• Online: 1.590

MOTORBASAR.de - Der MOTOR-TALK Fahrzeugmarkt mit über 400.000 Anzeigen

14.01.2009 10:38    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (996)    |   Stichworte: Abwrackprämie, Umfrage, Umweltprämie, Verschrottungsprämie

2500 Euro Abwrackprämie - jetzt verschrotten?

Gestern Nacht konnte sich die SPD mit der Abwrackprämie, auch als Verschrottungsprämie bekannt, durchsetzen. Um als Autofahrer in den Genuss dieser Prämie von 2.500 Euro zu kommen, muss man sein mindestens 9 Jahre altes Auto, welches wenigstens 1 Jahr auf einen zugelassen ist, stilllegen und einen Neu- oder Jahreswagen kaufen. Diese Prämie soll jedoch nur bis Ende dieses Jahres gewährt werden.

 

Ziel dieser Aktion ist es unter anderem den Absatz von Neuwagen anzukurbeln und damit der deutschen Automobilindustrie unter die Arme zu greifen. Diese „Umweltprämie" soll auch als Beitrag zum Umwelt- bzw. Klimaschutz verstanden werden.

 

Wie sinnvoll ist nun diese Prämie wirklich? Ist sie Anreiz genug, um das alte geliebte Auto zu verschrotten und sich einen Neuwagen zu kaufen? Hilft es der Umwelt und der Automobilindustrie wirklich, oder sind die dafür geplanten 1,5 Milliarden Euro falsch angelegt? Wieviel Autofahrer unter Euch gibt es, die ein Modell fahren, welches älter als 9 Jahr ist, mal abgesehen von Young- und Oldtimern?


30.01.2009 08:41    |    celica1992

Wer solche Richtlinien erläßt der gehört doch sofort entlassen.

Wieder mal eine Gesetz wie Kriminelle den Staat abzogen und der ehrliche Neuwagenkäufer keine Prämie mehr krieg, weil die durch Kriminelle ausgeschöpft wurde.

Wenn da nicht nachgebessert wird, behalt ich mein 19 Jahr altes Auto.


30.01.2009 10:24    |    Cruiserin79

UNFAIR

 

Ich habe ein 2 Jahre altes Fahrzeug, das ich nicht mehr benötige. Ich will es verkaufen. Es hatte einen NP von rd. 16.000 Euro, ist lt. Schwacke noch rd. 9.500 Euro wert, ich habe es in den einschlägigen Autohandelsseiten mit 8.500 Euro angeboten und niemand meldet sich.

Da ist mir Papa Staat wunderschön in den Rücken gefallen. Ich bin total verzweifel, wütend und weiss echt nicht, was ich noch anstellen soll.


30.01.2009 11:55    |    SeatArosa1.7SDI

Wo kann man denn erfahren, wie weit der Topf schon ausgeschöpft ist?

 

Eigentlich sollten Presse und Medien da mal nachhaken.

 

Sollten Neuwagenkäufer leer ausgehen, ist das eigentlich staatlich subventionierter Betrug bzw. arglistige Täuschung, denn mit Aussicht auf die Prämie verzichteten die Antragsteller auf den Restwert ihres Altfahrzeugs. Bzw. eine Lotterie, bei dem der Einsatz der Wert des Altfahrzeugs ist.


30.01.2009 12:52    |    Saiya-Jin

Die BAFA äußert sich zum ersten mal was den Stand der Umweltprämie und Anträge betrifft. Ab nächster Woche soll es ein Ampelsystem auf der BAFA Seite geben, wieviele Anträge eingegangen sind und wie lange der Topf vorraussichtlich noch reichen wird.

 

Und die Zahlen von Mio. Anrufer bei der Hotline und Überlastung der Webpräsenzen normalisieren sich auch so langsam. Zu Beginn sollen es 270.000 Anrufe pro Tag gewesen sein, mittlerweile nur noch 50.000 pro Woche.

 

Es sind bis bis Donnerstag schon 150 Anträge eingegangen! Kaufen, kaufen, kaufen, morgen ist es zu spät!

 

Quelle: Autogazette.de


30.01.2009 13:19    |    E36 323i Coupe

Zitat:

30.01.2009 10:24    Cruiserin79

 

Ich habe ein 2 Jahre altes Fahrzeug, das ich nicht mehr benötige. Ich will es verkaufen. Es hatte einen NP von rd. 16.000 Euro, ist lt. Schwacke noch rd. 9.500 Euro wert, ich habe es in den einschlägigen Autohandelsseiten mit 8.500 Euro angeboten und niemand meldet sich.

