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MONTEVERDI - Automarke, Legende

Monteverdi-Buch, ein Standartwerk, Monografie über ein aussergewöhnliches Auto

22.12.2019 20:35    |    akrij1    |    Kommentare (0)

3 Alvis, ganz hinten Rover 2000 Cabrio3 Alvis, ganz hinten Rover 2000 CabrioHermann Graber, wurde 1904 in Wichtrach (bei Bern) geboren. Wie sein Vater wurde Hermann zuerst Wagener, dann ging er ins Ausland, merkte dass die Zukunft dem Automobil gehört, kehrte aus Paris zurück und schon 1926 übernahm er den väterlichen Betrieb.

 

1953-Alvis-TC-21-100 und TC1953-Alvis-TC-21-100 und TC„Herr Carossier“, hatte zwei Schaffensphasen. Vor dem Krieg hat er Kabrioletts auf italienischen, französischen, darunter Bugatti, Hotchkiss, Delage, Delahayer, Voisin, Panhard & Levassor und deutschen Marken-Chassis aufgebaut. Aus seiner Karosserieschmiede fuhren auch US-Autos Duesenbergs, Paccards oder Dodge, die er für betuchte Kunden neu kleidete.

 

Alfa-Romeo Sport C6, 2500, 1948Alfa-Romeo Sport C6, 2500, 1948Grabers Autos nahmen an namhaften Concours d’Elégances teil und gewannen immer wieder grosse Ausszeichnungen. Einige Autos wurden eigens für diese Wettbewerbe gebaut und erst danach an interessierte Kunden verkauft. Graber Autos wurden nicht nur in Europa, sondern auch in Amerika begehrt.

 

Alvis-DetailsAlvis-DetailsFür Aufsehen sorgte Grabers patentierte versatile Türöffnung , die wahlweise durch die vorne angebrachte Türklinke oder eben die Hintere, betätigt werden konnte. So konnte die Türe in- und gegen die Fahrtrichtung geöffnet werden. Diese Erfindung wurde allerdings nur selten verbaut.

 

Bentley, Mark VI auf gekürztem Chassis, 1947Bentley, Mark VI auf gekürztem Chassis, 1947Nach dem Krieg widmete sich Graber vor allem Karosserien für Alvis, Delahaye, Talbot, Alfa Romeo, Aston Martin, Bentley und Rover etc. In England wurden Graber-Carrosserien in Lizenz durch das renomierte Karosseriewerk Park Ward hergestellt. Graber plante auch Expansion nach den USA.

 

Bugatti Typ 57 Cabrio, 1934Bugatti Typ 57 Cabrio, 1934Das Karosseriewerk Hermann Graber in Wichtrach produzierte insgesamt über 800 luxuriöse Fahrzeuge. Gegen das Ende seiner Tätigkeit verarbeitete er viele französische Chassis. Die meisten Karosserien baute er aber auf dem Rolling Chassis von Alvis TE 21, TF 21 und sie blieben RHD.

 

Alvis TF 21 Cabrio, dahinter seine Vorlage (W.Haas)Alvis TF 21 Cabrio, dahinter seine Vorlage (W.Haas)Seine Handschrift war unverkennbar und Autos mit Graber Karosserie erkennt man auf der Strasse schon von Weitem. Die filigranen, geneigten A und C Säulen, der etwas überhöhter hintere Bereich des Daches, der den Passagieren im Fond genügend Platz bot, das diskret luxuriöse Interieur gefiel vornämlich einer konservativen Klientele - das Konzept ist bis heute einfach bestechend. Hermann Graber starb leider viel zu früh 1970…

 

Mercedes 500K, 1934Mercedes 500K, 1934Besitzer eines Alvis Grabers, oder sonst eines vom Graber karossierten Autos, haben sich bald zu exklusiven Vereinen und gesellschaftlichen Klubs zusammengeschlossen. Eine professionelle Werkstatt in Toffen betreut deren Autos bis heute. Graber Autos gehören heute zu gesuchten Raritäten und haben viele Liebhaber.

 

Hotchkiss AM 680, 1937 und Typ "Paris-Nice"Hotchkiss AM 680, 1937 und Typ "Paris-Nice"Das Automuseum Pantheon in Basel-Muttenz, konnte für die aktuelle Ausstellung von Graber Kreationen an die 24 Raritäten im Topzustand zusammentragen. Es sind Leihgaben, die Stephan Musfeld, Besitzer des Pantheons, von privaten Eignern und Sammlern, zumeist aus der Schweiz, anvertraut bekam.

 

Frontpartie Alvis TF 21 Werner HaasFrontpartie Alvis TF 21 Werner HaasWerner Haas, ein geschicker Handwerker, stellte exklusiv für diese Ausstellung eine Holzmaquette eines Alvis TF 21 her. Die Herstellung eines solchen Modells wurde genau so durchgeführt, wie zu Glanzzeiten des Karosseriewerks. Haas‘s Arbeit ist ein Handwerker-Kunstwerk schlecht hin!

 

Paccard Suisse, Typ 1101, KleinseriePaccard Suisse, Typ 1101, KleinserieUnter der Leitung von Urs-Paul Ramseier, dem Präsidenten des Swiss Car Registers, wurden aus dem SCR Archiv Fotos, Zeichnungen, Reisbrett und weitere Artefakte der Ausstellung angegliedert, die das Umfeld Hermann Grabers dokumentieren. Es fehlt nicht einmal das Gartentörli, von Grabers Villa, vor welchem damals die meisten Autos fotografiert wurden !

