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28.05.2010 17:39    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (711)    |   Stichworte: Elektroantrieb, Elektroauto, Leaf, MOTOR-TALK, Nissan, Umfrage

Zu welchem Preis würdest Du Dir ein Elektroauto kaufen?

Kürzlich gab Nissan die Preise für sein Null-Emissionsauto Leaf für die Länder innerhalb Europas bekannt, in denen der Kauf eines Elektroautos staatlich gefördert wird. (Siehe News: Elektroauto Nissan Leaf: Für unter 30.000 Euro durch die Gegend stromern ). "Der Verkauf beginnt dort, wo die Subventionen für Elektrofahrzeuge am größten sind", sagte Nissan-Sprecher Michael Bierdümpfl dazu. Der Stromer bleibt in diesen Ländern nämlich bei einem Preis unter 30.000 Euro – durchaus eine andere – für Otto Normalautofahrer leichter verdaulichere - Hausnummer als die bisherigen Preise für Elektrofahrzeuge. Der Nissan Leaf kann in besagten 4 Ländern ab Juli 2010 reserviert werden, ab Ende 2010 wird er ausgeliefert. Ob das Ganze sich dann zu einem ähnlichen Hype entwickelt wie in den USA in den vergangenen Tagen?

 

In den USA scheint die Ankündigung des Preises für den Nissan Leaf nämlich diese Tage den Anfang eines neuen Öko-Hypes zu manifestieren. Der Nissan Leaf wird dort, abzüglich des Steuerrabatts von 7.500 Dollar für schlappe 25.280 Dollar (umgerechnet ca. 18.7000 Euro) zu haben sein. Bestellt werden kann er bereits jetzt, verfügbar sein wird er ab Ende diesen Jahres. Wer in Kalifornien lebt, wird durch eine Prämie um weitere 5.000 Dollar beim Kaufpreis entlastet, wodurch der Nissan Leaf weniger kostet als Toyotas Hybridfahrzeug Prius (26.000 Dollar). Selbst Benziner der gleichen Fahrzeugklasse sind dann teils teurer als Nissans „Ökomobil“, denn allein ein durchschnittlich ausgestatteter VW Golf schlägt mit mehr zu Buche. Und dem Chevrolet Volt, der ebenfalls Ende des Jahres auf den Markt kommen soll und der mit seinem Preis von „deutlich unter 40.000 Dollar“ nach Abzug der Förderungen bisher als sicherer Kandidat für die Ingangsetzung einer massenwirksamen Öko-Revolution im Automobilbereich galt – und der zudem bereits seit 2 Jahren als „das“ Auto der elektroangetriebenen Zukunft gelobhudelt wurde – geht plötzlich der Saft aus – im übertragenden Sinne natürlich. Seitdem nämlich der Leaf vorbestellt werden kann, läuft die Website des japanischen Fahrzeugherstellers heiß. Die Vorbestellungen übertreffen alle Erwartungen. Allein in den ersten 3 Stunden wurden 2.700 Fahrzeuge vorbestellt. Das Ziel, bis Jahresende 25.000 Bestellungen zu haben, ist nach nur gut einer Woche bereits zur Hälfte erreicht. Mittlerweile sollen mehr als 12.000 Bestellungen eingegangen sein – knapp ein Viertel des Volumens, welches Nissan im ersten Jahr in Japan produzieren will.

 

Sinkt der Preis – steigt die Nachfrage. Das ist an sich ein absolut normaler Prozess in der freien Marktwirtschaft. Doch bei Elektroautos war der hohe Preis eigentlich bislang nur eines von vielen angeführten „Nachteilen“, die in den Raum geworfen wurden, wenn die Debatte um „Elektroautos – topp oder Flopp?“ ging. Vom schnöden „hässlich“, über „fehlende Infrastruktur“ und „unbrauchbar durch geringe Reichweite“ bis hin zu „der benötigte Strom kommt aus Atom-/Kohlekraftwerken und elektrisch angetrieben zu fahren ist deswegen genauso umweltschädigend“ ist die Liste der Gegenargumente lang. Der Nissan Leaf und die alle Erwartungen übertreffende Nachfrage nach ihm in den USA zeigen jedoch, dass der hohe Preis von Elektroautos ein höher zu gewichtendes Gegenargument zu sein scheint als bisher angenommen.

