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Mr. Moe

Die Pflege meines Astra, sowie Sinn und Unsinn aus dem ganzen Universum

05.12.2015 21:46    |    Mr. Moe    |    Kommentare (153)    |   Stichworte: 156, 932, Alfa Romeo

Moin, moin!

 

Willkommen zu Teil 2 meiner Reihe, wie es sich mit einem Winteralfa lebt. In Teil 1 beschrieb ich bereits meine Beweggründe warum ich ein weiteres Auto wollte und warum es ein Alfa werden sollte. Ein konkretes Exemplar war auch bereits im Visier und so begab ich mich auf Besichtigungstour.

 

Nochmal kurz die wichtigsten Eckdaten des Inserates:

 

- Alfa 156 Sportwagon

- 1.8 TS, 103 kW

- rot

- Tüv bis 04/2017

- 8-fach bereift

- Bremsen, Auspuff, Klimafüllung und Querlenker waren frisch

 

Mein Winter-AlfaMein Winter-Alfa

 

 

Kauf und Abholung

 

Vor Ort angekommen machte sich erst mal Ernüchterung breit. Die Winterreifen hatten zwar noch gut Profil, waren aber Billigmarken. Die Sommerreifen auf Alufelgen waren älter als die Braunkohle und abgefahren, die Felgen an sich hatten auch schon ein paar Macken. Weiterhin hat einer der 5 Vorbesitzer geraucht, was zwar nicht mehr penetrant, aber noch deutlich zu riechen war. Im Innenraum wurde eine Handy-Halterung kurzerhand mit einer Spax-Schraube ans Armaturenbrett geschraubt *Kopf->Wand*

Aber was sollst, gedanklich schwang ich schon den Waschsauger, um den Innenraum zu entkeimen und einen Schönheitspreis muss die Winterschlurre auch nicht gewinnen.

Kommen wir mal zu den Vorzügen: Das Alfa war weitestgehend rostfrei. Nur an der Wagenheberaufnahme und an vernachlässigten Lackschäden hatte sich etwas Rost breitgemacht. Alles kaum auffälig und schon gar nicht an die Substanz gehend. Die Probefahrt war auch recht unauffällig. Das Auto fuhr, bremste und lenkte, Heizung und sogar Klima funktionierten. Was will man mehr?

Was mir schon mehr Magenschmerzen verursachte war der mit Panzertape geflickte Ansaugschlauch [(Gedanken: was kost das Ding? 50 €) --> egal] und das völlige fehlen einer Wartungshistorie.

 

Der gesunde Menschenverstand und alle Kenntnisse zu solchen Autos sagten mir Finger weg, such weiter, die Karre bringt nur Probleme. In meinem Kopf gab es aber auch noch eine andere Stimme, die sagte: Hey, es ist ein Alfa! Für den Preis, und schließlich fährt er ja! Ich ging kurz nochmal die anderen Inserate auf meinem mobile.de -Parkplatz durch und da schüttelte es mich. Und schließlich: Ach komm, den Winter wird er schon durchhalten und dann sehen wir weiter.

 

Schlüssel, Papiere und Auto wechselten für 1000 € den Besitzer.

 

Eine Woche später kam ich mit der Bahn und holte mein neues, altes Auto ab. Der Vorbesitzer holte mich noch vom Bahnhof ab. Ich hatte knappe 200 km Strecke vor mir. Nach 100 km ging die Motorkontrollleuchte an!:eek::p

Ich fuhr Landstraßen und so war die nächste Haltemöglichkeit nicht weit. Ich kontrollierte erst mal Öl- und Kühlwasserstand. Beides war genügend vorhanden. Ich ging davon aus , dass der mit Panzertape geflickte Ansaugschlauch Schuld sei, und setzte die Fahrt fort. Ansonsten fuhr er sich ja normal.

 

Die Entkeimung

 

Wie schon erwähnt, einer der Vorbesitzer hat darin geraucht, und ich hasse Rauschgestank. Darum machte ich schon im Vorfeld einen Termin mit einem Kumpel aus, für eine Innenraumreinigung in seiner Garage. Mit einer Gloria FM10 Schaumsprüher, Polsterbürste, Allzweckreiniger und einem Nasssauger reinigte ich erst mal den Fahrersitz und wischte alle Leder und Kunststoffflächen mit dem Allzweckreiniger nass ab. Jetzt konnte ich erst mal beruhigt damit fahren ohne das Bedürfnis, mir nach der Fahrt die Hände zu desinfizieren und meine Klamotten zu verbrennen ;)

Dem Geruch ging ich später mit einem feuchten Teppich-Reiniger-Pulver zum einarbeiten und absaugen an den Kragen.

