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Lanny.

Blog vonLanny.

26.03.2019 22:09    |    Lanny.    |    Kommentare (138)    |   Stichworte: 100PS, 1900, 1969, Alt, Auto, BLOG, C, D, Erneuerung, Instandsetzung, Lanny, Neu, Oldtimer, Opel, Rekord, Restauration, Rost, Überholung

Auf der Suche nach einer professionellen Oldtimer Restauration?

Auf der Suche nach 100% Perfektion?

Auf der Suche nach einem fehlerlosem Ergebnis?

 

All das werdet Ihr hier nicht finden, höchstens Rechtschreibfehler, aber nichtsdestotrotz werde ich meinen Opel Rekord c selbst restaurieren, einfach naja weil es mein Wagen ist ;). Hoffentlich geht euch beim Lesen nicht der Sauerstoff alle, ich versuche mich kurz zu halten.

Ich werde den BLOG regelmäßig mit neuem Material füttern und bis zur Vollendung aktualisieren.

Bevor ich anfange noch paar Daten zum Auto und mir.

 

Patient:

  • Opel Rekord C 1900 mit einem 100PS Opel Rekord D Motor
  • Baujahr 25.07.69
  • Klemmende Bremszylinder
  • Humorvollen Vorbesitzer mit einem Fetisch für Glasfasermatten und Spachtel
  • Durchrostungen am Schweller und Rahmen
  • Wehwechen wie Dellen/Beulen und spröde Dichtungen
  • Strapazierter Lack

 

Arzt:

  • Vollzeit Schüler
  • 17 Jahre alt
  • Naiv mit einem Haufen Halbwissen und einer Garage

 

Kommen wir nun endlich zur Restauration:eek:

Erster Arbeitstag

Nach 300Km stand er dann trockenNach 300Km stand er dann trocken

 

Nachdem der Wagen erfolgreich Abgeschleppt und trockengestellt wurde, fing die Restauration an. Dazu möchte ich noch erwähnen, dass bis zu diesem Zeitpunkt der Motor lief und die Elektronik funktioniert hat.

 

Vor dem AusbauVor dem Ausbau

 

Sitze wurden als erstes Ausgebaut. Dabei wurde mit einer Kartoffel Photografiert, deshalb nicht wundern. Zusätzlich wurden die vorderen Gurte demontiert. Die Rückbank war noch ein Rätsel, weshalb ich erst die hintere Stoßstange abmontiert habe. Diese wurden mit Schrauben unter dem Auto befestigt, diese waren ein wenig festgerostet mit den Jahren. Ansonsten ließe sich jedoch die Stoßstange ohne Probleme lösen.

 

Nach dem AusbauNach dem Ausbau

 

Nach dem entfernen der Fußmatten kam dann die "böse" Überraschung. Eine Menge Rost hat sich unter dem Teppich gesammelt. Beim genauerem hinsehen hat es sich dann nur als Flugrost entpuppt. Entwarnung. Der Flugrost stellt soweit erstmal keine relevante Gefahr da, aber er muss natürlich trotzdem weg.

 

Sitze nach dem AusbauSitze nach dem Ausbau

 

Die Sitze sind in einem erstaunlich guten Zustand. Das Kunstleder ist zwar laienhaft aufgezogen aber ohne Macken. Die Sitze können so meiner Meinung nach wieder in den Wagen hinein. Die Chromstoßstangen beim Rekord sind leider nicht so verschont geblieben. Chromstangen und Zierleisten sind ja bekanntlich ziemlich teuer, weshalb ich diese erstmal nicht tauschen werde. Falls es mich irgendwann stören sollt, dann kann man sie ja hinterher erneuern.

 

Ansicht von hintenAnsicht von hinten

 

Somit ging der erste Tag zu ende und ich ruhte mich aus. Und ich sah dass es gut war.

Danke Max

 

Zweiter Arbeitstag

 

Radio an und damit begann der zweite Tag. Angemerkt sei, dass die Tage die reine Arbeitszeit wiederspiegeln sollen und nicht die Wochentage (also die Tage liegen nicht zwingend hintereinander):D

 

Scheinwerfer hinten Links (alles In Fahrtrichtung)Scheinwerfer hinten Links (alles In Fahrtrichtung)

 

Scheinwerfer hinten und vorne wurden gelöst und eingepackt. Dabei sorgfältig Fotos gemacht und Beschriftet. Die Scheinwerfer hinten sind soweit in Ordnung, vorne haben sie einen Wasserschaden erlitten und somit löst sich teilweise die Innere Beschichtung. Zudem hat der Rost heftig zugelangt und der Vorbesitzer hat dies großzügig mit Silikon bekämpft. Die Vorderen Scheinwerfer waren so vollgepumpt, dass ich am Ende Silikon mit ein wenig Scheinwerfer in der Hand hielt...

 

Silikon mit ein wenig ScheinwerferSilikon mit ein wenig Scheinwerfer

 

Hier sieht man das Präsent vom Vorbesitzer. Zusätzlich habe ich die vordere Stoßstange abmontiert und mir die Kotflügel vorgenommen. Die Schrauben UNTER dem Auto wurden mit Silikon eingeschlossen und verspachtelt. Dies hatte zur Folge, dass ich beim linken Kotflügel teils flexen musste um die Kotflügel abzubekommen. Damit ging der Zweite Tag zuende. Mann könnte jetzt meinen, dass ich unproduktiv sei und das war ich auch. Wie gut dass ich es nicht eilig habe:D

Danke Shirin

 

Tag drei

 

Am dritten Tag kamen nun endlich die Flügel ab. Dafür mussten noch Halterung abgeflext werden, da es teilweise unmöglich war die eingerosteten Schrauben zu lösen.

 

Hallo ich bin der RostHallo ich bin der Rost

 

Links gab es dann aber eine böse Überraschung. Auf dem Schloßträger hat sich auf dem Scheinwerferkasten ein riesiges Loch gebildet. Dieses wurde, wie soll es anders sein, mit Silikon überdeckt. Die Kotflügel waren zudem auch in einem Katastrophalen Zustand. Teilweise so durchrostet, dass nur schleifen und Flexen half.

 

Kotflügel nach der groben Bearbeitung (Flex)Kotflügel nach der groben Bearbeitung (Flex)

 

Ich habe die Kotflügel zuhause im Keller bearbeitet. Mit einer Fächerscheibe und Flex großzügig geschliffen und geflext. Lustige Geschichte dazu ist, dass ich keine normale Schutzbrille besitze,sondern deshalb zu meinem Schweißhelm gegriffen habe. Ich seh damit aus wie IT. Als mein Vater kam um nachzuschauen, habe ich ihn wohl ziemlich heftig erschreckt:p

Damit neigte sich der dritte Arbeitstag dem ende.

 

Tag vier

Weiter geht es mit den Kotflügeln. Es war eine unheimliche Arbeit sie komplett abzuschleifen. Teilweise wurden Glasfasermatten benutzt um Rost zu bedecken. Dadurch musste eine Menge abgeflext werden. Aber wie heißt es so gut? Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.

 

Roststellen wurden entferntRoststellen wurden entfernt

 

Mann kann gut auf dem Bild die Löcher sehen. Teilweise wurden vom Vorbesitzer nämlich die Roststellen nur mit Spachtel bedeckt. Fangen wir aber mal von vorne an. Als erstes musste der Dreck weg. Also mit einer Stahlbürste und einem Metallbürstenaufsatz für den Akkuschrauber die Rückseite abgeschrubbt. Mundschutz nicht vergessen!

 

Verbindungsstellen wurden geschliffenVerbindungsstellen wurden geschliffen

 

Danach mit einer Fächerscheibe die groben Rückstände an den Seiten entfernen. Ging erstaunlich gut, wenn man das Silikon vorher entfernt. Ein TIPP: mit einem Heißluftföhn die alten Silkonreste aufwärmen und dann abkratzen. Danach wurde mit einem Dremel und einem Schleifausatz kleinere Unebenheiten entfernt. Auf dem Bild kann man im Hintergrund noch die unbearbeiteten "Verbindungsstellen" sehen.

 

Bis auf MetallBis auf Metall

 

Zum Schluss wurde noch mit 600 Nassschleifpapier ein Übergang zum lack geschliffen.

Beim Lack wurde ein wenig von mir experimentiert bis es geklappt hat.

 

Lack wurde angeschliffenLack wurde angeschliffen

 

Meine Erfahrung waren besonders gut mit 400K-500K Schleifscheiben. Damit konnte man denn Lack perfekt rau schleifen. Ecken und Kanten wurden per Hand abgeschliffen und schlussendlich zusammen mit dem ganzen Kotflügel mit 600K Papier gefinisht. Beim Schreiben kommt es einem nicht viel vor, jedoch war es eine anstrengende Arbeit die Roststellen auszuschleifen. Es haben sich viele Rostblasen gebildet, die natürlich komplett raus mussten. Zum glück sind diese überwiegend unter der Stoßstange, weshalb nach dem Schweißen keiner mehr was sehen wird :D. Außerdem sind beim demontieren des "REKORD" Schildes die Schrauben abgebrochen. Aber darum kümmere ich mich , wenn die Flügel wieder eingebaut werden sollen

 

Bis die Flex uns scheidetBis die Flex uns scheidet

 

Es hat mich mehrere Stunden Arbeit gekostet um den rechten Kotflügel in ein schweißbaren Zustand zu bringen. Als nächstes ist dann der Linke dran, dieser wurde jedoch noch mehr mitgenommen von der Zeit. Wichtig hier nochmal zu betonen: Beim schleifen und Flexen entsteht eine Menge Feinstaub. Nicht unterschätzen und unbedingt Lüften+Mundschutz tragen.

An Tag 4 hab ich viel Zeit gebraucht um Erfahrung zu sammeln, aber der Weg ist ja bekanntlich das Ziel. Damit ging der vierte Tag zu ende.

 

Tag fünf

 

Bevor ich von meinem fünften Tag erzähle, eine Weisheit die ich als erstes beim Autos restaurieren lernte. Macht euch einen Plan C denn A und B funktionieren nicht. Davon kann man ausgehen. Einfach mal drüber nachdenken während ich über mein fünften Arbeitstag erzähle. Kleine Anmerkung noch, ich bin an diesem Tag wieder in der Werkstatt und arbeite nicht an den Kotflügeln weiter.

 

Wo ist die RückbankWo ist die Rückbank

 

Hier sieht man wie ich die Rückbank ausgebaut habe. Diese war mit einer Einrastfunktion gesichert

und musste deshalb nur herausgehebelt werden. Die Rückbank war wie die Sitze in einem ziemlich guten Zustand. Das erspart mir Geld und Arbeit für einen Sattler. Zudem wurden die Subwoofer und die Hutablage entfernt. Ich benutze extra "entfernt" da es negativen konnotiert ist, denn ein anderer Begriff hätte nicht besser gepasst. Die Hutablage war vom Vorbesitzer aus einer MDF Platte geschreinert worden und hatte definitiv bessere Zeiten erlebt. Gleich passend zu den Subwoofern habe ich das Radio ausgebaut. Es war im Handschuhfach versteckt. Ich habe gerade kein Foto aber ich habe Tennisballgroße Kabelhaufen raus gezogen, die teilweise nicht mal mehr verbunden waren. Ein ziemliches Kabel Massaker.

 

Der MotorraumDer Motorraum

 

Da wir schon bei Kabel sind, habe ich den Kabelbaum im Motorraum abgezogen. Da der Wagen gut 50 Jahre alt ist, kann man sich denken wie viel Elektronik verbaut wurde. Schön Übersichtlich für ein Anfänger wie mich :D. Zudem wurde die Batterie ausgebaut und der Scheibenwischermotor. Diesen habe ich spaßesweise zerlegt und begutachtet. Ich freue mich schon, solche "Kleinteile" zu restaurieren aber man sollte sich von groß zu klein arbeiten. Momentan warte ich noch auf den Motorkran, dann währe ich bereit den Motor mitsamt des Getriebes rauszuziehen. Aber zurück zu den Kabelkram.

