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14.01.2009 10:38    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (996)    |   Stichworte: Abwrackprämie, Umfrage, Umweltprämie, Verschrottungsprämie

2500 Euro Abwrackprämie - jetzt verschrotten?

Gestern Nacht konnte sich die SPD mit der Abwrackprämie, auch als Verschrottungsprämie bekannt, durchsetzen. Um als Autofahrer in den Genuss dieser Prämie von 2.500 Euro zu kommen, muss man sein mindestens 9 Jahre altes Auto, welches wenigstens 1 Jahr auf einen zugelassen ist, stilllegen und einen Neu- oder Jahreswagen kaufen. Diese Prämie soll jedoch nur bis Ende dieses Jahres gewährt werden.

 

Ziel dieser Aktion ist es unter anderem den Absatz von Neuwagen anzukurbeln und damit der deutschen Automobilindustrie unter die Arme zu greifen. Diese „Umweltprämie" soll auch als Beitrag zum Umwelt- bzw. Klimaschutz verstanden werden.

 

Wie sinnvoll ist nun diese Prämie wirklich? Ist sie Anreiz genug, um das alte geliebte Auto zu verschrotten und sich einen Neuwagen zu kaufen? Hilft es der Umwelt und der Automobilindustrie wirklich, oder sind die dafür geplanten 1,5 Milliarden Euro falsch angelegt? Wieviel Autofahrer unter Euch gibt es, die ein Modell fahren, welches älter als 9 Jahr ist, mal abgesehen von Young- und Oldtimern?


22.01.2009 08:32    |    variantler

Heute höre ich in den Nachrichten, dass die Prämie bei Jahreswagen nur gelten soll, wenn der Jahreswagen von einem Händler oder Autohersteller gekauft wird.

Was soll denn dieser Blödsinn? Das schließt ja alle aus, die zum Beispiel privat einen Jahreswagen von einem Werksangehörigen kaufen. Etwas unfair oder?


22.01.2009 08:41    |    E36 323i Coupe

@ variantler : ja so siehts aus

 

Heute hört man im Radio auch,daß die Prämie auch dann ausgezahlt wird,wenn man einen Neuwagen least


22.01.2009 08:56    |    variantler

@E 36 323i Coupé:

 

Ja, hört man auch. Soll auch für Leasing gelten.

 

Ist ja auch nur gerecht, die Leute die leasen nicht auszuschließen. Warum aber alle Jahreswagenkäufer ausgfeschlossen werden, die beim Werksangehörigen kaufen ist mir unverständlich.


22.01.2009 10:47    |    Fly3

Finda die Regelung bis jetzt sehr schwammig!

Was muss denn alles Verschrottet werden? Kann ich da einfach meine Rohkarosse hinstellen? Ich hab ein 15 jahre altes fahrzeug was seit 5 jahren auf mich zugelassen ist. Ich will mir nun ein audi a3 jahreswagen kaufen ! Der Händler hatte keine Ahnung....

 

Bekomm ich dann 2500Euro? Von wem ? Und bekomm ich die erst wenn ich den Audi zulasse? D.h. ich muss vorkasse leisten? Weil der Händler meinte ich müsste mich drum kümmern?


22.01.2009 10:59    |    schawen

also ich habe das ganze Prozedere gestern durchgemacht. habe mir einen Corsa D - Black & White Edition (ehemals Limited Edition) mit quasi vollaustattung gekauft.

 

Bei mir ist es so das die 2500EUR auf meine Baranzahlung aufgeschlagen werden. D.h. mein Autohaus legt diese für mich aus und kümert sich anschließend auch um die Formalitäten.


22.01.2009 11:02    |    VectraV6-4ever

Ein paar meiner Gedanken:

 

Ab ca. €15500.- Kaufpreis für einen "Neu"wagen bekommt der Staat die 2500.- über die 19% Mehrwertsteuer schon wieder rein.

In der Preisklasse werden wenige, die eine größeres Auto fahren (das für die Abwrackprämie in Frage kommt) adäquaten Ersatz bekommen.

Der 15 Jahre alte Pasi Kombi wird wohl kaum durch nen Yaris ersetzt werden...

Steuer-/Spritersparnis rechnet sich nicht, da das Kapital für ein neues Auto vorhanden sein muß.

 

Durch Jobunsicherheit etc. sind viele nicht daran interessiert, ein neues Auto zu kaufen...lassen sich die durch die Prämie locken?

 

Was passiert mit den Leuten, die sich eigentlich kein "neues" Auto leisten können, aber nun -gelockt durch die 2500.- - ihren alten aber bezahlten Bock in nen Würfel pressen lassen? Autohausbank-Kredit für die neue Mühle? Dann "worst case" Privatinsolvenz, aber immerhin neues Auto für ne Weile gefahren?