 

Nun sehen die aktuellen Planungen unserer deutschen Bundesregierung bisher keine staatlichen Fördermittel zur Subventionierung des Kaufes von Elektroautos vor, so dass mit einem derartigen Kampfpreis, wie aktuell in den USA, bei uns nicht zu rechnen sein wird, wenn der Leaf aller Voraussicht nach Ende 2011 auch in Deutschland auf den Markt kommt. Doch was wäre, wenn sich die Bundesregierung dazu entschließen würde, Elektroautos durch Kaufanreize wie etwa Zuschüsse zum Kaufpreis, Steuererleichterungen oder andere Arten von Fördermitteln zu subventionieren? Würdest Du Dir unter dieser Voraussetzung ein Elektrofahrzeug zulegen?


02.10.2010 09:07    |    Tim61

Vicenza,

 

mein Citystromer hat den Vorteil, dass das volle Drehmomant von Anfang an anliegt. Da sieht jeder andere Golf (nein nicht die GTI Klasse) ziemlich alt aus an der Ampel. 100km/h fährt er auch und im Verkehr ist er völlig unauffällig. Und die 160Kwh reichen um die täglichen Fahrten zu machen. Leistung des Motors, na 20kW werden noch übrig sein.

 

Und wir reden hier von Verbrauch, da sind die kW ziemlich schnurz.

 

Herr Motzendorfer: Wer behauptet, dass man solch ein Auto heutzutage mit E-Kraft betreiben kann? Keiner. Bleib also bitte beim Thema, sonst bezweifel ich, dass man Mondflüge mit E-Antrieb machen kann und damit der E-Antrieb sich nicht rechnet.

 

Klar kostet auch Strom Geld. Meiner Meinung nach noch viel zu wenig, denn der Verbrauch steigt schneller als die Anzahl der Benutzer. Der E-Motor bietet uns nur die Möglichkeit uns den Stromerzeuger auszusuchen. Und da geht die Palette von Öko wie Wind über Atomkraft zum Braunkohlekraftwerk. Was wird denn passieren wenn der Mensch aufhört zu stöhnen und nur noch Solarstrom kauft? Oder nur noch Parteien wählt die für Ökostrom sind? Oder sich selbst ein Solarpanel auf's Dach schnallt. Leider sind die Vorraussetzungen, der Zwang zum Ökostrom einfach noch nicht vom Volk erklannt worden, denn ihr Strom kommt aus der Steckdose und kostet minimal.


03.10.2010 09:26    |    Superungi

Ein E-Smart hat eine 16kWh Batterie und kommt damit über 100 km weit.

Das ein Auto schlechter Isoliert ist als ein Haus ist mit auch klar ein Auto hat allerdings nur einen Innenraum 10 - 12 m³. Nun überlegt mal wie viele Stunden die Klima im Sommer läuft.

 

Mein Wagen säuft nur bei Topspeed mit Klima nen halben Liter mehr und bei normaler Fahrweise (120km/h oder Landstraße-Stadtbetrieb) merk ich keinen Mehrverbrauch (rechnerisch ermittelt). Über 3 Liter scheint mir da etwas übertrieben, bei nem T4 oder Wohnmobil vielleicht, aber nicht bei ner Mittelklasse. Klick

 

Da in Mittelklassewagen eigentlich nur leistungsgesteuerte Kompressoren eingebaut werden, statt der Konstanthubaggregate welche nur noch in günstigen Kleinst- und Kleinwagen zu finden sind, sind derart hohe Verbräuche wie von viczena geschrieben heute nicht mehr der Fall.

 

Ist eigentlich auch leicht vorstellbar, wenn man bedenkt was ein BAZ mit 16kW Hauptspindel alles in einer Stunde an Stahl (z.B. 1.2344) zerspanen kann!!! Wie ich diese Woche erfahren habe beträgt die Grundlast eines 5-Achs BAZs im betriebsbereiten Zustand rund 19 kW. Da laufen dann allerdings Hydraulikaggregate, KSS-Pumpen, die Steuerung, die Schaltschrankkühlung und und und.

Damit verglichen ist die 16kWh Aussage für eine Autoklimaanlage ziemlicher Unsinn!


03.10.2010 10:54    |    viczena

Rechne doch einfach mal nach, wieviel KWh es bedeutet, wenn eine ordentliche Klimaanlage schonmal 1-3l auf 100km Mehrverbrauch bringen kann. Ist doch nicht so schwer, oder?

 

Du weisst doch auch, was eine Drehbank alles so machen kann....