 

KabelsalatKabelsalat

 

Kabel wurden natürlich beschriftet und Photographiert für den Einbau. Ich würde gerne die alten Kabel tauschen aber ich müsste mich vorab noch erkundigen, ob man einfach 12V Kabel beliebig rausschneiden und ersetzen kann. Es wurden alle Kabel gelöst, die direkt und indirekt an dem Motor hängen und somit hätten wir das Thema Kabel vorerst abgehakt.

 

Was ist das?Was ist das?

 

Wenn jemand weiß was das für ein Ding ist, gerne mal kommentieren. Ich habe es Ausgebaut und bin einfach mal davon ausgegangen, dass es sich um die Hupe handelt da es ganz vorne neben dem Kühler eingebaut war. Achso bevor ich es vergesse zu Erwähnen, die Motor- und Kofferraumhaube wurden vor der ganzen Arbeit abmontiert da sie sonst stören würden. Kofferraumhaube ist in einem ziemlich guten Zustand, nur paar Dellen, die Motorhaube hat aus wessen Grund auch immer eine Delle. Und so ging Tag fünf zu Ende.

 

Da ist der KabelbaumDa ist der Kabelbaum

 

Es war ein ziemlich produktiver Tag. Rückbank/Lehne wurden Ausgebaut. Hutablage+ Subwoofer wurden demontiert. Im Motorraum wurde der Kabelbaum und der Scheibenwischermotor mit der Batterie demontiert. Also ich bin zufrieden mit dem Ergebnis;)

 

Tag sechs

Heute habe ich die Türen ausgebaut. Da es sich um ein Zweitürer handelt, war auch gar nicht soviel zu machen. Der Ausbau der Scheiben gestaltete sich einfacher als gedacht. Ich glaube insgesamt waren es ein Dutzend 10 ner Schrauben die das Fenstergestell befestigt haben. Jedoch mache ich mir mehr Sorgen um den Einbau als bisher um den Ausbau. Die Fenster sind nämlich schön altmodisch mit einem Seilzugsystem ausgestattet. Vermutlich wird der Einbau die Hölle aber was solls:D

 

Tür von außenTür von außen

 

Hier sieht man die Tür von außen. Leider bekomme ich die Türen nicht ab da diese mit einem Opel spezifischen Bolzen befestigt sind, welcher mit den Jahren scheinbar bombenfest zugerostet ist. Ziemlich frustrierend als nach einer halben Flasche WD-40 immer noch so weit wie vorher. Vielleicht kann mir die Werkstatt weiterhelfen (sind gleich um die Ecke).

 

Türbolzen von OpelTürbolzen von Opel

Tür von innenTür von innen

 

Hier wieder das schönes Silikon;). Die Türverkleidung ging nicht ohne Gewalt ab, muss aber eh erneuert werden. Der Vorbesitzer kam auf die glorreiche Idee die Türpappen zu bestreichen. Seitdem kleben diese und riechen unangenehm dazu. Zudem sind beim Ausbau die Türbolzenverkleidungen abgebrochen, was jedoch nicht weiterhin schlimm ist. Nachdem ich also die Plastikschutzfolie abgezogen habe wurde ich trotzdem noch angenehm überrascht. Die Türen waren komplett rostfrei was bei einer solchen Rostbeule wirklich ein Grund zum Feiern ist. Das wars eigentlich schon von dem Tag. Was soll man sagen man ist mal mehr mal weniger Produktiv. Da ich es mittlerweile aufgegeben habe vor September fertig zu werden ist es auch nicht weiterhin schlimm. Falls sich übrigens Leute fragen wie mein Lagersystem für die abmontierten Teile sind habe ich mal ein paar Bilder gemacht.

 

Mein LagersystemMein Lagersystem

 

Die Teile wurden mit einem Industriepapier umwickelt und beschriftet. Für die Motor-und Interieurteile habe ich mir Kartons Besorgt um diese dann besser zu sortieren. Schrauben wurden wieder weitestgehend "reingedreht" und mit Tesa befestigt. Somit hoffe ich mein Zeug auch noch in 5 Monaten wiederzufinden. Wünscht mir Glück. Und noch mehr LagerUnd noch mehr Lager

Ganz oben im regal sind noch die Stoßstangen und restliche Zierleisten. So langsam füllt sich das Regal und ich freue mich wirklich die Pakete wieder auszupacken. Ich meine das ist doch wie Weihnachten :D. Zudem freue ich mich darauf die einzelnen Teile zu restaurieren und mal nicht das "ganze Große" im Auge zu haben sondern kleiner Teile einzeln zu restaurieren. Ich hoffe ihr habt verstanden was ich meine. Also ich bin raus für heute und gönn mir jetzt meinen Feierabend;)

Danke Leonie

 

Tag sieben

Eigentlich galt der siebte Tag der Ruhe. Nichts da, bei mir wurde auch heute wieder gearbeitet. Was draus geworden... Seht einfach selbst.

 

Alles muss raus!Alles muss raus!

 

Der Motorraum wurde geleert. Es wurde viel herausgenommen. Kühler, Gaszug und sämtliche Kabel. Damit ist der Motor fast fertig zum Ausbau, da auch sämtliche Flüssigkeiten geleert worden sind. Bremsflüssigkeit, Kühlflüssigkeit,Scheibenwasser und das Benzin haben sich schon verabschiedet. Somit steht der Wagen wortwörtlich trocken. Was ich auch nicht vergessen sollte, ist die Anhängerkupplung. Diese wurde an einem Stück ausgebaut. War eine wirklich mühselige Arbeit, dass könnt ihr mir glauben. Die Schrauben wurden vom Rost nicht verschont, weshalb diese wirklich schön fest saßen.

 

Stromanschluss der AnhängerkupplungStromanschluss der Anhängerkupplung

 

Auf dem Bild sieht man jetzt die Kabel von der Anhängerkupplung. Drückt mir die Daumen, dass ich diese wieder so einbauen kann :D. Aus Spaß habe ich dann mal schon den Zylinderkopfdeckel aufgeschraubt. Dieser wurde mit ein Dutzend Flügelschrauben befestig, was die Demontage vereinfachte.

 

Harte Schale, harter KernHarte Schale, harter Kern

 

Sieht doch wirklich interessant aus oder? Für mich war es das erste mal, dass ich einen Motor von innen gesehen habe. Naja der Zylinderkopf wurde schließlich wieder daraufgeschraubt, weil der Motor eh komplett raus kommt. Da wir eine nette Werkstatt neben uns haben, darf ich mir einen Motorkran ausleihen. Damit erspare ich mir wieder ein wenig Taschengeld;D. Um den Motor auszubauen würde ich gerne den Schloßträger ausbauen. Leider wurde dieser festgeschweißt, weshalb ich momentan am überlegen bin, ob sich der Aufwand lohnt. Ich denk schon, der Motor wird nämlich mit Getriebe ausgebaut, weshalb der Ausbau nach vorne einfacher wäre als nach oben bzw. schräg nach vorne und oben. Ein weiteres Problem, das ich mittlerweile gelöst habe, war der Fächerkrümmer bzw. die Ansaugbrücke. Ich hoffe das Ding heißt so (Jedenfalls ist das Teil gemeint wo der Vergaser drauf sitzt). Diese wurden mit 15ner oder 16ner Schrauben befestigt, die ohne zu übertreiben so fest saßen, dass diese einen Atombombenanschlag überlebt hätten. Mittlerweile habe ich mir eine größere Ratsche gekauft und ein Set Nüsse, da meine nur bis 14ner gingen. Morgen geht es weiter und ich seh zu, dass ich den Auspuff raus bekomme. Also ich wünsche euch einen schönes Wochenende und ich versuche dann weiter Produktiv zu sein;)

Danke Maibritt

 

Tag acht

Heute ging es wieder wirklich produktiv weiter. Es wird immer mehr aus dem Auto ausgebaut, unglaublich aus wie vielen Teilen ein solches Auto schon bestehen kann. So, heute habe ich damit angefangen die Lüftung auszubauen. Da der Kühler schon abmontiert wurde, war dies auch kein großes Problem mehr. Es war zwar eine Sisyphusarbeit aber es ging noch.

 

KühlsystemKühlsystem

 

Auf dem Bild sieht man die komplett abmontierte Kühlung. Diese konnte nicht so schön ausgebaut werden, sondern musste einzel und Teil für Teil demontiert werden. Der Wärmetauscher müsste gewechselt werden, ansonsten ist alles soweit so gut. Ein Tipp, falls ihr auch mal so Teil für Teil ausbauen müsst, weil ihr nicht alles auf einmal raus bekommt, dann schraubt aufjedenfall am Ende alles wieder schön zusammen damit nicht irgendwo Schrauben rumfliegen. Mann sieht schön die offenen Klappen bzw. die geschlossenen. Damit wird die Luft kontrolliert.

 

Offene Klappen für die LuftOffene Klappen für die Luft

 

Als nächstes wurde der Auspuff mit dem Fächerkrümmer und der Ansaugbrücke abmontiert. Alles war so fest verrostet und teils geschweißt, dass nur noch die Flex half. Mit zwei Schnitten konnte ich die ganze Auspuffanlage schließlich demontieren. Die Rohre sind hin, aber es gibt günstig Ersatz. Neuwertige Ersatzteile gibt es schon ab 200 Euro. Auf den Bildern sieht man schön den Katalysator und den Endschalldämpfer. Das Endrohr ist nicht mehr auf dem Bild zu sehen, es war einfach nur mit einer Schlitzschraube befestigt gewesen.

 

Hosenrohr mit Ansaugbrücke und FächerkrümmerHosenrohr mit Ansaugbrücke und Fächerkrümmer

 

Da ich überlege einen Doppelvergaser einzubauen, könnte ich die ganze Anlage verkaufen. Jedoch ist dieser Gedanke ein wirklich teurer Gedanke, ich meine das Ding kostet insgesamt bestimmt 1500. Das könnte zu teuer sein :D

 

Katalysator und EndschalldämpferKatalysator und Endschalldämpfer

 

Als letztes wurden noch die Reifen abmontiert. Sind soweit Okay. Radschrauben sind teilweise echt schwer abzubekommen, aber wozu hat man sein Körpergewicht;). Vielleicht werden irgendwann mal die Felgen getauscht, dass ist jedoch erstmal Zukunftsmusik. Erstmal sollte das Auto fahren oder? Beim abmontier hat sich übrigens gezeigt, dass die hintere Trommelbremsen komplett getauscht werden müssen. Ist jetzt nicht die Welt, aber wirklich wieder eine teure Angelegenheit. Am liebsten würde ich die Trommelbremsen auf Scheibenbremsen umbauen, aber ich habe davon keine Ahnung also lass ich das mal lieber bleiben. Ich habe zwar versucht mich ein wenig einzulesen, aber da der Rekord C standardmäßig ohne Scheibenbremsen hinten gebaut worden ist, scheint ein Umbau nicht möglich zu sein. Zumindest nicht mit wenig Aufwand.

 

Scheibenbremse vorneScheibenbremse vorne Trommelbremse hintenTrommelbremse hinten

 

So damit bin ich auch schon durch mit meinem Teil. Damit verabschiede ich mich fürs erste.

