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MarioE200

Trends und Kuriositäten sind das Steckenpferd dieses Blogs; sowie Infos zu meinem Fuhrpark

26.08.2014 21:10    |    MarioE200    |    Kommentare (91)    |   Stichworte: Autos

mercedes-strichacht
Mercedes strichacht

Heute möchte ich euch mal eine nette Anekdote aus meinem Leben erzählen.

Es geht um Diesel-Fahrzeuge. Und ein Diesel ist immer billiger!

Nein, nicht ich bin darauf gekommen, sondern der Nachbar von meinen Großeltern.

Seitdem ich diese Leute kenne (also mein ganzes Leben) fuhren die eine Diesel.

Von dem Nachbar (nennen wir ihn Bernhard und sie Irmtraud) stammt dieser oben genannte Satz.

Wichtig zu wissen ist, dass ich aus dem Ruhrgebiet komme und mein Großvater, sowie der Nachbar Bernhard seinerzeit "unter Tage" malocht hatten und halt sehr früh "in Rente" gingen. Ausnahmslos alle Fahrzeuge von Bernhard hatten im Kühlergrill das Schlägel und Eisen Emblem (das muss Bernhard wohl im Großpack in den 70er Jahren gekauft haben.:)) und war neben dem Hufeisen und der DAS-Plakette ein beliebter Kühlerzierrat.

Bis zu meinen 16. Lebensjahr verbrachte ich einen Großteil meiner Ferien bei meinen Großeltern, welche logischerweise in einem Zechenhaus wohnten. Diese Zechenhäuser hatten zudem einen großen Garten, worin sich mein Großvater und auch der Nachbar Bernhard regelmäßig austobten und (für mich) interessante Gepräche "über den Zaun" führten. Es ging meistens um Autos oder wie schnell der Rasen wieder gewachsen ist.

 

Wichtig zu erwähnen wäre, dass Bernhard und Imtraud auf eine Jahreskilometerleistung mit ihren Fahrzeug auf etwa 8 tkm kommen und sich immer Neuwagen gekauft haben.

 

Erinnern kann ich mich an einen 200D /8 in weiß mit den geriffelten Rückleuchten und den Kopfstützen welche aussahen, wie Omas Sofakissen.

Darauf folgte im Jahr 1981 (das Jahr, in dem Bernhard in Rente gegangen ist) ein Jetta 1 in Grünmetallic mit den obligatorischen Schmutzfängern mit Wolfsburg-Emblem.

Darauf folgte (ich denke es war 1985) ein roter Nissan Sunny Stufenheck, ebenfalls als Diesel. Zu diesem Zeitpunkt war es Chic, einen Japaner zu fahren, da diese deutlich mehr Austattung mitbrachten als die deutsche Konkurrenz. Mein Großvater hatte da schon länger einen Datsun Cherry, welcher wie ein geschrumpfter Ford Mustang aussah.

Bernhards Nissan machte wohl größere Probleme. Ich kann mich noch gut an den großen bärtigen ADAC-Menschen erinnern, welcher so ungefahr aussah, wie Brutus von Popeye. Dieser kam im 3-türigen Kadett E Caravan vorgefahren und schimpfte immer über diese "Reisschüssel", weil die mal wieder nicht angesprungen ist. Folgerichtig wurde der Nissan Anfang 1989 durch einen noch nicht gefacelifteten, dunkelroten Opel Kadett E 1,6 Diesel Stufenheck ersetzt. Dieser hatte die LS Ausstattung mit nichts an Extras und hinterließ bei mir trotzdem einen bleibenden Eindruck. Als 1990 die Ostgrenze offen war, fuhren wir in der Osterzeit damit zu 5. nach Halberstadt. Kennt jemand noch die Kadett LS-Sitze, welche aus einer Art Sisal gefertigt worden sind? Man schwitze und es war unbequem.

Dennoch rumpelte der Kadett voll beladen mit über 180 km/h lt. Tacho über die Autobahn! Und das mit 55 PS. Wie gesagt, ich war tief beeindruckt.

Dem Kadett folgte 1992 ein dunkelgrauer Audi 80 B4 als 1,9 TD ohne I, bei dem auf dem Kofferraum nur 80 stand und nicht mehr Audi 80. Dieser Wagen hat mir sehr gut gefallen und gefällt auch heute noch. Der Audi wurde 1997 zugunsten eines Ford Mondeo Diesel in Zahlung gegeben. Es war die Zeit, als man bei Ford für ein und die selbe Summe sich irgeneine Karosserievariante aussuchen konnte. Was nimmt Bernhard? Klar, einen (sehr häßlichen) Stufenheck in der Farbe "liladunkelblau" oder so. Diese Form mit diesen Rückleuchten passt irgendwie nicht zum Mondeo (meiner Meinung nach).

Welches Auto Bernhard sich danach gekauft hatte, kann ich nicht sagen, da meine Großeltern 1998 (Oma) und 1999 (Opa) verstorben waren.

So ging die Zeit ins Land und ich traf Bernhard und Irmtraud 2011 beim Einkaufen wieder.

Nach längerem Smalltalk an der Kasse folgte ich ihnen noch zu ihrem Fahrzeug. Einem Opel Meriva A in silber als 1,3 CDTI.

Auf die Frage, ob sich denn ein Diesel für sie überhaupt lohnen würde, sagte Bernhard wie eh und jeh: "Mario, ein Diesel ist immer billiger!"

 

Wie komme ich jetzt auf diese Geschichte?

Wie ich von meiner Tante gehört habe, ist Bernhard vor kurzem verstorben und Imtraud in ein Altenheim gegangen. Als ich nun am Sonntag mit meinem Vater (welcher ja gerade einen Mercedes mit Automatik sucht) durch die Gebrauchtwagenhallen diverser Fahrzeughändler im Umkreis gegangen bin, entdeckte ich (ich bin mir ziemlich sicher) Bernhards silbernen Meriva mit Schlägel und Eisen im Kühlergrill als 1,3 CDTI Baujahr 2007 mit 26 tkm auf dem Tacho für 6900,-Euro.

Dieser muss auch bereits verkauft sein, denn er ist nicht im Netz zu finden.

 

Aber ich muss gerade wieder schmunzeln und stelle mir den Fahrzeughändler vor, wie er vergeblich versucht, dem sturen alten Westfale aufgrund der geringen Fahrleistung zu einem Benziner zu überreden.

 

Ich hoffe, euch hat meine kleine Geschichte gefallen.

 

Es grüßt

Mario

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26.08.2014 21:46    |    Goify

Danke Mario für diese nette Anekdote. Tja so sind die Menschen eben. Wenn sie ein mal etwas gelernt oder erfahren haben, ist dies ein bis in alle Ewigkeit unumstößlicher Grundsatz, der sich nie ändern wird.

Da fallen mir unsere Nachbarn ein, auch ein älteres Ehepaar: Sie erzählten, dass die die Hausbesitzer, die vor uns in unserem Haus lebten, immer Mercedes fuhren und da fielen drei Dinge im Gespräch: "Der Benz fuhr sich ja soo toll, aber der Rost und im Winter erst!"


26.08.2014 21:50    |    John-Mac-Dee

Interessante Story. Gefällt mir. Der Autogeschmack von den beiden war aber wirklich sehr eigenwillig. Vom erhabenen Stricher über den Jetta und seriösen Audi 80 zum gammligen Mondeo und schliesslich zum Meriva. Nun ja.

