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28.05.2010 17:39    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (711)    |   Stichworte: Elektroantrieb, Elektroauto, Leaf, MOTOR-TALK, Nissan, Umfrage

Zu welchem Preis würdest Du Dir ein Elektroauto kaufen?

Kürzlich gab Nissan die Preise für sein Null-Emissionsauto Leaf für die Länder innerhalb Europas bekannt, in denen der Kauf eines Elektroautos staatlich gefördert wird. (Siehe News: Elektroauto Nissan Leaf: Für unter 30.000 Euro durch die Gegend stromern ). "Der Verkauf beginnt dort, wo die Subventionen für Elektrofahrzeuge am größten sind", sagte Nissan-Sprecher Michael Bierdümpfl dazu. Der Stromer bleibt in diesen Ländern nämlich bei einem Preis unter 30.000 Euro – durchaus eine andere – für Otto Normalautofahrer leichter verdaulichere - Hausnummer als die bisherigen Preise für Elektrofahrzeuge. Der Nissan Leaf kann in besagten 4 Ländern ab Juli 2010 reserviert werden, ab Ende 2010 wird er ausgeliefert. Ob das Ganze sich dann zu einem ähnlichen Hype entwickelt wie in den USA in den vergangenen Tagen?

 

In den USA scheint die Ankündigung des Preises für den Nissan Leaf nämlich diese Tage den Anfang eines neuen Öko-Hypes zu manifestieren. Der Nissan Leaf wird dort, abzüglich des Steuerrabatts von 7.500 Dollar für schlappe 25.280 Dollar (umgerechnet ca. 18.7000 Euro) zu haben sein. Bestellt werden kann er bereits jetzt, verfügbar sein wird er ab Ende diesen Jahres. Wer in Kalifornien lebt, wird durch eine Prämie um weitere 5.000 Dollar beim Kaufpreis entlastet, wodurch der Nissan Leaf weniger kostet als Toyotas Hybridfahrzeug Prius (26.000 Dollar). Selbst Benziner der gleichen Fahrzeugklasse sind dann teils teurer als Nissans „Ökomobil“, denn allein ein durchschnittlich ausgestatteter VW Golf schlägt mit mehr zu Buche. Und dem Chevrolet Volt, der ebenfalls Ende des Jahres auf den Markt kommen soll und der mit seinem Preis von „deutlich unter 40.000 Dollar“ nach Abzug der Förderungen bisher als sicherer Kandidat für die Ingangsetzung einer massenwirksamen Öko-Revolution im Automobilbereich galt – und der zudem bereits seit 2 Jahren als „das“ Auto der elektroangetriebenen Zukunft gelobhudelt wurde – geht plötzlich der Saft aus – im übertragenden Sinne natürlich. Seitdem nämlich der Leaf vorbestellt werden kann, läuft die Website des japanischen Fahrzeugherstellers heiß. Die Vorbestellungen übertreffen alle Erwartungen. Allein in den ersten 3 Stunden wurden 2.700 Fahrzeuge vorbestellt. Das Ziel, bis Jahresende 25.000 Bestellungen zu haben, ist nach nur gut einer Woche bereits zur Hälfte erreicht. Mittlerweile sollen mehr als 12.000 Bestellungen eingegangen sein – knapp ein Viertel des Volumens, welches Nissan im ersten Jahr in Japan produzieren will.

 

Sinkt der Preis – steigt die Nachfrage. Das ist an sich ein absolut normaler Prozess in der freien Marktwirtschaft. Doch bei Elektroautos war der hohe Preis eigentlich bislang nur eines von vielen angeführten „Nachteilen“, die in den Raum geworfen wurden, wenn die Debatte um „Elektroautos – topp oder Flopp?“ ging. Vom schnöden „hässlich“, über „fehlende Infrastruktur“ und „unbrauchbar durch geringe Reichweite“ bis hin zu „der benötigte Strom kommt aus Atom-/Kohlekraftwerken und elektrisch angetrieben zu fahren ist deswegen genauso umweltschädigend“ ist die Liste der Gegenargumente lang. Der Nissan Leaf und die alle Erwartungen übertreffende Nachfrage nach ihm in den USA zeigen jedoch, dass der hohe Preis von Elektroautos ein höher zu gewichtendes Gegenargument zu sein scheint als bisher angenommen.

 

Nun sehen die aktuellen Planungen unserer deutschen Bundesregierung bisher keine staatlichen Fördermittel zur Subventionierung des Kaufes von Elektroautos vor, so dass mit einem derartigen Kampfpreis, wie aktuell in den USA, bei uns nicht zu rechnen sein wird, wenn der Leaf aller Voraussicht nach Ende 2011 auch in Deutschland auf den Markt kommt. Doch was wäre, wenn sich die Bundesregierung dazu entschließen würde, Elektroautos durch Kaufanreize wie etwa Zuschüsse zum Kaufpreis, Steuererleichterungen oder andere Arten von Fördermitteln zu subventionieren? Würdest Du Dir unter dieser Voraussetzung ein Elektrofahrzeug zulegen?


13.06.2010 00:56    |    GT Sport

Ein Elektromotor hat einen besseren Wirkungsgrad als ein Verbrennungsmotor, das ist wohl wahr. Aber in der Gesamtbilanz vom Kraftwerk bis sich das Fahrzeug bewegt ist er bestenfalls so gut wie ein konventionelles Auto mit ~30%, wenn man den deutschen Strommix zugrunde legt. Ich will nicht sagen, dass auf dieser Website die absolute Wahrheit gesagt wird, aber ich denke, dass der Trend schon stimmt.

 

By the way:

Wer sagt denn, dass der Elektromotor von einem Akku versorgt werden muss? Wenn man denn schon elektrische Energie einsetzen will, kann man auch via Elektrolyse Wasserstoff erzeugen und damit in einer Brennstoffzelle elektrische Energie im Fahrzeug erzeugen. Diesen sollte man genauso wie Erdgas tanken können und so das Fahrzeug unproblematisch und zügig nachtanken können. Somit wäre auch die Langstreckentauglichkeit gegeben. Außerdem kann dieser auch in Verbrennungsmotoren benutzt werden (BMW hat damit ausgiebig experimentiert). So hat man eine Lösung, wie man alte Fahrzeuge weiter betreiben kann, die Tankstellen müssen nicht zu Fort Knox werden. Achja, Kunststoffe gibt es auch aus regenerativen Produkten ( wie beispielsweise hiber beschrieben ) und Schiffe können auch mit Biodiesel oder Wasserstoff betankt werden.