 

Oder willst du behaupten, dass ein Mittelklasseauto so unglaublich besser isoliert ist wie ein T4? High-End Isolationsmaterial aus der Raumfahrt? Getestet von Ferrari? Zum Einsatz in Mittelklasseautos?

 

Oder doch nur eine simple Folie als Dampfsperre?

 

Und was die Verbräuche angeht: Das behaupte nicht ich, sondern der ADAC. Und der muss es ja wissen. Oder hat der etwa auch keine Ahnung?


03.10.2010 12:17    |    Tim61

ich hab in meinem Focus eine AutoKlima. Mehrverbrauch nicht spürbar, darum läuft sie durch.

 

Mein Transit hat eine An/Aus Klima, auch so um die 5-6Kw. Mehrverbrauch nicht messbar.

 

Der KA meiner Tochter hat auch so ein 4KW Ding drin. Hier könnte man sagen, dass sie so 0,25L/100km ausmacht.

 

Mein F150 der zog sicher 1L/100km mehr, aber bei über 20L/100km Gesamtverbrauch war das egal.

 

Ich weiss nicht wie ihr hier auf solche Zahlen kommt, und auch nicht der ADAC.

 

Mein Stromer geht ganz schön in die Knie mit der Klima. Da fahre ich locker 5-10% weniger weit mit.


03.10.2010 19:31    |    Superungi

Ich bleib dabei 16kWh so wie oben beschrieben sind Unsinn! Das geht deutlich über den normalen Menschenverstand, wenn man es mit anderen Verbrauchern oder Arbeitssituationen vergleicht, da brauch ich nicht rechnen.


03.10.2010 21:22    |    viczena

"Ich weiss nicht wie ihr hier auf solche Zahlen kommt, und auch nicht der ADAC."

 

Also das war einfach:

 

http://www1.adac.de/.../default.asp?...

 

Sowas kann man schlicht und einfach ausprobieren und messen. Die Welt ist halt nicht so, wie man sie sich gerne zusammenreimen würde...


03.10.2010 21:25    |    viczena

"Ich bleib dabei 16kWh so wie oben beschrieben sind Unsinn! Das geht deutlich über den normalen Menschenverstand, wenn man es mit anderen Verbrauchern oder Arbeitssituationen vergleicht, da brauch ich nicht rechnen."

 

Brauchen, Wollen oder Können?

 

Rechnen ist nicht jedem gegeben. Eine Meinung über die Effizienz von Elektroautos kann aber offensichtlich jeder haben...


04.10.2010 00:26    |    Tim61

naja Viczena meint halt eine Klimaanlage aus Novosibirsk aus dem WKII. 5 kw gehen rein und 10kw verteilen sich in den Untergrund. Irgendwas muss ja dran hängen was mehr verbraucht als in die Anlage reingeht.

 

Übrigens entnehme ich dem Beitrag des ADACS, dass z.B. ein Buss mit so einer riesen Klima Anlage halt 5% mehr verbraucht, nämlich 2L/100km. Wie hast du denn die 16KWh bei welcher Klimaanlage gemessen?

 

Und mit dem Wirkungsgrad: Dir ist ja klar, dass auch Sprit irgendwie hergestellt werden muss, gefiltert, raffineriert, transportiert, etc.


04.10.2010 01:06    |    viczena

"Und mit dem Wirkungsgrad: Dir ist ja klar, dass auch Sprit irgendwie hergestellt werden muss, gefiltert, raffineriert, transportiert, etc."

 

Und dir ist klar, das das gleiche um so mehr für Strom gilt? Und Strom ist nichtmal ein Primärenergieträger. Der unsubventionierte Preis ist da ein ziemlich guter Masstab, um zu vergleichen.

 

"Der KA meiner Tochter hat auch so ein 4KW Ding drin. Hier könnte man sagen, dass sie so 0,25L/100km ausmacht."

 

Also würde eine Klimaanlage, die etwa 1 l/100km mehr braucht wieviel Leistung brauchen? Richtig, 16kW.

 

Iss doch nicht so schwer, oder?

 

Und ich rede da von "richtigen" Klimaanlagen. Und nicht von Miniversionen für Kleinwagen...

 

Und wie wäre es , mal wieder zum Thema zurückzukommen? Oder fehlt da jetzt jedes Argument?


04.10.2010 13:18    |    Superungi

Eine 16kW Klimaanlage für einen PKW ist Unsinn, sieh es doch endlich ein. Für einen ICE Wagon brauch man vielleicht eine solche, aber nicht für einen PKW!!!