Außerdem bestellte ich im Netz gleich einen neuen Ansaugschlauch, Kostenpunkt 40 € inkl. Versand.:)

 

Vom Leben mit dem Winter-Alfa

 

Mein Alfa fuhr sich im Grunde ganz gut. Er war trotz (eingetragener) 30 mm Tieferlegung noch recht komfortabel und nicht sehr laut und so spulte ich in der ersten Woche rund 450 km auf der täglichen Fahrt zur Arbeit ab. Nur eines wurmte mich: Mir scheint, als seinen über die 15 Jahre, die der Alfa auf dem Buckel hat, ein paar Pferde entkommen. Nach 140 PS fühlt sich das nicht an. Der Ansaugschlauch war mittlerweile auch angekommen und fix mit zwei Schlauchschellen aus dem Baumarkt eingebaut. Die Motorkontrollleuchte war damit erloschen :)

 

Das Leistungsdefizit war damit aber nicht behoben. Was kann das sein? Vielleicht nachlassende Kompression? Ist ja nicht mehr der Jüngste... Außerdem hatte ich den Phasenversteller der Nockenwelle in Verdacht, da er im Drehzahlbereich von 4000 Umdrehungen nicht sauber hochdrehte, darunter und darüber gings. Das ist nicht schön, aber es Bestand aus meiner Sicht kein akuter Handlungsbedarf. Ich hatte mir mittlerweile vernünftige Reifen bestellt, auf den Chinapellen wollte ich keinen sächsischen Winter bestreiten. Doch soweit sollte es nicht mehr kommen.

 

Vom Sterben mit dem Winter-Alfa

 

Schon in der nächsten Woche auf der Fahrt zur Arbeit verlor der Alfa auf der Autobahn noch mehr Leistung, ich hatte Schwierigkeiten die Berge hoch zu kommen. Ich beschloss, der Alfa muss mal in die Fachwerkstatt, gleich morgen früh...

Noch 4 Kilometer bis zur nächsten Abfahrt (die ich eh raus musste), der Alfa verlor noch mehr Leistung, ich musste mich hinter einen LKW klemmen. Ich verlies die Autobahn, fuhr auf die erste Ampel zu und der Motor ging aus. Scheiße! Komm schon, Alfa, lass mich jetzt nicht hängen!:( Doch der Anlasser konnte den Motor nicht mehr ins Leben zurückholen. Die Ampel wurde grün, ich schaltete den Warnblinker ein und winkte die hinter mir wartenden Autos durch. Bei der nächsten Rotphase stieg ich aus und schob das Auto in eine kleine Seitenstraße an eben jener Kreuzung auf den Grünstreifen.:o

 

Da stand ich nun, gestrandet und der Wind bließ mir eiskalt um die Ohren. Handy raus, ADAC angerufen. Tach, bin liegen geblieben, HILFE! Die Dame im Callcenter wollte erst mal wissen ob der Motor überhitzt sein (das ist dann wohl kein Pannenfall?). Nein, der Motor ist nicht überhitzt. Dann wollte sie genau wissen wo ich stehe, möglichst mit Ort, Straße und Hausnummer, so hatte ich den Eindruck:rolleyes: Ich habe ihr genau beschrieben wo ich bin, aber ich habe keine Ahnung, wie kleine Ausfallstraße an der etwas größeren Straße heißt in der ich stehe. Die wollte mich doch tatsächlich abwimmeln, ich solle mich erst mal sammeln und einen klaren Kopf bekommen und gleich nochmal anrufen, wenn ich weiß, wo ich bin. "Ich muss mich nicht sammeln, ich bin nicht durch den Wind, ich weiß nur nicht, wie diese kleine Straße heißt, hier steht weit und breit kein Straßenschild!". Nach der dritten Schilderung, dass ich von der A72 von Chemnitz nach Zwickau, Abfahrt Zwickau Ost, einmal rechts abbiegen 1000 m vor Ortseingang Zwickau liegen geblieben bin, konnte sie mir dann endlich einen Pannenhelfer vermitteln.

