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23.03.2014 15:08    |    Suomi-Simba    |    Kommentare (55)    |   Stichworte: E-Golf, Elektroauto, e-Mobilität, E-up!, Event, Maximierung, up!, VW

Golf GTE MQB
Golf GTE MQB

Liebe Leute,

 

voll Stolz darf ich euch berichten, dass ich zum erlauchten Kreise derer gehöre, die von VW zur e-Golf Fahrveranstaltung im Rahmen der e-Mobilitätswochen eingeladen wurden.

Die Herrschaften von VW haben mich und einige andere User nach Berlin geschickt, um eine Runde mit den neuen Elekktroautos aus Wolfsburg zu drehen. Von der Einladung musste ich natürlich sofort meinen Freunden unter den Motor-Talkern berichten. Zumeist stieß mir Neid entgegen. Eine Ausnahme bildet Bayernlover. Denn es stellte sich heraus, dass er auch eingeladen wurde. Sehr schön! Ein bekanntes Gesicht. Wir haben uns letztes Jahr bereits einmal in München gesehen.

Vorneweg möchte ich anmerken, dass Fotos nachgereicht werden. Ich habe nur wenige gemacht, aber es gibt einen Ansprechpartner von VW, der Bilder liefern kann.

 

Bereits im Vorfeld hatten wir gerätselt, weshalb ausgerechnet wir nach Berlin geschickt werden. Schließlich gibt es unter den Blogger-Kollegen viele, die mehr mit VW oder Elektroautos am Hut haben. Recht bald kamen wir darin überein, dass die Herrschaften aus Wolfsburg in dieser Veranstaltung womöglich die letzte Chance sehen, uns junge Fahrer dick motorisierter Spritvernichter zu bekehren.

Vom Sexzylinder zum Nullzylinder? Wo bleibt dann der Sex? Sind Elektroautos womöglich leidenschaftslose, rollende Computer? All diese Fragen galt es zu klären.

 

Ich stand Elektroautos bislang eher skeptisch gegenüber. Zu viele ungeklärte Fragen bezüglich der Haltbarkeit und zu viele Zweifel hinsichtlich der Reichweite ließen mich immer wieder von diesem Thema Abstand nehmen. Nicht zuletzt mag ich große, eckige Autos mit viel Hubraum einfach. Also das genaue Gegenteil eines jeden Elektroautos.

Keine Frage, ein Tesla Model S ist schon was Besonderes. Für Otto Normalverbraucher kommt das Model S allerdings ebenso wenig in Frage wie ein Maserati Quattroporte. Die ansatzweise bezahlbaren E-Autos vom Schlage Mitsubishi i-MIEV oder Nissan Leaf sind ein optischer Krampf. Dann kam BMW mit dem i3 daher, der unfassbar lifestylig sein will. Mich erinnert seine Optik an den frühen Opel Agila Njoy. Setzen sechs!

 

Die Anreise oder der Beginn der Maximierung

Beenden wir diesen gedanklichen Exkurs vorläufig und reisen wir nach Berlin! VW ließ sich wirklich nicht lumpen. Ursprünglich wollte ich mit Volvinchen anreisen. Aufgrund des Problems mit dem Öldruck nahm ich von dieser Idee Abstand. Eine Mail später hatte VW mir eine andere Reise gebucht. Schnell und unkompliziert. Das nenne ich Service!

Donnerstag Morgen ging es per Bahn in der ersten Klasse nach Stuttgart. Von dort aus hatte man mir einen Business Class-Flug gebucht. Über den Sinn und Unsinn der ersten Klasse in Regionalzügen könnte man jetzt lange diskutieren. Zumindest ist es dort ruhig. Und der Zutritt in die DB-Lounge am Stuttgarter Hauptbahnhof inklusive kostenlosem Kaffee versüßte mir die Wartezeit auf die S-Bahn zum Flughafen. Währenddessen hielt ich mit Bayernlover Chatkontakt per WhatsApp. Er befand sich derweil auf dem Weg zum Münchener Flughafen.

Mein Flug hatte über eine Stunde Verspätung. Der Lufthansa Lounge sei Dank war ich sogar sehr froh darüber. Ich kam genau rechtzeitig zum Wechsel vom Frühstück zum Mittagessen. Perfekt! Ich aß ein Brötchen mit Marmelade, anschließend eine Linsensuppe, diverse Desserts, Süßkram und Obst. Die Auswahl an Getränken war reichhaltig und ich bediente mich kräftig.

Bayernlover, der mittlerweile am Münchener Flughafen angekommen war, tat es mir gleich. „Maximieren“ nennt man das, wenn man alles mit nimmt, was geht. Den Begriff hat er aus einem Vielflieger-Forum.

Und wir Studenten sind Profi-Maximierer! Nein, wir essen nicht, weil wir hungrig sind. Wir essen, weil wir es können! Einzig von der Maximierung der monströsen Auswahl an alkoholischen Getränken sah ich ab. Schließlich musste ich wenige Stunden später fahren. Ich maximierte noch einen Latte Macchiato, eine Banane und einen Teller voll Kekse, Nüsschen und Gummibärchen bevor ich den Flieger betreten durfte.

Dort ging die Maximierung weiter: Kaffee, eine überraschend leckere Limetten-Limo und ein Nudelsalat mit schinkenummanteltem Schafkäse. Das Wetter war schön, der Himmel nahezu wolkenlos und unter mir zog Deutschland dahin. Einen weiteren Kaffee sowie eine maximierte Limo später begannen wir bereits den Landeanflug auf Tegel.

 

Dort hielt eine Gruppe schick gekleideter Menschen ein VW-Schild in die Höhe. Nach der Begrüßung führte mich der am seriösesten Dreinblickende zu einem schwarzen VW T5 mit abgedunkelten Scheiben. Die Tür öffnete auf Knopfdruck. Ich nahm auf der belederten Rückbank Platz und ließ mich ins Hotel chauffieren. Derweil unterhielt mich der Fahrer mit Small Talk. Ob meine Reise schön gewesen sei, wollte er wissen. Auch ob ich schon mal in Berlin war. Ebenso zeigte er mir diverse Optionen auf, wie ich die zwei Stunden bis zum Beginn des eigentlichen Programms überbrücken kann, ohne dass Langeweile aufkommt.

Mensch, was bin ich wichtig! Endlich hat jemand meine Bedeutsamkeit begriffen und behandelt mich angemessen! :D Verhalten meiner Untergebenen maximiert!

 

Ich wurde vor dem Grand Hyatt am Potsdamer Platz abgesetzt. Ein weiterer Mensch, dessen einziges Begehr meine Zufriedenheit war, eilte herbei. Leider Gottes überbrachte er die traurige Botschaft, dass ich noch einen Moment bis zum Einchecken warten müsse. Endlich hatte ich Zeit für eine Zigarette. Da fuhr auch schon der nächste abgedunkelte T5 vor. Bayernlover und taue2512 entstiegen dem Fahrzeug. Einen kurzen Plausch später durften wir unsere Zimmer beziehen. Das Zimmer war größer als meine Studentenbude. Übernachtung maximiert!