 

Warum macht ein franz. Hersteller schon Werbung mit einer "staatlichen Umweltprämie von EUR 2500.-"?

 

600000 Autos könnten/sollen aus dem Verkehr gezogen werden(€1,5Mrd./€2500)...dadurch verschwinden dann ebensoviele Neuwagen/Jahreswagen vom Hof der Händler...aber sicher nicht die deutschen "Premium" Produkte, sondern eher Kleinstwagen, Chinakracher und "Neuwagen mit Technik von vorgestern", oder? (Nicht, daß es schlecht wäre, plötzlich wieder bei nem Neuwagen die Birnchen selbst wechseln zu können...)

 

Fragen über Fragen...


22.01.2009 11:05    |    DooMMasteR

also hier rund um BS sind die haendler wohl immo etwas ueberfordert mit dem anstrum :)

aber wer weiß wie lange das anhaelt


22.01.2009 12:10    |    streetracer666

Die Automobilhersteller haben in den letzten Jahren nur auf "Halde"

produziert, die sind mit ihrer Firmenpolitik selber Schuld an dieser

Kriese. Jetzt soll die Politik und natürlich der kleine Bürger den

karren aus dem dreck fahren, mit "Umweltprämien"

:rolleyes:  .......... lächerlich .....

Ist die Feistaubplakette der Umwelt dienlich? .... nein!!!

Ist die Überpoduktion von Automobilen der Umwelt dienlich? .... NEIN !!!

Wie kann also der Kauf von solchen dann der Umwelt dienlich sein ???

 

Ich behalte meinen 20 Jahre alten "Altwagen" ....


22.01.2009 12:39    |    FocusAG

Ich verstehe nicht, warum sich manche so aufregen. Da werden irgendwelche Geschichten erzählt von irgendwelchen tollen Autos, die besser sind als alles was es heute zu kaufen gibt und die man jetzt verkaufen muß. So'n Quatsch! Behaltet doch eure Karren. Es betrifft euch nicht!

Eher betrifft es die Leute, die mit alten klapprigen Golf 2, Escort, R19 und sonstwas herumfahren. Die können heute für unter 5000 in den Genuß eines Neuwagens kommen, wofür es vor kurzem vielleicht ein 5 Jahre alten Kleinwagen gab... Und wenn selbst das zuviel ist, dann kann eben kein neues Auto gekauft werden. Ob nun mit oder ohne Prämie.

Wenn das mal kein Anreiz ist!


22.01.2009 17:55    |    Polo 2F-schrauber

Ich hab nen POLO 2f (86c),

bevor ich dieses einfache und zuverlässige auto gegen einen sozusagen modernen "fahrenden PC" umtausche fahre ich lieber weiter mein altes "Schätzchen". Die modernen autos sind unzuverlässiger als die alten, man kann nahezu nichts mehr selber machen. Ständig braucht man einen Tester oder ein Spezialwerkzeug. Warscheinlich wird einem dann auch noch vorgeschlagen irgent so einen Japanischen oder Chinesischen Karren zu fahren oder zu kaufen, nein danke ! Wenn ich jetzt eine Japaner kaufe schade ich doch der deutschen Wirtschaft wir verdienen nix dran, wie blöd muss man eigentlich sein ? Und außerdem ein Auto was zuverlässig fährt und technisch in einem guten zustand ist würde ich niemals verschrotten lassen. Das ist doch logisch ein Auto wird gebaut um einen Menschen von A nach B oder sogar C zu bringen, wenn dieses Auto dies auch nach ca.18 jahren noch zuverlässig erledigt ist es doch völlig blöd dem treuen Kollegen dann den Laufpass in richtung Schrottpresse zu geben oder ? Und ich habe schon so viel an meinem Auto geschraubt und so viel zeit damit verbracht, ich könnte ihn warscheinlich so lange er fährt niemals abgeben !


22.01.2009 18:11    |    meany11

Zitat:

Wenn ich jetzt eine Japaner kaufe schade ich doch der deutschen Wirtschaft wir verdienen nix dran, wie blöd muss man eigentlich sein ?

Auch ein Japaner hat deutsche Teile verbaut. Es verdienen also die deutschen Zulieferer und die deutschen Händler. "Wie blöd muss man eigentlich sein?"


22.01.2009 19:31    |    Christian123

wo gibt es eigentlich einen direkten link zu der abwrackprämien und deren Bedingungen und eine Zusammenfassung auf was man genau achten? Irgendwie ist alles recht schwammig und die neuwagenpreise schwanken bei den Händlernm sehr deutlich:

 

- wo finde ich die genaue verordnung zu dem thema auf der BFA-Seite, das Schreiben, das die Händler bekommen haben?

