksmusiksender hören. Darauf hatte ich aber keine Lust, weswegen mein "Suchlauf" nur Pop-Sender fand. Ätsch :D

Nach sage und schreibe acht Stunden erreichten Nick und ich unser Ziel. Ich war stolz auf mich und Nick auch, aber das große Ereignis stand jetzt erst bevor:

 

Es war inwischen nach 22 Uhr, dunkel und kalt. Eine Komplizin, die sich mit in der Wohnung befand, schaffte es tatsächlich mein neues Frauchen nach unten in den Hof zu locken. Und jetzt kam mein großer Auftritt. Nochmal kurz abchecken ob ich gut aussehe? Nein :( Aber besser geht's nicht. Also habe ich allem Mut zusammengefasst und bin in den Hof gerollt. Erst sah man im Gesicht der lieben Dame Unverständnis. Dann erkannte sie...

Nick, und freute sich über seinen Überraschungsbesuch. Wie? Nick Hallo??? Ich bin die Überraschung, nicht dieser blöde Nick :(

Nick und seine Komplizin mussten meinem Frauchen drei mal erklären, dass ich jetzt ihr gehöre. Erst verstand sie es garnicht, als sie dann realisierte, dass sie mich gerade geschenkt bekommen hat, liefen doch die Tränen vor Freude.

 

Meine neue Besitzerin war hin und weg, trotz meines Optischen Zustands. Kein Wunder, vor ein paar Jahren verlor sie durch einen Schicksalsschlag ihr Auto und ein Neues war nicht drin, so war auch der Allrag in der sehr ländlichen Gegend sehr schwer. Und als sie dann noch von meinem Zustand erfuhr... :) Technisch war ich ja quasi perfekt: kein Rost, zwei Jahre TÜV, 8 sehr gute Reifen und nach wie vor keine 70.000km.

 

Am nächsten Morgen wurden gleich sehr viele Zukunftspläne für mich geschneidert und schonmal überlegt, was man mit mir alles anstellen kann.

Die kommenden 4 restlichen Tage des Kurzzeitkennzeichens wurden bis zur letzten Minute ausgereizt.

Dann reiste Nick ab und ich blieb hier. Mit seiner Abreise endet auch mein Dasein als Bestandteil in seinem Blog. Einerseits schade, andererseits freue ich mich sehr auf meine Bestimmung. Ich hoffe meiner neuen Besitzerin noch lange zuverlässige Dienste leisten zu können.

 

Bis dann,

Euer Brava, das häßliche Entlein :)

 

 

 

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Sun Nov 30 05:48:30 CET 2014    |    nick_rs    |    Kommentare (134)    |   Stichworte: 5er, BMW, Yolocar

Hallo liebe Leser,

Ach, was war das eine tolle Zeit. Aber irgendwann muss man auch mal einsehen, dass es genug ist.

Es geht um den BMW. Das Yolocar. Markus und ich kauften ihn Hauptsächlich um ein Auto für das Ringtreffen zu haben. Ich berichtete.

Das Ringtreffen ist rum und so musste auch der BMW gehen. In den den 3 Monaten erkannte ich drei Sachen:

- es ist Mega geil ein Auto zu haben, was einem scheißegal ist. Kalt treten, über Feldwege heizen, alles ohne Reue. Besser als ein Mietwagen :D

- man bekommt verdammt viel Auto für 500€

- verkaufe NIEMALS ein Auto angemeldet (aber dazu später mehr)

 

Ich möchte euch den Spaß mit dem BMW in einer kleinen Bildergeschichte erzählen.

 

Der BMW eignete sich super zum driften

 

für spaßige Ausflüge ins Gelände braucht man kein Allrad!

 

Das er dabei dreckig wird ist nicht schlimm...

 

Mit einem Yolocar ist man einfach schneller. Hier z.B. Standen wir am Ring im Stau. Aber halt! Da ist ein Feldweg. Also über das Feld um den Porsche rum und rein in den Wald

 

Dummerweise stellte sich heraus, dass es kein Weg war und hier wohl seit Jahrzehnten kein Auto gefahren ist. Der Boden uneben und versumpft, Äste lagen rum, auch von oben alles zugewachsen. Lenken bringt nichts, man hat eh kein grip. Egal, Vollgas und die ca 200m lange Strecke durch.

 

Nach lauten Schlägen am Unterboden war alles verbogen und verkratzt. YOLO, wir haben Zeit gespart :D

 

Bei Ali sehr beliebt

 

Finde den Fehler

 

(Zu) Laufruhig der R6

 

Multimedia :cool:

 

Mit einem Yolocar kann man das machen

 

Bei Alkohol: Hände weg vom Steuer!