13.06.2010 05:04    |    nite_fly

Klar, wenn Du da ein finanzierbares, ökologisch akzeptables-Konzept auf der Hand hast, das im besten Fall auch noch mit den V8-ern mithalten kann, dann melde Dich wieder bei mir: Dann bist Du mein Mann!!!

Und melde da dann besser ein Gewerbe an und lass' Dir Deine Idee patentieren, sonst klau' ich sie Dir!!!

 

Doch bis dahin bleibe ich lieber realistisch!

 

Gruß

Nite_Fly


13.06.2010 07:55    |    Pseiko80

Komischerweise gabs bereits Serienreife Elektroautos in Amerika, z.B. General Motors: EV1. GM war aber nicht der einzige Elektroautohersteller. Warum dieses Auto wieder vom Markt genommen hat, konnte mir bisher noch keiner logisch erklären.

 

Warum will man eigentlich gleich zum Elektroauto wechseln. Man könnte z.B. mit Ethanol doch auch relativ umweltfreundlich mit bewährter Technik fahren.

 

Wie wäre es z.B. ein Auto mit Müll anzutreiben? Ob der Müll in der Müllverbrennungsanlage verbrannt wird, oder im Auto müsste doch egal sein....

 

Vielleicht wird in Zukunft auch weiter nur Benzin eingespart, indem z.B. nicht mehr zerstäubtes Benzin eingespritzt wird, sondern das Benzin unter Sauerstoffzufuhr gekocht wird und die dabei entstehenden Gase (die ja explosiver sind als das Benzin selbst) zur Verbrennung verwendet.

 

Theoretisch könnte man auch eine Radionuklidbatterie (siehe Wikipedia) verwenden. Dann müsste man sein Auto bis zur Verschrottung nie mehr betanken.

 

Theoretisch gibt es auch durch Zebra-Batterien ein Akkusystem dass für die Kfz-Anforderungen bestens geeignet ist.

 

Fazit: Es gibt viele Möglichkeiten mit vielen Vor- und Nachteilen, die je nach Standpunkt variieren. Bleiben wir mal gespannt was kommt...

 

Da ich eine einfache Arbeitsstrecke von 45 km habe und ich deshalb am Tag 90 km (mindestens) fahren muss, ist für meine Bedürfnisse ein aktuelles Elektroauto nicht geeignet.

 

Ich empfehle hiermit auch mal den Film: Who killed the elektrik car. Der ist zwar auf englisch mit deutschen Untertiteln. Dieser Film hat bei mir nur Kopfschütteln ausgelöst. Sowas gibts hoffentlich nur in Amerika....


13.06.2010 08:54    |    Superungi

@ GT Sport

Ja sicher kann man Kunststoffe auch ohne Rohöl herstellen, aber du glaubst doch nicht im Ernst

das wir die heute verbrauchten Mengen mit irgendwelchen Ökoalternativen denken können und weil

wir das definitiv nicht können, werden die Preise für diese Artikel stark steigen. Im übrigen wollen dann ja auch andere Industiezweige diese Alternativrohstoffe verwerten (nur so zur Info).


13.06.2010 10:58    |    Manager2008

Es ist mir schleierhaft, warum immer alles mit einem V8 mithalten muss.

Ich frage euch, wie viele Leute können oder wollen sich einen V8 leisten ?

Eine größere und sinnlosere Ressourcen-Verschwendung also sowas kann ich mir fast nicht vorstellen.

Es sind nicht alle Vollgas-Idioten, es gibt auch Leute, die einfach nur im Verkehr mitschwimmen wollen.

Reicht es nicht, wenn das Elektro-Auto für den Anfang mit einem 60-Ps-Polo mithalten kann ?

Und selbst wenn es diese Leistungsdaten nicht ganz erreicht, ist das anfangs noch immer gut genug.

Immerhin spart man dann beim Verbrauch wieder einiges.

Und je mehr Verbreitung diese Autos haben, desto weiter werden sie sich entwicklen, denn desto mehr Geld wird in die Entwicklung investiert werden.


13.06.2010 11:01    |    Manager2008

Zitat:

Pseiko80

Da ich eine einfache Arbeitsstrecke von 45 km habe und ich deshalb am Tag 90 km (mindestens) fahren muss, ist für meine Bedürfnisse ein aktuelles Elektroauto nicht geeignet.

Wieso nicht ?

90 km schafft doch jedes Elektro-Auto locker ?

Sogar das doppelte schafft es locker.

Nur kannst du damit eben nicht 200 über die Autobahn heizen, sondern musst vielleicht mit 120 kmh zufrieden sein.

Wäre das wirklich sooo schlimm, wenn man nicht immer der Erste auf der linken Spur ist ?

Merke: Wer auf der Straße immer der Erste sein muss, der ist auch beim Sterben der Erste.


13.06.2010 11:11    |    320erlpg

Zitat:

Nur kannst du damit eben nicht 200 über die Autobahn heizen, sondern musst vielleicht mit 120 kmh zufrieden sein.

selbst bei 160-180km/h reisegeschwindigkeit, bedeutet dies für viele einen enormen zeitverlust.

wofür? und jetzt komm nicht mit "früher aufstehen" oder "besser planen", niemand richtet sich nach den möglichkeiten des elektroautos, es muss den bedürfnissen des nutzers gerecht werden.

 

Zitat:

Merke: Wer auf der Straße immer der Erste sein muss, der ist auch beim Sterben der Erste.

ich hoffe, das war jetzt nicht ernst gemeint, oder beförderst du dich so gerne ins aus?

 

 

grüße


13.06.2010 13:38    |    GT Sport

Moin,

 

ich habe erstmal nur dargestellt, dass es Alternativen zum Öl gibt und man nicht zwangsläufig und auf ewige Zeiten nur mit den konventionellen Stoffen arbeiten muss / kann.

