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15.10.2010 22:43    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (196)    |   Stichworte: Alle Marken, Kennzeichnung, Nützliches, Reifenwechsel, Schnee, Tipps, Winterreifen, Winterreifenpflicht

Mitte Oktober, das Auto ist mittlerweile morgens auch schon mal mit Reif bedeckt, und es ist zunehmend dunkel oder dämmerig, wenn man zur Arbeit fährt oder auf dem Rückweg ist. Bis der erste Schnee fällt, ist es nicht mehr weit – und damit ist die Zeit für den Wechsel von Sommer- auf Winterreifen für viele gekommen oder steht demnächst bevor. Wir informieren Euch daher noch mal kompakt und umfassend zum Thema Winterreifen.

 

Tipps zu WinterreifenTipps zu WinterreifenKennzeichnung – Woran erkennt man Winterreifen?

 

Winterreifen erkennt man zunächst einmal an der M+S-Kennzeichnung (auch M/S oder MS). Das steht für „Matsch und Schnee“ (engl. „mud and snow“) und kennzeichnet einen Reifen, der für den Einsatz auf winterlicher Fahrbahn geeignet ist. Es gibt allerdings keine gesetzlichen Vorschriften, welche Eigenschaften ein Reifen aufweisen muss, um dieses Kennzeichen tragen zu können. Die M+S-Kennzeichnung kann daher nur ein erster Anhaltspunkt sein.

 

Zusätzlich sollten Winterreifen mit dem Schneeflockensymbol gekennzeichnet sein. Dieses Symbol stammt aus den USA und kennzeichnet Reifen, die bessere Wintereigenschaften aufweisen als ein genormter Standard-Vergleichsreifen. Das Schneeflockensymbol steht mittlerweile auch in Europa als eine Art Gütesiegel für Winterreifen. Ein mit einem Schneeflockensymbol ausgezeichneter Reifen befindet sich in der Regel im oberen Drittel der Leistungsfähigkeit von Winterreifen.

 

Was macht Winterreifen zu Winterreifen?

 

Winterreifen unterscheiden sich hauptsächlich durch drei Eigenschaften von Sommerreifen:

 

Erstens haben sie ein Lamellenprofil. Feine Profileinschnitte führen zu einem Verzahnungseffekt mit der Fahrbahnoberfläche. Winterreifen haben bis zu 2000 solcher Lamellen, was schon auf den ersten Blick wenig Verwechslungsgefahr mit Sommerreifen zulässt. Die Profilform unterscheidet sich von Hersteller zu Hersteller.

 

Zweitens haben Winterreifen auf der Lauffläche eine spezielle Gummimischung. Diese soll verhindern, dass sich das Gummi bei niedrigen Temperaturen verhärtet. Der Unterschied ist für Laien optisch nicht erkennbar, aber fühlbar: Winterreifen sind deutlich weicher als Sommerreifen. Dadurch erzeugen sie allerdings auch einen höheren Rollwiderstand und verschleißen schneller, weshalb sie nur in „ihrer“ Saison gefahren werden sollten.

 

Diese Unterschiede sorgen dafür, dass Winterreifen im Vergleich zu Sommerreifen auf Schnee und Matsch, aber auch auf nasser Fahrbahn, erheblich besser beschleunigen und sich der Bremsweg deutlich verringert – um bis zu 65 %. Aquaplaning wird ebenfalls deutlich reduziert oder ganz verhindert.

 

Drittens, Winterreifen haben ein tieferes Profil. Gesetzlich vorgeschrieben ist für alle Reifen eine Mindest-Profiltiefe von 1,6 mm. Bei Winterreifen wird immer wieder davor gewarnt, sie bis zu diesem Wert herunterzufahren. Aus Sicherheitsgründen sollten Winterreifen eine Profiltiefe von mindestens 4 mm aufweisen. Dies ist im Alpenland Österreich beispielsweise ohnehin gesetzlich vorgeschrieben. Wer dort hinfahren möchte, benötigt also mindestens 4 mm Restprofil. Gemessen wird am Hauptprofil, das sind die beiden mittleren Rillen der Lauffläche.

 

Unterhalb dieser Profiltiefe verlieren Winterreifen in vielen Fällen genau die Eigenschaften, die sie zu Winterreifen machen: Die Lamellen sind abgefahren und greifen nicht mehr. Die weiche Fahrschicht ist abgefahren und härteres Gummi, das eigentlich nur stabilisieren soll, erhält Fahrbahnkontakt.

 

Tipps zu WinterreifenTipps zu WinterreifenWann sollte man wechseln?

 

Eine Vorschrift, wann man auf Winterreifen wechseln muss, gibt es derzeit noch nicht: "Bei Kraftfahrzeugen ist die Ausrüstung an die Wetterverhältnisse anzupassen." lautet die Formulierung in der aktuellen StVO. Eine Neufassung der Verordnung, die die Einführung einer Winterreifenpflicht beinhaltet, hat die Bundesregierung im Oktober 2010 kurzfristig angekündigt, Einzelheiten wurden allerdings noch nicht bekanntgegeben. Es empfiehlt sich, mit einer Winterreifenpflicht noch in diesem Winter zu rechnen.

 

Unabhängig davon wird immer wieder empfohlen, den Wechsel auf Winterreifen je nach Region und Witterung zwischen Mitte Oktober und Mitte November vorzunehmen und damit nicht bis zum ersten Schneefall zu warten. Die Reifen sollten bis nach Ostern aufgezogen bleiben, weil es auch dann immer noch zu Frosteinbrüchen kommen kann.

 

Luftdruck prüfen

 

Es empfiehlt sich, nach dem Reifenwechsel unbedingt den Luftdruck zu prüfen. Das tut man in der Regel an der Tankstelle, wenn dort gewechselt wurde erledigt es die Werkstatt gleich mit. Der richtige Luftdruck ist je nach Fahrzeugtyp und Belastung unterschiedlich. Welcher Wert der richtige ist, steht im Betriebshandbuch, auf dem Tankdeckel oder dem Türholm. Bei Motorrädern findet man die Angabe meist an der hinteren Schwinge. Der Luftdruck muss immer an kalten Reifen gemessen und eigenstellt werden, da sich in warmen Reifen die Luft ausdehnt und das Ergebnis verfälscht. Zu niedriger oder zu hoher Luftdruck verursacht Reifenschäden, eine schlechte Fahrstabilität und einen höheren Kraftstoffverbrauch.