Ich kenne auch jemanden der schwört auf Diesel, ich kann dem nix abgewinnen. Laut, unkultiviert, stinkend. Billiger auch nur bei richtig viel Fahrleistung von mind. 30.000km und auch nur wenn man einen alten Diesel fährt. Bei den neuen mit DPF sind die Steuern zwar nicht mehr so das Thema, dafür aber die Folgekosten. Für mich gehört in einen PKW immer ein Benzinmotor.


26.08.2014 22:35    |    auto-rolli_hx

Zitat:

Ich kenne auch jemanden der schwört auf Diesel, ich kann dem nix abgewinnen. Laut, unkultiviert, stinkend.

Also, ich empfinde das Dieselmotor-Geräusch eher als angenehm, es hat für mich eher etwas beruhigendes. Für die Umwelt ist ein Diesel aber wohl tatsächlich um Welten schlechter als ein Benziner.

 

Was Bernhard angeht ("Ein Diesel ist immer billiger!"), gehen wir aus Sicherheitsgründen einfach mal davon aus, dass er unter Tage keinen Job hatte, bei dem das Leben seiner Kumpel von seinen Rechenkünsten abhing :D

 

Rolli_HX


27.08.2014 02:31    |    rolandnatze

Ich hatte bisher fast nur Diesel:mein erstes Auto war ein 1970er /8 200D, danach kamen u.a. Golf 1 und 2, Renault 18 GTD, Jetta 2, Golf 3 Europe, Audi A4 TDI, BMW 320d, Golf 6 und im Moment mein bislang stärkster Diesel : ein Golf 7 GTD.

Ich kann dem o.g. nicht wirklich zustimmen, dass moderne Diesel laut, stinkend und unkultiviert sind, das waren sie sicher bis vor einigen Jahren. Klar ist ein Benziner immer noch leiser, trotzdem: die modernen Diesel nageln überhaupt nicht mehr, sie schnurren eher, sind innen wie aussen (zumindest die PKW) gut gedämmt, seit sie DPF haben, riechen die Abgase auch nicht mehr und die Endrohre sind nicht mehr rußschwarz , sondern sauber..... Die meisten Dieselmodelle werden sich für Wenigfahrer tatsächlich nicht lohnen, das hängt aber vom Aufpreis zum Benziner ab, der beim Golf 7 z.b. bei etwa 2400 € liegt.

Auch die Steuer ist bekanntlich viel teurer als beim Diesel, selbst für Euro 6 ...

Allerdings dürften die kleinen turbogeladenen Benzinermotoren auch nicht so robust sein wie nicht geladene Saugbenziner, Turboschäden werden hier ab einer gewissen Laufleistung , wie bisher nur beim T- Diesel die Bilanz verhageln. Der grösste Vorteil beim Diesel PKW ist wohl eher ein psychologischer als ein rechnerischer: die Freude an der Tanke am deutlich niedrigeren Spritpreis und der immer noch geringere Verbrauch, man tankt halt erst paar Hundert KM später.

Und irgendwie muss es ja auch seinen Grund haben, warum Taxen, Streifenwagen, Mietwagen, Fahrschulwagen, Geschäftsautos usw. fast immer Diesel sind.

Ach ja: mein erster Mercedes Strich 8 200D von 1970 hatte 55 PS bei 2 Liter Hubraum, brauchte von 0-100 Km/h runde 30 Sekunden, Vmax lag bei 130 Km/h, (da schrie er im 4. Gang schon wie wild, dass man freiwillig auf 110 runterging) und verbrauchte 9 Liter im Schnitt, was wohl 1970 gut war, aber heute indiskutabel....

war trotzdem ne coole Karre, nur nicht im Winter, da sprang er nie an unter -5°C, man musste manuell vorglühen bis zu 1 Minute lang so `nen Knopf rausziehen..nervig.....war wohl schon ausgelutscht zu der Zeit...

da sieht man was Fortschritt bedeutet, heute haben wir bei gleichem Hubraum die 3-4 fache Leistung, bei fast halbiertem Verbrauch, das ganze komplett ohne Russfahnen..... für mich gilt: Rudolf D. lebt !!

P.S. Bild von Wiki, meiner hatte ein aufpreispflichtiges weisses Lenkrad !!!


Bild

27.08.2014 09:02    |    Gorgeous188

Die Dämmung im Motorraum wird eben immer besser. Dafür muss man erstmal eine halbe Stunde lang irgendwelche Abdeckungen abschrauben, wenn man mal an den Motor ran muss.

Und moderne Diesel verkraften Kurzstrecke nicht mehr so gut, weil der DPF regelmäßig freigebrannt werden muss.


27.08.2014 09:34    |    Käfer1500

Ein moderner Diesel ist eben trotz Stammtischparolen aus /8 Zeiten NICHT billiger als ein Benziner, zumindest nicht, wenn man ihn länger als 150tkm fahren will. Danach kommen teure Zahnriemenwechsel (800€), volle DPF (1800€), neuer Turbolader (1600€), gerne auch mal Injektoren (einige hundert €) oder gar kapitale Motorschäden (VW 140 PS PD TDI Ölpumpensechskant z.B.).

Leasingunternehmen profitieren natürlich massiv von dem "Diesel ist IMMER billiger" Stammtischgeschwätz, das auch die unsäglich schlechte monatliche ADAC Postille immer wieder gerne schürt, kaufen die Diesel neu mit gut 25-30% Rabatt auf Liste und verkaufen die nach 3 Jahren und 150-200tkm optisch im aufbereiteten, den Lack dünnpolierten Neuzstand und technisch ziemlich verschlissen zu 50% Liste an Privatleute oder gen Osten ...

Den schwarzen Peter und die Wartungskosten haben dann die die Zweitbesitzer und die stossen dann die marode Kiste nach 250tkm entnervt ab ...

 

Ich fahre nachweislich bei meinen Anforderungen (16 tkm p.a., Neuwagen kaufen und bis zum bittren Ende nach ca. 15 Jahre fahren) mit einem Saugbenziner mit Autogasumrüstung billiger!

Und mein Taxiunternehmer fährt Erdgas (CaddyMaxi mit robustem, trägem aber langlebigem 109PS 2.0 Saugbenziner), für echte Vielfahrer ist das deutlich billiger als Diesel.


27.08.2014 10:09    |    mat619

Zitat:

Billiger auch nur bei richtig viel Fahrleistung von mind. 30.000km und auch nur wenn man einen alten Diesel fährt. Bei den neuen mit DPF sind die Steuern zwar nicht mehr so das Thema, dafür aber die Folgekosten.

Sorry, aber das halte ich für Benziner-Schönrechnerei.

 

Nehmen wir mal an wir kaufen einen jungen Gebrauchtwagen, der als Diesel und Benziner dasselbe kostet (aufgrund der massenhaften Leasingrückläufer ja nicht unüblich) und nehmen zum Nachteil des Diesels den Super-GAU an, dass wir uns eine Gurke haben aufschwatzen lassen, deren Partikelfilter wir sofort nach dem Kauf auf unsere Kosten tauschen lassen müssen. Wir fahren nur halb so viel wie von dir angenommen, also 15.000 km, und wollen das Auto nur drei Jahre halten.

 

Dann rechnen wir mal:

Diesel kostet hier gerade 1,27 €, Super 1,46 € und Super Plus 1,54 €. Dieselverbrauch sagen wir mal 5,5 Liter / 100 km, der des Benziners 7,5 Liter / 100 km. Kosten DPF Austausch 850 €, das kostet der originale bei meinem Volvo beispielsweise inkl. Arbeitszeit. KFZ-Steuerdifferenz würde ich mal mit 150 € p. a. zulasten des Diesels veranschlagen.

