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Mr. Moe

Die Pflege meines Astra, sowie Sinn und Unsinn aus dem ganzen Universum

Sat Dec 05 21:46:09 CET 2015    |    Mr. Moe    |    Kommentare (153)    |   Stichworte: 156, 932, Alfa Romeo

Moin, moin!

 

Willkommen zu Teil 2 meiner Reihe, wie es sich mit einem Winteralfa lebt. In Teil 1 beschrieb ich bereits meine Beweggründe warum ich ein weiteres Auto wollte und warum es ein Alfa werden sollte. Ein konkretes Exemplar war auch bereits im Visier und so begab ich mich auf Besichtigungstour.

 

Nochmal kurz die wichtigsten Eckdaten des Inserates:

 

- Alfa 156 Sportwagon

- 1.8 TS, 103 kW

- rot

- Tüv bis 04/2017

- 8-fach bereift

- Bremsen, Auspuff, Klimafüllung und Querlenker waren frisch

 

Mein Winter-AlfaMein Winter-Alfa

 

 

Kauf und Abholung

 

Vor Ort angekommen machte sich erst mal Ernüchterung breit. Die Winterreifen hatten zwar noch gut Profil, waren aber Billigmarken. Die Sommerreifen auf Alufelgen waren älter als die Braunkohle und abgefahren, die Felgen an sich hatten auch schon ein paar Macken. Weiterhin hat einer der 5 Vorbesitzer geraucht, was zwar nicht mehr penetrant, aber noch deutlich zu riechen war. Im Innenraum wurde eine Handy-Halterung kurzerhand mit einer Spax-Schraube ans Armaturenbrett geschraubt *Kopf->Wand*

Aber was sollst, gedanklich schwang ich schon den Waschsauger, um den Innenraum zu entkeimen und einen Schönheitspreis muss die Winterschlurre auch nicht gewinnen.

Kommen wir mal zu den Vorzügen: Das Alfa war weitestgehend rostfrei. Nur an der Wagenheberaufnahme und an vernachlässigten Lackschäden hatte sich etwas Rost breitgemacht. Alles kaum auffälig und schon gar nicht an die Substanz gehend. Die Probefahrt war auch recht unauffällig. Das Auto fuhr, bremste und lenkte, Heizung und sogar Klima funktionierten. Was will man mehr?

Was mir schon mehr Magenschmerzen verursachte war der mit Panzertape geflickte Ansaugschlauch [(Gedanken: was kost das Ding? 50 €) --> egal] und das völlige fehlen einer Wartungshistorie.

 

Der gesunde Menschenverstand und alle Kenntnisse zu solchen Autos sagten mir Finger weg, such weiter, die Karre bringt nur Probleme. In meinem Kopf gab es aber auch noch eine andere Stimme, die sagte: Hey, es ist ein Alfa! Für den Preis, und schließlich fährt er ja! Ich ging kurz nochmal die anderen Inserate auf meinem mobile.de -Parkplatz durch und da schüttelte es mich. Und schließlich: Ach komm, den Winter wird er schon durchhalten und dann sehen wir weiter.

 

Schlüssel, Papiere und Auto wechselten für 1000 € den Besitzer.

 

Eine Woche später kam ich mit der Bahn und holte mein neues, altes Auto ab. Der Vorbesitzer holte mich noch vom Bahnhof ab. Ich hatte knappe 200 km Strecke vor mir. Nach 100 km ging die Motorkontrollleuchte an!:eek::p

Ich fuhr Landstraßen und so war die nächste Haltemöglichkeit nicht weit. Ich kontrollierte erst mal Öl- und Kühlwasserstand. Beides war genügend vorhanden. Ich ging davon aus , dass der mit Panzertape geflickte Ansaugschlauch Schuld sei, und setzte die Fahrt fort. Ansonsten fuhr er sich ja normal.

 

Die Entkeimung

 

Wie schon erwähnt, einer der Vorbesitzer hat darin geraucht, und ich hasse Rauschgestank. Darum machte ich schon im Vorfeld einen Termin mit einem Kumpel aus, für eine Innenraumreinigung in seiner Garage. Mit einer Gloria FM10 Schaumsprüher, Polsterbürste, Allzweckreiniger und einem Nasssauger reinigte ich erst mal den Fahrersitz und wischte alle Leder und Kunststoffflächen mit dem Allzweckreiniger nass ab. Jetzt konnte ich erst mal beruhigt damit fahren ohne das Bedürfnis, mir nach der Fahrt die Hände zu desinfizieren und meine Klamotten zu verbrennen ;)

Dem Geruch ging ich später mit einem feuchten Teppich-Reiniger-Pulver zum einarbeiten und absaugen an den Kragen.

Außerdem bestellte ich im Netz gleich einen neuen Ansaugschlauch, Kostenpunkt 40 € inkl. Versand.:)

 

Vom Leben mit dem Winter-Alfa

 

Mein Alfa fuhr sich im Grunde ganz gut. Er war trotz (eingetragener) 30 mm Tieferlegung noch recht komfortabel und nicht sehr laut und so spulte ich in der ersten Woche rund 450 km auf der täglichen Fahrt zur Arbeit ab. Nur eines wurmte mich: Mir scheint, als seinen über die 15 Jahre, die der Alfa auf dem Buckel hat, ein paar Pferde entkommen. Nach 140 PS fühlt sich das nicht an. Der Ansaugschlauch war mittlerweile auch angekommen und fix mit zwei Schlauchschellen aus dem Baumarkt eingebaut. Die Motorkontrollleuchte war damit erloschen :)

 

Das Leistungsdefizit war damit aber nicht behoben. Was kann das sein? Vielleicht nachlassende Kompression? Ist ja nicht mehr der Jüngste... Außerdem hatte ich den Phasenversteller der Nockenwelle in Verdacht, da er im Drehzahlbereich von 4000 Umdrehungen nicht sauber hochdrehte, darunter und darüber gings. Das ist nicht schön, aber es Bestand aus meiner Sicht kein akuter Handlungsbedarf. Ich hatte mir mittlerweile vernünftige Reifen bestellt, auf den Chinapellen wollte ich keinen sächsischen Winter bestreiten. Doch soweit sollte es nicht mehr kommen.

 

Vom Sterben mit dem Winter-Alfa

 

Schon in der nächsten Woche auf der Fahrt zur Arbeit verlor der Alfa auf der Autobahn noch mehr Leistung, ich hatte Schwierigkeiten die Berge hoch zu kommen. Ich beschloss, der Alfa muss mal in die Fachwerkstatt, gleich morgen früh...

Noch 4 Kilometer bis zur nächsten Abfahrt (die ich eh raus musste), der Alfa verlor noch mehr Leistung, ich musste mich hinter einen LKW klemmen. Ich verlies die Autobahn, fuhr auf die erste Ampel zu und der Motor ging aus. Scheiße! Komm schon, Alfa, lass mich jetzt nicht hängen!:( Doch der Anlasser konnte den Motor nicht mehr ins Leben zurückholen. Die Ampel wurde grün, ich schaltete den Warnblinker ein und winkte die hinter mir wartenden Autos durch. Bei der nächsten Rotphase stieg ich aus und schob das Auto in eine kleine Seitenstraße an eben jener Kreuzung auf den Grünstreifen.:o

 

Da stand ich nun, gestrandet und der Wind bließ mir eiskalt um die Ohren. Handy raus, ADAC angerufen. Tach, bin liegen geblieben, HILFE! Die Dame im Callcenter wollte erst mal wissen ob der Motor überhitzt sein (das ist dann wohl kein Pannenfall?). Nein, der Motor ist nicht überhitzt. Dann wollte sie genau wissen wo ich stehe, möglichst mit Ort, Straße und Hausnummer, so hatte ich den Eindruck:rolleyes: Ich habe ihr genau beschrieben wo ich bin, aber ich habe keine Ahnung, wie kleine Ausfallstraße an der etwas größeren Straße heißt in der ich stehe. Die wollte mich doch tatsächlich abwimmeln, ich solle mich erst mal sammeln und einen klaren Kopf bekommen und gleich nochmal anrufen, wenn ich weiß, wo ich bin. "Ich muss mich nicht sammeln, ich bin nicht durch den Wind, ich weiß nur nicht, wie diese kleine Straße heißt, hier steht weit und breit kein Straßenschild!". Nach der dritten Schilderung, dass ich von der A72 von Chemnitz nach Zwickau, Abfahrt Zwickau Ost, einmal rechts abbiegen 1000 m vor Ortseingang Zwickau liegen geblieben bin, konnte sie mir dann endlich einen Pannenhelfer vermitteln.

Der rief dann 10 min später an und kannte sich vor Ort aus, kurze Schilderung wo ich stehe und er ist in 10 min da.

Der gelbe Engel kam ich wirklich innerhalb der 10 min und stellte fest, was ich schon vermutet hatte: der Zahnriemen ist übergesprungen, evtl. mit Ventilsalat. Der Alfa kam nach Absprache ans Abschleppseil und ich wurde zum nächsten Kiessplatzhändler geschleppt. Der wollte mir zwar nichts für einen 15 Jahre alten Alfa mit 230.000 km zahlen (seltsam :confused: :D), aber ich konnte ihn dort erst mal ein paar Tage abstellen. Wenn ich keinen Käufer finde, nimmt er ihn für einen €. Das ist weniger als ich erhoffte, beim Verwerter bekommt man immer noch etwas. Da sich das Auto nicht mehr aus eigener Kraft bewegte, hatte ich jedoch eine schlechte Verhandlungsposition:D

 

Der gelbe Engel spielte dann noch Taxi und fuhr mich netterweise noch die letzten Kilometer zur Arbeit. Die Heimfahrt trat ich dann mit dem Zug an:(

 

Résumé

 

Ich hatte gut zwei Wochen einen Alfa. Frage: Bin ich jetzt ein Petrol Head? Zählt das?:D

 

Anschaffung: 1000 €

Zulassung, Kennzeichen: 40 €

Ansaugschlauch: 40 €

Zugfahrten: 25 €

Abmeldung: 10 €

gefahrene Strecke: 1200 km

Verkaufserlös. 1 €

--------------------------------------

relative Kosten: 0,93 €/km :eek::p

 

Ich hätte jeden für bescheuert erklärt, der sich einen Alfa ohne Wartungshistorie für 1000 € kauft, dennoch habe ich es selbst getan. Wie ist das zu erklären? Immerhin bin ich jetzt um eine Erfahrung reicher. Die Kennzeichen habe ich behalten um mich an die größte Eselei meines Lebens zu erinnern.

 

Würde ich wieder einen Alfa kaufen? Auf jeden! Aber nur einen mit Historie und nicht mehr als 2 Vorbesitzern ;)

 

Grüße

Mr. Moe

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Sat Nov 21 21:24:35 CET 2015    |    Mr. Moe    |    Kommentare (22)    |   Stichworte: 156, 932, Alfa Romeo, Winterauto

Moin, moin!

 

Wie schon in meinem letzten Blog-Artikel angedeutet, ist ein Auto einfach nicht genug, erst recht, wenn es sich beim einzigen Auto um einen Roadster handelt. Mein Mixer hat zwar eine gründlichen Hohlraum- und Unterbodenkonservierung mit Fluid Film und Perma Film bekommen, aber den kommenden Winter mit all seinem Dreck und Salz wollte ich ihm nicht antun. Aus diesem Grund fiel der Entschluss mir eine Winter- und Alltagsschlurre zu besorgen.

 

Da ich nicht konnte, wie ich wollte, musste ich vom Budget der Alltagsschlurre aus meinem letzten Artikel abrücken und eine Schublade tiefer zugreifen. Ich habe mein Budget auf 1000 € gesetzt und schonmal im Gedanken bis zu 500 € Reparaturkosten während der anvisierten Haltedauer von etwa einem Jahr eingeplant. Es ist schwer, dafür was Vernünftiges zu kriegen, und noch schwerer, dafür was Unvernünftiges zu kriegen, das noch fährt.;)

Wenn ich etwas Geld reinstecke, kann ich das Auto vielleicht nächstes Jahr wieder für das selbe Geld verkaufen und mein Spar-Plan für meinen Traum-Jaguar muss nicht zu sehr leiden.

 

Mit dem Willen und dem festen Budget machte ich mich auf die Suche. Was gibt der Markt denn so her?

Meine Anforderungen:

- > 12 Monate Tüv

- >100 PS, weil mein Arbeitsweg größtenteils aus Autobahn besteht

- Benziner, weil die im Alter zuverlässiger und einfacher zu reparieren sind

- Kombi wäre praktisch

- mindestens Kompaktwagen und nicht zuuu alt wegen der passiven Sicherheit

- kein Kia oder Hyundai, weil die in dem Alter einfach schrecklich sind

- muss fahren, lenken, bremsen und die Heizung muss laufen

 

Ich fand einige Opel Astra G Caravan oder Vectra B Caravan und auch ein C 200 T-Modell (S202) tauchte in den Ergebnissen in meiner Umgebung auf.

 

Astra G CaravanAstra G CaravanVectra B CaravanVectra B CaravanC-Klasse, S202C-Klasse, S202

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Damit gab es nur zwei Probleme: In meiner Preisklasse standen die alle wesentlich schlechter da, als auf den Fotos oben, die ich von wikimedia.org geklaut habe, und ich finde sie einfach nur langweilig. Das sind einfach seelenlose Blechkisten. Wenn ich schon so "viel" Geld ausgebe, dann bitte für ein Auto, das mir auch gefällt. Meine Suche ging also weiter.

Ich engte meine Suche also auf ein paar Modelle ein, die mir gefallen und weitete dafür meinen Suchradius etwas aus.

Der Volvo V40 gefällt mir recht gut.

