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MisterError

Alle Erfahrungen über unseren Tourneo Courier und Grand Tourneo Connect ab Kauf...

14.03.2019 17:13    |    MisterError    |    Kommentare (10)    |   Stichworte: 6DCT Getriebe, GETRAG, Getriebeölwechsel, Grand Tourneo Connect, Tourneo Connect

Getriebeoelwechsel-1
Getriebeoelwechsel 1

Hier mal- wie bereits angekündigt- mit etwas Verspätung mein ausführlicher Bericht zum Getriebeölwechsel beim Ford Grand Tourneo Connect (PJ2), EZ 03.2018.

Das 6-Gang Doppelkupplungsgetriebe der Firma Getrag, auch „PowerShift“ genannt, benötigt ab und an mal etwas Pflege und sollte nicht vernachlässigt werden, um es vorsichtig auszudrücken.

Alles, was ich hierüber an Infos zusammengetragen habe, ist hier kompakt zusammengeschrieben.

 

Ich habe zum Glück in meinem Kundenkreis eine Firma, welche sich auf Getriebereparaturen spezialisiert hat. Audi DSG, VW, Ford, Jaguar… auch Transporter und LKWs. Dort sind alle Fahrzeuge vertreten. Auch werden Spülungen und Ölwechsel durchgeführt. Sehr guter Laden, kenne ich bereits viele Jahre, der Inhaber und Jungunternehmer hat Ahnung, ist sehr sympathisch, hat eine offene und ehrliche Art, wir vertrauen uns gegenseitig und ich habe dort bereits 3 Getriebeölspülungen bei meinen Mondeos Automatik Mk3 V6 durchführen lassen. Dies waren die 5-Gang Wandlergetriebe von JATCO, bei Ford „DuraShift“ genannt, welche ja angeblich eine „Lifetime-Füllung“ haben. Ist natürlich absoluter Blödsinn, soviel Logik sollte jeder im Kopp haben und sich ausmalen können, wie dieses „Getriebeöl“ nach 10 Jahren oder 100.000km oder noch mehr dann ausschaut… ob das noch so tolle Schmiereigenschaften hat? :-)

 

Früher war das wohl bei den meisten Herstellern so, in den letzten Jahren hat sich dies zum Glück geändert, heute werden auch für das Getriebeöl Wechselintervalle vorgegeben und auch so konstruiert, das man diesen Service einigermaßen- mal mehr oder weniger gut- durchführen kann.

 

Bei allen 3 Spülungen meiner damaligen Mondeos kam eine Brühe raus, wo man nur noch den Kopf schütteln kann! Der Filter im JATCO-Getriebe sitzt im Getriebe selbst beim Wandler, ist nur bei kompletter Zerlegung wechselbar… aber schon eine Spülung und der daraus resultierende komplette Wechsel des Öls wirkte Wunder. Das Schaltverhalten war danach wieder komplett anders, sanft, nahezu ruckfrei, der Spritverbauch ging etwas runter und der Wagen fuhr einfach wieder super. Gibt auch einen Thread darüber.

 

Aber zurück zum PowerShift-Getriebe: Wie ihr ja im Blog lesen konntet habe ich mir einen Grand Tourneo Connect zugelegt, meine Frau fährt nun den Tourneo Courier. Der Connect hatte bei der Abholung am 22.02.2019 erst 11.200 km, mittlerweile nach knapp 4 Wochen über 14 TKM und gerade bei Minustemperaturen schaltete er in den ersten Minuten etwas härter. Nicht extrem, nicht viel, es war nur leicht spürbar und es verlief sich auch nach 2-3 Minuten… aber es war eben doch ein Unterschied spürbar. Außerdem bin ich auf das Getriebethema mittlerweile „sensibilisiert“, denn wenn man mal diese abgelassene Brühe sieht und riecht und zwischen 2 Fingern verreibt- das vergisst man nie wieder!

 

Der Hersteller Ford schreibt einen Wechselintervall von 60.00 km vor, immerhin schon mal positiv.