Und die Ausstattung war über alle Zweifel erhaben. Ich maximierte ein Bad, eine Limo aus der Minibar und eine Banane. Dann musste ich schon weiter. In der Lobby wartete schon die Truppe von Motor-Talk. Ein Herr sprach mich an, der sich als bronx.1965 herausstellte. Wir kennen uns aus Hans' Gasthaus. Ein super Kerl! Kein Wunder: Wer einen Opel Monza fährt, kann kein schlechter Mensch sein!

 

 

Der e-Up

Man fuhr uns zum Flughafengelände nach Tempelhof, auf dem die VW-Veranstaltung stattfand. In unserem Shuttle saß noch Turbotobi28 samt Turbotobine und MT-Bastian, Werkstudent bei Motor-Talk.

In Tempelhof herrschte zunächst etwas Verwirrung. Aus unerfindlichen Gründen standen nicht genug Autos zur Verfügung. Wir sollten dann zu dritt oder zu viert in einen e-Golf. Ein wenig schade, wenn man bedenkt, welcher Aufwand für dieses Event betrieben wurde. Dass dann noch die an sich schon knapp angesetzte Fahrzeit von 90 Minuten durch vier geteilt werden soll, ist bedenklich. VW zeigte sich kulant und stellte noch ein paar e-Up bereit. Ich bestieg mit Turbotobi und dessen Freundin einen Up. Später wollten wir uns mit den Golf-Fahrern abwechseln.

Ich setzte mich zuerst ans Steuer und drehte den Schlüssel herum. Ein Gong ertönte. Wählhebel auf D und los geht’s! Unter leisem Surren setzte sich der Up völlig ruckfrei in Bewegeung.

 

Wir verließen das abgesperrte Gelände und bogen ab in Richtung Tempelhofer Damm. Nun konnten wir mal mit dem Up spielen. Nach einer roten Ampel drückte ich das Pedal ein wenig tiefer durch. Sofort liegt Drehmoment an und der Up sprintet ordentlich los. Verzögerungsfrei, nahezu lautlos und völlig ruckfrei. Ein wenig gruselig ist das schon im ersten Moment. Bis etwa 60km/h kommt ihm so schnell keiner hinterher. Dann lässt der Vortrieb spürbar nach.

Als wir am Südkreuz auf die Autobahn auffuhren, klingelte mein Handy, das ich an Tobi weiterreichte. Bayernlover war dran. Er hat im Golf die Freisprechanlage ausprobiert.

 

Der Up geht nicht nur gut voran, sondern auch um's Eck! Dank der Batterien im Fahrzeugboden liegt der Schwerpunkt sehr tief. Das ist sowohl der Wendigkeit als auch dem Federungskomfort zuträglich. Der e-Up fährt sich erstaunlich erwachsen und federt im Gegensatz zu anderen Fahrzeugen mit vergleichbar winzigem Radstand sehr kommod.

Die alte Kritik am Up bleibt natürlich bestehen: Viel Hartplastik und unverkleidetes Blech im Innenraum, der fehlende zweite Fensterheber auf der Beifahrerseite, die integrierten Kopfstützen nerven und der Kofferraum ist ein schlechter Witz. Vom Fahrverhalten her ist der e-Up allerdings viel mehr mein Ding als der Fiesta, den ich kürzlich als Leihwagen hatte.

 

Tobi hatte sich gefragt, was die Plus- und Minuszeichen am Schalthebel bedeuten und warum es eine Stufe B gibt. Das Handbuch verriet, dass es sich dabei um der Rekuperation handelt.

Für Doofe: Je höher die Stufe, desto stärker bremst das Auto von selbst, wenn man vom Gas geht. Da gewinnt das Auto Energie und lädt damit die Batterien wieder auf.

Das mussten wir natürlich ausprobieren. Und in der Tat! In den Stufen 3 und 4 bremst das Auto selbstständig recht stark. Auf B nochmal eine Nummer kräftiger. Ich habe das als störend empfunden, denn man muss fast immer auf dem Gas bleiben. Stufe 2 entspricht am ehesten dem gewohnten Effekt der Motorbremse.

Vor dem Schalthebel befindet sich ein Knöpfchen mit dem Aufdruck „Eco“ und „Eco+.“ Wählt man Eco aus, ändert sich zunächst nur die angezeigte Reichweite. Laut Handbuch reduziert sich zugleich die Leistung. Im Stadtverkehr konnten wir allerdings keinen Effekt feststellen. Auf Eco+ schalten sich zusätzlich Klima und Sitzheizung ab und die Reichweite erhöht sich nochmals.

Wir beließen es beim normalen Modus. Hier entsprach die angezeigte Reichweite trotz elektrischer Verbraucher ziemlich genau der gefahrenen Strecke.

 

Jetzt war Tobi an der Reihe und ich nahm auf dem Beifahrersitz Platz. Auf den Beifahrer wirkt die Beschleunigung nochmals krasser. Ohne den Motorsound und Schaltrucke, die selbst bei dem besten Automatikgetriebe minimal spürbar sind, fehlt mir als Beifahrer jegliches Gefühl für die Geschwindigkeit. Und ich bin wieder einmal überrascht, wie positiv sich eine 240kg schwere Batterie im Fahrzeugboden auf die Federung auswirkt.

Nun hatte ich Zeit, mich mit dem Infotainment zu befassen. Warum die Bedienung eines Handys verboten ist, die eines auf dem Armaturenbrett angebrachten Touchscreens jedoch legal, erschließt sich mir nicht. Das Ding lenkt mindestens genauso ab! Die Koppelung meines Windows-Handys an den Up war schnell erledigt und es war Zeit für den Rückruf an Bayernlover.

 

Das Warten auf den e-Golf

Nun wollten wir ja nicht den ganzen Tag Up fahren, sondern auch den Golf testen. Drum machten wir uns auf den Rückweg zum Flughafen. Wir waren die ersten. Einen weiteren Golf konnte uns VW nicht zur Verfügung stellen. Wir müssten warten bis die anderen zurück sind. So überbrückten wir die Zeit, indem wir uns die Ausstellung ansahen.

Unter anderem stand dort ein XL1 herum. Von außen macht der XL1 einen durchaus schnittigen und sportlichen Eindruck. Hätte er einen Motor im Heck, der der Optik entspricht, könnte es ein toller Sportwagen sein.