 

Tag neun

 

Also es ist soweit, die Ferien sind angebrochen. Ab jetzt geht es zwei Wochen voran. Mir wurde vor ca einer Woche die Frage gestellt, was ich denn vorhabe mit dem Wagen sprich wie soll den die Restauration ausfallen. Frame off? Säurebad? Wer kennt es nicht, eigentlich wollte man nur schnell den Ölfilter wechseln und im nächsten Augenblick ist man in einer voll Restauration. In meinem Fall sollten die Achsen dranbleiben, jetzt habe ich mich dafür entschieden die Achsen nacheinander abzumontieren um alles zu reinigen oder zu ersetzten. Um das zu ermöglichen, habe ich angefangen die Achsschenkel an der Vorderachse zu demontieren.

 

StabilisatorenStabilisatoren

 

Auf dem Bild hier sieht man einen Stabilisator. Beide sind beim abmontieren abgebrochen, dass nenne ich synchron. Da ich in meinem Leben noch nie einen Achsschenkel demontiert habe, hat die Demontage dementsprechend lange gedauert. Hört sich vielleicht blöd an, aber ich habe mindestens 3h-4h am ersten gesessen. Zu meiner Verteidigung, die Schrauben waren echt deftig verrostet :p

Tja das wars dann auch mit Tag neun. Wie gesagt habe ich den ganzen Tag damit verbracht die Achsschenkel zu demontieren.

Um noch etwas Zuhause zu tun zu haben, habe ich mir etas lustiges überlegt. Beim demontieren der Gurte (ja mein 50. Jahre altes Auto hat Gurte, man bin ich cool) ist ein kleines Stückchen herausgekommen das nicht benutzt wurde.

 

"Ding""Ding"

 

Ich habe daraus einen Schlüsselanhänger gebaut, welcher meiner Meinung nach mega lustig ist. Zudem ist er aus einem alten Gurt, was es doch interessant macht nicht? Also ich habe das "Ding" abgefeilt, so das es an den Seiten eben war. Zudem wurde es geschliffen und poliert. Nähte wurden aufgeschnitten und nach dem polieren wieder neu zusammengenäht. Danach noch Bügeln und Patches draufgeklebt. Mal abgesehen von den Patches, die sind Geschmackssache, finde ich es eine lustige Idee.

 

Der coolste SchlüsselanhängerDer coolste Schlüsselanhänger

 

So damit endet der neunte Tag. Wenig produktiv, aber umso lehrreicher für mich.

Danke Maibritt

 

Tag zehn

Mein Finale, auch liebevoll die Trennung genannt. Heute wurde nämlich der Motor vom Getriebe bzw. vom Auto getrennt. Klingt erstmal nicht kompliziert, ist es auch nicht, aber es hat mich in der Situation echt den letzten Nerv gekostet. Teilweise wurde dann das Getriebe angeschrien, Schrauben-Mütter beleidigt und der Zylinderkopf geboxt. Das übliche halt. Nach viel Anstrengungen und Experimenten habe ich es schließlich doch geschafft den Motor raus zu bekommen. Dazu wurden die, ich weiß es nicht mehr genau wie viele es waren, Schrauben gelöst, welche das Getriebe mit dem Motor verbanden. Danach habe ich von der netten Werkstatt nebenan einen Motorkran ausgeliehen, welcher den Motor dann hinausgezogen hat.

 

MotorausbauMotorausbau

 

Dabei natürlich professionell die besten Halterungsringe und co. benutzt. Nicht. Also es war eventuell ein wenig riskant und jede KFZ-Werkstatt hätte mich dafür gesteinigt, aber ich habe einfach ein Seil benutzt das ich gerade fand. Zudem dann noch eine Eisenkette und voilà eine perfekte Motorhalterung. Der Motor wurde dann mit viel Beten nach oben hinausgezogen und an einen Motorständer befestigt. Dafür musste jedoch das Schwungrad ab, welches nicht einfach abgehen wollte. Das Problem bestand darin, dass sich die Kurbelwelle natürlich mitgedreht hat. Somit war es halt nicht möglich die Schrauben einfach abzuschrauben. Zudem waren diese auch mit, ich glaube ca 80N angezogen was das nicht vereinfacht hat.

Jedoch kam ich auf eine wirklich tolle Idee, auf die ich immer noch Stolz bin. Es wurden einfach vier überlange Schrauben benutzt, welche den Motor hielten und zusammen mit den Schrauben die die Kupplung befestigt haben das Schwungrad einkeilten.

Motor ohne ÖlwanneMotor ohne Ölwanne

 

Muss man jetzt nicht verstehen, auf dem Bild kann man zumindest die Schrauben sehen. Nachdem das Schwungrad also eingekeilt wurde, habe ich die sechs Schrauben lösen können. Immer eine Schraube angelöst, dann den Motor ein wenig gedreht, neu eingekeilt und wieder das selbe. Eine wirklich undankbare Arbeit. Die letzt Schraube wurde dann nochmal ein richtiges Problem. Diese ware so verdammt fest, dass sie beim Versuch sie zulösen den Kopf fast rund gedreht habe. Mithilfe von meinem Vater, habe ich dann aber die Schraube mit viel Schwitzen abbekommen. Meine Güte, ich würde von mir sagen, dass ich schon relativ stark bin, aber um die Schrauben zu lösen, musste ich all meine Kraft benutzen und noch mehr.

 

Interessant nicht?Interessant nicht?

 

Danach wurden die überlangen Schrauben gegen kleinere getauscht und der Motor hielt perfekt. Zylinderkopfschrauben konnten noch nicht gelöst werden, da mir der passende Torxaufsatz fehlt und es diese in meinem Dorfbaumarkt nicht zu kaufen gab. Deshalb habe ich erstmal die Pleuel- und Kurbelwellenbefestigungen abmontiert. Die Lager müssten getauscht werden, da diese leichte Abnutzungen aufwiesen. Vermutlich hätte man erst den Zylinderblock demontieren müssen, aber ich habe es jetzt halt so gemacht. Muss halt aufpassen nun, dass mir die Zylinder nicht herausfallen.

Außerdem wurden zusätzlich noch die restlichen Anbauteile von dem Motor entfernt. Also alles was abschraubbar war. Darunt fallen die Lichtmaschiene, der Verteiler, Keilriemen und Lüftungsrad, die Benzinpumpe und und und... Achso und natürlich auch die Ölwanne:D

Die Arbeit unterm Auto und in den kleinen Ecken und Ritzen hat mir echt zugesetzt, denn ich bin echt erschöpft. Zudem habe ich mir trotz Handschuhe überall an meinen Händen Wehwehchen eingezogen. An sich nicht schlimm, aber wenn die ganze Hand mit Schrammen und Kratzern überseht ist, tut das schon weh beim Arbeiten. Naja ich wein dann mal weiter und verabschiede mich fürs erste :p

 

Tag elf

 

Restauration

anstrengend aufwühlend

Autos werden neu

Ich schraube am Rekord

Oldtimer

 

Nachdem ich also meine Grundschulskills aufgefrischt habe mit diesem wundervollen Elfchen, geht es wieder zurück zur Restauration. Der Motor wurde von mir weiter zerlegt, nachdem ich mir die passende Aufsätze beim Hornbach gekauft hatte. Damit konnten die Zylinderschrauben gelöst werden und der Motorblock somit von dem Zylinderkopf getrennt werden. Die Steuerkette wurde ausgebaut und und und.... Denke, dass sich die noch in einem sehr guten Zustand befindet, weshalb sie nicht getauscht werden muss.

 

Der MotorDer Motor

 

Es wurde danach weiter alles herausgeworfen. Das Armaturenbrett mit dem Tacho und die Lüftungsanlage Links und Rechts. Der ganze Kabelbaum wurde aus dem Wagen entfernt und auch die Dachfolie. Ich möchte so ziemlich alle Kabel erneuern und neu verlöten. Muss mich dort nochmal in die Materie einlesen, wie das jetzt genau funktioniert und co. Damit ist bis auf die Lenksäule, keine Ahnung ob das so heiß, und das Kupplungs- bzw. das Bremspedal Alles draußen. Diese lassen sich aber nicht einfach so abbauen, sondern sind echt nervig mit einer Feder befestigt. Ich arbeite dran sagen wir es so.

 

Man ist der leerMan ist der leer

 

Auf dem Bild sieht man nicht ganz die Problematik, ich bekomme einfach diese blöde Lenkradstange nicht raus. Naja ich arbeite dran :D

Es ist also so ziemlich alles draußen. Ich kann vielleicht auch ein wenig Spoilern, momentan also genau jetzt, ich bin ja immer ein wenig weiter mit dem Schrauben als mit dem Schreiben, würde ich sagen ich bin bei ca. 90%. Also nicht mehr viel.

 

Das TachoDas Tacho

 

Ich sehe also zu, dass ich möglichst zügig die restlichen Teile ausbaue um den Wagen dann endlich Schleifen und Schweißen zu können. Danach ist der Wagen fast fertig und ich freue mich wirklich unendlich ihn fertig zu sehen, aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Auf dem Blatt schreibt sich das so einfach aber Ihr wisst es bestimmt besser als ich, dass das nicht so einfach abgefrühstückt werden wird. Also ich mach mich dann weiter an die Arbeit und wünsche euch einen schönen Abend ;)

 

Tag zwölf

 

Es wurde wieder gewerkelt und geschraubt. Ich habe einfach ganz frech meine Fortschritte zusammengefasst in einen Tag. Somit sieht es so aus, als ob ich irgendwie furchtbar produktiv sei oder so. Also heute kamen die Achsen runter. Zuerst die Vorderachse, welche ziemlich einfach abging, danach die Hinterachse. Die Vorderachse wurde mit vier Schrauben befestigt. Jeweils zwei auf jeder Seite. Man musste sie Kontern und schön mit Rostlöser besprühen, dann ging es. Der zweite Achsschenkel wurde demontiert und Federn + Stoßdämpfer entfernt.

 

VorderachseVorderachse

 

Der Zustand der Achse ist in Ordnung. Es gibt zwar Durchrostungen links, jedoch sind diese nicht weiter schlimm, da sie nur ein unwichtiges Blech betreffen. Um die Achsen wieder etwas schöner zu bekommen werde ich sie Strahlen lassen. Der Stundenlohn für do it Yourself liegt bei ca 50 Euro, was in Ordnung ist. Die Stoßdämpfer vorne basieren auf Gasdruck und sind absolut Einwandfrei. Federn sind OK.

Der Ausbau hinten gestaltete sich als etwas anstrengender. Mithilfe einer tollen Freundin konnte ich diese aber auch nach einiger Arbeit erfolgreich ausbauen. Die Hinterachse wurde an den Federn mit der Karosserie befestigt (genauso wie halt vorne auch) und mit zwei Schrauben von unten. Diese ließen sich auch mithilfe von WD-40 lösen. Um die Schrauben zu lösen, müssen sie gekonntert und dann mit einem Austreiber, in meinem Fall ein Schraubenzieher, bis zum nächsten Gewinde geschlagen werden. Ich habe den Fehler gemacht, dass ich für 10 min gedreht habe ohne das was passiert ist. Also ich weiß ja nicht ob die Info irgendeiner braucht, aber ich teile einfach mal meine Erfahrungen. Zuhause habe ich mir dann nochmal schwer an den Kopf gegriffen, als ich im WWW von der Erfindung des Federspanners gehört habe. Während des Ausbau sind mir nämlich die Federn um die Ohren geflogen... Naja jetzt sind sie draußen und gut ist erstmal.

 

BremsschläucheBremsschläuche

 

Die Bremsleitungen waren leider so verrostet, dass sie ersetzt werden mussten. Um die Schrauben lösen zu können wurden die Leitungen einfach aufgeschnitten um mit einem Ringschlüssel die Muttern aufzuschrauben. Sollte mir vielleicht einen Bremsleitungsschlüssel zulegen :p

Die Federn waren ca. im gleichen Zustand wie vorne. Die Stoßdämpfer waren allerdings komplett verrostet und werden ausgetauscht. Diese funktionieren mit Öldruck und werden vermutlich gegen Gasdruckstoßdämpfer ausgetauscht. Wenn man schon alles abschraubt sollte es sich auch lohnen.

