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14.01.2009 10:38    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (996)    |   Stichworte: Abwrackprämie, Umfrage, Umweltprämie, Verschrottungsprämie

2500 Euro Abwrackprämie - jetzt verschrotten?

Gestern Nacht konnte sich die SPD mit der Abwrackprämie, auch als Verschrottungsprämie bekannt, durchsetzen. Um als Autofahrer in den Genuss dieser Prämie von 2.500 Euro zu kommen, muss man sein mindestens 9 Jahre altes Auto, welches wenigstens 1 Jahr auf einen zugelassen ist, stilllegen und einen Neu- oder Jahreswagen kaufen. Diese Prämie soll jedoch nur bis Ende dieses Jahres gewährt werden.

 

Ziel dieser Aktion ist es unter anderem den Absatz von Neuwagen anzukurbeln und damit der deutschen Automobilindustrie unter die Arme zu greifen. Diese „Umweltprämie" soll auch als Beitrag zum Umwelt- bzw. Klimaschutz verstanden werden.

 

Wie sinnvoll ist nun diese Prämie wirklich? Ist sie Anreiz genug, um das alte geliebte Auto zu verschrotten und sich einen Neuwagen zu kaufen? Hilft es der Umwelt und der Automobilindustrie wirklich, oder sind die dafür geplanten 1,5 Milliarden Euro falsch angelegt? Wieviel Autofahrer unter Euch gibt es, die ein Modell fahren, welches älter als 9 Jahr ist, mal abgesehen von Young- und Oldtimern?


12.02.2009 13:31    |    Das-Alti

Das die ganze aktion auch als Umweltprämie getarnt wird, ist der nächste Punkt.

Wenn ich bedenke wie der Verbrauchstest zwischen Golf 3 und Golf 6 ausging... eieiei

Nun werde ich noch ermutigt mir ein Fahrzeug zuzulegen, dass mehr Sprit als mein alter verbraucht. Da sind echte Spezialisten am Werk! Das hat man schon bei den Beschlüssen zu den Spritzusätzen gesehen. Hauptsache Pseudo-öko!

Anstatt den Autobauern mal richtig auf den Sack zu hauen, dass die ab Ende des Jahres, mindestens einen Hybrid pro Fahrzeugklasse im Angebot haben müssen. Das wäre mal eine sinnvolle Aktion!


12.02.2009 13:49    |    schipplock

die Motoren verbrauchen schon weniger, aber bedingt durch das Mehrgewicht eben doch wieder mehr :). Ein Golf6 Motor im Golf2 e.g. schlaegt sicher jeden Golf2 Motor in Sachen Verbrauch und Leistung.


12.02.2009 14:08    |    Das-Alti

Ist richtig, aber unterm Strich ist es halt ein Mehrverbrauch und somit umwelttechnisch schwachsinn.

Das Problem wird einfach an der falschen Seite angefasst. Hauptsache leicht, pro Lobby.


12.02.2009 18:39    |    E36 323i Coupe

Naja,die Motoren an sich verbrauchen zwar weniger,aber die Autos werden ja von Generation zu Generation immer schwerer. Vom Golf I Gti bis zum Golf VI Gti sind mal eben 500Kg Mehrgewicht dazu gekommen. Anderseits waren Autos auch noch nie so sicher wie jetzt.


12.02.2009 18:48    |    Jakker63

Wenn man es von der Seite betrachtet:

Alter VW, passabler Motor, leichte Karosse, wenig oder gar keine Helferlein kommt man auf Verbräuche die nur mit heutigen Fahrzeugen ein bis zwei Klassen kleiner realisiert werden können.

Mein Passat 35i 1,8/90PS/MKB=RP/Benzin kommt mit durchschnittlich 7,0 Liter aus, womit er knapp über einem Polo-Benziner 1,4/80PS liegt...

(annähernd identische Fahrleistungen vorraus gesetzt; dass es sich in einem 1991er Passat deutlich angenehmer reisen lässt, als in einem neuen Polo bleibt unberücksichtigt)

Für einen Polo von 1990 mit unter 5 Litern/100km Benzin gibt es gar keinen Ersatz.....