 

=> 4.443 € Kosten Diesel für drei Jahre, inkl. DPF-Tausch und Steueraufpreis

=> 4.972 € Kosten normaler Benziner für drei Jahre

=> 5.197 € Kosten Super Plus benötigender Benziner für drei Jahre

 

Macht in drei Jahren unterm Strich 529 € bzw. 754 € Ersparnis für den Diesel, trotz des immensen Kostenfaktors Partikelfiltertausch. Selbst wenn dazu noch jede jährliche Inspektion beim Diesel utopische 176 € bzw. 251 € teurer als die des Benziners wäre, sind wir erst kostengleich.

 

(Fährt man natürlich nur Kurzstrecken oder ein sonstwie völlig ungeeignetes Fahrprofil für einen Diesel, schaut's natürlich in puncto Folgekosten aufgrund von darauf zurückzuführenden Defekten übel aus, keine Frage - dann hat man allerdings von vornherein sowieso das falsche Auto gekauft.)

 

Zitat:

Ein moderner Diesel ist eben trotz Stammtischparolen aus /8 Zeiten NICHT billiger als ein Benziner, zumindest nicht, wenn man ihn länger als 150tkm fahren will. Danach kommen teure Zahnriemenwechsel (800€), volle DPF (1800€), neuer Turbolader (1600€), gerne auch mal Injektoren (einige hundert €) oder gar kapitale Motorschäden (VW 140 PS PD TDI Ölpumpensechskant z.B.).

Pro Tipp: Einfach kein Auto aus dem VW-Konzern kaufen. Die Ersatzteile kosten bei anderen Herstellern einen Bruchteil bei zugleich weitaus längeren Wechselintervallen, und dort sind Turbo-, Injektor- oder gar kapitale Motorschäden tatsächliche "bedauerliche Einzelfälle".

 

Ansonsten hast du mit Autogas und Saugbenziner natürlich absolut recht, damit kommt man in der Tat billiger weg. (Ist aber halt nicht unbedingt für jeden eine Alternative.)


27.08.2014 11:19    |    schipplock

Zitat:

Leasingunternehmen profitieren natürlich massiv von dem "Diesel ist IMMER billiger" Stammtischgeschwätz, das auch die unsäglich schlechte monatliche ADAC Postille immer wieder gerne schürt, kaufen die Diesel neu mit gut 25-30% Rabatt auf Liste und verkaufen die nach 3 Jahren und 150-200tkm optisch im aufbereiteten, den Lack dünnpolierten Neuzstand und technisch ziemlich verschlissen zu 50% Liste an Privatleute oder gen Osten ...

bei BMW kosten die Autos, egal ob Benziner oder Diesel, nach einem Jahr Zulassung und Alter gebraucht bis zu 45% weniger als der Listenpreis. Einen Diesel mit 200tkm bekommt niemand fuer 50% Listenpreis an privat verkauft. Absolut unrealistisch. Mein Vater kaufte vor einigen Jahren einen 3 Jahre alten Mercedes C W203 180K Classic mit 26.000km; fuer 15890 EUR. Meinen E90 318d kaufte ich als Jahreswagen mit 30.000km und habe zum Listenpreis 40% gespart. Bei 200.000km fallen die Preise enorm. Bis 150tkm bekommt man ein Auto, egal ob Diesel oder Benziner noch zu fairen Preisen verkauft. Das haengt aber auch etwas von der Ausstattung ab. "Volle Huette" laesst sich mit 150.000km noch eher verkaufen als "Basisausstattung".

 

Zitat:

Billiger auch nur bei richtig viel Fahrleistung von mind. 30.000km und auch nur wenn man einen alten Diesel fährt

pauschalisieren ist immer so eine Sache. Wenn man den hier genannten 200D e.g. nimmt, ist er doch aus heutiger Sicht um einiges ineffizienter als sein Benzinpendant (bezogen auf die Leistung und den Verbrauch). Diese alten Diesel gab es in der Form frueher nur, weil Diesel deutlich guenstiger war als Benzin. Das ist ja heute nicht mehr so.

 

Und das Argument mit dem Zahnriemen verstehe ich nicht. Den haben ja auch Benziner und bei BMW und Mercedes gibt es das sowieso nicht. Und ob man sich bei 30.000km im Jahr tatsaechlich um den DPF Gedanken machen muss? Nein. Erfahrungsberichte von Vielfahrer zeigen, dass selbst nach 200.000km kein Bedarf besteht. Und nein, man muss dann keine 1800 eur investieren. Man kann den bestehenden fuer 400 eur "reinigen" lassen und weitere 200tkm fahren.

 

Wenn ein DPF bei Kurzstrecke Probleme bereitet, muss man diese Art von PKW fuer seine Zwecke ausschließen. Ich kaufe mir ja auch keinen LKW, nur, weil ich 1x die Woche zum Baecker fahren will. Man muss immer dem Zweck entsprechend das Auto auswaehlen.

 

Ich persoenlich halte nicht viel von Diesel. Ich mag diesen "bumms" und das Geraeusch nicht. Bei mir lohnt der Diesel auch nur, weil ich das Auto nicht neu gekauft habe, denn dann muesste ich ca. 200tkm fahren, um den Mehrpreis beim Kauf und bei den Steuern rauszuholen (laut Herstellerangaben).

 

Wuerde ich ein neues Auto kaufen, wuerde ich einen effizienten Benziner waehlen, der laut Herstellerangabe sehr wenig verbraucht. Ich wuerde den aber vorher probefahren, denn ich fahre Benziner gerne weit ueber die Herstellerangaben, was ich so beim Diesel nicht habe. Meinen 318d fahre ich, ohne auf den Verbrauch zu achten, nur 1L ueber der Herstellerangabe. Benziner fahre ich regelmaeßig mit 2L ueber die Angabe. Aber wenn ich den Erfahrungsberichten glaube, kann man wohl auch moderne Benziner um die 5-6L bewegen. Einen aelteren Mercedes W204 bin ich in der Basismotorisierung als 180K mit Turbo (kein Kompressor) aber nie unter 8L gekommen und ich fahre eigentlich hauptsaechlich Autobahn und habe es wirklich nicht uebertrieben (war ja nicht mein Auto).

 

Die gaaaanz alten Diesel klingen schon eigenartig; gar nicht mit den modernen Dieseln zu vergleichen. Hoert euch mal einen W124 250D bei Youtube an; den muss man mit ordentlich Drehzahl fahren und dabei klingt der enorm gut. Auch hubraumgroße Diesel klingen gut...diese alten V8 Diesel von us-amerikanischen Pickups e.g. :).


27.08.2014 11:57    |    HerrLehmann

First:

Zitat:

Laut, unkultiviert, stinkend.

Dein Wissensstand ist von 1986, aber entschuldbar wenn ich das Emblem links neben Deinem Nickname sehen... ;)

 

Und zu Bernhard: Ist doch herrlich. Sparen muss man sich leisten können. :D

Aber vom /8er zum Jetta ist wirklich ein massiver Abstieg.

 

Zitat:

Wichtig zu erwähnen wäre, dass Bernhard und Imtraud auf eine Jahreskilometerleistung mit ihren Fahrzeug auf etwa 8 tkm kommen und sich immer Neuwagen gekauft haben.

Kommt bei mir auch hin. Nur dass ich keinen Neuwagen kaufen würde, ich kann doch rechnen... :D:D:D

 

PS : Sehr schöne Anekdote.