- muss das altfahrzeug 1 Jahr dauerhaft auf mich zugelassen sein oder zählt auch ein abmelden (Thema Winterauto).

- was ist mit EU-Re Importen / Neufahrzeugen aus den Niederlanden?

- wo erhält man das Antragsformular und wer hat dies selber schon beantragt

- wie lange dauert die gutschrift und wie erfolgt diese

- wie hoch ist das Risiko, dass man die Prämie nicht erhält weil der Topf alle ist und die Finanzierung dran hängt

- was passiert, wenn ich ein neuwagen bestelle, mir 3 monate lieferzeit zugesichert werden es 4 werden und der topf alle ist? Kann ich schon vorher beantragen und mir einen Platz sichern?

- welcher Schrotthändler darf den Verschrottungsbeleg ausstellen. Darf dies jeder?

- was ist mit leasingfahrzeugen, Jahreswagen von Autovermietungen, da soll angeblich noch was bis 27.1. ergänzt werden?

- Wo ist einschränkung bei Jahreswagen. Gilt ein bei FIAT im Ausland zugelassener wagen oder ein Reimportierter beim Händler, der diesen wieder auf sich anmeldet als Prämienrelevant?

 

Wurden diese Fragen irgendwo schon mal auf den Punkt gebarcht diskutiert?

 

Gruß

Chris


22.01.2009 19:37    |    Kurvenräuber124

Diese Prämie ist auf langer Sicht nicht gut für Leute mit geringeren Geldbeutel. Diese 2500 Euro bewirken das der Gebrauchtwagenmarkt steigt. Es wird dann kaum noch Auto für unter 1500 Euro zu bekommen sein. Warum? Weil alle billigen Autos ja verschrottet sind. Ich will es mal nicht hoffen das es mal so weit kommt, da ich immer nur Autos gefahren habe so um die 1000 Euro und die habe ich immer so 2 bis 4 Jahre gefahren. Günstiger kann man nicht fahren. Wenn etwas größeres kaputt geht, schmeiße ich den Wagen weg und kaufe mit ein anderen billigen. Nur mit der trügerischen 2500 Euro Prämie muss man sich bald mit abfinden, dass es keine günstigen Autos mehr gibt.

Ratet mal wieso es nur die Prämie gibt wenn man ein neuen kauft und der alte Wagen muss verschrottet werden. Zum ankurbeln der Automobilindustrie würde es ja ausreichen wenn man nur ein Neuwagen kauft.

Nein es soll ja gleichzeitig der Gebrauchtwagenmarkt gesteigert werden damit der unterschied zum Neuwagen nicht mehr so groß ist und man dann nochmal animiert wird einen neuen zu kaufen.

Am ende Profitieren dabei nur die jenigen, die mehr Geld haben und die die wenig haben sind am ende doppelt gearscht.

Billiger werden die Neuwagen mit dieser Prämie nicht es werden nur die gebrauchten auf langer sicht teurer.


22.01.2009 20:26    |    speedfreakmiche

Ich z.B finde die Prämie Super. Ich lass den Lupo (Bj.1999 221000 Km) verschrotten und kaufe meiner Frau einen neuen Polo !! (9N3 - der wohl ausgereifter ist als das kommende Modell). Einen satten Rabatt kann man im Moment ebenfalls aushandeln, da ja im Mai ein Modellwechsel ansteht. Perfekt!!:cool:


22.01.2009 21:17    |    andyrx

die Abwrackpräime ist sicherlich ein guter Gedanke den Neuwagenverkauf wieder in Gang zu bringen...allerdings sehe ich auch eine negative Kehrseite die ich hier--->KLick zur Diskussion gestellt habe....

 

viele angehende Youngtimer (z.B. der gepflegte Renterwagen) werden verschwinden und geschrottet weil ihr Marktwert halt eben unter 2500.- Euro liegt oder eben die Leute keine Lust haben sich mit dem eventuellen Verkauf rumzuschlagen:confused:

 

mfg Andy


22.01.2009 21:24    |    Polo 2F-schrauber

Bj 1999 verschrotten? Den würd ich lieber verschenken, überleg mal was der mal gekostet hat

Hast du keinen Bezug zu einem Auto.

 

Herzlos ! Ich hasse diese Prämie !!!


22.01.2009 21:26    |    andyrx

nunja ein Klienwagen mit 221.000km ist nicht so einfach zu verkaufen....und dann über 2500.- zu erzielen wird nicht so einfach gelingen...vom verschenken hat er nix denn die 2500.- Euro würde er wohl schon gerne erlösen :o;)

 

mfg Andy


22.01.2009 21:31    |    Polo 2F-schrauber

Wenn ich nicht meinen POLO hätte würde ich ihn für 2000 kaufen.