 

Auch lange Autobahnettappen sind für den 5er kein Problem

 

Beim Wendemanöver gegen einen Stein? #YOLO!

 

Das Yolocar ist ein geselliger Typ und überall sehr beliebt! Außerdem ist die Begeisterung für ihn ansteckend!

Hier seine Besten Freunde:

 

Vom Gott des Wales (Gütiger Herr Dynamix) als Thron missbraucht

 

Auch bei Homos beliebt :D

 

Ein Teil der Youngsters Gruppe nutzt die gemütliche Sitzgelegenheit

 

Wenn man Nachts mit Vesperbrot keinen Liegestuhl findet: Die Motorhaube ist eine bequeme Alternative!

 

Natürlich hat ein 500€ Auto auch seine Mängel

 

Feuchtbiotop :D

 

Pilzzucht :cool:

 

Auf dem Ring schlug er sich sehr gut, nach der ersten Runde trat das Problem mit dem Nockenwellensensor, mit dem wir Wochenlang zu kämpfen hatten, nie wieder auf ;)

 

Beifahrer im eigenen Auto sein ist schrecklich, erstrecht auf der Rennstrecke!

 

Aber auch ein 500€ Auto kann gut aussehen:

 

Insgesamt bin ich den Wagen 2 Monate und Markus einen Monat gefahren. In der Zeit haben wir knapp 5000km zurückgelegt, wovon 99% reine Spaßfahrten waren. Ich denke das spricht für sich.

 

Nach dem Ringtreffen im Oktober inserierte ich den BMW. Ich konnte mich vor Interessenten nicht retten. Von den absurdesten und unfreundlichsten Anfragen bis zu sehr netten und höflichen war eigentlich alles dabei. Da ich aber die ersten 2 Wochen keine Zeit für Probefahren etc hatte drückte ich die Unzähligen Anrufe weg und ignorierte die E-Mails.

Anfang November fasste ich mir ein Herz, kontaktierte den jungen Mann der als einziger von ca. 50 Interessenten einen deutschen Namen hatte (:D) und lud ihn zu einer Probefahrt ein. Er war begeistert von dem Auto (warum auch immer :confused:), allerdings zeigte der BMW bei der Probefahrt zum ersten mal nach 3 Wochen wieder sein Elektrikproblem, weswegen ich mich beim Preis auf 850€ drücken lies.

 

Einen Tag drauf wurde der Wagen dann schneller als gedacht abgeholt. Also übergab ich den Wagen anders als geplant angemeldet. Was soll schon passieren, wenn ich im Kaufvertrag vermerke, dass der Käufer den Wagen unverzüglich abmelden sollte.

 

Dass ich das bitter bereuen werde realisierte ich, als am nächsten Abend die Polizei an der Tür klingelte. Sie berichtete von einem schweren Unfall mit dem BMW. Die Rede war von Autos mit Totalschäden, verletzten Personen und auch Kindern. Das ganze verursacht mit einem Auto welches auf meinen Namen zugelassen ist. Na ganz toll.

 

Dann ging der ganze Stress los. Gespräche mit der Versicherung, der Unfallgegnerin und auch dem Käufer, der sich allerdings größtenteils im schweigen hält und immer nur seine Unschuld beteuert (dabei hat er die Vorfahrt missachtet). Nach mehreren Wochen in denen ich nichts vom Käufer hörte trotz mehrmaligem ermanen beichtete er mir, dass er das Auto noch nicht abgemeldet hat, da ihn das Abschleppunternehmen anscheinend nicht an das Auto lässt, solange er die Kosten nicht bezahlt, was er aber nicht kann. Na klasse! Wieder ein ganzer Monat Unterhalt auf meine Kosten :mad: Da ist mir dann doch der Kragen geplatzt, bei allem Mitleid, das ich für den jungen Mann habe. Nachdem ich bei dem Unternehmen angerufen hatte und dem Käufer mit dem Anwalt drohte, war das Auto auch ruck zuck abgemeldet. Immerhin. Mehr weiß ich aber bis jetzt noch nicht. Ebenso nicht wie es weiter geht.

 

Also: Übergebt niemals ein Auto angemeldet, auch wenn es juristisch sicher ist!