Da ist mir Papa Staat wunderschön in den Rücken gefallen. Ich bin total verzweifel, wütend und weiss echt nicht, was ich noch anstellen soll.

was hat das denn mit Papa Staat zu tun? Das Problem wird wohl eher sein,daß die wenigsten mal eben so bei einem Privatverkäufer ca.10T€ für einen Gebrauchten Bar auf den Tisch legen (können).Da gehen die lieber zum Händler ,(zahlen) 2-3T€ mehr für ein ähnliches Auto und lassen es finanzieren. Um was für ein Auto handelt es sich denn,daß in 2 Jahren ca.50% Wertverlust hat?


30.01.2009 13:40    |    SeatArosa1.7SDI

Mal eine Frage. Angenommen, es stellt sich heraus, daß man leer aus geht (die Zulassung meines neuen Autos (10 Wochen Lieferzeit) und der Verschrottungs/Schreddernachweis des alten liegen voraussichtlich Mitte April vor): Kann man vom Kaufvertrag zurücktreten?

 

Gibt es ein Widerrufsrecht bei Autokaufverträgen von 2 Wochen? Ich würde den Vertrag gerne erweitern mit einer Klausel zur Anullierung des Kaufvertrags bei Nichtzahlung der Prämie.


30.01.2009 15:47    |    dc-viper

Die 2500 € lohnen sich wirklich nur für Leute, die kleine, alte Autos fahren (vor Bj. 97 mit einem Wert bis 1000 €) und sich wieder einen kleinen, billigen Wagen kaufen wollen. Wie Dacia Sandero, Fiat Panda, Chevy Matiz und dergleichen. Die können eigentlich bedenkenlos zugreifen. Das erfreuliche: Sie tun es auch! Unser Autohaus kann sich kaum vor Anfragen nach kleinen Neu- und Jahreswagen retten.

 

Besitzer von Autos ab Kompaktklasse aufwärts, die auch in der Klasse bleiben wollen, also Autos mit Preis von 15.000 bis 30.000 € kaufen wollen /müssen, können auf das Geld verzichten. Diese 2500 Kröten kann mit ein wenig Verhandlung problemlos in Form eines Rabats bekommen.


30.01.2009 17:42    |    Cleandevil

Neues Auto? Never!

 

Habe ich einmal gemacht  - Nie wieder.

Die finanziellen Verluste schon nach paar Jahren, sind mir einfach zu hoch.

Für das Geld stell ich lieber andere Sachen an. ;)

 

Und das Ding mit der Abwrackprämie wird wohl nicht DAS bringen, was sich Bundesregierung und Automobilindustrie erhoffen.

Der Hund für den schlechten Autoabsatz liegt woanders begraben und läßt sich nicht mit 2500 Euro lösen.


30.01.2009 18:35    |    patrick.dynamo

Schon fast 340 000 Downloads von Anträgen für Abwrackprämie

 

Das große Interesse der Autofahrer an der Auto- Abwrackprämie reißt nicht ab. Bis zum Mittag wurde im Internet bei den Behörden das Antragsformular fast 340 000 Mal heruntergeladen. Auf der Seite des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle habe es bisher 289 000 Downloads gegeben, beim Wirtschaftsministerium über 47 000, sagte ein Sprecher. Rechnerisch reichen die Mittel für bis zu 600 000 Prämien. Es werden aber weniger sein, weil aus dem Geld auch die Verwaltungskosten bezahlt werden müssen.

Quelle: arcor.de


30.01.2009 18:52    |    E36 323i Coupe

@SeatArosa1.7SDI :

das müsste doch in deinem Kaufvertrag drin stehn.  Im Falle einer Finanzierung hättest du ein 14 tägiges Rücktrittsrecht. Und ich bin mir zu 99% sicher,daß kein Händler deine gewünschte Klausel im Kaufvertrag aufnimmt.Dann hat er nämlich ein Auto,daß nach deinen Wünschen gebaut wurde,angeliefert und zugelassen wurde (erst danach wird dein Antrag zur Prämie angenommen) zusätzlich auf dem Hof stehen.