Ich warte noch auf zwei konkrete Statements von anerkannten Dieselhassern hier im Forum. :)

 

PPS:

Zitat:

Danach kommen teure Zahnriemenwechsel (800€), volle DPF (1800€), neuer Turbolader (1600€), gerne auch mal Injektoren (einige hundert €) oder gar kapitale Motorschäden (VW 140 PS PD TDI Ölpumpensechskant z.B.).

Thank God, dass man beim Benziner niiiie den Zahnriemen wechseln muss!

Und Thank God, dass bei VW Benziner überhaupt keine Motorschäden wegen Steuerketten bekannt sind!

You mad my Day! :D:D


27.08.2014 11:59    |    Dr.OeTzi

Ich finde es witzig, dass hier einige genau den gleichen Fehler machen wie Bernhard, nur eben genau andersrumm.

 

Es ist einfach eine Frage des Einsatzzwecks. Als ich meinen Diesel gekauft habe, spulte ich wöchentlich 700km ab, allein um auf Arbeit zu kommen. Dazu kamen Fahrten am Wochenende und Dienstreisen. Jeweils schnell 1000km Hin- und Rückfahrt.

So bin ich auf 60.000 - 70.000km/JAhr gekommen. Wer dann auf einen Benziner schwört, kann wie Bernhard ebenfalls nicht rechnen. Mittlerweile sind es "nur noch" 30.000km und der nächste wird vielleicht ein Benziner - wer weiß

 

 

Die Variante Autogas ist ebenfalls nicht für jeden geeignet, denn diese Fahrzeuge gibt es nur in den unteren Leistungsklassen. Dazu kommt, dass die Systeme nicht Volllast-tauglich sind und daher auf Benzin umschalten wenn es mal im Tiefflug voran gehen soll. Ich sage nicht, dass man damit nicht genauso von A nach B kommt- aber wenn ich voll beladen nen Alpenpass rauf kraksel, ist mir mein Drehmoment lieber als das eines Saugers und moderne Turbomotoren mit LPG die was taugen kann man an einer Hand abzählen

 

 

Das mit den Folgekosten ist Unsinn. Ein Zahnriehmen muss auch beim Benziner getauscht werden. Eine Steuerkette hingegen ist auch nicht 100% "wartungsfrei" und bei einem eventuellen Austausch oder defekt VIEL teurer. Abgesehen davon haben sich die Wartungsintervalle der Zahnriehmen extrem verlängert. Mittlerweile liegen wir da bei >200.000km.

Auch das mit den Folgekosten bei Turbo und DPF ist quatsch. Wer seinen DPF in den ersten 150.000 schrottet hat eindeutig was falsch gemacht (ich bin trotz regelmäßigem Vollastbetrieb nicht mal bei 50% Beladung und das bei 130.000km). Ein Austausch ist teuer ja, aber gemessen von der zu erwartenden Laufleistung von ~200.000km+ und dem in diesem Zeitraum erwirtschafteten Verbrauchsvorteil ein Witz.

Naja und der Turbo kann auch bei einem Benziner kaputt gehen. (Saugbenziner nehme ich mal raus, da praktisch ausgestorben)

Es ist auch mitnichten so, dass ein Turbo nach xx.xxxkm defekt ist.

Ich persönlich kenne niemanden, bei dem der Turbo hochgegangen ist, ohne das dies auf einen baulichen Mangel am Fahrzeug (und damit Garantie/Kulanz) oder auf einen falschen Umgang zurückzuführen gewesen wäre.

 

 

 

Auch im Umweltkapitel hat sich einiges getan, denn die Rußschleuder-Krone steht derzeit wohl eher im Benziner-Lager. Nur noch eine Frage der Zeit, bis hier ebenfalls Filtersysteme zum Einsatz kommen.

 

 

 

Mittlerweile haben sich Benzin- und Dieselmotoren sehr stark angenähert. Stärker als so manchem Benzin- bzw. Dieselhomie lieb zu sein scheint. Argumentiert wird also mit Stammtischargumenten aus alten Zeiten, die so heute keinerlei Gültigkeit mehr haben.

 

Ich als offener Kunde erfreue mich daran, denn Konkurrenz belebt das Geschäft und ich profitiere davon - egal ob ich nen Benziner oder nen Diesel kaufe. Ich betrachte es also nüchtern und suche mir das jeweilig zu meinen Anforderungen passende Produkt

 

 

 

 

Nichts ist schwarz oder weiß


27.08.2014 12:25    |    driver191

Ich fahre schon lange Diesel im Alltag, jetzt seit 15 Jahren einen Golf TDI, ich wollte den nicht solange fahren allerdings geht der Ofen einfach nicht kaputt, hat jetzt 450000km runter, Technik nie was dran, dazu die guten Fahrleistungen und im Schnitt nur 5,5 Liter Verbrauch.

Der Wagen hat nicht eine Inspektion gesehen, der Motor bekommt alle 20000 bis 30000 billiges Öl und alle 100000km einen neuen Zahnriemen, für mich lohnt sich der Diesel immer noch .:)


Bild

27.08.2014 13:07    |    Mr. Driveyanuts

Tach!

 

Der W204 180 K hat m.W. den unproblematischen Kompressormotor. Der 250 Benziner hat einen Turbo.

8 L sind für ein solches Auto völlig i.O.

 

Meinen Benziner fahre ich übrigens unterhalb der Herstellerangabe. Bin halt nur auf der Landstraße unterwegs.

 

Solange es sich irgendwie vermeiden lässt, werde ich auf downgesizete Motoren verzichten.

Ohne Turbo wird es aber langsam eng. Leider.

 

Schöne große Saugmotoren sterben aktuell im Zeitraffer aus. Und das alles wegen 1-2 L / 100 Km weniger, die auch nur rechnerisch nach ECE-Zyklus anstehen. Die Mehrkosten für Wartung und E-Teile im Alter sichern den Herstellern Einnahmen. Der Privatkunde spart keineswegs.

 

Diesel sind für mich ohnehin nur ein Thema, wenn das gewünschte Modell nur als Diesel erhältlich ist oder es um ein echtes Vielfahrerauto geht, das neu mit Full-Service-Vertrag geleast wird. Bin aber auch bei meinem Alltagsauto wieder von Diesel auf Benzin umgestiegen. Der Diesel lohnte sich einfach nicht und hört sich einfach fürchterlich an.

 

Es kommt eben darauf an, was mit dem Auto gemacht werden soll und natürlich auch wie es gefahren und gepflegt wird.

In der Familie haben wir einen W204 320 CDI 4matic, der relativ problemlos läuft. Bei 80.000 Km bekam er eine neue Wasserpumpe. Das war´s bislang. Aber mit 150.000 Km wird der Wagen spätestens abgestossen. Denn die zu erwartenden Reparaturen an Turbos und Injektoren werden den Wagen unwirtschaftlich machen. Er braucht übrigens bei einigem an Kurzstrecken 9-10 L.

Sinn macht der Diesel hier keinesfalls, aber er fährt (für den Geschmack des Nutzers) schön und stand halt so wie er war sofort verfügbar beim Händler.

 

Bei Autos in der Preisklasse ab 40.000 Eur und einer Jahresfahrleistung von weniger als 30-40.000 Km steht ohnehin der Wertverlust im Vordergrund. Was soll man da mit einem Diesel?

Wenn wir über BMW sprechen, gibt es wunderschöne R6 Benziner, die so viel mehr Fahrfreude und Klangerlebnis bereiten. Das wäre mir dann auch bei mehr Km p.a. der 1.000er mehr auch wert.