 

Hintere StoßstangeHintere Stoßstange

 

Es war eine ganz schöne Arbeit die beiden Achsen zu demontieren. Tatsächlich hat mir weniger die Unwissenheit die Zeit gestohlen, sondern eher die uralten Schrauben.

 

AchsenAchsen

 

Ich habe auch ein wenig darüber nachgedacht ein Sportfahrwerk einzubauen, da die hinteren Stoßdämpfer eh getauscht werden müssen. Diese würden ca 700 Euro kosten. Die hinteren Stoßdämpfer kosten alleine aber auch schon 250. Was haltet Ihr davon? Hier mal ein Link zu dem Fahrwerk.

 

Also ich mach mich nun dran die Trommelbremsen abzumontieren um die Achsen Sandstrahlen zu können. Danach werden diese wieder darangeschraubt (ohne Federn und co.) um einfach die Räder draufzubekommen, damit ich den Wagen rausrollen kann um ihn dann zu Schleifen und zu Schweißen. Was haltet ihr eigentlich von der Idee den Wagen im Style der "Schwarzen Witwe" aufzuarbeiten?. Nur Optisch natürlich, ich benötige keine Rennmaschine mit 180 PS. Es würde sich nämlich sogar lohnen, da Zierleisten und Stoßstangen lackiert werden würden und der Zustand dann keine Rolle mehr spielt. Also was denkt Ihr?

 

Schöne Osten wünsch ich euch übrigens :D

Danke Maibritt

 

Tag 13

Nachdem ich es geschafft habe eine ganze geschriebene Seite zu löschen, tut es mir Leid wenn die Berichterstattung heute etwas "trocken" wird. Ich hoffe Ihr hattet erholsame Ostern und seid gut über die Feiertage gekommen. Bei mir ging es am Sonntag schon weiter, aber vorher nochmal zum Thema Schwarze Witwe, es war nur ein Gedankengang. Ich hätte nicht gedacht was für eine Diskussion dieser auslösen würde. Solche Ideen helfen mir dabei bei einem Projekt solcher Ausmaße die Übersicht zu behalten. Nichtsdestotrotz bin ich dankbar für jede Meinung und Hilfe, denn es ist bekanntlich nicht alles Gold was glänzt.

So, nun aber zum Rekord. Heute wurden die letzten fehlenden Teile ausgebaut. Darunter waren die Lenkspindel und alles was dazu gehört, der Bremsverstärker und das Getriebe mit der Kardanwelle.

 

Alles draußenAlles draußen

 

Der Rekord wäre nun ca bei 95% und ich kann mit den Restaurationen anfangen. Erste Schritte wurden schon getan, denn der Zylinderkopf wird nun am Freitag überholt von der Firma Redhead. Die Jungs kennen sich unglaublich gut mit der Materie aus. Zudem wurden viele Reparaturbleche und co. bestellt. Vorher habe ich aber, durch eure Hilfe inspiriert, mir einen Austreibebolzen bestellt um die Türen auszubauen. Zwei Schläge hat der Kopf gehalten bis dieser dann abgebrochen ist. Naja wozu hat man aber ein Schweißgerät? Das hat sich vermutlich auch einer der Vorbesitzer gedacht und einen der Türbolzen an den Scharnier festgeschweißt. Ich habe keine Ahnung warum, aber ich versuche nun mit einem Dremel die Stelle aufzuschleifen. Mit dem reparierten Kopf konnte ich erfolgreich zwei Bolzen ausbauen.

 

TürbolzenTürbolzen

 

Diese Dinger sind wirklich eine tolle Erfindung... Der Rekord ist also wie schon gesagt nun komplett leer. Wir wären also nach der Darstellung von Gustav Freytag im zweiten Akt und schon ein wenig drüber.

Ich wünsche einen Guten Abend

 

Tag 14

Heute feieren ich gleich zwei Dinge. Erstens wird der Blog heute genau ein Monat alt und es wird das 50 Bild hochgeladen

Ist das kein Grund zum feier? Nein? Okay.

Nachdem mein letzter Tag nicht so ausführlich berichtet wurde, wird dieser Tag dafür umso detaillierter. Manche wird das jetzt freuen, andere vermutlich nicht :D. Also kommen wir zur Sache. Heute wurden die Ventile ausgebaut und zusammen mit dem Zylinderkopf zur Instandsetzung gebracht.

 

VentileVentile

 

Der Motor befindet sich nach aussagen der Jungs in einem guten Zustand. Irgendein Vorbesitzer hat dem Zylinderkopf eine Ölstandserhöhung verpasst, wodurch die Nockenwelle verschont wurde. Die Ventilsitze sind ein wenig eingelaufen und auch die Ventile besitzen ein gewisses "Spiel", aber alles noch im grünen Bereich. Zwar könnten die Ventile auf Bleifrei umgerüstet werden, jedoch habe ich mich dagegen entschieden. Erstens wird der Wagen nicht so oft gefahren und zweitens kostet die Umrüstung zu viel. Es ist zwar nicht Ideal, aber der Motor wird es überleben. Also was gibt es noch zum Motor zu erzählen? Vermutlich nicht viel, er befindet sich einfach in einem guten Zustand. Also mache ich mal weiter mit den Achsen bzw. mit den Bremsen. Die Trommelbremsen wurden demontiert und werden erneuert.

 

Trommelbremsen #50Trommelbremsen #50

 

Ein Bremszylinder war eh schon durch und ich bin der Meinung Bremsen sollte man immer zusammen tauschen. Also die Bremsen gingen erstaunlich einfach ab. Ich dachte man benötigt irgendein Spezialwerkzeug, aber mit einem Schraubenzieher geht das genauso. Irgendwas um die Befestigungsfedern reinzudrücken und Zack, der Bolzen kam ganz einfach raus. Nachdem die Bremsen also erfolgreich demontiert worden sind, habe ich mich entschieden die Achsen wieder daranzumontieren. Etwas was unheimlich wichtig ist, ist es bei einem Projekt solcher Ausmaße einen Überblick zu behalten. Natürlich hätte ich die Achsen Strahlen lassen können, ich bezahle dafür echt was aber vor allem mit Zeit. Es zerstört den "Flow" vom Projekt wenn ich mich mit solchen Dingen aufhalten muss. Somit wurden die Achsen wieder montiert. Zusammen mit den Reifen natürlich.

 

Hoch wie ein BusHoch wie ein Bus

 

Falls jemand auf Tiefergelegte Autos steht, hier ist wohl der tiefste Rekord C. Ohne Federn und Stoßdämpfern ist mir die Karosserie fast auf den Boden geklatscht. Ich hatte echt Bedenken, probieren geht halt vor studieren ;). Nun passt nicht mal mehr eine Faust fast unter das Auto, dafür lässt sich es auch ganz ohne Kraftanstrengung von einer Person schieben. Also wirklich ohne Kraft. Wäre mir fast abgehauen wenn ich es nicht festgehalten hätte. Die ersten Reparaturbleche sind angekommen. Ich werde mich am Samstag aufmachen und diese einschweißen.

Um mal ein wenig Zusammenzufassen wo ich jetzt nach genau ein Monat nach der Veröffentlichung stehe:

  • Der Wagen wurde bis auf die Scheiben komplett zerlegt
  • Die ersten Schweißarbeiten wurden/werden erledigt
  • Die ersten Schleifarbeiten wurden/werden erledigt
  • Der Zylinderkopf wurde zur Instandsetzung gebracht und nun Instandgesetzt

 

Und das alles nach gerade einem Monat. Ich danke euch für alle Tipps und freue mich auf weitere Arbeiten am Wagen!

Danke Britty

 

Tag 15

Vielleicht haben es ein paar von euch mitbekommen, mein Blog hat eine Leseempfehlung von "Motor Talk" erhalten. Freut mich wirklich das der Content scheinbar bei irgendjemand irgendwo gut anzukommen scheint. Also die Ferien sind vorbei und die unglaublich vernichtende Faust der Realität hat mich wieder getroffen. Die Frequenz der Blogbeiträge werden nun ein wenig zurücksinken, jedoch sollte es nicht allzu auffallen.

So, ich hoffe Ihr wart alle Wandern! Ich war es nicht, ich habe Nachbarn genervt mit meiner Flex :D

Heute wurde nämlich die ersten Teile herausgeschnitten. Es tut mir schon ein wenig weh, denn das Originale Blech ist wahrhaftig ein echtes Blech. Ich schätze es auch ca 1-2 mm und somit doppelt so dick die "originalen" Ersatzbleche die ich bestellt habe.

 

Rechte SitzbankRechte Sitzbank

 

Die betroffene Stelle wurde großzügig von mir herausgetrennt. Man sieht schon gut den Rost der sich durch den Querträger durchgearbeitet hat. Diese Stellen sind wirklich stark betroffen vom Rost. Zum Glück habe ich diese Rostnester nun ausfindig gemacht. Der Vorbesitzer schien das zu wissen, jedoch wurden dort nur Blechscheiben eingeklebt. Das hat es nicht besser gemacht, vermutlich noch schlimmen, denn in den Hohlräumen konnte ich haufenweise gerostetes Metal rausfischen.

 

Linke Sitzbank vor der ReinigungLinke Sitzbank vor der Reinigung

 

Das kann man besonders auf der anderen Seite sehen, denn hier habe ich scheinbar eine Rosthochzeit gestört. Bevor ich nun die Reparaturbleche einschweiße muss ja etwas hineingesprüht werden um ein weiterrosten zu verhindern. Ich habe dazu ein wenig mir durchgelesen und finde Unterbodenschutz oder Metallschutzlack ganz gut. Falls das nicht genügt kann nach dem Schweißen noch Karosseriefett reingesprüht werden. Nur habe ich bedenken das vor dem Schweißen zu verstreichen. Sonst fängt mir meine Karre noch Feuer. Also was denkt ihr? Wie würdet Ihr generell ab jetzt vorgehen?

Als letztes habe ich heute noch eine Parkschramme vom Vorbesitzer repariert.

 

Delle fast komplett repariertDelle fast komplett repariert

 

Mit einem Hammer und ein kleinen Handamboss konnte ich die Delle erstmal ganz gut raus schlagen. Mit einem Dellenzieher werde ich demnächst versuchen die Delle komplett herauszuziehen. Ich habe leider kein Bild wo die Delle sichtbar vor meiner Arbeit ist, aber sie verlief dort wo jetzt der Lack fehlt. Es war eine ziemlich große Delle.

Also ich lerne jetzt für eine Bio-Arbeit und verabschiede mich fürs erste.

 

Tag 16

Das Wochenende geht vorüber und die Werkstatt geht voran. Mitlerweile bin ich komplett in der Karosseriebearbeitung drinnen. Deswegen werden die nächsten Beiträge wohl etwas eintönig gestaltet sein, aber was getan werden muss... So, was habe ich also am Wochenende geschafft? Weniger als ich gehofft hatte leider, denn das Wetter ist im Mai ein unberechenbarer Faktor. Gestern hat es geschneit, dann war Sonne, Regen und wieder Sonne. Damit die Feuerwehr nicht anrückt muss ich nämlich den Wagen rausrollen, denn sonst würde der Feuermelder auslösen.

 

Quadratisch, praktisch, gutQuadratisch, praktisch, gut

 

Es wurden weiter durchgerostete Metallbleche ausgeschnitten. Dies war einmal vorne rechts und am Schloßträger. Ich habe mich entschieden diese Reihenfolge zu verwenden: Rostumwandler, Metallschutzlack, Unterbodenschutz und dann evtl. noch Fett drauf. Viel hilft viel denk ich mal.

