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14.01.2009 10:38    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (996)    |   Stichworte: Abwrackprämie, Umfrage, Umweltprämie, Verschrottungsprämie

2500 Euro Abwrackprämie - jetzt verschrotten?

Gestern Nacht konnte sich die SPD mit der Abwrackprämie, auch als Verschrottungsprämie bekannt, durchsetzen. Um als Autofahrer in den Genuss dieser Prämie von 2.500 Euro zu kommen, muss man sein mindestens 9 Jahre altes Auto, welches wenigstens 1 Jahr auf einen zugelassen ist, stilllegen und einen Neu- oder Jahreswagen kaufen. Diese Prämie soll jedoch nur bis Ende dieses Jahres gewährt werden.

 

Ziel dieser Aktion ist es unter anderem den Absatz von Neuwagen anzukurbeln und damit der deutschen Automobilindustrie unter die Arme zu greifen. Diese „Umweltprämie" soll auch als Beitrag zum Umwelt- bzw. Klimaschutz verstanden werden.

 

Wie sinnvoll ist nun diese Prämie wirklich? Ist sie Anreiz genug, um das alte geliebte Auto zu verschrotten und sich einen Neuwagen zu kaufen? Hilft es der Umwelt und der Automobilindustrie wirklich, oder sind die dafür geplanten 1,5 Milliarden Euro falsch angelegt? Wieviel Autofahrer unter Euch gibt es, die ein Modell fahren, welches älter als 9 Jahr ist, mal abgesehen von Young- und Oldtimern?


20.01.2009 08:43    |    Tom0861

@ juxkopfhero

 

rufe doch mal die Hotline vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ( 06196 908-470 ) an. Die ist extra für Fragen zur Umweltprämie eingerichtet worden.


20.01.2009 09:22    |    juxkopfhero

@ Tom0861

tja, soweit war ich auch schon, nur da ist ständig belegt ... aber danke!


20.01.2009 09:22    |    blausteiner

morgen zusammen,

 

mich würde mal interessieren, wie diese aktion so läuft (wieviel personen die abwrackprämie schon beansprucht haben).

weiß da jemand bescheid, oder bekommt man es evtl. über diese hotline raus?


20.01.2009 10:19    |    191277

Die "Hotline" war gestern schon den ganzen Tag "besetzt". Ich denke entweder sind die Leitungen überlastet oder die haben selbst keine Ahnung was sie sagen sollen, weshalb sie selbst die Leitungen gekappt haben.

 

Es ist doch so, momentan weiß niemand wie aktuell die Prämie ist und besonders nicht wie das Prozedere läuft. Ich wollte heute eigentlich einen Kaufvertrag abschließen ... das lass ich erstmal schön sein, bis ich schriftlich habe wie ich die Prämie bekomme.

 

Edit: Das Wort Antragsberechtigter stört mich auch. Was ist denn, wenn mein Antrag abgelehnt wird, nachdem mein Auto in der Presse gelandet ist ... ??

 

Übrigens reicht die Prämie nicht für 600.000 Autos, da die Verwaltungskosten durch die 1,5 Mrd auch abgedeckt werden müssen.


20.01.2009 12:40    |    Cosworth

Mein Sierra ist gerade doch erst 18 Jahre alt und hat gerade mal 273.000km runter, warum soll ich den gegen ein teures, mit extremen Wertverlust behafteten Neuwagen eintauschen? Ausserdem brauche ich ein zuverlässiges Auto ohne andauernde Macken, auch wenn es nur nervige Kleinigkeiten sind.


20.01.2009 13:00    |    seerose

also ich habe mir gestern ein neues Auto bestellt, einen Dacia Logan Mcv 1,6 MPI 64 kw und da wurde die Abwrackprämie direkt beim Kaufvertrag abgezogen.

Meinen alten Chrysler Voyager (Baujahr 1991 Automatik, jetzt mit Getriebeschaden und noch so einiges defekt wäre eine 3.000 Euro Reparatur fällig gewesen) muss ich dann zu dem Händler bringen, der erledigt alles für mich.