Ich habe natürlich vertrauensvoll meinen Getriebe-Spezi gefragt und der meinte, wer seinem im Öl laufendem Doppelkupplungsgetriebe etwas Gutes tun will und den Wagen lange behalten möchte der sollte die Intervalle kilometertechnisch beim GETRAG etwas kürzer setzen und nach 3 Jahren auf alle Fälle wechseln, da das Öl eben mit der Zeit durch Verschleiß und Alterung Veränderungen der Eigenschaften mit sich bringt, welche dann natürlich auch auf die Lebensdauer des Getriebes geht.

 

Ich fragte erst mal bei 2 Ford Autohäusern in der Region hier nach und bat um eine Preisinfo. Wohl gemerkt- kein Angebot, ich wollte nicht das die Herren Zeit aufbringen müssen für ein genaues Angebot. Ich kenne das. Aber eine telefonische, ungefähre Anfrage wollte ich schon machen.

 

Der Erste Freundliche wollte für einen Getriebeölwechsel um die 400.- Euro und konnte mir einen ungefähren Zeitaufwand nicht nennen, ich solle den Wagen mal einen Tag da lassen. Der Zweite wusste erst nicht, dass es das beim Connect gibt und sagte, das er mich zurückrufen würde, er müsse erst genau in der Werkstatt nachfragen. Der Rückruf kam am nächsten Tag und er meinte, das der Ölwechsel schon etwas aufwändig sei und auch einen Filter beinhaltet. Er „schätzt“ mal, dass ich mit 400.- bis 500.- Euro rechnen und einen Tag auf meinen Connect verzichten müsse…

 

*räusper*

 

Keiner wollte die Laufleistung oder das Alter des Wagens wissen, oder fragte mich etwas… oder wollte wissen wie ich denn auf die Idee kommen würde. Ok.

 

Nun ja, ich mag Ford. Fahre seit jeher die Autos. Und dazu stehe ich auch.

Aber wie so oft im Leben- und das sage auch ich als Selbstständiger immer wieder: Menschen machen Geschäfte!

Es gibt gute und schlechte IT`ler, gute und schlechte Bäcker, Maurer, Mechaniker oder eben auch Werkstattmeister bzw. Kundenbetreuer, die dann solche lapidare Aussagen machen.

Boah, Leute- damit tut man doch der Marke, oder seinem Arbeitgeber und auch der Kundschaft nix Gutes… kapieren das die Menschen heute nicht mal so langsam?

Der Arbeitsalltag ist nicht leicht, der Preiskampf wird immer härter, die Kundschaft dank Google immer schlauer und viele eignen sich selbst viel Grund- oder (gefährliches?) Halbwissen an… man merkt heute relativ schnell, wenn einer eben fachlich nicht auf dem aktuellem Stand ist.

 

Ist klar, das man nicht sofort alle Infos im Kopp hat. Das Verlange ich auch nie. Geht mir und euch ja sicher auch so. Auch ich muss oft erst nachlesen, nachforschen , um IT-Themen zu klären, muss mich weiterbilden und teure Kurse machen, um Projekte umzusetzen und Aufträge ordentlich zu realisieren… aber man muss ich eben informieren, weiterbilden und darf auf keinen Fall dem Kunden irgendeinen Blödsinn erzählen… *seufz*.

Wenn ich so etwas machen würde- ich könnte bald meinen Kalender zumachen, bekäme keine Empfehlungen und Aufträge mehr, könnte meine beiden Autos verkaufen und Frau und Kind nicht mehr ernähren… :-/

 

Nun gut, in anderen Autohäusern oder bei anderen Marken schaut es ähnlich aus, glaubt mir… wie so oft: Alles steht oder fällt mit den Mitarbeitern…

 

Zurück zum Thema. Preislich natürlich bei beiden Händlern „sportlich“, fachlich für mich beide durchgefallen.

Ich fragte meinen Spezi, wie es den mit dem Getriebeölwechsel ausschaut. Und es zeigte sich sofort wieder, das es eine Wohltat ist, mit jemandem zu sprechen, der Ahnung hat!