Ich habe letzten Sommer einen Neuwagen gekauft und im Vertrag steht ,daß man 20% des Wagenpreises als Vertragsstrafe zahlt,wenn man den Wagen,aus welchen Gründen auch immer, dann doch nicht nimmt


30.01.2009 18:57    |    Ignis-Sport-82

hallo leute

ich muß sagen das ich eure beiträge zt interessant/ausgiebig definiert/falsch interpretiert...

finde!

mein meinung hier wiederzuspiegeln,mit fakten wieder belegt,zustimmung des möglichen ect

würde wohl den rahmen der möglichkeiten(-evtl internetbrowsers) sprengen ;)

also kurz gefaßt die abwrackprämie soll ja die konjunktur und das umweltbewußtsein stärken.für mich kein schlechter ansatz,aber da das geld womöglich aus steuergeldern bezahlt wird,wird es wen wohl nachhaltig auf die füße fallen-klar den steuerzahler!

dazu gesagt:wirtschaft ankurbeln und zeitgleich umweltschonendes handeln kann in meinen augen nur dadurch realisiert werden,wenn der für sein geld,"arbeitende schlucker"(sprich die mittelschicht)am monatsende mehr von den verdienten(brotto/netto)

raus bekommt,als der spalt zwischen arm&reich etwas mehr geschlossen wird!

abwrackprämie/co2steuer und was es alles gibt, führen für mich nur zur disorientation der eh schon verwirrten bürger(,ganz einfach weil ein mit buntbeschmückter haufen dreck,nicht nachhaltig zu ein haufen gold erglänzen kann),so ein rotz einpleuen(schade daran ist,das viele dran glauben),kann auf dauer nicht "gesund" sein!

bla bla bla(so könnte es weiter gehen!)...

 

mfg ignis-sport-82


30.01.2009 19:38    |    SeatArosa1.7SDI

Ich Blödmann hätte bei der Verhandlung vereinbaren können, daß der Verkäufer mir im Falle einer Nichtzahlung der Abwrackprämie mein Altauto für 2500€ in Zahlung nimmt! Außerdem ist der Liefertermin gar nicht schriftlich vereinbart.

 

Sowas fällt einem immer erst hinterher ein :-( :-( :-(


30.01.2009 19:45    |    dc-viper

Zitat:

Original von Cleandevil

 

Neues Auto? Never!

 

 

 

Habe ich einmal gemacht - Nie wieder.

 

Die finanziellen Verluste schon nach paar Jahren, sind mir einfach zu hoch.

 

Für das Geld stell ich lieber andere Sachen an. ;)

 

 

 

Und das Ding mit der Abwrackprämie wird wohl nicht DAS bringen, was sich Bundesregierung und Automobilindustrie erhoffen.

 

Der Hund für den schlechten Autoabsatz liegt woanders begraben und läßt sich nicht mit 2500 Euro lösen.

Bei Kleinwagen ist der Verlust nicht annähernd so groß, wie bei einem Corsa, Golf oder größerem. Ein Sandero für 4999 € (inkl. Abwrackprämie) ist schließlich nach 4 Jahren nicht für 300 € zu haben. ;)

 

Bei uns im Betrieb erzielte diese Prämie bisher einen durchschlagenden Erfolg. Der Absatz ist um geschätzte 3500 % gestiegen. :D Viele Modelle sind bei uns ausverkauft.


30.01.2009 23:07    |    Scirosto 8V

Ich hab 99 den Fehler gemacht mi einen VW Lupo neu zu kaufen ( gutes Auto und die ersten 3 Jahre toll ) , das Teil hat umgerechnet knapp 12500€ gekostet, na nur 7 Jahren gabs dann nur noch 3000 dafür. Ein wirtschaftliches Desaster und die Karre war trotz sehr guter Pflege doch arg abenutzt (160000 km).

Der jetzige Golf 2 mit 300000km sieht innen besser aus aus der Lupo und das Teil ist ne echte Spardose und extrem zuverlässig - ok für den nächsten TÜV sind viel Sachen erneuerungsbedürftig , dank guten Teilepool fast zum Nulltarif machbar.

In Sachen Wirtschaftlichkeit ist das Teil unschlagbar, ok mittlerweile nicht mehr vorzeigbar .

Kein Grund mich für läppische 2500€ mit einem Neu Verbrauchsauto ( das nach 5 Jahren Kernschrott ist )mit horrenden Unterhaltskosten hoch zu verschulden, im meinen Freundeskreis geht der Trend eh zum relativen Altauto/Yountimer.