Der rief dann 10 min später an und kannte sich vor Ort aus, kurze Schilderung wo ich stehe und er ist in 10 min da.

Der gelbe Engel kam ich wirklich innerhalb der 10 min und stellte fest, was ich schon vermutet hatte: der Zahnriemen ist übergesprungen, evtl. mit Ventilsalat. Der Alfa kam nach Absprache ans Abschleppseil und ich wurde zum nächsten Kiessplatzhändler geschleppt. Der wollte mir zwar nichts für einen 15 Jahre alten Alfa mit 230.000 km zahlen (seltsam :confused: :D), aber ich konnte ihn dort erst mal ein paar Tage abstellen. Wenn ich keinen Käufer finde, nimmt er ihn für einen €. Das ist weniger als ich erhoffte, beim Verwerter bekommt man immer noch etwas. Da sich das Auto nicht mehr aus eigener Kraft bewegte, hatte ich jedoch eine schlechte Verhandlungsposition:D

 

Der gelbe Engel spielte dann noch Taxi und fuhr mich netterweise noch die letzten Kilometer zur Arbeit. Die Heimfahrt trat ich dann mit dem Zug an:(

 

Résumé

 

Ich hatte gut zwei Wochen einen Alfa. Frage: Bin ich jetzt ein Petrol Head? Zählt das?:D

 

Anschaffung: 1000 €

Zulassung, Kennzeichen: 40 €

Ansaugschlauch: 40 €

Zugfahrten: 25 €

Abmeldung: 10 €

gefahrene Strecke: 1200 km

Verkaufserlös. 1 €

--------------------------------------

relative Kosten: 0,93 €/km :eek::p

 

Ich hätte jeden für bescheuert erklärt, der sich einen Alfa ohne Wartungshistorie für 1000 € kauft, dennoch habe ich es selbst getan. Wie ist das zu erklären? Immerhin bin ich jetzt um eine Erfahrung reicher. Die Kennzeichen habe ich behalten um mich an die größte Eselei meines Lebens zu erinnern.

 

Würde ich wieder einen Alfa kaufen? Auf jeden! Aber nur einen mit Historie und nicht mehr als 2 Vorbesitzern ;)

 

Grüße

Mr. Moe

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05.12.2015 22:44    |    peppar

Hmmmm....das war dann mal mit beiden Füßen und Anlauf in die Kacke gehüpft!

Dein gesunder Menschenverstand wird dir ja oft genug gesagt haben: " Hättste mal auf mich gehört...aber neee!" :D ...also: neuen Anlauf nehmen...in Ruhe umschauen, bis das Sparschwein wieder voll ist und beim nächsten Mal etwas mehr Glück einpacken. Winter hats noch viele...da wird sich sicher was finden. Der Alfa wollte einfach nicht mehr. ;)


05.12.2015 23:08    |    _RGTech

Heimschleppen und Schlachten/Teileverkauf war nicht machbar?

Zumindest die neuen Winterreifen hätte ich doch noch einzeln verschachert...


05.12.2015 23:20    |    HalbesHaehnchen

Einen Italiener zu kaufen wo man nicht weiß wie alt der Zahnriemen ist...ohohoh :D :p

Aus Fehlern lernt man^^


05.12.2015 23:49    |    Dynomyte

Das war ja mal mit Ansage :D


06.12.2015 08:51    |    Drehschappeduckel

Du standest übrigens an der Kreuzung Wildenfelser Straße/Poststraße ;)

 

Das nächste mal nicht denn ADAC, sondern mich anrufen, dann fahr ich die 5 Minuten dort hin und bringe Kaffee und Kuchen :D:D:D


06.12.2015 09:18    |    rikki007

hol die kiste bei dem kiesboden Händler ab - und schau das du nen neuen zahnriemen probehalber auflegst - wenn du glück hast - dann ist noch nicht mal was kaputt am motor . . .

 

vor allem was du alles investiert hast - mit Winterreifen und und und . . . den würde ich nicht dort stehen lassen für 1 euro . . .


06.12.2015 11:31    |    bermuda.06

Boah das ist wirklich bitter!!

 

Bestärkt mich bei meiner These: Ich würde kein Auto kaufen, welches stark abgefahrene oder Billigreifen hat. Wenn der Halter schon an den Stellen spart, dann sieht es mit der Wartungsmentalität in der Regel nicht besser aus.