 

Alleine das Gewicht spricht Bände:

Passat Variant 1,8/90PS Benzin von 1991: 1155kg;

Polo 1,4/80PS Benzin von 2009: 1150kg!

 

Ohne Worte

 

Gruss Jakker


12.02.2009 20:08    |    E36 323i Coupe

warum ohne Worte? Sicherheit und Komfort kosten nun mal Gewicht.Dafür hat man auch in einem `09 Polo auch ein deutlich geringeres Verletzungsrisiko bei einem Crash als in einer `80er S-Klasse


12.02.2009 20:49    |    Jakker63

Man schleppt aber in einem vergleichbar großem Auto eben rund 300kg Sicherheitsaufschlag mit, was ich in 18 Jahren nicht brauchte. Wenn ich nun die Rechnung aufmache, ich meine nicht die was wäre, wenn ich einen neuen Passat hätte sondern schon immer einen (heutigen) Neuen (damals) gehabt hätte.

Dann wäre Benzin im Wert von 12.000€ nach heutigen Preisen mehr verbrannt.....

Bleibt der Gedanke der Versicherungsfritzen, der ich ja selber bin, was wäre wenn oder was hätte sein können...

 

Nun, der Passat ist heile, ich bin es und es bleibt der Nachgeschmack,

was ein moderner Motor in einer Karosse mit nur 800kg (Golf I) für einen Verbrauch hätte und was wirklich möglich ist....

 

Ewiges (Diskussions-) Thema

 

Gruss Jakker


12.02.2009 21:04    |    Das-Alti

Fakt ist, jeder muss selbst wissen wiviel ihm die Sicherheit wert ist!

Ich für meinen Teil, bin mit meinem 96er Golf 3 Variant mit 90 PS vollauf zufrieden.

Da ist alles drin was ich brauch, von der Klima über E-Fenster rundum bis zum Tempomat alles da.

Die Instandhaltungskosten bewegen sich im selben Rahmen wie bei einem Neuen, auch durch den Umstand, dass ich nicht jedesmal mit der Durchsicht zum Vertragshändler muss. Sprit braucht er um die 8 Liter, also warum soll ich mir nen neuen holen um meinen guten Vari zu schlachten?

Und beim Thema Sicherheit, haja mir ist im Frühjahr 05 mal eine in meinen damaligen 3er Golf reingefeuert. (laut Polizei mit ca 50 Sachen)

Mir geht es gut, der Golf hat mich gut geschützt.


13.02.2009 01:29    |    FF505

Zitat:

Für einen Polo von 1990 mit unter 5 Litern/100km Benzin gibt es gar keinen Ersatz.....

Daß für die wirtschaftsförderung mal wieder Umweltschutz vorgegeben wird wird langsam immer durchschaubarer. Gerade wenn man sieht, daß bei den jetzt zur Verschrottung 'freigegebenen' Fahrzeugen mit die sparsamsten überhaupt waren. Das macht eine kleine Recherche auf Spritmonitor schnell deutlich.

Am Krassesten: 1998 worde der Lupo vorgestellt, 1999 der 3L Lupo und der A2. Können jetzt also beide beim Staat abgegeben werden, im Tausch gegen bissele Extras bei einem neunen Chayenne.


13.02.2009 09:01    |    olli27721

Was mir ein wenig Angst macht: Wir verschrotten und verkaufen Autos wie die Weltmeister -- wie lange ?? -- und wer soll das bezahlen ??

 

Welcher Durchschnittsbürger (falls es den überhaupt noch gibt -wg Schere arm u. reich) kann sich das leisten ?