Bei der Versicherung muss man eine Doppelkarte mit EVB Nummer besorgen, die bringt man dann mit, wenn das neue Auto da ist, dann wird die Abmeldung des alten und die Neuanmeldung des Neuen, alles vom Händler erledigt. So einfach geht das. Also bezahle ich statt 11.150 Euro plus Überführungskosten 785 Euro jetzt noch 9.435 Euro (bar) für den Dacia. Die Überführungskosten fand ich aber ziemlich happig.


20.01.2009 14:22    |    brauner

Habe einen Polo für 11990€ bestellt - Liefertermin Mitte Februar !!!!:mad:

 

 

Ist wohl im Februar noch genug Geld zum verteilen oder wird dann wohl bereits alles weg sein ?:confused:

Wer denkt auch so und hat ein wenig Panik ?:rolleyes:


20.01.2009 14:36    |    V64Motion

Hallo,

 

alles in allem ein Fehlgriff:

1. Gefördert werden überwiegend nicht in Deutschland produzierte Fahrzeuge.

2. Jahres- und junge Gebrauchtwagen werden auf einen Schlag um 2500 Euro entwertet (Die der Staat beim Neuwagen ja entgegenkommt, das ist eine Quasi-Enteignung für die Leute, die letztes Jahr ein Auto bar gekauft haben und tut gerade bei Autos um oder unter 20-25K richtig weh!).

3. Die strukturellen Probleme der Autoindustrie bleiben bestehen: Überkapazitäten (weltweit), jahrelang verfehlte Modellpolitik.

 

Viel effektiver: KFZ Steuer entfällt komplett, wird auf Treibstoffpreise umgeschlagen, bestehen bleibt nur eine schmerzhafte Strafsteuer für echte Dreckschleudern, zudem eine Autobahngebühr für alle, insbesondere für unsere lieben Nachbarn. Als Berechnungsgrundlage könnte man ja das österreichische Pickerl nehmen und auf die deutschen Streckenkilometer hochrechnen.

Ausserdem muss man die Automobilhersteller anhalten, die Fahrzeuge wieder zu vernünftigen Preisen anzubieten (schaut nur mal den Durchschnittsrabatt beim Neuwagenkauf an).

 

Gruß

 

Nicco


20.01.2009 16:21    |    knolfi

Gilt die Abwrackprämie eigentlich auch für gewerblich genutzte Neufahrzeuge (Dienstwagen, Handwerkerautos, etc.)?

 

Bin am überlegen unseren 25 Jahre alten VW Caddy I in die Presse zu geben und statt dessen einen VW Golf VI 2.0 TDI mit DPF als Poolfzg. für meine Mitarbeiter zu leasen. Denn 2.500€ ist der alte rostige Caddy real nicht mehr wert.


20.01.2009 17:04    |    Timmee

1. Ich mag meinen Omega, hab viel Zeit hinein investiert, und so lange er nicht einem Totalschaden zum Opfer fällt werde ich ihn behalten.

2. Wenn ich den Wagen verkaufen würde, würde ich mehr Geld dafür bekommen.

3. Wer gibt mir die restlichen 37500€ für ein neues Auto?

4. Selbst wenn ich mir innerhalb der nächsten 2 Jahre einen Neu- oder Jahreswagen kaufe, behalte ich den jetzigen Wagen trotzdem. Unter anderem siehe Punkt 1. ...


20.01.2009 17:30    |    deville73

@seerose:

Glückwunsch. Das klingt ja prima :)

Wann ist Dein Dacia denn da? Die Lieferfrist grad für dieses Modell würd mich ja mal interessieren...

 

Die Überführungskosten hätten sie Dir allerdings doch als "Restwert" für den Voyager erlassen können, meine ich.


20.01.2009 17:33    |    FalscherProphet

Zitat:

 

Gilt die Abwrackprämie eigentlich auch für gewerblich genutzte Neufahrzeuge (Dienstwagen, Handwerkerautos, etc.)?

 

 

 

Bin am überlegen unseren 25 Jahre alten VW Caddy I in die Presse zu geben und statt dessen einen VW Golf VI 2.0 TDI mit DPF als Poolfzg. für meine Mitarbeiter zu leasen. Denn 2.500€ ist der alte rostige Caddy real nicht mehr wert.

Nein gilt nur für natürliche Personen!


20.01.2009 17:43    |    hungryeinstein

Abwrackprämie ist vorn Arsch.