 

Auswuchten notwendig?

 

Ein Auswuchten der Reifen ist bei Eurem Satz aus dem Vorjahr eigentlich nicht notwendig. Wenn sich das Fahrzeug auffällig verhält, also beispielsweise bei hoher Geschwindigkeit zu „ruckeln“ beginnt, solltet Ihr die Reifen nochmals überprüfen lassen.

 

Selber Wechseln oder Werkstatt?

 

Beides ist grundsätzlich möglich, und beides hat seine Vor- und Nachteile. Wer seine Reifen selbst wechseln möchte, tut dies am besten mit einem Drehmomentschlüssel und zieht die Radschrauben über Kreuz an. Bei laufrichtungsgebunden Reifen unbedingt darauf achten, dass sie wieder in der korrekten Laufrichtung montiert werden. Hier müsst Ihr auf entsprechende Kennzeichnungen (Pfeile oder das Wort „Outside“) achten.

 

Wenn man den Wechsel bei einer Werkstatt vornimmt, ist es häufig so, dass diese neben der Überprüfung auch die Lagerung der Reifen übernimmt. Zudem erinnert die Werkstatt freundlicherweise an den Termin des Wechsels. Leider kommt es auch immer wieder mal zum Terminstau, da normalerweise viele Autofahrer zur gleichen Zeit ihre Reifen saisonal wechseln möchten. Ein Preisvergleich lohnt sich auf jeden Fall, die Preise der einzelnen Werkstätten unterscheiden sich oft erheblich. Ein Reifenwechsel muss auch nicht von einer Vertragswerkstatt vorgenommen werden.

 

Tun es die alten Winterreifen noch?

 

Wer jedes Jahr seine Winterreifen aufzieht, fragt sich, wann denn endgültig neue Reifen fällig werden. Neben dem Profil, das eine Tiefe von mindestens 4 mm aufweisen sollte, ist auch das Alter ein wichtiges Kriterium. Mit der Zeit verändert das Gummi seine chemische Zusammensetzung und härtet aus oder wird sogar porös. Allgemein wird empfohlen, Reifen nicht länger als 10 Jahre zu verwenden. Der ADAC empfiehlt, einen Winterreifen-Tausch nach 5 Jahren. Davon abweichende Empfehlungen der Reifenhersteller sollten unbedingt beachtet werden.

 

Das Reifenalter lässt sich mit Hilfe der aufgeprägten DOT-Nummer bestimmen. Seit dem Jahr 2000 haben Reifen eine vierstellige DOT-Nummer. Die ersten beiden Ziffern geben die Kalenderwoche an, die letzten beiden das Jahr.

 

Beispiel: DOT CUNB A1 B6 0108

 

Die 01 steht für die erste Kalenderwoche, die 08 für das Jahr. Die Nummer gibt also an, dass der Reifen in der ersten Kalenderwoche 2008 hergestellt wurde. Neben dem Alter solltet Ihr auch den tatsächlichen Zustand überprüfen. Schäden (Risse oder Beulen) weisen auf einen möglicherweise vorzeitig nötigen Wechsel hin.

 

Tipps zum Neukauf

 

Solltet Ihr Euch für neue Winterreifen entscheiden, empfiehlt sich zunächst das Zurate ziehen aktueller Reifentests wie dem Winterreifentest des ADAC. Wie groß der Unterschied zwischen einem guten und einem nicht so guten Winterreifen sein kann (nämlich im Zweifel Leben oder Tod), das erfuhren einige MOTOR-TALKer ja gerade erst auf der Conti SnowChallenge . Oft sind billige Reifen geradezu gefährlich, aber trotzdem muss es nicht immer das teuerste vom Teuren sein. Auch sollte man in jedem Fall die Preise vergleichen, denn sowohl für die Reifen als auch für den Service unterscheiden sich diese von Händler zu Händler sehr stark.

 

Beim Kauf neuer Reifen solltet Ihr beachten, dass im Angebot „Reifen fertig montiert“ inbegriffen ist. Das beinhaltet das Auswuchten, die Montage, Ventile, die Altreifenentsorgung und die Mehrwertsteuer. In jedem Fall überprüfen, was am Ende fällig wird – viele Händler weisen ihre Preise ohne Mehrwertsteuer aus! Auch der Reifentyp / Marke sollte klar aus dem Angebot hervorgehen.

 

Achtung: Bei sachgerechter Lagerung dürfen Reifen bis zu fünf Jahre nach der Herstellung noch als neu angeboten werden. Wenn Euch ein besonders günstiger Reifensatz angeboten wird, könnte es sein, dass die Reifen diese Höchstlagerdauer bald erreicht haben oder sie schon überschritten wurde. Das lässt sich, wie oben beschrieben, anhand der DOT-Nummer überprüfen. Auch bei nicht verdächtig billigen Reifen kann ein Blick aufs Alter nicht schaden.

 

Einlagern der Sommerreifen

 

Nach dem Abmontieren solltet Ihr Eure Sommerreifen zunächst auf Schäden überprüfen. Überprüft die Lauffläche des Reifens auf eingefahrene Gegenstände. Haben diese das Obermaterial durchdrungen? Dann sollte man den Reifen einem Fachmann zeigen und ggf. den Reifen austauschen. Wichtig ist auch eine Kontrolle der Reifen-Seitenwände auf Dellen oder Risse.

 

Alles ok? Dann solltet Ihr Eure Sommerreifen gründlich reinigen. Wasser, Seife, Bürste oder auch, falls vorhanden, ein Hochdruckreiniger (Flachstrahldüse!) sind dazu geeignet. Vorsicht: Reiniger, die Fette oder Lösungsmittel enthalten, greifen das Gummi an und sollten keinesfalls an die Reifen gelassen werden. Nachdem alles sauber ist, solltet Ihr Position am Fahrzeug und die Laufrichtung mit Kreide auf den Reifen schreiben. Das erleichtert die Wiedermontage nach dem Winter. Es empfiehlt sich, vor der Einlagerung den Luftdruck noch einmal um 0,5 bar zu erhöhen.

