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02.12.2016 12:20    |    KUESmagazin    |    Kommentare (129)    |   Stichworte: 5er, BMW, E39, KÜS, Küs Check, KÜS Magazin, KÜS Plus

Durchreparieren oder Neuen kaufen?

Quer durch Europa unterwegs - im BMW 540i stets angenehm Quer durch Europa unterwegs im BMW 540i stets angenehm

 

Der Wagen frisst Dich auf! So oder ähnlich warnten wir meinen Freund Bakki, als er sich für einen BMW 540i mit M-Paket entschieden hat. Neun Jahre und 279.000 Kilometer später muss ich zugeben, dass wir unrecht hatten. Die Scheinwerfer mit Angel-Eyes haben nicht zu viel versprochen.

Mit Spritkosten, Wertverlust, Steuern, Versicherung und allen Reparaturen kommt er nämlich gerade mal auf Kosten von 30 Cent pro Kilometer. Alles akribisch belegt. Das ist so wenig wie ein neuer Ford Ka 1.2 Start/Stopp Cool & Sound Edition heute kostet, zumindest laut ADAC Autokosten 2016.

 

Quer durch Europa unterwegs - im BMW 540i stets angenehmQuer durch Europa unterwegs - im BMW 540i stets angenehm

 

Der Hintergrund ist, dass der alte BMW 5er mit den Jahren kaum noch an Wert verliert. Doch der Reihe nach: Die Qualitäten des 5er BMW sind bestechend: Die vierte Generation, die zwischen 1995 und 2003 produziert wurde, schaffte im renommierten J. D. Power-Report (Kundenzufriedenheits-Studie) sogar Platz eins in der Oberklasse. Qualität und Zuverlässigkeit überzeugten. Damit nicht genug. Auch bei den Hauptuntersuchungen belegt der 5er regelmässig einen Spitzenplatz.

 

In diesem Jahr feiert der BMW mit der Modellbezeichnung E39 - der touring mit zweiteiliger Heckklappe hiess E39/2 - seinen 20. Geburtstag. Und er hat nichts von seiner Faszination verloren. Bereits 1996 brillierte der BMW 520i mit einem Rekord verdächtigen Luftwiderstandswert von Cw 0,27. Nur der Opel Calibra mit 0,26 war noch aerodynamischer.

 

408.000 Kilometer - der 5er fühlt sich aber an wie erst 80.000408.000 Kilometer - der 5er fühlt sich aber an wie erst 80.000

 

Schon im Jahr 1997 gab es die Schleuderkontrolle ESP serienmässig im 540i Automatik. BMW nannte sie damals DSC. Dynamische Stabilitäts Kontrolle. Ein wertvoller Sicherheitsfaktor, der auf verschneiten und glatten Strassen die 440 Newtonmeter im Zaum hielt. Gerade der V8-5er ist die nahezu perfekte Reiselimousine für Vielfahrer. Im Handling sind die V8-BMW (535i und 540i) allerdings nicht ganz so agil wie die kleinen 5er, da sie aus Platzgründen statt mit Zahnstangen-Lenkung mit einer nicht ganz so präzisen Kugelumlauflenkung auskommen mussten.

 

Zudem war der E39 das erste Großserienfahrzeug der Welt, dessen Fahrwerk nahezu vollständig aus Aluminium bestand. BMW bezeichnete es als „Leichtbaufahrwerk“. Aus Leichtmetall gefertigt sind die Vorder- und Hinterachsträger, Achslenker, Bremssättel (bei 535i und 540i bestehen die Bremssättel vorne stattdessen aus sphärischem Grauguss), Antriebswellen und natürlich die schicken Leichtmetallräder. Im Vergleich zum Vorgänger konnte BMW so bis zu 65 Kilogramm einsparen. Gelegentliche Poltergeräusche von der Vorderachse könnte man ihm ankreiden. Trotzdem mussten über all die Jahre weder Querlenker noch Achsen überarbeitet werden. Vielleicht lag es auch daran, dass diese Reparaturen beim Kauf mit Kilometerstand 128.000 im Jahr 2007 schon erledigt waren.