Je nach zustand

Ich verstehe nicht wie man ein 10 Jahre altes auto was noch fährt verschrotten kann.

Wenn dein PC langsam alt wird, der 1000 € gekostet hat schmeiste ihn ja auch nicht weg oder ?

Nein, du versuchst ihn zuverkaufen !

 

Und außerdem kann sich einer den Straßenverkehr ohne ein paar alte Autos vorstellen ???

 

Das hieße ja POLO 2f = tot

Golf 2 = tot

Golf 3 = tot

Kadett = tot

Corsa a = tot

Lupo = tot

...

 

 

Das wär auf gut deutsch geschrieben SCH...E langweilig !


22.01.2009 21:37    |    DooMMasteR

tja

wir haben uns entschieden unseren Polo 2F weiter zu fahren :)

er verbraucht rund 4,5-5L diesel

und muss noch 6 jahre fahren

es stehen auch keine arbeiten mehr in der lebenszeit an...also bleibt er, denn ein neue wuerde mindestens 7-8t€ kosten, denn es muss ja schon ein auto sein, was weniger rescourssen verschwendet als der alte :)

wenn mein Dad in rente ist, dann muss kein 2. wagen mehr sein und er kommt weg ;)

bis dahin laeuft und laeuft und laeuft er

das auto hatte noch keine unvorhergesehenen macken und dass seit 1991 :)

hat rund 315tkm runter

beide zahnrimen und der keilriemen sind neu

alle 4 daempfer sind top

er verliert und vebraucht fast kein oel

alle gluehkerzen mal vorsichtshalber getauscht

oel bekommt er eh nur alle 30tkm frisch (soll sind 10 oder 15)

und außer einem unfallschaden ist er rostfrei (ist schon behoben)

warum sollte er weg?


23.01.2009 00:32    |    Strukki

hallo_spencer hat geschrieben:

Diese Prämie ist auf langer Sicht nicht gut für Leute mit geringeren Geldbeutel. Diese 2500 Euro bewirken das der Gebrauchtwagenmarkt steigt. Es wird dann kaum noch Auto für unter 1500 Euro zu bekommen sein. Warum? Weil alle billigen Autos ja verschrottet sind. Ich will es mal nicht hoffen das es mal so weit kommt, da ich immer nur Autos gefahren habe so um die 1000 Euro und die habe ich immer so 2 bis 4 Jahre gefahren. Günstiger kann man nicht fahren. Wenn etwas größeres kaputt geht, schmeiße ich den Wagen weg und kaufe mit ein anderen billigen. Nur mit der trügerischen 2500 Euro Prämie muss man sich bald mit abfinden, dass es keine günstigen Autos mehr gibt.

 

Das missfällt mir auch an der Aktion und es gibt einen weiteren Grund, warum es bald schwieriger werden könnte, billige Gebrauchtwagen (die ich auch liebe) zu finden, das Thema haben wir in einem anderen Thread ausgiebig behandelt :

Durch die Umweltzonen werden viele bisherige Besitzer alter Dieselfahrzeuge oder Benziner ohne G-Kat einen günstigen Benziner mit grüner Plakette suchen.

 

Ignorieren können die Verschrottungsprämie eigentlich nur zwei Gruppen:

1. Die, die sich beim besten Willen keinen Neuwagen leisten können.

2. Die, die relativ gut verdienen und nicht jeden Cent umdrehen müssen und trotzdem aus Überzeugung ihr altes Auto nicht hergeben möchten.


23.01.2009 00:43    |    andyrx

unseren fast20 Jahre alten Mazda 323BG habe ich gerade durch den TüV ohne jeden Mangel gebracht....ich hab auch schon mal überlegt den zu ersetzen und gedacht kauft deiner Frau mal was neues....aber es wäre einfach zu schade drum und als Winterauto mit gerade mal 4000km per anno auch wenig logisch...denn ein Neuwagen hat in 2 Jahren schon mehr Wertverlust durch blosses rumstehen produziert als die Verschrottungsprämie ausmacht;)

 

mfg Andy



23.01.2009 00:44    |    DooMMasteR

2. Gruppe

immerhin kostet der Polo 400€ steuer im jahr

aber 2011 sinken die steuern wieder ;) auf 382€ (habe gerade bemerkt, dass im Steuerrechner die neuen Preise ab 2011 drinnen sind

und er bekommt nichtmal e rote plakette

aber hier bei uns gibt es keine Umweltzonen

und wenn es in die Zonen geht (Hannover/Berlin)

dann muss der golf v variant bm herhalten der ist "gruen" und hat nen DPF (was aus meiner sich schwachsinn und wahnsinn ist :()


23.01.2009 07:59    |    E36 323i Coupe

DooMMasteR hat geschrieben:

 

"und muss noch 6 jahre fahren

es stehen auch keine arbeiten mehr in der lebenszeit an...also bleibt er"

 

wie kannst du dir bei einem 18jahren alten Auto mit 315TKm sicher sein,daß in den nächsten 6 Jahren keine Arbeiten anfallen werden?