Wir setzten uns herein, was gar nicht so einfach war. Man hockt knapp über dem Boden auf schmalen Sitzen, die sehr nahe beieinander stehen. Das Cockpit scheint in weiten Teilen aus dem Up zu stammen, ist jedoch mit reichlich Carbonteilen aufgehübscht. Wir schlossen die Flügeltüren und ich kurbelte (ja, kurbelte!) das Fenster herunter. Beziehungsweise ich öffnete den Lüftungsspalt, wobei mir mehrmals die Klappkurbel entglitt. Nein, alltagstauglich ist das Auto wirklich nicht! Als Machbarkeitsstudie okay, aber der tiefere Sinn, weshalb sich jemand so ein Auto zulegen sollte, erschließt sich mir nicht. So kletterten wir über den breiten Carbonschweller unter der Flügeltür hindurch wieder ins Freie.

 

Der e-Golf

Mittlerweile waren die Kollegen in den Gölfen angerückt. Leider war unsere Fahrzeit bereits abgelaufen und das Programm sollte fortgesetzt werden. Ich zeigte mich latent pikiert. Schließlich betreibt VW hier einen riesigen Aufwand für effektiv sehr wenig Fahrzeit, die außerdem nur auf einem Auto stattfinden konnte.

Bayernlover frage einen VW-Mensch, ob denn die Bremslichter angingen, wenn das Auto zwecks Rekuperation selbstständig bremst. Das wusste er auch nicht. Also probierten wir es aus. Er stellte die Rekuperation auf Stufe 4 und wir schauten dem Golf beim fahren zu. In der Tat: Die Bremslichter gingen an. Alles andere wäre auch ein bisschen gefährlich.

 

Jetzt wollte ich auch eine Runde mit dem Golf drehen. Bayernlover händigte mit den Schlüssel aus, Turbotobi nahm neben mir Platz und Bastian auf der Rückbank. Zum Inneren des Golf gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Materialqualität und Verarbeitung sind ohne Fehl und Tadel. Lediglich blaue Akzente unterscheiden ihn vom Normalo-Golf.

„Drück mal gleich ein bisschen drauf, wenn wir losfahren. Ich will wissen, wie der beschleunigt“, tönte es von der Rückbank. Das ließ ich mir natürlich nicht zweimal sagen! Ich drehte den Schlüssel herum und „Gong!“ das Auto war an. Pedal durchgetreten, 270 Newtonmeter rissen an den Vorderrädern, die Traktionskontrolle blinkte um ihr Leben und ehe ich mich versah, standen 80 Sachen auf dem Tacho.

Nicht schlecht, Herr Specht! Und völlig lautlos. Während der Up noch ein wenig nach Straßenbahn klingt, hört man im Golf nichts. Nach 4,2 Sekunden ist Tempo 60 erreicht. Das ist auf dem Niveau eines BMW 135i! Mit Heck- oder Allradantrieb wäre im Golf sicherlich noch mehr machbar!

Ich wendete und trat wieder durch. Am Ende der Geraden standen 110 auf dem Tacho. Mit Pylonen war hier eine Rechts-Links-Schikane gefolgt von einer Geraden und der nächsten Links-Rechts-Kombo abgesteckt, bevor der Weg auf öffentliches Gelände führt.

Ich nahm den Fuß vom Gas und lenkte ein. Die Rekuperation bremste das Auto, wodurch es leicht quer stand. Reifen quietschten, der Golf folgte zielgenau meinen Lenkbewegungen und mein Ehrgeiz war geweckt. Wieder drauf und links eingelenkt. Leichtes Schleudern, Gegenlenken, Fuß auf's Gas. Holla die Waldfee! Unter lautem Quietschen schoss der Golf leicht quer durch die Kurve Der tiefe Schwerpunkt tut dem Golf gut!

Wir hatten die kurze Gerade vor uns. Die Traktionskontrolle blinkte selbst bei 80 Sachen noch um ihr Leben. Bei 115km/h trat ich die Bremse und wir bewegten uns lautstark und latent quer stehend (ESP lässt grüßen) durch die Pylonen, die ich zur Schikane erklärt hatte.

VW e-Golf maximiert und für nordschleifentauglich befunden!

 

Auf dem Rückweg stand eine Dame winkend am Straßenrand. Ich hielt an und Bastian öffnete die Fondtür. Mehr oder weniger freundlich wurden wir darauf hingewiesen, dass auf diesem Gelände ein Geschwindigkeitslimit von 20km/h herrsche. Testfahrt hin oder her, aber das gehe mal gar nicht! Ich entschuldigte mich höflich und wir fuhren gemächlich zu den anderen Motor-Talkern, wo schon ein weiterer VW-Mitarbeiter auf mich wartete, der sichtlich mit den Nerven am Ende war und mich ordentlich zur Sau gemacht hat. Er nahm mir sofort den Schlüssel ab, fuhr den Golf in die Halle und ich gesellte mich kleinlaut, zugleich aber hämisch grinsend zu den anderen Motor-Talkern.

Bayernlover erzählte mir, der VW-Mensch sei aufgeschreckt von dem Quietschen zu ihm geeilt und habe geschrien: „Wer ist das? Hat irgendwer seine Nummer?!“ Mein bayrischer Kollege jedoch zeigte Loyalität. Die verantwortlichen Herrschaften von Motor-Talk waren ebenfalls nur mäßig begeistert von der Aktion. Bronx hingegen zeigte sich amüsiert und bezeichnete dies als Ausdruck wahrer Lebensfreude! :D

Vermutlich wird VW mich in der nächsten Zeit nicht mehr zu solchen Veranstaltungen einladen. Aber wer weiß, vielleicht leiten sie meine Daten an Porsche weiter...

 

Das Abendprogramm

Nun stand ein Gespräch mit einem Experten auf dem Programm, der unsere Fragen zu Elektroautos beantwortete. Währenddessen wurden Häppchen serviert, die wir erfolgreich maximierten. Neben den üblichen Fragen zur Haltbarkeit der Akkus, der Reichweite und Wartung von E-Autos verblüffte mich vor allem das Statement, dass der Kilometer im E-Auto in etwa genauso viel kostet wie mit Gasantrieb.

Warum also ein E-Auto kaufen, wenn das Gas-Pendant auf den Kilometer dieselben Kosten verursacht und in der Anschaffung billiger ist? Nun, ein E-Auto ist komfortabler und macht mehr Spaß. Wer eine Lademöglichkeit hat und die Reichweite als genügend empfindet, für den kann ein E-Auto eine Alternative sein. Eine gehörige Portion Idealismus gehört aber dazu. Denn noch rentiert sich das E-Auto nicht.

 

Im Anschluss fand noch eine Pressekonferenz statt, in der uns und einem Haufen Journalisten aus aller Welt die Elektrostrategie und das Baukastenprinzip des Volkswagen-Konzerns erklärt worden ist.

Danach war wieder Maximierungszeit. Eine Vorspeise nach der anderen wurde serviert. Es gab Bier, Sekt und Wein en masse! Wir schulgen natürlich kräftig zu. Bayernlover, Bronx, Golf Cl und ich nahmen an einem Tisch direkt vor dem Buffet Platz. Wir spiesen, tranken und unterhielten uns prächtig.