 

Auch ein schlecht isolierter PKW brauch nicht mit 16 kW gekühlt zu werden es seiden draussen herrschen 58°C oder so und zwischen Kühlleistung und Kompressorleistungsaufnahme gibts es einen erheblichen unterschied. 2x der Innenraum eines KA entspricht in etwa einer Mittelklasse womit erst 8 kW und nicht das doppelte nötig wäre.

 

Manche Leute sind echt Beratungsresistent!


04.10.2010 13:31    |    viczena

Wer nicht rechnen kann/will braucht sich nicht als Berater aufzuspielen. Wer simple Messwerte ignoriert ist im besten Fall ein Phantast. Scheint für die E-Auto Verfechter wohl der Standard zu sein...

 

Ich habe es mehr mit harten Zahlen und Euros, wenn ich etwas berechne. Meine Autos verbrauchen im Sommer regelmässig mehr wie 1l/100km zusätzlich. Wenn die Sonne richtig knallt, dann gerne auch mehr. Und das stellt jeder fest, der nicht mit einer rosaroten Verbrauchsbrille durch die Lande fährt. Oder mit abgeschriebenen Kleinwagen...

 

Hast du noch was zum eigentlichen Thema des Threads beizutragen?


04.10.2010 18:08    |    Tim61

überleg doch mal wieviel Ampere da fliessen müssen um 16KW innerhalb einer Stunde abzurufen.

Wenn du soviel gemessen hast, hast du beinahe einen Kurzschluß im Auto gehabt. Überleg mal wie dick das Kabel sein muss damit es nicht glüht. Soviel zieht noch nicht mal ein Anlasser.

Im Stand macht die Klimaanlage sicher viel aus, ebenso im Stadtverkehr. Aber nicht soviel. Wenn du also 1L mehr verbrauchst, ist der Motor schwach und du fährst viel Stadtverkehr.

 

 

Übrigens ein Mondeo hat auch nur eine 5kW Klimaanlage


04.10.2010 18:15    |    Ente Erpel

Ist hier jemanden bewusst, das Kühlleistung ungleich Nennleistung ist? 5kW falls es da irgendwo eine Typenschild gibt ist die Kühlleistung. Die Nennleistung ist wesentlich Geringer.

 

Als Anschauungsobjekt

 

http://www.dte-engineering.eu/german/coolmaster/cool_k2_technical.htm

 

Knapp 5KW Kühlleistung bei einer Nennleistung von 1,9KW, Und die eines Autos liegt da nochmal deutlich drunter, da in der Regel ein geringeres Delta.


04.10.2010 19:26    |    viczena

Schonmal davon gehört, dass eine Klimaanlage mechanisch angekoppelt werden kann?

 

Und ich messe einfach nur Mehrverbräuche. Und rechne runter, wieviel Leistung das wohl ist, die dadurch aufgebracht werden muss. Und das ist etwa soviel, wie ihr für den gesamten Fahrzeugantrieb aufbringen wollt. Und dann noch behauptet, dass wäre etwas für einen Mittelklassewagen. Das reicht eben gerade mal für eine gute Klimaanlage.

 

Ein richtiges Auto ist nochmal was ganz anderes. Und kommt mir auch nicht immer mit irgenwelchen stationären Klimaanlagen. Richtet euch lieber mal nach dem, was Realität ist (auch wenns schwer fällt) und was der ADAC einfach mal nachgemessen hat.


04.10.2010 19:53    |    Tim61

ah und ein 100PS Wagen verbraucht doppelt soviel wie ein 50PS Wagen....

 

Bei dieser Sturrheit frag ich, ob das ein Fake ist.


04.10.2010 20:06    |    viczena

Hat das irgendwer behauptet? nur dass du mit einem 20kW Motörchen keinen Blumentopf gewinnen kannst, sollte doch klar sein. Oder nicht?

 

 

Bei soviel Sturheit frage ich mich, ob das alles nur ein Fake ist...


04.10.2010 20:13    |    Tim61

ne nicht ganz, denn auch mit einem 1000kW Motörchen wirst du im Stadtverkehr einen höheren Verbrauch durch die Klima haben als auf der Autobahn. Nur keine Kabel mordenden 16kW.

 

Wenn ich mir dann vorstelle, das meine E-Gurke über 150Nm bei Null+ Umdrehungen hat, freue ich mich auf den Beschleunigungsvergleich. Und dann zählen die 15kW schon ganz anders.