31.01.2009 13:38    |    TheShortOfIt

Naja kann man rechnen wie man will.. Wenn ich mir das ganze schönrechne... dann komm ich mit dem Auto, was 16750 EUR listenpreis hat auf 11900 EUR inkl. Prämie + rabatt... komm ich auf ~70% vom NP.. also 1/3 gespart... Die meisten (zumindest halbwegs gescheiten) autos haben nach 3 Jahre noch ~65% Restwert auf den Listenpreis... Der Verlust, sollte ich das Auto also nach ~3 Jahren wieder verkaufen, hält sich dank Prämie sehr in Grenzen...

 

Mein zu verschrottendes Auto hat keinen nennbaren Wert mehr


31.01.2009 15:13    |    GolfVI

Mahlzeit,

ich fahre einen 12 Jahre alten Honda Civic, für den ich vll, gerade so 2,500 € bekommen würde, aus Umweltgründen verschrotte ich ihn trotzdem!

Heute KV für einen Haldengolf V unterschrieben und prompt nochmal 4000 € Umweltprämie von VW bekommen, macht 6500 € einfach mal eben geschenkt, und von nem Schrotthändler krieg ich auch noch nen paar hunderter extra für die alten Teile!

Danke Umweltprämie ;)

Am Mittwoch hol ich dann meinen neu angemeldeten Golf beim Händler des Vertrauens ab :D


01.02.2009 10:20    |    olli27721

Da nehmen dann einige Leute wieder Darlehen auf, nur um in den Genuss der Prämie zu kommen.

Die Wirtschaft (Die Aktionäre) der Autofirmen sind meiner Meinung nach wieder die Gewinner. Und noch die Verwerter.

- Was kommt in 2 Jahren, wenn Deutschland seinen Autobestand erneuert hat ???

Wie lange will man die Wirtschaft künslich beatmen ??

- Und wer zahlt die Zeche = die paar Leutchen, die noch arbeiten und Steuern zahlen.


01.02.2009 11:35    |    Dr. Shiva

Und noch eine Sache geht vergessen. Wie wird die Zeit zwischen der "Verschrottung/Stilllegung" und der Lieferung des Neuwagens überbrückt? Meistens kostet das auch Geld (ZB für Mietwagen), wenn man nicht von jemanden günstig einen Wagen ausleihen kann.


01.02.2009 11:58    |    191277

Ich verstehe die Aufregung nicht. Die Abwrackprämie ist nichts anderes, als hätte Vater Staat gesagt "wir erlassen die MwSt für Neufahrzeuge, unter der Vorraussetzung dass das Altfahrzeug geschreddert wird ..."

 

Wenn ich einen Neuwagen für 13.157,90 Euro kaufe, stecken da genau 2.500,- Euro MwSt drin. Fällt euch was auf? Der Staat verzichtet nur bei 600.000 Neufahrzeugen auf die MwSt (unter der Annahme 13157 ist der Durchschnitt des Werts der Neuwagenkäufe). Unter dem Deckmantel "Abwrackprämie" und dem Gesichtspunkt, dass ein Altfahrzeug plötzlich 2500 Euro wert ist, sind plötzlich alle geil darauf die Prämie zu nutzen.

 

Also was soll die Argumentation, die Abwrackprämie würde der Umwelt nicht helfen oder die Autoindustrie nur künstlich am Leben erhalten. Daran ist ja nix auszusetzen, denn es ist eine reine Subvention. Ist in anderen Bereichen ganz normal in Deutschland, ihr stört euch nur daran wie es diesmal vom Staat verkauft wird. Aber das ist doch im Grunde so egal ...


01.02.2009 12:11    |    GolfVI

@ olli

ich habe kein Darlehen aufgenommen und bin auch "Arbeiter"

 

@Dr. Shiva

Das verstehe ich nicht, ich hol den neuen ab park ihn daheim und fahr den alten zum Schrott, alles in einer Stadt, mal stark vereinfacht ausgedrückt, ich sehe da keine "Mehrkosten" außer die 1,50 € für ÖVM wieder zurück nach Hause :D


01.02.2009 14:24    |    schipplock

Zitat:

ich habe kein Darlehen aufgenommen und bin auch "Arbeiter"

nein, du bist kein Arbeiter, sondern bereits Teil der Bourgeoisie. Ein Arbeiter kann einen neuen Golf naemlich nicht mal eben Bar bezahlen.