13.02.2009 10:18    |    admiral-a-blau

da s ist totaler blödsinn mal wieder. die meisten neuwagenkäufer kaufen sich einen billigen wagen eines ausländische herstellers. das meiste geld geht ins ausland und kurbelt nicht die deutsche wirtschaft an. allerdings verdient der staat an jedem neuen wagen 19% mehrwertsteuer.

ich werde weiterhin meinen altwagen fahren, weil es geldlich und ökologisch sinnvoller ist einen alten zu erhalten. denn bei der entstehung einen neuwagens enstehen soviel schadstoffe, die das neue auto in seinem leben nie einsparen kann .

mfg.

admiral-a-blau


13.02.2009 10:24    |    admiral-a-blau

da s ist totaler blödsinn mal wieder. die meisten neuwagenkäufer kaufen sich einen billigen wagen eines ausländische herstellers. das meiste geld geht ins ausland und kurbelt nicht die deutsche wirtschaft an. allerdings verdient der staat an jedem neuen wagen 19% mehrwertsteuer.

ich werde weiterhin meinen altwagen fahren, weil es geldlich und ökologisch sinnvoller ist einen alten zu erhalten. denn bei der entstehung einen neuwagens enstehen soviel schadstoffe, die das neue auto in seinem leben nie einsparen kann .

mfg.

admiral-a-blau


13.02.2009 10:39    |    olli27721

Auch ein ausländischer Wagen kurbelt die Wirtschaft an.

Denke bitte auch mal an die Händler und Werkstätten, Zubehörlieferanten, usw. Die haben dann auch Arbeit, gehen mit dem verdienten Geld zum Einkaufen, Tanken, Brötchen holen. --> und die wiederum --> -->

 

mich sorgt eigendlich nur, dass - obwohl Autos heute länger halten als früher - wir die dann auch noch eher verschrotten sollen. Mit Umwelt hat das nun gar nichts zu tun. Es ist nur ein "Löcherstopfen" in der Wirtschaftsflaute. Aber die Hersteller schreien nun schon nach "Verlängerung" - klar - für die ist die Prämie ein Geschenk -- und wer mal genau hingeguckt hat - die Rabatte, die man sonst beim Neukauf bekommen hat sind gesunken (heisst das die Marge für den Händler größer geworden ist).


13.02.2009 12:13    |    admiral-a-blau

... mit den magen das stimmt. bloß die käufer merken es nicht. weil sie von den 2500 geblendet sind. mit dem verschrotten ist es ja der punkt. die meisten wagen sind ja mit 10 jahren noch mehr wert als eben die 2500. ein freund betreibt eine autoverwertung. da bringen leute ihr top gepflegten wagen der wesentlich mehr wert ist.

sind die denn alle blind ???

was machen denn die autohändler nächstes jahr, wenn alle ein neuwagen haben ??

da ist doch die nächste flaute vorprogramiert.

ich handel selber mit preiswerten gebrauchten.

ich verkaufe nicht weniger durch die prämie.

es gibt reichlich leute , die nur wenig geld zur verfügung haben. da nützt die prämie auch nichts.

und ein gering verdiener bekommt bei der bank auch keinen kredit, wenn er keine sicherheiten vorweisen kann.

mfg.


13.02.2009 15:44    |    C14NZFahrer

Ich selber fahre einen 18 Jahre jungen Kadetten und mir geht echt die Hutschnur nach oben wenn ich sehe was für Richtig gut erhaltene Autos auf den Schrottplatz wandern zum z.B. Omega A , Vectra A , Astras , Kadetts u.sw .

Ich selber würde mich nie von meiner Treuen weggefährtin auf dieser Art trennen .

Ich werde Sie hegen und pflegen bis das der Tüv uns scheidet .

Hier nur mal ein Beispiel



13.02.2009 15:48    |    steeer

Ich möchte mal kurz was anmerken. Bin gerade auf der Suche nach einen neuen Familienwagen. Die Abwrackprämie kommt für mich nicht in Frage. Für Leute mit kleinen Geldbeutel ist es ein Supersache. Den Touareg 3.0 TDI so wie ihn meine Frau haben will. Knapp 60 000 euro bekommt man für schlappe 43 000 euro mit 0,9 Finazierung und KFZ Steuer für zwei Jahre frei.