 

Um es vorweg zu nehmen: Ich habe einen fast 11 Jahre alten Wagen, der fast nichts mehr wert ist. Ich habe auch das Geld um mir sofort einen Neuwagen zu kaufen.

Also die idealen Voraussetzungen. Von Neid kann hier also keine Rede sein.

 

Aber: Mein Wagen funktioniert einwandfrei und erfüllt Euro IV. Kaum Elektronikschrott, deshalb extrem zuverlässig (noch nie ein Ausfall) . Die wenigen Reparaturen unterbieten Wertverlust und Wartung des Neuen bei Weitem. Mit der alten Karre fahr ich mich reich.

 

Umwelt hat eh nichts davon. Die werden den Wagen irgendwo auf der Welt wieder zulassen, verschrottet wird der 100% nicht. Schließlich lässt sich mit dem Wagen leicht und schnell Geld machen.

 

Wer wirklich einen wertlosen und auch defekten Altwagen hat und dazu das Geld einen Wagen bar zu bezahlen, der soll seinen Gewinn daraus ziehen.

 

Alle Anderen können sich gerne weiter verarschen lassen.

 

Also viel Spaß noch...:)


20.01.2009 18:16    |    hajo.b

Also ich bin auch der typische Kunde für die Prämie

  • Der Zweitwagen Audi 80 B4 ist 16 Jahre alt und nix mehr wert (<800€), TÜV steht bald an und demnächst stehen aufwändige Reparaturen an (Auspuff, Wärmetauscher, Hinterachse), müsste ich machen lassen, weil selber keine Zeit / Möglichkeit
  • Da nur Zweitwagen (A6 steht nebendran), reicht als Ersatz eine Knutschkugel (also Yaris 1.33 VTT-i oder sowas), natürlich als EU-Import von deutschem EU Import Händler, falls der Deutsche Toyota Händler den Preis von ca. 13.000,- nicht unterbieten kann.
  • Also bekommt man einen Neuwagen mit <120g Co2 für 10.500,-, hat alle technischen Rafinessen der heutigen Zeit, die das Leben angenehmer machen
  • Risiko 1: man bekommt keine Kohle mehr aus dem Topf
  • Risiko 2: FDP blockiert im Bundesrat ... mal sehen ob das wirklich keine Landesangelegenheit ist ... aber da haben wir mitte Februar dann ja Klahrheit
  • finanziell gesehen fahre ich mit einem Neuwagen teurer (ct/km), als wenn ich die alte Karre noch mal für 1000,-€ durch den TÜV prügele
  • Ein neuer Wagen hat mehr Komfort und mehr passive Sicherheit (ESP, Seiten und Window-Airbag), was ich mir gerne etwas kosten lassen will.
  • Umweltpolitisch ist die Prämie eine Sünde, weil Ressourcen sinnlos vernichtet werden. Aber das gesamte Wirtschaftswachstum und unser Wohlstand basiert auf der Vernichtung von Resourcen
  • Die Abwrackprämie ist gesellschaftspolitisch ein Skandal. Der Wohlstand der letzten 30 Jahre wurde auf Kosten meiner Kinder finanziert. Ein neues Auto vom Staat subventioniert, geht ebenfalls auf Kosten der nächsten Generation.

 

Als verantwortlicher Staatsbürger muss man das eigentlich ablehnen, Automobilindustrie hin oder her. Wenn das Benzin alle ist, kann unsere Regierung die Autoindustrie auch nicht retten.

 

Hajo

 

PS: Wäre interessant, wenn es einen Online-Zähler geben würde, wo man sehen kann, wieviele Anträge schon eingegangen sind.


20.01.2009 20:17    |    TheBrainKP

1.

 

Hab mir mal so meine Gedanken gemacht zu der Frage wie das dann jetzt mit den Totalschadenabrechnungen laufen soll. Es is doch so dass die Versicherung den restwert gar nicht automatisch auf 2500 € festlegen kann, weil das Geld ja mit best. Bedingungen verbunden ist und mir die versicherung im Schadensfall ja nicht vorschreiben kann was ich mir für ein neues Auto zu kaufen habe oder ??

 

2.

