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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

07.03.2011 09:31    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (5.177)    |   Stichworte: Ausnahmen, Benzin, Biosprit, E10, E10 Kraftstoff, E10 Unverträglichkeit, E10 Verträglichkeit, Ethanol, Freigabe, Hersteller, Information, Kraftstoff, Marken, Modelle, MOTOR-TALK, Problematik, Umfrage, Verträglichkeit

Tankst Du E10?

Seitdem am vergangenen Donnerstag bekannt wurde, dass die Mineralölkonzerne die weitere Auslieferung vom Biokraftstoff E10 an die Tankstellen vorerst stoppen, ist das Chaos perfekt. Die Medien überschlagen sich, Schuldzuweisungen für den E10-Flopp gibt es nach allen Richtungen und keiner weiß so recht, welchen Meldungen man noch Glauben schenken darf und welchen nicht. Am Dienstag, 8. März 2011, soll nun in einem „Benzin-Gipfel“ eine Lösung gefunden werden, wie man aus dem E10 Debakel wieder rauskommt. Dabei soll es um Maßnahmen gehen, wie E10 von den Autofahrern angenommen werden kann. Der Aufschrei nach der kompletten Abschaffung von E10 wird dort allerdings laut aktueller Meldungen kein Thema sein. Wir gehen deswegen das Thema „E10“ hier mal etwas grundsätzlicher an, denn natürlich ist vor allem auf MOTOR-TALK das Interesse daran riesig.

 

E10 tanken oder nicht?E10 tanken oder nicht?Die Verunsicherung ist groß: Eine uneinheitliche und unwillige Informationspolitik seitens der Automobilhersteller und Mineralölkonzerne sorgt dafür, dass die deutschen Autofahrer den neuen Sprit lieber meiden – jedenfalls dort, wo er bislang verfügbar ist. Für Super oder Super Plus zahlen sie im Schnitt acht Cent mehr pro Liter – und der Nachschub der Tankstellen an Super E5 wird mittlerweile knapp. Dies hat dazu geführt, dass die Mineralölkonzerne am vergangenen Donnerstag den vorläufigen Produktionsstopp von E10 ausgerufen haben, um das E10 Versorgungssystem nicht platzen zu lassen, weil keiner den Biokraftstoff tanken will.

 

Auch auf MOTOR-TALK ist die Verunsicherung und das Interesse groß. Erste Nutzer haben schon dazu aufgerufen, E10 komplett zu boykottieren, um „die da oben“ zum Umdenken zu bringen. Was steckt aber wirklich hinter E10, und was ist Eure Meinung dazu? Das wollten wir mal wissen und sind das Thema deshalb etwas grundsätzlicher angegangen. Außerdem haben wir uns angeschaut, wie gut die Hersteller über E10 informiert haben.

 

Rechtlicher Hintergrund

 

Die Richtlinie 2009/30/EG des Europäischen Parlaments verpflichtet alle Mitgliedstaaten, ein System zur Überwachung und Verringerung der Treibhausgasemissionen einzuführen. Dies kann u.a. durch die Einführung eines Ottokraftstoffs mit maximal zehn Volumenprozent Kraftstoffethanol (Bioethanol) unter dem Branchenkürzel E10 (von Ethanol 10 %) erfolgen. Was immer man davon hält, die deutsche Regierung setzt damit letztendlich europäisches Recht um, und das sogar eher spät: In Frankreich z.B. wird E10 schon seit 2009 verkauft. Dadurch soll die Abhängigkeit vom Erdöl vermindert und der CO2-Ausstoß im Verkehr reduziert werden. Die entsprechenden Gutachten gehen von einem CO2-Vorteil von 35 Prozent aus, den Ethanol aus nachwachsenden Rohstoffen gegenüber Erdöl hat.

 

Für Fahrzeuge, die E10 nicht vertragen, muss laut EU-Richtlinie mindestens bis 2013 das bisherige Benzin als sogenannte Bestandsschutzsorte weiterhin angeboten werden. In Deutschland verkauftes Ethanol muss zusätzlich eine positive Umweltbilanz gegenüber Erdöl haben.