 

Dann sollten die Reifen möglichst kühl, trocken und dunkel lagern, also zum Beispiel auf eine Palette gestapelt, ggf. unter einer Plane in der Garage oder im Keller. Wenn die Reifen draußen gelagert werden müssen, sollten sie auf jeden Fall unter eine lichtdichte Plane. Bei unmontierten Reifen solltet Ihr darauf achten, dass sie senkrecht an der Wand lehnen und regelmäßig gedreht werden, damit sie sich nicht verformen.

 

Zusammenfassung

 

• Reifen nicht bis auf die gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 mm abfahren!

• Empfohlene Mindestprofiltiefe (Sommerreifen 2,5 mm; Breitreifen 3 mm; Winterreifen 4 mm)

• Reifen regelmäßig auf Stiche, Schnitte, Risse und Beulen untersuchen!

• Reifen auf sein „Alter“ mit Hilfe der DOT-Nummer prüfen. Reifen die älter als 6 Jahre sind, sollten gewechselt werden.

• Die Luftdruckmessung und -füllung immer an kalten Reifen.

• Luftdruck an die jeweilige Beladung anpassen. Informationen hierüber stehen in der Bedienungsanleitung, am Türholm oder Tankdeckel.

• Preisvergleich lohnt immer: egal ob bei der Wahl der Werkstatt oder beim Kauf von neuen Reifen.

• Das Angebot für neue Reifen sollte enthalten: Reifen, Auswuchten, Montage, Ventile, Altreifenentsorgung und die Mehrwertsteuer.

• Auch Preisschnäppchen sollten geprüft werden.

• Reifen vor dem Einlagern immer säubern.

• Reifen sollten kühl und trocken lagern.

• Alte Reifen müssen fachgerecht entsorgt werden.

 

Noch Fragen oder Anregungen? Her damit!

 

...oder auch mal im Reifen und Felgen Forum auf Motortalk reinschauen.


18.10.2010 09:33    |    445000km

Hi georg0815,

Hi christ001,

 

danke für Euere Erfahrung. Hier wird man teilweise als Sicherheitsrisiko hingestellt.

Ja so sind halt die "Mädels", wenn das gute nach hinten kommt, geht´s halt nur noch geradeaus. Hier wird von 4mm Profiltiefe gesprochen, aber was fährt denn auf den Straßen? Sehr oft wesentlich weniger. Hinzu kommt, dass viele Autofahrer überrascht sind, dass plötzlich da was weißes auf der Strasse liegt, Ja was ist denn daß??? Hier wird oft der Winter jedes Jahr neu entdeckt! Aber das stärkt unser Bruttosozialprodukt.

 

Grüße aus dem Odenwald

von mitlerweile 484000km mit dem momentanen Fahrzeug ohne Frostbeulen


18.10.2010 09:49    |    hayabusa1976

Da haben wohl paar Leute was falsch verstanden. Zusammenfassung: Egal wo ihr eure Winterreifen einbaut, wichtig ist dass der Profilunterscheid bei der Vorderachse und Hinterachse nicht all zu groß sein sollte. Dass der Reifenprofil im WINTER bei Winterreifen nicht grad unter 4 mm sein sollte ist meiner Meinung nach auch einleuchtend.


18.10.2010 10:51    |    hayabusa1976

Da haben wohl paar Leute was falsch verstanden. Zusammenfassung: Egal wo ihr eure Winterreifen einbaut, wichtig ist dass der Profilunterscheid bei der Vorderachse und Hinterachse nicht all zu groß sein sollte. Dass der Reifenprofil im WINTER bei Winterreifen nicht grad unter 4 mm sein sollte ist meiner Meinung nach auch einleuchtend.


18.10.2010 11:47    |    Tim61

ich kann nur noch mal zum Experiment auffordern:

 

Schnappt euch ein Spielzeugauto und klebt einmal die Achse hinten und einmal die Achse vorne fest. Dann lasst das Auto mal je eine Schräge runter fahren. Damit habe ich schon Vollprofis überzeugt. Da sind auch Chauffeure von Bundestagsabgeordneten und Prominenten dabei gewesen. Die Strasse ist nämlich kein Gelände, wo es auf Durchkommen drauf ankommt, sondern auf eine sichere und stabile Fahrweise.


18.10.2010 11:55    |    sillergi

Hallo, welche Erfahrung hat Ihr beim Ketten anlegen, wenn Ihr auf steiler Strecke stehenbleibt und kein Ausweichplatz in der Nähe ist. Was macht Ihr, damit das Auto nicht rückwärts rutscht? Teppich unter die Räder o.ä? Zum Glück braucht man bei modernen Ketten das Auto nicht mehr aufbocken.

MFG sillergi


18.10.2010 12:37    |    Tim61

also ich hab immer zwei Stahlklappkeile dabei.

 

Man kann heutige Ketten auch im Stand aufziehen. In deinem Fall würde ich dann rückwärts rollen und schliessen.


18.10.2010 12:58    |    hayabusa1976

Da haben wohl paar Leute was falsch verstanden. Zusammenfassung: Egal wo ihr eure Winterreifen einbaut, wichtig ist dass der Profilunterscheid bei der Vorderachse und Hinterachse beim Fahrzeugen mit ESP nicht all zu groß sein sollte. Dass der Reifenprofil im WINTER bei Winterreifen nicht grad unter 4 mm sein sollte ist meiner Meinung nach auch einleuchtend.