 

Talbot Lago Graber Record T26, 1951Talbot Lago Graber Record T26, 1951Die Ausstellung findet im obersten Bereich des geräumigen Spiralbaus statt, das eine grosse, allgemeingehaltene, ständige Oldtimersammlung beherbergt. Somit werden die Graber Raritäten für jeden Besucher zum Höhepunkt seines Pantheonbesuchs.

 

Heckstudie: Bugatti 57 und Autor "gespiegelt" in der Tür...Heckstudie: Bugatti 57 und Autor "gespiegelt" in der Tür...„Meisterwerke des Hermann Graber“ findet bis 19. April 2020 statt. Öffnungszeiten: 10:00 – 18:00, Sonntags bis 16:30 Zufahrt: Autobahn Basel-Zürich, Ausfahrt Muttenz, Hofackerstrasse 72, CH - 4132 Muttenz (genügend Parkplätze)

 

Text: Georg W.Pollak

Fotos: ©pollak-presse

 

https://pantheonbasel.ch/.../meisterwerke-des-hermann-graber.html

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24.11.2019 11:49    |    akrij1    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: russischer Strassenkreuzer

Wolga III bicolor gruenWolga III bicolor gruenWolga M 21 ist im Vergleich mit seinen Vorgängern und auch Nachfahren, das einzige sowjetische Auto mit ansprechender Karosserie, die weder von Opel kopiert, noch wie eine Schuhschachtel aussieht: Moskwitsch, Wolga 24 und später, gar wie ein kranker, buckliger Zeitgenosse: Pobeda...in Polen Warszawa am Volvo angelehnt. Wolga M 21 verrät auf den ersten Blick, dass die Karosserie nach amerikanischen Vorbildern, GM etc. geschneidert wurde - aber eben, konsequent, harmonisch und mit einem hohen Wiedererkennungswert.

 

Sonderausstattung: Chrom-Flügeli an allen KotflügelnSonderausstattung: Chrom-Flügeli an allen KotflügelnProduktionszeitraum: 1956–1970 im GAZ = "Staatliches Automobilwerk von Gorkij" baute total ca. 236000 Einheiten. Der Wagen gehört in die leicht gehobene Mittelklasse. Karosserieversionen: Limousine, Kombi und private Umbauten zu Kabriolett und ausländische Umbauten. Motor:Ottomotor:2,5 Liter, 55 kW*, Länge: 4830 mm Breite: 1800 mm Höhe: 1620 mm Radstand: 2700 mm Leergewicht: 1400 kg. /* das war der Geheimpolizei einfach zu wenig, so dass für die KGB-Agenten ein V8 verbaut wurde. Das Nachfolgemodell soll sogar einen Panzermotor vom BRT 70 bekommen haben...

 

GAZ-21-II-seriesGAZ-21-II-seriesDer GAZ M-21 ab 1965 GAZ-21 des sowjetischen Herstellers GAZ aus Gorki (heute Nischni Nowgorod) löste 1956 den GAZ-M20 Pobeda ab und wurde bis 1968 gebaut. Er war der erste Wagen mit dem Markennamen Wolga. Vom Vorgänger wurden einige Baugruppen übernommen.

Es folgten drei bedeutendere und mehrere kleine Modifikationen, bis dann erst 6 Jahre später ein Kombi mit der Bezeichnung M-22 vom Band rollte. Es folgten M24, GAZ 31 Wolga

GAZ-31029 Wolga (1992) GAZ-3105 Wolga (1992–1996) GAZ-31105 Wolga (2004–2009)

GAZ-3105 Wolga GAZ-3111 Wolga, 2005 wurde das Werk geschlossen.

 

Mladá Boleslav, 12 December 2019 - ŠKODA AUTO is responding to persistently high demand for the ŠKODA KAROQ by beginning serial production of the compact SUV in Nizhny Novgorod today. The Russian factory is another site to produce the KAROQ

 

Wolga_in_RusslandWolga_in_Russland1955 wurde Wolga erstmals präsentiert. Links inm Bild ist die Version Wolga I, wiederum mit den nicht zugehörenden Hirsch... Zunächst gab es einige technisch voneinander abweichende Vorserien (M-21G, M-21B, M-21A, M-21W), ehe 1957 eine einheitliche Serienfertigung begann. Das Fahrzeug wurde ursprünglich als Pkw der Mittelklasse bezeichnet, ist nach gegenwärtiger Einteilung jedoch eher der gehobener Mittelklasse zuzurechnen. Die Pontonkarosserie des M-21 unterschied sich deutlich von der Buckelform des Pobeda und folgte damaligen Gestaltungstrends.

 

Wolga_M 21_GAZ 21 IIIWolga_M 21_GAZ 21 IIIAnlehnungen an den schnelllebigen amerikanischen Stil sind unverkennbar. Schon zu Beginn der 1960er war der M-21 optisch nicht mehr zeitgemäß, lediglich die Frontpartie wurde etwas überarbeitet. Auch technisch herrschte weitgehend Entwicklungsstillstand. Ursprünglich war vorgesehen, den Wolga mit einem Automatikgetriebe auszustatten, welches auch entwickelt und publiziert wurde. Tatsächlich blieb es bei der manuellen 3-Gang Schaltung am Lenkrad.