 

Kritik

 

Kritiker monieren vor allem, dass eine bessere Umweltbilanz von Super E10 gegenüber herkömmlichem Super sich nicht wirklich belegen lässt. Es wird den Regierungen vorgeworfen, Nebeneffekte wie Abholzung, Bodenverödung, -vergiftung etc. einfach auszublenden. Ein positiver Effekt von Ethanol im Sprit auf die Umwelt sei zudem, falls vorhanden, angesichts der Menge der Beimischung allenfalls marginal.

 

Klar ist, durch den niedrigeren Brennwert von Ethanol gegenüber Benzin aus Erdöl (65,5%) sinkt auch der Brennwert des gemischten Sprits. Dadurch sinkt die Leistung und steigt der Verbrauch. Der errechnete Mehrverbrauch ist allerdings marginal, er beträgt 1,7 % (bei bisher 6 l/100 km wären das 0,1 l/100 km mehr).

 

Weiter wird kritisiert, dass E10 manche Pkw schädigen kann. Deshalb sind alle Autohersteller verpflichtet, Auskunft über die E10-Verträglichkeit ihrer Modelle zu geben. Das DAT-Institut hat daher im Auftrag der bundesregierung eine Liste der Herstellerangaben zur Verträglichkeit von E10 erstellt.

 

Was steckt wirklich dahinter? E10 und die Risiken

 

Eine sehr vollständige Erklärung zu den Hintergründen und möglichen Risiken von E10 gibt es im Blog von Rotherbach. Wir haben die wesentlichen Infos daraus hier mal zusammengezogen.

 

Oft hört man, dass Ethanol sowohl Dichtungen als auch den Motor selbst schädigen kann. Das ist zwar nicht falsch, relativiert sich aber in den meisten Aspekten durch die verhältnismäßig geringe Beimischung. Seit 1980 befindet sich bereits ein 5%iger Anteil Ethanol im Benzin, der die Klopffestigkeit steigern und Bleiadditive ersetzen sollte. Die jetzige Verdopplung dieser Menge stellt nur in wenigen Ausnahmefällen ein Risiko dar.

 

 

Benzindirekteinspritzer mit Hochdruckpumpen

 

Infos zu E10Infos zu E10Die Hydrophilie von Ethanol bewirkt, dass geringe Mengen Wasser mit korrosionsgefährdeten Teilen im Motor in Berührung kommen können, jedoch zu wenig, um Schäden zu hinterlassen. Auch eine Verdünnung des Motoröls und damit zusammenhängend eine Verkürzung des Ölwechselintervalls ist auszuschließen, da sich das Wasser absetzen und bei entsprechenden Motortemperaturen verdampfen würde. Riskanter ist die Säure-Base-Reaktivität. Es kann bei Leichtmetallen wie Aluminium zu einem „scheinbaren Auflösen des Bauteils“ kommen – ein schleichender Prozess, der durch Beschädigungen beschleunigt werden kann. Aus diesem Grund gibt es keine Freigabe für Benzindirekteinspritzer mit Hochdruckpumpen. Durch die Steigerung des Druckes erhöht sich die Reaktivität von Ethanol, bei entsprechenden Tests wurden Korrosionsspuren an Aluminiumverschraubungen festgestellt. Alle anderen Benziner bleiben hiervon weitgehend verschont, nur eine drastische Erhöhung des Ethanolanteils wäre gefährlich.

 

Da betroffene Leitungen und Dichtungen für den Kontakt mit Benzin ausgelegt sind, ist die Eigenschaft von Ethanol als Lösungsmittel zu vernachlässigen. Hier besteht das einzige Risiko darin, dass Weichmacher abgetragen werden können, was zu sprödem Material oder Rissen führen kann. Aber dieser Prozess verläuft so langsam, dass in der Regel eher der normale Verschleiß eintritt.

 

Relevant für alle Modelle ist die höhere Betriebstemperatur bei der Verwendung von E10 im Vergleich zu herkömmlichem Super. Ethanol benötigt weniger Sauerstoff bei der Verbrennung, wodurch ohne Anpassung ein mageres Gemisch entsteht. Im normalen Betrieb wird dies aber durch die Lambdaregelung per Änderung der Einspritzmenge korrigiert. Bei älteren Fahrzeugen ohne geregelten Katalysator empfiehlt sich eine Anpassung mit Hilfe eines Abgastesters. Durch den geringen Ethanolanteil sind generell Schäden an Auslassventilen oder Katalysator aber unwahrscheinlich.