 

Riesiges RostnestRiesiges Rostnest

 

Hier sieht man das Rostnest auf der linken Seite. Es musste ziemlich viel herausgeschnitten werden. Zu meinem Glück sind die Belche jedoch alle relativ gerade und eben und erfordern keine große Dengelrei. Mittlerweile habe ich schon einen ganzen Schuhkarton voll mit Rostmüll.

 

Erstes Blech geschweißtErstes Blech geschweißt

 

Es gibt aber noch gute Nachrichten. Es wurde das erste Blech heute von mir eingeschweißt. Das ist die Rechte Seite von den Scheinwerfern, hat nicht ganz so viel abbekommen. Es ist noch kein Schweiß Profi vom Himmel gefallen, jedoch ist es besser und stabiler als das Rostige Blech vorher.

Was zudem sehr interessant war, diese Oldtimeraustellung vom Oldtimer Stammtisch in Bad Schwalbach. Habe gar nicht mitbekommen, dass heute etwas ausgestellt werden sollte, habe es gemerkt als mein Bus nicht mehr weiterfahren wollte :D

 

OldtimerOldtimerEin AugenschmausEin Augenschmaus

 

Diese Autos sehen wirklich wie geleckt aus, wenn ich Glück habe steht mein Wagen auch irgendwann da draußen. Also ich verabschiede mich fürs erste, nachdem nun alle rostigen Bleche entfernt worden sind, wird geschweißt!

 

Tag 17

Meine Arbeitsbeiträge beschreiben gar nicht mehr Arbeitstage, sondern wohl eher Wochen. Das SSS dauert halt wirklich lange und ist leider Wetter abhängig. SSS steht übrigens für Scheiden, Schweißen, Schleifen. Jetzt höre ich aber auf zu Meckern und präsentiere euch die Ergebnisse dieser Woche.

 

mein Arbeitsplatzmein Arbeitsplatz

 

Also alles Aufgebaut was ich habe. Zum SSS gehört halt immer ein Haufen Werkzeug. Hier sind ein paar Infos zu meinem. O,9 Fülldraht/0,6 Schweißdraht, 0,7 Reperaturblech, NTF Schweißgerät, Schweißprimer etc.

Zusätzlich dazu noch die Rostnester die ich ausfindig machen konnte.

  1. Vorne Links Scheinwerfergehäuse
  2. Vorne Rechts Scheinwerfergehäuse
  3. Vorne Links Übergang zum Schweller
  4. Vorne Rechts Übergang zum Schweller
  5. Hinten Links Querträger, und Übergang zum Schweller, innerer Radlauf und Sitzbankblech
  6. Hinten Rechts Querträger, und Übergang zum Schweller, innerer Radlauf und Sitzbankblech

 

Eventuell ist euch aufgefallen, dass die Schweller nicht auf der Liste stehen. Nachdem ich nämlich das Innere Erblicken konnte, durfte ich feststellen, dass der Innere Schweller in einem 1A Zustand war. Es liegt zwar ein wenig rostiges Material rum, aber nichts was ein wechsel rechtfertigen, oder die Funktionsfähigkeit anzweifeln würde.

Was habe ich also geschafft diese Woche? Auf dieser Liste kann ich schon die komplette Linke Seite hinten streichen.

 

Linke hintere SeiteLinke hintere SeiteQuerträgerQuerträger

 

Hier sieht man nämlich den Querträger. Da ich keine Lust habe mich zu Rechtfertigen, mache ich daraus ein zwei Zeiler: Mir ist bewusst, dass man das besser hätte Schweißen können. Jedoch finde ich, dass das fürs erste mal ziemlich gut aussieht. Teilweise ist die Dichtmasse schon ein wenig dreckig und der alte Unterbodenschutz blättert ab, aber eins ist da sicherlich nicht mehr. Rost.

Die Schweißnähte wurden nach dem Schweißen mit Karosseriedichtmasse aufgefüllt, mit Fett und Metallschutzlack lackiert. Womöglich kommt noch eine Schicht Bitunium drauf, aber ich habe nicht gutes bisher davon gelesen.

 

Deckel draufDeckel drauf

 

Diese Bild zeigt das von oben nochmal. Innen wurde alles mit Karosseriefett versiegelt und sollte fürs erste nicht mehr rosten.

Bleche wurden übrigens alle Gepunktet und überlappend geschweißt. Geht schneller und ist nicht so Aufwendig.

 

Vorne LackiertVorne Lackierthinten Lackierthinten Lackiert

 

Da ich eh schon den halben Wagen mit Metallschutzlack angepinselt habe, habe ich einfach alles damit lackiert. Vermutlich der Optik wegen und der schützende Zusatz ist womöglich auch kein Nachteil. Also in der nächsten Woche nehme ich mir die Rechte Seite vor. Wenn diese so gut Aussieht wie die Linke, wäre ich mehr als zufrieden. Ich fass mir lieber an die Schulter als an die Stirn;)

 

Tag 18

Neun Tage ist es schon her, als ich den letzten Beitrag getippt habe. Die Zeit verfliegt wirklich unglaublich schnell, aber sie wird genutzt. Nun, nach neun Tagen habe ich viel geschafft. Da die linke Seite fertig geschweißt wurde, habe ich mich rangemacht sukzessiv die rechte Seite zu Schweißen. Da die recht Seite viel stärker vom Rost befallen worden war, musste viel mehr geschweißt, geschnitten und geschliffen werden. Jedoch hat das die Erfahrung ausgeglichen, denn irgendwo hat sich wohl doch ein Lerneffekt ergeben. Momentan bin ich im Praktikum und habe die nächsten zwei Wochen reichlich Zeit um mich gemütlich den anstehenden Schweißarbeiten zu widmen.

Angefangen wurde natürlich wieder mit dem Heraustrennen der rostigen Bleche. Ging unglaublich schnell und war nach 2-3 Stunden mal kurz nach der Schule erledigt. Für alle die sich an eine solche Restauration wagen... Hier mein Kauftipp für effizientes Arbeiten. Eine adäquate Trennscheibe ist wirklich obligatorisch. Es ist eigentlich ziemlich trivial, denn man muss gar nicht viel ausgeben. Hauptsache man kauft sich richtige Metalltrennscheiben und ausschließlich für Stahl. Die dünnen für Edelstahl oder Kupfer etc. kann man beim kleiner werden zusehen. Immer die dickste Trennscheibe dann passt das :D

 

Alter Querträger rausAlter Querträger rausUnten am FedertellerhalterUnten am Federtellerhalter

 

Nach dem Schneiden kommt das Schweißen. Der Querträger ist kein Hexenwerk, wohl jedoch der Radlauf und der Übergang zur Endspitze. Zudem ist mir auch noch die Spritzkannone für die Karosserimasse kaputt gegangen. Ansonsten kann ich nur nochmal betonen, wie sehr mir das Schweißen keinen Spaß macht. Vor allem liegend unterm Wagen ist es richtig toll, wenn die Spritzer auf die eine Millimeter ungeschützte Haut fallen, welche unter dem Pullover rausschaut. Haha, irgendwo muss ja mein Frust gehen. Auf den Bildern sehen die Schweißpunkte gar nicht so schlimm aus wie ich finde, aber das ist wohl das Licht ;) Bitte steinigt mich nicht für meine Punkte, irgendwie ist es das Thema Schweißen ein echter "VIP-Bereich". Gut. Die Schweißarbeiten waren anstrengend, aber es fehlt hinten nur noch der Deckel. Sozusagen das oberste Sitzbank-blech. Damit wären die Schweißarbeiten zu mindestens 75% abgeschlossen und ich kann mich dem letzten Teil der Restauration widmen. Der Einbau wird womöglich am schwierigsten, aber ich kann schon anfangen die Achsen wieder zusammen zu bauen.

 

Neuer Querträger reinNeuer Querträger reinHinterer RadlaufHinterer RadlaufVorne Radlauf (Bild falsch herum)Vorne Radlauf (Bild falsch herum)

 

Es fehlt noch das Karosseriefett und dann wäre auch die rechte Seite fertig. Ist ein wenig frustrierend, dass alle Arbeiten später unsichtbar sein werden und praktisch nie stattgefunden haben. Aber wenn ich weiß was meinen Wagen ausmacht, dann ist das genug und macht mich stolz. Mit diesen Worten verabschiede ich mich fürs erste und wünsche allen noch eine gesegneten Mittwochabend.

 

Tag 19

Die Fortschritte zeigen sich nun endlich. Es motiviert etwas, wenn man die Ergebnisse nach der Arbeit auch sehen kann und nicht unter den Wagen kriechen muss. Eine totale tolle und innovative Idee von mir, ein blauer Ladebalken oben rechts zeigt nun ungefähr die Fortschritte am Wagen an.

Jut hätten wir das, ich fasse nun mal zusammen was ich so geschafft habe, bzw. was ich nicht geschafft habe :D. Also das Praktikum in der Grundschule ist zu Ende und da meine 2a keine acht Stunden in der Schule büffeln müssen, hatte ich dementsprechend früh aus und konnte mich dem Projekt weiter widmen. Deshalb wurde auch viel gemacht: Die rechte Seite ist nun fertig geschweißt, die alten Antidröhnmatten entfernt und alles lackiert. Die Parkschramme hinten wurde herausgeschlagen, gespachtelt genauso wie die Kotflügel.

 

Innenraum ohne AntidröhnmattenInnenraum ohne Antidröhnmatten

 

Fangen wir mit den schönen alten Antidröhnmatten an. Jeder der diese Matten schonmal entfernen musste, weiß was für eine blöde Aufgabe das ist. Um ehrlich zu sein, ging es sogar relativ schnell, jedoch habe ich trotzdem keine Lust am Samstagmorgen mit einem Schlitzschraubenzieher diese Teer-/Bituniummatten abzukratzen. Egal, einmal dann nie wieder. Diese zwei Stunden hätte ich sonst auch nicht sinnvoller investieren können. Auf dem Bild sieht man schön noch die Klebereste nachdem die Matten entfernt worden sind. Warum habe ich diese Matten eigentlich entfernt? Die Antidröhnmatten sind teilweise spröde und haben deshalb teilweise ihre Funktion verloren, außerdem weiß man nie was sich unter den Matten bildet. Tatsächlich habe ich Flugrost entdeckt, welcher in paar Jahren sicher noch zu einem Problem geführt hätte. Da ich also eh schon eine Vollrestauration mache, muss ich auch durchziehen. Ah, man sieht außerdem mein Lieblingswerkzeug, denn Schraubenzieher :D

 

Teerentferner entfernt TeerTeerentferner entfernt Teer

 

Um den Innenraum Lackieren zu können, muss der Kleber ab. Auf so Kleberzeugs lässt sich nicht gut Lack verteilen, also günstig zwei Flaschen Teerentfernen gekauft um damit dann die Klebereste zu entfernen. Eine totale Sauerei, aber nach einer Rolle Küchenpapier, einem armen Stahlwolleschwamm und zwei Doesen Entferner war der Innenraum blank bis auf den Lack. Nun konnte also Lackiert werden.

 

Erster Anstrich (feucht)Erster Anstrich (feucht)

 

Eigentlich wollte ich wieder den grauen Metallschutzlack kaufen, aber irgendwie habe ich daneben gegriffen. Manchmal frage ich mich wie ein so verpeilter Mensch wie ich es bin ein Auto restaurieren kann. Da es eh niemand mehr sehen wird, war es mir aber egal. Tatsächlich hat die Menge einer Dose perfekt gereicht. Schätze es handelt sich dabei um ca. 500ml.