 

An alle die jetzt wieder behaupten dass die Prämie eh nix bringt weil ja die bösen Händler die 2500 € wieder auf den Kaufpreis draufschlagen werden...

 

ja lasst euch halt nicht verarschen, ihr müsst schon selber im Verkausgespräch nen angemessenen Preis aushandeln oder soll Vater Staat jedem nen Beamten mitschicken der beim Preis aushandeln hilft ?? Ausserdem muss ja niemand dem Händler auf die Nase binden welchen Wagen er aktuelll noch fährt ;)

 

 

Ich jedenfalls find 2500 € nen Haufen Geld, obwohl ich das Angebot höchstwahrscheinlich auch nicht nutzen werde, weil man mit nem alten doch auch vorteile hat ( kein Wertverlust, keine Vollkasko nötig, auf jedem Schrottplatz ausreichend Ersatzteile ... )


20.01.2009 20:35    |    audi_hdh

Mein auto ist ez: 28-1-2000 !

Hab ich damit keine chance mehr, diese Prämie zu erhalten?

Bei der Hotline kommt man nie durch!!

Somit keine Ahnung wie das ablaufen wird!

Gibt es Sonderregelungen ?ß


20.01.2009 20:51    |    beniras77

Was ist jetzt eigentlich die genaue Definition von einem Jahreswagen, um an die Verschrottungsprämie zu gelangen?

Das Fahrzeug darf so glaube ich nur einmal zugelassen sein und das auch nur auf einem Händler - oder? Kann man bei jedem Händler kaufen oder gibt es auch da Kriterien, die nur bestimmte Händler erfüllen ? Ist ein Privatkauf wirklich nicht möglich?

 

So definiert das BAFA einen Jahreswagen."Jahreswagen ist ein Pkw, der längstens ein Jahr auf einen in Deutschland niedergelassenen Kfz-Händler oder Kfz-Hersteller zugelassen war."

 

 

Danke und Gruß


20.01.2009 22:00    |    chrizzzp

Mal noch 'ne Frage zum vermutlichen Prozedere. Beim BAFA steht ja:

 

> 9. Verfahren

> Antragsberechtigter ist der Erwerber des Neufahrzeugs. Dieser kann mit der Beantragung auch den Händler beauftragen.

> Der Antrag wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) entgegengenommen, bearbeitet und beschieden.

 

'Erwerber des Neufahrzeugs': Wenn ich jetzt einen Neuwagen kaufen will (also mein Name im Kaufvertrag erscheint), den aber auf ein Mitglied meiner Familie zulassen will, auf das auch mein altes Auto zugelassen war, kann ich dann trotzdem die Prämie beantragen? Oder muß das neue Auto auch vom eingetragenen Halter gekauft werden? Ob das überhaupt von Interesse ist, welche Person das Auto gekauft hat? Die wollen doch sicher keinen Kaufvertrag sehen, oder?


20.01.2009 23:54    |    deville73

Ist denn irgendwo geregelt, wie lange der Neuwagen im Besitz des begünstigten Altwagenverschrotters bleiben muss?

Im Falle des Familienwagens könnte der ansonsten ja am nächsten Tag umgemeldet werden....

 

Echt, diese "Verordnung" ist in meinen Augen eher eine "Verunordnung".

Da ist NIX zuende gedacht worden, sondern irgendwas in Torschlusspanik zusammenschustert worden.

 

Trotzdem freue ich mich für alle diejenigen, die davon profitieren können und wollen. Ich bin mit meinem Auto glücklich zur Zeit. :)


21.01.2009 00:09    |    seerose

@deville73

also angesagt ist der 20. März, kann aber auch länger dauern, da ich dem Wagem in feuerrot haben möchte. Sieht echt toll aus. Tja, leider war da nix mehr zu machen, mit der Überführungsgebühr, obwohl mein Voyager echt toll aussieht, neue Batterie hat, tiefer gelegt und super tolle breite Reifen, jedoch Getriebeschaden, ganz plötzlich, und die Instrumentenanzeige ist ausgefallen. Alleine die Platine käme schon auf 600 Euro, plus 3000 Euro das Getriebe, samt drum und dran und das wird mir doch auf Dauer zu kostspielig. Hätte ich einen Garten, würde ich ihn abmelden und dort hinstellen, kann man super mal eine Party drin feiern und zur Not auch mal schlafen. Werde die Gemütlichkeit der Sitze wohl noch sehr vermissen.