18.10.2010 13:18    |    rtur

Naja Lesen ist vielleicht nicht so wirkungsvoll wie Sehen:

http://www.youtube.com/watch?v=50UuzLmaJAM

http://www.youtube.com/watch?v=ByFcE0Eb8Ek

http://www.youtube.com/watch?v=7HpZjCe9LQY

http://www.youtube.com/watch?v=HpCFLWSgsHI

 

@Tim: du scheinst ja ein Vollprofi zu sein. Die Diskussion mit den Winterrädern (Bessere nach Hinten) bin ich ehrlich gesagt satt. Aus deinen Posts ersehe ich, dass du Die Teststrecke mit den zwei Modellautos parat hast. Kannst du evtl ein kleines Filmchen einstellen?


18.10.2010 13:40    |    Tim61

ohnö, das Video hab ich dann getrickst. Der Aufwand das selbst zu versuchen ist wohl deutlich geringer. Ausserdem gibt es danach immer diverse Versuche die Traktion der Vorderräder zu verbessern, oder sogar das Fahrzeug zu beschleunigen. Ist immer lustig wie die Leuts sich dann drum bemühen.

 

Logisch, dass man vorne keine Reifen mit zu wenig Profil drauf tut. Hinten sind sie allerdings viel gefährlicher. Wem die Vorderräder mal bei 200km/h ins Rutschen geraten und dies mit der Situation vergleicht wenn die Räder hinten anfangen zu rutschen, weiss was ich meine.

Fahr malmit alten Reifen vorne in eine Spurrille, so dass die Räder vorne durchdrehen. Was passiert? Nichts. Fahr in eine Rille und zieh mal die Handbremse nur ganz kurz.

 

MACHT DAS UM GOTTES WILLEN NICHT, DAS KANN TÖDLICH ENDEN


18.10.2010 15:21    |    gromi

Zitat:

Gute Beschreibung, was aber nervt das sich ADAC, Reifenhändler ,Versicherungen anmaßen (illegale) Gesetze zu machen. Faktisch ist in DE auch ein WR mit 1,6mm Profil zulässig ! Es ist ja nicht so das der WR mit 3,5mm schlagartig seine Funktion verliert ( das ist ein eher schleichender Prozess ).

 

Es ist doch komisch alles schreit nach Umweltbewußtsein und hier kommt die Forderung das man wenn man nur 3mm von seinen neuen Reifen abgefahren hat, diese wegwirft - Alles im Sinne der absoluten Sicherheit die es nie geben wird

Auch richtig...deswegen fahre ich im Sommer die Winterreifen mit 4mm noch auf ca. 2-3mm runter...alles darunter ist mir dann persönlich zu wenig...ich werde sicherlich keinen Reifen wegwerfen, wenn ich gerade erst mal 50% des Profil aufgebraucht habe...manche Reifen haben ja noch nicht mal 8mm Profil im Neuzustand!!

 

Wer beim Reifenkauf die Umwelt schützen möchte, der kann, wenn dies die Reifengröße zulässt auf runderneuerte Reifen umsteigen...aber viele wollen ja dann gleichzeitig noch 150km/h und mehr fahren, bloß das lässt sich grundsätzlich mit dem Umweltschutz nicht vereinbaren...

Umweltschutz ist auch ein Grund, warum ich meinen GolfIII weiterhin fahren werde...er verbraucht nicht wirklich mehr als ein neues gleichwertiges Auto...außerdem werde ich mich hüten und den Motor an der ampel abschalten, denn der CO2 Ausstoß ist nun wirklich nicht so groß, zumal die Herstellung eines neuen Anlassers dann auch wieder CO2 produziert...

Mein Umweltgewissen erleichtere ich sowieso dadurch, dass ich Bahnpendler bin ;)


18.10.2010 15:35    |    gerd goehlsdorf

Eine kleine Ergänzung zum Thema Ganzjahresreifen und wie die Autoversicherungen damit umgehen, wenn dann doch was passiert, würde mich freuen...


18.10.2010 15:41    |    gromi

Musst du bei deiner Versicherung anfragen...


18.10.2010 18:43    |    AT Andreas

@Tim61:

Sorry, aber dem kann und will ich einfach nicht zustimmen ... ich brauche keine Spielzeugautos, ich hab's real erlebt ...

 

Und deinen Aussagen:

1) 200kmh bei schlechten Verhältnissen? Wo lebst du? Sorry aber wenn bei uns schlechte Verhältnisse sind, dann fahr ich teilweise nicht schneller als 50 (und dass ist meist noch schneller als die anderen Autos) wo ich bei trockener Fahrbahn 170+ fahre. Da geht einfach nicht mehr.

 

2) Wenn man in eine Spurrille kommt und die Vorderräder durchdrehen passiert durchaus was, das Auto "schwemmt auf" und verzieht plötzlich, gerade letztens im strömenden Regen erlebt, zum Glück reflexartig gegengelenkt - wahr aber auch zu schnell, muss ich zugeben.

Die Vorderreifen kann ich durchaus als alt Bezeichnen: Sommerreifen, 235 35 R18, Restprofil: ~3mm

 

Ich selbst fahre keinen Winterreifen mit weniger als 5 mm Restprofil, was sind schon 500-550€ in 1-2 Jahren für eines der wichtigsten Bestandteile am Auto?

Ein Blechschaden kostet zu 99% mehr und würde meinem Autofahrerherz wehtun ^^

 

Ich bin anscheinend einer der wenigen die dieselbe Erfahrung wie 445000km, christ001 und Co. teilen.

 

Was ich aber noch viel wichtiger als das Profil finde, sind die Reifendimensionen.

Ich fahre das kleinstmögliche (205 55 R16) und wo ich Vorwärts (Rückwärts geht fast alles *hrhr*) nicht raufkomme fahren die alten Golf mit 165er Asphaltschneider ohne Probleme rauf ^^

Was fährt ihr für Dimensionen?


18.10.2010 19:03    |    Tim61

ich hab die 200km/h genannt weil nichts passieren kann. Gegenlenken? Dann war die Strasse schief. Bei einem Fronttriebler wirkt das Rad wie eine Wasserschaufel, nämlich neutral. Du kannst übrigens bei Kontaktverlust ruhig wild rumlenken, du fährst geradeaus. Erst wenn du die Kupplung drückst und die Räder vorne entkoppelst packt der Reifen irgendwann wieder. Wenn du dann das Lenkrad zu sehr eingeschlagen hast, kann es sogar kritisch werden. Also wenn du lenken konntest, bist du in eine Rille vielleicht sogar unter Schub hineingefahren.