Während einer Zigarettenpause sprach ich draußen mit Bastian. Er gewährte mir einen Einblick hinter die Kulissen von Motor-Talk. Was den Eindruck eines gewöhnlichen Internetforums macht, ist ein stattliches Unternehmen. Wir sprachen über Autotests und Autozeitschriften. Über die Authentizität von Motorjournalisten im Vergleich zu Laientests wie der heutigen Veranstaltung. Ich äußerte Lob und geringfügige Kritik an der Organisation, bevor ich mich wieder zu der Truppe an meinem Tisch gesellte.

Bayernlover machte recht bald einen Abflug. Er wollte noch das Schwimmbad im Hotel maximieren. Wir anderen blieben noch und unterhielten uns Bier trinkend. Doch irgendwann waren wir alle platt. Wir ließen uns ins Hotel chauffieren und ich plünderte meine Minibar, die wir in Bayernlovers Zimmer maximierten.

Am nächsten Morgen beim Frühstück sprach Bronx mich umgehend auf die Golf-Aktion an. Ich habe definitiv Eindruck hinterlassen! Ob der gut oder schlecht ist, die Frage steht auf einem anderen Blatt.

 

Was ist hängen geblieben?

Ich habe meine Vorurteile gegenüber Elektroautos relativiert. Bedenkt man, dass der ausstattungsbereinige Aufpreis eines E-Golf ca. 5000 bis 7000€ über dem konventionell betriebenen Auto liegt, so ist es nur eine Frage der Zeit bis sich das E-Auto gegenüber dem Verbrenner flächendeckend durchsetzen wird. Zumal die Akkus besser werden und das E-Auto wirklich eine Menge Spaß macht! Bequemer sind die E-Autos auch noch. Im direkten Vergleich nervte das DSG im T5 Shuttle, das uns von A nach B transportierte.

 

Würde ich mir einen Elektro-VW zulegen? (Abgesehen davon, dass ich mir sowieso noch keinen Neuwagen leisten kann)

Nein. Der Up ist für meinen Geschmack schlichtweg zu klein. Ich mag keine Kleinwagen. Der E-Golf wäre schon eher was. Sein konservatives Design, das ich eigentlich kritisiere, sehe ich hier als Vorteil. Denn im Gegensatz zu Prius, Leaf, Zoe, i3, i-MIEV und wie sie alle heißen ist der e-Golf für den Laien nicht als Elektroauto erkennbar. Lediglich blaue Akzente und ein anderer Kühlergrill unterscheiden ihn vom normalen Golf. Damit hebt er sich wohltuend von den überwiegend hässlichen E-Autos ab.

Man kann auch elektrisch fahren ohne aufzufallen. Das hat VW begriffen.

 

Dennoch würde ich mir keinen e-Golf zulegen. Die Reichweite mag zwar für den Alltag genügen, aber ich will die Möglichkeit haben, auch weitere Strecken als 150km zurückzulegen ohne mir Sorgen machen zu müssen, dass mir der Saft ausgeht. Zumal nachtanken per Kanister nicht möglich ist.

Einen Plugin-Hybrid wie den Golf GTE könnte ich mir aber durchaus vorstellen. Die elektrische Reichweite von 50km reicht für die alltäglichen Strecken aus, ist leise und macht Spaß. Danach schaltet sich der Benziner ein, der mit 150PS alles andere als untermotorisiert ist. Den GTE durften wir leider nicht fahren. Vielleicht werde ich das nachholen.

 

Ich bedanke mich ausdrücklich bei VW und Motor-Talk, dass sie mir die Gelegenheit gaben, die E-Autos auszuprobieren. Und für die luxuriöse Unterbringung inklusive herausragendem Service, den ich nach Kräften ausgenutzt maximiert habe :)


23.03.2014 16:06    |    Bayernlover

:D :D :D :D :D

 

Geil zusammengefasst. Ich musste mehrmals herzlich lachen - großartig! Mein Artikel folgt irgendwann im Laufe des Abends :)


23.03.2014 16:10    |    Gorgeous188

Dann hat es VW ja geschafft, dich von durstigen Sexzylindern zum eGolf zu bekehren. Nur wie du das bezahlen sollst, haben sie dir natürlich nicht verraten.


23.03.2014 16:15    |    xHeftix

Was hat VW für diesen Beitrag bezahlt?


23.03.2014 16:16    |    flo-95

Vielen Dank für diesen herrlichen Bericht! :)

 

Da wäre ich auch sehr gerne dabei gewesen, denn ich möchte auch unbedingt mal ein Elektro-Auto fahren. Deine Aktion mit dem Golf war auch klasse, ich kann mir sehr gut vorstellen, was bei den VW-Mitarbeitern für eine Hektik ausgebrochen sein muss, als sie davon Wind bekamen. :D


23.03.2014 16:23    |    Bayernlover

VW hat uns nix bezahlt, Heftix :) Wir dürfen schreiben, was wir wollen, das würde ich auch notariell beglaubigen lassen ;)


23.03.2014 16:24    |    Rockport1911

Haha die Aktion mit dem Golf kann Ich mir gut vorstellen.

Einfach mal auf ner Presseveranstaltung ganz medienwirksam alles aus der Kiste raus geholt :)

 

Der reine E-Golf sagt mir mehr zu als der GT-E. Ein Hybrid ist nur eine Notlösung.

 

Zitat:

Was hat VW für diesen Beitrag bezahlt?

Bei dem was die Rasselbande da alles maximiert, wirds ne ganze Menge gewesen sein :)


23.03.2014 16:30    |    Suomi-Simba

@Gorgeous

Das kann man so sagen. Ich hab die E-Autos immer etwas belächelt. Nach der ersten praktischen Erfahrung damit tue ich das nicht mehr.

In ein paar Jahren verdiene ich (hoffentlich) mehr und die E-Autos sind billiger. Wäre ja schlimm, wenn es VW's Verantwortung wäre dafür zu sorgen, dass sich jeder Student einen Neuwagen leisten kann :D

 

@Hefti

Einen Business Class-Flug nach Berlin, eine Übernachtung im Hyatt und ganz viel ganz leckeres Essen hat VW bezahlt.

Mach mal halblang! Ich denke, ich spreche für alle, die dabei waren, wenn ich sage, dass es ein toller Tag war und wir uns herrlich amüsiert haben. Es ist im Übrigen nicht alles schlecht, was aus Wolfsburg kommt. Nur Vieles zu teuer ;)

 

@flo

Mittlerweile gibt es ja in zahlreichen Städten Möglichkeiten ein E-Auto zu fahren. Es ist definitiv eine Erfahrung wert :)

Glückwunsch übrigens zu deinem 407 Coupe! Sehr schönes Brummbrumm! :)

 

@Rockport

Das reine Elektroauto ist natürlich die schönere Lösung. Reichweiten von unter 200km sind für mich aber ein No-Go. Wenn die Akkus doppelt so lange halten, werden die Karten neu gemischt.