06.12.2015 12:32    |    Mr. Moe

Danke für die aufrichtige Anteilnahme :D

 

Also ganz so schlimm kam es nicht. Die bestellten Winterreifen waren noch nicht da, die konnte ich noch abbestellen. Zufällig war außerdem der Tank leer. Ich habe mir auch gedanken gemacht, oder die Ventile vielleicht noch intakt sind und es mit einem neuen Zahnriemen getan ist. Aber ehrlich gesagt, will ich schlechtem Geld kein Gutes mehr hinterher werfen. Wenn er dann wieder fährt, bräuchte ich ja wieder Reifen. Insgesamt eine Investition von 1000 €.

 

Heimschleppen und Schlachten ist keine Option. Erstens keine Lust das Teil 40 km weit zu schleppen und zweitens wohne ich zur Miete und hab keinen Platz, den irgendwo hin zu stellen. Die Alufelgen habe ich noch, jemand Interesse? Sind nur leicht vermackt:D


06.12.2015 12:38    |    Rockport1911

Ohje das ging nicht gut aus. Die "Todestelle" ist fast vor meiner Haustür.

 

Auch deswegen schiele Ich beim Autokauf eher ungern in Richtung der ganz billigen Franzosen oder Italiener. Nur in ganz seltenen Fällen (z.B. vom Erstebesitzer- Rentner der sein Auto immer in der Fachwerkstatt warten lässt) kann man hier von Wartungshistorie und einer Bereitschaft Geld ins Auto zu stecken reden. Die meisten dieser Autos werden geradeso fahrtüftig angeschafft und dann zu Todegefahren....

 

Wünsche dir mehr Glück mit dem nächsten Wagen.


06.12.2015 12:38    |    rikki007

schau doch wenigstens mal mit einem Endoskop in die Öffnungen der Zündkerzen . . .das ist doch nicht so schwer . . da kannst du schon sehen ob die Ventile einen haben . . . hat er nämlich nichts . . . dann hast du wirklich nen haufen geld weg geschmissen . . .


06.12.2015 14:09    |    St. Abilus

Respekt solch einen Fauxpas hier zu posten.;) Einen 15-jährigen Alfa mit 230000km aus fünfter Hand zu kaufen erfordert schon sehr viel Optimismus. Regel Nummer 1: Der größte Feind eines italienischen Autos ist sein (Vor)Besitzer.:D


06.12.2015 16:31    |    GoLf 3 Bastler

@St.Abilus und der Zahnriemen :)


06.12.2015 18:43    |    rikki007

schau dir doch BITTE ! ! ! wenigstens den motor an bevor du aufgibst . . . wenn du glück hast ist er nur übergesprungen und dadurch dann irgendwann ausgegangen . . . durch Überhitzung - oder weil das motorsteuergerät irgendwann abgeregelt hat da die sensoren zu unplausiebel waren . . .

 

nimm ein Endoskop fürs laptop . . . schraub die Zündkerzen raus und halt es rein . . . du hast nur vier Zylinder - soviel arbeit ist es nicht . . . vielleicht ist der motor ja auch noch ein freiläufer dann ist eh nichts passiert ! ! ! !

 

ein neuer zahnriemen kostet um die 30 euro - das ist doch wesentlich besser als die 1000 euro abzuschreiben - ein anderer - oder der kiesboden Händler freut sich noch - der wird es nämlich wahrscheinlich genau so machen - wenn du es nicht machst . . .

 

die alfas grundsätzlich schlecht zu reden - und da er ja auch schon 230´000 km hatte finde ich nicht richtig . . . da gibt es andere autos namenhafterer teuer Hersteller die sicher nicht besser sind. nen alfa ist halt auch etwas besonderes - etwas was nicht jeder hat - das sollte man sich dabei auch einmal vor augen führen . . .

 

ich hoffe du versuchst es wenigstens so wie ich es geschrieben habe - zu verlieren hast du NICHTS - es wäre wirklich schade und auch blöde wegen den 1000 euro jetzt alles so zu lassen wie es ist . . .