18.10.2010 23:30    |    christ001

@Tim61

ich habe in unserem Betrieb mit sehr vielen Leuten und Dienstleistungsunternehmer zu tun.

Hin und wieder begegnen mir so Leute wie du, die einfach keine andere Meinung gelten lassen wollen, als ihre eigene.

Siehe dieses Forum

- seies wo die Reifen montiert werden (weil du immer vom durchkommen ohne Sicherheit schreibst- schon mal daran gedacht, das Leute auf einem Hang oder Berg wohnen und jeden Tag nach der Arbeit Hause zu ihrem Haus wollen. Da ist das durch bzw. hinaufkommen eine sehr wichtige Angelegenheit. Ich unterstelle dir mal, das du nicht, bis gar keine Ahnung von Bergfahrten im Winter hast (auch wenn du noch soviele Kilometer auf dem Buckel hast) - auch Bergstaßen sind Straßen und kein Gelände (= Hänge,Berge usw. aber nichts zum befahren-soviel zur forstlichen Definition).

Weil, wenn hier drei oder vier Personen auf gute bis sehr gute Bereifung auf der Vorderachse und nicht viel schlechtere auf der Hinterachse wert legen , dann ist das ein Zeichen für mich, wer viel auf Schnee ,oder noch gefährlicher, im Matsch gefahren ist.

- das gleiche bei der Meldung von Aquaplaning bei @AT Andreas

du weisst ja gar auf welcher Fahrbahn er unterwegs war, wo er Aquaplaning hatte.

Alles ist möglich, von schiefer Straße ,Wasserlacke nur auf einer Fahrinne etc. und du machst eine Belehrung daraus.

allein von den Kommentaren der vielen Autofahrern kann man entnehmen, das wir alle schon viel erlebt haben auf den Straßen und ich kann mir immer wieder was für mich herauslesen und eventl. auch umsetzen.

Aber von dir @Tim61 habe ich mir noch nicht einmal eine Kleinigkeit herauslesen können(z.B. siehe Spielzeugautos=praxis??) , was ich so machen würde wie du - ausser das du fast jedem seine Meinung widersprichst.

So das mußte mal gesagt werden - bin übrigens heute schon im Schnee gefahren ( Schnee liegt bis 1000m Seehöhe - unsere Revierstraßen gehen bis 1560 m hinauf)

Nette Grüße an alle und

Berg frei (natürlich Schneefrei)


20.10.2010 10:17    |    Tim61

der Unterschied ist die: Deine Erfahrung, Situation etc ist das Mass aller Dinge. Aber, du bist eine Minderheit hier, der in den Bergen fährt und du schreibst, dass die Reifen vorne drauf müssen. Ich dagegen gehe davon aus, dass die meisten eine gerade Strasse fahren. Ausserdem fahr du mal einen Berg runter in eine Kurve. Da rutsche ich lieber mit den Vorderreifen vorneweg in den Graben als mit dem Heck zuerst. Vorne kann ich wenigstens mit Kupplung drücken versuchen die Reifen zum Grip zu bringen. Zweitens halte ich mich gerne an das was man mir beigebracht hat, vom ADAC dem ÖAMTC und einigen Fahrprofis dieser Welt, vorneweg ein Jackie Stewart der mich zu diesem Job damals gebracht hat wie ein Colin McRae um mal die bekanntesten zu nennen.

 

Und ob ich Bergfahrer bin? Nun in Norwegen habe ich jahrelang im Winter die Berge mitgemacht, da kann man getrost die Alpen für vergessen, weil die wesentlich kultivierter eingerichtet und gepflegt sind. Die Alpen sind mir wohlbekannt, hauptsächlich auf italienischer Seite. Und aufgewachsen mit dem Auto bin ich im Harz, was zu dieser Zeit auch nicht übel war.

 

Und ich bleib dabei. Wenn ich mit einem Fahrzeug einen Berg nur dann hochkomme weil es mir das Profil vorne gestattet, werde ich da nicht hochfahren. Denn ich werde zum Runterfahren bestimmt nicht die Reifen nach hinten montieren. Und die habe ich dann hinten dringend nötig.

 

Und damit du richtig das Grauen bekommst. Ich bin sogar der Meinung, dass ein Hecktriebler auf Schnee wesentlich effektiver zu fahren ist als ein Frontler. Trotzdem würde ich behaupten, dass ein Frontler besser ist, weil die meisten es nämlich nicht gelernt haben und somit diese Empfehlung des FWDs auf die meisten zutrift.

 

Und das Spielzeugauto soll im Experiment die reale Physik näher bringen. Und tut es auch, das lernt man in jedem Fahrsicherheitstraining. Kann ich nur empfehlen.

 

Z.B. das mit den Fahrrillen. Wenn du aufschwimmst rutscht du zur Seite, korrekt. Die Strasse müsste aber schräger sein als du schnell fahren darfst, dass das gefährlich wird. Ja, der Wagen korrigiert zur Seite beim Aufschwimmen, aber hauptsächlich, wenn du die Geschwindigkeit änderst. Und Gegenlenken ist vielleicht mal gut gegangen und man seufzt, wie fantastisch man das gemacht hat. Ich würde sagen, Glück gehabt. Wie willst du auch Gegenlenken wenn kein Kontakt mehr vorne zur Fahrbahn besteht? Kupplung drücken und erst dann darf man versuchen die Richtung des Fahrzeuges zu korrigieren. Meist spurt sich das Fahrzeug ohne ein. Und das ist einfachste Physik. Richtig unangenehm wird es wenn du dann hinten schlechte Reifen drauf hast und das Heck läuft nicht den Vorderrädern nach sondern stellt den Wagen quer. Wenn du nach rechts rutschst muss das Heck auch nach rechts folgen. Wenn nicht, aua.