04.10.2010 20:20    |    viczena

Dann freu dich über deine E-Gurke.

 

Mich interessieren richtige Autos. Und eine richtige Alternativen zu Benzinautos. Und ausser Alkohol als Treibstoff sehe ich da überhaupt keinen gangbaren Weg.

 

Elektroautos sind es auf jeden fall nicht...


04.10.2010 20:30    |    Tim61

oh, aber niemand spricht davon dass es E-Autos in nächster Zukunft geben wird, die deinem Anspruch an Auto genügen. Es wird von Kleinwagen, Nischenautos und allenfalls Mittelklasse Autos für den Nahbereich geredet. Ne elektrische S-Klasse ist noch weit, weit weg.


05.10.2010 04:45    |    motzendorfer

> Ne elektrische S-Klasse ist noch weit, weit weg. < 

 

 

Tim - da kann ich Dir nur uneingeschränkt Recht geben... *ggg* 

LG, Mani


05.10.2010 06:40    |    Manager2008

Wieso ?

Das hat doch nichts mit der technischen Machbarkeit zu tun, sondern damit, daß kein Mensch sowas kaufen kann oder will.

Ein sinnlos großes Auto mit einem Wahnsinns-Verbrauch zu bauen war noch nie eine Kunst.

Eine Kunst ist es aber, ein sparsames und umweltfreundliches Auto zu bauen.

 

Es gibt doch heute schon Sportwagen mit Elektro-Antrieb.

Mit dem gleichen Argument dürften wir davon auch noch lange entfernt sein.

Sind wir aber nicht.


05.10.2010 06:45    |    Manager2008

Noch was:

Es gibt seit langer Zeit auch Luxus-Elektro-Autos.

Nur eben als Hybrid und nicht mit alleinigem Elektro-Antrieb.


05.10.2010 08:00    |    Tim61

das ist richtig, aber der Hybrid fährt elektrisch nicht vergleichbar mit dem Benzinbetrieb.


05.10.2010 12:52    |    Superungi

Zitat:

Ist hier jemanden bewusst, das Kühlleistung ungleich Nennleistung ist? 5kW falls es da irgendwo eine Typenschild gibt ist die Kühlleistung. Die Nennleistung ist wesentlich Geringer.

Ja mir!

 

Zitat:

...zwischen Kühlleistung und Kompressorleistungsaufnahme gibts es einen erheblichen Unterschied...


05.10.2010 15:22    |    Finn79

Ich weiss noch vor 10 JAhren wo Wasserstoff auf kam, alle haben sie geschiehen das ist die Zukunft. Ich glaube bis heute gibt es keine 10 Zapfsäulen in Deutschland.

 

Solange die Logistik nicht stimmt, braucht man über sowas nicht nachdenken.

 

Achja wenn man mal weiter denkt, was Herr Merkel da aus gefuchst hat, will Atommeiler 10 Jahre länger laufen lassen und 1mio E fahrzeuge auf den Markt bringen. Sehe nur ich da Zusammenhänge.


05.10.2010 17:58    |    Tim61

oops Ente, den Beitrag hab ich ja übersehen. Ja, Kompressoren und Pumpen haben eine Leistungszahl über 1. Ich dachte Klimas haben so 3-4 aber jetzt lese ich, dass es welche mit 5-6 geben soll.


05.10.2010 19:35    |    Nepumax

Mal abgesehen von Nutzen und Kosten: Wie genau klingt so ein Auto dann eigentlich? Ich fände das total lustig, wenn man so gut wie geräuschlos über die Straßen fahren würde. Natürlich hat ein fetter 8-Zylinder seinen Charme, aber ich stehe mehr auf den "Sound of Silence"! :D


05.10.2010 20:23    |    Tim61

Also wenn man einen Jaguar gewöhnt ist oder eine S-Klasse, Lexus und was es sonst so gibt, ist das Geräusch im E-Auto innen ebenso kaum vorhanden. Die Fahr- und Abrollgeräusche werden bei den kleinen E-Autos bei höherer Geschwindigkeit sogar lauter als bei der Luxusklasse. In Verbindung mit dem gigantischem Drehmoment ab Stand ist das schon was feines.