 

Volvo V40Volvo V40

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leider gab es davon in meiner Umgebung nur wenige. Ich erinnere mich an ein Exemplar mit knapp 400.000 km auf der Uhr, was mir dann doch ein bischen zu viel war und viel Autos, die zwar noch ganz gut aussahen, aber alle abgemeldet waren. Probefahrt unmöglich und damit fielen sie aus dem Raster. Außerdem ist der Kofferraum für ein Kombi winzig wegen der breiten Radkästen. Was gibts noch?

 

Alfa natürlich! In meinem Suchradius tauchten genau zwei Alfa 156 Sportwagon auf. Nr. 1 stand zwar um die Ecke, aber vom Händler und quasi zum Schrottpreis. Außerdem war der Motor nicht für seine Zuverlässigkeit bekannt. Lieber nicht. Alfa Nr. 2 stand etwas weiter weg, machte aber aus dem Inserat einen guten Eindruck. Privatverkäufer, Inserat in verständlichem deutsch, ein paar neu gemachte Teile aufgezählt, Tüv bis 04/2017. Ich habe gleich einen Besichtigungstermin ausgemacht.

 

Alfa 156 SportwagonAlfa 156 Sportwagon

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Später gehts weiter mit Teil 2 - (soviel verrate ich schonmal) Kauf und Bestandsaufnahme.

 

Grüße

Mr. Moe

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Thu May 07 17:19:11 CEST 2015    |    Mr. Moe    |    Kommentare (53)    |   Stichworte: Caterham, Jaguar, Traumauto

Moin, moin!

 

Ich denke viele von euch haben eine Garage im Hinterkopf, gefüllt mit Fahrzeugen, die euch einfach reizen. Nur die Vernünft und der Mangel an Spielgeld halten einen davon ab sich seine Träume zu erfüllen.

 

Dieser Blog soll eine erste Liste mit Fahrzeuge enthalten, die man mit viel Wollen auch noch bezahlen und unterhalten kann - wenn man sich vielleicht sonst im Leben etwas einschränkt und die Stimme der Vernunft in Urlaub schickt. Darum stehen auf meiner ersten Liste nur drei Fahrzeuge, man neu oder gebraucht für einen mehr oder weniger schmalen Taler kaufen kann.

 

Wenn ich könnte, wie ich wollte, würd ich wollen:

 

1. Das Spaßgerät

 

Caterham Roadsport 270

 

Das Auto im Trio, das auch als Neuwagen in Frage käme, weil die Autos kaum Wertverlust haben. Ein Auto für Spaßfahrten bei schönem Wetter, welches zugunsten des Fahrerlebnis an sich keine Kompromisse eingeht.

 

Quelle: uk.caterhamcars.comQuelle: uk.caterhamcars.comQuelle: uk.caterhamcars.comQuelle: uk.caterhamcars.com

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  • Ford 1.6 l Ti-VCT
  • 100 kW
  • Leergewicht 540 kg
  • ~30.000 €

 

2. Der Langstreckengleiter

 

Jaguar S-Type

 

Das Auto soll tun, was der Caterham nicht kann: Weite Strecken komfortabel abspulen. Der S-Type soll es sein, weil dieses Auto für mich zeitlos schön ist. Im Gegensatz zu Mercedes oder BMW ist eher hier eher der Exot, darum habe ich mich nicht daran satt gesehen. Die Front ist ein bischen altmodisch und erinnert an den Mk II von 1959. Das schmale, leicht abfallende Heck, strahlt eine schlichte Eleganz aus. Es sieht weder bullig noch agressiv aus, wie es heutzutage Mode ist.

Die Wahl würde auf das Facelift mit dem 4.2 l V8 fallen. Beim Facelift ist der Innenraum deutlich schöner und ein paar Kinderkrankheiten wurden abgestellt. Mit dem V8 ist er auch auf der Autobahn souverän unterwegs und ich muss einfach mal einen V8 haben, solange es noch welche gibt ;)

 

Quelle: commons.wikimedia.orgQuelle: commons.wikimedia.orgQuelle: commons.wikimedia.orgQuelle: commons.wikimedia.org

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  • 4.2 l V8
  • 219 kW
  • 6-Gang Wandlerautomatik
  • ~7000 €

 

3. Die Alltagsschlurre

 

Nachdem nun Autos für Spaßfahrten auf kurvigen Landstraßen und Genussfahrten auf Strecke gefunden sind, muss noch ein Auto fürs Grobe her. Ein Auto, um sperrige Gegenstände zu transportieren, das man ohne schlechtes Gewissen im Winter über salzverseuchte Straßen steuert oder einfach mal das dreckige Fahrrad hinten reinwerfen kann, mit dem man auch mal über einen Feldweg brettert und überhaupt alle Fahrten, für die einem die Schätzchen zu schade sind. Hier würde es ein kleinerer Saugbenziner werden. Die haben im Alter tendenziell weniger mit teuren Reparaturen wie Turbolader oder Partikelfilter zu zun.

 

Quelle: commons.wikimedia.orgQuelle: commons.wikimedia.orgQuelle. commons.wikimedia.orgQuelle. commons.wikimedia.org

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  • Astra H Caravon
  • 1.8 l, 103 kW
  • genug Platz, wenig Emotionen
  • ~6000 €

 

Jetzt seid ihr dran, wie sähe eure (halbwegs realistische) 3er Garage aus, wenn ihr könntet, wie ihr wolltet?

 

Grüße

Mr. Moe

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Mon Apr 27 22:52:58 CEST 2015    |    Mr. Moe    |    Kommentare (33)    |   Stichworte: 5 (6R & 6C), 6C, Fahrbericht, Polo, Polo 6R, Testbericht, Volkswagen, VW

Moin, moin!

 

Vorgeschichte

 

Letztes Wochenende stand eine Fahrt von 540 km auf dem Plan. Da an meinem Zielort die Parksituation wenig einladend ist, kam ich auf die Idee, den Mixer in der Garage zu lassen und die Fahrt stattdessen in einem der schnellsten Autos der Welt zu absolvieren: Einem Mietwagen.

 

AußenAußenSeiteSeiteInnenraumInnenraum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gebucht hatte ich eigentlich noch eine Klasse drunter mit Fahrzeugen wie Adam und Up! Ich bin nicht gerade komfortverwöhnt und die Strecke ist überschaubar. Darum entscheid ich mich bei der Tour wenigstens noch etwas Kohle zu sparen. Adam und Up! waren allerdings aus, und so gab man mir stattdessen einen Polo in Mausgrau Metallic. Machts nichts, dachte ich mir, etwas mehr Komfort kann nicht schaden und der Verbrauch wird sich auch in Grenzen halten.

 

Erster Eindruck

 

Allzu schnell war die Mühle dann leider doch nicht. Zwar ist die Hemmschwelle gering, ihm gleich nach dem Start ordentlich Drehzahl zu geben, aber die Möglichkeiten der Maschine unter der Haube waren stark begrenzt. Auf den ersten Metern dachte ich noch: Ganz OK für einen Kleinwagen, ich schätzte das Kraftwerk auf einen 1,2 vielleicht auch auf einen etwas müden 1,4 l Sauger. Nach ein paar weiteren Metern trübte sich meine Laune, als ich das typische Dreizylinder-Schnattern vernahm und der Vortrieb mit dem Einlegen des dritten Ganges ziemlich einbrach. Wie sich nach dem ersten Halt und einem Blick auf die Zulassung herausstellte, verrichtet hier ein 999cm³ Dreizylinder Sauger mit 55 kW unmotiviert seinen Dienst. Das 5-Gang Schaltgetriebe ist recht kurz übersetzt und erzeugt zusammen mit der schnell steigenden Tachonadel kurz die Illusion von Spritzigkeit. Der Eindruck verfliegt aber schnell wieder wenn man einen zweiten Blick auf den Tacho wirft, denn der hat eine Skalenteilung von 5. Die 50 liegen dort, wo andere Autos schon fast 100 anzeigen. Und spätestens in Gang 4 und 5 ist die Beschleunigung nur noch mit einem langen Blick auf den Tacho zu sehen, aber nicht mehr zu spüren. Außerdem ist die Gasannahme für einen Saugmotor ziemlich schlecht. Ich schalte normalerweise mit Zwischengas runter, aber hier wird ein tritt aufs Gaspadal nur sehr zögerlich umgesetzt.

 

Aber egal, ich hatte die Kiste ja nicht für Fahrspaß gebucht, sondern um sparsam ein paar km abzureißen ohne mir Sorgen um mein Auto zu machen. Der erste Zwischenstopp war daheim zum Gepack einladen.

 

KofferräumchenKofferräumchenpasst nichtpasst nicht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit einer großen Tasche und einem Schlafsack war der Kofferraum schon fast am Ende. Das ist bei meinem Mixer nicht viel anders, aber der hat nur 145 l Kofferraumvolumen. In den Polo sollen angeblich 280 l reinpassen.:confused:

Positiv ist zu erwähnen, dass die Ladekante dank des doppelten Bodens sehr niedrig ist - diese Annehmlichkeit kostet aber einiges an nutzbarem Stauraum. Wie auch immer, Gepäck war verstaut, das TomTom klebte schon an der Scheibe, um mir von Meister Yoda den rechten Pfad weisen zu lassen. Aber halt! Wieso zum Geier passt der Stecker des Navi nicht in den Zigarettenanzünder:confused::eek: Ich habe gedrückt wie ein Hirsch, gewackelt, gedreht, aber er wollte einfach nicht passen, WTF!? :mad: Mit viel Fingerspitzengefühl hat der Stecker dann doch gehalten, wenn er auch bei zu starken Erschütterungen wieder raussprang. Ich entscheid mich nochmal in die Wohnung zu gehen und mir zur Sicherheit ne Straßenkarte ins Auto zu werfen. Dabei stellte ich fest, dass das Radio keine CDs haben will. Ich weiß, ein SD-Kartenschlitz und eine 3,5 mm Buchse sind zeitgemäß und völlig ausreichend. Doch mir dämmerte in dem Moment, dass ich nur noch die Wahl hatte geräuschlos zu fahren oder mir anzuhören, was immer das Radioprogramm mir entgegenschmettern sollte.

 

Mein noch junges Verhältnis zum Polo war in dem Moment bereits angespannt...

 

Aber das hier soll ja nicht meine Leidensgeschichte werden, wie ich 6 Stunden mit musikalischer und lyrischer Diarrhö eingedeckt wurde, darum zurück zum Auto.

 

Innenraum

 

Die Armauflage in der Tür ist mit Stoff gepostern. Das Lenkrad liegt gut in der Hand und ist wie auch der Handbremshebel mit Leder bespannt. Das reicht mir an haptisch guten Oberflächen, sind es doch das einzige, was ich regelmäßig in der Hand habe. Das Armaturenbrett ist weich aufgeschäumt, was echt prima ist, wenn ich auf die Idee kommen sollte daran rumzudrücken um mich von der Qualität des Autos zu überzeugen. Sonst bringt es mir aber keinen Mehrwert und ist genau so funktional wie das viele Hartplastik in der Türverkleidung, der Mittelkonsole, dem Handschuhfach ect. Das knarzt zwar, wenn man drauf rum drückt, aber warum sollte man das tun?

 

Bei meinem eigenen Auto würden mich die schwarzen Hochglanz-Applikationen ums Lenkrad und das Touch Radio nerven. Ein einziger Rotzmagnet...

 

Apropos Touch Radio/Infotainment. Die Schalter auf der linken Seite werden leider durch den Lenkradkranz verdeckt und da es keine Lenkradfernbedienung gab, muss jede Einstellung mit von der Straße abgewandten Blick vorgenommen werden. Positiv fiel mir auf, dass die Hand-Augen-Koordination nicht allzu gut sein muss. Es reicht die Schaltfläche auf dem Bildschirm ungefähr zu treffen, um die gewünschte Reaktion zu erhalten.

 

Die Sitze sind komisch, die Lehne bietet BEEP! BEEP! BEEP! Was zum Teufel ist das?

 

Error

 

Nach gerade ml 30 km Strecke, aber schon mitten in der Pampa vermeldete ein resoluter Warnton und eine Meldung im Tachodisplay Mangelerscheinungen an der rosa Suppe vorn im Motorraum. Ich behielt erstmal die Kühlwassertemperatur im Auge und fuhr weiter bis zur nächsten Haltemöglichkeit. So dringend schien die Sache aber doch nicht zu sein, statt der Meldung erschien wie üblich die digitale Geschwindigkeit und Tageskilometerzähler auf dem Display. Nur ein rotes Ausrufezeichnung erinnerte noch daran, dass etwas nicht stimmte.

 

Wie war das noch mit der Meldung? Kühlwasserstand niedrig, ich solle doch das Handbuch zu dieser Meldung bemühen. Mal abgesehen davon, dass der Mietwagen kein Handbuch an Bord hatte, warf ich lieber mal einen Blick unter die Haube.

 

Achtung, gefährlich!Achtung, gefährlich!Dat Ding is leck!Dat Ding is leck!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Na super, noch keine 15 Tkm auf dem Tacho und schon Kühlmittelverlust. Da stand ich nun in der Pampa, meine erste Panne - wenn auch nur eine Light-Version. Nach einem Anruf bei der Service-Hotline, bei der mir eine blecherne Stimme mitteilte, dass ich außerhalb der Geschäftszeiten keinen Service zu erwarten habe, entschied ich mich die Fahrt mit einem 3/4 l aus meiner Wasserflasche fortzusetzen und die Sache im Auge zu behalten.

 

Innenraum Teil 2

 

Wo war ich? Achja, die Sitze sind komisch. Die Rückenlehne bietet einen Seitenhalt, wie es einem Sportsitz zur Ehre gereichen würde. Den Kontrast dazu bietet die etwas zu kurze, nur schwach ausgeformte Sitzfläche. In flott gefahrenen Kurven schlackern meine Beine hin und her, während der Oberkörper fest eingespannt ist. Auf meiner Tour über Bundesstraßen und Autobahnen war guter Seitenhalt aber selten von Nöten. Insgesamt sind die Sitze ganz gut und durchaus langstreckentauglich. Der Innenraum war sehr gut gegen Geräusche gedämmt, sowohl gegen welche von Außen, als auch gegen den permanent hochdrehenden Motor. Bei 120 km/h liegen schon über 4000 min^-1 an. Zu Hören war davon aber nicht sehr viel.