 

Wolga-wein-beigeWolga-wein-beigeEine relevante Modernisierung fand lediglich im Jahr 1962 statt, als die Federung durch geänderte Teleskopstoßdämpfer verbessert und die Motorleistung durch Änderungen am Vergaser von 70 auf unbedeutende 75 PS gesteigert wurde. Äußerlich erfolgte dabei eine leichte Modernisierung, insbesondere im Bereich der Frontpartie. Gleichzeitig wurde an einer Kombiausführung M-22 gearbeitet, die allerdings erst 1962 zur Auslieferung gelangte.

 

Wolga weiss-rotWolga weiss-rotWolga-mini-weissWolga-mini-weissIn der DDR und Tschechoslowakei wurde der Wolga M-21 meist als Behördenfahrzeug, Polizei oder Taxi eingesetzt, während er in der Sowjetunion häufig auch von privat gekauft wurde. Eine bescheidene Anzahl Wolgas ging auch in westliche Länder, vor allem nach Skandinavien aber auch Holland und Belgien. Etliche Wolga fahren bis heute in Kuba.

In Russland werden jetzt sehr treue Kopien der Wolga für Kinder mit grossem Aufwand hergestellt.

 

Wolga klassisch schwarzWolga klassisch schwarzFahrgestell

Aufgrund der robusten Bauweise ist das Fahrzeug bis heute in ländlichen Gegenden, vor allem in den südlichen Regionen Russlands im Alltagseinsatz, hingegen in den Städten sind Wolgas als Touristenattraktion, oder Werbeträger anzutreffen. Wolgas Rolling-Chassis trägt den Kleinbus RAF-977 der in der Rigaer Autobusfabrik noch bis 1976 gebaut wurde. Heute ist Wolga M 21 bereits ein beliebter klassischer Oldtimer und insbesondere in Russland ein gesuchtes Modell.

 

Wolga-weiss-diese Chromräder!Wolga-weiss-diese Chromräder!Motor

Der grosshubige Vierzylinder-Ottomotor mit hängenden Ventilen war erheblich moderner und leistungsfähiger als jener des Pobeda. Um einerseits Langlebigkeit und andererseits Anspruchslosigkeit in Bezug auf die Benzinqualität zu gewährleisten, wurde ein Verdichtungsverhältnis von nur 6,6 gewählt. Dies brachte in Bezug auf die Fahrleistungen einen recht hohen Kraftstoffverbrauch von 12 bis 14 l/100 km mit sich, der in der Sowjetunion aufgrund niedriger Benzinpreise jedoch eine untergeordnete Rolle spielte.

 

Wolgas_courtesy_p_weidlingWolgas_courtesy_p_weidlingDas Getriebe

verfügte wie sein genetisches Vorbild Opel, über 3 Gänge, was für den ausgesprochen elastischen Motor aber durchaus ausreichend war, der eine sehr "schaltfaule" Fahrweise gestattete. Ein automatisches Getriebe wurde nie realisiert. Wie die meisten Fahrzeuge der UdSSR verfügte auch der Wolga M-21 über eine große Bodenfreiheit von etwa 20 cm, um der Beschaffenheit der dortigen Straßen gerecht zu sein.

 

Wolga_cabrio_violettWolga_cabrio_violettAntriebsvariationen

Es wurden kleinere Stückzahlen aufgrund des hohen Kraftstoffverbrauches in Belgien bei Scaldia mit Dieselmotoren von Perkins und Peugeot ausgestattet. Diese Fahrzeuge haben sich eine Zeitlang als Taxis bewährt. Wolga fand auch in Kuba seine Abnehmer, schon alleine wegen des Importembargos aus den USA. In vielen amerikanischen Schlitten, die heute Turisten hauptsächlich in Havana herumkutschieren, wurde der vergleichsweise sparsame Wolga-Motor eingebaut.

 

Wolga_v12bmw_vorbildWolga_v12bmw_vorbildKarosserie

Die Lakierung war zunächst ganz unauffällig, schwarz, grau, grün...Erst später kamen etliche Varianten bis betont elegant als bicolor Lakierung, oder ton in ton, mit mehr oder weniger Chrom. Obwohl die Kühlerfigur, ein Hirsch, nur zum zweiten Facelift gehörte, wird er heute gerne und passend auch an nachfolge Modellen montiert...was die Puristen natürlich nicht akzeptieren. Renovation einer Wolga ist aufwändig, die Kunstoffteile verbrösmeln...Viel Chrom zu erneuern ist nicht billig.

 

...noch ein Mini-Wolga-blau_grau...noch ein Mini-Wolga-blau_grauGAZ M-22 Wolga

Der GAZ M-22 (ab 1965 GAZ-22) ist die Kombiversion des GAZ-21. Das Modell wurde erst ab 1962, und noch zwei Jahre länger als der M-21 produziert. In der UdSSR waren die Fahrzeuge für Privatkäufer nicht erhältlich und dienten als Taxi-, Behörden- und Krankenwagen. Der an sich sehr praktische Kombi M22 machte nur einen erstaunlich kleinen Teil der damaligen Wolga-Produktion aus. Zu den Importländern zählten vorallem die Staaten des Warschauer Paktes.

 

China "Osten-ist-rot"China "Osten-ist-rot"Nachbauten

In der Volksrepublik China fertigte das Unternehmen Beijing Automobile Works (BAW) von 1960 bis 1969 Nachbauten des Wolga. Das Auto hatte die Modellbezeichnung Dongfanghong BJ760, Wolga_m22_kombiWolga_m22_kombideutsch: „Der Osten ist rot“, heisst. In zehn Jahren entstanden je nach Quelle zwischen 106 und 238 Exemplare. In Nordvietnam wurde ab 1959 ein PKW mit der Bezeichnung Triumph hergestellt, der auf dem Wolga M 21 basierte.