Hab mal ein Foto angehangen, ist zwar mein Sohn drauf, der auch ganz jeck auf den Voyager ist.



21.01.2009 08:54    |    191277

http://www.bafa.de/bafa/de/pressemitteilungen/index.html

 

19.01.2009: Informationen zur Umweltprämie

Pressemitteilung des BMWi zur sogenannten Abwrackprämie

Die Arbeiten zur Vorbereitung der Förderrichtlinie und des dazu gehörenden Antragsformulars laufen in der Bundesregierung auf Hochtouren.

 

Die Antragsteller können diese Unterlagen ab der geplanten Entscheidung des Bundeskabinetts am 27. Januar 2009 von der Internetseite des BAFA herunterladen (www.bafa.de).

 

Erst ab diesen Zeitpunkt können Anträge unter Beifügung der erforderlichen Antragsunterlagen gestellt werden.

 

Die Bearbeitung der Anträge auf Umweltprämie erfolgt nach dem 27. Januar 2009 nach Reihenfolge des Auftragseingangs beim BAFA.

 

Angesicht des großen Programmvolumens besteht für die kommenden Wochen nicht die Gefahr, dass die Mittel bis zur Entscheidung des Bundeskabinetts am 27. Januar 2009 erschöpft sind.


21.01.2009 10:39    |    knolfi

Zitat:

Zitat:

 

Nein gilt nur für natürliche Personen!

Das heisst, ein Handwerksbetrieb, der z. B. als GmbH und/oder GmbH & Co KG und z. B. Kleintransporter o. ä. laufen hat, profitiert nicht von der Abwrackprämie. Aber wer kauft denn in Deutschland die meisten Fzge.? Ja, die Gewerbetreibenden. Und will man nicht durch die Abwrackprämie die Automobilindustrie unterstützen?

 

So ist die Abwrackprämie nur ein sinnloser Papiertiger.


21.01.2009 11:48    |    hstruenck

Na was steht denn heute schon in der Zeitung?

 

Die Kunden stehen Schlange bei Dacia und wollen verschrotten. Weil das Geld nicht für einen deutschen Neuwagen reicht. Europa gut und schön, aber mit unseren Steuern werden jetzt ausländische Produzenten gestützt. Der Anteil, der auf die deutschen Händler fällt, ist doch wohl äusserst gering. Wenn ich schon ein nationales Programm mache, muss das auch möglichst im Lande die Wirtschaft wieder ankurbeln.

Und die deutschen Autobauer sollten sich mal weniger mit der High-Tec - Szene beschäftigen, sondern über einen echten "Volkswagen" , eben a la Dacia, der vorwärts und rückwärts fährt, links und rechts um die Ecke lenkt und auch bremst und sogar noch ein brauchbares Platzangebot hat, und das zu einem erschwinglichen Preis.

Über Dacia haben zuerst alle müde gelächelt, aber jetzt wird es ernst, dieses Auto kann viel mehr als man dachte und bewährt sich in den Dauertests - keine Schnickschnacks, die kaputtgehen, und fährt .


21.01.2009 12:20    |    gwra

Habe mir im Februar 2008 einen Golf 3 GT Spezial als Schlechtwetterfahrzeug und für Fahrten zur Arbeit angeschafft .

Das Fahrzeug ist von 01.1993 und hatte beim Kauf 147000 KM gelaufen , zum heutigen Zeitpunkt beträgt die Laufleistung

mittlerweise 163000 KM . Hatte bis jetzt mit dem Wagen keine Probleme und keine Reparaturen , das Ding läuft wie ein

Glöckchen und ist sehr zuverlässig . Ich bin hoch zufrieden und müßte mit einer Dachlatte vor die Birne kriegen wenn ich das Auto verschrotten würde .


21.01.2009 13:13    |    191277

Zitat:

Die Kunden stehen Schlange bei Dacia und wollen verschrotten. Weil das Geld nicht für einen deutschen Neuwagen reicht. Europa gut und schön, aber mit unseren Steuern werden jetzt ausländische Produzenten gestützt. Der Anteil, der auf die deutschen Händler fällt, ist doch wohl äusserst gering. Wenn ich schon ein nationales Programm mache, muss das auch möglichst im Lande die Wirtschaft wieder ankurbeln.