 

Die Hersteller: Desinformation aus Angst vor Garantieansprüchen?

 

Wie gut informieren die Pkw-Hersteller?Wie gut informieren die Pkw-Hersteller?Alle Hersteller waren verpflichtet, zum Marktstart von E10 verbindliche Angaben zu machen, welche Modelle sie für den neuen Kraftstoff zulassen. Die Qualität der Angaben ist aber sehr unterschiedlich. Die meisten deutschen Hersteller, wie z.B. VW und Opel, haben fast ihre gesamte Modellpalette für E10 freigegeben. Ausnahmen wurden meist klar benannt. Ebenfalls vorbildlich: Volvo testete alle Pkw bis 1976 rückwärts, Ford macht sogar Ausführungen zu Pkw vor Baujahr 1940. Andere Hersteller machen es sich dagegen eher einfach. So gibt z.B. Nissan pauschal alle Modelle ab Bj. 2000 frei. Ob sich da wirklich alle 2000er Modelle technisch so entscheidend vom 1999er Modell unterscheiden? Ist E10 in einem Modell Baujahr 1999 doch sicher – oder in einem Modell 2001 unsicher? Man weiß es nicht, und ohne entsprechendes technisches Hintergrundwissen ist man zwangsläufig verunsichert.

 

Auch Mazda gibt Freigaben nur für aktuelle Modellreihen (Mazda2-6) ab 2003. Die direkten Vorgänger Premacy oder Demio werden pauschal ausgeschlossen. Am einfachsten macht es sich Lada. Erst ab Modelljahr 2011 (Euro5) werden hier die Autos für den Betrieb mit E10 freigegeben.

 

E10 und die Motorrad-HerstellerE10 und die Motorrad-HerstellerNun ist es natürlich für Autohersteller eher unwirtschaftlich, 10 Jahre alte Autos gründlich auf E10-Verträglichkeit zu untersuchen bzw. zu testen. Der Verdacht steht im Raum, dass etliche Fahrzeugmodelle eigentlich kein Problem mit Ethanol haben – die Hersteller aber ein Problem damit, das für diese älteren Modelle zu bescheinigen. Aus Angst vor möglichen Garantieansprüchen? Die Frage darf erlaubt sein, ob es überhaupt möglich ist, die Restlebensdauer eines 15 Jahre alten Alltagsautos durch Betankung mit E10 noch zu verkürzen.

 

Auch auf Nachfrage bei den Herstellern erhält der Kunde übrigens keine andere oder genauere Aussage als die, die auch in den allgemein zugänglichen Listen steht. Andere Hersteller schicken OPR-Codes ins Rennen; ebenfalls nicht sehr kundenfreundlich.

 

Die Tankstellen: An der Grenze zum Betrug?

 

Die Verunsicherung der Autofahrer durch E10 wurde durch die Tankstellen und Mineralölkonzerne kräftig befördert. Obwohl der Stichtag lange bekannt war dauerte es zunächst mal Wochen, bis es überhaupt irgendwo ein Schild gab, auf dem E10 steht. Bis heute ist das nicht flächendeckend so. Seit nun die meisten Tankstellen E10 führen, zeichnen sich allerdings zwei unschöne Trends ab.

 

1. Trend: Super E5 ist keine Alternative mehr.

 

Zwar müssen Tankstellen zum Bestandsschutz weiterhin Super mit 5% Ethanol führen. Zu welchem Preis und mit wie viel Oktan max., da gibt es keine Vorschrift. Also kann das bisherige Super zum gleichen Preis wie Super Plus angeboten werden, oder es gibt gleich nur noch Super Plus. So soll natürlich der Absatz von E10 gestützt werden, die Einführung einer neuen Sorte ging schon immer nur über den Preis. Hintergrund: 2011 müssen die Tankstellen zu 6,25% Agrokraftstoffe verkaufen – das geht nur, wenn E10 billiger verkauft wird, als es ist. Und das geht nur, wenn herkömmliches Benzin teurer verkauft wird, als es ist.