 

Also der Unterschied liegt in deinem Erlebten und wie ich meine falsch interpretierten Geschehnissen und meinen physikalisch nachweisbaren Fakten allerdings bezogen auf die Allgemeinheit.


20.10.2010 12:29    |    AT Andreas

Zitat:

Ausserdem fahr du mal einen Berg runter in eine Kurve. Da rutsche ich lieber mit den Vorderreifen vorneweg in den Graben als mit dem Heck zuerst.

Vorigen Winter gab es bei uns ein paar Tage wo die Straßen komplett glatt waren, zu fuss konnte man da schon nicht gehen. Die Leute welche mit dem 1. Gang und Motorbremse den Berg runter gefahren sind, sind unten angekommen.

Der Rest, welcher in der Kurve gebremst hat bzw. zu schnell war, hat sich gedreht oder ist einfach gerade aus gefahren - egal ob Front/Allrad/Heckantrieb. Ich hatte vorne die besseren (6 mm) und hinten (4 mm) und bin unten angekommen.

 

Wenn man vernünftig fährt und nicht gerade total abgefahrene Reifen hat dann kommt man immer an.

 

Ich denke diese Diskussion führt zu keinem Ende, es müssen viel mehr Faktoren berücksichtigt werden:

Wann ist ein Reifen schlecht?

Wie groß ist der Unterschied zwischen schlechten unten gutem Reifen?

Welche Techniken hat das Auto, welche Gewichtsverteilung etc.

Usw.

 

christ001 kommt genauso wie ich aus Österreich da ist ein Winterreifen mit weniger als 4 mm schon nicht mehr erlaubt und vielleicht reichen die 4 mm um hinten die Spur halten zu können.

Ich habe jetzt 4 neue Reifen werde aber vor Winterende die bis dahin abgefahrenen Vorderreifen mal auf die Hinterachse montieren und "testen" wie es sich verhält. ;)

 

Zitat:

Und damit du richtig das Grauen bekommst. Ich bin sogar der Meinung, dass ein Hecktriebler auf Schnee wesentlich effektiver zu fahren ist als ein Frontler. Trotzdem würde ich behaupten, dass ein Frontler besser ist, weil die meisten es nämlich nicht gelernt haben und somit diese Empfehlung des FWDs auf die meisten zutrift.

Wenn die Gewichtsaufteilung stimmt glaub ich dir das sogar ;)

Aber man benötigt definitiv mehr Erfahrung und es ist bestimmt nicht so stressfrei wie Frontantrieb.

 

 

Zu dem Aquaplaning: Da hast du wohl recht mit dem "Glück gehabt". Gegenlenken ist sicher nicht die richtige Aktion gewesen, aber neben mir fuhr auch ein Auto und ich kam dem schon ziemlich nahe. Die Straße ist nicht schräg, ich denke eher das die Spurrille unterschiedlich war, also wo ich aufgeschwemmt bin war sie tiefer und deshalb ist beim Gegenlenken auch nichts passiert.


20.10.2010 12:53    |    Tim61

die Sache ist auch nicht, dass vorne schlechte Reifen drauf müssen, sondern beide Achsen zufrieden bis gut bestückt sein sollten. Weiterhin heisst es für mich, lieber vorne ein schlechter Reifen als hinten.


20.10.2010 12:53    |    meehster

Die besseren Reifen nach hinten ist auch mehr eine Sache von Nässe oder Schnee, denn es geht um die Verdrängung. Auf trockener Straße oder Eis ists relativ egal.


20.10.2010 13:44    |    Tim61

meehster, nein ist es nicht. Damit es nicht wieder heisst ich würde keine andere Meinung zulassen, begründe bitte deine Aussage oder gib uns wenigstens ein Quelle die dies behauptet und nachvollziehbar begründet.

 

Verdrängung (nennen wir es so), Materialpartner (Reifen, Straße), Profilwinkel, Temparatur....... Das sind alles Komponenten die da mit einwirken und damit deine Pauschalaussage zunichte machen. Darum auch meine Pauschalaussage, der bessere Reifen nach hinten und damit meine ich Grip, Grip und nochmals Grip. Wie der Reifen das schafft ist doch für den Laien egal. Ich fordere und der Reifen muss liefern. Das kann auch heissen, dass vorne der JuiXingLu neu drauf kommt und hinten der teuerste Michelin, halb abgefahren.

 

 

Andreas, wenn du hinten mit 4mm genug Grip hast ist das doch gut in dieser Situation. Mit mehr hättest du in anderer Situation vielleicht nur mehr Reserven. Erste Gang und nicht bremsen beim Frontler ist gut, beim Heckler kann es Probleme geben. Wer Enduro fährt kennt das. Da ist auch die Frage ob du einen elektronischen Bremskraftbegrenzer drin hast oder einen mechanischen.

 

Darum, für einen verpflichteten M+S Reifen müssen auch ganz bestimmte Spezifikationen gelten. Das M+S Zeichen muss geschützt sein. Ausserdem würde ich die Anforderung bei Nässe und Bremsen auf trockener und nasser Strasse höher schrauben. Und dann die Pflicht Winterreifen. Und da die Möglichkeit des Aufkommens von Schnee von O bis O (Oktober bis Ostern) am höchsten ist, würde ich die Zeit vom 31.10. bis 31.03. als bindend nehmen. In der restlichen Zeit hat jeder den Reifen zu fahren der der Witterung angepasst ist.


20.10.2010 13:47    |    meehster

Ja, stimmt.


22.10.2010 13:04    |    karmil

sehr schön diese Zusammenfassung.

"richtige Reifen" für´s "richtige Wetter".

Welche das sind.. bzw was passend ist, darüber wird noch dikutiert.

Die Definition der Begriffe wird noch genauer verfasst.

 

NUR: was nützt der ganze Mist wenn jemand sein

Fahrzeug gerade dann kurzfristig einmotten muss weil das Wetter

gerade so ist, dass Winterreifen nötig sind?

Wird man jetzt genötigt sich ein zusätzliches Fahrzeug anzuschaffen

(Konjukturbelebungsmaßnahme) nur weil man keine Winterreifen

für sein Fahrzeug bekommt?