Deutschland ist ein Exportland. Wir können uns Verstimmungen im Ausland nicht leisten, deshalb wird die Abwrackprämie bestimmt nicht "nur" für deutsche Autos gelten können. Außerdem verdient die Volkswirtschaft nicht nur mit der Produktion der Fahrzeuge Geld, auch mit den Vertriebszweigen aller Hersteller (außer du importierst direkt aus dem Ausland, aber selbst dann gibt es noch den Zoll). Und ob in einem deutschen Auto auch deutsche Teile verbaut sind ... na ja, alles ein bißchen relativ.

 

Aber ich kaufe mir jetzt einen VW dank der Umweltprämie, ohne die hätte ich das nicht getan. Also immerhin wurde damit schon ein deutsches Auto mehr verkauft :-)


21.01.2009 13:54    |    conversion

So ein Blödsinn, diese Maßnahme! Wer ein Auto fährt, das älter als 9 Jahre ist, fährt es weil ersich keinen Neuwagen leisten kann (vielleicht ein Paar Oldtimer-Liebhaber ausgenommen). Egal ob man jetzt 2 oder 4 tsnd Euro bekommt, fehlen noch immer 10 tsnd oder Mehr für den Neuwagen...


21.01.2009 14:50    |    es.ef

Ich fahr meinen Zweitwagen mittlerweile 14 Jahre. Genug Zeit, um sich bisschen Geld für einen Ersatz zu sparen. Die 2.500 Euro ermöglichen mir, ein aktuelleres Fahrzeug mit Werksgarantie zu kaufen. Es muss ja kein Neuwagen sein. Evtl. wird die Ausstattung besser gewählt. Ob es ein Ceed, Focus oder Golf wird steht allerdings noch nicht fest. Ich habe ja noch Zeit. Auch wenn mein Alter zuverlässig läuft, ein paar Macken hat er und ohne da Geld reinzustecken schafft er Ende des Jahres den TÜV bestimmt nicht.


21.01.2009 15:57    |    El Marge

Ich als Politiker wäre ja so clever gewesen und hätte die Förderung auf 10 % vom Kaufpreis beschränkt, so dass tendenziell eher einheimische Fahrzeuge bevorteilt sind, da deutsche Fabrikate grundsätzlich nicht die Billigschiene bedienen.


21.01.2009 16:08    |    Bricklayer77

Hallo liebe Autogemeinde,

 

für mich zählt diese Prämie zu einem klassischen Schnellschuss unserer Regierung hervorgerufen unter hohem Druck unserer Automobilloge, der natürlich geholfen werden muss. Die Autohersteller hatten ja die letzten 20 Jahre nicht die geringste Möglichkeit sich für solche Zeiten Rücklagen zu schaffen, das kann natürlich nicht funktionieren bei Managergehältern und Prämien im 2stelligen Millionenbereich. Es ist natürlich klar, dass viele Arbeitsplätze davon betroffen sind, ich jedoch bin aus der Baubranche und wir hatten einen Abbau der Arbeitsplätze seit 1992 um mehr als 50 % nun das hat bis heute keinen interessiert. Also ob die Prämie wirklich deutschen Herstellern beim Absatz ihrer überteuerten Produkte hilft wird sich erst noch herausstellen. Ich bin auch der Meinung, dass diese Maßnahme nicht zuletzt dadurch von den Politikern befürwortet wurde, weil man natürlich als Politiker nach der politischen Laufbahn eine gute Chance hat in Aufsichtsräten solcher Konzerne unterzukommen. Vielleicht sollte man diese Gesichtspunkte auch nicht ganz verdrängen.


21.01.2009 17:23    |    B u l l i t t

Wie so oft hat man das Bestehende Problem nicht an der Wurzel gepackt, sondern nur einige Äste abgesägt. Nach dem Motto "wir haben ja was gemacht."

 

Unser Ascona ist jetzt 21 Jahre alt und eigentlich wollten wir uns auch was Moderneres zulegen. Aber wir haben nicht mal eben 20.000€ so rumliegen für ein neues Auto oder ein Jahreswagen. Und in einem Dacia und Konsorten setze ich meine Familie und mich nicht rein.

