• Online: 5.280

news2do

Videos von Fahrzeugvorstellungen, Messen und aktuelle News.

05.04.2013 17:21    |    news2do    |    Kommentare (0)    |   Stichworte: 2013, diesel, EuroNCAP, fahrbericht, günstig, rapid, skoda, sparsam, test, tsi, turbo

Foto: news2do.com/srFoto: news2do.com/sr

Visitenkarte:

Skoda Rapid 1.2 TSI Green tec, Ausstattung Elegance, Schrägheck-Limousine der unteren Mittelklasse

 

Abmessungen/Gewicht:

Länge/Breite/Höhe (Meter): 4,48/1,70/1,46

Leergewicht/zul. Gesamtgewicht (kg): 1.175/1.635

Gepäckraumvolumen: 550 Liter bis 1.490 Liter (umgeklappte Rücksitze)

Tankinhalt: 55 Liter

 

Motorisierung/Getriebe:

Motor: Vierzylinder-Benzin-Direkteinspritzer, 1.197 ccm

Max. Leistung:77 kW/105 PS

Max. Drehmoment: 175 Nm bei 1.550 bis 4.100 U/min

Kraftstoffverbrauch nach NEFZ (kombiniert): 5,1 l/100 km

CO2-Emission: 118 g/km

Beschleunigung von null auf 100 km/h: 10,3 s

Höchstgeschwindigkeit: 195 km/h

Sechsgang-Handschaltgetriebe

 

Ausstattung

Der Rapid will eine preiswerte Alternative im Vergleich zum kaum größeren Octavia sein. Im Innenraum geht es eher schlicht als komfortabel zu. Praktisches zählt. Erstaunlich, wie schon ein paar Chromzierleisten die Nüchternheit der Hartplastik-Landschaft auflösen können. Im übersichtlich gestalteten Cockpit findet sich jeder Erstbesteiger eines Rapid auf Anhieb zurecht. Die Rundinstrumente mit Zeiger in kontrastreichem Schwarz-Weiß lassen sich gut ablesen, aber die Instrumentenbeleuchtung ist nicht regelbar. Die Leseleuchtentasten am Dachhimmel muss man im Dunkeln erfingern, und die hinteren Fenster lassen sich nur über Tasten in den Fondtüren elektrisch öffnen und schließen. Das Interieur bleibt selbst auf schlechter Wegstrecke ohne Klapper- oder Ächzgeräusche – Zeichen für eine insgesamt solide Verarbeitung.

In der Bestausstattung Elegance präsentierte sich der Testwagen mit allerhand Annehmlichkeiten. Dazu zählt u.a. das dynamische Radio-Navigationssystem Amundsen+ inklusive DAB mit Touchscreen-Farbdisplay und Kartendarstellung. Das System hat selbstverständlich einen Audioanschluss, erlaubt das Abspielen von MP3-Musikdateien. Klimaanlage, Nebelscheinwerfer, Sitzheizung, Bordcomputer und das in zwei Ebenen verstellbare Vierspeichen-Multifunktionslederlenkrad werteten den Testwagen weiter auf. Einparkhilfen (Parksensoren) gibt es nur hinten. Partiellen Komfortverzicht versuchen pfiffige Detaillösungen à la „SIMPLY CLEVER“ wettzumachen (Eiskratzer hinter der Tankklappe, Zuzieh-Gummigriff an der Innenseite der Heckklappe, Warnweste griffbereit unterm Fahrersitz). Es gibt zahlreiche Ablagen (in den vorderen Türen beispielsweise auch für große 1,5-Liter-Flaschen) und Taschen an den Lehnen der Vordersitze. Im Dachhimmel ein Brillenfach.

 

Platz- und Sichtverhältnisse

Der Fünftürer vermittelt ein großzügiges Raumgefühl ohne jede Enge – sowohl zu den Seiten als auch nach oben. Vier Insassen sitzen sehr bequem. Erst mit einer fünften erwachsenen Person auf der Rückbank geht es im Fond erwartungsgemäß beengt zu. Im Fußbereich des Mittelplatzes stört der bei einem Fronttriebler eigentlich überflüssige Karosserietunnel. Kniefreiheit für die Fondpassagiere ist allemal garantiert, selbst wenn vorn ausgesprochen Großgewachsene Platz nehmen und ihre Sitze bis zum Anschlag nach hinten schieben. Breite Türöffnungen sorgen für bequemes Ein- und Aussteigen. Üppig ausgefallen ist der Gepäckraum mit einem Volumen von 550 Litern. Die coupéhafte große Heckklappe erleichtert den Zugang. Allerdings muss beim Ein- und Ausladen von Gepäck eine hohe Ladekante überwunden werden. Die auch per Fernbedienung separat zu entriegelnde Heckklappe schwenkt weit hoch, sodass darunter selbst große Personen Kopffreiheit behalten. Ein wenig eingeschränkt wird der Fahrerrückblick durchs Heckfenster von der weit oben ansetzenden, heckwärts leicht ansteigenden Hutablage und den breiten C-Säulen. Ein nützlicher Heckscheibenwischer fehlte beim Testwagen; doch es gibt ihn für 80 Euro Aufpreis samt Scheibenwaschanlage.