 

Er verlangt regulär 190.- Euro (!) für den Wechsel, dieser ist in 30-40 Minuten erledigt. Je nach Getriebeversion gibt es 2 oder 3 Ablassschrauben, dann Filter wechseln, oben frisches Öl einfüllen, er benötigt je nach Version des 6DCT-Getriebes ca. 6 Liter Getriebeöl und einen neuen Filter. Materialkosten liegen ungefähr bei 80 bis 90 Euro, sagte er, der Rest ist für Zeit, Bühne, Wissen, Steuern, und n bissl was hängen bleiben sollte ja auch. Bämm, alle Infos da- ehrlich, schnell, kompetent! So mag ich das.

Weiter meinte er, das dieses Getriebe nicht der Burner ist und auch mal gerne Probleme bereitet, aber es ist recht solide. Mit der richtigen Fahrweise und Pflege!

Er empfiehlt den ersten Wechsel nach 20.00 km, da sich da vieles einläuft, da gibt es den ersten leichten Abrieb, es laufen sich alle Teile ein usw, danach alle 50.000 km oder auf jeden Fall nach 3 Jahren.

Das Getriebe altert schneller bei ruppiger oder „sportlicher“ Fahrweise, sagte er ganz klar. Er hat schon offene Getriebe nach 40.000 km auf dem Tisch gehabt, die sahen schlimm aus, verschlissen. Er hat aber auch schon eines mit 166.000 km offen gehabt, das sah noch gut aus und er hat nur einige Federn und Scheiben erneuert. Bei einigen streikt auch gerne mal die Elektronik und Steuerung, hier hilft nur ein schnelles auswechseln der Steuereinheit, sofern das Getriebe nicht schon einen kapitalen Schaden erlitten hat.

Er nannte auch einige Komponenten und Fachbegriffe, aber alles konnte ich mir leider in dieser kurzen Zeit nicht merken oder gar aufschreiben, verzeiht mir bitte.

 

Ein generelles Problem sein auch, das von dem GETRAG-Getriebe extrem schwer Einzelteile, einzelne Komponenten, Teilenummern, Bezeichnungen oder Ersatzteile bekannt/bestellbar seien, da der Hersteller GETRAG bzw Magna hier wohl viel an Infos zurückhält… und lieber ein komplettes Getriebe verkauft als Einzelteile oder bekannte Reparaturset`s / Teilepakete anbietet.

Dies liest man auch im Netz und in diversen Foren: sobald mal ein Getriebe Probleme bereitet und man damit zu seinem Händler marschiert (und hoffentlich noch Garantie hat!) wird meistens das gesamte Getriebe getauscht. Erledigt. Oft mit mehr oder weniger hohem Eigenkostenanteil.

 

Nun denn, mein Spezi meinte er hätte mittlerweile „seine Quellen“ und bis jetzt habe er noch jedes Getriebeproblem in den Griff bekommen. Komplett gewechselt wird erst, wenn eine Instandsetzung absolut keinen Sinn mehr macht.

 

Wieder zurück zu meinem Ölwechsel- der Tarif ist Klasse, ich bekam aufgrund unserer Geschäftsbeziehung einen Sonderpreis, gleich Termin ausgemacht.

Am 08.03.2019 ging`s dann in die Pfalz, hatte dort eh noch einen anderen Termin... pünktlich um 13 Uhr war ich vor Ort. Ich wurde erwartet, mein Spezi rangierte den Connect gleich zur Bühne Nr. 3, die anderen beiden waren mit einem Mercedes und einem Audi A5 belegt. Schick.

Auf den Werkbänken in der Halle lagen überall Getriebeteile in Bädern, in Kisten, mehrere Mitarbeiter schraubten, zerlegten, wuselten rum, einer saß hinter einer großen, fest montierten "Lupe" mit fettem LED-Licht und montierte mit feinem Werkzeug an einem Getriebe, ganz filigran... und im Regal links von mir lagen auf zig ebenen Getriebeteile... beeindruckend!