13.02.2009 16:08    |    schipplock

@C14NZFahrer: selbst Vectra B schieben einige ueber den Jordan.


13.02.2009 16:27    |    C14NZ Fahrerin

Das kann echt nicht so weitergehen, die Verschrotten echt alles was nich bei drei aufm Berg is, wirklich alles was über 9 Jahre is, das Auto kann ne super Karosse haben, kein Rost nichmal Flugrost :eek: , D3 Norm (also schon im Vorgeschriebenen maße umweltfreundlich -siehe umweltplaketen-), kein einziges Haar in der Suppe auf gut Deutsch gesagt, aber ne muss ja meist samt innenraumteilen und suuuuuuper seltenen Alufelgen verschrottet werden :rolleyes: die spinnen die Römer aber echt :mad:


13.02.2009 16:31    |    admiral-a-blau

...es gibt schon leute, die ihren golf 4 abgeben und meinen, sie hätten ein bombengeschäft gemacht.

die rabatte bei den händlern fallen auch geringer aus als sonst.

weil man eben alles schönrechnen kann.

der kunde sieht doch nurnoch, dass er 2500 für sein alten bekommt.

also genau aufpassen beim neukauf, sonst zahlt man ganz schnell 2500 oder mehr für seinen neuen.je teurer der wagen ist, je weniger fällt es auf.


13.02.2009 16:53    |    slavenmaster

...obwohl ich eigentlich gegen dieses Abwraken bin und es Schwachsinnig finde das technisch gute Autos auf dem Schrott landen, hat es mich bzw meine Frau heute auch erwischt. Sie fährt einen top gepflegten ( wie sollte es auch anders sein wenn sie einen Mann hat mit eigener Werkstatt) Polo 6N aus 95. Den Wagen habe ich im Juli 07 vom Schrott gerettet, da Stand er weil angeblich Motorschaden. Ich habe den Wagen neu Lackiert, ABS nachgerüstet, im Netz´super originale BBS vom Polo GTI gekauft, andere Innenausstattung rein usw, usw. Nun habe ich meiner Frau einen neuen Polo gekauft und bekomme insgesammt 5000€ wenn ich den Polo auf den Schrott gebe. Rechnerisch muss ich mit dem Klammerbeutel gepudert sein wenn ich das Angebot nicht annehme, jedoch toll finde ich es nicht. Na ja, meinen 2er wird dieses Schicksal nie ereilen.

 


13.02.2009 20:58    |    TheShortOfIt

@admiral-blau

 

Hast du dich mal damit befasst? Es ist im Moment anders rum... Die Rabatte sind immer noch hoch wie nie... Hallo? VW Verramscht grade seine alte Polo Generation... hat sogar extra nochmal die Produktion verlängert... Ist ja auch kein Wunder... Denn neben 12% Rabatt gibt es nochmal 2500 EXTRA!!!! Umweltprämie von VW + Staatliche umweltprämie von 2500 EUR... Das macht beim Polo je nach Ausstattung über 40% Ersparnis.

 

Bei Fiat ist es ja ähnlich... die versuchen sich alle zu übertrumpfen, damit auch jeder was von dem Kuchen abrkiegt.... Als schlauer Kunde kann man also kombiniert mit der Prämie - für neuwagenverhältnisse - riesen schnäppchen machen.

 

Dass es natürlich auch Autohäuser gibt, die Kunden ver.... kann man aber natürlich auch nicht leugnen... Aber wenn der Kunde da reingeht und nicht nähere über den Preis redet -> selber schuld