23.03.2014 16:36    |    Gorgeous188

Zitat:

Wäre ja schlimm, wenn es VW's Verantwortung wäre dafür zu sorgen, dass sich jeder Student einen Neuwagen leisten kann

Wieso nicht? Wenn sie ständig rumjammern, dass sie zu wenig Neuwagen verkaufen, dann sollten sie mal was tun :D


23.03.2014 16:37    |    Suomi-Simba

Zitat:

Wieso nicht? Wenn sie ständig rumjammern, dass sie zu wenig Neuwagen verkaufen, dann sollten sie mal was tun :D

Eine Finanzierung nach dem Bafög-Prinzip: Erst kriege ich den Karren vor die Tür gestellt und irgendwann bezahle ich ihn zur Hälfte :D


23.03.2014 16:40    |    Gorgeous188

Siehste, jetzt hast dus verstanden ;)


23.03.2014 17:12    |    notting

@Suomi-Simba: Dass man bei E-Autos generell keine Reserveenergie mitnehmen kann, stimmt so nicht... -> http://www.heise.de/.../Akku-Pack-fuer-den-Elektro-Smart-1415690.html

 

Div. Hersteller schleppen dich aktuell bei selbstverschuldetem leerem Akku auch zur nächsten Ladesäule, aber bis der Pannenhelfer kommt, wird's wohl auch etwas dauern. Dazu kommt, dass man so ziemlich jedes E-Auto zur Not auch mit 230V/10A aus der Haushaltssteckdose laden kann, wenn auch recht langsam (ggf. muss ein entspr. Kabel gekauft werden).

 

Gehöre zu den Leuten, wo auch im Winter (=typ. ca. halbe Reichweite) bei der zugesagten Akku-Mindestkapazität (bei EU-Herstellern meist 70-80% vom Sollwert) mit Heizung/Klimaanlage an ohne Eco-Modus etc. knapp über 160km Reichweite brauchen. D.h. das Tesla Model E wäre von der Reichweite und vom angekündigten Kaufpreis inkl. Akku her knapp an der Grenze (oder war das doch mit Eco-Modus usw.?), nur dass Tesla keine Akku-Mindestkapazität zusagt.

 

Bin E-Tech-Ing. verspreche mir von einem E-Auto auch, dass es einfacher (=billiger) zu warten ist, zumindest vom Antrieb her und dass die Bremsen länger halten.

 

Bis es sowas gibt muss mein Megane III noch halten, vor allem weil er kommende Woche für viel Geld repariert wird (und Renault sich zum Glück noch an den Kosten beteiligt - Öl im Kabelstrang, wird hoffentlich bei keinem E-Auto passieren).

 

notting


23.03.2014 17:13    |    notting

@Suomi-Simba:

Zitat:

Eine Finanzierung nach dem Bafög-Prinzip: Erst kriege ich den Karren vor die Tür gestellt und irgendwann bezahle ich ihn zur Hälfte :D

Du hast die zusätzlichen Rabatte für Leute vergessen, die mit dem Studium schneller fertig sind, die alles auf einen Schlag zahlen usw. :-D

 

notting


23.03.2014 17:14    |    italeri1947

Herzlichen Dank für diesen wunderbaren Bericht! Die Veranstaltung scheint ja ein Erfolg gewesen zu sein; ich freue mich, wenn es dir/euch in Berlin gefallen hat. Mehrfach musste ich von Herzen lachen und freue mich sehr, dass es so viel Spaß gemacht zu haben scheint. Neben den Informationswerten standen ja auch menschliche Werte im Vordergrund - das macht die Sache noch sympathischer!

 

Zitat:

Ein Herr sprach mich an, der sich als bronx.1965 herausstellte. Wir kennen uns aus Hans' Gasthaus. Ein super Kerl! Kein Wunder: Wer einen Opel Monza fährt, kann kein schlechter Mensch sein!

Da stimme ich zu; danke auch für die Ernennung meines kleinen Gasthauses. Bronx ist ein sehr wertvoller Zeitgenosse.

 

Weiterhin viel Freude, Simba!


23.03.2014 17:45    |    flo-95

Zitat:

Mittlerweile gibt es ja in zahlreichen Städten Möglichkeiten ein E-Auto zu fahren. Es ist definitiv eine Erfahrung wert :)

Ich wohne ja in einer ländlichen Gegend. Muss ich aber echt mal schauen, wo ich mal ein Elektroauto Probe fahren kann.

 

Zitat:

Glückwunsch übrigens zu deinem 407 Coupe! Sehr schönes Brummbrumm! :)

Dankeschön! Momentan ist es aber leider nicht sehr schön, will mal gewaschen werden. :D


23.03.2014 18:01    |    notting

@Suomi-Simba:

Zitat:

Mittlerweile gibt es ja in zahlreichen Städten Möglichkeiten ein E-Auto zu fahren. Es ist definitiv eine Erfahrung wert :)

Dafür wird's aber aktuell oft spätestens dann dürftig, wenn das E-Auto nicht nur gewartet (das können z. B. alle Renault-Vertragswerkstätten), sondern auch repariert werden soll (spezielle Z.E.-Stellen bei Renault). Sind bei uns in Süd-D schnell mal 60-80km. Ich will nicht wissen, was ein 160km-Transport (hin+zurück) kostet...

 

notting


23.03.2014 20:02    |    zeitdieb22

Cooler Bericht von dir für uns. Danke dafür!Eine E(r)fahrung fürs Leben.


23.03.2014 20:09    |    dodo32

Loooooooooool, die Probefahrt :D. Geile Aktion!!! Was soll auch die Schleicherei mit 20 km/h :rolleyes::rolleyes:. Das hast Du richtig gemacht :D

 

Wenn man sich da mir gegenüber pikiert gezeigt hätte, wäre ich glaub abgereist. Was soll der Unsinn, bzw. was soll man bei 20 km/h für einen Eindruck bekommen? :rolleyes:


23.03.2014 20:23    |    bronx.1965

Simba,

 

herzlichen Dank für diesen tollen Bericht! Sehr treffendes Feedback. Nicht nur des Maximierens wegen!

Du, Bayernlover und die anderen Kerle wart einfach eine tolle Truppe! Unsere Gespräche habe ich genossen und es ist ja auch immer interessant den Menschen kennen zu lernen der "hinter" dem Avatar steht. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht, im Gegenteil . . :)

 

Zitat:

VW e-Golf maximiert und für nordschleifentauglich befunden!

Eine hervorragende Aktion, die zwei Dinge bewies, 1. auch Volkswagens Mitarbeiter haben Nerven, 2. der sehr tiefe Schwerpunkt des e-Golfs wirkt sich überaus vorteilhaft auf das Fahrverhalten im Grenzbereich aus. :D Eine andere Location für diese Aktion wäre vielleicht hilfreicher gewesen, wurde aber ob der knappen Zeit verhindert. :cool:

 

Zitat:

Was hat VW für diesen Beitrag bezahlt?