01.02.2009 15:47    |    GolfVI

Doch, in dem man früh genug anfängt zu sparen und sich derweil mit ner Rostlaube zufrieden gibt ;)


01.02.2009 17:13    |    HG-714

Die Abschlachtprämie für Autos ist der größte Schwachsinn.

Es ist die Vernichtung von Volksvermögen.

Ein Auto mit 9 Jahren ist in der Regel noch kein Schrott.

Für die nicht so wohlhabenden Mitmenschen bricht ein Markt

für bezahlbare günstige Gebrauchtwagen zusammen.

Auch umweltpolitisch unter Betrachtung der grauen Energie ein Irrsinn.

 

Weiter so Regierung ! - Der Wähler wirds euch hoffentlich "danken"


01.02.2009 17:19    |    Polo 2F-schrauber

Außerdem ist es nich zum großteil das Auto das die Umwelt zerstört sondern die Flugzeuge un die Schiffe.

Aber die Politiker brauchen keine Umweltplakette für ihre BMW und Mercedese und Audis und Steuererhöhung kennen die für sich auch nicht wa ? Na war ja klar, die wollen uns den Spaß an unseren Autos verderben. Aber wir sind alle zufeige mal was zu machen, alle Deutschen. Und einer alleine bringt nix


01.02.2009 17:35    |    HG-714

Ein Vorschlag zur Belebung der Bauwirtschaft:

 

Man könnte ja alle Häuser, die älter als 30 Jahre

sind, niederbrennen.

Das wäre wohl eine Diskussionsgrundlage für den

Bundestag !


01.02.2009 17:37    |    olli27721

Das Problem liegt doch auch darin, dass Unternehmen zur Zeit nicht genug Gewinn erwirtschaften um Aktionäre zu befriedigen. Die gehen dann gern an die Fixkosten, sprich Personal - und dass mit steigenden Arbeitslosen oder meinetwegen auch nur Kurzarbeitern der Staatshaushalt ins wanken gerät ist ja wohl auch klar. Aber wo sind die Gewinne aus der Vorzeit denn geblieben? Wie sah denn eine langfristige Unternehmensplanung der Firmen aus ? --- immer nur RAFF - RAFF - RAFF --- und nun ?

 

Das Geld ist in den Taschen der Aktionäre und Vorstände - und nun saugen sie es auch noch der Politik aus den Rippen - schaun wir doch mal, wie lange das gut geht.

 

Ich gebe HG-714 recht: ein 9 Jahre altes Auto ist noch lange kein Schrott sondern auf dem besten Wege zum Youngtimer.

 

Mein Vater hat einen Vectra B, Automatik, fast Vollausstattung, Baujahr 1997. Zustand: fast makellos. Ist das etwa Schrott ????


01.02.2009 17:55    |    go_modem_go

Ja! :D


01.02.2009 18:42    |    Möpes

Ich werde mich wohl etwas früher von meinem 22 Jahren alten Auto trennen, bevor es der Tüv macht, da ich eh vor hatte, ein neues zu kaufen.

Wenn der Staat mir die 2500.- noch ausbezahlt, sag ich auch nicht nein.

Wenn mir hier einer mehr zahlen will für ein Mercedes 190 E mit 325000 Km kann er sich ruhig bei mir melden.


01.02.2009 22:13    |    SeatArosa1.7SDI

Das Problem ist, daß der Hype um die "Umwelt"prämie eigentlich ein Lotteriespiel ist. Der Topf ist begrenzt, und niemand weiß, wann und wie schnell er sich leert.

 

Neuwagenkäufer, die unter langen Lieferzeiten leiden, schauen womöglich in die Röhre...

 

Was für mich den Begriff "Umwelt" bei dieser Prämie völlig unverständlich macht, ist die Tatsache, daß der Energie- und Ressourcenverbrauch der "umweltfreundlichen" Neuwagen keinesfalls limitiert ist wie in Frankreich. Man kann also einen Lupo3L "zum Wohle der Umwelt" durch einen Porsche Cayenne ersetzen, im Extremfall.