13.02.2009 21:00    |    LLFresh

so ich geb auch mal meinen senf dazu ab. ich fahr nen 2er golf. allerdings nen rallye golf. einer von 5000 produzierten. sowas gibt man nicht her. und außerden hat der den 4fachen wert von der prämie. desweiteren bleiben mir weitere fragen: was passiert mit menschen die nunmal auf solche youngtimer stehen, denen nichts anderes in den hof kommt? die können ja sowas dann mal gar nicht mehr auf dem markt finden. ok das ist das persönliche problem und aus politischer sicht möglicherweise unerheblich. aber das größte problem ist folgendes: egal welchen hersteller ich wähle bekomm ich diese prämie. dachte die soll die wirtschaft unterstützen und den automobilherstellern behilflich sein? wieso um himmels willen bekommen auch diejenigen diese prämie, die auf ein nicht-deutsches produkt zurückgreifen? was haben die deutschen konzerne davon? 4 leute die in der vertragswerkstatt bei z.b. toyota ihre arbeit haben? die japaner, italiener, koreaner, usw freuen sich wie sau und bmw geht in kurzarbeit, olé olé. sehr gut durchdacht diese ganze geschichte. ziehe meinen hut. ach ja und noch eins, die die auf die prämie angewiesen sind bringen wahrscheinlich das neue auto nicht mal zum kundendienst.


13.02.2009 22:30    |    E36 323i Coupe

@LLFresh:

bei meinem Peugeot-Händler ist kein einziger Franzose beschäftigt,beim Toyota-Händler um die Ecke kein einziger Japaner und bei Fiat kein Italiener. Daß der Kauf auch eines "ausländischen Autos" positiv für die deutsche Wirtschaft ist,wurde doch hier schon mehr als genug durchgekaut.

Schätze mal wieviele Modelle der Volkswagen-Gruppe im Ausland gefertigt werden.

 

 

Motoren- und Komponentenwerke im Ausland:

 

Sonstige Fertigungs- und Montagewerke im Ausland:

Argentinien,Brasilien,Bosnien und Herzegowina,Polen,Mexiko,Nigeria,

Portugal,Slovakia,Südafrika,China,

 

Das selbe Spielchen,für den einen mehr,für den anderen weniger, gilt für alle deutschen Marken.

Und daß nun die ausländischen Klein- und Mittelklassewagen wie warme Semmeln weg gehen,braucht nun auch wirklich keinen wundern.Was haben denn die deutschen Hersteller in der Preisklasse bis 16-17T€ zu bieten? BMW´s billigster 1er fängt in der Basisausstattung bei 22T€ an, Mercedes kleinste A-Klasse bei 21T€, Audis kleinster A3 bei 20T€.


14.02.2009 11:37    |    Kruemmer

Also ich hab fürn Sommer nen wunderschönen Audi 90 2,3E aus erster Hand mit noch keinen 100000 km auf der Uhr!!!! Den werd ich sicher net hergeben und mal davon ab ist mir ein Neuwagen trotzdem noch zu teuer und es fehlt den meisten an Emotion!!! Mein bestes Bsp. dafür ist der aktuelle Scirocco...von aussen find ich das Design schon schick,hat für mich allerdins wenig von nem Coupe. Das schlimmste find ich aber,dass man innen einfach das Cockpit vom Eos rein gebaut hat und gut!!!! Fürchterlich find ich das und einfallslos. Zudem brauch ich den ganzen technischen Schnickschnak nicht und die Vertragswerkstätten verlangen übelste Preise. Hm....aber wers sich leisten kann ok....ich jedenfalls net!!


14.02.2009 22:14    |    Meineoma85

So ich gebe auch mal meinen Senf dazu:

 

Ich fahre einen Ford Escort Bj. 93, der langsam aber sicher auseinander fällt. Ich werde mein Auto verschrotten lassen, bekomme den Golf IV TDI von meinem Vater und er holt sich den neuen Golf VI (der mit 110PS und ein paar kleinen Extras mal eben 20.000 € kostet.

 

Audi, BMW und Mercedes werden mit der Abwrackprämie keine Mehr-Autos verkaufen, da sie einfach zu teuer sind. Beginn bei mindestens 20.00€ beim schlechtesten Benziner!