 

viele grüße


06.12.2015 19:15    |    St. Abilus

@ GoLf 3 Bastler: Wenn der Besitzer den Zahnriemen nicht rechtzeitig wechselt oder wechseln läßt, sind wir wieder bei Regel Nr.1.:D Aber stimmt schon, auf den Zahnriemen sollte ein besonderes Augenmerk bei den Italienern gelegt werden, z.B. nicht länger als 5 Jahre fahren.


06.12.2015 19:19    |    GoLf 3 Bastler

Das meinte ich damit :) Selbst mir als VW Fahrer ist bekannt das diese alten Alfas extrem anfällig wg. des Zahnriemens sind... Bei den V6 Motoren artete das ja leicht mal in dem Ausbau des Motors aus um da ran zu kommen.


06.12.2015 19:30    |    St. Abilus

@ rikki007: Ja grundsätzlich sollte man Alfa nicht schlecht reden, nur gewisse Kombinationen sind zum scheitern verurteilt.;) Ich fahre selbst einen alten FIAT sowie einen LANCIA und habe von daher nichts gegen Italiener.:D


07.12.2015 00:06    |    Turboschlumpf6

Spannende Geschichte! Danke, dass wir daran teilhaben konnten! :)

 

Auch ich habe früher öfter mal alte Italiener eingekauft. Ich habe allerdings immer erst durchrepariert. Nur dann kann man entspannt herumgondeln. :)


07.12.2015 08:14    |    pico24229

AHHHHH! Mist!

 

Nach dem wie du den Wagen beschrieben hast war der maximal 500€ wert.

Naja... 1€ pro km geht da ja noch :D

Naja Versuch macht Kluch!

 

Ich hatte bis jetzt nur gute Erfahrungen mit billig-Autos:

Lancia Y (Firma):

600€

1 Jahr

30.000km

keine Reparatur / keine Panne

Verkauft ohne INserat für 50€

 

BMW 520i:

1050€

6 Monate

250€ Reperaturen

8000km

1100€ verkauft

 

BMW 323i:

775€

8 Monate

300€ Reperaturen

9000km

800€ verkauft

 

Mercedes E230:

820€

seit 3 Monaten

keine Reperaturen / Pannen bis jetzt.

3500km bis jetzt

Der Wagen macht keine Probleme, keine Geräusche und bin zufrieden mit ihm :)


07.12.2015 09:06    |    Ascender

Zitat:

Anschaffung: 1000 €

Zulassung, Kennzeichen: 40 €

Ansaugschlauch: 40 €

Zugfahrten: 25 €

Abmeldung: 10 €

gefahrene Strecke: 1200 km

Verkaufserlös. 1 €

--------------------------------------

relative Kosten: 0,93 €/km :eek::p

In der Auflistung fehlen aber noch Versicherung, Steuer, Treibstoff und die Reinigung. ;)

 

Gebrauchtwagenkauf ist immer Glückssache. Gerade im Low Budget-Bereich. Da habe ich jetzt entsprechende Erfahrung drin, und offenbar habe ich bis heute noch nicht daneben gegriffen.

 

Ich stelle mir immer die Frage weshalb der Verkäufer die Karre los werden möchte.

 

Übrigens: Ob nun Linglong- oder Markenreifen - das macht keinen großen Unterschied. Höchstens Nuancen in den Teilbereichen. Dann fährt man halt entsprechend vorsichtiger.

Viel wichtiger ist es, dass die Reifen nicht zu alt sind.

Auch muss das nicht unbedingt etwas über den Zustand des Fahrzeugs aussagen. Meine Low-Budget-Kisten waren alle etwas verlebt. Vielleicht war das eine oder andere auch kaputt (selbst bei der Probefahrt, was auch als Verhandlungsargument diente). Ich habe nur darauf geachtet, dass nichts kaputt ist was man zum fahren braucht.

Auch ist die Auswahl des Modells sicherlich entscheidend. Darum fahre ich auch keinen Porsche 996. ;)


07.12.2015 12:12    |    Max 0763

Blöd, dass da der Worst Case eingetreten ist, bei der KM-Leistung und ohne Nachweis ist der Zahnriemen natürlich ein großes Risiko, und ärgerlich um die ganze Kohle, die du abgedrückt hast ist es schon. Aber Schadenfreude ist deswegen auch nicht angebracht. Dann hol' Dir lieber nen' gepflegten Golf (kein III'er....)