 

Um die Bezeichnung "Umwelt" zu verdienen, hätte die Prämie IMO an 2 Bedingungen geknüpft werden müssen:

1.) daß das Altauto energieverschwendend ist. Leider gibt es keine amtlichen CO2-Angaben aus der alten Zeit, daher hätte man grob den Hubraum heranziehen können. Alles was über 1,5L ist, ist bei Verschrottung prämienberechtigt. (ein sehr ungenaues Kriterium, aber besser als keins). Alternativ hätte man auch die Leermasse heranziehen können.

2.) daß der Neuwagen einen maximalen Energieverbrauch bzw. CO2-Ausstoß haben darf. 140g/km wäre völlig angemessen. Damit hätte man einigen Billigautos mit veralteter Technik wie dem Dacia Logan einen Riegel vorgeschoben. Mit diesem Limit sind aber andererseits sogar Familienkutschen noch möglich, wie Passat BlueMotion oder Toyota Prius.


01.02.2009 23:03    |    Classisi

Wiso meinen alle es wäre schlimm, wenn ein 9 Jahre altes Fahrzeug weiter in Afrika gefahren würde? Z.Z. werden dort 20 Jahre alte Fahrzeuge gefahren. Wäre doch toll, wenn man dort z.b. einen 1999er opel corsa fahren könnte, der hier sogar eine grüne plakette bekommt. Dann könnten die dort endlich VW Käfer und Opel Rekord ablösen ;) Also meiner Meinung nach sollten noch einigermaßen erhaltene Fahrzeuge vom Schrotthändler auch ins Ausland exportiert werden dürfen. Oder meint ihr, dass die dort anfangen Neuwagen zu fahren bloß weil keine Gebrauchten mehr aus Deutschland kommen????

MFG.

Classisi


01.02.2009 23:08    |    Driv3r4me

Mit der so genannten Abrwackprämie strebt die Bundesregierung eine Förderung der Binnenwirtschaft und zugleich die Schonung der Umwelt an. Auf den ersten Blick mag das ja toll sein, doch der zweite Blick kann nicht über den Nonsens hinwegtäuschen:

 

1. Da in Deutschland die Einkünfte allgemein schon lange nicht mehr im Verhältnis zu den Ausgaben stehen, stellt sich berechtigterweise die Frage, wie durch die Abrwackprämie nachhaltig die Konjunktur gefördert werden kann. Die Fahrzeugflotte in Deutschland wird immer älter, weil u. a. die Neuwagenpreise exorbitant hoch sind. Und durch die Abwrackprämie werden diese weiter steigen, damit bloß nicht die Umsätze bzw. Gewinnmargen der Hersteller und Händler in den Keller gehen. Eine "Ersparnis" wäre so wieder hinfällig und böte keinen Vorteil mehr. Es kann nicht ernsthaft erwartet werden, dass die immer ärmer werdende Bevölkerung bei einer derartigen Entwicklung etliche Neuwagen erwirbt.

 

2. Schon jetzt liegt ein Trend hin zu günstigen Kleinwagen vor. Bevorzugt werden aber keine deutschen Automobilhersteller, sondern Fabrikate wie z. B. Suzuki, Hyundai, Kia, Renault, Peugeot, Fiat, Dacia und Toyota - wobei Toyota auf Grund des erhöhten Einsatzes teurer (und überflüssiger) Technik und damit verbundener Preisentwicklung bei Kleinwagen (siehe iQ für über 13.000 EUR) - mehr mit Absatzschwierigkeiten zu kämpfen hat. Doch auch hier gilt es zu berücksichtigen, dass der Preis die Fahrzeugqualität wiederspiegeln kann. Erhöhter Bedarf an Ersatzteilen schont ebenfalls nicht die Umwelt und verursacht (zusätzliche) Ausgaben.

 

4. Abgesehen davon sind im Laufe der Jahre die Fahrzeugproduktionen zunehmendst ausgelagert worden (Entwicklung und Forschung im Inland, Fertigungen im Ausland). Schaffung und Erhaltung von wichtigen und den Binnenmarkt stärkenden Arbeitsplätzen wird so nicht gewährleistet. Zudem bietet die Produktion im Ausland vielen Herstellern den Vorteil, weniger auf Umweltrichtlinien Rücksicht nehmen zu müssen und Kosten zu senken. Letzteres beeinflusst nur bedingt die Fahrzeugpreise (Stichwort: Profit). Der Erwerb eines Neuwagens ist daher kritisch zu betrachten - unabhängig davon, ob es ein Kleinwagen ist oder nicht.