Hefti: dazu wurde ja alles gesagt! Eine Frage meinerseits: wärest Du nicht hingefahren? Wohl kaum!

 

Es ist eine Sache, über ein Ding zu reden, eine andere ist es, etwas erfahren und dann darüber reden zu können! Egal wie der Hersteller heisst. Ich für meinen Teil konnte mir nicht vorstellen, ein E-Car zu fahren. Kenne aus eigenem Erleben lediglich Twizzy und I-MieV. Letzterer wirkt gegen den e-Golf mehr wie eine Bastelbude. Haptik wie im Fischladen! Den Golf habe ich als annähernd perfekt empfunden und das schreibe ich als eher Opel-affiner Typ. Mir sind Markenbrillen halt fremd. Sie sind hinderlich und hemmend in der Wahrnehmung. Meine Meinung.

 

Seit Donnerstag kann ich mir vorstellen, einen e-Golf zu fahren!

 

Zitat:

Wir ließen uns ins Hotel chauffieren und ich plünderte meine Minibar, die wir in Bayernlovers Zimmer maximierten.

Eine sehr entspannte Aktion und ein netter Ausklang. Danke an Euch!

 

Zitat:

Vermutlich wird VW mich in der nächsten Zeit nicht mehr zu solchen Veranstaltungen einladen. Aber wer weiß, vielleicht leiten sie meine Daten an Porsche weiter...

Die Zeit heilt ja bekanntlich Wunden und vielleicht hat man ja in Zuffenhausen noch 'ne Stelle frei! :D

 

Bronx


23.03.2014 20:57    |    xHeftix

@Bronx: Natürlich wäre ich nicht hingefahren. Was soll ich auch da? VW interessiert mich nicht im geringsten ...


23.03.2014 21:03    |    bronx.1965

Zitat:

Natürlich wäre ich nicht hingefahren. Was soll ich auch da? VW interessiert mich nicht im geringsten...

Akzeptiert. Deine Meinung halt . . Nur, was sollte dann Deine Frage? :rolleyes:


23.03.2014 21:10    |    Suomi-Simba

@notting

Ich glaube wir reden aneinander vorbei. Flo wollte einmal ein E-Auto fahren und dafür gibt es in jeder größeren Stadt genug Möglichkeiten: Car Sharing, Mietwagen, Aktionen beim Händler usw...

 

@dodo

Zitat:

Loooooooooool, die Probefahrt :D. Geile Aktion!!! Was soll auch die Schleicherei mit 20 km/h :rolleyes::rolleyes:. Das hast Du richtig gemacht :D

Wir konnten ja raus in die Stadt mit den Autos. Für den Up das perfekte Revier. Mit dem Golf ist mir dann aber die Zeit davon gelaufen.

 

@bronx

Ich kann mich deinen Ausführungen nur anschließen! Wir waren eine tolle Truppe und der Tag hat eine Menge Spaß gemacht!

 

Auch deinen Ausführungen zum e-Golf muss ich zustimmen. Das Spektakuläre am e-Golf ist eben, dass er so unspektakulär ist. Ein vollwertiges Auto ohne das Elektro-Zukunfts-Pipapo, dessen Makel die konzeptbedingte mangelhafte Reichweite ist. 200km mehr und ich könnte mir den e-Golf ernsthaft nach meinem Studium vorstellen. Warten wir mal ab, was bis dahin auf dem Markt ist...

Zitat:

Eine hervorragende Aktion, die zwei Dinge bewies, 1. auch Volkswagens Mitarbeiter haben Nerven, 2. der sehr tiefe Schwerpunkt des e-Golfs wirkt sich überaus vorteilhaft auf das Fahrverhalten im Grenzbereich aus. :D Eine andere Location für diese Aktion wäre vielleicht hilfreicher gewesen, wurde aber ob der knappen Zeit verhindert. :cool:

Ersteres habe ich in der Tat nicht erwartet :D Ich habe sie bislang für seelenlose Roboter gehalten :D

 

War auf jeden Fall geil! Wir sehen uns bestimmt bei Gelegenheit! :cool:

 

@hefti

Das ist schade traurig. Du lässt dir etwas entgehen. Nämlich ein tolles Erlebnis und die Möglichkeit, deinen Horizont zu erweitern.

Meine Berichterstattung wäre im Übrigen genauso ausgefallen, egal ob Peugeot, Dacia oder Ferrari die Veranstaltung organisiert hätten.


23.03.2014 21:14    |    xHeftix

@Bronx: Der ganze Blogeintrag klingt halt etwas nach Werbung ...

@Simba: Macht nix. Hab kein Problem damit, wenn ich verpasse ein Nicht-Umweltfreundliches Auto als die aufgeblasene Zukunftsmaschine nicht zu fahren :D


23.03.2014 21:18    |    bronx.1965

Zitat:

Der ganze Blogeintrag klingt halt etwas nach Werbung ...

Aha. Für mich eher nicht. Sehr stimmig wiedergegeben das Ganze.

 

Zitat:

War auf jeden Fall geil! Wir sehen uns bestimmt bei Gelegenheit! :cool:

Davon gehe ich mal stark aus. Sollte sich Porsche mal wieder bei mir melden, bist Du auf jeden Fall mit dabei! :D


23.03.2014 23:36    |    Turbotobi28

Hi,

 

jaja schön wars.

 

Ein schöner Einblick in die Zukunft des Automobils (die keineswegs Spaßbefreit sein muß :D) aber auch in die methoden der Pressearbeit eines Großkonzerns ;)

 

Hier mein Blog

 

Gruß Tobias


24.03.2014 08:34    |    Goify

Ich sehe, ich muss auch mal E-Auto fahren. Das WIE ist wohl das größte Problem in einer Kleinstadt wie Regensburg. Das einzige E-Auto, was ich je hier gesehen habe war ein i8. Den Ampera zähle ich mal eher zu einem Hybrid.


24.03.2014 08:49    |    Diesel73

Hier fahren schon einige E-Autos rum. Hab ja seit fast 2 Jahren den MieV von Mitsubishi hier im Fuhrpark. Unkompliziert und spaßmachend :)

Hab neulich den ersten e-BMW hier rumfahren sehen. Sieht sehr futuristisch aus mit den bläulichen Scheinwerfern. War allerdings hell draußen, keine Ahnung wie die evtl. im dunkeln blenden. Ansonsten sah das Auto aus, wie eine Brotkiste.


24.03.2014 08:55    |    PIPD black

Moin Leute.

 

Ich finde den Beitrag bzw. auch alle anderen zu dem Thema sehr schön und diesen hier auch noch unterhaltsam.