Habe auch ein Bild gemacht von einem gereinigten Teil in einer Wanne, fragt mich aber nicht was das war... zuviel Input in kurzer Zeit, Speicherplatz voll... :-)

 

Ich bekam einen Kaffee, wir quatschten, aber ich konnte kaum zuhören, denn "nebenher" durfte ich zusehen und sein Kollege legte gleich los. Alter Schwede- das ging flink! Zu schnell! Ich kam kaum dazu, Fotos zu schießen und mir gleichzeit das Gerede anzuhören... :-)

Ratz-Fatz war der Luftfilterkasten ausgebaut, darunter wurde die Einfüll-Imbussschraube gelöst. Dann Wagen hoch, Unterbodenschutz weggeschraubt, Ablasschrauben auf und das Öl schoß raus. Dann Filter gewechselt, der sah dunkel aus. Dann Schrauben rein, oben einfüllen bis es einen gewissen Pegel hatte, das bekam ich nicht ganz mit... fertig, Deckel zu, Luftfilterkasten rein, fertig! Das ging ne halbe Stunde, Bämmm!!!

 

Das Öl sah dunkelbraun aus, roch etwas schwefelig aber war noch lange nicht so versifft wie das aus dem Mondeo-Getriebe. Mein Spezi meinte auch, dass ich mit 14 TKM noch etwas früh dran sei, aber es schadet nix und das Öl zeigte schon leichte Alterungserscheinungen. Er sagte auch, ich würde es spüren, garantiert!

Dann meinen Obulus bezahlt, Hand geschüttelt, noch kurz zu anstehenden IT-Themen gesprochen, fertig, Heimweg.

Sorry falls ich mich wiederhole, aber sowas ist für mich Kompetenz! Da merkt man, wer das schon mehrfach gemacht hat. Routine. Erfahrung.

Was soll das? Mit „einen Tag den Wagen da lassen“… oder „kostet 400 Euro“… schade, schade, schade… egal, abhaken.

 

Das beste kommt ja noch- am nächsten Morgen steige ich ins Auto, lass den Motor an, warte wie üblich einen Moment, bevor ich losfahre… und? Geschmeidiges, ruckfreies Schalten von Anfang an. Definitiv ein deutlicher Unterschied! Absolut ruckfrei, nix rubbelt oder ruckt auch nur eine Sekunde… top! Auch im warmen Zustand dann bei gemütlicher Beschleunigung ein hervorragendes, sanftes, Hochschalten der Gänge. Perfekt.

 

Ergo- alles richtig gemacht, die Zeit und die paar Euro waren es mir wert, den nächsten Wechsel mache ich nach 45.000 gefahrenen Kilometern dann bei bei Stand 60.000 Kilometern oder im Frühjar 2022, je nachdem was zuerst eintritt… :-)

 

Wer übrigens im Süddeutschen Raum (Heidelberg, Karlsruhe, Wörth, Baden-Baden, Offenburg, Pforzheim) einen Getriebeprofi benötigt, darf mir gerne eine PN schicken, ich gebe die Daten selbstverständlich gerne weiter.

 

Ich hoffe, mein Bericht hat euch gefallen, wie gesagt konnte ich mir leider nicht alle Begriffe und Teile-Ausdrücke merken, die er noch so von sich gelassen hat… aber ein rundes Bild sollte doch hoffentlich entstanden sein.

 

Beide Tourneos sind nun auf dem Stand, erst mal steht nix mehr an… außer Geld verdienen, um die Ausgaben für beide Autos wieder langsam aufzuarbeiten… *seufz*

 

Übrigens, für beide Autos gibt’s mittlerweile eigene Seiten, die ich regelmäßig synchron zum MotorTalk-Blog aktualisiere...

 

Tourneo Courier: www.ford-tourneo-courier.de

Grand Tourneo Connect: www.ford-grand-tourneo-connect.de

 

Viele Grüße,

euer Manu

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14.03.2019 22:38    |    Fensterheber169

Bei 14tkm finde ich einen Getriebeölwechsel etwas früh, aber scheinbar doch richtig. Finde es insgesamt angebracht, das man regelmäßig einen Getriebeölwechsel macht. Es ist schon fast fahrlässig wenn der Hersteller von einer "Lebensfüllung" spricht. Wahrscheinlich ist das auf 100tkm gerechnet. Danach ist für den Hersteller das Leben vorbei.

 

Hab bei meinem Volvo bei 340tkm einen Wechsel vorgenommen und das Öl war total grau und roch unangenehm, obwohl bei 260tkm zuletzt das Öl gewechselt wurde. Auch hier war eine Lifetime Füllung angegeben. Nach dem Wechsel samt Spülung hat das Getriebe wieder viel sanfter und schneller geschaltet.