 

Wenn das Öl irgendwann knapp und damit teuer genug ist, dass man alles recyceln muss und parallel genügend Energie aus alternativen Quellen zur Verfügung steht, bin ich der Meinung, dass man die benötigten Ressourcen aus Abfällen bzw. aus alternativen Rohstoffen gewinnen kann.

 

@ Pseiko 80:

 

Jop, Ethanol ist erstmal umweltfreundlich, aber nicht in der Form, wie er aktuell gewonnen wird, um in europäisches Benzin beigemischt zu werden. Dafür werden Regenwälder abgeholzt und das Zeug rund um den ganzen Erdball gekarrt.

 

Gruß

GT Sport


14.06.2010 08:39    |    Ingo.M

@Superungi

Zitat:

Zitat:

Ich persönlich halte Solarzellen für das Beste was es zur Stromerzeugung gibt...

Das glaube ich kaum Solarzellen herzustelllen ist wie Akkus herzustellen umwelttechnisch eine ziemliche schweinerei siehe KLICK

Keine Solarzelle kann im Laufe ihrer Funktionsdauer die Energie liefern, die für ihre Herstellung verbraucht wurde. Deshalb ist Solarenergie derzeit ökonomisch und ökologisch sinnlos. ALSO TOTALER HUMBUG!!!

Solarthermische Kraftwerke.

Die Vorteile und der Wirkungsgrad lassen die "dreckigen" Solarzellen echt alt aussehen, aber

in Deutschland gibt es aufgrund fehlender geeigneter Gebiete leider wenig Anwendungmoglichkeiten für diese wirklich saubere Technologie, weltweit allerdings soviele das wir in Zukunft kein Energieproblem mehr hätten.

Einerseits hat du Recht anderer seits auch nicht, Solarthermische Kraftwerke sind sicher super, nur sind diese wie du schon selbst bemerkt hast nicht überall einzusetzen und recht kostenaufwendig. OK gäbe sicher genug Stellen auf der Erde.

Bei den Solarzellen gibt es permanente Weiterentwicklungen, zB. gibt es umweltfreundliche preiswerte Alternativen zur alten giftigen Solarzelle die in der Entwicklung sind, schon mal was von Organischen Photovoltaik gehört? Der Wirkungsgrad dieser einfach mit Farbe auf Folie gedruckten Solarzellen ist zwar zur Zeit noch schlechter als der der jetzt im Handel befindlichen aufwendig hergestelten "giftigen" Solarzellen, kostet dafür aber auch nur einen Bruchteil und sind im Prinzip auf jede belibige Form zu bringen, so könnte man zB. Autos statt mit normalem Lack zu lakieren, einfach mit ner Farbzelle bedrucken, genauso könnte man Dachpfannen und selbst Häuserfassaden bedrucken, selbst in Fenstern als Wärmeschutzfolie wäre es denkbar. OK ist jetzt noch etwas Zukunftsmusik, wird aber nicht mehr lange dauern bis solche Techniken Großserienreif sind. Und wenn du den qm Folienzelle (organisch bedruckt) dann für 25€ bekommst, ist es eigentlich auch egal daß die Dinger nur einen Wirkungsgrad von vileicht 10-15% haben, man könnte solch ein Material ja nahezu überall einsetzen.

Gruß Ingo


14.06.2010 09:09    |    Brunolp12

Zitat:

Pseiko80

Komischerweise gabs bereits Serienreife Elektroautos in Amerika, z.B. General Motors: EV1. GM war aber nicht der einzige Elektroautohersteller. Warum dieses Auto wieder vom Markt genommen hat, konnte mir bisher noch keiner logisch erklären.

wahrscheinlich haben sie sich schlecht verkauft.

 

Zitat:

Pseiko80

Wie wäre es z.B. ein Auto mit Müll anzutreiben? Ob der Müll in der Müllverbrennungsanlage verbrannt wird, oder im Auto müsste doch egal sein....

Nein! Eine Verbrennung, wie sie in einer riesigen, zentralen Anlage mit entsprechend hohen Temperaturen, Abgasfiltern usw. stattfindet ist in klein, mobil & kompakt so sicher nicht erreichbar (ganz zu schweigen vom Problem des Mitführens von ausreichend "Brennmaterial").

 

Zitat:

Pseiko80

Vielleicht wird in Zukunft auch weiter nur Benzin eingespart, indem z.B. nicht mehr zerstäubtes Benzin eingespritzt wird, sondern das Benzin unter Sauerstoffzufuhr gekocht wird und die dabei entstehenden Gase (die ja explosiver sind als das Benzin selbst) zur Verbrennung verwendet.

ich würde mal sagen:

im Prinzip geschieht nicht anderes in einem Verbrennungsmotor.

 

Zitat:

Pseiko80

Theoretisch könnte man auch eine Radionuklidbatterie (siehe Wikipedia) verwenden. Dann müsste man sein Auto bis zur Verschrottung nie mehr betanken.

das ist offensichtlich Zukunftsmusik (jedenfalls in einer Größe & Leistung, die für PKW in Frage käme) - aber auf vielen Feldern wird ja geforscht, wer weiss...

 

Zitat:

Pseiko80

Da ich eine einfache Arbeitsstrecke von 45 km habe und ich deshalb am Tag 90 km (mindestens) fahren muss, ist für meine Bedürfnisse ein aktuelles Elektroauto nicht geeignet.

Nein, das wäre ein idealer Anwendungsfall: regelmäßige, planbare Strecke, die nicht zu lang ist. Nachts die Möglichkeit zum Aufladen (theoretisch auch während der Arbeit).


14.06.2010 10:02    |    Manager2008

Zitat:

320erlpgselbst bei 160-180km/h reisegeschwindigkeit, bedeutet dies für viele einen enormen zeitverlust.

ich hoffe, das war jetzt nicht ernst gemeint, oder fährt du jeden Tag 1000 km ?

Gibt es in deiner Umgebung wirklich eine Autobahn, wo du durchgängig 200 fahren kannst ?

Rechne mal aus, wie groß der Zeitverlust deiner Meinung in der Praxis an einem normalen Arbeitstag wäre, wenn du maximal Richtgeschwindigkeit fahren würdest ?