23.01.2009 09:12    |    Omega-OBA

Nun, entgegen meinen ersten Erwartungen, scheint die Propagandaaktion aus Berlin doch Früchte zu tragen und es bilden sich endlose Schlangen vor den Händlerschreibtischen. Die Höfe und Stellplätze der Händler leeren sich und in meiner Nachbarschaft sind in der letzten Woche doch zwei neue Kleinwagen aufgetaucht. Einer hat seinen alten Mondeo Turnier gegen einen Nissan Hochbock (Note oder so) getauscht. Und ein durch und durch alter Rostpolo hat den Platz für einen Fabia freigemacht. Beides nicht in D produziert, aber Frau Merkel hat die Prämie durch MWSt.-Einnahmen wieder drin, und das ist gut so.

Somit bestätigt wieder das alte Prinzip mit der WUrst vor der Nase.

Man biete ein wenig Geld nach dem Windhundprinzip an und schon rennen alle los, damit sie ja in den Genuß dieser Subvention gelangen. Eine Freundin meiner Frau konnte ich jedoch gerade noch von einer Fehlentscheidung abhalten - gerade Scheidung hinter sich und Kind am Bein, Job ohne großes Einkommen (Hungerlohn) und eh schon Schulden ohne Ende - die wollte jetzt auch zuschlagen und über Finanzierung ihren alten Fiesta gegen einen Citroen eintauschen, was finanzieller Selbstmord auf Raten gewesen wäre. Der Fiesta ist sicher kein Schmuckstück, voller Beulen und ein paar Macken, hat aber noch gut 1 Jahr TÜV und noch gute Sommer und Winterreifen. ALso keine argen Bedenklichkeiten. Umweltzone ist auch nicht zu beachten, also alles klar. Aber sie wollte unbedingt ein neues Auto, weil man sich doch die 2500€ nicht entgehen lassen kann, der Staat gibt einem ja sonst schon nichts, also wenigsten hier zuschlagen. Ich habe lange gebraucht, bis sie kapiert hat, was da an Mehrbelastungen kommt: Höhere Versicherungsprämie(Kasko!), regelmäßige Inspektionen, neue Winterreifen und eventuell sogar höherer Spritverbrauch - da nun größerer Motor 1.4er. Das bischen Steuerersparnis gleicht das nicht aus. Dafürer kam dann: Aber die 2500€, die gleichen das aus!

Schließlich hat sie aber dann doch eingesehen, dass bei dieser Abwrak-"Laola" zur Zeit eher geringer Handlungsspielraum auf weitere Nachlässe zu erwarten sind. Ich riet ihr, lieber etwas Geld anzusparen, die schon vorhandenen Schulden abzustottern und dann mit mehr Flexibilität in einem Jahr eine solche Aktion anzugehen. Eventuell ist sie bis dahin auch wieder unter der Haube und das Problem hat sich dann von alleine erledigt.

Ich hoffe nur, dass sich nicht so viele Bürger beim Autokauf überschulden, denn das wäre eine hohe moralische Last für diejenigen, die das bewußt in Berlin so ausgelöst haben.

Amen.


23.01.2009 09:32    |    murat85

Das fahrzeug muss mindeestens 1 jahr auf den jenigen der das Fahrzeug Abwrackt ( fahrzeug halter) angemeldet sein!!! Und natürlich muss das Auto auch mindestens 9 JAhre alt sein.

Alles trotzdem oberverarsche weil die Autohändler das geld vom vaterstaat ehe wieder bekommen.Warscheinlich gibts dann auch keine prozente die man aushandeln könne oder ganz gerige. Super man versucht hier verzweifelt die automobilindustrie wieder anzukurbeln nur auf wessen kosten? Natürlich auf die der Bürger was den sonst.

WIR SIND DEUTSCHLAND


23.01.2009 09:52    |    hungryeinstein

Vielleicht sollte ich mir wünschen, dass die Prämie ein voller Erfolg wird. Wenn tatsächlich günstige Gebrauchtfahrzeuge verschwinden, kann ich meinen vielleicht zu einem sehr guten Preis in ein, zwei Jahren verkaufen. Bis dahin haben sich die Neuwagenpreise sicherlich stabilisiert, denn ein Händler hat mir "verraten" (als wenn es ein großes Geheimnis wäre), dass der Preis schon gegen die Abwrackprämie gerechnet wird. Trifft also generell jeden, denn der Händler weiß ja nicht unbedingt, ob es einen entsprechenden Altwagen gibt. Die "Dümmsten" wären aber die, welche die Prämie auch noch über ihren Händler anfordern.