07.12.2015 12:52    |    Guzzi97

und ich wunderte mich schon, dass Du Dich nicht mehr gemeldet hast :)

 

...Schade, dass der rote "Renner" so ein jähes Ende genommen hatte.

Hätte, wäre, wenn, spare ich mir.

 

Bzgl. ZR übersprungen...warum eigentlich, ist was festgegangen (Lima, Wapu ? ),

denn, ansonsten gibt es keinen Grund dafür, dass er "überspringt".

 

Naja, da der 1.8er TS kein Freiläufer ist, sind die Ventile auf die Kolben "geknallt".

d.h. von den 16 sind min. 8 Ventilen "krumm" und, wahrscheinlich hat das eine oder

andere Ventil Kontakt mit dem kolben gehabt und dabei hat wahrscheinlich evtl. sogar das

Pleuel was abgebekommen, ergo. "kapitaler" Motorschaden..

Einzige Alternative Lösung, einen gebrauchten Motor kaufen.

 

Daher merke bei Autos mit Zahnriemen (z.b. auch bei Opel, alle 4-Jahre od. 60.tsd km) ,

unbedingt auf den Wechselintervall achten und, wenn nicht bekannt, dann umgehend durchführen :)

 

Btw. beim Arese V6 muss zum ZR & Wapu Tausch, nicht der Motor raus, sondern nur :

- linkes Rad abmontieren

- "Revisions-öffnung im Radhaus entfernen

 

Fazit : Augen auf beim Gebrauchtwagenkauf.. :)

 

Was haste jetzt im Auge, als "Winterschlurre" ?

 

Grüße


07.12.2015 13:55    |    tartra

Meiner Meinung, war der Einstandspreis, bei der Konstelation, mit 1000 EUR zu hoch.

 

Nur als Vergleich, in der Family ging ein 156 JTD BJ. 2003, ~180 tkm, 2 Besitzer mit Kupplungsschwäche + zeitwertgerecht reparierter Frontschaden für ~600 EUR nach Polen.

 

Schlachten lohnt sich kaum, haben wir gemert als wir den Frontschaden behoben haben, die Verkäufer waren froh dass überhaupt mal einer Teile kaufen wollte, hat uns natürlich gefreut , so gab es Kotflügel, Stoßstange, Scheinwerfer u.s.w. fast geschenkt.


07.12.2015 14:00    |    Keskin Nisanci

ohjee, bei dir ist es wirklich dumm gelaufen. mit so billigen winterhuren hat man entweder glück oder pech.

 

ich hatte glück mit den billigen winterkutschen.

 

fiat cinquecento jg 1995 oder sowas

kaufpreis: 200 chf

2 monate gefahren, keine probleme keine reparaturen

verkauft und 100 CHF dafür vom verwerter bekommen

 

volvo 850 - 2.0 benzin

zustand war gut bis sehr gut, von einer alten dame gefahren worden, sehr komfortabel und die klima kühlte als gäbe es keinen morgen mehr. serviceheft war auch vollständig.

kaufpreis: 200 chf

keine reparaturen, keine investitionen

verkauft für 350 CHF . dieses auto fährt momentan irgendwo in nigeria um.

 

als winterauto kann ich die alten volvos empfehlen. auch war bei meinem alten kein rost zu finden. als ich dieses auto verkauft habe dachte ich: es kann doch nicht mehr normal sein, ein funktionierendes , komfortables, für mickrige 350 chf nach afrika zu befördern. autos sind wirklich für die meisten DACH bewohner ein wegwerfprodukt geworden. irgendwie schade, aber irgendwie auch normal,gut und verständlich. man kriegt ja gewisse neuwagen hinterhergeschmissen.

 

sieh es so: du bist einfach eine erfahrung reicher, dafür 1000 euro ärmer geworden. hauptsache man macht erfahrungen im leben, ob gut oder schlecht zeigt es die zeit :-)


07.12.2015 22:33    |    Mr. Moe

@ Max 0763

Zitat:

Aber Schadenfreude ist deswegen auch nicht angebracht. Dann hol' Dir lieber nen' gepflegten Golf (kein III'er....)

Mach ich vielleicht mal, sobald die Hölle gefriert ;)

 

@ Guzzi97

Zitat:

Was haste jetzt im Auge, als "Winterschlurre" ?

