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Linux_TDCi

Linux_TDCi und sein Fiesta MK-7

23.06.2013 17:14    |    Linux_TDCi    |    Kommentare (14)    |   Stichworte: Fiesta, Ford, Mk7 (JA8)

A2 - OstA2 - Ost Gestern war ich mit meinem Fiesta auf großer Langstreckenfahrt unterwegs. Zurückgelegt wurden dabei 922 km, fast nur Autobahn und die Landstraßenkilometer sind nicht der Rede wert ;) Da auf dem Rückweg etwas Zeitdruck hatte, konnte ich leider nicht auf 1000 km aufrunden.

 

Ich musste einige Dinge privater Natur erledigen. Um eine zweite Fahrt zu sparen, habe ich meine ToDo-Liste auf einen Tag gelegt und abgeklappert.

 

 

 

 

Warum schreibe ich das ganze?

 

Ein Firmenvertreter fährt geschätzt 300 – 500 km (oder noch mehr? Vielleicht melden sich ein paar Firmenfahrer) pro Tag, das ist nichts besonderes. Aber fast 1000 km an einem Tag selbst mit einem Fiesta der neuesten Generation (Mk7) zurückzulegen, also keine alte Klapperkiste, ist dann doch schon eine Hausnummer und ich dachte mir, dass wäre ein kleinen Kurzblog wert. Zumal ich dann fast an die geforderte Brandmarke von el lucero orguloso komme.

 

Kurz zum Auto

 

- 1,6 TDCi mit 90 PS

- 5-Gang

- Titaniumausstattung

 

Die Fahrt

 

Die lange Autobahnfahrt war mit dem Fiesta problemlos, der 1.6 TDCi lässt sich trotz seiner „nur“ 90 PS und eingeschalteter Klimaautomatik souverän bewegen. Auf dem Keks ging mir, wie ich es bei meinem 20.000 km Revue angemerkt habe, der fehlende 6.Gang. Tempolimitierte Bereiche auf der A2 und A7 lassen sich dank Tempomat sehr entspannend fahren.

 

Der Geräuschpegel ist für diese Fahrzeugklasse mit Dieselmotor erstaunlich niedrig, nur auf alten Betontrassen, wie teilweise auf der A7, nehmen die Abrollgeräusche etwas zu, während auf der A2 fast Ruhe dank dem Flüsterasphalt (?) herrscht. Nur der Motor brummt leise dezent im Hintergrund.

 

Besonders auf die Nerven gingen mir die Mittelspurschleicher, einfach nur extrem nervig und da können noch so viele Leute von ganz links auf ganz rechts rüberziehen oder eine Lichthupe verteilen, es macht einfach nicht „klick“. :mad: Der Verkehrsfluss wird unnötig behindert. Mir völlig unverständlich, wieso das so viele machen. Auf 922 km nur einen Fahrer gehabt, der seinen Spiegel nicht benutzen kann, ist mit Lichthupe und Hupe schnell wieder rüber.

 

Verbrauch

 

Der Verbrauch hat sich bei zwei Tankfüllung auf knapp 5,9 - 6 l Diesel auf 100 km eingependelt. Für die Fahrweise, Strecke und mit Klimaautomatik völlig in Ordnung

 

Fazit

 

Langstreckentauglich ist er, der Fiesta Mk7 mit dem 1.6 TDCi. Ich bin jederzeit entspannt ausgestiegen und Pausen wurden nur zum Essen und Trinken sowie Toilettenbesuch eingelegt. Ich würde jederzeit wieder so eine weite Strecke fahren. Zu Hause wieder angekommen, keine Anzeichen von Erschöpfung, die stellte sich erst langsam gegen 21-22 Uhr ein. Aber da bin ich schon seit 19 Stunden auf den Beinen, völlig normal.

 

Quelle

 

A2 Ost - http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesautobahn_2 - GNU-Lizenz


23.06.2013 17:53    |    meehster

Über 1000 km an einem Tag in einem Kleinwagen war früher mein Alltagsgeschäft. Ganz früher mal mußte ich 6mal die Woche von kurz vor OL über HB und H nach F und zurück. Das Fahrzeug war ein 1985er Nissan Micra K10 mit 981cm³ und 40 kW. Was dank der relativ bequemen Sitze und der 4+E-Abstimmung des Getriebes (Vmax im 4. von 5 Gängen) ganz erträglich.

 

Später habe ich noch einige Direktfahrten mit dem 1990er Daihatsu Charade mit 1296 cm³ und 66 kW getätigt. Von HB aus auch "mal eben" (O-Ton des Auftraggebers) nach z.B. Frankfurt/Oder, Zwickau, in den Schwarzwald oder ins Allgäu. Leider war dort kein Spargang, weil das Auto eher sportlich war. Hätte ich damit häufiger solche Touren machen müssen, hätte ich mich da schon nach etwas Anderem umgeschaut.