 

Also warte ich und mache ein tolles Geschäft wie damals, als nach der Wende alle wie verrückt Westautos suchten und ich meinen Altwagen vergolden konnte.

 

Und da ich mir wieder einen Kleinwagen wünsche profitiere ich auch hier, denn alle für mich interessanten Fahrzeuge (Polo, Fiesta, Colt, Jazz) sind dann auch schon von ihren Kinderkrankheiten befreit.Schließlich sind die erst frisch auf dem Markt bzw. kommen dieses Jahr.

 

Meine Meinung: Wer jetzt kauft ist selber schuld.


23.01.2009 11:47    |    DooMMasteR

Zitat:

Original geschrieben von E36 323i Coupe

wie kannst du dir bei einem 18jahren alten Auto mit 315TKm sicher sein,daß in den nächsten 6 Jahren keine Arbeiten anfallen werden?

naja, sicher kann man sich nicht sein, aber wenn er kaput geht hat man eh kein wahl

jedoch gibts es bisher keinen anlass davon auszugehen, dass er innerhalb der naechsten 6 Jahre kaputt geht (von selbst)

ob das auto 100 oder 300tkm drauf hat, macht keinen unterschied

solange er immer venuenftig gewartet wurde und keine anzeichen von alterung zeigt (der motor iat in super verfassung)

denn alterungserscheinungen von anderen motoren sind bisher nicht aufgetreten

kein lagersiel

kein ventilspiel

bisher einfach nichts

es gab imer nur 2 neue zahnriemen und die pumpe wurde 2000 neu eingestellt, dass war es

wenn es zu einem unfall o.Ä. kommt, dann ist natuerlich feierabend und es muss ein neuer alter sein :), dann vermutlich ein gebrauchter Polo BM, aber der hat selbst vom Jahreswagen zum 2 Jahres Wagen mehr als 2500€ wertverlust, also abwarten :)


23.01.2009 11:53    |    go_modem_go

Ein Auto besteht aus wesentlich mehr als nur dem Motor: Achsen mit zig Gummibuchsen, Getriebe, Heizung, Lenkung und massenhaft elektrische Bauteile (ja, auch in einem 18 Jährigem BMW).

 

Und da macht es schon einen gehörigen Unterscheid ob der Bock 100tkm oder 300tkm gelaufen ist. Natürlich kann ein Auto bei 100km in der Stadt mehr verschlissen sein als ein gepflegter Wagen bei 300tkm auf Tempolimiteirten Autobahnen.

 

Wer aber denkt, er könnte einen fast 20-Jährigen 300tkm Wagen noch 6 Jahre ohne grössere Reperaturaufwände weiterfahren, handelt hochgradig naiv... ;)

 

PS: Auch ich habe schon Autos bis über 500tkm gefahren. Aber man muss bereit sein, die eine oder andere grössere Baugruppe zu ersetzen, und kleinere Komfort-Defekte entweder zu ignorieren, oder selbst zu beheben.

 

Den Ärger hat man mit einem Neuwagen nicht, da beschränkt sich der Aufwand normalerweise auf Verschleißteile. Von den Gesamtkosten her ist aber ein älter Luxus-Wagen meist immer noch billiger als ein neuer Kleinwagen (würde mir deswegen eben nie so einen neuen Stadtfloh oder etwas Golfähnliches kaufen - lieber ein 4-8 Jahre alte Luxuscoupé das mal knapp über 90.000 DM kostete :D)


23.01.2009 12:22    |    DooMMasteR

naja

er hat erst im Dezember TÜV ohne maengel bekommen

und wie schon gesagt wurde er immer gut gewartet :)

Bremsen sind voll in ordnung (bremsschlaeuche vor 2 jahren neu)

was soll daran naiv sein mit einem 18jahre altem auto das technisch einwandfrei ist, zu fahren

wir hatten auch schon autos die weit ueber 30waren und einwandfrei fuhren, aber deutlich mehr aufmerksamkeit erforderten als der Polo

 

und komfort:

er hat licht im innenraum

ne heizung

scheibenwischer

und nen heckscheibenwischer

ne heckscheibenheizung

nen radio....

das war es

alles funktioniert einwandfrei (das radio wurde mal gestohlen)

 

tja, da muss man von vornherein auf vieles verzichten, aber was er hat funktioniert seit 18Jahren


23.01.2009 12:42    |    Cosworth

Wenn ich rechne, was mich ein Neuwagen an Wertverlust kostet, zusätzlich noch die Wartungskosten um den Garantieanspruch aufrecht zu erhalten, dann kann ich meinen 18 jährigen "Altwagen" vergolden lassen und habe zusätzlich noch genug übrig für eventuelle Reparaturen. Auf den 90.000 Kilometern die ich das Auto fahre war ausser Verschleißteilen nichts defekt (jetziger KM Stand 273.000) Die Verschleißteile waren immer noch billiger als die Kosten welche für reguläre Kundendienste eines Neuwagen angefallen wären. Rechne ich den gesparten Wertverlust, könnte ich mir Ersatzteile für die nächsten 20 Jahre davon kaufen.