 

5. Wie schon angemerkt, bedarf es für die Fahrzeugproduktion immer mehr Energie bzw. natürliche Ressourcen als die Unterhaltung bereits verkehrender Automobile.

 

6. Die modernen Fahrzeuge werden immer schwerer (zusätzliche Komfort- und Sicherheitssysteme) und deshalb leistungsstärker. Das bedeutet, dass trotz optimierter Verbrennungsmotoren der Verbrauch genauso hoch ist wie vor 10 Jahren. Und je mehr ein Fahrzeug belastet wird, desto größer der Verschleiß. Ein erhöhter Verschleiß bewirkt zusätzlichen Energiebedarf für Ersatzteile, was wiederum der Umwelt schadet (vgl. Punkt 2).

 

6. Es ist geradezu verschwenderisch, technisch einwandfreie Fahrzeuge zu verschrotten - ökonomisch und ökologisch geradezu verantwortungslos!

 

7. Die Abwrackprämie ist begrenzt und nicht dauerhaft (Limitierung).

 

Fazit: Die Abwrackprämie hat keine nachhaltige Wirkung und sollte entsprechend gemieden werden. Zur Besserung der wirtschaftlichen Lage in Deutschland ist es unerlässlich, der Bevölkerung direkt mehr Kapital zur Verfügung zu stellen, damit der Binnenmarkt wiederbelebt wird.

 

Wer heute nicht erkannt hat, dass das gegenwärtige Wirtschaftssystem nicht funktioniert, braucht sich nicht über Absatzschwierigkeiten wundern. Wer wenig hat, kann nämlich nicht viel geben - Abwrackprämie hin oder her! Steuersenkungen und mehr soziale Verantwortung der Arbeitgeber - ausgedrückt in Form von Arbeitsplätzen und Preissenkungen bzw. angemessenen Löhnen - sind das A und O einer funktionierenden Wirtschaft. Viele Probleme wären dadurch ausgeräumt.

 

In diesem Zusammenhang ist auch der Spruch "Mit den Deutschen kann man's ja machen!" nicht unwichtig. Wer auf automatische Besserung der Situation wartet und dabei sich selbst der nächste ist, wird nichts bewegen!


01.02.2009 23:14    |    DooMMasteR

tja, die Franzosen

<=60g CO2 --> 5000€ praemie (alle elektroautos)

<=100g CO2 --> 1000€ praemie

101-120g CO2 --> 700€ praemie

121-130g CO2 --> 200€ praemie

131-160g CO2 --> es passiert nichts ;)

161-165g CO2 --> 200€ malus

166-200g CO2 --> 750€ malus

201-250g CO2 --> 1600€ malus

ueber 250g CO2 --> 2600€ malus

 

wer ein auto, das zugelassen ist und mindestens 15jahre alt ist, (egal auf wen und wie lange) verschrottet, bekommt 300€

man sollte wissen, dass es in frankreich mehr als 300€ kostet ein soclhes fahrzeu zuzulassen oder UMZUSCHREIBEN

also ist der missbrauch mit zukaufautos auch nicht moeglich :)

 

dass ganze klappt auch mit autos aus dem ausland (sogar wenn sie dort gekauft wurden) und der bonus/malus wird bei der zulassung faellig

 

wie mann die praemien der kalssen dann legt sei jedem land ueberlassen, aber dieseprinzp wuerde auch den kauf umweltfreundlicher autos foerdern :)


01.02.2009 23:34    |    SeatArosa1.7SDI

tja, da hat die deutsche Automobillobby wieder saubere Arbeit geleistet. Eigentlich unverständlich, denn alle (außer Porsche) haben oder hatten Energiespar-Know-How.

 

Ich verstehe z.B. nicht, wie die ach so innovative Volkswagen Gruppe auf dem Kleinstwagensektor dem Citroen C1, Peugeot107, Toyota Aygo, Daihatsu Cuore (alle 4,5L/100km, 68PS) so ein Relikt wie den VW Fox (5,9L/100km, 55PS) entgegenzusetzen hat. Der Marke Dacia oder Lada kann man ja veraltete Technik noch abkaufen ("sind halt Billigautos"), aber einem Unternehmen, das mit Innovationen wirbt? Es geht einfach nicht in meinen Kopf.