 

komische Sitzekomische Sitze

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fahrverhalten

 

Zur Langstreckentauglichkeit trug auch das Fahrwerk bei. Es schluckt kurze, harte Stöße gut weg ohne zu Poltern. Auf unebener Fahrbahn neigt es jedoch zum Nachfedern und ist für flotte Kurvenfahrten insgesamt zu weich abgestimmt mit deutlicher Rollneigung. Muss man mögen, mein Ding ist es nicht.

 

Wirklich klasse fand ich die adaptive Lenkung. In der Stadt ist sie ziemlich leichtgängig, so dass man auch mit einer Hand und "Tellerwaschen" Abbiegen oder rangieren kann. Bei höherem Tempo wird die Lenkung angenehm straff mit kaum merklicher Totlage ohne dabei nervös zu werden. Einen ähnlich guten Eindruck vermittelte das 5-Gang Schaltgetriebe. Der Schaltknüppel gleitet gut durch die Gasse ohne Haken oder Zweifel über dessen gegenwärtige Position.

 

Nach 300 km Fahrt meldete das bereits bekannte, aber immernoch nervende Piepen den anhaltenen, schleichenden Kühlwasserverlust. In weiser Voraussicht hatte ich mittlerweile eine Flasche dest. Wasser an Bord und füllte wieder auf.

 

Der Rest der Fahrt verlief dann ohne Vorkommnisse. Am Ende der Fahrt wollte ich natürlich Wissen, ob sich der Leistungsverzicht wenigstens in einer schmalen Tankrechnung bemerkbar machte. Der Bordcomputer Zeigte zwar einen Durchschnittsverbrauch von 5,5 l/100 km an, aber ich traue den Verbrauchsangaben im BC nicht. An der Tankstelle zeigte sich aber, im BC wird nichts geschönt, er hat genau 5,5 l/100 km verbraucht.

Auf der Landstraße und über die Dörfer fuhr ich, was erlaubt war, beim Beschleunigen hab ich ihm ganz gut Drehzahl gegeben. Auf der Autobahn fuhr ich möglichst konstant mit 120 laut Tacho, was nach GPS 115 km/h entsprach.

 

VerbrauchVerbrauch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit dem Verbrauch bin ich wiklich zufrieden, ich hätte mit mehr gerechnet. Ich finde es außerdem lobenswert, dass der Verbrauchswert im BC nicht obligatorisch um einen halben Liter zurück gerechnet wird.

 

So, lange Rede kurzes Fazit:

 

Was mir nicht gefallen hat ist das weiche Fahrwerk, der teilnahmslose Motor, die Sitzfläche ohne nennenswerten Seitenhalt, die Inkompatibilität der Bordsteckdose mit meinem TomTom, der Hochglanz-Rotzmagneten-Kunststoff, das Touchinfotainment, die Gasannahme und allen vorran seine Inkontinenz.

 

Positiv zu erwähnen ist die gute Lenkung, die Schaltung, der ansprechende, wenn auch etwas langweilige Innenraum, die Dämmung sowie der niedrige Verbrauch.

 

Wenn ich einen Kleinwagen suchen würde, stände ein Polo nicht gerade oben. Wer aber ein in seiner Klasse leises, komfortables Auto sucht, ist mit dem Polo ganz gut bedient.

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Thu Feb 27 20:44:19 CET 2014    |    Mr. Moe    |    Kommentare (149)    |   Stichworte: Autoschlange, cruisen, Sinnlostour

Moin, moin!

 

Heute mal ein Thema abseits der Fahrzeugpflege, was mir aber schon öfters durch den Kopf gegangen ist und sicherlich auch dem einem oder anderen, der auch nur einen Tropfen Benzin (oder Diesel ;) ) im Blut hat. Autofahren macht doch Spaß oder? Kleinkinder erfreuen sich am Bobby-Car. Werden sie größer, heizen sie mit dem Kettcar durch die Gegend und üben schonmal den ein oder anderen Drift mit der Handbremse:D Mit 17 Jahren fiebern die meisten dem Führerscheinerwerb entgegen. Schließlich bedeutet es nicht nur selbst ein richtiges Auto zu steuern, sondern auch ein Stück Freiheit und Unabhängigkeit.

 

Der Autokauf an sich ist ebenfalls eine sehr emotionale Entscheidung. Die Wahl fällt nur selten auf das günstigste, das sparsamste, das "vernünftigste" Auto, sonst würden wir alle kleine, mager ausgestattete Autos mit Basismotorisierung fahren. Das reicht schließlich um von A nach B zu kommen. Damit Freude aufkommt, muss es ein bischen mehr sein. Ein bischen mehr Komfort, Design, und nicht zuletzt Leistung machen den Unterschied zwischen Fortbewegung und Reisen, der Weg wird zum Ziel! Die Definition von Spaß kann durchaus unterschiedlich sein. Für den einen bedeutet es mit einem V8 untere der Haube gemütlich durch die Lande zu bollern, der nächste fühlt sich erst so richtig wohl, wenn ihm beim cruisen auch noch Wind um die Ohren und die Sonne auf den Pelz scheint - ein Cabrio muss es sein. Dem nächsten, und dazu zähle ich mich auch, macht flottes fahren Spaß. Man lauscht dem Motorklang und spürt die Längs- und Querbeschleunigung, die schönste Verbindung zwischen zwei Punkten ist die Kurve!

 

Letzteres ist leider kaum noch möglich:( Der Verkehr ist einfach zu dicht, zu viel Leute fahren deutlich langsamer als erlaubt und möglich ist. Über die Gründe kann ich nur spekulieren. Vielleicht treiben sie die Spritpreise dazu, vielleicht sind sie unsicher, ich weiß es nicht. Ich sehe bloß täglich die Auswirkungen. Die Geschwindigkeiten auf Landstraßen pendeln sich eher bei 80-90 auf Geraden, in Kurven eher bei 60-70 ein. Sind dann noch LKWs unterwegs, sind außerorts auch 40 keine Seltenheit (dabei spreche ich von den Mittelgebirgen). Nein, so macht das keinen Spaß mehr, keine Spur mehr von Beschleunigung, stattdessen massakriert man seine Bremsen, weil sich der Vordermann nicht in die Kurven traut.

 

SchneckenSchnecken

Kommt dann endlich mal eine Gelegenheit zum Überholen währt die Freude über die freie Fahrt nur kurz, schon läuft man auf das nächste Auto auf und das Spiel beginnt von vorn. Oder man kommt in Konflikt mit dem Gesetz. Nach 10 km "gemütlicher" Fahrt in der Kolonne setzt man zum Überholen an, spürt das Drücken im Rücken und lauscht dem Motor, schon verdirbt einem die nächste Geschwindigkeitsbegrenzung wieder die Laune.

Naja, immerhin hat man niemanden mehr vor sich und die nächste Aufhebung kommt bestimmt. Der Geschwindigkeitsüberschuss wird im niedrigen Gang mit der Motorbremse abgebaut, den Berg runter lässt man sich so ausrollen. Doch es reicht mal wieder nicht, die Rennleitung wedelt mit der Kelle und kassiert 30 € :rolleyes: So gings mir jedenfalls heute.:(

 

 

 

 

RennleitungRennleitung

Ist ja nicht so, dass ich permanent mit 130 über die Landstraße ballern will, es würde mir schon reichen das fahren zu können, was auch erlaubt ist. Aber das geht höchstens noch in den Nachtstunden. Und nachts fällt es irgenwie schwerer die Fahrt zu genießen. Von der Landschaft kriegt man nichts mit und man muss ständig auf Wildwechsel achten.

 

Tja, was bleibt mir dann noch übrig? Das nächste Mal ein schnelleres Auto kaufen, um kürzere Geraden zum Überholen nutzen zu können? Finde ich irgendwie suboptimal, das macht das überholen nicht nur leichter, sondern verführt auch dazu und ganz risikolos ist das schließlich nie. Vielleicht ein Auto mit gegensätzlicher Ausrichtung? Sowas wie ein Golf mit 80 PS oder ein Corsa mit 70.... dann vergeht mir die Lust am fahren vielleicht. Oder ich versuch ins Lager der Cruiser zu wechseln, mit einem schweren Cabrio, das zwar keine Kurven mag, aber vielleicht auch eine Fahrt mit 60 über die Landstraße angenehm macht.

 

 

Wenn ihr das kommentieren wollt, dann bitte sachlich, das (Un)Wort, das mit "R" anfängt und mit "aser" ist hier übrigens verboten!

 

Grüße

Mr. Moe


Thu Dec 26 19:42:22 CET 2013    |    Mr. Moe    |    Kommentare (12)    |   Stichworte: Astra, C.Quartz, CarPro, CQUK, H, Opel, Poliermaschine, Politur

Moin, moin!

 

Ursprünglich war einmal eine ganz normale 2-3 tägige Frühjahrsaufbereitung geplant, aber leider habe ich nicht immer Zeit und Ort gefunden um das zu bewerkstelligen. Und das Wetter war sowieso permanent zum weglaufen:(

 

Drum schritt die Aufbereitung nur stückchenweise voran und zog sich übers ganze Jahr.

 

Angefangen habe ich mit mit den Chromleisten, die den endlosen salzigen Winter über mächtig gelitten haben.

 

Chromleiste vorher 1Chromleiste vorher 1Chromleiste vorher 2Chromleiste vorher 2Chromleiste vorher 3Chromleiste vorher 3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein bischen Autosol Chromglanz auf ein Auftragspad ging gut für die Flächen und diese Schlieren und leichte Rostflecken wurden wunderbar beseitigt, somit glänzte die Chromleiste wieder wie neu.

 

ChromglanzChromglanzChromleiste nachherChromleiste nachher

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nur die Zwischenräume der Modellschriftzüge ließen sich so nicht erreichen. Darum gings weiter mit Wattestäbchen und einer Zahnbürste, liegt nahe, denn die Politur hat die Konsistenz von Zahnpasta ^^ Die Politurreste habe ich dann mit einem Pinsel und einer 1:10 Mischung VP Citrus Pre Wash entfernt. Dann sah es wieder gut aus, auch in den Zahn Buchstabenzwischenräumen.

 

Buchstabenzwischenraum1Buchstabenzwischenraum1Buchstabenzwischenraum2Buchstabenzwischenraum2WattestäbchenWattestäbchen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ZahnbürsteZahnbürstenachher 1nachher 1nachher 2nachher 2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Während der Aktion fings schon wieder an zu regnen --> Abbruch und warten auf besseres Wetter.:o

 

An einem anderen Ort in einer anderen Zeit ging es diesen ominösen weißen Flecken an den Kragen. Im Herbst zuvor ist mir mal wieder jemand reingefahren und seit der Ausbesserung beim Karosseriebauer/Lackierer hatte ich eben diesen weißen Streifen an der Kante. Ich weiß nicht ob es Klebstoff von Abklebeband oder Politurreste waren, sie ließen sich jedenfalls nicht abrubbeln oder mit chemischen Reinigern entfernen. Vielleicht mit Klarlack einlackiert :confused: Keine Ahnung, jedenfalls bin ich dann mit dem 3000er Kovax dran, die Schleifspuren hab ich fix mit einem Sonax Polierfließ und Prima Swirl beseitigt.

 

unbekannte Streifenunbekannte Streifenabgeschliffenabgeschliffenpoliertpoliert

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am gleichen Tag habe ich noch die größten Steinschläge ausgebessert. Erwähnte ich den uuuuuuuunendlich langen Winter, der nicht nur salz- sondern auch reich an Streusplitt war!? :mad: Ein paar Tage später wurde der Wagen dann geknetet mit Autofinesse fine clay und ONR 1:30. Eine tolle Knete. Genauso wirksam wie die Magic Clean aber deutlich weicher ohne dabei klebrig zu sein.

 

SteinschlägeSteinschlägeKnete mit GleitmittelKnete mit Gleitmittel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Besonders auf den horizontalen Flächen kam sehr viel Dreck runter. Ich weiß nicht was in Chemnitz los ist, ich muss alle 2 Monate kneten, sonst fühlt sich der Lack an wie ne Käsereibe :wacko: Und nein, ich parke nicht unter Bäumen... Wieder kurze Zeit später, etwa eine Woche noch der Steinschlagaktion mietete ich mich in eine Selbsthilfewerkstatt ein um den Hauptteil der Aufbereitung zu starten. Die letzte Wäsche war schon ein paar Tage her, darum war wieder Staub auf dem Lack. Der Regen tat sein übriges, damit das Auto nicht nur dreckig war, sondern ihm das auch deutlich anzusehen war.

 

"Gewaschen" wurde mit Optimum Opti Clean 1:3 und ca. 5 Mikrofasertüchern. Schön dick einsprühen und dann drucklos abwischen. Anschließend das Tuch drehen und mit einer trockenen Seite nachwischen.

 

schmutziger Lackschmutziger Lackeingesprühteingesprühterster Wischerster Wisch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ditoditonachwischen und trocknennachwischen und trocknenFelgensiffFelgensiff

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Felge sauberFelge sauber

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Lack sah teilweise schlimm aus, eine Wäsche beim Lackierer und der Winter haben teilweise tiefe Spuren hinterlassen. Meine limitierten Künste an der Kamera ließen allerdings viele Swirls auch ohne Politur verschwinden :p

Der Kotflügel sah noch ganz passabel aus, aber "ganz passabel ist nicht gerade unser Anspruch an einen gepflegten Lack ;)

 

Schlimmer waren die Geschenke des Lackieres :rolleyes: Überall auf dem nachlackierten Teil befanden sich noch tiefe Schleifspuren. Womit hat der geschliffen? 1000er? :mad: Die Stellen wurden ebenfalls mit Kovax Trockschleifpapier, P3000 geschliffen, bis keine Furchen mehr zu sehen waren.