Ich mach mir ein paar warme Gedanken und hoffe auf einen schnee- und damit salzarmen Winter. Ich spare auf einen Jagars S-Type und gebe kein Geld mehr für Übergangslösungen aus.

 

Rechnerisch war der Zahnriemen ja erst in 10.000 km fällig. Aber ich vermute mal ganz stark, der hatte den letzten Riemen bei 120.000 bekommen.


07.12.2015 22:51    |    rikki007

hmmm . . . naja es kann auch der zahnriemen gewechselt worden sein aber eben die Wasserpumpe nicht beim letzten mal . . . das ist eine sehr verbreitete Unsitte die kapitale schäden verursachen kann . . . eine leckende Wasserpumpe wäre da noch das beste was passieren kann . . . einem freund von mir ist auch die Wasserpumpe gefressen im Audi a3 . . . das war auch nicht schön gewesen . . .

 

allerdings würde ich wie schon geschrieben auf jeden fall versuchen den motor zu prüfen und gegebenfalls zu reparieren . . . was hast du denn zu verliegen - die 35 euro hast du doch jetzt auch noch - und man könnte vorher den Zylinderkopf durch die Zündkerzen endoskopieren . . .

 

er war nicht schlagartig aus - das spricht dafür, dass hier der zahnriemen nur um einen zacken übersprungen ist - und das bedeutet der motor ist nicht kaputt . . . nen neuen riemen drauf und gut . . . auch wenn ein oder zwei Ventile einen kleinen haben - biegt sich sowas mitunter wieder - auch wenn sich das jetzt blöde anhört.

 

nen nachbar von mir hatte einen zahnriemenriss bei seinem Renault - da die kiste schon recht alt war hat er nur einen neuen riemen aufgezogen ohne den Zylinderkopf runter zu nehmen - all das hätte viel geld gekostet für neue dehnschrauben neue zylinderkopfdichtung etc . . . so hat er nur einen neuen zahnriemen aufgelegt - und was soll ich sagen - er läuft . . .

 

viele grüße


07.12.2015 23:19    |    Mr. Moe

Das Auto ist schon längst "verkauft". Eher abgegeben an den Kiesplatzhändler. Ist ja nicht so, dass es mit einem neuen Zahnriemen für 30 € getan wäre. Das Kit mit Wasserpumpe kosten über 200 €. Der Einbau ist nicht ohne und somit bin ich auf eine Werkstatt angewiesen, damit kommen 500 € zusammen. Mit neuen Reifen sind es schon 900. Wie gesagt, ich will schlechtem Geld kein Gutes mehr hinterher werfen, darum hab eich ihn kurz nach der Panne abgegeben.


07.12.2015 23:30    |    DerBasse

Hättest du den Riemen besser mal auf Verdacht getauscht. Naja, passiert. Kann der Alfa nichts für...


07.12.2015 23:34    |    HalbesHaehnchen

Mal eben 500+€ in die Winterhure investieren :D

 

War halt der typische Alfa vor dem immer gewarnt wird: Einer ohne penibel gepflegtes Serviceheft.

Finde es aber wirklich toll, dass du Alfa in Zukunft noch eine Chance gibts, TE ;)


07.12.2015 23:38    |    DerBasse

Er hat ja auch 500€ zu viel für den Wagen bezahlt. :D


07.12.2015 23:41    |    HalbesHaehnchen

Mindestens :p


08.12.2015 07:01    |    outbackler

Also vom rationellen aus betrachtet, wars ein ziemlicher finanzieller Tiefschlag für dich und du bist selber schuld, weil du dir so eine Karre zugelegt hast. Aber für mich lebst du damit den Geist von TopGear (den Godfathers der Petrolheads). Na klar tun 1000€ weh, die man in die Tonne geklopft hat, aber du bist immerhin 2 Wochen lang Alfa gefahren und hast dir einen Wunsch erfüllt. In diesem Sinne, Respekt für deine Aktion!!


08.12.2015 15:20    |    Guzzi97

Mr.Moe, seh ich auch so.....500+ in so eine "Winterhure" zu investieren, wäre

Perle vor die Säue und so...von daher, weg damit.. :)

 

@rikki007 : wen der ZR um einen Zahn übergesprungen wäre, würde der Motor noch laufen..

so "empfindlich" ist der TS-motor nu nicht..