 

ABER trotz Abwrackprämie, -die im gegensatz zu anderen Länder hier schon ordentlich zieht (knapp 45.000 Anträge zur Zeit)- ist das RIESENPROBLEM, dass die Neuverschuldung bei den privaten Haushalten ins unermessliche steigt. die 1,5 Millarden Euro ziehen einen riesen Schuldenberg nach sich, denn in den Autohäusern kaufen sehr viele Junge Menschen Autos zwischen 10.000 und 20.000€, die dann geleast werden, weil man ja die 2.500 € Prämie bekommt, aber keiner in die Zukunft plant ( was ist wenn die Wirtschaft weiter berab geht und gerade diese Leute den Arbeitsplatz verlieren?).

 

Ich kann nur jedem empfehlen, das Auto dann auch direkt komplett zhu zahlen, ansonsten wird es schwere Konsequenzen je nach dem nach sich ziehen.

 

 

Außerdem: Was ist denn wenn alle 600.000 Anträge weg sind? Dann liegt die Autoindustrie wieder am Boden und es geht wieder von vorne los.

 

Mfg Roman


14.02.2009 23:48    |    gaston73

Diese Abwrackprämie ist so ziemlich das asozialste, was ich seit langem erlebt habe. Der Steuerzahler subventioniert hier den Autokauf von unzähligen Leuten, was für sich schon ziemlicher Mist ist. Die als "Umweltprämie" getarnte Aktion ist nichts weiter als Puderzucker in den Hintern der Industrie. Viele Autos um 2000 herum erfüllen bereits EU4. Aber die weiteren Folgen sind eigentlich noch schlimmer: abgesehen davon, daß ich mich Frage, wer ein Auto von 2000 verschrottet (also ich habe mir beim letzten Kauf kein so junges erlaubt), hat man schon mal versucht, sich vorzustellen, was das für den Gebrauchtwagenmarkt bedeutet? Wahrscheinlich fehlen auf diesem Sektor ab nächstem Jahr zwischen 100.000 und 200.000 Autos, die für Fahranfänger und Geringverdiener die einzig bezahlbare Möglichkeit der Mobilität sind. Was ist mit denen? Die haben zwar die Abwrackprämie mit bezahlt, kriegen danach aber selbst kaum noch vernünftige Wagen. Es ist eigentlich wie immer: die kleinen Kacker dürfen's mal wieder ausbaden, es ist wirklich zum ko**en. Das nennt man wohl "sein eigenes Grab schaufeln".

In was für einer dekadenten Wegwerfgesellschaft leben wir eigentlich? Ich habe in letzter Zeit Autos wie VW Lupo, Citroen Berlingo, Ford Mondeo, Fiat Punto etc. auf dem Schrott gesehen. Wohlgemerkt keine Unfallschäden, sondern völlig intakte, aber eben etwas ältere Autos. Die hätten locker noch einige Jahre sicher fahren können, auch wenn uns immer die Mär von den fast ausnahmslos schrottreifen Altwagen mit Wartungsstau und somit Sicherheitsrisiko erzählt wird. Das ist nur noch ekelhaft.

Ich bin ein echter Überzeugungstäter, was meine Vorliebe für ältere Autos angeht: viel weniger elektronischer Schnickschnack, der sowieso irgendwann in den Wicken ist, die Möglichkeit zum selber Schrauben, was ich leidenschaftlich gern tue und das relativ ungefilterte Fahrgefühl. Zudem kann man sie einfach mit Haftpflicht versichern und muß keine Rücksicht auf Werkstattstempel nehmen. Wertverlust ist sowieso kein Thema mehr bei Autos über 10 Jahren mit mehr als 200.000 auf der Uhr. Man kann also so viel fahren, wie man will, ohne ständig sein Geld zerrinnen zu sehen. Kurz: billiger kann man nicht fahren. Ich sehe einfach keinen rationalen Grund, mir einen Neuwagen zuzulegen, rein wirtschaftlich betrachet ist das völliger Blödsinn, denn beim Anschrauben der Kennzeichen fährst Du schon wieder ein paar Tausender weniger spazieren.