 

leichte Lackdefekteleichte LackdefekteSchleifspurenSchleifspurenplangeschliffenplangeschliffen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier auch am Übergang zur C-Säule:

An der Spiegelung der Leuchtstoffröhren sind die Schleifpuren besonders gut zu sehen, die betroffene Fläche aber war noch größer. Einmal durchgemessen: Da hatte wohl jemand zuviel Lack übrig, denn dort musste definitiv nicht gespachtelt werden. Das Schleifen bringt die Furchen gut zur Geltung :rolleyes: Weitergeschliffen bis alles plan war.

 

Schleifspuren an C-SäuleSchleifspuren an C-SäuleMessungMessungangeschliffenangeschliffen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

fertig geschliffenfertig geschliffenaufpoliertaufpoliertaufpoliert C-Säuleaufpoliert C-Säule

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das war übrigens meine Premiere an der Rotationsmaschine. Ich war auch wirklich froh sie zu haben, diese konkave Fläche an der Fensterecke hätte sich richtig bescheiden mit der Nicht-Zwangsexzenter polieren lassen. So gings allerdingt mit der Krauss P7, Rotweiß Stützteller und LC Foamed Woll richtig gut wieder weg. Welche Politur ich benutzt habe weiß ich nicht mehr genau, entweder wars die Prima Cut oder Menzerna FG400

 

Mal stellvertretend für den Rest die Defektkorrektur an der Heckklappe: Wir sehen ein paar einzelne, tiefere Kratzer und ein paar Swirls. Ein paar Klekse Menzenra FG400 aufs LC Foamed Wool und bei ausgeschalteter Maschine verteilt. Dann auf Stufe 1 bei 700 min^-1 fein verteilen. Dann die Drehzahl auf 1300 min^-1 rauf und die Politur durchfahren.

 

Heckklappe vorherHeckklappe vorhergrob verteiltgrob verteiltStufe 1Stufe 1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

fein verteiltfein verteilt1300 min^-11300 min^-1fast durchgefahrenfast durchgefahren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ganz durchgefahrenganz durchgefahren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heute weiß ich, ich war zu saghaft mit dem Druck und teilweise auch mit der Drehzahl. Für die Kratzer hätte es auch eine feinere Politur und ggf. ein Schaumpad getan. Aber naja, solange es funktioniert :p

 

Was mir die Poliererei deutlich erschwerte war die Sonax Nano LackProtect, welche sich vom Herbst immernoch auf dem Lack befand. Die Politur hat gezickt ohne Ende, hat teilweise schon beim verteilen Würstchen geworfen und war ruck zuck trocken :eek::(

Erst nach 2 Kreuzstrichen mit dem Fell und etwas frischer Politur lief die Politur wieder so wie man sich das vorstellt.

 

Die Stoßstange machte ich aus Angst vor der Hitze der Rota und an Ermangelung eines kleinen Tellers mit der T3000, weißem Menzerna Pad und FG400. Obwohl der Lack dort wirklich knüppelhart war, gingen die 3000er Schleifspuren der Steinschlagbeseitigung in einem Durchgang raus. Ich war begeistert :D Der Glanz stimmte für mich auch. Lediglich des schlechte Gewissen (Schleifpastenfinish :confused: ) ließen mich nochmal mit einer feineren Politur drüber gehen. Ein sichtbarer Unterschied kam nicht mehr bei rum.

 

Stoßstange geschliffenStoßstange geschliffenSchleifspuren beseitigtSchleifspuren beseitigt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leider hats mir auch wieder den Farblack aus einigen Steinschlägen poliert, na egal, ich musste an einem Nachmittag fertig werden. :wacko:

 

Das Finish fuhr ich überwiegend mit der T3000 um der Gefahr von Hologrammen zu entgehen. Lediglich an einem Kotflügel und der Motorhaube versuchte ich mich am Rota-Finish mit rotem Lake Country Pad und CG CGC1. Neben den 3 Kleksen feuchtete ich das Pad noch mit einem Spritzer Wasser an.

 

Um mal so viel vorweg zu nehmen, das 1. Mal Finish auf der Rota hat nicht 100 % geklappt, gaanz leichte Holos hab ich mir auf der Haube reingefahren. Waren aber selbst in praller Sonne kaum zu sehen.

 

Finish-WerkzeugFinish-Werkzeug

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als Versiegelung hab ich mir das C.Quarz UK ausgesucht. Zunächst wurde der Lack mit Eraser gereinigt und entfettet. Mit der Versiegelung hab ich nicht gegeizt, es soll sich ja schließlich eine Schicht aufbauen :D Hier der Produktüberschuss, der nach dem verteilen im Kreuzgang übrig war. Und abgewischt mit kurzfaserigen MFT

 

VersiegelungVersiegelungentfetten mit Eraserentfetten mit EraserCQUKCQUK

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

aufgetragenaufgetragen

 

Netterweise hat sich gleich am nächsten Tag ein besonders garstiger Vogel auf das Dach erleichtert. :evil: Das hab ich dann mit Reload weg geputzt und die Stelle gleich noch nachversiegelt - sicher ist sicher. ^^

 

garstiger Vogelgarstiger Vogelneu versiegeltneu versiegelt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An der Stelle gabs die ersten Finish-Fotos ::)

 

Finish 1Finish 1Finish 2Finish 2Finish 3Finish 3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Finish 4Finish 4Finish 5Finish 5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wieder die ein oder andere Woche später kamen die Außenkunststoffe dran. Nach der Vorreinigung mit VP Citrus Pre Wash in 1:10 und einem roten Sonax Tuch habe ich das C.Quartz DLUX mit Kosmetikpads aufgetragen. Die paar weißen Stellen ließen sich leider nicht beseitigen, auch ein Versuch mit einem Schmutzradierer blieb erfolglos. :(

Auch der hellen Stelle am Fenster bekomme ich einfach nicht weg geputzt oder überdeckt :( , keine Ahnung wo das herkommt.

 

Kunststoffe reinigenKunststoffe reinigenDLUXDLUX50/5050/50

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

von weitenvon weitenfertig versiegeltfertig versiegeltFensterleistenFensterleisten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

dDzMuF 50/50dDzMuF 50/50dDzMuF fertigdDzMuF fertig

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Nachwischen spare ich mir bei den Kunststoffen, wenn man es gründlich beim Auftragen einreibt, bleiben keine Schatten oder dergleichen übrig. Die nächste Baustelle war dann der Innenraum, zu diesem Zeitpunkt ging es schon auf den Herbst zu. Größtes Sorgenkind ist die Armauflage:

 

Sieht irgendwie nach Abrieb aus. Die Bearbeitung mit Dash Away und intensivem Einsatz der Colourlock Bürste brachte nur wenig.

 

ArmauflageArmauflagedichter randichter ranDash Away + BürsteDash Away + Bürste

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

einschäumeneinschäumenohne wirkungohne wirkungwirklich nichtwirklich nicht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Muss so bleiben, mit Kunststoffpflege ließ sich auch nix mehr abdecken.

 

Das Lederlenkrad hat auch schon bessere Zeiten gesehen, ist abgerieben und glänzt.

Dazu mal zum Vergleich die rechte, weniger beanspruchte Seite. Alles gereinigt mit Lexol Lederreiniger, Mikrofaseruch und Colourlock-Bürste. Abgewischt, trocknen lassen und mit Lexor Conditioner gepflegt.

 

speckigspeckigetwas besseretwas besserreinigenreinigen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

pflegenpflegenMenge fürs LenkradMenge fürs Lenkradmatt, aber kahlmatt, aber kahl

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fussel wegFussel weg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Maserung ist weg :( Na wenigstems glänzt es nicht mehr :rolleyes:

 

Irgendwann hab ich mich auch nochmal den Stoffsitzen angenommen. Durch eine Jeans mit Knöpfen an der Gesäßtasche hab ich mir den Sitz schön versaut ;(

Abhilfe brachte ein Nassrasierer, mit dem man die Fussel ganz gut abrasieren konnte.

 

mattmattFusselFussel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Schuldige Jeans wurde gleich darauf mit einer Dremel + Trennscheibe von den vernieteten Knöpfen befreit :evil:

 

Als ich mal wieder eine Steckdose in Reichweite hatte, konnte das Ergebnis mit einem Trockenrasierer noch etwas verbessert werden, davon find ich keine Bilder mehr.

 

 

Und weil der Innenraum so deprimierend ist, gibts jetzt noch ein paar schöne Außenaufnahmen :P

 

Finish 6Finish 6Finish 7Finish 7Finish 8Finish 8

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Finish 9Finish 9Finish 10Finish 10Finish 11Finish 11

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Finish 12Finish 12

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Herbst wurden nochmal ein paar Stellen poliert und die Versiegelung mit CQUK erneuert. Weitergepfegt wird wechseln je nach Zeit und Laune mit CarPro Reload oder HydrO2.

 

Das wars dann, bis zum nächsten Mal. :)


Sat Sep 21 22:30:22 CEST 2013    |    Mr. Moe    |    Kommentare (11)    |   Stichworte: Erfahrungen, Krauss P7, maschinelles polieren, Maschinenpolitur, Polieren, Rota, Rotationsmaschine

Moin, moin!

 

Kurz vor dem Ende meiner ersten Pflege-Saison mit der Rotationsmaschine möchte ich hier mal ein Fazit ziehen und meine Erfahrungen kund tun.

Nach dem ein oder anderen Auto in sehr schlechtem Zustand und/oder mit hartem Lack, reifte in mir der Wunsch nach einer schnelleren Defektkorrektur. Zuerst probierte ich die neu erhältlichen Mikrofaserpads für die Exzentermaschine. Das Konzept kann was, ohne Frage, war mir aber immernoch nicht effektiv genug. Der logische Schritt war also der Umstieg auf eine Rotationsmaschine.

 

So schaut ich mich nach einem passenden Modell um. Sanftanlauf sollte sie haben und mit niedrigen Drehzahlen laufen können. Ein niedriges Gewicht empfand ich auch als vorteilhaft. Das Budget reichte leider nicht für eine Festool Shinex oder Polishflex, nicht mal gebraucht war etwas zu bekommen (ich vermute ja wer sie einmal hat gibt sie nicht mehr her;) ). So durchstöberte ich deutsche und englischsprachige Foren sowie alle mir bekannten Versandhändler für die Autopflege. Dadurch stieß ich auf die EP801.

 

Damit hätten wir:

 

  • Drehzahlband 700 - 2500 min^-1
  • Sanftanlauf
  • Gewicht 2 kg
  • 5 m Kabel

 

Die Maschine bekam in englichen Foren gute Bewertungen. Nachdem ich mich noch etwas weiter umschaute fand ich die Krauss P7 Superpolish, die allem Anschein nach Baugleich zur EP801 ist und in Deutschland bezogen werden kann. Der Preis passt auch, also kurzerhand bestellt und ausprobiert. Natürlich hatte ich noch alle Warnungen von Usern in den Ohren die von den Gefahren berichteten, die da wären

 

  • Durchpolieren an Kanten
  • Verbrennen des Lackes
  • Anecken mit dem Padrand und Stützteller -> Kerben in Kunststoffen und Lack sowie verbrennen von letzterem
  • schwierige Handhabung
  • Hologramme bei falscher Technik.

 

Darum legte ich nicht gleich Hand an ein lebendes Objekt, sonder probierte erst mal an einem Kotflügel vom Schrott. Weiterhin konnte ich bereits auf einem Treffen im Jahr zuvor erleben, dass der Lak deutlich kühler bleibt, wenn man statt Schaumstoffpads, Lammfelle benutzt. Damit war schonmal eine der oben genannten Gefahren verringert. Das Lake Country Foamed Wool (LCFW), sollte darüber hinaus noch weniger Polierspuren hinterlassen als natürliche Lammfelle. Darum wanderten zwei LCFW Pads ebenfalls noch mit in den Einkaufskorb und waren zum Test mit dabei.

 

Für einen geeigneten Testuntergrund wurde der Kotflügel erst mal mit der rauen Seite einen Küchschwammes bearbeitet, das hinterließ schöne Swirls und Haarlinienkratzer. Um das zu beseitigen pappte ich das LCFW auf den originalen Stützteller der Krauss und legte die Prima Swirl auf. Am Anfang etwas mehr, da das Pad noch neu und trocken war.

 

Topfschwamm-KratzerTopfschwamm-KratzerPolitur auf PadPolitur auf Pad

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Damit erlebte ich erst mal mein blaues Wunder. Doch statt wie die Elbbrücke einfach nur in der Landschaft rumzustehen sprang mein Wunder herum und zog mich dahin wo es ihr gerade passte:eek::confused: Der lose herumliegende Kotflügel erleichterte das auch nicht gerade. Aber irgendwie gelang es mir die Politur trotz des Eigenlebens der Maschine und ihrem Gehoppel bei 700-1200 Umdrehungen doch noch durchzufahren.

 

Als Vergleich der Abrasivität polierte ich die Stelle daneben mit der T3000, orangem Rotweiß Pad und ebenfalls der Prima Swirl.

 

Mal sehen ob die Politur mit der Rota effektiver war, zumindest der Lack ist noch dran:p

 

links Exzenterlinks ExzenterDetail ExzenterDetail ExzenterErgebnis RotaErgebnis Rota

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie man erkennen kann sind die Swirls auf der linken Seite mit der T3000 weg, aber bei näherer Betrachtung die Haarlinienkratzer noch drin. Auf der rechten Seite ist alles komplett weg, nur eben derbe Hologramme als Resultat der Feinschleifpaste auf Fell + meinem amateurhaftem Umgang. Ein Wechsel auf ein mittelweiches Pad und Lime Prime konnte zwar die Hologramme reduzieren, aber die Maschine war damit nicht besser zu führen. Als ersten "Schuldigen" hab ich erst mal den beiliegenden Stützteller gegen einen weicheren von Rotweiß ersetzt.