Auf der einen Seite werden einem Reifen vorgeschrieben

(Marke des Herstellers bzw. der zu fahrenden Reifenmarke sowie das zu fahrende Profil) auf der anderen Seite wird beschlossen, dass man keine Freigabe für anderes Profil bekommen darf (keine Winterreifen fahren darf bzw es dafür keine Freigabe gibt, diese fahren zu dürfen!!)).

Also soll ich jetzt zufuß gehen und wer schreibt mir dann das zu tragende Sohlenprofil meiner Schuhe vor?

Ich krieg bald nen Hals und ´ne Wut:confused::):mad::mad: wegen der sich gegenseitig widersprechenden Beschlüsse!

Gruß Karmil


22.10.2010 13:11    |    AT Andreas

@karmil:

Auf welches Fahrzeug sind den Winterreifen nicht zugelassen bzw. für welches Fahrzeug gibt es keine Winterreifen?

Das höre ich zum ersten mal das es sowas gibt?!


22.10.2010 13:25    |    karmil

Ich fahre seit meinem 16. Lebensjahr das ganze Jahr über Zweirad.

Seit 10 Jahren bin ich mit einer Yamaha XJ900 auch im Winter unterwegs.

Vorgeschrieben sind mir:

Reifengröße (ist klar), Reifenbreite auch (auch klar).

Weiter ist im Brief eingetragen : Hersteller und Profil.

Genau da fängt es an..

1. gibt es einige Hersteller nicht oder nicht mehr

2. Gibt es einige Profile nicht mehr von den Reifenherstellern einiger Reifen.

3. muss ich sehen welcher Reifenhersteller neuere Reifen herstellt und mir genau für diese Reifengröße eine Freigabe für mein Fahrzeug (Freigabe bzw. Konformitätserklärung von Yamaha) bescheinigt.

Die Reifenmarken welche ich fahren darf sind sehr wenige.. zusätzlich bin ich noch eingeschränkt weil es nur sehr wenige Reifenprofile gibt welche ich überhaupt fahren darf.

Bei aufziehen eines nicht freigegebenen Profils auf mein Fahrzeug erlischt ja die Betriebserlaubnis.

Bei PKWs ist es relativ einfach:

man legt sich einfach ein satz felgen mit Winterreifen hin und gut is.

Ich muss mir jetzt das Fahren abschminken?

Kommt jetzt bitte niemand und sagt mir:

Bei Glätte fahren ist doch viel zu gefährlich.

Das Argument gilt nämlich gleichermaßen für Zwei- wie für vierrädrige Fahrzeuge.

Gruß Karmil


22.10.2010 13:32    |    Tim61

Er redet von Motorrädern.............


22.10.2010 14:19    |    karmil

Sorry: NEIN, ich rede nicht von Motorrädern sondern nur von Motorrädern welche jetzt nicht mehr gefahren werden dürfen.

Und ich rede davon, dass "Vorschriften" mehr unter dem Gesichtspunkt der "Wirtschaftsankurbelei" entworfen werden als sicherzustallen, dass eben diese Vorschriften auch wirklich von allen umgesetzt werden können.

Bei PKWs wäre es auch nicht umzusetzen wenn man sagen würde:

Ab heute müssen alle mit mindestens 6 Airbags fahren (ist ja sicherer); alle anderen Fahrzeuge sind zu unsicher also aus dem Verkehr damit.

Dann vielleicht noch Nachrüstsätze anbieten und damit Geschäfte machen aber gleichzeitig per Eintragung im Brief bestimmte (wahllos ausgewählte) Fahrzeuge von dieser Nachrüstmöglichkeit ausschließen.

Ein Aufschrei würd durch die Lande gehen!

 

Gruß Karmil


22.10.2010 14:43    |    Tim61

Tja Karmil, diese Regelung der Reifen- und Markenbindung war früher üblich weil es keine Standards gegeben hat. Somit mussten die Hersteller der Fahrzeuge das Fahrzeug mit ganz betsimmten Reifen komplett abnehmen lassen. Heute gibt es wegen diesen Standards keine Markenbindung mehr. Aber die sonst mitzuführenden Freigaben liegen jetzt irgendwo zentral und werden dort eingesehen.

 

Also lass dir entweder die Markenbindung streichen, oder besorg dir ne Freigabe deines Reifens. Die gibt es meistens im Internet und muss immer mitgeführt werden.

 

Zusammengefasst: Du behauptest hier etwas was nicht stimmt, weil du dich nicht richtig informiert hast.


22.10.2010 15:00    |    karmil

Oh ja.. ich habe mich informiert.

Reifenbindung austragen ist bei meinen Motorrad nicht möglich.

Zur Zeit fahre ich Reifen eines Herstellers mit einem bestimmten Profil für das es eine Freigabe gibt (klar führe ich diese Freigabe mit wenn ich unterwegs bin).

Für andere Profile gibt es von diesem Hersteller keine Freigaben. Bei anderen Reifenherstellern kann ich auch nur einige wenige Profile fahren für die es dann von eben den betreffenden Herstellern Freigaben gibt.

Weltweit gibt es keinen Hersteller der :

pasende Winterreifen mit entsprechneder Freigabe für mein Fahrzeug liefert,

zweitens wird bei meinem Fahrzeug von seiten der Zulassungsbehörden die Austragung der Markenbindung verweigert.

 

Bist du anderer Kenntnis, bitte sende mir Informationen die etwas anderes belegen.

Mein Fahrzeug:

Yamaha XJ900, Typ 4BB, Bj.92,

Reifengröße vorn:

100/90V18TL

Reifengröße hinten:

120/90V18TL.

 

Für entsprechnede Hinweise von dir (der mir sagt, ich hätte mich nicht informiert) bin ich natürlich sehr dankbar!:D

 

p.s.:

weitere Diskussionen sind wohl besser in entsprechenden Technikforen von Motorradfahrern aufgehoben dort diskutiert man sachlicher über entsprechende Beiträge ohne gleich mangelnden Sachverstand zu unterstellen.;)


22.10.2010 15:18    |    Tim61

ne Xj mit Winterreifen, ist klar. Für meinen Ford Focus gibt es auch keine Grobstoller.