 

Aber die Geschmäcker und Mathematikkünste sind eben verschieden...

 

M. D.


27.08.2014 13:08    |    hades86

Ich hab mir meinen dicken Diesel gekauft, als ich täglich knapp 200km abgespult habe. Mittlerweile habe ich zur Arbeit noch grob vier Kilometer. Lohnt sich nicht mehr, der steht mir eigentlich nur noch rum, aber ich finde kein Auto, das mir Ähnliches bieten könnte und ich nicht extrem drauflegen muss. Daher bleibt er, auch wenn er mich ein paar Hunderter mehr Steuern kostet. Oder jemand kauft ihn mir zu einem angemessenen Preis ab... Gründe, warum jemand ein bestimmtes Auto fährt, sind vielfältig.


27.08.2014 13:13    |    Mr. Driveyanuts

@driver191:

Dein Golf 3 TDI mit 1,9 L Hubraum und 90 oder vielleicht 110 PS hat mit den überzüchteten Dieselmotoren von heute, die allein schon den 5-10-fachen Einspritzdruck auf die Injektoren geben, nicht viel zu tun.

Mein BMW 530d aus Bj. 2000 hatte nach dem Wechsel aller Injektoren und des Turboladers bei ca. 40.000 Km auch nie wieder Ärger gemacht. Allerdings war das ein gemütlicher R6 mit 180 PS. Das leistet heute ein 2L TDI.

 

Gruß,

M. D.


27.08.2014 13:52    |    Dr.OeTzi

@Mr.Driveyanuts:

Was glaubst du, was die Leute damals dem 1.9TDI-VEP mit 90PS für eine Langlebigkeit attestiert haben, als er erschienen ist? ;) Heute hingegen wird genau dieser (aus damaliger Sichtweise unglaublich hochgezüchtete Motor) als Beispiel herangezogen, wie langlebige Motoren auszusehen haben.

 

Auch die Baupläne für einen 3l R6 mit 180PS hätte damals so manch Kritiker lieber auf dem Scheiterhaufen brennen sehen.

 

Finde den Fehler :D


27.08.2014 13:54    |    schipplock

@ Mr. Driveyanuts, sorry, ich hatte einen BlueEfficiency mit DI und Turbo :). Ich war an die Bezeichnung 180K nur so gewoehnt.


27.08.2014 14:18    |    Provaider

Wer der Meinung ist das moderne Diesel nicht riechen, der soll mal bitte sein Endrohr in den Innenraum verlegen.

Das ist nicht tödlich, aber garantiert nicht angenehm. Vorallem wenn die Reizungen von den Stickoxiden dazukommen.

 

Zu den Kosten:

Treibstoffkosten pro Jahr 968,33€

Kilometer pro Jahr 12.249km

Treibstoffmenge pro Jahr 968,58l

Durchschnittsverbrauch pro Jahr 7,91l/100km

Treibstoffkosten pro Liter im Durchschnitt 0,999745194€

Treibstoffkosten pro Kilometer 0,079054062€

Treibstoffkosten pro 100 Kilometer 7,905406156€

 

Und das sind Wahre Kosten, keine Lineare Hochrechnungen von Spritpreisen. Keine Normverbrauchgelüge sonder meinem Fahrstil entsprechend. Ich führe eine Excelliste.

So billig wie aktuell war der Diesel schon lange nicht mehr Teilweise war da zu Super fast kein Abstand mehr. Und wenn jetzt die Leute Heizöl ordern wird er auch wieder hoch gehen.

Alleine schon die Systemkosten MPI vs CR/PD bei Reperaturkosten lässt dich dein evtl erspartes ganz schnell wieder vergessen. Mit Gaskraftstoffen könnte man noch ordentlich was sparen.


27.08.2014 14:24    |    Mr. Driveyanuts

Tach!

 

M.W. hatte der Golf 3 TD 1.9 L Hubraum und 75 PS (diesen Motor gab es wohl auch schon früher im Passat). 15 PS mehr machte da wohl niemandem Angst.

Als Audi in ca. 1988 mit Audi 80 1.9 TDI auf den Markt kam, fanden wir das Ding alle toll. Nur leider konnte man damit schon damals nicht sparen, da der TDI unheimlich teuer war.

 

Der von mir genannte BMW 3 L R6 war ja in ähnlicher Form schon vorher erhältlich. Der 525tds z.B. leistete auch schon 143 PS und war m.W. unproblematisch. Man findet heute noch fahrtüchtige Autos mit TÜV in mobile.de mit um die 300.000 Km.

Im Facelift leistete der Motor dann 193 PS und lief besser.

 

Heute leistet ein 3 L 6-Zylinder Turbodiesel 250 - 300 PS. Mit den entsprechenden Folgen für die Haltbarkeit.

 

Dabei möchte ich gar nicht in Abrede stellen, dass ein moderner TDI bei Vielfahrern sehr hohe Laufleistungen erreicht. Dann aber innerhalb kurzer Zeit, bei Wartung nach Plan für horrendes Geld und mit Ausfällen, die dann auf Garantie behoben werden und somit niemanden interessieren. Die Rechnung bekommt dann der 2. oder 3. Besitzer.

 

Ich wiederhole mich: in meiner alten Firma gab es 120 Firmenautos. Meist 2L TDIs mit 140 - 180 PS.

Kein einziges VW-DSG-Getriebe hielt bis zum Ende der Leasingzeit durch. AUtomatik wurde uns dann untersagt, ausser bei den 3 L Audis fürs Management, die es als Schalter nicht gab. Da hielten aber auch die (Wandler-)Getriebe problemlos.

 

Die Autos wurden meist in 2-3 Jahren 200.000 - 250.000 Km gefahren.

Ca. 1/3 der Autos bekam in dieser Zeit mindestens einen neuen Turbolader.

Prophylaktischer Injektorentausch bei Inspektion war Usus.

Ford schlug sich deutlich besser als VW / Audi.

 

Natürlich wurden einige der Autos böse getreten. Aber das muss solch ein Auto abkönnen. Zumindest 3 Jahre lang.

 

Mein letzter Diesel, ein 2009er S 350 CDI, bekam auch neue Injektoren. Dieses Auto lief in 4 Jahren 120.000 Km mit mir als einzigem, sehr schonenden Fahrer. Die Rechnung hätte ausserhalb der Garantie auch 1.500 Eur ausgemacht.

Am Ende pfiff der Turbo schon deutlich und der Ölverbrauch lag bei 1 L auf 2.000 Km.

Immer brav warm und kalt gefahren, keine Vollgasorgien.

 

Insofern: viel Spass mit Euren Dieseln. Ich tue mir das nicht mehr an.

Diesel ist eine sterbende Brückentechnologie (die es, zugegeben, lange gegeben haben wird, wenn in 10 Jahren die Abgasbestimmungen den letzten hochgezüchteten Harnstoffverbrenner ausmustern).

 

Die Zukunft sind Elektro- und Benzinhybridfahrzeuge. ggf. auch Brennstoffzellen.

Diesel wird nur noch in Europa mit immensem Aufwand gepuscht, weil das Marketing die Kunden erfolgreich auf den Spritverbrauch fokussiert hat. Sinnvoll ist das nicht. Weder für den Geldbeutel der Diesel-Wenigfahrer, noch für die Umwelt. Nur die Entwicklungsingenieure dürfen noch ein wenig spielen. Ein mir bekannter solcher bei BMW fährt privat aber einen M5 Sauger E39... ;-)

M. D.


27.08.2014 14:53    |    Bayernlover

Dieselhasser? Ich wurde gerufen? :D

31.000km habe ich seit letztem August abgerissen. Alles mit gutem Super 95, ordentlich Hubraum und sattem Sound. Mein Vater sagt manchmal: "Hätte sich ein Diesel nicht gelohnt?"