 

Damit ging es schon mal besser, aber hin und wieder sprang die Maschine immernoch und zog überall hin, nur nicht dahin wo ich will:rolleyes: Ein Lichtblick: Der Lack wurde nicht zu heiß und war auch an den Rundungen und Kanten des Kotflügels noch dran. Der wackelnde Kotflügel auf dem Dachboden ging mir eh auf die Nerven, darum beendete ich den Versuch auf dem Trockenen und sprang ins Wasser. Nächstes Übungsobjekt war mein Auto als Frühjahrs Sommeraufbereitung im Juni. Da sich der Winter bis in den Mai zog, war vorher nicht dran zu denken.:rolleyes:

 

Der lange Winter und eine Wäsche beim Lackierer hatten ihre Spuren hinterlassen, die einen Einsatz von Fell und Rota auf dem eigentlich gepflegtem Lack rechtfertigtem. Ich musste ja nicht gleich mit Schleifpaste rangehen.

 

Hier mal meine Vorgehensweise:

 

3 erbsengroße Klekse Menzerna PF2200 auf das LCFW und einen Spritzer Leitungswasser aus der Sprühflasche dazu. Damit fährt es sich leichter und der Lack wird etwas gekühlt. Erst bei ausgeschalteter Maschine die Politur verwischt, dann auf Stufe 1 bei 700 Umdrehungen in einem Kreuzstrich verteilt und auf Stufe 2,5 bei 1200 Umdrehungen in 3 Kreuzstrichen mit etwa 2-3 kg "Druck" und 4 cm/s Vorschub durchgefahren. Anschließend noch einmal ohne Druck einen Durchgang um die Polierspuren zu verringern.

 

PF2200 auf LCFWPF2200 auf LCFWverschmiertverschmiertStufe 1Stufe 1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

fein verteiltfein verteiltmehr Drehzahl draufmehr Drehzahl draufdurchgefahrendurchgefahren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

abgewischt, mit Holosabgewischt, mit Holos

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Den Großteil des Autos bearbeitete ich anschließend noch mit der Exzenter um nachher keine Hologramme zu haben. Um zu sehen ob ich es schaffe, mit der Rota hologrammfrei zu arbeiten, fuhr ich das Finish auf einem Kotflügel und der Motorhaube allerdings rotativ. Mit der Chemical Guys CGC1 und einem sehr weichen, roten LC Pad sollte es klappen. Hierbei fuhr ich die letzten beiden Kreuzstrich mit besonders langsamen Vorschub (~ 1 cm/s), ohne Druck und bei 700 min^-1

 

Resultat war ein sehr schönes Finish auf dem Kotflügel und gaaanz leichte Hologramme auf der Motorhaube.

 

Finish-KombinationFinish-KombinationHolos markiertHolos markiertHolos auf HaubeHolos auf Haube

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Na egal, zum üben war die Aktion sehr gut. Die Führung der Maschine auf horizontalen Flächen mit dem Fell klappte schon halbwegs und mit etwas Nachdruck war die Maschine auch entgegen dem Zug in der Bahn zu halten. Dabei lernte ich auch, dass ich mich am besten von engen Stellen fern halte. Ich polierte gerade die Tür unter dem Außenspiegel und wollte natürlich überall einen swirlfreien Lack. Also fuhr ich weiter an den Spiegel ran, und noch ein Stück, und noch ein Stück und zack bin ich mit dem Stützteller am Spiegel angeeckt und hab mir eine kleine Kerbe reingeschlagen. War nicht so schlimm, die Macke ist klein und nur im Kunststoff unter dem Spiegel. Also egal, Erfahrung gemacht und draus gelernt.

 

Das nächste "Übungsobjekt":D war der Audi S5 vom User MX-3-Fahrer (den Aufbereitungsbericht findet ihr in meinem Blog).

 

Der Lack war schon hart und gut mit Haarlinienkratzern bedeckt. Ideal also um seine Technik mit der Rota weiter zu verbessern.

 

 

Erst Swirls und Haarlinien vorher, dann die Politur mit ausgeschalteter Maschine verwischt, auf Stufe 1 (700 min^-1) fein verteilt, dann fahren auf Stufe 2-3 (1300 min^-1) mit ca. 3 kg "Druck" sowie 4 cm/s Vorschubgeschwindigkeit und das ganze solange, bis kaum noch was von der Politur zu sehen ist. kommendes Bild: Politur fast durch nach 3 Kreuzstrichen. Nächsten Bild: Politur komplett durchgefahren nach weiteren 2 Kreuzstrichen.

 

Währenddessen wurden einzelne, tiefere Kratzer immer wieder kurz aber hart auf Kante bearbeitet. Dabei immer wieder die Temperatur mit der Hand kontrolliert und mit dem normalen Kreuzstrich fortgefahren, damit der Kratzer etwas abkühlen kann. Also bei jedem Kreuzstrich wurden die Kratzer ein paar Sekunden lang auf Kante einer Sonderbehandlung unterzogen bis sie entweder weg waren, oder die Politur durchgearbeitet. Letztes Bild nach abwischen der Politurreste.

 

Swirls vorherSwirls vorherverschmiertverschmiertfein verteiltfein verteilt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

FAST durchFAST durchdurchgefahrendurchgefahrennach Politur mit Fellnach Politur mit Fell

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hierbei mied ich alle Bereiche, in denen es eng weden würde weiträumig. Aus meinem Spiegel hab ich gelernt und wollte ja keinen Lack ruinieren, schon gar nicht wenns nicht meiner ist... Das Finish wurde komplett vom Besitzer auf der T3000 gefahren, darum keine Hologrammgefahr beim Endergebnis.

 

Nach einem Passat CC war ein E36 Cabrio dran. Ein Schönwetterfahrzeug, dass mal eine Schönheitskur dringend nötig hatte. Das Fahrzeug hatte furchtbar viele enge Stellen in schlechtem Zustand und zu allem Überfluss das ganze bei sehr hartem Lack. Zum Glück hatte ich mir vorher einen kleinen 73 mm Stützteller gekauft + passende LCFW Pads. Damit war es dann möglich solche engen Stellen wie an der Stoßstange des Cabrios zu polieren. Hier war höchste Vorsicht geboten. So war die Kunststoffstoßstange nicht nur wegen der schlechten Hitzeableitung gefährdet, sondert rechtwinklig dazu stand auch noch eine weitere Lackfläche der Stoßstange. Um die angrenzende Fläche nicht mit dem Rand des Pads oder dem Stützteller zu beschädigen hab ich sie abgeklebt. das klappte sehr gut, trotz einiger leichter Kontakte ist dem Lack darunter nichts passiert. Wie auch beim Passat CC verlief auch diese Aufbereitung ohne Vorkommnisse.

 

abgewischtabgewischtVor PoliturVor PoliturNach einer Runde FellNach einer Runde Fell

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als nächstes Opfer habe ich mir den uniblauen Opel Corsa meiner Mutter geschnappt. Ziel hologrammfreies Finish mit der Rota bei gleichzeitiger Defektkorrektur. Dazu nahm ich ein gewaffeltes Pad von Polierschwamm.info: orange, fest, offenzellig und die Menzerna SF4500 und SF4000. Da man langsam sicherer wird, hab ich den "Druck" auf ca. 5-6 kg gesteigert und die Vorschubgeschwindigkeit auf 2-3 cm/s reduziert. Hats geklappt? Keine Ahnung, die Sonne zeigte sich nicht. Zumindest im gnadenlosen LED Licht konnte ich keine Holos entdecken. Ein paar Holos werde ich vermutlich reingezaubert haben, aber zumindest nichts auffallendes. Und bei dem Auto ist es auch nicht sooo wichtig.;) Wenn es sich ergibt werde ich mal nachsehen wie es geworden ist.

 

Nach 5 Autos mit der Rota komme ich schon recht gut damit zu recht. Beim Corsa hat auch das Polieren mit dem harten Pad gut funktioniert, ohne dass die Maschine hoppelte über übermäßig in Richtungen zog wo ich nicht hin wollte. Nur an den vertikalen, unebenen Flächen hab ich noch etwas mehr zu tun die Maschine in der Spur zu halten. Inzwischen arbeite ich gern mit der Rota. Sie ist leiser, es geht flotter und sie vibriert nicht so nervig wie die T3000.

 

Als nächstes ist wieder mein Astra dran. Ziel wird es die paar Holos der ersten Aufbereitung zu entfernen und einmal mit Amigo übers Auto huschen um den Lack zu reinigen und die zweite Schicht vom C.Quartz UK auftragen.

 

Zusammenfassend würde ich folgende Tipps für Einsteiger mit der Rotationsmaschine geben:

 

  • kauft euch einen gescheiten Stützteller, mit den harten Standard-Tellern macht ihr euch nur das Leben schwer
  • bleibt erst mal unter 1500 Umdrehungen
  • ein Pad wie das LCFW erleichtert das führen der Maschine und der Lack bleibt relativ kühl
  • zur Übung sind sehr weiche Pads gut, sie gleichen leichter verkanten aus
  • prüft hin und wieder die Temperatur mit der Hand, wenn es der Hand zu heiß ist, sollte man den Lack erst mal abkühlen lassen
  • stellt die Maschine bei der Temperaturkontrolle aus, und kommt nicht auf die Idee die Maschine mal eben einhändig zu führen
  • ein Spritzer Wasser auf das Pad hilft beim Führen und der Temperatur
  • haltet die Maschine dicht am Körper mit starren Armen, die Bewegung kommt aus dem Oberkörper
  • haltet euch von Stellen fern, wo es eng wird und Lack oder Kunststoff im winkelig auf der zu polierenden Fläche steht
  • fahrt an engere Stellen erst ran, wenn ihr die Maschine gut unter Kontrolle habt

 

Dies erhebt keinen Anspruch als Musterlösung, hat mir am Anfang des Lernprozesses aber sehr geholfen.

 

Ich hoffe der Text war nicht zu lang und einige fanden es interessant oder unterhaltsam.

 

Grüße

Mr. Moe


Fri Sep 06 18:02:20 CEST 2013    |    Mr. Moe    |    Kommentare (3)    |   Stichworte: AGR reinigen, AGR Ventil, Astra, H, Z17DTR

Moin, moin!

 

Heute mal ein Kurzbericht über ein etwas anderes Detailing. Diesmal musste mein AGR-Ventil dran glauben, das Ding war so unheimlich dreckig, dass es mir ein Graus war wenn ich nur dran dachte:( Das konnte so also nicht so bleiben und putzen stand auf dem Plan.

 

So sieht das gute Stück aus:

 

MotorraumMotorraum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nein, nicht mein dreckiger Motorraum, hab nur kein Foto von gemacht:p Bildquelle

 

Verwendete Mittel

 

Knarre + 10er Nuss

Schraubendreher

Zahnbürste

WD40

3000er Schleifpapier

Frotteetuch

Küchenkrepp

 

Erst mal einen Spritzer WD40 auf die Schrauben und kurz warten, in der Hoffnung sie würden sich dann leichter lösen. Dann also angefangen die 6 Schrauben zu lösen, dabei aufpassen nicht die Dichtungen im Motorraum zu verlieren. Das Objekt der Begierde wurde dann zur Reinigung ins Wohnzimmer geschleppt. Zeit für eine Bestandsaufnahme:

 

AGR-KrusteAGR-KrusteRuß und DieselRuß und Diesel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ürgs :cursing: Das sieht übel aus.

 

Also erst mal einen Schraubendreher geschnappt und die Verkrustungen aus Ruß und Dieselöl abgekratzt. Anschließend mit der Zahnbürste so gut es ging die übrigen Ablagerungen abgebürstet. Dabei mit jeder Bewegung eine Ladung des gefürchteten Feinstaubes ins Wohnzimmer entlassen ^^

Anschließend wurden die äußeren Teile noch mit WD40, Küchentüchern und einem Ikea Frotteetuch abgewischt und die Auflageflächen der Dichtungen mit 3000er Schleifpapier gereinigt und geglättet. Zum Abschluss wurde das Ventil nochmal ausgepustet um letzten, gelösten Staub raus zu bekommen.

 

Von Außen wars dann ganz OK, innen noch ausbaufähig, aber was solls, nur mit Bürsten war nicht alles rauszuholen und den Zweck wirds erfüllen.. Hauptsache die Verkrustungen sind wech.

 

Innenleben entkrustetInnenleben entkrustetAußen geputztAußen geputztBröckchenBröckchen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Saugrohranschlüsse sahen teilweise noch schlimmer verkrustet aus. Darum parkte ich im Vorfeld schonmal so dicht wie möglich auf der Straße vor meiner Wohnung um mit einer Kabeltrommel und 2 Verteilerdosen die 25 m von Fenster zum Auto zu überbrücken. Ans andere Ende vom Kabel kam dann der kräftige Kärcher Staubsauger. Mit einer Hand kratzender Weise den Rußverkrustungen zu Leibe rückend, wurde mit der anderen Hand die Staubsaugerdüse ins Saugrohr gesteckt damit keine Krümel Richtung Motor fallen.

 

Nun ist das AGR-Ventil wieder halbwegs sauber, ein Drecknest weniger und ich kann wieder ruhig schlafen. Spaß beiseite, Sinn und Zweck der Aktion war natürlich so ein nerviges Ruckeln, Verschlucken, Zittern in bestimmten Drehzahlbereichen bei geringer Last zu beheben. Außerdem hatte ich mit schwankenen Leerlaufdrehzahlen zu kämpfen. Nach einer ausgedehnten Testfahrt kann ich sagen, das mit dem Aussaugen hat offenbar funktioniert, die Leerlaufdrehzahlschwankungen sind weg, und das Ruckeln in den gewissen Drehzahlbereichen ist zu 80 % verschwunden.


Sat Jun 29 17:26:40 CEST 2013    |    Mr. Moe    |    Kommentare (10)    |   Stichworte: Astra, C.Quartz, Carpro, CQUK, H, Nanoversiegelung, Opel, Reload

Moin, moin!