05.10.2010 21:30    |    Ente Erpel

Ich weiss nicht mich nerven die Rollgeräusche schon jetzt. Da der TSI Motor so leise ist hört man ab 80 nur noch Wind und Reifen. Ein bischen Brumm Brumm ist doch ganz nett. Dann weiss man das Auto lebt. ;)


05.10.2010 21:47    |    Superungi

@ Finn79

 

Ich glaube Wasserstoff ist eine wichtige und feste Komponente in der zukünftigen Mobilität. Zudem gibt es, wenn es "grüner" Wasserstoff sein soll, eine geringe Chance, dass einige arme Länder in Afrika die vom Klimawandel besonders hart getroffen sind, die zukünftigen Ölscheichs werden. Leider werden das die einschlägig bekannten Unternehmen per Korruption mit Unterstützung der Weltbank, des IWF und der westlichen Regierungen dies zu verhindern wissen.


05.10.2010 22:24    |    Tim61

Ja, darum schwirren momentan auch soviele Chinesesn, Europäer und Japaner in Afrika rum. Die Zukunft liegt in Afrika, in ein, zwei Generationen.


06.10.2010 03:43    |    nite_fly

Zitat:

...Ich weiss noch vor 10 JAhren wo Wasserstoff auf kam...

Hmmm... Wasserstoff kam vor ca. 13,8 Milliarden Jahren auf... :rolleyes:

Das war neben Helium das erste Element, das es überhaupt gab.

Das "Gebrösel" hat sich dann im Lauf der Zeit zu Materialien bis etwa Eisen zusammengeballt.

Alles, was wir heute sind und haben, lässt sich theoretisch auf Wasserstoff zurückführen.

Nur, wenn wir heute einen Ring aus Gold am Finger haben, mussten erstmal Sonnen zur Supernova werden, damit diese Materialien entstehen konnten...

 

War jetzt OT...

 

Aber:

Das Auto der Zukunft wird, solange kein absolut anderes revolutionäres Antriebskonzept erfunden wird (sowas wie Warp oder so...), über Elektromotoren laufen.

Woher die elektrische Energie für diese Motoren kommt, ist das eigentliche Thema!

 

Der Wirkungsgrad eines Verbrennungsmotors ist und bleibt grottenschlecht.

Hier wird fossile Energie in kleinst-Dosen in Bewegungsenergie umgewandelt.

Der Wirkungsgrad liegt bei so einem "Mini-Kraftwerk" immer noch im Schnitt bei unter 30%. Der Rest wird in die Gegend geblasen, mit all den Nachteilen, wie Luftverschmutzung etc...)

Ein moderner Elektromotor hat dagegen einen Wirkungsgrad von nahezu 100 %

Nicht ohne Grund fahren Diesel-Loks mit Elektromotoren: Da wird mit dem Verbrenner Strom erzeugt, der diese antreibt, weil es einfach effizienter ist.

 

Doch wird die elektrische Energie irgendwo zentral erzeugt, dann sieht es so aus:

Wasserkraftwerk: 80-90% Wirkungsgrad

Kohlekraftwerk: bis zu 50%

Erdgas: bis zu 60%

(Wobei die fosilen Brennstoffe sowieso bald keine Rolle mehr spielen werden, da sie zu teuer werden, bzw. ausgehen...)

 

Daher ist die zentrale Produktion schon mal wesentlich sinnvoller, als die direkte Verbrennung von fossilen Rohstoffen im Auto selbst.

Der Transport der Energie erzeugt zwar auch Verluste, aber auch die sind im Vergleich zur dezentralen Umwandlung eher gering.

Das eigentliche Problem ist und bleibt erstmal die Speicherung der Energie.

Man könnte auch ein Auto mit der Leistung eines Formel-1 Wagens mit Elektromotoren bestücken. Doch das Auto müsste ein armdickes Kabel hinter sich herziehen, weil es eben noch nicht die Akkus dafür gibt.

Es gibt also zwei Aufgaben für die Forschung:

Die kontrollierte Energieerzeugung aus nahezu unbegrenzten Rohstoffen, wie etwa Wasserstoff (Kernfusion)

Als auch die effiziente Energiespeicherung bei geringem Leistungsgewicht sowie die problemlose Handhabung dieser Energiespeicher.

 

Wir, die wir hier schreiben, werden dieses Endziel wahrscheinlich nicht mehr in seiner Idealform erleben.

Doch wenn wir nicht jetzt nicht damit anfangen, danach zu suchen (und das tun wir auch als Endverbraucher, indem wir da vernünftig denken und auch investieren), dann werden wir irgendwann den Tag erleben, an dem wir eben nicht mehr die Wahl haben, welche Antriebstechnik wir nutzen wollen, sondern uns fragen müssen, welche wir uns leisten können...