 

Wenn die wenigstens nur auf Euro 4 Norm bestanden hätten, könnte man sich ja mit einem Wagen der 4-6 Jahre alt ist weiter helfen und mit dazu beitragen das die Alten Kisten wirklich auf dem Schrott landen und nicht wider in Afrika.

 

 

 


21.01.2009 19:34    |    Polo GTI

Ich fahre selber nen Polo 6N GTI BJ 2000

für des geld verschrotte ich ned ist für umbauten besser aufgehoben =)


21.01.2009 19:52    |    skyfire2005

Hi,

 

für uns kommt die Abwrackprämie genau richtig. Unser Golf 3 TD ist jetzt im zwölften Jahr und wir schauen uns schon seit einiger Zeit nach etwas Neuem um. Die Händler wollten für unseren Wagen maximal 1000,- Euro geben, was ich als recht wenig empfinde, da der Wagen eigentlich noch zwei Jahre TÜV und AU hat.

Durch die Abwrsckprämie bekommen wir jetzt 1500,- Euro mehr für unseren Alten.

Am Samstag fanden wir dann auch das richtige neue Auto für uns. Ein Touran aus 2008, der als Vorführfahrzeug auf einen örtlichen KFZ-Händler zugelassen war.

Der Kaufvertrag ist bereits unterschrieben, aber das Fahrzeug haben wir noch nicht.

Der Grund ist, dass wir natürlich die Abwackprämie haben möchten, der Händler aber nicht bereit ist, sich auf unsicheres Eis zu begeben und uns einfach 2,5 Kilos gutschreibt und möglicherweise das Geld dann doch nicht von der BAFA zurückbekommt, bzw. er für den Betrag in Vorleistung tritt.

Mein Vorschlag lautete, dass wir erst mal den vollen Kaufpreis bezahlen und der Händler uns innerhalb von vier Wochen das Geld zurückerstattet. Der Verkäufer meinte daraufhin, dass es ja auch noch nicht geklärt ist, wer die Verschrottungskosten zahlt, denn der Schrotthändler möchte angeblich Geld für das ordnungsgemäße Recyceln unseres Fahrzeuges.

Ich überlege gerade, ob ich die Sache jetzt nicht selbst in die Hand nehmen soll. Laut Altautoverordnung ist der Hersteller verpflichtet die Fahrzeuge aus eigenem Hause kostenlos zurückzunehmen und einer ordnungsgemäßen Verwertung zuzuführen.

Mit der Verwertungsbescheinigung und Kaufvertrag bzw. Zulassung könnte ich dann ab dem 27. Januar bei der Bafa den Antrag einreichen.

 

Mal gucken.

 

Gruß

 

Thomas


21.01.2009 20:12    |    Mitsumichi

Ich falle genau ins Muster. Zweitwagen wird bald 17 Jahre jung und TÜV fällt bald an, der fraglich ist.

Marktwert quasi 0€

Realer Materialwert 500€

Emotionaler Wert unbezahlbar ;)

 

Joa, ich hab etwas auf der hohen Kante, mein Vater auch. :)

 

Ich würde das Angebot gern nutzen aber ich hab eine wichtige Frage: "Bekomm ich die Prämie, auch wenn ich das Auto aus dem EU-Ausland Importiere???"


21.01.2009 20:34    |    daBuff

Halo zusammen

 

ich weiß nicht ob das schon mal besprochen wurde, aber ich habe erst heute den Artikel gelesen und bin jetzt zu faul die 11 Seiten komplett durchzulesen...

 

Muss eigentlich das Fahrzeug komplett sein? Oder kann ich das Auto zuhause noch ausschlachten und dann die "Rohkarosse" zum verschrotten bringen und dafür die 2500 Euro kassieren? Ich möchte nämlich gerne meinen Motor + Getriebe und einige "Innereien" behalten - man weiß ja nie was man noch alles basteln will...