 

Innovativ war auch die 5-Gang-Automatik mit Steptronic. Hier konnte der Fahrer zusätzlich in die manuelle Schaltgasse M+/- schalten und die Gänge der Automatik mit antippen sequentiell wechseln. Vor allem die Langzeitqualitäten überzeugen: Denn bis auf eine Getriebeöl-Spülung bei Kilometerstand 319.000 war die Automatik bis heute kein Kostenfaktor.

 

BMW 540i mit M Paket und Angel-Eyes - was will man mehrBMW 540i mit M Paket und Angel-Eyes - was will man mehr

 

Das Sahnestück ist zweifellos der V8 Motor. Damals übrigens mit nur 550 U/min im Leerlauf einer laufruhigsten Achtzylinder der Welt. Die Achtzylinder verfügten bereits über eine variable Steuerung der Einlassnockenwellen (VANOS). Vorteil: D3 Schadstoff-Einstufung und weniger Verbrauch.

Über den gesamten Zeitraum von konsumierte die 286 Pferdchen unter der Haube im Schnitt nur etwa 10,5 Liter Super auf 100 Kilometer. Minimal waren es 7,6 Liter, maximal standen 22 Liter auf dem Pixeldisplay, das gerne seine Pünktchen verliert. Mit Wohnwagenbetrieb lag der Verbrauch bei 14-17 Litern.

 

Hierzu gibt es noch die Besonderheit zu berichten, dass in der damaligen SA (Sonderausstattungsliste) vermerkt war, dass das BMW-M Paket aufgrund der M-Heckschürze nicht mit Anhängerkupplung bestellbar ist. In der Realität befindet sich aber in der M-Heckschürze tatsächlich doch eine Aussparung unter der eine Anhängerkupplung montiert werden kann. Vielleicht wollten es ja nur die BMW Ästheten damals nicht. "Ein M mit Anhänger? Igitt! Wir sagen den Kunden einfach, das geht nicht." Oder so ähnlich.

 

Zu Beginn nervte der Achtender bisweilen mit Kleckern und Schwitzen: Zylinderkopfdichtung, Wasserpumpe, Thermostat und Wasserschläuche wurden im 5000-Kilometertakt teuer bei BMW ausgetauscht bis man dem eigentlichen Fehler bei Kilometer 279.000 endlich auf die Spur kam: Das Überdruckventil im Kühlerdeckel war defekt. Ein 10 Euro-Bauteil. Seit gut 120.000 Kilometern gibt es keine Beschwerden mehr.

 

Ärgerlicher sind die Reparaturen an der Klimaanlage. Im Schnitt alle zwei Jahre fiel sie aus:

Klimakondensator, Klimasteuergerät, Klimakompressor - so ziemlich jedes Bauteil der Kühlanlage zerlegte sich über die Jahre. Mit schöner Regelmässigkeit brannte auch die Motorkontrollleuchte: Mal waren es die Zündkerzen, dann der Luftmassenmesser, mal die Zündspule. Mal einfach gar nichts. Innerhalb von neun Jahren hat sich das Auslesen des Fehlerspeichers fast verdoppelt: Zahlte Bakki im Jahr 2007 noch 34 Euro für das Löschen des Fehlers, waren es im Jahr 2016 schon 65 Euro.

 

Bei sinniger Fahrweise halten Bremsbeläge gut 60.000 Kilometer, die BMW Bremsscheiben etwa 80.000 Kilometer. Vier von Steinschlägen verhagelte Frontscheiben wurden ausgetauscht. Auch hier stiegen die Preise: Von 825 Euro auf 926 Euro. Gut zwanzig Euro extra berechneten die Werkstätten jedes mal extra für das Aktiveren des Regensensors. Bei Kilometerstand 285.000 waren auch die Ziergitter in der BMW Niere zermartert und mussten für 2 x 43,24 Euro ersetzt werden.

 

Viele Kleinteile kamen hinzu wie ein versagender Fensterheber, verschlissene Türgummis, defekte Stoßdämpfer und eine spinnerte Zentralverriegelung. Die teuerste Anschaffung war eine Neulackierung für 1700 Euro.

 

Insgesamt stehen 21.964 Euro an Reparaturen und 40.485 Euro für Benzin auf 279.000 gefahrenen Kilometern innerhalb von neun Jahren auf der Uhr. Die Summe erschreckt. Doch unter dem Strich bleiben davon aber nur knapp 0,30 Cent pro gefahrener Kilometer inklusive Wertverlust. Erst letzte Woche kam ein Kaufgebot über 3.000 Euro von einem Händler an der roten Ampel. Verkaufen will Bakki seinen Achtzylinder aber nicht. Denn er läuft ja so schön.