Dann drücke ich ihm den Schlüssel in die Hand, und die Frage erübrigt sich. Nein, hätte er sich nicht. Denn, dann wäre ich wohl nicht damit gefahren. Ach so, umziehen hätte ich wohl auch müssen, denn der Diesel, den ich im Auge gehabt hätte, hätte nicht bei mir vor der Tür parken dürfen. Ergo, fällt raus.


27.08.2014 14:59    |    Dr.OeTzi

"Bernhard" lässt grüßen ;)

 

Ist ja auch nicht so, dass Diesel nen höheren Wirkungsgrad hätte und aktuelle Benzinmotoren ähnlich komplex wären. (Warum werden immer wieder neue komplexe Dieselmotoren mit alten einfachen Benzinern verglichen? und nicht alte mit alten und neue mit neuen? ;) )

 

Ist ja auch nicht so, dass selbst im Amiland immer mehr Heizöler fahren

 

 

 

Nein im ernst... immer wieder die pauschalen Aussagen - ich kanns nicht mehr hören. Immer diese Leier von möglichen Defekten in der Zukunft und wenn sich die Leute 10Jahre später wieder treffen, berichten se alle von ihrem ach so treuen Begleiter :D

 

 

 

Klar macht es Spaß ein älteres Hubraum-Sauger-Drehzahl-Schwein zu fahren - aber nicht, wenn ich lange Wege habe.

Klar macht es Spaß mit einem LPG Wagen an die Tanke zu fahren, aber nicht, wenn ich dauerhaft mit 160kmh+ über die Bahn gleiten will, denn dann finde ich gar nicht schnell genug eine LPG-Tanke an der Autobahn, so schnell wie der LPG-Tank wieder leer ist.

 

Dieselfahrzeuge bieten sich einfach als schnelle Langstreckenbegleiter an und für nichts anderes sind sie gedacht. Wer einen Diesel in der Stadt oder als Einkaufswagen einsetzt und sich über verkokungen etc wundert hat Pech gehabt.

 

Wer LPG einsetzt und sich bei sportlicher Fahrweise und vielen kaltstarts über den Benzinverbrauch aufregt hat ebenfalls Pech gehabt

 

Und wer sich beim Benziner über die Tankquittung am Ende des Monats wundert ist ebenfalls fehl am Platz.

 

Jedes Konzept hat seine Daseinsberechtigung - nur blöd wenn das manche nicht begreifen und das falsche Produkt wählen und sich nachher wundern.


27.08.2014 15:20    |    Bayernlover

Ich vergleiche aber Autos in meiner Preisklasse. Und da ist nur der E46 330d vergleichbar. Der hat so seine Problemchen, und ist sauteuer im Unterhalt. Außerdem will ich den Sound eines guten, alten R6-Saugers nicht missen.

Dass er dann bei mir ca. 9,6 Liter braucht, damit habe ich gerechnet. Und die gönne ich ihm gern :)


27.08.2014 15:28    |    schipplock

9.6L sind ja noch vertretbar :). Aehnlich motorisierte Diesel verbrauchen auch nicht _deutlich_ weniger.


27.08.2014 15:38    |    Bayernlover

Unterstes waren 7,8 - höchstes 13,6 :D Jeweils auf eine Tankfüllung.

 

Edit: 7,6 waren auch schonmal drin, fällt mir grad ein.


27.08.2014 15:46    |    dg600h

Ich bin auch der Meinung,die Frage Diesel oder Benziner liegt doch klar an Laufleistung und Einsatzzweck.

Ich hatte selber noch nie einen Diesel besessen weil es sich für mich km-mäßig und Fahrstrecken-mäßig nie gelohnt hat,ich fahre im Moment ca 15000km im Jahr,die sich zwei Autos teilen.

Jedoch hat der Diesel bei viel Langstrecken und Schnellfahrten einen erheblichen Vorteil;

Das viel geringere Drehzahlniveau ist sehr angenehm und entspannend/ruhiger.

Meine Eltern besitzen den Passat 1,6 TDI,der dreht im 6 Gang bei 100 km/h ca 1600 U/min.

Also ich hatte mich für den Golf VII GTI entschieden,wäre ich regelmäßig auf der Bahn zum KM-Fressen wäre der GTD erste Wahl gewesen.


27.08.2014 16:13    |    enrgy

Da gibt es eben diverse Parameter, welche in eine Kosten-Nutzenrechnung einfließen.

 

km/Jahr

Treibstoffkosten

Steuer

Kasko

Haftpflicht

 

Inspektionen sollten in etwa gleich teuer sein, denn viel gemacht wird ja heute eh nicht mehr and den Autos. Ölwechsel, Filter, Bremsen. Die sind kaum unterschiedlich teuer bei Diesel und Benziner.

 

Und es gibt sogar Portale, wo man sich für ein und dasselbe Modell (oder eben auch verschiedene) den Unterscheid zwischen Diesel und Benziner ausrechnen lassen kann: www.fuel-pilot.de

 

Nicht beziffern läßt sich dagegen der Fahrspaß. Die einen mögen hochdrehende Turbobenziner, die anderen den Dampf von unten ab 1200U/Min in allen Lebenslagen.


27.08.2014 17:13    |    hydroelement

Vielen Dank für diesen schönen Artikel! Gefällt mir total, das ein Diesel rockt kann ich wirklich nur bestätigen, fahre meinen 250 D sehr gerne im Alltag, bei knapp 10.000 Kilometern im Jahr lohnt er sich auch, defintiv. Habe nächtelang gesessen und nachgerechnet, Fazit: Statt 230 E, lieber den 250 D ;).


27.08.2014 18:22    |    Bonjour

Hallo Mario E200! Eine wuderschöne Geschichte und hübsch erzählt, danke dafür...

Ich pers. bin auch ein Benzin-Fahrer, mit einer Ausnahme. Ich fuhr in den achzigern einen Passat Diesel mit satten 54 PS und wenn man wie ich oft nach Berlin fährt, also auf der A2 durch das Weser-Bergland, dann weiß man wie es ist, einmal ausgebremst, einen Laster bergauf zu überholen. Der VW zog wirklich keinen Hering vom Teller...

Ein Freund von mir hatte in Ostberlin einen Kohlenplatz, also einen Kohlenhandel. Und in den siebzigern wurden beim großen "Golfgeschäft" zwischen der DDR und Westdeutschland auch einige der ersten Diesel-Golf in Ostberlin ausgeliefert. Das war was. Er, mein Freund, konnte wie auch immer, einen ergattern (Beziehungen?).

 

Der Golf war rot und hörte sich nach dem Anlassen wie ein Multicar an, ein universal Kleinlaster...

Der Golf verbrauchte ca. fünf Liter und mein Freund musste nie wieder eine Tankstelle aufsuchen, denn einmal tanken reichte bis zu jedem Punkt in der DDR und zurück und Diesel hatte er auf dem Platz genug für seine Laster...

Wollte ich blos mal hier loswerden... Bonjour:)


27.08.2014 19:33    |    MarioE200

Ich freue mich, dass euch diese Geschichte aus meinem Leben gefällt.