Aber, wenn die Ventile auf den Kolben kloppen, das mag der Motor gar nich.. :)

und bei der Laufleistung, Optik, etc. war die Verschrottung, das einzig richtig, denn

selbst ein Gebrauchtmotor für evtl. 500€ hätte erstmal eingebaut werden müssen..

 

S-Type, cool, bin auch schon am überlegen, so neben meinem 6-Ender, allerdings, reizt

mich hier der S-Type R

 

@ Rest : das tut euch "Alfa-hater" wie Balsam auf Seele, oder nich ? ;) ;)

Wieder der Beweis, dass ein Alfa nix "taucht"..


08.12.2015 15:44    |    Dynomyte

@Guzzi97

 

Ich glaube, hier gibt es keine Alfa Hater. Das hätte ja mit jedem auto passieren können, das einen ähnlichen wartungsstau hat. Sich vor dem Kauf nicht zu versichern, wann der Riemen gewechselt wurde, bzw. Wie der Riemen überhaupt ausschaut, ist halt... Unschlau. ^^


08.12.2015 15:50    |    Ascender

Beim S-Type bitte auf das Getriebe achten. ;)

 

Nichts für ungut. Es kann natürlich auch S-Types ohne Getriebeprobleme geben, aber das ist doch wieder so ein "Risikofahrzeug". Gerade dann wenn man schon so eine negative Erfahrung gemacht hat.

Nicht falsch verstehen: Ich mag alte Autos. Ich mag auch Exoten, und eines Tages werde ich auch Alfa Romeo fahren (ganz sicher), aber das muss man einfach realistisch sehen. Die S-Types sind nicht ohne Grund so günstig. ;)

Man sollte sich die Frage stellen ob die Karre problemlos den Alltagsbetrieb durchhält.

 

Zitat:

das tut euch "Alfa-hater" wie Balsam auf Seele, oder nich ? ;) ;)

 

Wieder der Beweis, dass ein Alfa nix "taucht"..

Ich habe keine derartigen Kommentare hier gelesen. Du?


08.12.2015 20:49    |    gaston73

Einen Alfa würde ich nicht einmal neu kaufen. Das sind eher Skulpturen als Autos. Sehen richtig geil aus, funktionieren aber nicht. Freunde von mir mussten kürzlich ihren 15jährigen 147 verschrotten, da nicht mehr mit vertretbarem Aufwand reparabel. Einen ATM hatte er schon 3 Jahre vorher bekommen, da ihn bei etwa 200.000 ein Motorschaden ereilt hatte. Es hat 2 Monate gedauert, um eine geeignete Maschine zu bekommen. Der fehlten offensichtlich aber auch ein paar PS. Der Wagen hatte ein mördergeiles, rotes Lederinterieur.

 

Ich finde das echt schade. Da baut noch ein Hersteller schöne, emotionsgeladene Autos, so richtig was für Herz und Auge, aber technisch fast grundsätzlich komplett für die Tonne. Ich finde den 156 sehr schön, traue mich aber nicht ran. Auch die alten fand ich super. 75, 155, 33 oder auch Alfasud. Aber vor allem letzterer war eine Katastrophe.

 

So bleibt mir nur, von außen die Schönheit zu bewundern, aber ansonsten lieber einen Bogen darum zu machen. Finde ich cool, dass Du Deinen Fehlgriff hier so offen schilderst. Klappt halt einfach nicht immer alles, wie man es sich vorgestellt hatte. Das kenne ich auch...


08.12.2015 20:58    |    HalbesHaehnchen

Ein Auto mit weit über 200tkm was 15 Jahre alt ist musste verschrottet werden? Oh nein! Skandal!

Ein Motor mit 200tkm ist hopps gegangen? Oh nein, Skandal!

 

Spätestes seit dem 147 bzw 156 kann man Alfa getrost kaufen. Die Autos sind keineswegs mehr schlechter als die Konkurrenz.

Sie wollen halt gewartet und gepflegt werden....und das werden sie von ihren Besitzern viel zu selten.

Ein Alfa kostet im Unterhalt das selbe wie ein Auto eines deutschen Premiumherstellers, das wollen die Alfa Besitzer nicht wahr haben und sparen an der Wartung.


08.12.2015 21:00    |    rikki007

erzähl das mal manchen vw fahrern - deren tsi teilweise unter 100 000 hoch gegangen ist . . . ;-)


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