 

Sind das übrigens alles Schwacköpfe, welche die Idee mit der Richtgeschwindigkeit oder Geschwindigkeitsbegrenzungen hatten, oder macht das auch für dich in irgendeiner Weise Sinn ?

Also bist du der Meinung, daß die sich was dabei gedacht haben, oder sind das alles nur Sesselfurzer, die einfach nur zur viel Zeit haben ?

 

Zitat:

ich hoffe, das war jetzt nicht ernst gemeint, oder beförderst du dich so gerne ins aus?

Offensichtlich fehlt dir die Einsicht, daß man mit 120 eher länger lebt als mit 220.

Ich bin seit Jahrzehnten viel unterwegs, weil ich 100 km zur Arbeit muss.

Ich habe schon alles mögliche erlebt, auch vor Schmerz schreiende Menschen und auch welche, wo man nur noch das Leichtuch drüber geben konnte.

Natürlich hat das nie was mit der Geschwindkeit zu tun, richtig ?

Auch die Statistiken bezüglich der Hauptursachen von tödlichen Verkehrsunfällen sind nur Schwachsinn ?


14.06.2010 14:27    |    MajorFoster

Also Elektroautos sind meiner Meinung nach nur ein Weg um neue "Umwelt"-Autos zu verkaufen, dabei schonen diese Autos definitiv nicht die Umwelt da der meiste Strom aus Kohlekraftwerken kommt.

Außerdem sollte man nicht die Autofahrer beim Klimaschutz zur Kasse bitten,wenn sie große Hubraumstarke Fahrzeuge fahren, sondern die Industrie. Denn das bisschen CO² was unsere "Sprittschlucker" verbrauchen ist nichts gegen den Ausstoß der Industrie.

Ich bin der Meinung man sollte Wasserstoffautos und deren Entwicklung fördern, das sind die Fahrzeuge der Zukunft.


14.06.2010 16:05    |    Manager2008

Das würde dann stimmen, wenn du der einzige Autofahrer bist.

Wie viele Autos gibts auf der Welt ?

Wie viel Co2 stößt du im Jahr aus ?

Und wie viel die Industrie ?

Ich nehme an, du hast genaue Zahlen, denn andernfalls kannst du schwerlich zu dieser Meinung gekommen sein.

 

Wo man allerdings anfangen müsste, wären erstmal die Flugzeuge.

Eine einzige Fernreise emittiert mehr Co2 als ein durchschnittlicher Autofahrer das ganze Jahr.


14.06.2010 20:02    |    320erlpg

Zitat:

fährt du jeden Tag 1000 km ?

Gibt es in deiner Umgebung wirklich eine Autobahn, wo du durchgängig 200 fahren kannst ?

Rechne mal aus, wie groß der Zeitverlust deiner Meinung in der Praxis an einem normalen Arbeitstag wäre, wenn du maximal Richtgeschwindigkeit fahren würdest ?

durchgängig 200 wäre schon recht optimistisch, das klappt nur streckenweise und hängt sehr stark von den zeiten (abends ab 21-22 uhr) und den befahrbaren spuren ab.

im durchschnitt liege ich jedoch meistens deutlich über "120", was mir bei meinen, mitunter 400-500 kilometerlangen fahrten, auch einen zeitvorteil von mehr als einer halben stunde einbringen kann.

bei einer vergleichsweise kurzen strecke von 100km kann man soetwas natürlich schlecht einschätzen.

Zitat:

Sind das übrigens alles Schwacköpfe, welche die Idee mit der Richtgeschwindigkeit oder Geschwindigkeitsbegrenzungen hatten, oder macht das auch für dich in irgendeiner Weise Sinn ?

auch wenn die frage fernab vom thema konstruiert ist, natürlich machen limits an bestimmten stellen sinn, sofern sie die unfallgefahr oder vergleichbar negatives reduzieren, meinetwegen aufgrund schlechter übersicht, schlechter beschaffenheit der straße usw.

genauso machen die limitfreien bereiche sinn, natürlich auch nur für die fahrer, die eine höhere geschwindigkeit auch fahren möchte und sich auch der entsprechend benötigten aufmerksamkeit und folgen bewusst sind.

 

niemand wird "gezwungen" schneller zu fahren, wer mag kann und darf überall sein persönliches limit fahren, was auch durchaus sicherer ist, alswenn plötzlich alle das maximum fahren müssten, da käm ein großteil ja auch garnicht mit klar.

von daher hab ich garnichts "gegen" 120/130er fahrer, schöne sache, bei beachtung des rechtsfahrgebotes kommt man sich selten in die quere und jeder kann sich freuen...

 

einfach seinen persönlichen fahrstil ensprechend seiner anforderungen (kosten, sicherheits&komfortgefühl) anpassen, natürlich unter beachtung der vorhandenen gegebenheiten (zhg, verkehrsaufkommen, witterung....).

 

Zitat:

Auch die Statistiken bezüglich der Hauptursachen von tödlichen Verkehrsunfällen sind nur Schwachsinn ?

du könntest dich gut hinter die anderen "gutmenschen" im tl-thread einreihen, natürlich auf theoretischer basis, faktisch gehts ja nunmal nicht.

 

 

grüße


14.06.2010 22:13    |    saabolus

@Audi-gibt-Omega

 

ich danke für die Erklärung! Sehe ich genauso! Für lange Strecken gibt es auch Züge und Busse und die haben noch bessere Bilanzen was die Umweltverschmutzung angeht!

 

Man sollt nicht nur an seinen eingenen Geldbeutel denken.

 

 

Akkus entsorgen ist auch so ein Thema, aber ein Verbrennungsmotor hat auch Öl das entsorgt werden muß.


14.06.2010 22:51    |    fgordon

Naja Recyclingquote bei Akkus und Batterien liegt in Deutschland 99,96% (!!!) (nicht Sammelquote sondern Recyclingquote).... Nur fuer die Gen I der Akkus braucht man ein paar Rohstoffe, aber nicht so viel.

 

Akkus und Batterien sind sogar mit die einzigen komplexen techn. Geraete, wo praktisch 0 Müll anfällt, 0,04% in 2009, 2010 sicher noch weniger Restmuell.