 

Motor, Kraftstoffverbrauch:

105 PS Höchstleistung hält niemand für ein verführerisches Versprechen. Immerhin lässt sich Tempo 100 zügig in 10,3 Sekunden aufbauen, und als respektable Höchstgeschwindigkeit sind 195 km/h drin. Damit kann sich der TSI sehen lassen, aber auch damit, dass er sein maximales Drehmoment (175 Nm) bei knapp 1.500 U/min zur Verfügung hat und dann konstant bis reichlich 4.000 U/min bewahrt. Sanftes „Segeln“ bei Tempo 50 im 6.Gang ist durchaus möglich (Schaltpunktanzeige vorhanden). Der TSI-Treibsatz läuft an sich kultiviert leise, im Leerlauf ist er so gut wie nicht zu hören. Und so fällt kaum auf, wenn die Stopp-Start-Automatik (Green tec!) den Motor ganz zum Schweigen bringt. Erst wenn der Vierzylinder stärker gefordert wird, hört es sich an, als schnüffele der Turbo kräftig Luft ohne brummig zu sein. Bei hoher Motordrehzahl zeigt sich, dass die im Innenraum eingesetzten kostengünstigen Materialien ohne geschäumte Oberflächen weniger zur Dämpfung von Geräuschen taugen, die aus Richtung Motor und Fahrbahn ins Auto dringen.

Durchaus zu erreichen war mit dem Testwagen ein kombinierter Kraftstoffverbrauchsdurchschnitt um 5 l/100 km, sofern entschlossener Sparehrgeiz Regie führte. Ging es ausgesprochen gelassen im unteren Tempobereich voran, wies der Bordcomputer erstaunlich oft sogar eine Vier vor dem Komma aus. Realistischerweise sollten Verbrauchserwartungen bei bunt gemischtem Alltagseinsatz zwischen sechs und sieben Litern pendeln. Sehr schnelle Autobahnfahrt mit großem Anteil ohne Tempolimit lässt den allmählichen Übergang zu zweistelligem Verbrauchsdurchschnitt erkennen.

 

Fahrverhalten:

Niemand erwartet, dass das Fahrwerk eines Pkws mit betont zurückhaltendem Einstiegspreis die alltäglichen Ungereimtheiten der Straße höchst komfortabel glattbügelt. Der Rapid hat ein straffes, aber keineswegs unkomfortables Fahrwerk mit McPherson-Federbeinen vorn und einer Verbundlenker-Hinterachse – erwartungsgemäß Zutaten aus dem Konzernregal. Zugute kommt der bewährte solide Unterbau einer sicheren Straßenlage auch bei ausgesprochen temperamentvollem Fahrstil. Am Fahrspaß beteiligt sind die elektrohydraulisch unterstützte Lenkung, das spielerisch leichte Schalten aller Gänge (6 vorwärts) und die weich, aber wirksam ansprechenden Scheibenbremsen; vorn innenbelüftet.

 

Fazit:

Der neue Skoda Rapid ist eine solide konzipierte, außerordentlich großräumige Familienlimousine, deren Platzangebot von Wettwerbern schwerlich zu toppen sein dürfte. Beim EuroNCAP-Crashtest gab’s für das Auto übrigens die begehrten fünf Sterne. Sechs Airbags halten Wache. Der Einstiegspreis für das Skoda-Basismodell Rapid beträgt 13.990 Euro. Eine stärkere Motorisierung und eine umfangreichere optionale Ausstattung können den Preis in Richtung 20.000 Euro treiben. Als Rapid 1.2 TSI 77 kW Green tec (Testwagen) ist das Auto für 16.510 Euro zu haben.(news2do.com/Wolfram Riedel)

 

Mehr Bilder zum Rapid gibt es im Artikel bei news2do.com


Deine Antwort auf "Fahrbericht Skoda Rapid: Solide Sache"

Blogautor(en)

news2do news2do


news2do.com zeigt Berichte von Automessen, Fahrzeugvorstellungen, Autopremieren und Testfahrten.

Berichtet wird u.a. über Audi, AMG, Alfa Romeo, Benz, BMW, Bentley, Citroen, Dacia, Hyundai, Jeep, Kia, Lamborghini, Mazda, Mini, Mercedes, Mitsubishi, Nissan, smart, Opel, Volvo, Renault, Peugeot, PSA, Porsche, Seat, Skoda, Suzuki, Subaru, Toyota, Volkswagen, VW

Besucher

  • anonym
  • funkas
  • Panda40