 

Ich möchte euch heute das C.Quartz UK (CQUK) von CarPro vorstellen, welches ich vor zwei Wochen verarbeitet habe. Nach der Aufbereitung des Audi S5 letzte Woche war genug Zeit vergangen für die erste Schampoowäsche an meinem Wagen und somit erste Beading Bilder des CQUK.

 

Produktbeschreibung

 

Das CQUK ist eine Nanoversiegelung für den Fahrzeuglack auf Basis von Siliciumoxid, genauer gesagt mit einem Gehalt von 60 %, 20 nm großen Siliciumoxid Teilchen. Die Standzeit wird herstellerseitig mit ca. 1 Jahr angegeben. Dabei soll die Versiegelung seine excellenten hydrophoben Eigenschaften solange behalten, dass nach 6 Monaten immernoch ein hervorragender Kontaktwinkel von 110° beibehalten wird. Nach meinen Erfahrungen mit dem C.Quartz DLUX ist diese Standzeitangabe durchaus realistisch.

Außerdem soll es durch die hohe Oberflächenhärte und die Schichtausbildung von 1-2 µm Dicke leichten Waschkratzern vorbeugen.

 

Das CQUK kommt in einem Set aus 30 ml Versiegelung, 5 kleinen (10 x 10 cm) Velourtüchern, einem Auftragsschwamm, einem großen (40 x 40 cm) Velourtuch sowie 100 ml CarPro Reload. Die Versiegelung ist eine klare, stechend riechende Flüssigkeit, das Fläschchen besitzt einen Tropf-Dosierer, wie man ihn von vielen Medikamenten kennt.

 

Vorarbeit

 

Der Lack sollte vor dem Auftrag sorgfältig poliert und entfettet werden. In meinem Fall wurde der Lack maschinell poliert und anschließend mit CarPro Eraser abgewischt. Eraser enthält unter anderem Tenside, Ethanol und Wasser. Im Gegensatz zu Silikonentferner oder Isopropylalkohol (IPA) verdunstet der Eraser nicht so schnell und das Tuch gleitet besser über den Lack. Dadurch bremst das Mikrofasertuch nicht so stark wie bei Verwendung von Silikonentferner oder IPA. Auf empfindlichen Lacken kann diese stumpfe Haptik leicht zu Schlieren führen.

 

EraserEraserEraser aufgesprüht, verwischtEraser aufgesprüht, verwischtEraser abgewischtEraser abgewischt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Eraser entfernt spielend leicht Politurrückstände und hinterlässt einen streifenfreien und "porentief" sauberen Lack.

 

Verarbeitung

 

Anschließend kann das CQUK appliziert werden. Dazu wird der beiliegende Auftragsschwamm mit einem kleinen Velourtuch umwickelt und einige Tropfen der Versiegelung auf das Tuch gegeben. Anschließend wischt man in geraden, sich überkreuzenden Bahnen über den Lack. Die Teilflächen sollten 50x50 cm nicht übersteigen. Dabei bildet sich ein gut sichtbarer, dunkler Flüssigkeitsfilm. Nun muss man das Produkt solange weiterverteilen, bis fast keine Rückstände mehr zu sehen sind. Dann müssen die Reste sorgfältig mit dem großen Velourtuch oder einem hochwertigen Mikrofasertuch abgewischt werden.

 

CQUK auf dem PadCQUK auf dem PadAuftragspad aufsetzenAuftragspad aufsetzenleichte Produktresteleichte Produktreste

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier hatte ich am nächsten Tag gleich einen Vogelschiss auf dem Dach, eine gute Gelegenheit die Versiegelung an der Stelle neu aufzutragen und den Produktauftrag besser abzulichten. Nachdem der Schiss mit Reload vorsichtig abgewischt wurde kam das CQUK zum Einsatz. Hier ist gut zu sehen, wie der Auftrag erst decken ist, und dann der Film nach und nach bei wiederholtem drüberwischen verschwindet.

 

VogelschissVogelschisserster Wischerster Wischzweiter Wischzweiter Wisch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Während der Verarbeitung ist es extrem wichtig, wirklich gründlich zu arbeiten. Wenn man Produktüberschüsse übersieht hat man noch etwa eine Stunde Zeit, die Schlieren mit einem Neuauftrag zu beheben. Danach kann die Versiegelung nur noch mit einer maschinellen Politur entfernt werden. Per Hand hat man kaum Chancen, die Versieglung flächendeckend zu beseitigen.

 

Da ich bei keiner guten Beleuchtung arbeiten konnte, habe ich beim Erstauftrag auch einige Schlieren übersehen. Es hat mich eine weitere Stunde Arbeit gekostet, die Schlieren durch einen Neuauftrag zu entfernen. Ich hatte das Gefühl, dass der Neuauftrag noch schwieriger war, also viel schneller Schlieren zurückblieben, die sich kaum noch auswischen ließend. Ich habe mir damit beholfen in eine Hand das Auftragpad zu nehmen, und in der anderen Hand ein Mikrofasertuch, und wirklich sofort nach dem Auftrag die Reste abzuwischen, also nicht erst ein Tuch holen oder das Auftragspad weglegen, nein! augenblicklich abwischen!

 

Die Mikrofasertücher sollten nach Gebrauch sofort in einen Eimer Wasser gelegt werden, damit keine Produktreste in den Tüchern auskristallisieren und bei erneutem Gebrauch zu Kratzern führen. Ich muss sagen ganz geklappt hat das nicht. Eine Woche später habe ich die kleinen Auftragstücher aus dem Eimer (Wasser + kräftiger Schuss APC) genommen und sie waren hart:rolleyes:

 

Das in dem Set enthaltene Reload dient dazu, die Versiegelung beständig gegen Regen zu machen. Normalerweise darf die Versiegelung in den ersten 12 Stunden keinen Kontakt mit Wasser haben. Das Reload kann allerdings schon eine Stunde nach dem Auftrag des CQUK aufgetragen werden. Danach macht Regen der Versiegelung nichts mehr aus. Außerdem muss beim CQUK beachtet werden, dass das Fahrzeug innerhalb der ersten Woche nicht gewaschen werden darf. Reines Wasser ist OK, aber keine Reiniger. Nach dieser Woche ist das CQUK komplett ausgehärtet und beständig gegen die meisten Arten von Reinigern. So kann die Versiegelung sogar durch Abwischen mit IPA wieder "freigeschaufelt" werden, wenn andere Produkte wie Wachse auf die Versiegelung geraten sind. Auch Kneten des Lacken ist kein Problem und kann der Versiegleung nichts anhaben.

 

Irgendwann war es aber geschafft und das Auto war vollständig und weitestgehend schlierenfrei versiegelt. Weitestgehend? Ja, ein paar Tage später hab ich doch noch an kleinen Ecken Produktrückstände gefunden und ich sage euch, das war nicht leicht, das per Hand runter zu polieren. Auf größeren Flächen würde ich das nicht machen wollen.

 

Für eine Schicht auf dem Astra inkl. der langwierigen Korrektur habe ich ca 15 ml verbraucht. Sparsam war ich damit wirklich nicht, es ginge sicherlich auch weniger. Auf der anderen Seite soll man auch nicht zu knauserig sein, da sich durch den Auftrag eine nicht unerhebliche Schicht ausbilden soll.

 

Anschließend gibts noch ein paar Beading Fotos und ein kleines Video.

 

Beading 1Beading 1Beading 2Beading 2Beading 3Beading 3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Klick Mich, ich bin ein Video!

 

 

Ehrlich gesagt bin ich ein wenig enttäuscht vom Beading, das hatte ich vom C.Quartz DLUX besser in Erinnerung. Ich schätze mal das CQUK allein sähe besser aus und dass das Reload das Beading ein bischen verschlechtert. Zur Kratzfestigkeit der Versiegelung kann ich nicht allzu viel sagen. Ich bin gestern beim Einladen einer Kunststoffkiste unsanft mit einer Ecke gegen den Lack gestoßen:eek::( Den "Kratzer" konnte ich allerdings mit dem Finger wegwischen. Keine Ahung ob das an der Versiegelung lag, aber geschadet hat es zumindest nicht:D

 

Wenn alles gut läuft, gibt es im Herbst ein Update, wie es mit der Standzeit aussah. Wenn es weniger gut läuft (und ich im Herbst nicht zu einer Auffrischung komme), gibt es nächstes Frühjahr ein Update, wie es sich mit der Standzeit verhalten hat.

 

Grüße

Mr. Moe


Tue Jun 25 00:24:55 CEST 2013    |    Mr. Moe    |    Kommentare (22)    |   Stichworte: Audi, Aufbereitung, Krauss P7, Menzerna, Prima, S5, T3000, Zymöl

Moin, moin!

 

Letztes Wochenende stand endlich mal wieder eine Aufbereitung auf dem Plan (hatte schon langsam Entzugserscheinungen:D). Diesmal ging es um einen Audi S5 in der wunderschönen Farbe Phantomschwarz-Perleffekt. Man trug mir Schauergeschichten zu, dass er früher wiederholt in Waschanlagen geschubst und dort von Bürsten und Lappen ausgepeitscht wurde:eek: Die Zeiten sind heute glücklicherweise vorbei, ab jetzt genießt der schnelle Gleiter nur noch schonende Handwäsche. Aber der Audi trug noch immer die Narben aus seinem ersten Leben, die es nun zu beseitigen galt. Der Wagen wurde zwar vor kurzem schon einer Verkaufsaufbereitung unterzogen, aber als der LED Strahler anging hatte ich doch leichte Zweifel daran. Einzig die zahlreichen Politurreste in Ritzen und auf Kunststoffen zeugten davon, dass da man jemand kurz drübergehuscht ist:rolleyes:

 

Daten zum Fahrzeug:

 

- Hersteller: Audi

- Modell: S5

- Farbe: Phantomschwarz Perleffekt

- Laufleistung: 40.000 km

(ich hoffe das stimmt so etwa)

 

Verwendete Hardware:

- Krauss P7 Superpolish Rotationsmaschine

- Rotweiß Stützteller 123 mm

- Liquid Elements T3000 Exztermaschine

- Krauss CM 8828 Lackschichtdickenmesser

- Kovax Trockenschleifpapier

- 30 Watt LED Strahler

- 3x orange 132 mm Rotweiß Pads

- 3x rote 139 mmLake Country Pads

- 2x Lake Country Foamed Wool Pads 150 mm

- ca. 20 Mikrofasertücher von Cobra, Wizard of Gloss, Microfiber Madness, Zaino, Dodo Juice

 

Verwendete Software:

- Menzerna FG400

- Menzerna PF2200

- Prima Cut

- Prima Swirl

- Prima Amigo

- Zymöl Carbon

- Optimum No Rinse

- DIY Lackkontrollspray

- Wasser

- CG Streak Free Window Clean

- Nevr Dull

 

Die Aufbereitung...

 

...begann wie immer mit der Wäsche. Das Auto wies nur geringe Verschmutzungen auf. Mangels Wasseranschluss wurde die Wäsche mit ONR und 2 WoG True Blue für den Lack und zwei Schlampenlappen von Cobra für die Felgen durchgeführt. Als ersten wurden ca 1 l Vorsprühlösung aus ONR in der Mischung ~1:60 auf dem Auto verteilt um den Schmutz einzuweichen. Anschließend wurde mit 8 l Wasser + 45 ml ONR und den zwei Tüchern gewaschen. Nach jeder Teilfläche wurden die Tücher in einem Eimer mit Frischwasser ausgespült. Die Felgen waren noch nicht lange auf dem Auto und so wurden sie ohne scharfe Reiniger sauber, mit Ausnahme von vereinzelnen Teerpünktchen. So riesen Felgen lassen sich wirklich gut waschen, da kann man die ganze Hand ins Felgenbett stecken und kann sich bei Regen sicherlich auch unterstellen;):D Von der Aktion gabs keine Fotos, ich würde ja sagen die Wäsche ist vom Ablauf klar, aber wir haben es einfach verpennt Fotos davon zu machen:rolleyes:

 

Danach ging es zum abkleben in die Garage.

 

AbgeklebtAbgeklebt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dort wurde nach dem Abkleben aller an den Lack angrenzenden Kunststoffteile sowie der Türgriffe sogleich der erste Testspot gefahren. Nach dem Bild der LED Beleuchtung sparte ich die ganz milden Kombinationen gleich aus und begann mit Prima Swirl auf der T3000 und einem orangen Rotweiß Pad. Das beseitigte echt "prima" den Grauschleier auf dem Wagen (nochmal hutschte mir die Frage durch den Kopf "Wurde der nicht aufbereitet? Einen Grauschleier kriegt man sogar per Hand spielend leicht weg!")

 

GrauschleierGrauschleierGrauschleier 2Grauschleier 2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jedoch hätte ich schwören können ich hörte ein leises, aber dafür hönisches Lachen. Es kam zweifellos von den zahlreichen Haarlinienkratzer und den vereinzelten tieferen Kratzer, die sich über den ersten Versuch kaputt lachten. Na wartets mal ab, das war nur der erste Schlag. Als nächstes folgte daneben ein Durchgang mit das Krauss P7, LC Foamed Wool und Prima Swirl. Ergebnis: Swirls weg, Haarlinienkratzer und Kratzer lachten sich weiterhin einen ab.

3. Versuch Prima Cut auf Fell: Die Haarlinienkratzer waren stark angeschlagen, aber die richtigen Kratzer waren nach wie vor siegessicher. Unangenehmer Nebeneffekt war ein deutlich sichtbarer, aber nicht fotogener Grauschleier. Wäre an und für sich halb so wild gewesen, es wäre in jedem Fall noch ein Finishdurchgang gefolgt um die leichten Spuren der Wolle + Hologramme die ich mit der Kombi fabrizierte, zu beseitigen.