 

Wir hatten leider nur am Publikumswochenende die Möglichkeit, die Fahrzeuge zu testen und uns alles dort anzuschauen. Meine Erfahrungen dazu hatte ich im MT-Blog hier niedergeschrieben.

 

Zu den Anmerkungen von xHeftigx möchte ich sagen, dass es tatsächlich so ist, dass man von dieser ganzen Veranstaltung total eingesäuselt und vernebelt wird.

 

Zuerst fährst du das Auto, was an sich schon recht "geil" geht (zumindest auf dem Testparcours) und dort durfte/sollte man auf der Gerade auch drauftreten und auch die Rekuperation (B) testen und dann siehst du im "Kino" so eine geniale Light- und Music-Show und zum Schluß eine Präsentation mit Redner und dem E-Chef von VW. Dazwischen die Ausstellungen mit Spielen und toller Deko, man wird immerzu angesprochen, ob man hierzu oder dazu etwas wissen möchte.....hat ein bisschen was von Gehirnwäsche.....von daher nehme es den Blogger nicht übel, wenn die Artikel sehr stark pro VW ausfallen. Die Veranstaltung und gerade das Drumherum für die Blogger war mehr als prägend.

 

Auch wir sind begeistert aus Tempelhof abgereist und auf dem Heimweg am nächsten Morgen zeigte sogar meine Frau sehr starkes Interesse an so einem Fahrzeug.....wenn da diese Reichweitenangst nicht wäre.....

 

Wäre schön, wenn ihr mal die anderen Blog-Beiträge zu diesem Thema in euren Beiträgen verlinken könntet. Ich bin über den Blog von Turbotobi hierher gekommen.;)


Bild

24.03.2014 09:22    |    bronx.1965

@PIPD black:

 

Zitat:

Zu den Anmerkungen von xHeftigx möchte ich sagen, dass es tatsächlich so ist, dass man von dieser ganzen Veranstaltung total eingesäuselt und vernebelt wird.

Das mag der Eine oder Andere durchaus so empfinden. Ich für meinen Teil denke, das kann und sollte man herausfiltern. Das man dementsprechend gepampert wird, ist ja nichts wirklich neues und keine Eigenart, die nur Volkswagen betrifft. Alle Hersteller ziehen bei solchen Anlässen gigantische Vorstellungen auf und sieht man sich mal deren Werbe-Etats an, weiß man wieso.

 

Lässt man dagegen das Gefühl zu, denen etwas "schuldig" zu sein, braucht man nicht zu schreiben. Ich denke, DIE wollen Kunden überzeugen, also konzentriere ich mich auf das Produkt an sich und blende das andere mal aus. Mir ist jedenfalls kein Verantwortlicher bei Fragen ausgewichen, im Gegenteil, gerade Technik-und Reichweiten-Aspekte, also die Kernfragen künftiger Nutzer, wurden erschöpfend beantwortet.

 

MT-User taue2512 beeindruckte mit seinen detaillierten Fragen sicher nicht nur mich und offenbarte ein fundiertes Wissen zur e-mobility, welches meines weit in den Schatten stellte. All diese Fragen wurden geduldig und ausführlich beantwortet. Von daher für mich schon ein Erkenntnisgewinn!

 

Ich sehe diese Veranstaltung und die Testfahrt daher für mich als eine Bereicherung an welche es mir einmal mehr ermöglicht hat, über den Tellerrand zu blicken.


24.03.2014 09:37    |    Gorgeous188

Zitat:

Das WIE ist wohl das größte Problem in einer Kleinstadt wie Regensburg

Musst nur mal eben nach Augsburg kommen ;) Aber auf keinen Fall mit einem Verbrennungsmotor :D

 

Komisch, dass ich nicht ausgewählt wurde ;) Meine alten Reihenvierzylinder sind wohl zu sparsam für VW :D 5,6L/100km im Benziner auf der Landstraße eben.


24.03.2014 09:48    |    PIPD black

@bronx: Da hast du völlig recht. Ich habe auch nur versucht zu erklären, warum es vllt. für den ein anderen so aussieht/aussehen könnte, dass diese Blogbeiträge als Werbung erkauft worden sind.

 

Mit taue hattet ihr ja auch einen echten e-Mobilitäts-Vorreiter mit am Start.:p

 

An den Publikumstagen hingegen hatte man schon sehr gemerkt, dass die "Betreuer", die dort überall unterwegs waren, gebrieft waren. Als wir auf den e-Golf warteten, erzählte uns der dort hingestellte Wärter, dass der Golf 1.000 km Reichweite hätte. Wir haben ihm dann mal das Prospekt mit den 190 km unter die Nase gehalten.;):p

 

Oder an anderer Stelle hatte ich mich mit dem "Beistehenden" über den Kaufpreis und evtl. späteren Gebrauchtwagenpreis unterhalten. Da kam es auf das Thema Batterie und Austausch und Kosten. Da konnte er nicht sofort was zu sagen (oder wollte nicht). Als mein Kumpel dann erzählte, dass man einzelne Batteriepakete tauschen könnte, sagte er nur: "Oh, wieder was gelernt."

 

Was mir an dieser Veranstaltung besonders auffiel, sie war augenscheinlich auf die sehr junge Generation gerichtet. Insbesondere durch die Musikauswahl (Yello) bei den Präsentationen als auch bei den abendlichen Veranstaltungen (elektronische Musik....zu deutsch: Techno aller erster Güte).

 

Zitat:

Ich sehe diese Veranstaltung und die Testfahrt daher für mich als eine Bereicherung an welche es mir einmal mehr ermöglicht hat, über den Tellerrand zu blicken.

Genauso sehe ich das auch. Und nach diesem Erlebnis bin ich dieser Fortbewegungsmethode deutlich aufgeschlossener und könnte es mir durchaus vorstellen, wenn irgendwann mal der Zweitwagen, der dieses Jahr erst 2 wird, mal ausgetauscht werden muss. Somit haben wir noch ein paar Jährchen Zeit.


24.03.2014 09:57    |    Turboschlumpf6

Ich habe an einer solchen Veranstaltung auch schon teilgenommen, nur dass sie bei Opel war (siehe hier).

Das Tolle dort war, dass man so viel fahren konnte, wie man wollte - notfalls auch die ganze Nacht! :)

 

Und es liegt in der Natur des Menschen, dass man eben nett ist (Schreiben eines Blog-Artikels), wenn jemand nett zu einem war (Anreise, Essen. Übernachtung, Fahrten, usw.). Ich finde das auch völlig ok und total normal. So macht man automatisch Werbung für die Produkte - und diese Werbung fällt sehr günstig für den Hersteller aus.

 

Ich finde, so etwas sollte es öfter geben.

 

 

@Simba:

Du bist wohl ein richtiger Haudegen, wenn ich das mit deiner Gymkhana-Einlage so lese!