14.06.2010 22:57    |    Manager2008

@320erlpg

Was hat das mit "Gutmensch" zu tun, wenn ich es einfach satt habe, die Menschen auf den Straßen sterben zu sehen ?

Hast du sowas schon mal "live" miterlebt ?

Bzw. dann leider nicht mehr "live".

 

Es geht auch gar nicht darum, daß alle sofort auf Elektroautos umsteigen sollen oder müssen.

Es geht einfach nur darum, daß mal ein Anfang gemacht wird.

 

Du weißt auch sehr wohl ganz genau, daß dein Argument fernab vom thema konstruiert ist.

Denn keiner kann mir erzählen, daß er jeden Tag 400-500 km lange Fahren hat.

Das sind die allerwenigsten.

 

Für den Beginn reicht es auch, wenn die Entwicklung mal in Gang kommt und das mal Alternativen kommen.

Die Kosten für die "Betankung" eines Elektro-Autos sind übrigens nur ein minimaler Bruchteil von einem Verbrennungsmotor.

 

Es wird schon werden, ist alles nur eine Frage der Zeit.


14.06.2010 23:28    |    320erlpg

Zitat:

Es geht auch gar nicht darum, daß alle sofort auf Elektroautos umsteigen sollen oder müssen.

Es geht einfach nur darum, daß mal ein Anfang gemacht wird.

das sehe ich ähnlich, wird ja wohl auch aktuell eine zielgruppe geben, sonst würde dieses thema nicht aufgegriffen und in serie produziert.

 

Zitat:

Du weißt auch sehr wohl ganz genau, daß dein Argument fernab vom thema konstruiert ist.

Denn keiner kann mir erzählen, daß er jeden Tag 400-500 km lange Fahren hat.

Das sind die allerwenigsten.

naja, es trifft auf viele außendienstmitarbeiter nunmal zu, ich persönlich habe diese fahrten nunmal, nicht jeden tag, aber eben in gewissen abständen.

aber die "mehrheit" stellt es natürlich nicht dar.

 

Zitat:

Es wird schon werden, ist alles nur eine Frage der Zeit.

genau :D

sobald die technik meinen anforderungen entspricht, sehe ich für mich persönlich auch keinen grund, dies nicht in die kalkulation mit einzubeziehen.

 

 

grüße


15.06.2010 02:03    |    fgordon

Hmmm interessant wird ja auch wie sich DWHzn auf den Preis auswirkt, DIW meint ja das wuerde mit hoher Wahrscheinlichkeit zu deutlich hoeheren Preisen dauerhaft fuehren.

 

Denke muss man einfach abwarten, wenn natuerlich weniger im Golf von Mexico gefoerdert wird kann das schnell kippen, dass die Nachfrage das Angebot uebersteigt, weil man glaub eh schon ziehmlich auf Kante faehrt.

 

Wird aber ja alles nicht ueber Nacht kommen, zur Zeit kann man sicher einfach mal abwarten, und mal gespannt lesen wie sich Nissan, Mitsubishi, General Motors Volt, Prius Plugin und BYD in den Staaten so schlagen im Alltag, dann sieht man ja ob einer von denen was taugt oder eher nicht.

 

Ich denke mal wenn die dort mit den Modellen Erfolg haben kommen die auch nach Europa, und wenn nicht dann koennen die das Gelumpes behalten :D


15.06.2010 02:16    |    nite_fly

Das Problem da in dieser Umfrage ist, daß die meisten eben erwarten, daß das Auto sowohl von den Leistungsdaten, als auch vom Preis her mit den Verbrennern mithalten kann... Und das ist erstmal utopisch.

Und wenn die Amis so gut Elektroautos bauen können, warum warten dann die Verbraucher in den USA die unglaublichsten Lieferzeiten für einen Prius ab? Ich würde sagen, die haben schlichtweg nichts getaugt (wie viele amerikanische Autos: Hauptsache große Motoren...)

Ein 3er BMW hat bei denen ja schon einen Status, wie hier ein Porsche...

 

Reine Elektroautos, für den Betrieb in einem begrenzten Radius sind heute schon alltagstauglich. Und anstatt ihre Fahrzeuge auf Rapsöl umzustellen, könnten die Kommunen längst solche Fahrzeuge fahren, und damit die Wegbereiter für weitere Entwicklungen sein.

Soo neu ist das Thema ja auch nicht: Ich denke nur mal an Gabelstabler: Die fahren schon seit Jahrzehnten mit E-Antrieb, das den ganzen Tag, und die haben Bärenkräfte... Doch für die ist das Gewicht der Akkus ein Plus. Beim Auto ist das eben nicht der Fall...

 

Gruß

Nite_Fly


15.06.2010 07:42    |    Manager2008

@320erlpg

Es ist mir schleierhaft, warum immer wieder der vielzitierte Außendienstmitarbeiter herhalten muss ?

Wie viele der Autofahrer haben diesen Beruf ?

Jeder tausendeste ?

Jeder zehntausendste ?

 

Ist auch völlig egal, es ist jedenfalls eine veschwindend kleine Minderheit, die in diesem Zusammenhang uninteressant ist.

Die können doch weiterhin einen Polo Blue Motion oder Caddy Maxi Life oder T5 oder was auch immer fahren.

Wird sie niemand hindern daran.

 

In der Stadt sieht das übrigens schon ganz anders aus, sobald es mal dazu kommt, daß nur noch emissionsfreie Fahrzeuge in die Zentren dürfen.

Dann hast ein Problem mit einer 320er Dreckschleuder.

Ich will mir gar nicht vorstellen, wie viel Co2 und alle möglichen giftigen Abgase du mit deinem 320er emittierst, wenn du jeden Tag 400 bis 500 km mit 200 kmh über die Autobahn rast.

Eine schlimmere Umweltverpestung kann man sich fast nicht mehr vorstellen.


15.06.2010 07:55    |    320erlpg

Zitat:

Es ist mir schleierhaft, warum immer wieder der vielzitierte Außendienstmitarbeiter herhalten muss ?

das wäre nunmal meine präferenz, und das hat entsprechend nichts mit dem preis sondern den möglichkeiten des autos zu tun, und in der hinsicht käms nunmal noch nicht infrage.

 

Zitat:

Die können doch weiterhin einen Polo Blue Motion oder Caddy Maxi Life oder T5 oder was auch immer fahren.