Selbst wenn ein Fahrzeug im Alter ein paar größere Reparaturen benötigen sollte, rechnet sich das von der Kostenseite gegenüber einem Neuwagen in den allermeisten Fällen, vor allem wenn man einiges selber machen kann.

Vom Komfort und der Sicherheit reden wir hier jetzt mal nicht.


23.01.2009 12:56    |    hajo.b

Unzweifelhaft, dass ein technisch funktionierendes, altes Auto die wirtschaftlichste Variante ist, Auto zu fahren. Genauso ist der Neuwagen die Unwirtschaftlichste (Wertverlust beim ersten Umdrehen des Zündschlüssels :D).

 

Fakt ist aber auch, dass neuere Autos mehr Komfort haben und evtl. auch mehr passive Sicherheit bieten. Zusätzlich haben Viele in ein neueres Auto mehr Vertrauen in Bezug auf die Zuverlässigkeit und wollen sich mit kleinen Zipperlein nicht rumschlagen müssen. Auto muss fahren und das jeden Tag. Außerdem ist die Beziehung zu einem Auto für den Deutschen oft eine sehr emotionale Angelegenheit (Boah, was für eine geile Karre). Ein Neuwagen macht eben vielen auch Freude. Unzeifelhaft zahlt man dafür einen hohen Preis und die wenigsten machen sich das bewusst, weil sie garnicht wissen, was sie ihr Auto auf 100km kostet und was es bei einem 16 Jahre alten Auto kosten könnte.

 

Fazit: Jedem das Seine!

 

Gruß

Hajo


23.01.2009 13:13    |    Cosworth

Achja, das hab ich noch vergessen, gerade weil ich mich nicht mit kleinen Zipperlein rumschlagen will, fahre ich ein altes Auto. Der damalige E46 meines Chefs (neu gekauft und dann 170.000km gefahren) war pro Jahr mindestens 5-6 mal ausserplanmäßig in der Werkstatt um irgendwelche Zipperlein zu beheben, wie z.B. Türschlösser die einen nicht ins Auto lassen, Fenster die sich beim geparkten Auto nachts einfach öffnen, eine Klimaanlage welche sich nicht mehr abschalten lässt obwohl der Zündschlüssel abgezogen ist, eine Heizung die nicht heizt, eine gerissene Hinterachsaufnahme, mehrfach! defekte Querlenker an der Vorderachse, eine chronisch leere Batterie wenn man mal ein paar Tage nicht gefahren ist, sich ablösende Teile vom Innenhimmel oder der Verkleidung und noch einiges mehr. Bei solchen Mängeln hätte ich meinen Altwagen schon lange verschrottet :) Jetzt hat er einen (ebenfalls neuen) Audi A5 und da mußte auch schon einiges nachgebessert werden.....

Ein Kumpel mit seinem Passat 2.5TDI hatte in einem Jahr Reparaturkosten von 10.000 Euro (Veranschlagte Preise von VW), gut das Auto hatt auch schon 130.000km drauf und war immerhin 5 Jahre alt. Da hatten wir dann defekte Nockenwellen, kurz davor war einiges an der Einspritzanlage defekt, Radaufhängung vorne (ebenso unterdimensionierte Billigbauteile wie beim BMW E46) im Eimer und weitere nicht ganz billige Kleinigkeiten. Solange der Neue Garantie hat, ist man vor den finanziellen Folgen geschützt, aber der Ärger und Aufwand bleibt.


23.01.2009 13:47    |    jameshammett

Mal eine doch halbwegs ernst gemeinte Frage.

 

Mein Fiesta ist Bj. 1993 und somit auch ein Kandidat für die Prämie.

Bekomme ich die auch, wenn ich mir ein Quad kaufe?

 

Hat ja auch 4 Räder und wird steuerlich glaube ich genauso behandelt wie ein Auto.


23.01.2009 14:00    |    go_modem_go

Ein Quad ist Zulassungstechnisch & Steuertechnisch kein Auto, sondern ein 4-rädriges Kfz zur Personenbeförderung (VKP) - bis max 20PS.

 

Das ist eine neue EU Zulassungskategorie.