24.03.2014 09:59    |    Goify

Zitat:

Was mir an dieser Veranstaltung besonders auffiel, sie war augenscheinlich auf die sehr junge Generation gerichtet. Insbesondere durch die Musikauswahl (Yello)

Wobei das meist nur die älteren Semester kennen. Es wäre ziemlich schräg gewesen, ein E-Auto mit etwas anderen als elektronischer Musik zu präsentieren. Wenn was gut zusammen passt, dann hier.


24.03.2014 10:02    |    bronx.1965

@PIPD black:

 

Zitat:

Mit taue hattet ihr ja auch einen echten e-Mobilitäts-Vorreiter mit am Start.:p

Das habe ich gemerkt, hatte mir zwar einen kleinen Fragekatalog ins Gepäck gelegt, aber taue war schneller und hatte die besseren Fragen. Sehr informativ. Man lernt ja nie aus. ;)

 

Zitat:

Was mir an dieser Veranstaltung besonders auffiel, sie war augenscheinlich auf die sehr junge Generation gerichtet. Insbesondere durch die Musikauswahl (...)

Empfand ich ebenso. Der Hauptteil zukünftiger Kunden wird wohl dieser Altersgruppe / Generation zugetraut.

 

Zitat:

An den Publikumstagen hingegen hatte man schon sehr gemerkt, dass die "Betreuer", die dort überall unterwegs waren, gebrieft waren. Als wir auf den e-Golf warteten, erzählte uns der dort hingestellte Wärter, dass der Golf 1.000 km Reichweite hätte.

:D:D:D

 

Das ist ein Problem mit externen, die speziell für solche Publikumstage angeheuert werden. Ich kenne das von anderen Automessen, meistens erhalten die nur einen Crashkurs in den Grundzügen. Aber 1000 Km Reichweite als Aussage, sollte eigtl. nicht passieren.

 

Gut daher, das wir die Fragen gezielt einem Entwickler stellen konnten. ;)


24.03.2014 10:19    |    PIPD black

@Goify: Ja, Yello mögen wahrscheinlich vorallem die älteren Semester kennen, aber die Mukke von denen, welche mir außerordentlich gut gefiel, dürfte den meisten dieses Semestern dann nicht mehr unbedingt gefallen.

 

Aber du hast natürlich auch recht damit, dass beides sehr gut zueinander paßt, auch wenn der Golf oft als bieder oder Rentnerauto bezeichnet wird.

 

Die Frage, die ich mir dabei stelle, ist allerdings die, wie sich die junge Generation solche Fahrzeuge leisten soll. Ich spekuliere darauf, dass es demnächst entsprechende Angebote (Leasing/Finanzierung) geben wird, die es möglich machen wird, diese Fahrzeuge massenhaft in den Markt zu drücken.....wenn man denn will. Bislang ist mir dazu aber nichts bekannt.


24.03.2014 10:53    |    bronx.1965

Zitat:

Die Frage, die ich mir dabei stelle, ist allerdings die, wie sich die junge Generation solche Fahrzeuge leisten soll.

Das ist eine Frage, die nicht nur ich mir bei diesem Event gestellt habe. Die Preise sind schon recht deftig und das weiss der Hersteller natürlich sicher selbst. Was nützt das tollste Produkt, wenn es für den Endkunden schwer bis gar nicht zu finanzieren ist.

 

Zitat:

Ich spekuliere darauf, dass es demnächst entsprechende Angebote (Leasing/Finanzierung) geben wird, die es möglich machen wird, diese Fahrzeuge massenhaft in den Markt zu drücken.....wenn man denn will. Bislang ist mir dazu aber nichts bekannt.

Bezüglich dieser Frage zeigten sich die VW-Mannen denn auch etwas wortkarg. Ich vermute, es wird in eine solche Richtung gehen, man wartet aber erst einmal die Auftragseingänge ab. Die Montagestrategie am Band ist sehr flexibel aufgebaut, so das jederzeit der e-Golf, eine CNG-Variante oder der herkömmliche Verbrenner produziert werden kann. Anscheinend hat man selbst noch keine ungefähre Größenordnung der benötigten e-Modelle im Konzern.


24.03.2014 11:01    |    Turbotobi28

Hi,

 

ich habe das Gefühl das VW ebenso wie die anderen Hersteller noch gar kein besonders großes Interesse daran hat die Elektrofahrzeuge in großer Stückzahl in den Markt zu drücken,sonst würde man da quersubventionieren und mit größeren Stückzahlen in den Markt gehen.

 

Natürlich bietet man sie an und bei den Preisen wird sicher auch was damit verdient.

 

Aber an vergleich ausgestatteten Golf TDI für ca. 33t€ verdient VW wahrscheinlich mehr als an einem e-Golf.

 

Es klang nämlich schon so durch das die vielen Extra´s mit denen der Preis des e-Golf gerechtfertigt ist hauptsächlich dazu dienen um den (noch) teuren Elektroantriebsstrang querzufinanzieren.

 

Gruß Tobias


24.03.2014 11:05    |    Goify

Das frage ich mich auch. 35.000 € sind für normal verdienende junge Leute kaum drin, wenn das Jahresbrutto in ähnlicher Höhe liegt, was hoch gegriffen ist.


24.03.2014 11:17    |    PIPD black

Zitat:

Hersteller noch gar kein besonders großes Interesse daran hat die Elektrofahrzeuge in großer Stückzahl in den Markt zu drücken

Wenn man daran kein Interesse hat, stellt sich allerdings auch die Frage, warum man so eine Veranstaltung dann stattfinden läßt und auch noch (der breiten Öffentlichkeit unbekannte) MT-User einfliegt. Bitte nicht falsch verstehen, ich gönnen jedem Teilnehmer diesen Spaß, aber irgendwie erschließt sich mir im Zusammenhang mit obigen Zitat nicht ganz der Sinn.

OK, man will die Jugend und die "neuen" Medien gewinnen und nutzen, aber will die Ware nicht an den Mann bringen? Irgendwie unlogisch. Oder?


24.03.2014 11:21    |    Rockport1911

Zitat:

Was mir an dieser Veranstaltung besonders auffiel, sie war augenscheinlich auf die sehr junge Generation gerichtet. Insbesondere durch die Musikauswahl (Yello)

Ich wäre auch gerne dabei gewesen, aber durch mein Rentnerauto zähle Ich hier wohl nicht mehr zur jungen Generation :).

 

Das Gute am E-Golf ist wirklich das es nur ein Golf ist. Klar ist ein BMW i3 an und für sich auch ein gutes Elektroauto. Aber wer will sich schon so einen Brotkasten vors Haus stellen?

 

 

Ich bin gespannt wie sich die Gebrauchtwagenpreise entwickeln. In einigen Jahren kann man den E-Golf sicherlich für unter 15.000 Euro bekommen. Oder einen Tesla Model S für 30.000?


Deine Antwort auf "Elektrische Maximierung in Up und Golf"

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