Die heutige Form werden sich einige hier schon zu Lebzeiten nicht mehr leisten können!

 

Gruß

Nite_Fly


06.10.2010 06:49    |    Tim61

diesen Dieselelekrtrischen Antrieb gibt es auch bei Schiffen. 1-4 Motoren laufen Generatorisch udn treiben Elektromotoren die direkt an der Schraube sind an. Dass hat auch den Vorteil, dass der Wirkungsgrad des Verbrennungsmotors aunterschiedlich ist in Abhängigkeit zur Drehzahl. Hier läuft der Motor in seiner idealen Drehzahl. Und wenn man weniger Leistung braucht schaltet man einen Verbrennungsmotor halt aus.

 

Ja, dieses "nun stehen wir da und gucken dumm aus der Wäsche" ist gar nicht so fern, wenn wir nicht endlich eine Lösung finden. Und da gehört einfach zu Downzusizen (neues Wort) und mit weniger einverstanden zu sein. Die großen Luxuskarren sterben entweder aus, oder die Forschung erfährt eine galoppierende Beschleunigung.


09.10.2010 12:06    |    vicos

Wieso fahren wir im 21. Jhd. immer noch mit 120 jahre alter Verbrennungs-Technik? Oder befinden wir uns immer noch im Zeitalter des Feuers? In anderen Bereichen der Wissenschaft beschäftigt man sich mit Nano- und Ionen-Technologien, Solar, alternative Energien usw. und trotzdem kommen wir in der Automobilbranche nicht vom Verbrennungsmotor weg. Ich denke, mit Öl läßt sich noch zu viel Geld machen, das wird der Grund sein. Dabei gab es schon 1899 die ersten Elektroautos. Warum hat sich die Technik nicht in die Richtung der Elektroenergie entwickelt?

 

Der Hyprid-Antrieb ist nicht Fisch nicht Fleisch...

 

Unabhängig von Ölpreisen... (dafür von Stromkonzernen ala RWE, Vattenfall usw. , es sei denn man hat selbst Solarzellen oder Windräder :-) ... das wärs!

 

Der Tesla Model S wäre eine echte alternative! Super Design, mit 7 Sitzen trotz Sportwagen-Karosserie und der Preis...

 

Spiegel Online: " Tesla will für den Wagen mit Lithium-Ionen-Akkus einen Preis von 57.400 US-Dollar (rund 42.500 Euro) veranschlagen.

In den USA soll der Wagen durch Steuervergünstigungen jedoch für knapp 50.000 Dollar zu haben sein."

Bericht hier lesen

 

Wenn ich den Wagen hier in Deutschland neu für 45.000 € bekommen würde, ich würd nicht lange überlegen.

 

Elektromotoren sind durch ihren hohen Wirkungsgrad deutlich umweltfreundlicher als die Verbrennungsmotoren. Es ist natürlich abhängig von der Energieerzeugung.

 

Dazu haben die E-Motoren ein sehr hohes Drehmoment, sehr wenig Verschleissteile und vor allem fast keine Lärm-Emission. Die Reparaturkosten dürften also nicht höher sein, als beim Diesel oder Benziner. Zusätzlich hat man mehr Raum im Fahrzeug, da der "Motorraum" entfällt.

 

Einziges Manko sind die Li-Ion Batterien, die in der Herstellung noch sehr teuer sind. Wenn man jedoch bedenkt, dass die Ladezyklen auf 1000 angesetzt werden, kommt man bei einer Reichweite von 480km auf 480.000km Lebensdauer einer Batterie. Viel mehr, als beim Otto-PKW. Alles Theorie.

 

Die modernen Batterien lassen sich in 45 min. auf 85% der Kapazität laden. Damit wäre die Reichweite der Akkus nicht mehr von Bedeutung, denn ich kenne kaum jemanden, der mehr als 400km am Stück fährt, ohne eine Pause einzulegen.


09.10.2010 14:20    |    schlawiner2430

Eine Alternative zur Schnellladung wäre den Akku an einer "Tankstelle" einfach auszutauschen. Dazu müsste nur eine Norm für die Akkus eingeführt werden. Der Austausch wäre dann in derselben Zeit machbar die ich heute zum Betanken benötige. Dazu eine reichweite um die 400 Kilometer, und die Nachteile des E-Motors wären fast vom Tisch. Das größte Problem stellt sich zur Zeit noch in der Herstellung des Stromes. Solange der überwiegend aus Kohlekraftwerken kommt, ist der Schadstoffausstoss sogar noch höher als bei einem modernen Verbrennungsmotor.