21.01.2009 20:44    |    DooMMasteR

roh sollte auch gehen, im grunde ist fuer eine endgueltige stillegung sogar nur die fahrgestellnummer noetig :)


21.01.2009 22:20    |    _RGTech

Sag ich ja die ganze Zeit... der Regierung ist nur wichtig, dass ein Auto weniger rumfährt; wieviel das noch wert ist, ob das zum Zeitpunkt der Verschrottung noch verkehrstauglich war oder was noch dran war, ist denen doch egal.

 

Und selbst wenn - wie sollten sie's überprüfen? Selber Kontrolleure an jeden Schrottplatz stellen?


21.01.2009 22:45    |    basteleinbisschen

Hier übrigens noch ein Grund, warum ich denke, daß aus dem Abwrackprämienpool (1.5Milliarden) nicht viel genommen wird:

Erinnert Ihr Euch noch an die MwSt-Erhöhung? War zum 01.01.07. Glatte 3%! D.h., ein Fahrzeug für ca. 20.000 € war plötzlich 600 €teurer. Da haben noch viele Bürger Ende 2006 ein neues Auto gekauft. Diese Wagen sind jetzt auch erst 3 Jahre alt, und deren ehem. alten Autos sind schon verschrottet/verkauft. Dieses Käufer-Klientel fehlt jetzt eben auch.

 

MwSt = moderne "Wegelagerei"; zumindest im Automobil-Bereich sollte die MwSt halbiert oder ganz abgeschafft werden und die fehlenden Einnahmen auf den Schadstoffausstoss eines Automobils aufgeschlagen werden. Wer viel ausstösst, zahlt dann auch viel, und zwar jährlich! Das wär' gerechter und ökölogischer.


22.01.2009 00:19    |    X_FISH

Ich fahre einen 12,5 Jahre alten VW T4 mit VR6. Gekauft vor knapp 6 Jahren zwecks Umrüstung auf LPG. Selbst wenn ich den Händler-EK nehmen würde länge ich deutlich über 2500 Euro.

 

Zudem: Der Bus ist gut in Schuss, begleitet mich nun schon mehrere Jahre lang ohne große Kosten zu verursachen und trotz ca. 15 l LPG auf 100 km wird er wohl (vollbesetzt) einen günstigeren "Liter pro Person pro 100 km"-Verbrauch an den Tag legen wie so mancher Nahverkehrsbus inzwischen an der Seite als Werbung kleben hat. ;)

 

Von da her: Auf weitere 12,5 Jahre mit dem T4 - oder noch mehr. Getreu dem alten VW-Slogan: Er läuft und läuft und läuft...

 

Grüße, Martin


22.01.2009 06:50    |    Strukki

daBuff hat geschrieben :

 

Muss eigentlich das Fahrzeug komplett sein? Oder kann ich das Auto zuhause noch ausschlachten und dann die "Rohkarosse" zum verschrotten bringen und dafür die 2500 Euro kassieren? Ich möchte nämlich gerne meinen Motor + Getriebe und einige "Innereien" behalten - man weiß ja nie was man noch alles basteln will...

 

Bei einer Bekannten liegt der Fall ähnlich, sie hat vor ein paar Monaten ihren unzuverlässigen Seat Terra stillgelegt (der steht jetzt erstmal auf dem Waldgrundstück ihres Bruders) und sich nen gebrauchten Lupo Diesel gekauft.

Könnte sie jetzt für den alten Seat (nicht den Lupo, der war zu teuer dafür) noch die 2500 Euro kassieren und ein neues Auto kaufen ?

 

Ich bin übrigens "unbestechlicher Konsumverweigerer" :D und gebe meinen 93er Polo Steilheck nicht her.

 

LG Strukki


22.01.2009 08:05    |    Neuwagen Von was

Hallo Deutschland,

wir sollten unsere antiquierten Politiker verschrotten und dafür die Abwrackprämie verlangen.

Mein Auto ist zwar neun Jahre alt, aber erstens ist es noch einwandfrei und zweitens kann und will ich mir kein neues leisten. Es werden mal wieder die Leute gefördert, die eh genug auf der Hohen Kante haben. Steuern runter, dann haben alle was davon, dann kommt die Wirtschaft auch ohne Milliardenschulden wieder in Gang die wir im Endeffekt auch noch zahlen müssen.


Deine Antwort auf "2500 Euro Abwrackprämie - jetzt verschrotten?"