Wird sie niemand hindern daran.

also bei uns in der flotte gibts eigentlich nur passat und s-klasse, wobei die e-klasse auch wieder attraktiv wäre.

 

Zitat:

Dann hast ein Problem mit einer 320er Dreckschleuder.

Ich will mir gar nicht vorstellen, wie viel Co2 du mit deinem 320er emittierst, wenn du jeden Tag 400 bis 500 km mit 200 kmh über die Autobahn rast.

Eine schlimmere Umweltverpestung kann man sich fast nicht mehr vorstellen.

danke für die "dreckschleuder"....wenn du dich nicht so mit dem betreffenden fahrzeug auskennst, würd ich nicht solche behauptungen rausblasen, ist ja peinlich (könntest dich ja mal auf spritmonitor bemühen, da siehste dann auch ein paar reale vergleichswerte...).

zudem hast du offenbar überlesen, dass ich lange fahrten nur intervallmäßig absolviere, aber bis meine grüne plakette nicht mehr zählt, steht da schon der nächste wagen.

 

 

grüße


15.06.2010 09:22    |    Exsaabfan

Gibt es eigentlich noch ein Argument, das hier nicht schon 100mal hin- und hergedreht wurde?


15.06.2010 16:17    |    SUzuki Samurai

Das ElektroAuto wird nicht unsere Probleme des Klimas lösen.

Hier eine kleine Rechnung, die dies deutlich machen soll.

Ich bin Pendler und fahre jeden Tag ca. 100km. Das sind bei 220 Arbeitstagen pro Jahr 22Tkm/a.

Mein Verbrauch liegt bei ca. 8l/100km Diesel. Dies Entspricht einem Verbauch von 1760l/a.

Umgerechnet sind dies 17.600kWh. Berücksichtig man großzügig den Wirkungsgrad beider Motorenkonzepte so ist der Elektroantrieb doppelt so gut wie der Diesel.

Damit würde man nur noch 8.800kWh Strom im Jahr benötigten.

Dies ist alledings mehr als doppelt soviel wir wie zurzeit an Strom im Jahr benötigen.

Bei Bedarf an Strom wird sich also verdreifachen.

Wie soll damit der Atomkraft-Ausstieg überhaupt noch realisierbar werden?

 

Gruß

 

Aus der goldenen Wetterau


15.06.2010 22:41    |    petehild

Vielleicht hat es schon der eine oder andere gesehen, auf Elektronik Praxis war heute ein Artikel über diese Umfrage hier. Wen es interessiert, der findet den Artikel hier.

 

Gruß


15.06.2010 22:50    |    Manager2008

Wie kommst du zu dem Wert von 17.600kWh ?


16.06.2010 02:15    |    nite_fly

Schon sehr interessant, welches Fazit die Redakteure des Vogel Verlag aus diesem Thread ziehen:

Die eigentliche Akku-Problematik wird gar nicht angesprochen. Ich bezweifle stark, daß die den Thread überhaupt ganz gelesen haben....

Aber so werden eben Meinungen geBILDet...:cool:

 

Gruß

Nite_Fly


16.06.2010 06:48    |    fgordon

Bei normaler Fahrweise wird der Leaf wohl 20 kWh/100 km brauchen (angegeben ist er mit 15, aber denke 30% Aufschlag ist schon dann gut gerechnet z.B. Klima, Heizung etc)

 

Das waeren dann grob 4000-5000 kWh fuers Jahr bei 22 tkm in einem E-Auto der Golf Klasse

 

Ein Elektromotor ist meistens in seinem durchschnittlichen Bereich immer noch doppelt so gut wie der Diesel in seinem besten (Diesel 20%-45%, E-Motor 85 % bis 95 % je nach Lastzustand)

 

Denn die grosszuegigen 45% Maximalwirkungsgrad eines Diesel werden praktisch kaum erreicht, in 90% der Faelle faehrt man mit einem viel schlechteren Wirkungsgrad weil ein Diesel keineswegs mindestens 45% Wirkungsgrad hat sondern nur im optimalsten Fall.

 

5000 kwh sind ja immer noch viel aber naja rechnet man mal 8l/100 bei 22 tkm = 2.112 Euro (1,20 pro Liter) und 5.000 kWh mit 0,20 pro kWh = 1.000 Euro spart man schon finanziell ....


16.06.2010 08:27    |    Manager2008

Ich habe mal irgendwo gelesen, daß der Stromverbrauch von Elektro-Autos im Vergleich zum Gesamtverbrauch aller elektrischen Verbraucher minimal wäre.

Also wenn wir alle auf Elektro-Autos umsteigen würden, dann würde angeblich der Stromverbrauch nur minimal ansteigen.

Im Vergleich dazu sind die großen LCD und ganz besonders die Plasma-Flachbildschirme eine Katastrophe.

Man muss das so sehen, daß die Bildschirme in der Regel viele Stunden am Tag laufen, viel länger als man normalerweise mit dem Auto fahren kann.

Die sind dafür verantwortlich, daß der Stromverbrauch kontinuierlich und sehr stark ansteigt.

Darüber beschwert sind komischerweise keiner.

Vielleicht weil Stom im Vergleich viel zu billig ist ?

Außerdem sind die Fernseher nur ein Teil des Stromverbrauches.

Warmwasser, Kühlschränke, Tiefkühltruhen, extrem schlechter Wirkungsgrad der Glühbirnen, Klimaanlagen, Heizungen, Wärmepumpen, Computer, weltweites Internet etc. etc.

Es gibt ja unzählige Verbraucher, die rund um die Uhr in Betrieb sind.

Und dazu brauchts keinen Führerschein, mit Strom gehen wir alle extrem verschwenderisch um.

Sollte es dann noch wirklich zu der genannten "Strom-Speicher-Lösung" kommen, dann könnte das Elektro-Auto eventuell sogar Strom gewinnen anstatt zu verschwenden.

Denn ein großer Teil des Stroms wird einfach nur produziert, damit er da ist.

Aber kann niemals verbraucht werden.

 

Man müsste mal den gesamten Stromverbrauch einer Nation hernehmen und das dem Verbrauch von Elektro-Autos gegenüberstellen, wenn wir alle umsteigen würden.