 

Soweit ist das nachvollziehbar. Immer öfter wird aber der Vorwurf der Abzocke erhoben. Der VCD rechnet es vor: In der Herstellung ist E10 um rund 0,5 ct. je Liter teurer als E5. Nimmt man den Mehrverbrauch hinzu, der theoretisch durch E10 entsteht, dürfte es allenfalls 20 Cent je gefahrene 100 km zu kompensieren geben. Das wäre nicht mal die Hälfte der derzeitigen Preisdifferenz von 8 Cent im Bundesdurchschnitt.

 

2. Trend: Was man wirklich tankt, weiß man nicht.

 

Mit der Einführung von E10 kann man derzeit eigentlich nur bei Super Plus wirklich sicher sein, was man wirklich tankt. Der Grund: In den entsprechenden DIN-Normen zur Kraftstoffqualität gibt es zwar eine Höchstgrenze für Ethanol, aber keine Mindestgrenze. So kann dann 95 Oktan Benzin E5 zwischen einem und fünf Prozent Ethanol enthalten, Super E10 sogar zwischen einem und zehn Prozent. Zusätzlich kann sogar Super Plus als Super E5 verkauft werden – die Mindestoktanzahl ist gegeben.

 

Das alles wäre im Grunde nicht schlimm – würden nicht viele Autofahrer bewusst einen höheren Preis in Kauf nehmen, um E5 zu tanken. Dadurch wird es dann eigentlich zu einem legalen "Betrug". Schließlich hätte man in vielen Fällen den gleichen Sprit auch billiger haben können. Nach Untersuchungen des ADAC hingen in den letzten Wochen auch an mehreren Tankstellen unterschiedlich ausgepreiste Sorten am mutmaßlich gleichen Tank.

 

Und nun?

 

Wer also weder Zeit noch die Fachkenntnis für eine technische Analyse seines Kraftstoffes hat, dem bleibt nur, sich nach den Empfehlungen des Herstellers und den Ausschilderungen an der Tankstelle zu richten. Wer das tut, zahlt derzeit u.U. kräftig drauf.

 

Was können die Autofahrer daher erwarten? Sie können von den Autoherstellern erwarten, dass diese ihre Empfehlungen zum Thema E10 nach technischen Gesichtspunkten und nicht zuerst nach Gesichtspunkten der juristischen Risikoabwehr aussprechen, und dass sie sich damit die Mühe machen, die erforderlich ist. Sie können erwarten, dass offensichtliche Panikmache unterbleibt, und dass sie nicht die Versäumnisse der Konzerne nachträglich an der Zapfsäule finanzieren und dabei noch falsch informiert werden.

 

Was sagt Dein Hersteller zu E10?

 

Abarth, Alfa Romeo, Audi, BMW, Chevrolet, Chrysler, Citroen, Dacia, Daewoo, Daihatsu, Fiat, Ford, Honda, Hyundai, Lancia, Land Rover, Lexus, Mazda, Mercedes-Benz, Mini, Mitsubishi, Nissan, Opel, Peugeot, Porsche, Renault, Seat, Skoda, Smart, Subaru, Suzuki, Toyota, Volkswagen, Volvo, DAT-Liste der Herstellerangaben zur Verträglichkeit von E10


19.08.2012 10:01    |    Drahkke

Offensichtlich wird der momentane Anti-E10-Hype von diversen Trittbrettfahrern genutzt, um sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren...

 

http://www.n-tv.de/.../...atch-Biosprit-ist-Irrweg-article7002581.html


19.08.2012 14:41    |    MauiSven

Vorsicht bei der Verwendung des Begriffes "Hype", Ihr selbst seid es doch, die hier seit nunmehr 1,5 Jahren den Konsum des ach so tollen E10 "hypen" :rolleyes:

 

Ach ja, und schönen Gruß an all jene, die hier immer wieder unbelehrbar betonen, wie billig das Zeug doch ist... *Lachkrampf krieg*


19.08.2012 14:42    |    Drahkke

Es ist doch wohl unbestritten, daß E5 noch mehr "gehyped" wird...


19.08.2012 16:56    |    X_FISH

Nun ja. Jetzt wird dank »bring mit einen Teppich mit, Baby«-Niebel ja sowieso wieder das mutmaßlich nach der Hitzewelle auftretende Sommerloch gefüllt.

 

E10 böse, Elektrofahrzeuge super.