 

zweiter Anstrich (trocken)zweiter Anstrich (trocken)

 

Nachdem die zweite Schicht drauf war und diese getrocknet war mal ein Tipp von einem altgedienten Lackiermeister... Wenn ihr noch Schweißarbeiten durchführen müsst, dann macht diese BEVOR ihr lackiert. Natürlich habe ich nicht so weit gedacht und ein schönes Punktemuster eingebrannt, nachdem die Spritzer wie beim Nepalausbruch umher geflogen sind. Ist nicht so tragisch, nach der zweiten Schicht hat man das dann nicht mehr gesehen, aber das muss nicht sein :D. Nun trocknet erstmal der Wagen vor sich hin und wird von mir in Ruhe gelassen.

 

Erster Anstrich für die Motorteile und AnhängerkupplungErster Anstrich für die Motorteile und Anhängerkupplung

 

Da wir schonmal beim Thema Lackieren sind. Im Auto konnte ich erstmal nicht weiter arbeiten, weshalb ich die Gelegenheit genutzt habe um die Motorenteile zu lackieren. Bei keinen Thema dieser Welt lassen sich ambivalentere Aussagen finden als bei diesem Thema. Einige schwören auf normalen Lack aus der Sprühdose, anderen behaaren auf Hitzeschutzlack, wieder andere meinen gar keine Lackierung wäre sinnvoll. Da jede Gruppe irgendwie sinnvolle Argumente geliefert habe, habe ich mich einfach entschieden die Teile mit Hammerit zu bepinseln. Das Zeug ist verdammt teuer und sieht nebenbei auch ganz schick aus. Ob es halten wird werde ich dann sehen.

Da ich nicht so viel Geld in unterschiedliche Farben investieren wollte, sieht das jetzt ein wenig langweilig aus, jedoch besser als Schwarz finde ich. Der Steurkettendeckel, die Lichtmaschiene und die Anhängerkupplung haben schon ihren ersten Anstrich bekommen. Nun werden nach uns nach auch die anderen sichtbaren Teile mit diesem Zeug bepinselt.

 

Hintere DelleHintere Delle

 

Als letztes haben wir noch meine kleine Schramme. Diese habe ich mit einem Hammerstiel und einem Hammer herausschlagen können. Unebenheiten wurden mit Spachtel verdeckt und es ist soweit erstmal nicht sichtbar, dass da mal eine Zentimeter tiefe Schramme dort gewesen war.

Puh, heute bisschen mehr geschrieben als sonnst. Achso, mein absolutes Highlight diese Woche ist , dass die Umfrage geschlossen wurde. Ein netter MT Mitarbeiter hat sich des Problemes angenommen und in einem epischen Kampf um Leben und Tod, um Eis und feuer, um Norden und Süden es geschafft! Die Umfrage ist besiegt. Hoch lebe der dreiäugige Rabe!

 

Woche 20

Lang ist es her, aber nun kann ich auch viele Ergebnisse präsentieren. Wo fang ich denn an? Schweißarbeiten. Mit 10 Verbrennungen an der Hand, denn Schutzkleidung ist was für Schwächlinge :D, habe ich es geschafft! Alle Schweißarbeiten sind erledigt und mehr oder weniger erfolgreich abgeschlossen, somit bin ich in der dritten Phase angelangt dem Zusammenbauen. Aber noch paar Wort zum Schweißen, sozusagen Abschlussworte. Das Schweißen verlief im großen und ganzen ganz strukturiert. Linke Seite, Rechte Seite, Vorne, Hinten. Waren kleine Aufreger dabei, z.B. der Linke Schweller, aber für ein 50 Jahre altes Auto hätte man schlimmeres erwarten können. Die letzten arbeiten handeln vom Scheinwerfer vorne Links. Meiner Meinung super nervige Frimmelei, jedoch auch kein Problem. Hätte mir auch Arbeit ersparen können, aber wer mag es schon einfach? Wenn ich es einfach haben wollte, würde ich mir einen Polo kaufen :D.

Nachdem die Schweißarbeiten fertig geworden sind bin ich bei der letzten phase angekommen. Alles was irgendwie raus kam vor einem Monat, muss auch wieder hinein. Angefangen natürlich mit den Basic und wichtigstem: Bremsen. Um die Bremsen einbauen zu können, mussten die Achsen natürlich wieder dran. Insa gesamt 15h habe ich ungelogen an beiden Achsen verbracht. zwischendurch hatte ich Gedanken mich mit den Schraubenschlüssel zu erdrosseln. Neben dem Ausbau des Getriebes einer der schlimmsten Arbeiten, definitiv! Das Zusammenfrimmeln der Hinterachse ging erstaunlich schnell. Es wurden komplett neue Bremstrommeln, Bremsbeläge, Bremszylinder und eine neue Handbremse verbaut. Eine teure Angelegenheit, aber die Bremsen mussten getauscht werden.

 

Neue BremsenNeue Bremsen

 

Hier sieht man die neuen Bremsen hinten. Der Einbau verlief einigermaßen problemlos, da die Festellung für die Handbremse nicht hinten in der Bremstrommel sitzt, sondern super Innovativ extern platziert ist. Somit fällt eine Feder weg und nervige Kleinteile, somit auch der Wahrscheinlichkeit etwas falsch zu machen.

 

Schöne neue BremstrommelSchöne neue Bremstrommel

 

Nachdem die Bremsen getauscht worden sind, kamen nun die Trommeln drauf. Um Rost vorzubeugen und auch wegen der Optik, habe ich die Trommeln Angepinselt. Da noch genug Farbe übrig war, wurde kurzerhand noch die Federn und der ganze Motorblock mit lackiert. Find ich persönlich super, wie eine Faustgroße Dose Bremssattellack reicht, um mein halbes Auto zu lackieren. Das Auto stand so eine zeit lang ziemlich eigenartig rum. Da nur die Federn hinten verbaut waren und der Wagen komplett leer ist sah es ziemlich eigenartig aus, wie die Schnauze (Schlossträger) noch am Boden geklebt hat, während der Hintern auf Bauchhöhe war. Nachdem also das Hinterteil zusammengebaut worden wurde, fing der Spaß nerst richtig an. Die Probleme begangen vorne mit den Federn. Da ich keinen Profi-Federspanner besitze musste ich den Achsschenkel mit Radnabe und Führungsgelenk zerlegen, um die Feder mit einem Wagenheber stauchen zu können. Natürlich wollte die Radnabe nicht einfach runter, weshalb diese erhitzt worden musste und und und. Die Feder konnte natürlich auch nicht genug zusammengepresst werden, deshalb musste ich mich halb auf den Wagen legen, um die restlichen Zentimeter zu überbrücken. Möchte gar nicht zu detailliert alle Probleme beschreiben, aber eins stelle ich noch vor... Damit die Bremsbeläge die Bremsscheibe nicht blockieren, müssen die Bremskolben zurückgedrückt werden. Wusste ich nicht. Habe mindestens 2h nach dem Grund gesucht, warum nach dem Zusammenbau die Reifen sich nicht bewegt haben. Egal, hier sind Bilder zum Endergebnis.

 

Bremsbacken lackiert und Verschleißteile erneuertBremsbacken lackiert und Verschleißteile erneuertEndlich sind die Achsen fertig montiertEndlich sind die Achsen fertig montiert

 

Schlussendlich möchte ich nochmal erwähnen, dass mir bewusst ist das die Bremsen die wichtigsten Teile am Auto sind. Jedoch ist die Technik so simpel, dass selbst ein Laie wie ich es bin, diese Bremsen zusammenbauen kann.

 

 

 

Gereinigt und LackiertGereinigt und LackiertMotor wird wieder zusammengebaut!Motor wird wieder zusammengebaut!

 

Als letztes wurden noch mehr Motorteile gereinigt und lackiert. Danach wurden die ersten Teile zusammengebaut. Die Lichtmaschine konnte sich schon zum Motor gesellen. Eventuell alles ein wenig zu Blau, aber Blau ist doch schön ;)

 

Woche 21

Endspurt. Motivation schwindelt doch jetzt nochmal alles zusammenkratzen um noch fertig zu werden.

Von nichts kommt nichts.Das ist mein Lebensmotto, nachdem ich auch das Auto restauriere. Habe schon längst aufgehört mitzuzählen wie viele Arbeitsstunden investiert worden sind, aber nun werden die letzten Schrauben montiert. Das schöne an den Arbeiten der "Phase 3" sind, dass sie immer sichtbar sind. Wenn ich Matten auslege, dass Getriebe einbaue oder die Lenkung einstelle. Alle Arbeiten kann man gut sehen und nach einem Arbeitstag motiviert das doch sehr, wenn man sehen kann was man geschafft hat. Damit Ihr das auch sehen könnt, habe ich wieder fleißig Bilder geschossen ;).

 

Lenkstange wieder eingebautLenkstange wieder eingebaut

 

Als erstes sieht man wieder das Lenkrad. Der Einbau verlief erstaunlicherweise ziemlich gut und nun sitzt das ganze Lenkgestängel wieder im Wagen. Bevor ich detaillierter auf den Einbau eingehe muss ich nochmal etwas loswerden. Mich hat es fast umgehauen, wie wenig der Einbau nach Plan funktioniert. Es gibt so viele Probleme die man gar nicht erwartet. Ob es jetzt eine Schraube ist, welche abgebrochen ist, die Fassungen plötzlich wie von Geisterhand verrutscht sind oder ein Teil fehlt. Bei sowas muss man einfach dranbleiben. Es kostet zwar viel Zeit, aber wenn man nicht aufgibt dann schaft man es. Manchmal dauert es halt 1, 2 oder auch 5h. Nicht Aufgeben. Von nichts kommt nichts!

Also Lenkstange konnte minimalisiert werden, denn ich habe ein neues Getriebe einbauen müssen. Grund dafür ist naja, unglücklicher Ausbau :D Aufjedenfall war das alte Getriebe hinüber, weshalb ich mich für ein neues Getriebe mit klassischem vier Gang entschieden habe. Dadurch fällt die Stange für die Lenkradschaltung weg. Finde ich persönlich angenehmer und etwas Sportlicher als diese alten mechanischen Lenkradschaltungen. So, also Lenkung ging ganz angenehm mit wenigen Komplikationen wieder hinein, jedoch waren die Gewinde der Spurstange hinüber, weshalb ich erstmal jetzt eine neue Bestellen muss. Unglücklich, aber wie soll man das vorhersehen. Achso, bevor ich es vergesse... Im Innenraum worden noch neue Bodengummis eingebaut, von nichts kommt nichts :D

 

Im Motorraum sieht es nun wie folgt aus:

Getriebe hängt!Getriebe hängt!

Man beachte die absolut dahingerotzte Lackierung :D Den ein oder anderen läuft es kalt den Rücken hinunter, aber ganz ehrlich... Mir läuft die Zeit davon und genug Geld für einen Lackierer habe ich momentan auch nicht. Sieht nicht gut aus, aber fällt mit geschlossener Haube auch niemanden auf. Nochmal erwähnt, dass soll kein Ausstellungsstück werden, sondern einfach nur ein schöner Alttags Oldi. So, was ich eigentlich erwähnen wollte ist, dass das Getriebe wieder eingebaut worden ist. Zusammen mit der neu lackierten Kardanwelle verlief der Einbau ziemlich entspannt. Für alle die sich fragen, warum ich nicht das Getriebe mit dem Motor zusammen einbaue... Ist mir ein wenig zu riskant. Habe schon beim Ausbau keine richtigen Seile benutzt und mit 20Kg Getriebe dran, muss man das nicht ausreizen :D. Also, es fehlt nur noch der Motor, der Kabelbaum und die Lenkung, dann kann die Kiste probeweise schon mal angeschmissen werden.