 

Um das 20PS EU-Limit der VKP Klasse zu umgehen, laufen die meisten Quads in Deutschland aber als Zugmaschine (Land oder forstwirtschaftliche Zugmaschine/Ackerschlepper, mit einer AHK). Manchmal Hubraumsteuer wie Autos, je nach Finanzamt - da wird unterschiedlich gehandhabt.

 

Frag bei der Zulassungstelle nach, ich denke da gibt es keinen müden cent für - denn die gemeingefährlichen Kisten kommen sowieso zu fast 100% aus China, Taiwan oder Japan (ein paar Wenige aus Kanada / USA).


23.01.2009 14:15    |    jameshammett

Na ja versuchen kann man es ja mal;)


23.01.2009 15:11    |    Audi-Sauger

das ist meiner meinung doch alles ein abgemachtes spiel du machst keinen gewinn dadurch as mann sein alte auto verschrotten lässt es dient ja nur um zu locken das mann sich neue autos anschafft aber wer hat heute noch viel geld übrig für neue autos keiner .....


23.01.2009 16:59    |    Knackfuss

Hier mal eine Prognose über den Effekt der Abwrackprämie:

 

"Die Verschrottungsprämie in Höhe von 2500 Euro für ein mindestens neun Jahre altes Auto könnte in diesem Jahr zu 200 000 mehr Neuzulassungen führen. Dazu kämen etwa 60 000 Jahreswagen, deren Kauf ebenfalls durch die Abwrackprämie gefördert wird.

 

Zu dieser Einschätzung gelangt das Essener Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Polk. Die deutschen Hersteller würden davon aber wenig stark profitieren als die Importeure, so die Analysten.

 

Die Pkw-Produktion in Deutschland werde durch die Verschrottungsprämie nur geringfügig unterstützt. Da die deutschen Hersteller ihre kleineren und preiswerteren Fahrzeuge tendenziell häufiger im Ausland bauen lassen, profitieren diese Fertigungsstätten stärker als die in Deutschland, meint Polk. Die Essener Marktforscher gehen von zusätzlichen 45 000 Pkw aus deutschen Werken aus. Ohnehin würden die Importeure mit einem Zuwachs von elf Prozent stärkeren Nutzen von der Maßnahme haben als die heimischen Hersteller mit einem Plus von durchschnittlich fünf Prozent."

 

Quelle: www.kfz.net


23.01.2009 17:05    |    Polo 2F-schrauber

22.01.2009 21:37 | DooMMasteR

 

tja

 

wir haben uns entschieden unseren Polo 2F weiter zu fahren

 

er verbraucht rund 4,5-5L diesel

 

und muss noch 6 jahre fahren

 

es stehen auch keine arbeiten mehr in der lebenszeit an...also bleibt er, denn ein neue wuerde mindestens 7-8t€ kosten, denn es muss ja schon ein auto sein, was weniger rescourssen verschwendet als der alte

 

wenn mein Dad in rente ist, dann muss kein 2. wagen mehr sein und er kommt weg

 

bis dahin laeuft und laeuft und laeuft er

 

das auto hatte noch keine unvorhergesehenen macken und dass seit 1991

 

hat rund 315tkm runter

 

beide zahnrimen und der keilriemen sind neu

 

alle 4 daempfer sind top

 

er verliert und vebraucht fast kein oel

 

alle gluehkerzen mal vorsichtshalber getauscht

 

oel bekommt er eh nur alle 30tkm frisch (soll sind 10 oder 15)

 

und außer einem unfallschaden ist er rostfrei (ist schon behoben)

 

warum sollte er weg?

 

 

DANKE !!! Absolut richtig, so ein treues Autochen, HERRLICH. :-)


23.01.2009 17:07    |    go_modem_go

MIST

 

Unser Xantia Zweitwagen hat Erstzulassung 07.06.2000.... Also ganz knapp verfehlt (oder weiß jemand, ob wir im Juni dann zuschlagen könnten - falls das Kontigent noch besteht?).

 

Der Bock steht sowie schon seit 5 Monaten angemeldet in der Gegend rum weil die Lenkgestängebefestigung nach Unfall kaputt ist...

 

Einen nagelneuen Fiat Panda 1.1 8V Activ eco-plus gäbe es zur Zeit für €5000.-


23.01.2009 17:50    |    intelinside

würde den 12 Jahre alten Golf3 meiner Freundin nie im Leben verschrotten lassen. Der sieht aus wie frisch aus dem Werk!!!! Es ist alles ok und nichts kaputt... würde ich nie übers Herz bringen diese Auto pressen zu lassen... Er ist ein Teil von UNS geworden... in ihm haben wir uns kennengelernt ... usw..erster kuß... neeee...nie im leben...der wird gepfelgt und gehegt... der Gute****


Deine Antwort auf "2500 Euro Abwrackprämie - jetzt verschrotten?"