 

 

Warum man für so etwas allerdings eine engere Abstimmung der Gänge braucht, ist mir nach wie vor schleierhaft. Die hat ihre Vorteile beim sehr sportlichen Fahren auf Landstraßen, wo es mit einem Sechsganggetriebe leichter ist, die Motordrehzahl nicht in den Drehzahlkeller (= unter 4500/mijn) fallen zu lassen. Aber auf der Autobahn ist die Forderung nach einer engeren Abstufung der einzelnen Gänge größtenteils Humbug, da man ja eh fast immer im höchsten Gang ist.

 

Da kann man lieber eine insgesamt längere Übersetzung nehmen, wie ich es damals beim Renault Master hatte: Der hat einfach eine um gut 25% längere Finalübersetzung bekommen.

Oder man kann es so machen wie in meinem Mazda 323F: Das Originalgetriebe war zu kurz für den Durchzugsstarken Motor, der drehte im originalen 5. Gang auch mal bis über 7000/min. Jetzt hat er ein Getriebe drin, dessen 4. Gang etwa so ist wie der originale 5., die Spreizung zwischen den einzelnen Gängen ist größer. Aber nicht sehr viel: Man muß immer noch nicht mehr als 1/4 der Nenndrehazhl drehen, bevor man in den nächsten Gang hochschaltet.

 

Das Extremste originale habe ich bisher im Honda Insight I erlebt: Vmax im 3. von 5 Gängen und die beiden darüber waren wirklich Schon- und Spargänge. Damit kann man dann wirklich gut Kilometer fressen.


23.06.2013 19:46    |    Linux_TDCi

Uuui, der hat aber wirklich eine Menge Kilometer geschrubbt :eek:

Aus heutiger Sicht mit so einem Wagen sicherlich undenkbar.

 

Bezüglich des Getriebes, mir geht es nicht um sportlicheres fahren, sondern darum, das der gleiche Motor im Focus Mk3 im 6. Gang mal eben ca. 400-500 Umdrehungen bei gleicher Geschwindigkeit weniger dreht. Die Übersetzungen der einzelnen Gänge zw. Fiesta Mk7 1.6 TDCi und Focus Mk3 1.6 TDCi sind vom ersten bis zum fünften Gang fast identisch, nur der sechste Gang ist so lang, das dieser zur Drehzahlreduzierung auf Autobahnfahrten sorgt. Das vermisse ich auf Autobahnetappen.


23.06.2013 20:06    |    meehster

Das Drehzahlsenken auf der Strecke würde auch eine insgesamt längere Übersetzung bzw. eine größere Spreizung bewerkstelligen.

 

Bestes Beispiel ist eben mein Mazda: Das Getriebe vom nächstschwächeren mit deutlich niedirgerer Nenndrehzahl drin: 1. Gang etwa so wie vorher, 4. Gang etwa so wie der originale 5. und der 5. jetzt ist ein Schongang. Nur die Sprünge zwischen den Gängen sind etwas größer, was eben außer auf der Rennstrecke nicht weiter stört.

 

Uhnd ja, der Micra hat wirklich eine Menge geschrubbt. Gekauft habe ich den mit gerade abgelaufener HU und 145 tkm auf dem Zähler, dann habe ich den durch die HU gebracht und 2 Jahre später sah es so aus.


23.06.2013 22:23    |    invisible_ghost

Zitat:

Gekauft habe ich den mit gerade abgelaufener HU und 145 tkm auf dem Zähler, dann habe ich den durch die HU gebracht und 2 Jahre später sah es so aus.

Schon klar, 320k km per anno.

 

:D:D:D


24.06.2013 09:04    |    mat619

Zitat:

Zitat:

 

Gekauft habe ich den mit gerade abgelaufener HU und 145 tkm auf dem Zähler, dann habe ich den durch die HU gebracht und 2 Jahre später sah es so aus.

 

Schon klar, 320k km per anno.

 

 

 

:D:D:D

Ach was, mehr noch, das sind genauer gesagt fast 390.000 km per anno.

Das sind 1068 km pro Tag, bei einer angenommenen Durchschnittsgeschwindigkeit von 120 km/h also knapp 9 Stunden pro Tag im Auto sitzen, an 365 Tagen im Jahr.


24.06.2013 09:54    |    meehster

@ invisible_ghost: Du machst Dich ernsthaft über Leute lustig, weil sie arbeiten? Das erklärt einiges...

 

@ mat619: 634 tkm in 2 Jahren sind nicht 390 tkm pro Jahr. Das mit dem Rechnen üben wir besser noch einmal ;)


24.06.2013 13:13    |    mat619

Tatsache! Mist, was hab ich denn da gerechnet? :D Zu meiner Verteidigung, war vor'm zweiten Kaffee! :D

 

Jedenfalls brutale Menge km in der Zeit. Hast du die Fahrzeit wenigstens als Arbeitszeit angerechnet oder entsprechend hoch vergütet bekommen? Um 4 Stunden einfache Pendelstrecke pro Tag zu akzeptieren müsste man mir schon eine Menge bieten.