 

Ansicht von unten (Bild falsch herum)Ansicht von unten (Bild falsch herum)

 

Hier nochmal ein Bild von unten, welches wieder falsch herum ist. #DankeMotorTalk

Fazit dieser Woche... Es geht voran. Langsam lässt sich auch erkennen, dass es sich um ein Auto handelt und ich weiß nun auch warum ich das ganze mache. Der Wagen ist einfach wunderschön und meiner Meinung nach nicht zu vergleichen mit den Autos heutzutage.

 

Die Silhouette lässt sich wieder erahnenDie Silhouette lässt sich wieder erahnen

 

Eintrag 22

Hallo, Hello, Alo, Hola, Sveiki, Merhaba und salve! Ein besonderes Willkommen geht an die ganzen neuen Besucher meines Blogs, welche in der letzten Woche den Weg auf meinem Blog gefunden haben. Btw betitel ich meine Artikel nun nicht mehr nach Wochen- oder Arbeitstage, sondern sotiere sie einfach nach Einträgen.

Also, ein Stück Arbeit ist wieder vollendet und nun tanze ich endgültig den Tanz der letzten Reparaturen. Nach dieser unglaublich krassen Poesie fang ich mal an meine Ergebnisse vorzustellen.

Zu Gast hatte ich diesmal wieder eine tolle Assistentin. Die Arbeit macht zu zweit doch immer deutlich mehr Spaß, als alleine :D Bevor ich jetzt anfange mit dem üblichen Schema noch ein sehr wichtiges Update zur momentanen Situation, Garage und co.

Der Mietvertrag läuft bis zum Ende des Monates aus, jedoch ist schon in unmittelbarer Nähe eine Garage gemietet worden. Nun fangen die Umzugsarbeiten von meinen Autoteilen an. Ziel ist es jetzt, dass der Wagen bis zum Ende des Monates alleine die zwei Straßen zur neuen Garage fahren kann.

 

Also nun aber hier zu dem spannendem Teil:

 

Rost an der EndspitzeRost an der Endspitze

 

Hinten am Wagen ist mir noch eine durchgerostete Stelle aufgefallen. Zum Glück habe ich sie gefunden un nicht der Prüfer. Stelle wurde großzügig ausgeschnitten und durch ein neues Endblech getauscht. Sollte jetzt die letzte Schweißarbeit am Wagen gewesen sein, deshalb möchte ich gar nicht so viele Worte darüber verlieren und direkt weitermachen.

 

Fürs weiterlesen bitte den zweiten Teil aufsuchen :

https://www.motor-talk.de/.../...-restauration-2-aktuell-t6710107.html

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26.03.2019 22:22    |    sophistson

Hey,

ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deinen beiden Projekten. Der Restauration und dem Blog :p

Toi, Toi, Toi


26.03.2019 22:43    |    mr. mountain

Sehr schönes Modell.

Viel Erfolg beim Restaurieren.


27.03.2019 07:14    |    mozartschwarz

Schönes Projekt und eh ein super Auto. Wie ich meinen vermiss... Klassisch schön das Teil.. Bin neidisch und das bin ich selten..

 

Kauf dir mal sowas:

 

https://www.google.com/search?...

 

Fächerscheiben taugen da nicht so...


27.03.2019 08:17    |    Tobner

Cooles Projekt. Respekt,dass du dich da rantraust. Ich hab auch schon viel gemacht, aber mit 18-19 einen Oldtimer restaurieren hätte ich nicht gemacht.

 

Wie willst du das angehen? Richtig restaurieren mit frame-off und und der Karosse im Säurebad? Oder nur "zurechtdengeln" und fahren?


27.03.2019 08:28    |    mercedesSLfahrer

...finde ich toll, dass du so ein Projekt angehst.

 

Man lernt es, wenn man es macht und nicht, wenn man nur davon träumt.

 

Sicherlich wird dir die ein oder andere unangenehme Überraschung nicht erspart bleiben. Du wirst sicherlich auch "Lehrgeld" zahlen müssen. Aber wenn du dran bleibst, wirst du Dinge lernen und später auch beherrschen, von denen viele (junge Leute) heute nur noch träumen können.

 

Daher viel Erfolg und unbedingt auch Durchhaltevermögen bei deinem Projekt.

 

Hajo


27.03.2019 08:29    |    rodatina

Schöner sauberer Arbeitsplatz und tolles Projekt, mich würde mal interessieren wie und warum du gerade zu dem Rekord gekommen bist.

Schüler ?! da wäre ich mal neugierig wie alt du bist und ob du das Projekt alleine oder mit Freunden /Vater zusammen stemmst.

Auch schön das sich "junge" Leute für Autos aus dieser Zeit entscheiden, da ja meist so bei meiner Generation die Erinnerungen an Vater/Opa/Onkel`s Auto von damals in den Erinnerungen festgebrannt sind, dass man sich sowas kauft um die Zeit wieder aufleben zu lassen.

Weiter so und viel Erfolg


27.03.2019 09:18    |    Lanny.

@mozartschwarz Danke für den Tipp


27.03.2019 09:22    |    Lanny.

@Tobner Hallo Tobner, ich werde mein Auto nicht professionell Restaurieren. Ich hoffe, dass es mehr als "zurechtdengeln" wird. Zumindest arbeite ich dran. Also kein Säurebad, Sandstrahlen und CO. Ich lass die Achsen dran und nehme den Motor raus. Dann komplett abschleifen, schweißen und ab zum lackierer.


27.03.2019 09:27    |    Tobner

Prinzipiell nicht verkehrt. Problematisch sind hierbei halt die versteckten Rostnester, die dir später schwer zu schaffen machen können. Man muss es aber individuell bewerten und ich denke, dein Exemplar ist in einem guten Zustand. Ich finde das Projekt und deinen Mut echt klasse! Das könnte ein schönes Auto/schöner Blog werden!

 

Vor dem abschleifen und lackieren auf jeden Fall noch die Scheiben entfernen! Ersten sehen Lackierungen bis zur Gummikante immer nach pfusch aus (meiner Meinung nach), zweitens rosten Türrahmen gern und drittens ist das bei Kedergehangenen Scheiben kein Thema :)


27.03.2019 09:33    |    Lanny.

@rodatina Hallo, danke für dein Feedback. Ich bin momentan 17 und werde im September 18. Nachdem ich den begleiteten Führerschein gemacht habe, wurde das Feuer für Autos entfacht. Ich habe mich für den Rekord entschieden, da ich an meinem Wagen selbst schrauben wollte und bei einem alten Wagen ist alles schön übersichtlich. Zudem sind so kantige Autos doch wirklich nett anzuschauen und die Nostalgie ist fantastisch. Es heißt zwar wie der Vater so der Sohn, jedoch kennt sich mein Vater überhaupt nicht mit Autos aus. Er stellt mir jedoch eine Menge Werkzeug bereit, dass er von früher hat. Zusätzlich helfen mir noch ein paar Freunde.

Grüße


27.03.2019 09:36    |    Lanny.

@Tobner Danke für die Hilfe. Der Rost ist tatsächlich ein dauerhafter Feind eines Oldtimers aber ich geb mir Mühe. Das mit den Scheiben klingt sinnvoll und ich werde mich mal informieren wie ich sie rausbekommen.

Grüße aus der Amateurwerkstatt


27.03.2019 09:48    |    mercedesSLfahrer


27.03.2019 11:10    |    Lanny.

@mercedesSLfahrer ich schaue es mir zuhause an;)


28.03.2019 10:33    |    mark29

Na dann kann ich nur zu dem schönen Wagen und dem tollen Projekt gratulieren!

 

Wegen der Rücksitzbank: Falls es so ist wie bei den späteren Modellen, mußt Du die Sitzfläche nur mit viel Kraft nach hinten und leicht nach untendrücken- dann hakt sie aus der Führung. Die Lehne kann danach raus- die ist dann sehr wahrscheinlich unten mit 2 Blechlaschen gehalten- die einfach aufbiegen und dann einige Zentimeter anheben- dann hakt die oben aus der Führung aus.


28.03.2019 10:54    |    Lanny.

@mark29 Danke für deinen Ratschlag für die Rückbank. Werde ich auf jeden Fall probieren!


28.03.2019 11:07    |    mozartschwarz

http://www.commodore-b.com/.../print.php?...

 

Geht so. Der Commo A ist weitgehen Baugleich.

 

Ach ja! Behandel die Zierleisten gut. Die sind in original Goldstaub....


28.03.2019 11:20    |    Lanny.

@mozartschwarz Ja die Erfahrung habe ich schon gemacht. Vorne fehlt eine Zierleiste und es ist wirklich teuer diese zu ersetzen


28.03.2019 11:21    |    Daemonarch

Hallo, fantastischer Automobilgeschmack für dein Alter. Damit bist du bei Fertigstellung auf jeden Fall der Held im Erdbeerfeld, das kann ich dir sagen!

 

Werde deine Restaurationsreihe auf jeden Fall aufmerksam verfolgen, hau rein!


28.03.2019 11:57    |    Motortown

sehr schönes Projekt was du da angreifst. Viel Erfolg damit.

Gruss Mario


28.03.2019 13:18    |    Lanny.

@Motortown @Daemonarch danke für eure Kommentare:)


28.03.2019 14:38    |    schrotti_999

Gratuliere, viele Altersgenossen hocken sich lieber vor dumpfsinnige Shooter, als ihre Hände zu gebrauchen. Ich drück dir die Daumen !

 

An den alten Lack mit 400-600er Papier dran zu gehen, ist schade für die Zeit. Vor dem Lackieren kommt sowieso noch die Spachtlerei, Füller und Grundierung. Für die Vorarbeit reichen 80er - 120er völlig aus.

 

Bürstenaufsatz für den Akkuschrauber klingt für diese Menge an Rost ganz schlimm. Helfen kann da nur sowas: https://www.amazon.de/.../ref=sr_1_6?...

 

Um das fertige Auto beneide ich dich jetzt schon, denn dieser Rekord, mit 90 PS, war das erste gescheite Auto meiner Eltern. Bis auf wenige Ausnahmen blieben wir "blitzinfiziert" der Marke Opel treu.


28.03.2019 16:00    |    Lanny.

@schrotti_999 Danke für deine Hilfe.Beim Exenterschleifer sind 400K am besten finde ich. Damit habe ich die beste Erfahrungen gemacht, da der Lack schön Matt geschliffen wird. Das mit der Stahlbürste war eher für die Rückseite gedacht, also den Dreck der sich nach 50 Jahren angesammelt hat. Dementsprechend ziemlich hartnäckig ^^


28.03.2019 19:36    |    rodatina

Hallo Lenny, bisher sieht deine Arbeit ja ganz manierlich aus - Dafür das du in dem Bereich scheinbar "unerfahren" bist !

Aber learning by doing ist nicht der schlechteste Lehrmeister und jeder, der sich mit "Alteisen" befasst hat klein angefangen. Ich habe in meiner "Wilden" Zeit einige Autos meiner Kumpels teils nur Tüv-geschweißt teilweise wurden daraus aber auch richtige Restaurationen. "Der Beste" war damals der NSU Prinz TT meiner damaligen Freundin...da wanderten 1,5 qm selbstgedengelte Einschweißbleche hinein :)

Nur, du machst die Arbeit ja für dich und Deinen Autotraum... lass dir Zeit, verfall nicht in Hektik und arbeite mit Bedacht. Wenn du an die "Lochbeseitigung" gehst, schneide die Roststellen immer soweit aus bis du im gesunden Blech bist und fang nicht an Flickwerk über die Löcher zu setzen, auch würde ich zur ersten Nacharbeit die Stellen verzinnen, dann brauchst du kaum Spachtelmasse.