 

Wolga_v12_cabrioWolga_v12_cabrioDie Karosserieform nahmen sich Tuner als Vorbild für aerodynamischere Ausführungen, tiefer gelegt, als Coupé umgearbeitet. Mit der Änderung an der Karosserie ging auch die Änderungen der Motorisierung einher. Die schnellsten, aber auch teuersten Versionen verfügen über V12 Motor vom BMW. Auch sonst ist an dem Auto nichts mehr von der originalen Wolga. Die Innenausstattung ist meistens im edlen Leder, handverarbeitet und zumeist nach Kundenwunsch ausgeführt. Dass der Preis nach oben kaum eine Grenze kennt ist in Russland ein Zeichen des Erfolgs.

 

Bilder aus Wikipedia:

GAZ-21-II-seriesGAZ-21-II-seriesWolga_M 21_GAZ 21 IIIWolga_M 21_GAZ 21 III

Wolga M-21 mit modernisierter Frontpartie (1959–1962)

Wolga M / GAZ-21 mit erneut überarbeiteter Frontpartie (1962–1970)

 

Wolga_m22_kombiWolga_m22_kombi

GAZ 22 Wolga Kombi (1962–1973)

 

2005 wurde das GAZ-Werk für Automobilbau definitiv geschlossen, es soll(te) aber bald als Montagewerk geöffnet werden...und das ist auch schon länger her

 

Text: Dr. Georg W.Pollak, sc.

Fotos: die Meisten verdanke ich verschiedensten Quellen im Internet, dafür meinen grossen Dank.

Widmung: An Susanne, Fan von Nadježda (Wolga M 21, grün, Dach elfenbein)

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03.11.2019 17:30    |    akrij1    |    Kommentare (0)

Grösste spätherbstliche Auto-Messe des deutschsprachigen Gebiets wird von Jahr zu Jahr attraktiver. Der Veranstallter, Karl Bieri räumte auch den Oldtimer genügend Raum ein. Es war zu erwarten, dass grosse Diskussionen entflammten, wie sich der Markt entwickeln wird. Man war unter den seinen, also oft kam se zu Gesprächen mit gleichgesinnten.

 

a Aston DB6 Cabrio und Topolinoa Aston DB6 Cabrio und Topolino

Ganz krass zeigte sich am Stand von W. Rau, Touring Garage, der Unterschied was Marke, Stückzahl und Gebrauchswert anbelangt. Ein toller DB6, von 1969, nur 140 gebaute Kabrioletts, wenig Km mit Wertsteigerung in den letzten Jahren mehr als 10fach - rechts ein Topolino, seit Jahrzehnten zum gleichen Preis. Ein wunderschöner Alfa, ausgeführt im Nachtblau, mit weissem Dach (original ?) und dem gegenüber ein Alfa 1750 Rennwagen...mit ganz verschiedener Wertzuwachs-Tendenz.

 

c Arnolt-Bristol BMW 2000 Roadster, Raritätc Arnolt-Bristol BMW 2000 Roadster, Rarität

Arnolt-Bristol ist das Resultat einer für die Nachkriegszeit nicht unüblicher Anglo-Italo-Amerikanischer Kooperation. Arnolt, ein US-Unternehmer sprach in Turin Bertone an, liess ihn das Auto zeichnen und versprach 200 davon zu bestellen. Finanziell arg gebeutelte Firma des grossen Designers war natürlich um diesen Auftrag froh. Der Roadster wurde auf Anhieb zum Rennwagen und gewann mit dem Piloten Dreyfuss einige Rennen. Dieser Arnolt von 1957 ist mit einem BMW-Bristol 2.0L 6 Zyl. Motor mit 136 PS motorisiert. Er ist einer der 85 „überlebenden“ von 142 gebauten Sportwagen und vorbildlich restauriert – gesehen bei Lutziger, sowie Jochen Rindts Cosworth 1500 Twin Cam mit 180 PS.

 

d BMW 3200/503 im Hintergrund 327/8d BMW 3200/503 im Hintergrund 327/8

Ohne Porsche geht es auch in Zürich nicht, aber unter dem Strich gab es in der Oerliker Messehalle eindeutig mehr Ferrari als Porsche… Wir konnten uns ansehen , wie ein 911 aufwendig, alles praktisch aus Neublech, wieder entsteht. Firma Eberhart zeigte zwei BMW Raritäten, quasi für jeden etwas… ein Vorkriegs 327/28 begeisterte sicher die Einen, und das seltene Nachkriegskabrio 3200 / 503 die Anderen…

 

e Heck eines Astons...e Heck eines Astons...

Aston Martin will hoch hinaus und belegte entsprechend grosse Fläche. Seine Modell-Palette ist gross geworden und der Erfolg ist bei der oberen Mittelschicht bereits da. Besonders gelungen ist die neue Heckpartie. Die Rundumsicht ist aber eine andere Story… Vorne setzten die Designer auf unmissverständliche Wiedererkennungsmerkmale.

 

f "Wind" Pagani aus Titan-Carbonf "Wind" Pagani aus Titan-Carbon

Pagani, schon ein Klassiker, bereits seine Geschichte und ist ein typisches Sammlerauto… An betuchten Interessenten hat es zum Zeitpunkt meines Besuchs nicht gefehlt, sie scharten sich um den Pagani Huayra BC Kabrio. Huaya ist der erste Roadster, der leichter ist, als sein Coupé…das Monocoque besteht aus Titan-Carbon, motorisiert wurde er mit V12 Zylinder-Motor, 6 L Inhalt, der 800 PS generiert und wird darurch 370 kmh schnell, nicht zuletzt wegen des geringen Gewichtes von nur 1200 Kg.