 

So far

Nick

 

PS: Euch ist wahrscheinlich aufgefallen, dass das 3. Youngsters @ Green Hell Treffen schon auf den Bildern zu sehen ist. Keine Angst, ein Blog zu diesem Treffen kommt noch (Hänge ein wenig mit dem Bloggen hinterher)

 

 

 

 

 

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Wed Nov 05 20:58:55 CET 2014    |    nick_rs    |    Kommentare (24)    |   Stichworte: Aufbereitung, brava, Ente, fiat

Kaum war ich bei Nick angekommen, ging es auch schon los. Er hatte tatsächlich ein wenig Mitleid mit mir und entschied sich dazu mich aufzubereiten.

Der Erste Schritt war das Abreißen der mattschwarzen Folie, die ich noch an den hinteren Türen und an der A-Säule trug. Dabei riss er blöderweise etwas von meiner Haut ab.

Des Weiteren wurde das sehr kaputte Gummi der Türgriffe ganz abgezogen und die gereinigt.

Anschließend wurde ich gesäubert und mein Lackzustand analysiert. Abgeplatzten Lack hatte ich auf der Fahrerseite ein bisschen am Kotflügel, an der Hecktüre sowie an den Säulen. In der Mitte des Autos die Motorhaube, das Dach und die Griffleiste am Kofferraum. Außerdem war auffällig dass mein Tankdeckel golden war. Ein paar Jugendliche hatten ihn mir abgerissen und ich bekam ein Spenderdeckel eines Toten.

Für 20€ bestellte Nick eine Rolle Folie in Hochglanz schwarz. Der Plan war die Motorhaube, alles oberhalb der Fensterkante sowie die Griffleiste und den Tankdeckel zu folieren. Die Lackplatzer am linken Kotflügel sowie an der hinteren Tür müssten dann bleiben, der Rest wäre dann verdeckt.

Vorher aber wurden die Stellen, an denen ich keine zweite Haut bekam ordentlich mit Peeling behandelt. Mhhhh Tat das gut, die Massage. Schon nach dem ersten Durchgang sah man einen deutlichen Unterschied. Nach 3 Durchgängen war meine Haut an den guten Stellen wieder frisch wie ein Babypopo und auch die Wunden sahen nach der Behandlung deutlich besser aus.

Nun ging's an meine zweite Haut. Zuerst die Leiste und der Tankdeckel, klappte wunderbar. Dann die Säulen, die auch richtig gut aussahen. Ich freute mich schon auf den Moment, an dem ich mich das erste mal fertig sehen würde.

Doch dann die Enttäuschung. Beim aufkleben meiner zweiten Haut bilden sich Falten, normal nichts ungewöhnliches, man muss einfach wieder ein Stückchen abziehen und wieder drauf kleben. Doch beim Abziehen der Folie riss diese meine Haut mit. Auaaaaa.

Es hilft nichts. Die Folie muss da drauf, dann eben mit Falten, die sich auch auf meiner Schauze bildeten.

Das Dach war zugeschnitten, die Kanten umgelegt. Meine Haube sollte folgen. Dazu musste ich diese öffnen. Ich konnte aber nicht, denn die Neue Haut beklebte auch die Scheinwerfer und Kotflügel.

Nick wollte das nicht verstehen. Er fluchte, schimpfte mit mir und ja, er beleidigte mich auch. Und zwar aufs Übelste! :(

Ewigkeiten vergingen bis er endlich verstand was das Problem war.

Nachdem die Kanten umgelegt waren wurde das Werk begutachtet. Dass es scheiße aussieht fand nicht nur ich. Nick war komplett verzweifelt. Wenn man die Folie wieder runterreisst, zieht sie meine ganze Haut mit. Dann würde eine neue Folie besser halten, aber bis die geliefert wäre, wäre es zu spät. Oder meine Haut runterreißen und dann so lassen.

"Wir reißen es wieder runter" sagte Nick zu seinen Helfern. "Waaaaas??? Neeeeiiiiiinnnn, AAAAaaaaaaauuuuuuaaaaaa"

 

 

 

 

 

 

Zum Glück war die Folter schnell vorbei und ich komplett nackt. Dann packte Nick wieder seine Sadomaso-Maschiene aus und begann meine Wunden zu massieren. Siehe da: Es sieht viel besser aus als vorher. Noch die Holme und jede kleine Ecke gereinigt (auch unter dem Dreck habe ich kein bisschen Rost!), den Innenraum gesaugt, der sonst noch komplett neuwertig ist und meine Kunststoffe mit KochChemie gepflegt.

Nun sehe ich zwar immernoch nicht schön aus, aber gerade im Vorher - Nachher Vergleich habe ich mich wirklich stark verbessert!

 

Jetzt bin ich bereit! Bereit für das nächste Abenteuer...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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