02.02.2009 00:57    |    Mitsumichi

Es geht nur, und das ausschließlich, darum die zuviel produzierten Autos zu verkaufen, damit sie sich im Lager die Reifen platt stehn. Die Hersteller können nicht produzieren, wenn die 'alten' noch auf dem Hof stehn.


02.02.2009 10:57    |    Omega-OBA

@Mitsumichi : Du bringst es auf den Punkt !

 

Ich bunkere jetzt schon mal ein paar Sonax-Aktien - denn all die neuen "Schätzchen" wollen ja auch gepflegt werden. :D :D :D


02.02.2009 15:48    |    admiral26

Zitat:

Die modernen Fahrzeuge werden immer schwerer (zusätzliche Komfort- und Sicherheitssysteme) und deshalb leistungsstärker. Das bedeutet, dass trotz optimierter Verbrennungsmotoren der Verbrauch genauso hoch ist wie vor 10 Jahren.

Wenn´s mal so wäre. Tatsächlich brauchen sehr viele aktuelle Modelle heute sogar mehr, als ihre 20 oder über 30 Jahre alten Vorgänger. Die Traumwerte des Passat 1 Diesel aus den 70ern erreicht VW auch mit den "Bluemotion" - Modellen nicht mehr...


02.02.2009 17:27    |    GolfVI

Dafür erreicht der Passat 1 noch lange nicht den Sicherheitsstandart und Comfort von heute ;)


02.02.2009 17:35    |    olli27721

Bin zwar Opelfahrer, aber auch der Passat 1 brachte einen von A nach B.

 

Das einzige was man dem Alten ankreiden kann - er war noch nicht so sauber.

 

Ich brauche keine High-Tech-Maschine um 10 km zur Arbeit zu fahren - gibt allerdings heute schon viele, die mit einem Geländewagen Brötchen holen.

 

Wir passen uns immer mehr den Amis an - große Schlitten und bloss nicht zu Fuss gehen - und abends den BigMac mit 'ner Tüte Fritten.


02.02.2009 19:30    |    acc-aachen

Hier wird denen geholfen, die es nicht nötig haben. Der Großteil der Bevölkerung, die ein 10 Jahre oder älteres Auto fahren, kann sich auch mit dieser Prämie kein neues Auto leisten. Für uns Kleinbürger wird nie was getan, was auch bei uns ankommt.

 

Wenn wir Kleinbürge nun ein neuen Gebrauchten kaufen müssen, weil der Alte nun den Geist auf giebt, wird die Anschaffung des Neuen Gebrauchten teurer, weil es nicht mehr so viele giebt. Zu dem kaufen ja die neuen EU-Länder im moment auch noch die Gebrauchten weg. Und dann bleibt für uns nur noch der Bus oder ein Roller über.

 

Zitat von karsten76

 

Also ich kann nicht nachvollziehen, dass diese Prämie von euch so schlecht gemacht wird.

 

 

 

Was hätte man denn machen sollen, damit die Leute Autos kaufen???

 

20.000 € Prämie???

 

 

 

Klar wird es nicht sehr viele Leute betreffen, da viele die ein altes Auto fahren nicht gleich ein neues kaufen. Aber einige werden sich schon entscheiden.

 

 

 

Ich bin schon der Meingung das es vernünftig ist. Wer anderer Meinung ist, soll wenigstens einen besseren Vorschlag machen.

 

 

Antwort von acc-aachen:

Wenn Herr Mustermann seinen Euro 1 Auto umrüster auf Euro 2, dann könnte man ihm ne Prämie zahlen. Und wenn eine anderer Herr Mustermann seinen Euro 1 verkauft oder verschrottet und sich dann einen Euro 2 oder besser kauft, könnte man ihm auch ne Prämie zahlen. Das würde eine Kettenreaktion verursachen, bei der die Mustermänner mit viel Geld dann auch Neuwagen kaufen würden. Da die Nachfrage an Gebrauchten besseren steigt. So steigt dann auch der Wiederverkaufswert. Und der Umschlag der Gebrauchten wird angekurbelt.

 

Gruß

Lippi


02.02.2009 20:46    |    ellischmitz

Schade um die vielen noch fahrbereiten Autos, die jetzt in der Schrottpresse landen(voll die Umweltsauerei), obwohl manche doch noch gut verkauft werden könnten an Leute, die sich nur ein altes Auto leisten können.


Deine Antwort auf "2500 Euro Abwrackprämie - jetzt verschrotten?"