 

Dass es für diese Art Motorrad keine Winterreifen gibt ist wohl logisch. Würde ich auch für Selbstmord halten.

 

Dass man Motorrad nicht mehr fahren darf ist auch nicht richtig. Das Winterreifengebot bezieht sich sicher nicht auf 2Räder. Und genügend Freigaben für andere Reifen gibt es schon.

 

Ne XJ hat 18Zöller?


22.10.2010 15:44    |    karmil

es gibt keine Freigaben für Winterreifen für das Motorrad (Yamaha XJ900 Bj. 92), von keinem Reifenhersteller weltweit, sagte ich bereits: falls du passende freigegebene Reifen kennst bitte ich um entsprechende Infos.

Selbsmordgefährdende Situationen provoziere ich nicht.

Natürlich würde ich im Winter mit Winterbereifung sicherer unterwegs sein, mehr Reserven haben (wie PKW-Fahrer auch).

Da mir jedes noch so kleinste Detail meines Fahrzeugs bekannt ist (ich selbst erstelle Reparaturanleitungen und technische Dokumentationen sowie Umbauvorschläge mit entsprechned technisch-sicherheitsrelevant zu berücksichtigenden Details) und ich jede Schraube meines Fahrzeugs "mit Namen kenne":), kannst du sicher sein, dass ich 18" Räder fahre. Vorn wie hinten.

Gruß Karmil

 

p.s.: wenn du bezüglich Winterreifen Infos hast, bitte ne PN an mich

es sprengt sonst das Thema hier.... wollte nur mal auf die Situation aufmerksam machen...


22.10.2010 16:30    |    Tim61

ich weiss, dass Heidenau welche herstellt, aber mehr für Enduros.

 

Meine beiden XJs haben 17Zöller. Wunderte mich nur.

 

Es gibt für viele Motorräder Winterreifen, solange sie Endruos sind und nicht allzu sehr Exoten. Wie gesagt, für meinen Focus gibt es keinen Grobstöller.

 

Mit der PS Leistung wirst du bei deiner XJ auch nicht lange Freude haben an den Winterschluppen. Sie schmieren wie sau und sind sehr ungenau im Fahren. Ausserdem hat deine XJ sicher auch ein leichtes Flattern im Lenker bei manchen Reifen.


22.10.2010 16:53    |    karmil

Heidenau: wirklich nach meinen Erfahrungen erst die dritte Adresse für Reifen.

Zu hart und kein Grip, so meine Erfahrung.

 

Keine Werbung jetzt aber es scheint im Mom nur 2 Hersteller zu geben die Reifen für das Mopped herstellen, die einigermaßen fahrbar sind.

Flattern habe ich mit einem der Reifen nicht. Weder bei solo- noch bei Siziusbetrieb mit schwerer Beladung (fahre dann fast 0,5t durch die Gegend und die Mähre bleibt total spurtreu..

Gute Einstellung des Fahrwerks und der Lagerteile vorrausgesetzt.

Selbst im Winter bei Gewalttouren von HH nach M bei Minusgraden und Vmax von weit über 200km/h hatte ich keinerlei Probs.

Es darf nur nicht glatt sein.. aber wer fährt schon so schnell wenns glatt ist... Thema Selbstmörder.

17" bei einer Yamaha XJ ??

Neueres Modell, Marke Zwiebacksäge":)?

Eine meiner XJs fährt vorn 19" und hinten 16" aber das ist nun wirklich ein Exot..... wassergekühlter 5-Ventiler mit Kardanantrieb....:);)


22.10.2010 21:21    |    Tim61

Also meine Enduros fahren alle Heidenau. Billig und gut, da ist mal ein bisschen mehr Gas und Gewicht drin. Ansonsten stehe ich auf BT45.


23.10.2010 09:57    |    600qwer

Servus,

Gute Auflistung, aber Montage ohne die "alten" zu wuchten ist technisch bedenklich. Bereits leichte Unwuchten, die das Fahrwerk kompensiert, werden Aufhängungen und Gelenke über Laufzeit schädigen. Besser diesen Posten investieren.

 

600qwer


23.10.2010 14:10    |    karmil

Hi, ich würde mir ohne weiteres auch komplette Winterräder hinlegen..mit Felge. Ist zwar teurer aber gebrauchte gute Felgen gibts für mein Mopped in ausreichender Zahl sehr günstig.

Nebenbei.. bei 17" oder 18" ist die Unwucht (10 bis 20g) nicht so ausschlaggebend. Mit Winterreifen fährt man ja nicht so schnell auf dem Mopped. Bis 100km/h merkste davon nix. Bei Vullspeed siehts dann etwas anders aus...

Gruß Karmil


23.10.2010 14:22    |    Tim61

Bei FullSpeed helfen dir allerdings auch keine Winterreifen mehr.

 

Wie gesagt, verlang von Winterreifen auf dem Mopped nicht allzuviel. Es fehlt dir immer mindestens ein zusätzlicher Reifen.


23.10.2010 16:08    |    karmil

ich verlange nix von winterreifen..

würde nur gern weiterhin zur Arbei fahren DÜRFEN...


23.10.2010 19:29    |    Tim61

ich glaube nicht, dass das Gebot für Mopped gelten wird. Von der Versicherung her wirst du eh jeden Schutz verlieren bei Eis und Schnee. Auch wenn du Spikes oder Ketten fahren würdest.


24.10.2010 18:14    |    karmil

So nicht korrekt.

Der Verband der Versicherer halt verlauten lassen, dass Schäden trotzdem Beglichen werden auch wenn man im Winter nicht mit M&S unterwegs ist.

Siehe:

 

http://www.kfzversicherungen.org/.../...r-trotz-sommerreifen_0024.html

 

Das muss dann zwangsweise auch für Zweiräder gelten. In meinen Vertragsbedingungen finde ich auch nichts Gegenteiliges.:)


24.10.2010 18:29    |    karmil

Deine Antwort auf "Der erste Schnee droht – Zeit für Winterreifen"