Ergänzend möchte ich noch erwähnen, dass sich der Datsun-Nissan Händler nicht lange in dem Ort gehalten hat. Er verkaufte Ende 1985 Seat-Fahrzeuge. Mein Opa kaufte sich dann einen Seat Ronda. Ich weiß noch, wie mein Opa damit angegeben hat, weil dort angeblich ein Porsche-Motor verbaut war. Tatsächlich stand auf dem Ventildeckel irgendwas mit Porsche. Komisch, dass man sich nach so langer Zeit noch daran erinnert.


27.08.2014 20:12    |    eh-dd

Ich kann für mich behaupten, eine Wahl jenseits der Vernunft zu treffen.

Und die lautet derzeit: Diesel.

 

Warum?

 

Früher fuhr ich auf Benzin, weil die Autos günstiger waren und die Strecke rechnerisch zu kurz.

Dann leaste ich einen 1er mit Benzinmotor. Die Kiste war vom Fahrgefühl her trotz der 150PS und trotz des geringen Gewichts lahm, lahm lahm, noch lahmer.

 

Ich kaufte meiner Frau damals einen TDI (sie fährt deutlich mehr als ich) und in diesem Moment stand fest: mir kommt kein Benziner mehr ins Haus. Seit dem fahre ich sehr viel Kurzstrecke mit einem alten 320d, der schnurrt und inzwischen 235tkm auf der Uhr hat.

DPF und Turbo, keinerlei Probleme.

Der nächste kommt kommende Woche, und ihr dürft raten: ein Diesel.

 

Ich will beim Fahren auch Spaß haben, und den bekomme ich momentan am ehesten mit einem Diesel.


27.08.2014 20:46    |    Bayernlover

Kleiner Tipp: Mit'm Benziner mal über 2.000 U/min drehen :D


27.08.2014 20:56    |    St. Abilus

Zitat:

Kleiner Tipp: Mit'm Benziner mal über 2.000 U/min drehen :D

Am besten über 4000 U/min.;) Früher musste man seinen Heizölbrenner abseits der Benzinzapfsäulen bei den LKW betanken, das waren noch Zeiten.:D


27.08.2014 20:59    |    eh-dd

Keine Sorge, ich kenne die Drehzahlen auch für Benziner...


27.08.2014 21:07    |    meehster

@ Dr.OeTzi: Du scheinst einen hoffnungslos veralteten Stand von LPG-Wissen zu haben.

 

Daß LPG-Fahzege nur in den untersten Leistungklasse zu finden sind oder bei viel Gas auf Benzin umschalten, stimm so pauschal nicht. Ich fahre selbst auf LPG und auch Tempo 260 lief schon mit LPG. Der Tank reicht bei meiner "normalen" Fahrweise (etwas sportlicher und wenn erlaubt zwischen 180 und 200 auf dem Tacho) etwa 650 bis 700 km.

 

Ich finde es übrigens etwas überheblich, wenn Du behauptest, Autos wie mein Volvo V40 T4, der Porsche 928 S4 mit 320 PS und die Corvette Z06 seien in der unteren Leistungsklasse. Wie viel stärker ist denn Dein Diesel?

 

Und wieso sollte man mit LPG-Anlage an Bord Benzin verbrauchen? Mein Volvo hat seit über 2 Jahren kein Benzin mehr verbrannt. Seitdem waren mehrere hundert Kaltstarts, einige zig Mal Tempo >200 und insgesamt über 60.000 km und alles mit LPG.

 

Ich habe eines gelernt: Einen Diesel fährt man nicht, weil es sich finanzill lohnt. Das tut es nämlich in aller Regel nicht. Außer man muß viel in Skandinavien tanken. Einen Diesel fährt man, weil man die speziellen Eigenheiten des Diesels mag und deshalb bereit ist, höhere Kosten auf sich zu nehmen.

 

Wichtig noch zu sagen: LPG ist auch nicht das ultimative Sparen. Zumindest nicht auf längere Sicht. Da geht der Gewinn klar an Erdgas. Oder Alt-PÖL. Das tankt mein Nachbar in seinen Mercedes E300 Diesel.

 

Ach ja: @ hydroelement: Der 250 D ist nicht das passende Dieselpendant zum 230 E. Wenn man die Leistung des 230 E zugrundelegt, landet man zwischen 300D und 300D Turbo. Oder wenn man den 250 D heranzieht unter dem Basisbenz seiner Zeit.


27.08.2014 21:17    |    308SWT

Sehr schöner und unterhaltsamer Beitrag. Vielen Dank dafür.

Der 220D meines Vaters hatte damals auch originale 64 tkm auf der Uhr, als er das Fahren aufgeben musste, aber an der Tanke (alle 2 Monate *lol*) hat er sich früher immer gefreut, dass er so viel gespart hat. Jedem das seine, den Käufer hats jedenfalls gefreut, ein 8 Jahre alten scheckheftgepflegten Diesel mit dieser Original-Laufleistung zu ergattern.

 

Jedes Auto hat seine Zeit - wenns darum geht in kurzer Zeit viele km am Stück kostengünstig herunterzufahren geht an einem Diesel (noch) kein Weg vorbei. Und wenn man mal nachsieht,

welche modernen Diesel auch die 500tkm machen, sollte dann vllt. doch ein Stern auf der Haube sein;)

 

Für uns privat stellt sich die Frage aber bei unseren jetzigen Fahrleistungen nicht mehr, also stehen ein (Saug-)Benziner und ein Hybrid vor der Tür und als nächsten Ersatz gibt's dann Elektro :-)

So ändern sich halt die Zeiten, ich werd den Verbrennern keine Träne nachweinen, kann nur jedem anheim raten, bei nächster Gelegenheit beim "Freundlichen" mal ein E-Mobil Probe zu fahren, ich war sofort davon begeistert... abgesehen vom "Motorengeräusch":D:D:D (wenn man das so nennen will)

 

Um Öl und Zahnriemen braucht man sich dann auch keine Gedanken mehr machen, höchstens um den nächsten Bios-Update :-) und die Tuner verkaufen dann Batterypacks statt Spoiler :p:p:p


27.08.2014 23:12    |    greentea868

Zitat:

Früher fuhr ich auf Benzin, weil die Autos günstiger waren und die Strecke rechnerisch zu kurz.

 

Dann leaste ich einen 1er mit Benzinmotor. Die Kiste war vom Fahrgefühl her trotz der 150PS und trotz des geringen Gewichts lahm, lahm lahm, noch lahmer.

Dann probier mal neue Turbobenziner. Da kann mir keiner mehr erzählen, dass man ewig viel Drehzahl bräuchte, um vorwärts zu kommen. Ich fahre viel den Focus 1.6er Ecoboost von meinen Eltern und ich muss sagen ich liebe diese Kiste. Drehzahlmäßig ist das sogar wesentlich niedriger zu fahren als ein Turbodiesel, da nicht erst ab 2000 U/min Leistung anliegt, sondern bereits wesentlich früher. Und wenn man Gas geben will sind da ja noch 5000 U/min Luft nach oben. Und das bei einem Verbrauch von ca 7l bei meinen Eltern und 8l bei mir bei nicht grade sanfter Fahrweise. Ich finde, dass die Argumente pro Diesel, wenn man nicht entsprechende Strecken fährt, einfach vorne und hinten nicht mehr gelten.

 

Aber das darf gerne jeder sehen, wie er will. Ist bloß meine Meinung. :)


27.08.2014 23:22    |    Dr.OeTzi

@meehster:

 

Ich bin von Motoren ausgegangen die ab Werk mit LPG verkauft werden und nicht von einer Umrüstung.