Übrigens, wüssten Sie, was das Kürzel „BC“ bedeutet? Ich nicht, auch wenn ich eifrig kombinierte…und fand nichts. Es steht für Benny Caiola, den allerersten Käufer eines Autos von Pagani. Huayra heisst in der Indiosprache Wind…der Wind hat seinen Preis: der billigste Huayra kommt auf 1,2 Millionen und der Roadster BC kostet 2,5 Millionen.

 

g Frey AG, Classic Center, Safenwil (CH)g Frey AG, Classic Center, Safenwil (CH)

Emil Frey AG, ist in fast ganz Europa tätig und hat in Safenwil (CH) auch eine Oldtimer Abteilung eröffnet. Zur Messe brachte er einige dieser Leckebissen aus dem Hause Aston Martin, Jaguar, Lamborghini…In Safenwil bietet er top restaurierte und rare Autos an, mit Garantie und hervorragendem Service – der Schwerpunkt sind englische Nobelmarken, die die Firma seit Jahrzehnten vertritt.

 

h "Wasserstoff-Fahrrad" - fährt sündhaft schnell und weith "Wasserstoff-Fahrrad" - fährt sündhaft schnell und weit

Alternative Antriebe sind ein unabdingbarer Bestandteil jeder Automesse. Der Wasserstoff ist in aller Munde, aber hat sich immer noch nicht durchgesetzt. An der Auto Zürich gab es einen guten Beispiel, allerdings „en miniature“: Ein Fahrrad dessen Betankung mit Wasserstoff nur 1-6 Minuten dauert. Seine Reichweite von über 100 Km ist respektabel und die Betriebskosten fast vernachlässigbar. Das Velo ist sehr schnell und darum wurde es elektronisch abgeriegelt…

 

i Kamiq mit BioGas fährt fast CO2 neutrali Kamiq mit BioGas fährt fast CO2 neutral

GAZ Energie machte Skoda Kamiq zu ihrem Zugpferd und zum Hauptpreis eines Wettbewerbs. Mit Kamiqs ökologischem Antrieb mit BioGas ist man bis 40 % billiger unterwegs als mit einem Benziner und Diesel, aber noch wichtiger: praktisch CO2 neutral !

Es ist nicht möglich alle ausgestellten Autos zu beschreiben, kommt noch dazu, dass jeder seine Vorzugsmarken und Modelle hat…Die Messe dauerte noch bis Sonntag, den 3. November und ist auch für Besucher aus Süddeutschem Raum und Österrreich lohnend…Heuer kamen 60000 Besucher.

 

Text und Fotos: Dr. Georg W. Pollak, sc. Zürich

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19.04.2019 10:16    |    akrij1    |    Kommentare (0)    |   Stichworte: Cabrio Gallery, Dob?enice, Dobrenice, Skoda-Museum

Das private Skoda Museum „Cabrio Gallery“ Dobrenice unweit von Hradec Kralove (CZ) wurde am 6. April 2019 eröffnet.

 

Die Cabrio Gallery befindet sich an einem Ort, der mit Skoda viel mehr, ja sogar wesentlich enger mit Skoda verbunden ist, als es auf den ersten Blick scheint. Der Besitzer dieser kleinen Ziegelei, war damals Dr. Karel Loevenstein, Gründer und erster Generaldirektor der Skoda Automobilwerke. Der Besucher steht hier also auf dem Boden, der mit Skoda untrennbar verbunden ist. Und so schließt sich der Kreis.

 

prehled-frontprehled-front

Skoda-Fan und Autosammler Pavel Kalina hatte zu dem Zeitpunkt für seine, damals noch unausgereifte Sammlung von allerlei Skoda-Autos drei Höfe, zwei Hallen und den eigenen Garten mit Garagen als Unterstellung für die Fahrzeuge zur Verfügung. Er erkannte gemeinsam mit dem Kurator den Wert des Gebäudes in Dobrenice und der Idee folgte die Umsetzung. Nach zweijähriger Rekonstruktion des Gebäudes wurden die Skodas zum neuen Museum gebracht. Es sind Cabrioletts, zum Teil Unikate, Rallye– und Wettbewerbsautos und schließlich fast alle Formelwagen von Metalex – mit erfolgreicher Renngeschichte, versteht sich.

 

Rapid II de Luxe, 1937Rapid II de Luxe, 1937

Das älteste Auto der Ausstellung ist ein Rapid II de Luxe, ein Cabrio mit vier Sitzplätzen aus dem Jahr 1937, ausgeführt im zweifarbigem blauen Lack und Lederinterieur. Dieses Farbmuster war in Frankreich beliebt. Weiterhin zu sehen sind ein Nachkriegs Tudor Cabrio, ein Sedan Roadster als Rekonstruktion eines nicht erhaltenen Prototyps und eine Reihe Felicias verschiedener Jahrgänge.

 

Spartak Roadster Karosa Polytex, luftgefedertSpartak Roadster Karosa Polytex, luftgefedert

Das wahrscheinlich rareste Auto ist der Spartak Roaster Karosa Polytex. Es wurde nur ein einziges Exemplar gebaut und ist nicht in Serie gegangen. Weiter zu sehen sind zwei Solitäre mit einer Karosserie als Sportwagen, die aus dem Ausland wieder nach Tschechien zurück gekehrt sind. Engländer und Österreicher haben Skoda Rapid umgebaut und verwandelten sie in Cabrios. Diese Spezies sind heute gesuchte Raritäten.