16.06.2010 08:39    |    Manager2008

So, ich habe mir mal ein kleines Beispiel hergenommen.

Wenn eine stinknormale 100 Watt Glühbirne das ganze Jahr leuchtet, die verbraucht alleine schon fast 1000 Kwh.

100 * 24 * 365 = 876000 Wattstunden.

Das sind dann exakt 876 kwh.

 

Mit dem Verbrauch einer einzigen 100-Watt-Glühbirne im Jahr könnte ich also nach obiger Rechnung von fgordon fast 5000 !!! km mit dem Elektroauto fahren.

Vielleicht versteht man in diesem Lichte auch, warum die EU das Verbot der Glühbirnen in Angriff genommen hat.

 

Ich würde das so berechnen:

4500 kwh / 22 tkm = ca 200 kwh pro 1000 km Fahrtstrecke.

876 kwh / 200 kwh pro km ergibt dann über 4000 km.

Sensationell billig und wirtschaftlich.

 

Wenn das nicht mehr möglich ist, dann würde ich vorschlagen, wir verbieten einfach sofort alle Glühbirnen und können damit sorglos so viel mit dem Elektro-Auto herumfahren wie wir wollen.

;)


16.06.2010 08:48    |    Manager2008

@320lpg

Es ist immer die Frage, was einem peinlich ist.

Na dann sag, wie viel verbraucht denn der 320er lpg, wenn du mit 200 oder noch mehr über die Autobahn rast ?

Ist das nicht bei jeder heute verfügbaren Technologie ein ziemlicher Unsinn ?

Und meinst du nicht, daß ein normaler Fahrer, der sich an die Richtgeschwindigkeit hält, nur einen BRUCHTEIL davon in die Luft bläst ?

Nimm einfach nur mal den co2-Ausstoss.

Das muss ja der wahre Irrsinn sein bei durchgehend 200 kmh über Stunden.

Auch wenns nicht dauernd passiert.

Und auch wenn du im Normalfall nur eine halbe Stunde auf der Autobahn bist und nur für kurze Zeit die 200 erreichst.

Das macht das ganze nur noch sinnloser.

Das ist eine Sache, die mir peinlich wäre.


16.06.2010 08:55    |    Manager2008

Und dann rechnet euch dann mal das Beispiel mit der 100 Watt Glühbirne auch mit dem Verbrauch eines durschnittlichen, großen Flachbildschirmes durch.

Braucht man heute ja, haben wir alle.

Die meisten Leute scheren sich einen Dreck darum, ob man für die Lcd-Fernseher immer mehr neue kalorische Kraftwerke oder sogar Atomkraftwerke bauen muss.

Sie kaufen einfach irgendeinen Fernseher, solgange die "technischen Daten" passen oder solange er nur groß genug ist oder solange der Preis passt.

Man kauft ja einen Preis, keine Ware.

Da fragt niemand nach, warum dieses Gerät sagen wir mal 300 Watt verbraucht, obwohl es z.b. ein anderes Gerät gibt, daß im Stromsparmodus auch mit deutlich unter 100 Watt auskommt.

DAS sind die wahren Probleme, nicht der minimale Verbrauch von Elektro-Autos.

Beim Auto rechnen viele Leute natürlich schon ganz genau, was das verbraucht.

Weil wir, wenn der Tank leer ist, auch gleich sofort zur Kasse gebeten werden.

Die Stromrechnung kriegt man einmal als Ganzes, da wird doch nicht mehr nachgerechnet, was die wahren Verschwender sind und was nicht.


16.06.2010 09:00    |    320erlpg

Zitat:

Im Vergleich dazu sind die großen LCD und ganz besonders die Plasma-Flachbildschirme eine Katastrophe.

Man muss das so sehen, daß die Bildschirme in der Regel viele Stunden am Tag laufen, viel länger als man normalerweise mit dem Auto fahren kann.

Die sind dafür verantwortlich, daß der Stromverbrauch kontinuierlich und sehr stark ansteigt.

Darüber beschwert sind komischerweise keiner.

nun, der durchschnittliche verbrauch bei den flachmännern liegt niedriger als der eines vergleichbaren röhrengerätes.

problem dabei ist nur, dass die flachbildschirme bevorzugt deutlich größer gekauft werden.

wenn jemand seine alte röhre aussortiert möchte er sich meist vergrößern, zumal die preisentwicklung dem auch ziemlich nachgeholfen hat.

jedermann kann sich nen 52"/127cm bildschirm leisten, wennauch nicht in bester qualität.

 

wie sich das aufm dem automarkt entwickeln wird, bleibt natürlich noch etwas offen, da momentan ja nur kleinwagen oder kompaktwagen angeboten werden.

auch wenn bei den momentanen bedingungen das "downsizing" wohl seh "inn" ist, könnte es gut sein, dass später auch bei den großen modellen wieder mehr nachfrage besteht.

somit würde sich das verbrauchsthema wieder etwas relativieren/verschieben, allerdings mit den möglichkeiten der neuen technik.

 

beschweren tut sich im unterhaltungselektronik-bereich niemand, weil viele einfach nach der größe gehen, oft auch die, die bei großen autos dann schreien "dreckschleuder, umweltverschmutzer" usw.

 

es gibt nunmal in jedem bereich einsparpotenzial vs. persönliche anforderungen und wünsche.

pauschal kann man da keine aussagen treffen, weil jeder individuell gestrickt ist und nicht weiß, was der andere sich wünscht oder wirklich braucht - kann also keine aussage über andere treffen, sondern lediglich über sich selbst.

 

und seien wir mal ehrlich, wer würde sich in allen bereichen so einschränken, dass er wieder auf steinzeit niveau zurückfällt, nur um es den scheinbaren "gutmenschen" rechtzumachen...wohl niemand.

 

 

grüße


16.06.2010 09:10    |    320erlpg

Zitat:

Und meinst du nicht, daß ein normaler Fahrer, der sich an die Richtgeschwindigkeit hält, nur einen BRUCHTEIL davon in die Luft bläst ?

Nimm einfach nur mal den co2-Ausstoss.

Das muss ja der wahre Irrsinn sein bei durchgehend 200 kmh über Stunden.

