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mirko.steiner

neue Schrauber braucht das Land!

17.06.2008 14:39    |    mirko.steiner    |    Kommentare (9)    |   Stichworte: Girling 54, Lucas 38

Girling 38Girling 38

Durch meine Getriebeüberholung habe ich ja eh ein wenig mehr Zeit für den restlichen kram am meinem Auto, daher überhole ich noch die eine oder andere Geschichte mit, damit ich auch möglichst lange Spaß an meinem Gefährt habe.

Lucas 54Lucas 54

Also bau ich auch mal gleich an der Vorderachse die Bremse von der VW II 256/20 mm auf die Girling 280/22 mm um und überhole für die Hinterachse die Girling 38 Bremsanlage.

Lucas 54Lucas 54

Nach dem Erwerb der Bremsanlage habe ich sie ersteinmal zerlegt und dann Gestrahlt. Anschließend zum Galvanisierer gebracht (ca. 25 Euro) und werde sie jetzt noch mit schwarzem Bremssattellack von Foliatec lackieren und neue Dichtsätze verbauen.

Lucas 54Lucas 54

Vielen Dank an dieser Stelle an den Herrn Michel und seine Galvanische Anstalt ( http://www.galvanische-anstalt.de/ ) wer in der Nähe von Darmstadt wohnt, ist bei ihm gut aufgehoben ;-)

Lucas 54Lucas 54


17.06.2008 17:25    |    SiamorphE

Ist mal ne professionelle Lösung..geht natürlich auch einfacher..hat aber nicht dieselbe Haltbarkeit :>

 

Die einzige Frage die ich mir stelle..wenn du die schon komplett demontiert, gestrahlt und galvanisiert hast..warum lässt du sie nicht pulverbeschichten anstatt den Folia Tec Lack zu nehmen?


17.06.2008 17:48    |    mirko.steiner

Ich hatte einige Teile und da war das Galvanisieren einfach günstiger, meine Antriebswellen lasse ich gerade Pulverbeschichten - bin mal gespannt ;-) Und Galvanisiert und mit dem Bremssattellack ist es auch schon Bombig, wobei ich den Lack nicht für Optische zwecke nehme sondern als weiteren Schutz.

Ausserdem ist es glaube ich aufwendiger beim Pulverbeschichten dafür zu sorgen, das bestimmte stellen nicht Pulverbeschichtet werden, beim Galvanisieren können die die Dinger einfach so reinschmeissen...


17.06.2008 23:37    |    Tueddeler

Mit was wurden die Teile galvanisiert, mit Nickel?


18.06.2008 00:29    |    mirko.steiner

Ich weiß es nicht 100%, es sind aufjedenfall mehrere Schichten und es ist keine dekorative sondern eine funktionale Galvanisierung; sprich: es soll lange halten und nicht gut aussehen ;-)


18.06.2008 20:39    |    brough

hallo,

bin zufällig auf das forum gestoßen, und da ich mich früher mal bei uns im club/verein auf bremsen spezialisiert hatte, weiss ich einiges und helfe immer gerne, so wie mir auch immer wieder in den foren geholfen wird....

mit galvanisieren, bzw. galvanotechniken, sind/ist ja der rein chemisch-physikalische vorgang bezeichnet, aus dem sich eine vielfalt von ausprägungen ergeben, die bekannteste sicherlich das verchromen. das ist jedoch erst seit den 20ern möglich gewesen, daher wurde vorher z.b. vernickelt; was besonders bei oldtimer oft falsch gemacht wird! ich persönlich finde das auch viel schöner, da es viel wärmer ist als chrom, was sehr kalt und steril wirkt. aber das ist ja eigentlich nicht thema....

 

was hier mit galvaniseren gemeint war/ist, ist das typische und einfache gelbverzinnen. sieht dann immer etwas gelblich schimmernd aus, und ist nur die ersten 2 - 3 jahre ein echter schutz (bezoen auf bremssättel), danach löst es sich immer mehr auf und macht dem rost platz. wer alte bremssättel in der hand hatte, kennt das. aber das ist eigentlich auch kein problem, die bremssättel sind darauf ausgelegt, zu rosten! der rost bildet eine eigene schutzschicht und damit kann der sattel nicht weiter rosten. sieht zwar nicht schön aus, aber technisch vorerst eigentlich absolut unbedenklich. problematisch ist nur, dass der sattel dann immer sehr hydroskopisch ist, da sehr porös, und immer feucht ist. zudem wird es dann im winter kritisch, da die feuchtigkeit überall eindringt (auch in die simmeringe, faltenbälge usw.) und das dann natürlich immer wieder friert, das typische spiel eben. daher rührt auch der typische VW handbremshebel defekt, der immer wieder die autos durch den TÜV fallen lassen weil der handbremshebel defekt/fest ist.

ich rate daher immer allen sattelüberholern, die sättel nach dem sandstrahlen zu beschichten! wenn ihr einen guten beschichter habt, dann hat der die typischen hitzebeständigen stopfen zur hand, um eben die zylinder usw. abzudecken. die beschichtung ist das beste und langlebigste, was es im einsatzbereich der bremssattels gibt. warum beschichten alle premium bremsenhersteller ihre bremsen?? die schlagfestigkeit und die thermoelastizität ist gerade bei einer beschichtung gegeben, und auch nach jahren bleibt der schutz erhalten. eine richtig gemachte und gute beschichtung überlebt jedes auto!

wer noch fragen hat, kann sich gerne an mich wenden! corado (add) tiscali (punkt) (top level domain: deutschland)


18.06.2008 22:48    |    Tueddeler

Danke, das war mal ne sehr aufschlußreiche Info. Trotzdem möchte ich gerne wissen, mit was die Hersteller ihre Sättel denn nun beschichten,wenn nicht durch gelbverzinnen?


19.06.2008 02:09    |    mirko.steiner

also soweit ich weiss werden so porsche bremssättel pulverbeschichtet... aber vorher nicht galvanisiert, weil darauf die pulverbeschichtung nicht so gut halten soll... ausserdem ist ein pulverbeschichteter roter bremssattel besser zu verkaufen... eye candy halt ;-)


24.06.2008 17:39    |    Trackback

Kommentiert auf: mirko.steiner:

 

Bremssättel überholen (Teil 2 - Lackieren)

 

[...] Nachdem die Bremsanlage ja Galvanisiert wurde (http://www.motor-talk.de/.../bremssaettel-ueberholen-t1868266.html) wollte ich noch zusätzlich die Teile vor Korrosion schützen und ich entschied mich für Schwarzen Bremssattellack [...]

 

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18.03.2014 14:04    |    commodore72

Moin moin, die s�ttel werden �brigens verzinkt und nicht verzinnt. Nach der galvanischen verzinkung werden die teile passiviert. Entweder blau oder in dem Fall gelb. Gelb passivierte teile sind "haltbarer" als blau passivierte. Am besten ist die robuste oliv Passivierung.


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