 

Wettbewerbswagen der 70-90er JahreWettbewerbswagen der 70-90er Jahre

Der leidenschaftliche Fan der Marke Skoda und Besitzer der Cabrio Gallery, Pavel Kalina ist bereit seine Ausstellung und Sammlung an Samstagen, natürlich nach Vereinbarung zu zeigen.

Kontakt: kalina@cabrio.cz und Webseite www.cabrio.cz

Text: Georg W.Pollak, Kurator

Fotos: Jiri Fiala, Rudi Maas, Anita Pollak und Autor

 

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18.04.2019 09:33    |    akrij1    |    Kommentare (5)

Skoda-Auto Deutschland stellt seine neue Unternehmenschronik vor – aufgeteilt in drei Bände (Zeiträume 1895 - 1945, 1946 - 1990 und 1991 - 2018, in einem edlen Etui mit silbernem Prägedruck).

Die Verarbeitung ist hochwertig, was sich schon im Gesamtgewicht von nahezu 3,5(!) kg ausdrückt. Erhältlich sind die Bücher wahlweise auf deutsch, englisch und tschechisch.

Die Berichte sind von belanglos über interessant bis zu hochgradig spannend verfasst. Dazu gibt es natürlich jede Menge Fotos, die alle jemals gebauten Zahrzeuge (inklusive Fahrräder und Motorräder) sowie die handelnden Personen, die jeweiligen Produktionsstätten und zeitgenössische Eindrücke zeigen. Für Fans der Marke ist das ein Muss, an dem man kaum vorbeikommt.

Es handelt sich nicht um ein Upgrade einer bereits vor etlichen Jahren veröffentlichten Chronik (bis zum Jahr 1990), sondern um ein komplett neu erstelltes Werk, in dem zahlreiche bislang nicht beleuchtete Aspekte und auch Anekdoten zu finden sind.

Das Ganze gibt es zum symbolischen Preis von 49 Euro, das nicht einmal die Gestehungskosten und zweijährige Arbeit eines sechköpfigen Spetzialisten–Teams deckt.

 

Die Bestellung ist nur über Skoda Deutschland möglich. Das geht aktuell nur per Mail an extratouch@skoda-auto.de, zu einem späteren Zeitpunkt soll das Buch aber auch im Shop von Skoda Deutschland angeboten werden.

 

Mehr auf Skoda-Community und www.skoda-oldtimerclub.de (Bücher)

Dr.Georg W. Pollak, sc.

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24.03.2019 11:22    |    akrij1    |    Kommentare (0)

Autosalon Genf ist nicht nur der europäische Saisoneröffner, sondern eine grosse Premierenshow und nach der letzten Umfrage in den Fachmedien ist es die wichtigste Automesse der Welt.

Skoda Vision iV full electricSkoda Vision iV full electric

Die globalen Konzerne unterstreichen dadurch ihre riesige Auswahl an Modellen. Heuer gehört dazu auch Skoda. Nicht nur, dass sie neue Modelle wie Scala, oder als Weltpremiere Kamiq in verschiedenen Varianten zeigt, sondern meldet eine Offensive mit 30 Modellen, davon 10 elektrisch in nur 2 Jahren !

Puritalia - Karosserie mit allem, was bewährt ist...Puritalia - Karosserie mit allem, was bewährt ist...

Die zweite Gruppe sind Kleinunternehmen, die fast ausschliesslich am Autosalon ihr Geschäft machen. Extreme Sportwagen, oder extrem luxuriöse Wagen – oder halt beides Zusammen, wie Pagani oder Königsegg, deren Preise sich in den drei letzten Jahren verdreifachten. Königsegg soll 480 kmh schnell sein und somit das schnellste Auto des Autosalon. Aus der Reihe tanzt Bugatti, ganz in Schwarz für 13 Millionen…und schon verkauft!

einziger Stand mit sitzenden Hostessen, bravoeinziger Stand mit sitzenden Hostessen, bravo

Dritte Gruppe, man staune, sie wird immer grösser, sind bislang unbekannte Fabriken, Werksstätte und Designer, die ihren Bekanntheitsgrad am Autosalon erst aufbauen. Es wäre müssig und nicht nachhaltig, sie alle aufzählen zu wollen, da einige darunter sind nächstes Jahr nicht mehr existent.

Reise-Coupé aus der Vorkriegszeit.Reise-Coupé aus der Vorkriegszeit.

Traditionsreiche Marke Hispano Suiza präsentierte neben einem ikonenhaften Reisecoupé aus der glorreichen Vorkriegszeit,

aerodynamisches Heck unterstützt die gute Fahrperformanceaerodynamisches Heck unterstützt die gute Fahrperformanceeinen Elektro-Supersportwagen. Mit seiner windschlüpfrigen Karosserie und über 1000 PS ist Carmen mit 250 kmh sehr schnel und kommt 400 km. Die moderne und doch Retroform weisst fast unerreichbar niedrige Cw-Werte.

Eadon Green und bei Braun erinnert man sich der Klassik mit moderner Mechanik...Eadon Green und bei Braun erinnert man sich der Klassik mit moderner Mechanik...