 

Wo und wie die seltenen Erden für die diversen Batterien abgebaut werden und woher die ganzen Elektrofahrzeuge ihren Saft bekommen erklärt er uns lieber nicht. Wäre schlecht für deren Umweltbilanz. Vermutlich jedenfalls. :)

 

Grüße, Martin


19.08.2012 16:57    |    Drahkke

Eben. Bigotterie in Reinkultur...


20.08.2012 12:26    |    trixi1262

@MauiSven !

Du hast natürlich Recht, E10 ist Sau teuer !

E85 dagegen mit 1,099€ Sau billig ! :-))

lg trixi1262


20.08.2012 12:45    |    MauiSven

@Trixi

Na gut, ich steige um, wat kostet denn die Umstellung einschl. aller Nebenkosten und Abnahmen??


20.08.2012 12:51    |    trixi1262

Bei mir hat es bislang, ausser einen neuen Benzinfilter nix gekostet !

Ich bin ja nicht bei 85%, sondern im Schnitt, bei 70%

Ich hab aber auch ein 22 Jahre altes Auto :-))

Das dürfte bei Dir, eher nicht der Fall sein, oder ?

Ansonsten findest du bestimmt im Biospritforum auch ein paar Threads über dein Fahrzeug.

Umrüstung ist auf jedenfall, weit aus günstiger auf E85, als auf Gas

Andere Düsen, Druck erhöhen und das war es wohl schon um pur zu fahren

lg trixi1262

PS: Bei mir wurde nix abgenommen, nur bei der AU aht der prüfer ewig gebraucht, es kam hinten nix raus.

Auf meinem AU Schein steht bei co-Wert =00.00 :-)))

HALT !

Ein Kollege hat ein anderes Steuergerät für ca. 400,00€ im Fiesta und ca. 50,00€ für die Eintragung

 

Hab ich vergessen, sorry !


20.08.2012 13:42    |    saturn78

Zitat:

E 10 bei Fahrzeugen mit Vergaser NICHT Tanken, ich habe letztens einem Kollegen die Plörre aus dem Tank und Vergaser entleert und mit Superplus zum laufen gebracht!

Was soll das werden? Onkel Macs Märchenstunde?

 

Erklär doch dem interessierten Publikum, was du mit dem Vergaser gemacht hast!!!


20.08.2012 18:51    |    Drahkke

Ich befürchte, auf diese Erklärung warten wir wieder bis in alle Ewigkeit...:rolleyes:


20.08.2012 20:18    |    MauiSven

Zitat:

20.08.2012 12:51 | trixi1262

...ein anderes Steuergerät für ca. 400,00€ ... und ca. 50,00€ für die Eintragung...

Aha, damit sind dann 750 Liter erstmal zu tanken (bei 60 ct. Diff. zu E85), bis sich die Investition rechnet.

Das sind bei mir ca. 25 Monate (2 Jahre, vorausgesetzt die Karre hält auch durch!)... :eek: och nö, ich bleib beim alten, danke für das Gespräch... :p


20.08.2012 21:07    |    Mobi Dick

Jetzt ist sogar schon die Politik am zweifeln, ob es eine so gute Idee war Lebensmittel durch den Auspuff zu jagen!


20.08.2012 21:13    |    notting

@Mobi Dick: Natürlich war das eine tolle Idee! Wie hätte man sonst den Sprung um inzwischen 0,04EUR/l bei E5 (ggü. E10) rechtfertigen sollen? Natürlich wird das nicht rückgängig gemacht, wenn E10 eingestellt werden sollte!

 

notting


20.08.2012 21:40    |    Drahkke

@Mobi Dick

Wie kommst du darauf, daß jetzt sogar schon die Politik am E10 zweifelt?

 

Hier wollte sich lediglich ein einzelner Politiker profilieren.


21.08.2012 00:54    |    Kung Fu

..der sich auch eher mit Teppichen auskennt als mit solchen Sachen..


21.08.2012 10:00    |    ditre

Ich habe heute auf Radio BAYERN 2 gegen 8°° Uhr von einem Professor eines Instituts aus Norddeutschland für Welternährung einige Erklärungen zum Thema E 10 gehört.

Fazit: Das Verbieten von E 10 bringt überhaupt nichts. Macht nur 0;2 % aus. Wenn dann müsste man den Biodiesel verbieten.