Wasserstoff und Brennstoffzelle wäre eine Alternative, sobald es gelingt den Wasserstoff ohne den großen Energieeinsatz,der heute noch notwendig ist, herzustellen. Das Hauptproblem ist also immer noch die Herstellung der alternativen Energie sprich Strom. Opel geht schon einen guten Übergangsweg mit seinem Range Konzept, bei dem ein kleiner Verbrennungsmotor den zum Antrieb nötigen Strom produziert. Bei geeigneten Akkus wären die Reichweiten für den Normalbetrieb bis 150km akzeptabel. Für größere reichweiten kann sich dann der Range-Motor zuschalten , wwie bei Diselelektrischen Lokomotiven, und schon wäre mit Nachtanken eine Dauerfahrt von München nach Flensburg möglich. Bei einer längeren Pause wäre es auch möglich die Akkus wieder aufzuladen und nur elektrisch zu fahren.


09.10.2010 20:04    |    Tim61

Der Sinn des E-Mobils ist ja auch nicht vorrangig eine CO2-freie Antriebsquelle zu haben. CO2 wird immer hergestellt werden um sich von A nach B zu bewegen. Sinn ist es eher für diesen Antrieb eine größere Auswahl an Energieerzeuger zu haben. Je sauberer dann der Erzeuger ist, desto sauberer ist das Fahrzeug. Das Problem ist also nichts weiter als verschoben worden. Nur hat man stationär einfach mehr Möglichkeiten der Entwicklung und auch der Versorgung. Einem E-Motor ist es nämlich ziemlich egal, ob der Strom aus dem Braunkohlekraftwerk, einem Windrat oder der Steckdose entsprungen ist.

 

Und zu den bewegten Verschleißteilen: Wo weniger ist, kann nur weniger kaputt gehen, kann nicht viel verlustig gehen. Kein Getriebe, keine Antriebsachsen, keine Kühlung mit seinen Thermostaten etc. Wenn die Steuerung kaputt ist, ausbauen, neue rein und die Ausgebaute repariert. Völlig easy.


10.10.2010 10:29    |    Manager2008

Zitat:

Wie genau klingt so ein Auto dann eigentlich? Ich fände das total lustig, wenn man so gut wie geräuschlos über die Straßen fahren würde.

Es gibt sicher genug Videos auf Youtube und ähnlichen Videoportalen, wo man das nachvollziehen kann.

Such einfach nach passenden Begriffen wie "Elektroauto".

z.b. findet man dann

http://www.youtube.com/watch?v=pzdcFAC5oWA

http://www.youtube.com/watch?v=kts0bKUDlHQ&NR=1

 

Da kannst du den ganzen Tag Videos schauen, es gibt genug Material zu dem Thema.


10.10.2010 15:06    |    logoft

Elektroautos wird es geben.

Brennstoffzellenautos sind Schwachsinn, weil sie produzieren noch Wärme die man im Auto nicht braucht.

 

Die Batterie ist der größte Hemmschuh.

 

Mit Nanopartikeln könnte man eine Karosserie bauen und hätte Solarzellen die die Batterie laden auch während der Fahrt.

 

Am Teslar sieht man, es geht. der Loremo gefällt mir nicht, er hat ein Verbrennungsmotor, aber eine unmögliche Klappkarosserie die beim Unfall bestimmt Nachteile hat um zu den Verletzten zu kommen.


10.10.2010 15:14    |    logoft

Hier schreibt einer was von Akkus die nur ausgetauscht werden.

 

Nun wie soll die Lagerung funktionieren? Da kauft einer 100`000 Akkus, verteilt sie auf 10 Tankstellen. Jeder Betrieb muß wirtschaftlich arbeiten. Vielleicht arbeiten 7 Tankstellen rentabel, der Rest aber?

 

Der Akku ist das teuerste. Man müßte eigentlich mehrere haben um immer eine volle zu haben.

 

Wenn sie nur leiht, verdient der sie verleiht Geld.


10.10.2010 16:09    |    Tim61

nun, endlich mal ein Experte der die Industrie ausreichend beraten kann. Ich denke wir sind gerettet.


Deine Antwort auf "Bringt ein akzeptabler Preis den Durchbruch für Elektroautos?"