Beim David Braun und Eadon Green nimmt man sich renommierten Vorlagen (z.B. Aston Martin) baut sie nach und um, und rüstet mit V8 Kompressor von 600 PS aus. Das Retropaquet, absolut alletagstauglich zu 700000 Euro.

 

Conceptcar Lagonda, ganz elektrisch...ReiselimousineConceptcar Lagonda, ganz elektrisch...Reiselimousine

 

Aston Martin belebt, vielleicht, die traditionelle Marke Lagonda durch eine vollelektrische Superluxuslimousine mit grosser Reichweite, allerding erst als Vision Concept in Genf zu sehen. Das riesige Auto, ausgestattet mit allem erdenklichen Luxus und Komfort wartet auf potente Investoren...

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Die renommierte Karosserieschmiede Superleggera aus Rho bei Milano, zeigt jährlich umgearbeitete Nobelmarken. Heuer ist es Aston Martin in Ausfertigung Coupé und Cabrio. Edle Materialien, feine Formen, aber dunkle, metalisierende Lackierung machte den Eindruck und Rafinessen zu nichte.

Rimac C_Two. ein E-Sportler aus Kroatien, in neuer Doppellackierung und unheimlicher Power: Vier E-Motoren liefern fast 2000 PS und 2300 Nm. Nur 11,8 Sekunden vergehen bis Tempo 300, Topspeed: 412 km/h!

 

1900 PS hat auch der Batista von Pinninfarina, Stromreicht ihm für 450 kmh. Erstaunlich, dass man eine Serie von 150 Fahrzeugen plant, zu je 2.5.Millionen Euro. Ein Schnäppchen ist der Akula, vom britischen Kleinserienhersteller Ginetta ! 600 PS starker Mittelmotorsportler mit Kohlefaser-Monocoque von 1200 Kilogramm, fährt 320 km/h und kostet nur 450000, darum sind auch die ersten 14 Stück von 20 bereits verkauft. Dazu gesellt sich Piechs Neuling, ein, wieder nach langer Zeit ein schweizer Wagen. Der MARK ZERO soll extrem schnell, in wenigen Minuten beladen werden. Die Karosserie ist typisch ein Sportcoupe, seitlich erinnert es an Jaguar, vorne und hinten an Aston…Geplant sind in 3 Jahren 10000 Einheiten – warum nicht?, wenn es der VW-Erbe Toni sagt…

Karl (Carlo) Abarth RekordwagenKarl (Carlo) Abarth Rekordwagen

Eine Oase von relativer Ruhe, trotz roter Farbe, ist die Ausstellung der kleinen grossen Sport- und Rennwagen von Karl Abarth auf Fiat Alfabasis.

civile und Sportwagen, natürlich in Rot, mit Kleinstmotoren,, wie auch Kraftprotze - auch vom Maestro gefahren..stammen fast alle aus einer schweizer privaten Sammlung.civile und Sportwagen, natürlich in Rot, mit Kleinstmotoren,, wie auch Kraftprotze - auch vom Maestro gefahren..stammen fast alle aus einer schweizer privaten Sammlung. image003image003

Astronomische Preise für Originale, unterstützen die Verbreitung von hochwertige Porsche Replikas der zwei Dauerbrenner Speedster und Spyder stellt die griechische Firma Replicar HELLAS aus , die in Katerini, unweit von Thessaloniki zu Hause ist (www.replicarhellas.com).

Es sei nur am Rande erwähnt, dass Volvo, Huyndai, Ford und Opel auf die Teilnahme in Genf verzichteten. Sie wollen sich vermehrt den Firmen-Vertretungen widmen.

Elektro im Retrolook...aus Estland - hauptsächlich teuerElektro im Retrolook...aus Estland - hauptsächlich teuer

Eine Firma aus Estland zeigte ihren Elektrowagen, besser Dreirad oder Invalidenkarre, in mässiger Verarbeitung, mit schlechten Daten aber dafür zu einem stolzen Preis von 50000 Eure, der bei den Besuchern überhaupt nicht ankam...

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Den ersten Preis für Geschmacklosigkeit bekäme, wenn es einen gäbe, bestimmt ein Cadillac, der in Genf auf dem Stand von Goodyear posierte. Beleuchtete Reifen, Glitzer überall...

 

Etwas fällt auf und seit Genf ist es für mich bewiesen. Die Autoindustrie macht sich aus der Kundschaft nicht viel. Sie könnte viel innovativer sein, aber sie will nicht. Sie kann es doch, aber nur wenn sie muss. Vor fünf Jahren wollte man Elektromobilität totsagen. Heute geht es doch, aber könnte viel schneller gehen – die Industrie muss aber nicht. Ohne den Dieselskandal, würde sie aber noch weniger machen und am Diesel weiter tüfteln.

 

Dr.Georg W.Pollak, sc.

Alle Fotos: Autor, pollak-presse und P.Kalina, Cabrio Gallery.cz

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12.05.2017 18:22    |    akrij1    |    Kommentare (0)    |   Stichworte: 60er Jahre, brasilianischee, DAF, Einstiegsautos, jungtimer, Kuch, Motorbuch, skandinavische, youngtimer

Für junge Oldtimer-Liebhaber und die es werden wollen...erschienen im Motorbuch Verlag:

30 – 50 jährige Oldtimer, auch Youngtimer genannt, aus aller Welt, werden im Kuch’s Buch informativ behandelt. Der Autor widmet sich dem Gebrauchswert und deren Verbreitung dieser Wagen, die noch vor Kurzem zuhauf auf den Strassen fuhren.