In Südamerika wird ja nur Zuckerrohr zu Methanol verarbeitet. Eine gute sache.

Aber selber anhören macht schlau.

M.f.G.


21.08.2012 14:42    |    trixi1262

@MauiSven !

Wenn deine Angaben stimmen , mit den 750,00€ für 2 Jahre, dann steht aber dein 2,4 Liter Audi mehr, als er fährt. Hab gerade mal geguckt :-))

Bist du mehr mit dem Rad unterwegs?

Also auch kein hochmoderner Hobel.;)

Guck doch einfach mal im Biospritforum unter deinem Fahrzeug nach, vielleicht musst da garnix umgebaut werden ?

lg trixi1262


23.08.2012 22:33    |    MauiSven

Zitat:

21.08.2012 14:42 | trixi1262

@MauiSven !

...dann steht aber dein 2,4 Liter Audi mehr, als er fährt.

"mehr stehen als fahren", hm, macht kilometrisch wenig Sinn, wäre sogar paradox...

Dann also zeitlich, hm, dann verhalten sich unser aller Fahrzeuge aber nahezu gleich, denn wie soll man täglich die nächtliche ca. achtstündige Stillstandszeit "rollend" wieder aufholen... :p

 

Aber vllt. hilft Dir die Info weiter, daß WIR je ein Kraftfahrzeug besitzen... ;)


25.08.2012 09:04    |    Foonming

Hallo ditre,

wenn schon dann richtig:

in Brasilien wird Zuckerrohr nur zu Äthanol verarbeitet,

nicht zu Methanol:) - dieses wird aus Erdgas gemacht.

So ist das nun einmal, keine Produktanlagenänderungen bitte!!!

Gruß Foonming


25.08.2012 12:50    |    Kung Fu

Das heißt aber korrekt 'Ethanol' und nicht 'Äthanol'.


25.08.2012 13:01    |    MauiSven

Zitat:

25.08.2012 12:50 | Kung Fu

Das heißt aber korrekt 'Ethanol' und nicht 'Äthanol'.

Naja, Hauptsache mal wieder etwas Kluges geschrieben... :rolleyes::rolleyes:

 

Zum Begriff:

"Ethanol (auch Äthanol, Trivialname Alkohol) ist ein aliphatischer, einwertiger Alkohol mit der Summenformel C2H6O. ..."


25.08.2012 13:05    |    ditre

Kung FU / Foonming.

 

Vielen Dank an beide.

M.f.G.


31.08.2012 16:59    |    Trackback

Kommentiert auf: Verkehr & Sicherheit News:

 

Verkaufsstopp für E10?

 

[...] Die Redaktion MT sollte dazu doch einfach mal eine aktuelle Umfrage machen...

Die findest du hier:

 

http://www.motor-talk.de/.../...-grosse-e10-verwirrspiel-t3156164.html

[...]

 

Artikel lesen ...


31.08.2012 20:07    |    gichtschub

Mein Kommentar vom 09.03.2011 12:03:

 

Boykottieren!

 

 

Volksverarsche auf höchster Ebene!

EU subventioniert indirekt noch Waldrodung zum -Schutze der Natur-!

(Anm. 31.08.2012: Damit ist gemeint, dass Nahrungsanbaufläche für Biosprit umgewandelt werden darf und zur Folge wird dann subventioniert neue Nahrungsanbaufläche u.a. gebrannt rodet.)

Wenn die da oben mal vor Ort genau hinschauen würden was da –so läuft-.

Diese Damen und Herren sollte man wegen Völkermord und Raubbau verklagen.

 

War mal jemand in Brasilien in den Anbaugebieten und hat gesehen wie die arme Bevölkerung für Nestle und jetzt auch noch für E10 Soja anbaut??? Das ist menschenverachtend und unwürdig, schämt euch für unsere Entscheider.

(Anm. 31.08.2012: Selbst eine EU Kommision, TÜV, Unicef oder wer auch immer „kontrolliert“, bekommt/will nur sehen was auf dem Papier erwartet wird. Dann können wir ja gleich an die Pressefreiheit und den Weihnachtsmann glauben…)

 

 

Und z.B. eine kritische Antwort:

Wie oft hast du da schon nachgesehen?