Meine Hochachtung gilt all denen, die trotz Prämie ihre alte Schleuder regulär verkaufen, statt sie in die Presse zu werfen. Diejenigen, die sich einfach keinen Neuwagen leisten können oder wollen, werden zutiefst dankbar sein. Der weitere Betrieb eines älteren Autos verursacht außerdem weit weniger CO2 als die Produktion eines neuen (Argument gilt natürlich nicht mehr beim Abverkauf von der Halde).

Das alles ist genau so ein Witz wie der Kram mit den Umweltzonen (eine der wohl größten Wertvernichtungsaktionen, die man sich vorstellen kann). Schlagartig sind die Euro2 TDI, HDI, TDS und wie sie alle heißen gebrandmarkt durch eine rote Plakette, alte, aber noch gute Wohnmobile kommen nicht mehr in die Städte, weil sie gar nicht erst eine bekommen, Handwerksbetriebe stehen vor dem Ruin, weil sie sich eine Neuanschaffung nicht leisten können, etc. Ich fragen mich schon manchmal, wie lange wir uns diese Dinge, die niemandem außer der Industrie nutzen, noch gefallen lassen sollen. Also ich für meinen Teil fühle mich schon etwas ver**scht.


15.02.2009 00:08    |    FF505

Ja ist ja auch jetzt zu lesen (AMS), daß VW dank Erfolg der Abwrackprämie die Produktion des 'noch aktuellen' Polos in Spanien dann noch ein weilchen hochhalten wird.... schön für die Spanier.

Wobei ich auch so sehe, daß durch die Abwrackprämie nur Verkäufe vorgezogen werden, und nachher das Katzenjammern erst recht groß sein wird.

Zudem stört mich die Ausgestaltung der Prämie. Dadurch wird unseriösen Geschäftemachern in die Hände gespielt: "Überlegen sie nicht, kaufen se schnell, morgen kann die Prämie wech sein...."

Traurig auch, zu lesen, daß durch den hohen Verschrottungsdruck im Moment die Fahrzeuge nicht mehr richtig verwertet werden können. Von wegen Ökologisch korrekt entsorgen. Alles komplett in den Ofen. Adieu Ersatzteile.


15.02.2009 08:38    |    BBB

wer seinen alten, aber tadellos funktionierenden PKW noch 2-3 Jahre weiterfährt, spart weit mehr als 2500 Euro, schon allein an Wertverlust. Wenn die Prämie wegfällt, werden dafür die Rabatte größer, sofern sich die Lage nicht bessert. Ein einwandfrei funktionierendes Auto mit G-Kat und grüner Plakette, welches keine 8 Liter verbraucht zu verschrotten, wäre zudem ein Verbrechen an der Umwelt. So betrachtet kann man der Verschrottungshysterie nur gelassen zusehen und später sein Schnäppchen machen. Verschrottet wird erst, wenn der Wagen nicht mehr reparabel ist (Unfall, durchgerostet etc.)


15.02.2009 16:03    |    aufUrlaubDE

Schaut doch mal genau hin!!

 

Die Autos haben heute eine Elektronik wie in einem Raumschiff aber die Motoren stinken noch wie vor 100 Jahren..

Die Öl-Mafia hat die Entwicklung über Jahrzehnte gebremst...


15.02.2009 17:06    |    schipplock

hehe, Recht hast du...mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen.


15.02.2009 17:20    |    golfcabriocarsten

habe mit meinem Schrotthändler gesprochen..

er muss den wagen abmelden und der KFZ Brief wird eingezogen, was er dann mit dem Auto macht ist Wurst... (z.b. Ausschlachten, Teile verkaufen, auch der Motor kann so ohne Probleme wieder in ein anderes Auto eingebaut werden)

Wenn ichs machen wollte könnt ich das Auto sogar behalten, nur Ohne Papiere. Aber es soll ja Länder geben wo man sowas nicht brauch... Dann würden die Karren da weiter die Umwelt verüsten, oder Zerstören.