 

Weiter gutes Gelingen rodatina

 

Ach PS... Super schöner Arbeitsplatz … und hoffentlich behält dein Vater die Nerven ;) bis der fertig ist, wird`s ja noch ein Weilchen dauern


28.03.2019 19:40    |    ToledoDriver82

Nicht schlecht und Hut ab,da hast du dir ordentlich was vorgenommen...gefällt mir und das Auto auch. Ich schließe mich an und wünsche gutes Gelingen,halt uns auf dem laufenden aber mach es in Ruhe und ohne unnötigen Stress.


28.03.2019 20:33    |    mark29

Ich kann Dir verzinnen auch sehr ans Herz legen. Meinen Commodore hab ich nun 22 Jahre- am Anfang hab ich beide Radläufe hinten geschweißt und die Unebenheiten gezinnt, und nicht gespachtelt. 8 Jahre später hab ich die Karrosse komplett gemacht und dabei auch beide Seitenteile getauscht- die Radläufe waren innen und außen wie frisch eingeschweißt.


28.03.2019 21:03    |    rodatina

mark29

….stimmt, es geht halt nichts über die Mehrarbeit durch`s verzinnen, aber es lohnt! Ich hatte mal an einem Wagen sowas mit `ner Spachtelorgie behoben und nach ein paar Monaten hob sich dort der Lack-wohl weil die dicke Pampe noch nachreagiert hat-seit dem ist Spachtel mein Feind, der kommt nur noch hauchdünn zum Einsatz.

 

 

@ Lenny

solltest du an den Schwellern arbeiten … was wohl leider sicher sein wird, trenn nicht beide Seiten gleichzeitig heraus. Arbeite nur Seitenweise oder/und schweiß dir ein Rohr als Hilfsverstärkung zwischen A und B-Säule. Ich habe mal ein Käfer Cabrio gemacht, da ist das extremer, da habe ich den Innenraum komplett verstrebt- sonst kann`s krumm werden.

Trockene Dichtungen kannst du teilweise wieder gut bekommen wenn du sie in Weichspüler (von Muttis Wäsche) badest.


28.03.2019 21:07    |    mark29

Falls die Schweller raus sollen- da ist dann auch ein Knotenblech- B-Säule zu Schweller- das könnte auch rostig sein- bei mir war es komplett durch/weg. Das war 1,5er Blech... In so einem Fall ist es wirklich wichtig den Wagen gegen Verzug zu sichern.

 

Ich konnte mir damals ne Richtbank ausleihen. Aber wie Rodatina schreibt- mit Rohr stützen und am besten auch die Tür eingebaut und geschossen lassen, unterstützt da auch schon.


28.03.2019 22:14    |    Lanny.

@mark29 @rodatina @ToledoDriver82 Ich werde das mit dem Verzinken mir zu Herzen nehmen. Habe nicht gedacht, dass es so effizient währe. Die Schweller müssen tatsächlich gemacht werden. Da ich nicht der beste Schweißer bin und meine Skills nicht zu hoch einschätzen möchte, werde ich vermutlich in den sauren Apfel beißen müssen und zwei neue Schweller kaufen, damit ich nur die Verbindungsstellen schweißen muss.

Gruß


29.03.2019 06:14    |    mark29

Verzinnen, nicht verzinken ;)

 

Wo wohnst Du denn? Vielleicht ist hier jemand in der Nähe der Dir beim Schweißen helfen kann.


29.03.2019 13:37    |    Lanny.

@mark29 natürlich verzinnen, war wohl schon spät gestern Abend. Ich komme aus der Nähe Wiesbaden. Falls sich ein erfahrener Schweißer in der Umgebung herumtreibt, gerne melden. Ich bin für jede Hilfe dankbar;)


29.03.2019 14:00    |    mark29

Ha! Ich wohne in Frankfurt... Na, ich glaub da können wir mal was machen...


30.03.2019 11:04    |    mozartschwarz

In der Gegend ließe sich vielleicht auch das ein oder andere Teileprob lösen. Ich kenn da so den ein oder anderen....


08.04.2019 18:14    |    somalsomal

Hast du dein Problem beim Ausbau der Türen schon lösen können?

Ich habe vor ca. 30 Jahren viel am C geschraubt und meine mich erinnern zu können, dass es ein Spezialwerkzeug (so eine Art doppelt gebogener Winkel) gibt, mit dem du die Bolzen leichter austreiben kannst. Wenn ich mich nicht täusche, habe ich den noch in der Garage. Weiter habe ich wahrscheinlich noch Radkappen, Schriftzüge, Bremsbeläge, Türsplinte und anderes Kleinzeug. Wenn du an diesen Dingen interessiert bist, schreib mir eine PN, ich schaue dann am Wochenende mal nach, was ich noch so finde.


09.04.2019 07:31    |    mark29

So, jetzt hatte ich mal wieder Zeit zum lesen... :) Hier meine Kommentare:

 

1. Sind die Türen draußen?

 

2. Die Türverkleidung kann man relativ leicht selbst neu machen- das ist ja nur eine Pappe, wie die Rückwand von nem Schrank- das Material gibt's im Baumarkt. Knifflig wird es nur den alten Plastebezug von der alten pappe runter zu bekommen- vom Alter her könnte das brüchig sein... aber im Notfall.... ich hab mir meine Ausstattung inkl. Sitze selber genäht... mit etwas Kunst- (oder echt) Leder sind die in ein paar Tagen auch neu gemacht... Aber bei der Menge an Arbeit die noch ansteht- solltest Du schauen möglichst viel altes zu erhalten.

 

3. Statt Motor und Getriebe nach oben rauszunehmen, kannst Du das Zeug auch nach unten rausnehmen- so mache ich es immer... ne alte Palette unter die Vorderachse, dann die Vorderachse, Getriebetraverse, Federbeine, Lenkung etc. abschrauben und mit 2 oder 3 Mann, oder nem Motorkran und einem ganz breiten Gurt (am besten weit außen an den Lampentöpfen oder so) befestigt die Karosse nach oben wegheben und nach hinten schieben...

 

4. Lass hinten ruhig die Trommelbremsen- die sind ausreichend und wartungsarm... bis 150PS sollten die auch freigegeben sein, falls Du mal an eine Leistungssteigerung denkst- mache den aber mal erst org. fertig, damit du den über H-Kennzeichen anmelden und günstig fahren kannst.


09.04.2019 10:07    |    Lanny.

Zitat:

@mark29 schrieb am 9. April 2019 um 07:31:08 Uhr:

So, jetzt hatte ich mal wieder Zeit zum lesen... :) Hier meine Kommentare:

 

1. Sind die Türen draußen?

 

Nein noch nicht, aber ich habe schon Tipps bekommen zum abmontieren.

 

2. Die Türverkleidung kann man relativ leicht selbst neu machen- das ist ja nur eine Pappe, wie die Rückwand von nem Schrank- das Material gibt's im Baumarkt. Knifflig wird es nur den alten Plastebezug von der alten pappe runter zu bekommen- vom Alter her könnte das brüchig sein... aber im Notfall.... ich hab mir meine Ausstattung inkl. Sitze selber genäht... mit etwas Kunst- (oder echt) Leder sind die in ein paar Tagen auch neu gemacht... Aber bei der Menge an Arbeit die noch ansteht- solltest Du schauen möglichst viel altes zu erhalten.

 

Ja ich versuche das meiste zu erhalten. Solche "Details" wie die Türkverkleidungen werde ich am Ende machen. Erstmals den Motor zum laufen bringen;)

 

3. Statt Motor und Getriebe nach oben rauszunehmen, kannst Du das Zeug auch nach unten rausnehmen- so mache ich es immer... ne alte Palette unter die Vorderachse, dann die Vorderachse, Getriebetraverse, Federbeine, Lenkung etc. abschrauben und mit 2 oder 3 Mann, oder nem Motorkran und einem ganz breiten Gurt (am besten weit außen an den Lampentöpfen oder so) befestigt die Karosse nach oben wegheben und nach hinten schieben...

 

Klar, man könnte den Motor nach unten rauslassen, aber ich mach das jetzt so wie das im Handbuch steht, also nach oben. Hoffentlich kann ich dem vertrauen, sieht aber gut aus

 

4. Lass hinten ruhig die Trommelbremsen- die sind ausreichend und wartungsarm... bis 150PS sollten die auch freigegeben sein, falls Du mal an eine Leistungssteigerung denkst- mache den aber mal erst org. fertig, damit du den über H-Kennzeichen anmelden und günstig fahren kannst.

 

Okay danke für den Tipp. Die Trommelbremsen werde ich tauschen müssen. Und H-Kennzeichen wird auch angesteuert. Ohne währe echt blöd.

Danke für deine Hilfe bin etwas beschäftigt, weshalb ich nicht so ausführlich antworten kann.

Gruß


09.04.2019 11:15    |    mark29

Ja, nach oben bekommst Du Motor und Getriebe auch raus- da ist ja auch genug Platz- Du mußte den eben so einhängen, dass er sich leicht schräg und wieder gerade stellen läßt, wenn er hängt...

 

Für die Bremse sollten sich noch Teile finden lassen- falls die Radbremszylinder undicht sind, kann man die auch überholen...


13.04.2019 19:23    |    Zeichnungsguru

Ja, es gibt Sie doch noch, die Jugend mit Schrauberblut in den Adern. Nicht nur Counterstrike spielen....super.

Und , ja, einfach mal machen, klar, jemanden fragen hilft auch, aber das Beste ist, wenn die Karre wieder TÜV hat und fährt. Sicherlich etwas blauäugig aber das wird schon.

Ich restauriere meinen Commodore A GS Coupe nun zum 2ten Mal. Bin jetzt 54.

Habe ihn damals 1990 auf 92 restauriert, in Mietwohnung mit kleinen Holzcarport. Schweller, A Säulen, Endspitzen, Radläufe alles durch gerostet. Alles geschweißt, diverse Reparaturbleche, aber leider keine Hohlraumversiegelung (Wachs) gemacht.

1992 bis 2008 gefahren, aber er war dann immer im Freien gestanden, kein Carport mehr.

Fensterdichtungen total rissig, Wasser bis in die Schweller gelaufen.........

2009 bis 2018 stand er in einem, endlich selber gebauten Carport.

Letztes Jahr rausgeholt, die Entzugserscheinungen sind einfach zu groß, der Commo muß wieder laufen.

Aber er ist jetzt noch schlimmer beieinander wie damals.

Dieses Jahr geht es weiter.

Klatsche aber oft die Bleche nur drüber, damals hatte ich mir noch die Mühe gemacht, Rostloch großzüglig ausgeschnitten, neues Blechteil angefertigt und flächenbündig kompett umlaufend eingeschweißt.Verschliffen, verzinnt.

Da es eh kein Zustand 1 wird, höchstens 4, lege ich darauf weniger Wert, Hauptsache er läuft wieder.

Technisch, also Motor war sowieso nie ein Problem. Nach fast 10 Jahren stehen, Batterie rein Sprit rein orgeln und er lief.

Also Lanny, dran bleiben und an den Korrosionsschutz denken, so Mike Sanders Fett und Owatrol Kriechöl. usw.

Die alten Motoren kriegt Du nicht klein. Ich persönlich würde an Motor/Getriebe außer Ölwechsel nichts machen, außer , es gab Funktionsstörungen. Oder du willst Richtung Zustand 2.......



Deine Antwort auf "Opel Rekord Restauration [AKTUELL]"

Blogempfehlung

Mein Blog hat am 30.04.2019 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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Lanny. Lanny.


Nachdem ich mit meinen Führerschein erhalten habe, wurde zeitgleich das Feuer für Autos entfacht. Mit meinem Rekord C möchte ich mich in das Restaurieren von Oldtimer hinanwagen. Jugendliche Naivität? Wer weiß, aber solche Erfahrungen prägen das Leben grins