 

Und da sieht es nun mal so aus, dass es moderne Turbo-Direkteinspritzer mit LPG erst seit kurzer Zeit am Markt gibt. Davor gab es nur kleiner Sauger mit deutlich geringerer Leistung. Zumindest am deutschen Markt.

 

Das man gerade bei der Umrüstung alter Ami-V8 ein Vermögen sparen kann und damit ein PS-Monster zum Kampfpreis bewegen kann, ist mir durchaus bewusst. Aber auch die Kosten für die Umrüstung müssen erstmal wieder eingefahren werden.

 

Wir reden hier ja aber von aktueller, am Markt erhältlicher Systemen und Technik und da sieht es ja so aus, dass praktisch keine Leistungsstarken (>150PS) Systeme ab Werk angeboten werden und dass die Nachrüstung jüngerer Turbo-Direkteinspritzer mit hoher Literleistung auch nicht ganz unproblematisch ist. (Zumindest nicht so unkompliziert, wie bei Saugmotoren)

 

 

Zitat:

Der Tank reicht bei meiner "normalen" Fahrweise (etwas sportlicher und wenn erlaubt zwischen 180 und 200 auf dem Tacho) etwa 650 bis 700 km.

Was hast du für nen Tank dabei? 100kg? ;)

 

Ich meinte mit meiner Aussage nicht ab und an mal auf 180-200 zu beschleunigen, sondern dauerhaft diese Geschwindigkeiten halten, das ist ein RIESEN Unterschied. Dann liege ich bereits mit dem 2.0 TDI bei gut 9l/100km.

 

Daher auch meine Aussage mit Vollast und Umschaltung auf Benzin - ok, kann sein, dass meine Kenntnisse da eingestaubt sind, aber dass du mit nem normalen LPG-Tank in der Reserveradmulde (40l haben die oder?) 700km weit kommst, wenn du "sportlicher" unterwegs bist, ist auch etwas übertrieben ;)

 

 

 

Zitat:

Ich habe eines gelernt: Einen Diesel fährt man nicht, weil es sich finanzill lohnt. Das tut es nämlich in aller Regel nicht. Außer man muß viel in Skandinavien tanken. Einen Diesel fährt man, weil man die speziellen Eigenheiten des Diesels mag und deshalb bereit ist, höhere Kosten auf sich zu nehmen.

Hhhmmm...

 

Das stimmt nur teilweise, denn:

 

1. CNG/LPG gibt es derzeit nur für eine SEHR begrenzte Anzahl an Fahrzeugmodellen

2. CNG/LPG ist nicht flächendeckend verfügbar, gerade im Außendiensteinsatz müsste also immer (mal) wieder auf Benzin zurückgegriffen werden, was die Bilanz (etwas) trübt

3. Die Auswahl an Motoren ist extrem eingeschränkt

4. Aufrüsten ist bei Neufahrzeugen nur selten eine Option, bei Leasingfahrzeugen/Geschäftswagen garnicht

5. Der Mehrverbrauch eines Benziners ist unter Last schon beachtlich (35-40% ist nicht unnormal), bei LPG/CNG kommt dann noch mal ein Aufschlag dazu. Das führt dazu, dass die Kostenbilanz von Diesel und Gas je nach Einsatzgebiet selbst bei reinem gasbetrieb nicht so unterschiedlich ist.

 

 

 

Verstehe mich nicht falsch, ich habe nie geschrieben, LPG/CNG wäre schlecht - ich habe mir lediglich erlaubt aufzuzeigen, das keines der 3 hier genannten Systeme perfekt ist. Jede Treibstoffart bietet nun mal ihre Vor und Nachteile

 

 

 

Auch auf der Kostenseite


28.08.2014 00:00    |    meehster

Zitat:

Original geschreibt von 308SWT

Jedes Auto hat seine Zeit - wenns darum geht in kurzer Zeit viele km am Stück kostengünstig herunterzufahren geht an einem Diesel (noch) kein Weg vorbei.

Eben nicht. Einen Diesel kauft man sich, weil man den Charakter mag.

 

Vielleicht noch wegen des einzigen objektiven Vorteil des Diesels, nämlich der höchsten Reichweite pro Tankvolumen. Oder wie geschrieben wenn man viel in Skandinavien tanken muß.

 

Ich habe vorhin übrigens gesehen: Der Spritkostenvorteil von Erdgas schrumpft.

Eben an der Tankstelle gesehen:

H-Erdgas 0,959 €/kg = 7,38 Cent/kWh

Autogas 0,649 €/l = 9,32 Cent/kWh

Diesel 1,339 €/l = 13,66 Cent/kWh

Super 1,529 €/l = 17,45 Cent/kWh

 

Diesel ist aber immer noch ca. 85% teurer als Erdgas und ca.45% teurer als LPG.

Schon die 45 % teureren Energiekosten gegenüber LPG kann der Diesel nicht über seinen etwas besseren Wirkungsgrad wieder reinholen. So viel besser ist der nämlich auch nicht.

 

Mit Erdgas fährt man schon noch deutlich am günstigsten. Das hat aber den Nachteil, daß die Tanks recht groß sein müssen und dann trotzdem nicht sehr viel Energie fassen. Da hätte eine Tankfüllung nicht einmal für Hin- oder Rückweg (knapp 300 km) zu meiner letzten Arbeitsstelle gelangt, wenn ich noch Kofferraum in meinem Kombi haben will.

 

Mit LPG langt es für beides zusammen plus das Rumgefahre dort. Oder jetzt im Urlaub mit Wohnwagen dran immerhin noch über 500 km.

Mein guter Freund ist natürlich wieder mal eine Ecke besser: Sein LPG-Tank reicht locker von Flensburg bis Mailand, wenn er halbwegs gesittet fährt. Wenn er die 320 Pferde aus dem Fünfliter-V8 aber brüllen läßt und die Fuhre mit über die Autobahn scheucht (Vmax laut Schein 270 km/h), reicht es vielleicht nur noch von Schleswig-Holstein bis Bayern :D


28.08.2014 00:20    |    Bayernlover

:eek: Was hat denn letzterer für ein Auto? :D


28.08.2014 00:51    |    Wollschaaf

Interessant wie unterschiedlich die Gaspreise regional sind.

Hier liegen die Tankstellen bei 0,789-0,809/l für LPG und die einzigen beiden CNG-Tanken bei 1,059/kg.

 

Diesel habe ich schon länger nicht mehr über 1,309 getankt...bei uns sieht das Verhältnis also etwas günstiger zu Gunsten eines Diesels aus.

 

 

 

Was die Benziner vs. Diesel-Diskussion angeht, wollte ich nach zuletzt vier Dieseln eigentlich einen großen Benziner mit LPG.

Statt meinem nun gekauften CLK 320cdi hatte ich eigentlich einen CLC/CLK 350 oder auch ein Z4 Coupe 3.0si im Sinn.

Da sowieso meist alles anders kommt und mir ein super 320cdi über den Weg gelaufen ist, fahre ich nun doch weiter Diesel. :D

Probleme hatte ich mit den Dieseln im übrigen nie-bzw zumindest nicht mit dieselspezifischen Komponenten. Der 118d ist zwar an einem Motorschaden "gestorben", das liegt aber an der Steuerkettenfehlkonstruktion des N47 von der die N43-Benziner genauso betroffen sind.

Keines dieser Autos war neu, alle hatten die meiste Zeit über eine zumindest mal sechsstellige Laufleistung.


Deine Antwort auf ""Ein Diesel ist immer billiger!" -Eine Geschichte mit Schlägel und Eisen"

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