Das durch einen Sachverständigen prüfen lassen?

Meine Meinung wurde durch meinen Vater, das Forum und die Presse gebildet und verfestigt.

(Anm. 31.08.2012: Solche Aussagen machen mir Angst.)

 

++++++

 

Mein Kommentar zum 31.08.2012:

 

Boykottieren!

 

 

Nun sind doch ein paar "aufgewacht" ...

Wer hat da bei der Lobbyisten Arbeit geschlafen?


31.08.2012 23:11    |    Fu90

@gichtschub

Zitat:

War mal jemand in Brasilien in den Anbaugebieten und hat gesehen wie die arme Bevölkerung für Nestle und jetzt auch noch für E10 Soja anbaut???

Ethanol aus Soja? Kannte ich bisher noch gar nicht. Da hast Du bestimmt ein Link dazu.


31.08.2012 23:16    |    Drahkke

Ja, mich würde jetzt auch mal interessieren, wie das technisch umgesetzt wird. Aber ich befürchte, außer heißer Luft werden wir da nichts geliefert bekommen...


31.08.2012 23:19    |    notting

@Fu90 und Drahkke: Auf Heise wird an verschiedenen Stellen erwähnt, dass Soja für Biosprit verwendet wird -> http://www.heise.de/.../?...

 

notting


31.08.2012 23:41    |    Fu90

@notting

Hier geht es um E10, bzw. Ethanol.

Wenn es um Palmöl, oder Soja geht kann man das doch im "Anti-Diesel" und die dortige Biospritt-Beimischung schreiben. (wo ist dieser thread eigentlich)

Von mir aus auch im "Anti-Fleischesser"-Forum.

Aber hier ist es einfach falsch. Es wird einfach zuviel durcheinander geworfen. Meiner Meinung nach.

Man sollte schon differenzieren.


31.08.2012 23:45    |    Drahkke

Ja, es ergibt einfach keinen Sinn, Ethanol aus Soja zu erzeugen.


01.09.2012 00:42    |    Kung Fu

Vermutlich nur das tagtägliche Gruselmärchen aus der BLÖD-Zeitung o.ä. Soja wird zu 90% an Vieh verfüttert - damit u.a. der dicke Deutsche sich weiter den Hals mit billigem Fleisch vollstopfen und dabei über irgendwelche Politiker schimpfen kann, von denen er nicht mal die Namen kennt.


01.09.2012 14:52    |    MauiSven

Zitat:

31.08.2012 23:11 | Fu90

...

Zitat:

31.08.2012 23:16 | Drahkke

... (Zustimmung zu oben)

...

 

Zitat:

31.08.2012 23:41 | Fu90

...

Zitat:

31.08.2012 23:45 | Drahkke

...(und wieder Zustimmung zu oben)

Argumentiert sich gut mit 2 Accounts (siehe jeweilige Uhrzeit!), gelle (oder sitzt Ihr beiden gar nebeneinander kuschelig auf der Couch)? :p

 

Zum Thema:

Was die E10-Befürworter nicht kennen, ist falsch.

Wird eine der geforderten Quellen geliefert, ist diese falsch.

Merkt Ihr eigentlich nicht, daß Euch euer falscher Stolz bzw. Eure Uneinsichtigkeit Stück für Stück auffrißt???

 

Schönes Leben damit noch, einfach nur bemitleidenswert... :eek:


02.09.2012 01:05    |    Fu90

@MauiSven

Zitat:

Argumentiert sich gut mit 2 Accounts (siehe jeweilige Uhrzeit!), gelle (oder sitzt Ihr beiden gar nebeneinander kuschelig auf der Couch)?

Jetzt hast Du mich erwischt. Aber nur fast. denn:

Genaugenommen bin ICH(!), ALLE 2.157.274 accounts bei MT. ... und dann bist da noch Du!.

Jetzt ist es raus. Somit bist du -"Neo"- an der Quelle angekommen, ... das MT Forum wird sich in kuzer Zeit selbst zerstören.