 

Die Kratzer sollten jedoch auf weg, und so kam die härteste Waffe im Arsenal zum Einsatz: Kovax Trockenschleifpapier, 3000er Körnung. Da ich ungern bei einem relativ neuen Audi S5 bleibende Schäden hinterlassen will, wurde vor und während des Schleifens mit dem Lackschichtdickenmesser kontrolliert wie viel Lack noch vorhanden war. dabei traten dem Besitzer aka MX-3-Fahrer schon leichte Schweißperlen auf die Stirn:D, aber von den Messungen ermutigt, hat er sogleich selbst zum Schleifpapier gegriffen:cool::)

 

MessungMessungGeschliffenGeschliffen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schwer zu sagen wie viel Lack runtergeschliffen wurde, die Messwerte schwankten entlang des Kratzer zwischen 132 und 125 µm. Nach dem Schleifen schwankten sie ebenfalls etwa zwischen 130 und 124 µm. Ich weiß nicht genau wie viel Lack runterkam, aber allzu viel war es nicht.

Zum Auspolieren der Schleifspuren nutzen wir die Menzerna FG400 auf einem weißen Menzerna Pad (knüppelhart). Nach diesem Vorschliff wurde die Motorhaube komplett mit LC Fell + FG400 bearbeitet. Das zeigte den besten Erfolg gegen die großflächig verteilten Haarlinienkratzer und hatte nichtmal den Grauschleier zur Folge, wie er mit der Prima Cut + Wolle auftrat.

Die grobe Kombination, noch dazu in den Händes eines Rota-Einsteigers hinterließen natürlich derbe Hologramme. Die wurden erst mal selbstbewusst ignoriert, mit dem guten Gewissen, dass mir MX-3-Fahrer mit der T3000 und Prima Swirl folgte um die von mir erzeugten Spuren zu beseitigen. Gegen die Polierspuren hätte es sicherlich auch eine mildere Pad-Politur-Kombination getan, aber der Glanz der Swirl war gut, und so konnten im Nachgang sicherlich noch einige fast beseitigte Haarlinien komplett entfernt werden.

 

Weiter gehts auf Kotflügel links.

 

P7 + LC Wool + FG400P7 + LC Wool + FG400Koti rechts vorherKoti rechts vorherKoti rechts nach FellKoti rechts nach Fell

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Reifen abklebenReifen abklebenKoti links vorherKoti links vorherKoti links nach FellKoti links nach Fell

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kotflügel vorherKotflügel vorher50/50 mit Fell50/50 mit Fell

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und zur Tür rechts.

Folgende Bilder: Swirls und Haarlinien vorher, dann die Politur bei ausgeschalteter Maschine verschmieren, anschließend auf Stufe 1 (700 min^-1) verteilen...

 

Tür vorherTür vorherPolitur verschmiertPolitur verschmiertPolitur verteilt (Stufe 1)Politur verteilt (Stufe 1)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

....dann fahren auf Stufe 2-3 (1300 min^-1) mit ca. 3 kg "Druck" sowie 5 cm/s Vorschubgeschwindigkeit und das ganze solange, bis kaum noch was von der Politur zu sehen ist. kommendes Bild: Politur fast durch nach 3 Kreuzstrichen. Nächsten Bild: Politur komplett durchgefahren nach weiteren 2 Kreuzstrichen.

Währenddessen wurden einzelne, tiefere Kratzer immer wieder kurz aber hart auf Kante bearbeitet. Dabei immer wieder die Temperatur mit der Hand kontrolliert und mit dem normalen Kreuzstrich fortgefahren, damit der Kratzer etwas abkühlen kann. Also bei jedem Kreuzstrich wurden die Kratzer ein paar Sekunden lang auf Kante einer Sonderbehandlung unterzogen bis sie entweder weg waren, oder die Politur durchgearbeitet. Letztes Bild nach abwischen der Politurreste.

 

Politur FAST durchPolitur FAST durchPolitur durchPolitur durchPolitur abgewischtPolitur abgewischt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das nächste Bild nachdem MX-3-Fahrer das Finish gefahren hat, also 3 Klekse Politur auf das Rotweiß Pad und auf kleinen Flachen bei ca. 2 cm/s Vorschub bei 7-8 kg "Druck" durchgearbeitet. Hologramme weg, Swirls weg, Haarlinien (fast) alle weg. Außerdem wurden die engen Stellen an den Schwellern, am Heckdeckel und der Stoßstangen ausschließlich von MX-3-Fahrer und Exzenter bearbeitet. Mit der Rota war mir das deutlich zu gefährlich. Die Flächen waren klein und standen häufig in einem kleinen Winkel aufeinander. Wenn man dort nur einen cm abrutscht, berührt der Padrand den Lack. Und in so einer Situation ist der Lack schneller weg als man gucken kann.

 

Finsish nach ExzenterFinsish nach Exzenter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erwähnte ich die Politurreste, die von der Verkaufsaufbereitung in allen Ritzen hingen? Zahnstocher gezückt und los gehts:

 

PoliturrestePoliturrestenach Zahnstochernach Zahnstocher

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Dach fand sich ein undefinierbarer Fleck, sah irgendwie aus wie Klebstoff oder eine Art Verätzung des Klarlackes. Nachdem chemische Reiniger erfolglos getestet wurden, wurde die Stelle polierender Weise bearbeitet. Wieder auf Kante, und so sah es nach ein paar Zügen schon besser aus. Es war sowohl vorher als leichter Erhebung spürbar, als auch nachher sichtbar, als keine Erhebung mehr fühlbar war. Alles ging leider nicht weg. Das Tuch hab ich mal zum besseren Fokusieren daneben gelegt.

 

Fleck auf DachFleck auf DachFleck nachherFleck nachher

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Um das Dach und die Haube zu polieren haben wir uns an die Seitenteile Mikrofasertücher gelegt, so konnten wir und so richtig schön drüberhängen, ohne die Seitenteile und Kotflügel mit der Kleidung zu zerkratzen. Dadurch war es deutlich bequemer und die Arme konnten etwas entlastet werden.

 

So arbeiteten wir uns rundrum und das Auto sah schon verdammt gut aus:)

 

Reflection ShotReflection ShotKontrolle unter LEDKontrolle unter LED

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

LED 2LED 2Triple LEDTriple LED

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zur Vorbereitung des Lackes auf den Wachsauftrag kam Prima Amigo zum Einsatz. Nach ca. 7-8 Stunden Polierzeit und das auch noch 2 mal, da zu zweit war das sanfte einmassieren mit dem roten LC Pad auf Stufe 4 der T3000 eine wahre Wohltat. Auch wenn der Lack nach der Politur schon richtig schön glatt war, die Glätte und "Weiche" des Amigos ist immer wieder erstaunlich. Während ich mit dem Amigo vorweg ging, trug MX-3-Fahrer schon das Wachs auf und nach 2 Minuten Ablüftzeit wieder ab. Das Carbon schmolz förmig auf dem Lack und ließ sich in seiner öligen Konsistenz wunderbar auf dem Lack verteilen. Der Geruch, der sich in der Garage breit machte, war schon unbeschreiblich, eine Mischung vom undefinierbar angenehmen Amigo und dem fruchtigen nach Kokos und Banane (????) duftenden Zymöl.:D

 

Hier ein Paar Bilder vom Amigo auf dem Pad, Auftrag und Abtrag des Wachses:

 

Amigo auf LC rotAmigo auf LC rotWachsabtragWachsabtragWachsfilmWachsfilm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So nach 11 Stunden war die Arbeit (oder doch Vergnügen?) getan, Ende, Aus, Finito, danke fürs lesen.:)

 

NICHT!

 

Es fehlen ja noch die Finish-Bilder, und zwar reichlich da ich mich nicht entscheiden konnte und keine Aussortieren wollte.:p Denn das schwarz knallte in der Abendsonne einfach nur fantastisch:cool: Es geht doch nichts über eine Frisch aufbereitetes schwarz. Die Zweifel des Besitzers über die künftige Farbwahl seiner Autos konnten ich glaube ich wieder gekippt werden, aber wie sollte es auch anders sein, bei DEM Anblick:

 

112233

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Als letztes noch ein Gruppenfoto der Helden des Tages: FG400, Prima Swirl, Prima Amigo, und Zymöl Carbon. Außerdem gabs am nächsten Tag gleich Regen, so dass es auch noch gleich Beading-Fotos gab. War ein super Tag, wir sind beide mit dem Ergebnis zufrieden und das ist doch die Hauptsache:)

 

Zeit der Aufbereitung: 2 Mal 11 Stunden

Zeit zum Schrieben des Show it Offs: 3 Stunden + 30 min Bilder sichten, sortieren, verkleinern...

 

So, das wars nun aber wirklich. Danke fürs Lesen, ich hoffe es war unterhaltsam.

 

Grüße

Mr. Moe


Mon Mar 04 19:20:56 CET 2013    |    Mr. Moe    |    Kommentare (4)    |   Stichworte: CarPro, HrydrO2, Hydro, Opel, Standzeit

Moin, moin!

 

Gut ein Monat ist vergangen, da wird es Zeit sich anzusehen, wie sich das HydrO2 geschlagen hat.

 

Hier der Artikel zur Anwendung: Kurztest: CarPro HydrO2

 

Hier ein Video von Heute, gut ein Monat nach dem Auftrag. Seit dem bin ich ca. 2000 km bei verschneiten, nassen und matschigen Straßen gefahren. Das Video zeigt das Abspülen nach der Wäsche mit Maxi Suds II

 

Ich empfehle es auf voller Auflösung anzusehen.

 

Video

 

Anfang Februar, wurde er mal vom Lackierer gewaschen, wenn ich raten müsste würde ich sagen ohne zwei Eimer und mit Spüli :rolleyes:

 

Hier ein paar Bilder von vor der Wäsche und danach:

 

Vor Wäsche1Vor Wäsche1Vor Wäsche 2Vor Wäsche 2danach 1danach 1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

danach 2danach 2danach 3danach 3danach 4danach 4

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

danach 5danach 5danach 6danach 6

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich habe heute noch einen Corsa gewaschen. Der hat seit etwa einem Jahr keine Pflege mehr bekommen, die letzte Wäsche liegt auch mindestens ein halbes Jahr zurück. Das ganze Auto habe ich mit APC 1:10 eingesprüht und anschließend mit überdosiertem Maxi Suds II gewaschen. Dann war er sauber. Für den Auftrag eines normalen Lackschutzes wäre definitiv eine Runde Kneten nötig gewesen. Das war zeitlich aber nicht drin, da das Auto tagsüber bewegt wird.

 

Ideal also für HydrO2. Das auf dem ganzen Auto eine geschlossene Wasserdecke stand braucht ich eigentlich nicht erwähnen, mach ich aber trotzdem^^

Also das ganze Auto mit dem HydrO2 eingesprüht und mit dem Gartenschlauch abgespült.

 

Und hier das Ergebnis:

 

Beading CorsaBeading CorsaBeading CorsaBeading Corsa

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verbrauch für den Corsa etwa 40 ml Fertigmischung.

 

Ich finde wenn man die Belastung bedenkt, hat es sich auf meinem Auto ganz wacker geschlagen und auf dem ungespflegten Corsa zaubert es in Minutenschnelle ein gutes Beading.


Thu Jan 31 18:33:29 CET 2013    |    Mr. Moe    |    Kommentare (8)    |   Stichworte: CarPro, Hydro2, Mr. Moe, Sprühversiegelung, Versiegelung

Moin, moin!

 

als passionierter Detailer stand ich Anfang der Woche in der Waschbox und habe den ersten frostfreien Tag genutzt um das Auto wieder sauber zu bekommen. Dabei stellte ich ernüchtert fest, das der Lackschutz vom letztes Herbst schon stark am schwächeln ist. Leider war es nach der Arbeit schon spät, es wurde langsam dunkel und die Luftfeuchtigkeit schoss durch die Decke. Selbst mit dem großen Elite UPDPDT war der Lack kaum trocken zu bekommen. Die Auffrischung mittels Sprühversiegelung fiel somit ins Wasser, die hätte ich bei der Restfeuchte vom Lack, Luftfeuchte und Kälte nicht richtig abgewischt bekommen :(

 

Auf die Lösung meines Problems bin ich zufällig gestoßen während ich mir den Warenkorb für die Frühjahrsaufbereitung zusammenstellte. Und weil Geduld nicht gerade meine Stärke ist beschloss ich die Bestellung etwas vorzuziehen, denn CarPro HydrO2 sah für mich einfach zu gut aus. Hier das Werbevideo dazu:

 

Video

 

 

Sah ja spitze aus, also 50ml davon rein in den Einkaufskorb und ab dafür. Nach weiterer Recherche erführ ich, dass das Mittel sogar 1:3 verdünnt werden sollte.

 

Aus der kleinen teilweise eingeschweißten 50 ml Sprühflasche (die etwas siffte), wurden 200 ml Fertigmischung.

 

50 ml Konzentrat50 ml Konzentrat200 ml Fertigmischung200 ml Fertigmischung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als Vorbereitung habe ich mir nach der Arbeit meine Waschausrüstung geschnappt und ab zur Waschbox. Nach einer 08/15 Wäsche mit CG Maxi SudsII und gründlichem abspülen zeigte sich folgendes Bild:

 

Haube vorherHaube vorherDach vorherDach vorherC-Säule vorherC-Säule vorher

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf der Haube war mal das CarPro DLUX, Auftrag im August.