Als ich das Getriebeöl in meinem Ford gewechselt habe, hätte man denken können es ist ein komplett anderes Getriebe verbaut. Sehr sanftes und unmerkliches schalten.

Bei beiden Fahrzeugen ist auch sehr positiv, das es einen Getriebeölstab hat. Damit ist es sehr einfach das Öl zu testen, aufzufüllen und den Füllstand zu prüfen.

 

Kann es jedem nur empfehlen.


15.03.2019 18:45    |    racemondi

Ja man kann es nicht oft genug wiederholen, dass es gerade bei DK-Getrieben enorm wichtig ist das Öl regelmäßig zu wechseln.

Es macht auch Sinn an normalen Schaltgetrieben das Öl nach ca. 5 Jahren zu wechseln, da hier ebenso das Öl verschleißt/altert und es auch keinen Filter gibt der den Abrieb bindet.


15.03.2019 23:15    |    MisterError

@racemondi ...danke dir, sehe ich genauso... nur leider wissen das viele eben nicht.

 

@RonPut ...ebenfalls danke für deine Nachricht, und du hast Recht: 14 TKM war schon recht früh, aber ich wollte es eben einfach gemacht haben. Wusste ja nicht was der Erstbesitzer gemacht hat und wie der gefahren ist.

Und da ich eben die gute Beziehung zur Getriebefirma habe dachte ich eben, ich lasse den Getriebeölwechsel mal "prophylaktisch" und früh machen, dann habe ich definitiv ne Weile Ruhe. Und da man jetzt schon einen leichten Unterschied zu vorher merkt bin ich auch zufrieden und froh, das ich es gemacht habe.

 

Und auch ich empfehle jedem, neben Motoröl, anderen Flüssigkeiten und Verschleißteile eben auch mal an das Getriebeöl zu denken...

 

Grüsse,

Manu


16.03.2019 08:42    |    Goify

Und bei Autos mit Hinterradantrieb sollte man auch mal das Öl im Differential tauschen. Das hält ebensowenig unendlich lang.


16.03.2019 13:42    |    Lumpi3000

Ford gibt ja selber vor, Wechsel nach 3 Jahren oder 60.000 ...

 

Danke für den ausführlichen Bericht! :)


17.03.2019 10:41    |    MisterError

@Lumpi3000 ...völlig korrekt, aber wie beschrieben empfiehlt der Getriebeprofi etwas angepasstere Zyklen:

 

Nach Neukauf nach den ersten 20.000 km den ersten Wechsel mit Filter durchführen, da dann das GETRAG DKG eingelaufen, erster Abrieb da usw. Dann alle 45.000 bis max. 50.000 km oder spätestens nach 3 Jahren.

Die 60.000 km sind etwas lange, oft lassen sich die Besitzer ja auch meist etwas länger Zeit und fahren drüber oder kommen im 4. Jahr... von daher lieber nen Ticken früher kommen, wäre besser.

 

Von den Kosten meinte er- nicht über 250.- Euro! Alles darüber hinaus wäre Blödsinn! Er verlangt regulär 190.- und das ist fair. Zeitaufwand 35 Minuten, ging ruck-zuck. inkl. Öl und Filter.

 

Ich habe ihm die Aussagen der beiden Händler erzählt und er bestätigte dies leider... er höre sowas oft. Wie man sowas sagen kann entzieht sich seinem Fachverstand, er findet dies schade. 1 Tag und 400.- bis 500.- Euro ist absoluter Bullshit.

Hier fehlt es einfach an Erfahrung, an Wissen und dies hat hauptsächlich Zeitgründe! Also er hat gar nicht auf die Vertragshändler geschimpft oder so... er sagte hald, dass die meisten Werkstätten und Kollegen so viel Umsatzdruck haben, so wenig Zeit um sich richtig weiterzubilden, um mal ein Getriebe zu zerlegen, zu "forschen", um "Learning by Doing" zu machen... die müssen alle Modelle schnell abarbeiten und berechnen, fertig. Richtige "Handwerksarbeit", richtiges "Fachwissen" über Jahre aufzubauen ist da einfach schwer.