 

Aber kommt bei meinem Dicken ja eh nicht in Frage.

 

Mein Opa hats gemacht.

Toyota Corolla 1,6 16V 105PS 18 Jahre, Verschrottet durch Händler

Toyota Corolla Verso 1,8 130PS, Neuwagen Kaupreis - 2500€ und dann nochmal 15% über den Bauernverband.

 

Ich finde da hat sichs gelohnt.


15.02.2009 17:39    |    Meineoma85

ja ioch finde auch,d ass zur Zeit Rabatte ohne Ende gemacht werden. Bei unserem Golf VI sparen wir insgesamt circa 19% gegenüber vorher, ohne die Abwrackprämie. Mit den Händlern kann man zur Zeit schon sehr viel am Preis machen, denn die müssen die Autos ja auch raushauen.


15.02.2009 17:44    |    schipplock

den Rabatt haettest du vor dieser Abwrackverarsche auch bekommen, aber ich bin mir sicher, dass ihr jetzt unbedingt ein neues Auto braucht :).


15.02.2009 18:09    |    olli27721

@Meineoma85 / @schipplock

 

Mal im Ernst, was wurde denn für den Golf 6 verschrottet ???


15.02.2009 19:57    |    Meineoma85

Sthet doch oben, ein Ford Escort 93er Bj. der fast auseinander fällt.


15.02.2009 20:42    |    olli27721

Mein Fehler - lesen bildet - 93er Ford OK


16.02.2009 09:46    |    Polo86c1989

Ich habe für "nein" gestimmt weil ich trotz der Prämie kein Geld für ein neues Auto oder Jahreswagen habe.


16.02.2009 13:08    |    admiral26

Aber auch die Leute, die ihr altes Auto behalten, gehen nicht leer aus:

Weil die Verwerter mit Autos zum Ausschlachten erschlagen werden, sind die Preise für gebrauchte Teile so niedrig, wie seit Jahren nicht mehr!

So gesehen ermöglicht die Prämie über Umwege wieder den Erhalt diverser Altfahrzeuge, weil so manche ausstehende Reparatur plötzlich bezahlbar wird.


16.02.2009 22:15    |    Quadropede

Hallo

Seit Januar 08 fahre ich einen neuen L200. Brauche daher kein NEUES Auto. Persönlich finde ich diese ALT gegen NEU Scheiße nicht bis zum bitteren Ende durchdacht wie so vieles in Deutschland. Es wird nach 2009 nur noch wenige SCHÖNE, ZUVERLÄSSIGE alte Autos geben. ...Und die Autohersteller ...ALLE.. werden in ein GROßES Loch mit roten Zahlen fallen. Es wird so gut wie keine Neuwagenverkäufe geben. Autohäuser werden von Service Kosten leben müssen, Arbeitsplätze werden abgebaut, es wird noch schlimmer. Darann wird auch unsere Bundeskanzlerin nichts ändern können. Zuviel dumme Köpfe um Angela herumm. Es wird wieder einmal sehr viel Geld verbrannt, MADE in GERMANY gibt es schon lange nicht mehr. Wir sind ZU TIEF GESUNKEN.

Danke für´s lesen


17.02.2009 05:56    |    moorchen2

Nach meiner Meinung ist die Abwrackprämie Beschiss.

Die Prämie ist kein Geschenk von den Politikern, oder gar der Autoindustrie, sondern wird über Steuern von uns, dem Volk bezahlt. Durch die Zwangsverschrottung werden die Restwerte der Gebrauchten (bis ca. 2500 pro Auto) zerstört. Also im Ganzen haben die Leute weniger. Sie werden nur gegeneinander ausgespielt.

Wenn man mitbekommt, das auch sparsame, guterhaltene Autos (A-Klasse, Lupo, Polo, usw) künstlich verschrottet werden ist das Ganze obendrein eine Umweltsauerei.

Diese Autos fehlen nun den Menschen mit kleinem Geldbeutel, wie z.B den Studenten.


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