 

Detaillierte technische Angaben kann man ja heute überall nachlesen. Es wurden bewusst die z. T. heute unbezahlbaren Preziosen, wie Maserati, Ferrari und Porsche, von denen man fast täglich liest, nur gestreift. Dafür werden auch brasilianische, japanische und osteuropäische Autos, meistens auf einer Doppelseite, reich bebildert dargestellt.

 

Die Oldtimerszene ist im Wandel. Viele Autos wurden unerschwinglich, oder sind so alt, dass sie mit ihrem Temperament der heutigen Verkehrsdynamik nicht genügen, sprich –sind zu langsam und rauchen dazu…Darum haben die Kadetts, Käfer und kleine Mini oder Skodas einen derartigen Zulauf.

Natürlich findet man hier viele deutsche Autos, aber auch die Skandinavier, die durch ihre Robustheit bestechen. Man begegnet dem DAF, Tatra, Wartburg oder Skoda.

Besonders junges Publikum kann sich an diesem Buch gut orientieren. Kuch bringt die Autos mit praktischen Hinweisen, wie Ersatzteilverfügbarkeit gut zur Geltung. Es ist also keine Enzyklopädie, aber ein gutes Buch, das keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, entstanden. Sein günstiger Preis überrascht noch zusätzlich.

 

Voller Buchnamen:

Kult-Karren, unsere Autos der 60er, 70er und 80er

222 Seiten, grösser als A4, unzählige Farbbilder, unter 15 Euro

ISBN 978-3-613-03958-2

Motorbuch Verlag, Stuttgart, 2017

 

Text und Fotos:

Dr.Georg W.Pollak, sc., Automobilia-Journalist, Oldtimer-Liebhaber und Sammler

http://pollak-presse.tatraportal.sk/

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25.01.2017 17:12    |    akrij1    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: Boxermotor, Ledwinka, luftgekühlt, Steyer, Tatra, tragendes Zentralrohr

Cover Hans u. Erich LedwinkaCover Hans u. Erich Ledwinka

Ein Buch über die Autopioniere Hans u. Erich Ledwinka, die in Steyr, Nesselsdorf/Kopiivnice und Graz ihre Meisterleistungen vollbrachten. H. Ledwinka leitete das Tatra-Werk in Mähren (Tschechien), sein Sohn Erich konstruierte nach beruflichen Einsatzen in Nesselsdorf, Berlin, München und Steyr in Graz den Steyr-Puch Haflinger und den Steyr-Puch Pinzgauer.

 

Das bisher beste Buch über Ledwinkas und Tatra gibt einen perfekten Überblick über Leben und Schaffen von Ledwinka Vater und Sohn. Hans wirkte bereits beim ersten Auto mit, der als „Präsident“ 1898 vorgestellt wurde. Dann kam 1916 der Ruf nach Steyr, wo er die Automobilfertigung aufbaute, u.a. den Typ Steyr ll, entwickelte. Weitere Typen folgten, doch Ledwinka übersiedelte 1923 wieder nach Nesselsdorf, wo er Werkschef wurde...

 

Es folgte die epochale Entwicklung des Tatra 11 mit luftgekühltem 2 Zyl.-Motor, Zentralrohrrahmen und Pendelachse, aber auch Stromiinienautos T 77,87,97. Es folgte eine Vielzahl von Personenwagen, darunter Lastwagen,Eisenbahnfahrzeuge und Flugzeuge. 1945 wurde Ledwinka verhaftet und wegen angebl. Staatsverrats sechs Jahre einsperrt.Nach seiner Entlassung lebte er als selbständiger Konsulent in München. Seine vollständige Rehabilitation erfolgte erst nach seinem Tod. 2007 erfolgte die Aufnahme in die Ruhmeshalle des Genfer Autosalons, der " European Automotive Hall of Fame".

 

Sein Sohn Erich kam 1930 nach dem Maschinenbaustudium an der TH Wien zu seinem Vater nach Nesselsdorf, wo er an der Entwicklung einiger Autos mitarbeitete. 1937 bis 1940 war er beim Flugzeugbauer Bücker in Berlin tätig, um dann wieder zu Tatra zurückzukehren. Unter seiner Konstruktionsleitung entstand der überaus geländegängige 3-Achs-Allrad-LKW namens T 111. Die heutigen Allrad-LKW`s des Tatra-Konzerns basieren noch auf dieser Konstruktion.

Nach freiberuflicher Tätigkeit in Bayern kam er 1950 zu Steyer-Daimler-Puch. Er wurde dafür auserkoren, einen Kleinwagen zu entwickeln, aus dem nach mehreren Varianten der Steyer-Puch 500 mit Fiat-Karosserie entstand.

Zuletzt Entwicklungsleiter bei Steyr-Daimler -Puch in Graz und als solcher verantwortlich für die legendären Geländefahrzeuge Puch Haflinger und Puch Pinzgauer.

 

Das Buch zeigt eine Unmenge von z.T. noch nie Veröffentlichten Fotos und Zeichnungen, ist grafisch hochstehend und trotzdem zu einem überraschend günstigen Preis angeboten.

35 Euro, 320 Serien, 23 x 27.57 cm ISBN 975-3-57503954-3-0

 

Akazia Verlag, Verlag für Buch, Kunst & Musikalien

Grüner Hang 2, 4293 Gutau

www.akaziaverlag.at BESTELLUNGEN: office@akaziaverlag.at

 

REZENSION UND FOTOS : Dr. Georg W. Pollak, sc. Zürich

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