Aber man kann eben nicht überall Profi sein... er habe sich eben drauf spezialisiert und von daher kommen die Preise und Konditionen eben her.

 

Viele Grüße,

Manu


31.08.2019 21:07    |    Trackback

Kommentiert auf: MisterError:

 

Leserbericht: Der Leidensweg mit dem Grand Tourneo Connect

 

[...] sich.

 

Jetzt denke ich mir noch den Powershift-Ölwechsel zum Ford Preis von saftigen 400 Flocken dazu

https://www.motor-talk.de/.../...neo-connect-getrag-6dct-t6575562.html und dann sind das die bezahlten 950 EUR. Entweder man kümmert sich um eine Inspektion in einer Freien [...]

 

Artikel lesen ...


01.09.2019 09:46    |    mz4

Super Bericht und das sollten so langsam mal alle Verstehen.

 

Jedes DSG ist unterm strich Schrott. Sorry das klingt hat und ist ein ähnlicher Krampf wie die Stufenlosen CVT Getriebe.

Inzwischen haben die Zulieferer (kenne ich pers.) die Ventilproblematik zwar im Griff aber es gibt ein Problem.

das DSG egal von welchem Hersteller wird als SPORT fast schon als RENNstrecken Getriebe verkauft.

bei einem sportilich gefahrenen Golf 7 R war es nach 40TKM im eimer und wurde erneuert!

 

Ich kann mich nicht mit DSG's anfreunden da Motoraufheulen beim Einparken zwischen R und 1 am Berg dazu das hin und her rollen einfach nicht mehr Zeitgemäß ist.

Das wurde zwar auch schon "verbessert" aber nach dem Hype von vor 10 Jahren mit dem DSG ist nichts mehr üblich und kein neu kontruiertes Auto kommt noch mit diesem Mist auf den Markt.

 

Hanschaltung oder gute Wandlerautomatik ist kaum schlechter beim Fahren, Spritverbauch, Komfort, Gänge überspringen usw...

Auf der Rennstrecke nach vorn hat ein DSG natürlich Vorteile.

Auch mag es bei einem BMW M evtl. Sinn machen das sind aber keine Brot und Butter Autos.

Im alltag Wandlerautomatik gerne mit 8 Gängen GM,ZF oder AISIN.

Sieht man auch bei den neu vorgestellten Autos und wenn man mal so fragt was bestellt wird ist zu 50-60% die (Wandler) Automatik vorn. egal ob beim Kastenwagen oder im Luxussegment.

Einzig viele "günstigen" Autos gibt es halt nur als Schalter.

 

 

Ein Ölwechsel macht bei jedem Getriebe Sinn.

Im Fall von Automatisch geschalteten Getrieben egal ob Wandler oder DoppelKupplung macht es sogar Sinn den ersten Ölwechsel bei 20tKM vor zu ziehen und dann alle 60tkm. (Machen Mercedes Werksangehörigen beim 7G Tronic auch.. komisch warum nur ;))

Klar am Anfang fällt erst mal der meiste Dreck an bis alles eingeschliffen ist und danach nur noch normaler Verschleiß.

 

und sind wir mal ehrlich 200-450€ je nach Getriebe für einen Ölwechsel (tEckard Spülung meist 100-200€ teurer) sollte einfach bei 60Tkm auch drin sein wenn man es nicht gleich runter rocken will.


Deine Antwort auf "Getriebeölwechsel PowerShift: Grand Tourneo Connect (Getrag 6DCT)"

Der Autor:

MisterError MisterError


Wohnhaft im schönen Badnerländle, beruflich IT-ler, selbstständig, fahre seit meiner Jugend Ford. Bin ein Fan der V6-Modelle vom MK3 Mondeo. Dann Umstieg auf das "Vernunftsauto" Tourneo Courier und später noch Grand Tourneo Connect. Man wird ja älter, Nachwuchs kommt usw... :-)

Informationen

NEU:

Alle Details auf...

...www.ford-tourneo-courier.de

...www.ford-grand-tourneo-connect.de

 

Viel Spaß beim Lesen...

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