24.06.2013 14:29    |    nick_rs

Zitat:

Besonders auf die Nerven gingen mir die Mittelspurschleicher, einfach nur extrem nervig und da können noch so viele Leute von ganz links auf ganz rechts rüberziehen oder eine Lichthupe verteilen, es macht einfach nicht „klick“. :mad: Der Verkehrsfluss wird unnötig behindert. Mir völlig unverständlich, wieso das so viele machen. Auf 922 km nur einen Fahrer gehabt, der seinen Spiegel nicht benutzen kann, ist mit Lichthupe und Hupe schnell wieder rüber.

Kann ich mich nur anschließen :mad::mad::mad:

 

Habe dazu auch mal eine Umfrage in meinem Blog gemacht. Nevt die meisten :mad:

 

Ansonsten respekt 1000km in deinem Alter! Bin ein paar mal 800km am Stück gefahren und das war am Schluss kritisch. Werde zur Audi Alpentour auch nochmal ca 850km fahren. Bin mal gespannt wie das funktioniert :)


24.06.2013 18:21    |    invisible_ghost

Moin Meehster,

 

Zitat:

@ invisible_ghost: Du machst Dich ernsthaft über Leute lustig, weil sie arbeiten? Das erklärt einiges...

das würde mir im Leben ned einfallen.

 

Ich glaube dir lediglich die km ned. Warum? Rechne einfach nach.

 

;)

 

 

So long

 

Ghost


24.06.2013 22:13    |    meehster

@ mat619: Ich war selbsständig und das Auto selbst war die Arbeitsstelle. Und ja, ich habe damals gut verdient.

 

@ Ghosti: Ich war dabei! Zu den 6 Arbeitstagen (bzw. -nächten) jede Woche kamen auch noch meine Privatfahrten. Da kommt schon was zusammen. Dazu gehoren auch meine Rückenschmerzen, die ich seit Ende meiner Auslieferzeit regelmäßig habe.


25.06.2013 20:13    |    Linux_TDCi

@nick_rs

 

Ja, ist ne Menge KM an einem Tag. Aber ich lieeeeebe Langstreckenfahrten, Klimaautomatik an, über die Autobahn jagen oder mit Tempomat cruisen (TL-Zone). Einfach nur fahren, km für km. Im nächsten Monat stehen wieder welche an, dann habe ich Urlaub :D und da wird auch nicht auf den Sprit geguckt :D

 

@meehster

 

Bei aller Liebe zum Autofahren, aber irgendwann hat man es doch satt? Aber schon eine beachtliche Fahrleistung in zwei Jahren.


25.06.2013 20:43    |    Linux_TDCi

@meehster

 

Bezüglich der weiten Spreizung des Getriebes muss ich noch etwas anmerken, warum ich vehement auf einen (langen) sechsten Gang poche und eine größere Spreizung nicht mag (aus Laiensicht)

 

Heute bin ich wiedermal mit einem VW T5 FL mit dem 2.0 TDI (140 PS), handgerissen, 6-Gang, gefahren.

 

Die Spreizung der einzelnen Gänge liegen etwas weiter als normal auseinander. Leider so, dass man unter der Mindestdrehzahl des Turbos bleibt. Folge: Unangenehmes Beschleunigungsloch, bis die Hütte kräftig aus dem Quark kommt.

 

Gefällt mir gar nicht. Was tut man? Man dreht die Kiste weiter aus, damit man ein besseren Anschluss am Turbopunkt findet. Gefällt mir ebenfalls nicht.

 

Daher bin ich mit der kürzeren Spreizung meines Fiesta-Getriebes soweit zufrieden, habe bei Schaltpunkt 2000 U/Min immer guten Anschluss am Turbo und beschleunige ohne Loch stramm durch. Der fünfte Gang ist bei mir somit ideal für die Landstraße und muss nur wenig runterschalten. Obendrauf ein langer sechster Gang wäre dann ein idealer Autobahngang.


25.06.2013 21:16    |    meehster

Ja, man hat es satt. Deswegen habe ich später ja auch auf der Abendschule mein Abitur gemacht und danach studiert. Meine Brötchen mit Fahren verdienen möchte ich nicht mehr.

 

Dein Votum für Sechsgang und enge Spreizung ist eigentlich ein Votum gegen (zu) hubraumschwache Turbos und gegen Turbodiesel. Und ja, Turboloch und Turbolag nerven tatsächlich.


26.06.2013 20:55    |    mu88

Schöner Bericht, kann ich so nur unterschreiben. Solch eine Tour hatte ich letzten Sommer auch: knapp 550 km BAB und dann noch mal 500 km auf italienischen/schweizer Straßen. Während der Fahrt kein Thema, aber abends nach dem ersten Bier auf dem Balkon und dem herrlichen Sonnenuntergang in den Alpen war ich ganz schnell im Bett ;)

 

VG =)


Deine Antwort auf "Fiesta auf großer Fahrt – fast 1000 km an einem Tag"

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