02.09.2012 09:30    |    renned

Mein Peugeot 206cc Baujahr 2001 2liter Einspritzer 136PS, als Zweitfahrzeug, wurde und wird auch in Zukunft über die schlechte Jahreszeit so zwischen 4 - 5 Monate bei vollen Tank stillgelegt. Bis jetzt gab es im Frühjahr keinerlei Schwierigkeiten bei Inbetriebnahme. Aber wie verhält es sich jetzt bei E10 Beimischung ? Wer kann mir verbindlich im deutsprachigen Raum darüber Bescheid sagen ? Es müßte doch von den Franzosen die ja schon seit Jahren E10 tanken eine entsprechende Auskunft zu erhalten sein. Ich möchte gerne das eine schriftliche Erklärung, " keine mündliche" von der deutschen bezw. österreichischen Generalvertretung puplik gemacht wird. Wer kann das veranlassen ?

Wohlgemerkt bei 4 - 5 Monaten abgestellten gefüllten Tank was passiert mit dem Gemisch ? Wer weiß darüber Bescheid ?


02.09.2012 09:37    |    andis hp

Hallo!

 

Viel Glück bei deinem Wunsch! Da wirst du aller Wahrscheinlichkeit nach kein Glück haben. Wer wird der seriös schriftlich die Garantie geben, das das Benzin über die Monate uneingeschränkt brauchbar ist? Das wird wohl keiner machen (können).

Auch das "normale" E5 ist nicht unbedingt über Monate haltbar. Bei E10 wird der Unterschied wahrscheinlich nicht viel (messbar) größer sein.

 

Mfg

Andi

 

PS: Es gab in einer großen deutschen Oldtimer-Zeitschrift mal einen Versuch mit in verschieden Spritsorten eingelegten Vergaser und Schläuchen. Der Versuch ging über 6 Monate. Die Schläuche waren alle unbrauchbar, egal ob E5 oder E10. Und seltsamerweise waren die Vergaser incl. Aluteile, die in E5 gelegen haben stärker versifft (Ausflockung von Kristallen) als in E10.

Selbst diese Zeitschrift gibt an, das die Versuche bzw. die Ergebnisse ohne Gewährleistung veröffentlicht wurden. D. h. ähnliche Versuche könnten unter Umständen zu entgegengesetzen Ergebnissen führen.


02.09.2012 10:06    |    Roland0815

Link?


02.09.2012 10:13    |    andis hp

Es war entweder die "Oldtimer-Markt" oder die "Oldtimer-Praxis". War vor etwa 6 Monaten.

Den Link dazu mußt du dir selbst raussuchen. Verlinken ist nicht meine Domäne;). Ich bin Hardware-Fan, ich kaufe noch selbst und muss meine "Auto-Zeitschriften" in der Hand halten können.

Brauche noch eine richtige und wahre "Klo-Lektüre":D

 

Mfg

Andi.


02.09.2012 10:25    |    renned

Hallo Andi , Danke für Deine zwar nicht gerade ermunternden aber dafür sehr aufschlußreichen Ausführungen. So wie es sich darstellt sind die betreffenden Anbieter ( Konzerne etc.) scheinbar nicht fähig oder aus unerfindlichen Gründen nicht imstande auf dieses Problem technisch einzugehen. Es wird da immer nur polemisch herumgeschwaffelt das hängt mir schon beim Hals heraus.

Also nochmals besten Dank für die Auskunft, ich werde mich weiter Bemühen irgendwie Licht in diese Sache zu bringen.

M.f.G

Denner Ernst


02.09.2012 10:30    |    renned

Hallo Andi, Danke für den Tip werd mein besten versuchen.

M.f.G.


02.09.2012 10:33    |    andis hp

Hallo Ernst,

 

ich würde eher sagen die Konzerne sind nicht willens, dafür extra Geld in die Hand zu nehmen. Kunden, die ihr Auto länger als 3-4 Jahre fahren sind nicht mehr in deren Fokus. Es sei denn, sie wollen wieder einen Neuwagen kaufen.

 

Mfg

Andi


02.09.2012 14:06    |    Kung Fu

Naja, Konzerne und Staat haben in den letzten Jahren sicher schon reichlich Millionen dafür verballert, hunderte solcher Fragen aus Stammtischgeschwätz immer wieder zu beantworten. Irgendwie ist es nie genug. Die Gerüchteküchen haben durchgehend geöffnet. ;)


Deine Antwort auf "Nicht super: Das große E10-Verwirrspiel"