 

Auf dem Rest des Autos war mal die Sonax NanoLackProtect Versiegelung. Bei der Verarbeitung ging scheinbar etwas schief (ich vermute auch hier zu hohe Luftfeuchtigkeit als Ursache)

 

Das nasse Auto habe ich anschließend einfach mit dem HydrO2 dünn eingesprüht. Die Sprühflasche erwies sich dabei eher als suboptimal. Es war windig und der Sprühkopf zerstäubte sehr fein, so hab ich vermutlich mit der Hälfte des Hydros die Wände der Waschbox versiegelt :rolleyes:

Dabei war ich erst mal skeptisch, denn beim Aufsprühen floss das Wasser auf dem Auto kein bischen ab:confused:

 

Nachdem das ganze Auto eingesprüht wurde, griff ich wieder zur Hochdrucklanze mit dem Klarwasserprogramm und fing an das ganze wieder abzuspülen. Dabei bildet sich sofort ein dünner Schaum um im nächsten Augenblick schnell aufzureißen. Das sah schon klasse aus :D

Hier hab ich mal versucht den Schaum abzulichten. Aber sobald der Wasserstrahl aussetzt, verschwindet auch der Schaum zum größten Teil.

 

SchaumSchaum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn sich beim Abspülen kein neuer Schaum mehr bildet sind die Reste der Versiegelung anscheinend fertig abgetragen. Auch zu erkennen am immer besser werdenden Sheeting. Auch die Lackglätte hat nach der Versiegelung spürbar zugenommen

 

Hier ein paar Bilder nach dem Abspülen, es regnete übrigens gerade:rolleyes:

 

Dach nachherDach nachherHaube nachherHaube nachherC-Säule nachherC-Säule nachher

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verbraucht habe ich soviel:

VerbrauchVerbrauch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie gesagt, mit einem besseren Sprühkopf oder ohne Wind wäre auch weniger drin gewesen. Die Werbung verspricht eine Standzeit von 3 Monaten und Resistenz gegen scharfe Reiniger wie APC, ich bin gespannt. Wenns 6-8 Wochen durchhält bin ich schon zufrieden.

 

Verlässliche Angaben zur Standzeit werde ich kaum machen können. Ersten befinden sich noch Versiegelungen darunter und zweitens ist mein Lack manchmal etwas komisch...

 

Wie auch immer die einfache Anwendung und das anschließend tolle Beading haben mich schonmal sehr begeistert. :D


Wed Dec 26 23:17:23 CET 2012    |    Mr. Moe    |    Kommentare (27)    |   Stichworte: Autowäsche, Fahrzeugwäsche, Mr. Moe, ONR, Opti Clean, Optimum, Optimum No Rinse, Trockenwäsche

Moin, moin!

 

Lange wars ruhig hier im Blog, heute kommt mal wieder ein Thema bzw. Produktvorstellung, die mir berichtenswert erscheint.

 

Viele Leute, die für ihr Auto mehr tun wollen, als es nur durch die Waschanlage zu schubsen, kommen um eine Handwäsche nicht herum. Leider sind nicht alle Leute mit einem geeigneten Waschplatz gesegnet.

Gründe, die dem engagiertem Putzer die Handwäsche vermiesen gibt es einige:

  • kein Eigenheim und somit kein Platz vor der Haustür
  • Waschen vor der Haustür in der Gemeindesatzung evtl. verboten
  • Selbstwaschboxen dulden keine Handwäsche
  • Selbstwaschboxen sind zu weit entfernt
  • das Waschwasser ist so kalkreich, dass sich schon Stalaktiten am Wasserhahn bilden.

 

Darum sieht das Auto leider häufiger SO aus, als es dem Fahrzeugpfleger lieb ist.

 

dreckig 1dreckig 1dreckig 2dreckig 2dreckig 3dreckig 3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bäh, alles dreckig, sieht doch bescheiden aus:(

 

Eine Alternative bieten Fahrzeugpflegeprodukte, die die Reinigung völlig ohne, oder nur mit geringen Mengen an Wasser ermöglichen. Und jetzt kommts: OHNE den Lack dabei zu verkratzen! Zwei solche Produkte aus dem Hause Optimum Polymer Technologies habe ich mal unter die Lupe genommen.

 

Optimum No Rinse (ONR)

Das ONR ist keine richtige Trockenwäsche, sondern ist ein Produkt für das "rinseless wash", also Waschen ohne vorheriges oder anschließendes Abspülen mit Gartenschlauch bzw. Hochdruckreiniger. Es wird mit zwei Eimern gewaschen inklusive vorherigem Einweichen des Schmutzes durch Einsprühen mit einer ONR-Mischung. In einen Eimer kommt als Wasch- und Gleitzusatz das ONR, der zweite Eimer mit klarem Wasser dient zum Ausspülen. Das ONR im Waschwasser dient als Gleitmittel und soll außerem den Schmutz abkapseln, damit der Dreck beim Abwischen keine feinen Kratzer verursacht.

 

Kommen wir konkret zur Anwendung. Die ersten drei Bilder zeigen die Verschmutzungen, die es zu beseitigen gilt. Im Waschwasser wird das ONR mit einer Unze auf 2 Gallonen Wasser dosiert. Wem die Nicht-Metrischen Einheiten genauso auf den Senkel gehen wie mir, merkt sich einfach 30 ml auf 7,5 l Wasser. Die 30 ml entsprechen zwei Kappen des 1 Liter Gebindes. Wie schon angedeutet wird zunächst der Dreck mit einer ONR-Mischung eingeweicht. Das Einweichen wird nicht explizit in den Anweisungen auf der Verpackung genannt, hat sich aber in den Anwenderkreisen etabliert und erscheint mir ganz einfach auch logisch. Zum Einweichen verwende ich eine Mischung 1:30, das entspricht etwa 15 ml ONR auf 500ml Wasser.

 

Caress SchwammCaress SchwammEinweichlösungEinweichlösungeingesprühteingesprüht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem das Waschwasser und die Vorsprühlösung angemischt ist, wird die zu waschende Fläche großzügig mit der 1:30 Mischung eingenebelt, hier mit einer Sprühflasche von Prima, die ich neben den Sprühflaschen von Chemical Guys trotz des stolzen Preises wegen dem guten Sprühbild und Chemikalienbeständigkeit für empfehlenswert halte. Aber das nur am Rande;)

Nach dem Einweichen wird ein Mikrofasertuch/Schwamm in den Wascheimer getaucht und triefend nass, also ohne Auswringen drucklos über den Lack geschoben. Dabei sollte man es vermeiden zu mehrmals über die gleiche Stelle zu wischen. Das ist auch gar nicht nötig und würde nur das Kratzerrisiko erhöhen.

 

Hier habe ich die halbe Motorhaube abgewischt, dann den Schwamm gedreht und mit der sauberen und immernoch gut nassen Seite die andere Hälfte gewaschen. Dann wurde der Schwamm im Klarwassereimer ausgespült und wieder frisches Waschwasser aufgenommen. Bei der Wäsche reißt der Wasserfilm schnell auf und ein großteil des verwendeten Wassers läuft ab, auch auf unversiegelten Autos. Ich gehe daher davon aus, dass mit dieser Art der Wäsche auch eine leichter Konservierungseffekt einhergeht. Diesen Effekt würde ich aber nicht überbewerten, geht eher in die Richtung eines hochdosierten Wasch&Wachs Schampoo. Nach jeder Teilfläche wird gleich im Anschluss getrocknet.

 

Wasser läuft abWasser läuft abTrocknenTrocknenDreck im SchwammDreck im Schwamm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beim Waschzubehör herrscht nicht gerade Einigkeit. Auf der Flasche wird als Waschzubehör ein Mikrofasertuch genannt. In weitergehenden Artikelbeschreibung wird aber auch der in Enthusiastenkreisen gescholtene Schwamm empfohlen. Viele Anwender setzen auch einen hochwertigen Schwamm für diese Wäsche ein und sind zufrieden damit. Ich hab bei der Anwendung immernoch ein ungutes Gefühl und benutze stattdessen Mikrofaser, da ich der Meinung bin der Schmutz wird besser in die Fasern abtransportiert als bei der eher geschlossenen Oberfläche eines Schwammes. Wenn mir der Abschweifer gestattet sein, für die Politur benutzt man ebenfalls Schaumstoffpads, und dort bleibt die Politur vorwiegend an der Oberfläche des Pads. Wenn des gleiche mit dem Schmutz am Waschschwamm passiert fände ich das doch eher ungünstig.

 

Meine Eindrücke zu dieser Art der Wäsche sind überraschend positiv. Der ONR riecht nicht nur absolut fantastisch, der Mikrofaserschwamm gleitet mit dem Waschwasser auch deutlich besser über den Lack als mit jedem Schampoo, das ich bisher benutzt habe und das waren einige. Ich hatte nie den Eindruck, gerade den Lack zu zerkratzen, auch wenn die Verschmutzungen auf den ersten Bildern schon grenzwertig bzw. über der Grenze dessen sind, was man ohne richtige Wäsche entfernen sollte.

Ob das Auto auch sauber geworden ist zeigt sich z. B. im gelben Trockentuch. Die Flächen waren einwandfrei sauber, aber an Übergängen wie Motorhaube zum Kühlergrill und Scheinwerfer hätte ich wohl etwas gewissenhafter arbeiten sollen, gerade weil das Auto vorher schon sehr schmutzig war:eek:

 

Trockentuch nach GebrauchTrockentuch nach Gebrauch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Benötigt habe ich 2 Mikrofaserüberzogene Schwämme von Caress. Da wie auf Bild 10 zu sehen sich mehr Schmutz im Schwamm sammelt, als bei einer gründlichen Schampoowäsche mit Vorspülen durch den Hochdruckreiniger sollte man lieber 2-3 Stück benutzen. Die Caress Schwämme sind sehr günstig, gefallen mir aber immer besser, nicht nur für die Wäsche mit ONR. Auch bei der Schampoowäsche machen sie durch die hohe Wasseraufnahmefähigkeit des Schwammkerns in Kombination mit dem weichen Mikrofaserüberzeug ein gute Figur. Bei der ersten Anwendung ließen sie zwar deutliche Fussel ab, dies hatte sich aber nach der ersten Benutzung erledigt. Bei folgenden Anwendungen war alles in Odnung und den Gang durch die Waschmaschine haben sie auch überstanden. Außerdem wird noch ein Trockentuch, hier das DODO JUICE Soft Touch Drying Towel benötigt.

Nach dem Trocknen bleiben keine Schlieren oder sonstige Spuren zurück, auch wenn man mit dem Trocknen nicht so schnell hinterher ist.

 

Ganz trocken bleibt die Umwelt bei einer ONR-Wäsche natürlich nicht. (Bild 12) Ich würde sagen 1/3 bis die Hälfte des Waschwassers läuft auf den Boden. Zumindest gibts keinen verräterischen Schaum;)

 

Waschwasser auf BodenWaschwasser auf Boden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Optimum Opti Clean

Hier haben wir es mit einer richtigen Trockenwäsche zu tun, es wird also keinerlei zusätzliches Wasser benötigt. Das Opti Clean wird im Verhältnis 1:3 vorzugsweise mit destilliertem Wasser angemischt, aufgesprüht, kurz einwirken lassen und dann einfach wieder abgewischt.

 

Schon beim Mischen fällt mir der unaufdringliche, aber für mich unangenehme Geruch auf. Ist ein extrem chemischer Zitrusgeruch, erinnert mich an Badreiniger/Klostein so die Richtung. Ein Schuss Duftmittel könnte dem Zeug nicht schaden;)

 

Opti CleanOpti CleanDreck im Tuch mit Opti CleanDreck im Tuch mit Opti CleanVerbraucht Opti CleanVerbraucht Opti Clean

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei einer Trockenwäsche sollte man genügend saubere, langfaserige sowie weiche Tücher verwenden. Je länger die Fasern, umso besser wird der Schmutz im Inneren des Tuches aufgenommen und umso mehr Schmutz kann das Tuch aufnehmen, bevor es "kritisch" wird. Hier wurden hauptsächlich die Caress Blue 660 Tücher verwendet. Für das halbe Auto habe ich 3 Tücher benötigt. Das Tuch wird normal gefaltet, mit der einen Seite wischt man den Schmutz von einer Teilfläche, z. B. einer halben Tür ab, dann wird das Tuch gewendet und der Produktüberschuss abgewischt. Zumindest bei dem jetzigen kühlen Wetter hatte ich nie Probleme mit Schlieren und Flecken, auch wenn die geringen Produktreste naturgemäß länger brauchen bis sie verdunstet sind.

 

Hier wurde nur das halbe Auto gewaschen, und 2/3 der 500 ml Fertigmischung verbraucht. Bei wiederholten Anwendungen kam ich aber mit 500 ml Fertigmischung pro Wäsche ganz gut aus.

 

So, Wäsche beendet, noch ein paar Bilder vom nun sauberen Töff-Töff;)

 

sauber1sauber1sauber 2sauber 2sauber 3sauber 3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fazit:

 

Das ONR gefällt mir insgesamt besser. Die Halbtrockenwäsche ONR gleitet besser als die bei der Wäsche mit Opti Clean. Ich weiß nicht ob es am Mittel selbst, oder an der größeren Flüssigkeitsmenge liegt aber bei ONR ist mir wohler und mein Kratzerradar schlägt weniger Alarm.

Aber für leichten Staub, man denke nur an die Blütenpollenattacken im Frühsommer, finde ich das eine gute Alternative für die schnelle Wäsche zwischendurch.

Hinzu kommt noch der undefinierbar leckere Duft des ONR gegenüber der WC-Frische des Opti Clean:)

 

Preislich gesehen verbraucht man mit einer ONR-Wäsche 15 ml für die Vorsprühlösung und 30 ml für das Waschwasser.

Bei der knapp 1l Flasche macht das einen Preis von 85 Cent pro Wäsche. Durchaus attraktiv wenn ich bedenke, dass ich in den Automaten der Waschbox mindestens 2 € werfe und zusätzlich Schampoo im Wert von 50 Cent verbrauche. Die restlichen Kosten für die anschließende Reinigung der Waschutensilien bleibt gleich.

 

Beim Opti Clean siehts nicht ganz so günstig aus. Bei meinem Verbrauch von 500 ml Fertigmischung 1:3 , also 125 ml Opti Clean, entspricht das 2,37 € pro Wäsche. Immernoch in Ordnung, aber schon eine andere Preisregion.


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