Auch wenns nicht dauernd passiert.

Und auch wenn du im Normalfall nur eine halbe Stunde auf der Autobahn bist und nur für kurze Zeit die 200 erreichst.

Das macht das ganze nur noch sinnloser.

jap, ein "normaler" fahrer, ausgehend von der masse, die eben nicht berufsbedingt daherfährt.

klar verbraucht dieser weniger, aber letzendlich alles eine frage der rentabilität.

bei mir rechnet es sich so oder so, von daher nicht sinnlos für mich, für viele andere evtl., wobei man im privaten bereich auch nicht den "spaßfaktor" außen vor lassen kann, das zählt eben auch für viele.

 

solang ich nicht draufzahle, und das tue ich nunmal nicht, und solange ich einen kombi benötige, in dem ich muster oder personen mitnehmen kann, ist für mich keine alternative vorhanden.

 

es bleibt ja letzendlich jedem frei, wie er fahren möchte/kann und inwiefern er dabei sein portmonaie schonen möchte/muss.

 

und wie schon geschrieben, 200 durchgehend ist seltener, meine normale reisegeschwindigkeit liegt bei 160-180, was auch immer abhängig vom verkehrsaufkommen und der straßenbeschaffenheit/witterung ist.

 

aber wie gesagt, sobald die neuen antriebstechniken meinen bedürfnissen entsprechen, in entsprechenden wagen angeboten werden, werden diese natürlich mit einbezogen.

 

 

grüße


16.06.2010 09:13    |    SUzuki Samurai

Zur Info:

In 1l Öl sind 10kWh enthalten.


16.06.2010 09:21    |    SUzuki Samurai

Der Vergleich mit den Glühbirnen ist nicht real!


16.06.2010 09:27    |    SUzuki Samurai

Der Vergleich mit den Kosten ist interessant, aber man muss hier von gelichen vroraussetzunge ausgehen.

1. 1l Öl sind ca. 10kWh -> 1,20€/l Öl , 2,00€/10kWh

2. Der Wirkungsgradunterschied zwischen Diesel und Elektrofahrzeug ist hier entscheident.

Diesel: 8l/100km -> 9,60€/100km

Elektro: 8l * 10kWh *50% = 40kWh -> 8,00€/100km

 

Beim Kostenvergleich mit Motoren der gleichen Leistung scheint der Elektromotor im Vorteil zu sein!

Aber die letztendliche Frage ist: Mit was soll der Strom hergestellt werden?

Die heutigen Lösungen können nur Atomkraft- oder Kohlekraftwerke sein.

Und genau das wollen wir doch nicht!

 

Eine Lösung mit Ökostrom ist noch nicht realistisch.


16.06.2010 10:20    |    fgordon

Hmm naja da würd ich aber eher mal so sagen

 

Diesel 8L / 100 km = 9,60 Euro = "Normaler Diesel"

Elektro 35 kwh / 100 km = 7,00 Euro = "Supersportwagen" wie Tesla so zw. 4,2 TDI und Audi V12 TDI

Elektro 25 kwh / 100 km = 5,00 Euro = Elektro mit dem normalen Diesel vergleichbarer Leistung

 

 

Schon bei 33 kWh/100 hast du 0-100 in 3,9 Sekunden und eine Elastizität die einen Turbo aufgeladenen 10 Zylinder im R8 die Rücklichter zeigt - das sind Werte die so weit von einem 8L Diesel weg sind dass der Vergleich nicht sinnvoll ist.

 

Du kannst nicht PS Angaben Elektro / Benziner / Diesel vergleichen weil das nur Maximalangaben sind, die aber keine Aussagekraft haben wie sich das Auto beim Fahren verhält da muss sich dann eher die Lastdiagramme ansehen die sind entscheidend.

 

Um`s mal SEHR übertrieben zu sagen, was nützen 500 PS und ein Drehmoment von 400 NM wenn die nur bei 7000 U/min anliegen und von 0-6999 U/min und 7001 bis Maxdrehzahl man nur 50 PS und 100 NM hat?.... das ist das Problem der meisten Verbrenner natürlich extremst übertrieben aber das ist eben das grundsätzliche Problem.

 

Verbenner sind prinzipiell nicht so schlecht aber eben meist nur in einem Lastzustand richtig gut, im Fahrbetrieb ist das halt ungünstig, E-Motoren sind da viel viel besser, einfach weil die über einen viel grösseren Bereich viel besser sind.

 

25 kWh ist das was ein vergleichbarer Elektro braucht der sich so fahren lässt wie ein grösserer Diesel und das kann dann denke ich schon fast ein recht sportlicher Diesel mit 2,5-3L Hubraum sein.

 

Wo`s allerdings hapert ist die Maxgeschwindigkeit beim Elektro wenn man > 150 km/h gerne fährt dann ist der glaub nix


16.06.2010 12:55    |    SUzuki Samurai

Woher kommen die Verbrauchsdaten zu Elektrofahrzeugen?

 

Meine Grundlage basiert darauf, dass aus Sicht des Wirkungsgrades der Elektroantrieb doppelt so gut

ist wie der des Diesel. Daher auch die Reduzierung des Verbrauchs um 50%.

Also 8l/100km *50% = 4l/100km -> 40kWh/100km

Ansonsten gehe ich davon aus, dass die Fahrzeuge ob Diesel oder Elektro in der gleichen Leistungsklasse angesehen werden müssen.

Also üblich 80 kW bos 100kW.


16.06.2010 13:23    |    Brunolp12

Bei der "Wirkungsgrad-Debatte" dürft ihr nicht vergessen, daß der Elektromotor im Stand/Stop&Go/Stau/Ampeln garkeinen Strom braucht (erst mit Start/Stop Automatik kann ein Verbrennungsmotor das näherungsweise).

Dazu kommt, daß er beim "Gas wegnehmen" nicht nur keinen Strom braucht, sondern sogar welchen erzeugen könnte.

Dies hat nicht wortwörtlich mit dem physikalischen Wirkungsgrad zu tun, verbessert die Effizienz aber in vielen Alltagssituationen (teils erheblich).


Deine Antwort auf "Bringt ein akzeptabler Preis den Durchbruch für Elektroautos?"