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02.12.2016 12:34    |    HalbesHaehnchen

@Telsch :D


02.12.2016 12:49    |    plaustri20

@Bayernlover

5er mit V8 für ~30 Cent pro Kilometer.

Geht.


02.12.2016 12:55    |    Dynamix

@Telsch :D


02.12.2016 13:57    |    Bayernlover

Schicker E39, wirklich :) freut mich, dass jemand ein zuverlässiges Exemplar davon erwischt hat.


02.12.2016 14:13    |    meehster

Durchreparieren. Der kann es locker auf die doppelte Laufleistung bringen. Selbst mein Nissan Micra damals hat es auf fast 800.000 gebracht.


02.12.2016 15:59    |    CentaXx

Durchreparieren. Wirklich schöner 540i, genau das richtige Modell... Facelift, Optik außen genau richtig, schöne Ausstattung... Auf den kann man richtig neidisch sein. Warum genau hat der eigentlich nur ein Endrohr, fürs Understatement? :)

 

Die E39 find ich wirklich richtig schön - sind günstig zu kriegen, und meiner Meinung nach zukünftige Klassiker. Gerade als 540i wirklich erhaltenswert. Der 540i stünde als Alltagsfahrzeug wirklich weit oben auf meiner haben-wollen-Liste, wenn nicht sogar ganz oben (mit LPG) :D


02.12.2016 16:15    |    backbone23

Zitat:

Das ist so wenig wie ein neuer Ford Ka 1.2 Start/Stopp Cool & Sound Edition heute kostet, zumindest laut ADAC Autokosten 2016.

Nein, ist es nicht. Die Kosten beziehen sich auf vier Jahre und 15.000 km pro Jahr, von daher ist es ein Vergleich von Äpfel und Birnen.

 

Ansonsten ist der E39 ein wundervolles Auto ... könnte mir auch gefallen, gerade als Facelift.

 

Die 22T€ Reparaturkosten klingen erstmal nach viel, aber irgendwie finde ich liegen sie auch noch in einem normalen Rahmen.


02.12.2016 16:33    |    JürgenS60D5

Der Verbrauch ist sensationell.

 

Ich selber hatte ja einem 530d A tou, und der hat im Schnitt um die 9-9,5 Liter verbraucht.

Nicht, dass ich den Verbrauch anzweifele, unter Spritmonitor findet sich ein weiterer Teilnehmer, der ähnlich viel verbraucht, aber der dort genannte Schnitt liegt bei 13,22, und das scheint mir etwas realitätsnäher zu ein.

 

Zum Glück reden wir hier über die limo, das Fahrverhalten meines Tourings war alles andere als gut.


02.12.2016 20:46    |    PIPD black

22 k€:eek:

Soviel hat mein Kübel nichtmal neu gekostet. Nee DANKE. Sowas braucht kein Mensch.


02.12.2016 20:46    |    Telsch

:D Schön zu lesen dass es aller Kritik zum Trotze noch einer durchzieht ;)

An den Vebrauch komme ich nicht ran, ich bin bei ca. 13 Litern.

Wurden die Gleitschienen mal getauscht?


02.12.2016 21:17    |    Zetapot

2440€ pro Jahr an Reparaturen pro Jahr und das 9 Jahre lang zeugen nicht gerade von guter Zuverlässigkeit.


02.12.2016 21:22    |    emil2267

Zitat:

Für die Reperaturkosten hätte man schon ein neues Auto bekommen.

was auch erstmal 279.000km halten muss ohne reparaturen & mit sicherheit bleibt da individualität auch ziemlich auf der strecke

 

hiervon mal abgesehen,da reichts sogar noch dicke in vollausstattung :D


02.12.2016 22:08    |    meehster

In diesen Reparaturen sind auch sämtliche Wartungen enthalten, wenn ich das richtig verstanden habe.

 

Wegen des Verbrauchs: Auf Landstraßen und Autobahnen ohne das Auto immer auszuquetschen ist das nicht unrealistisch. Mein Bruder und seine Frau haben ihren E36-Sechszylinder auch mit 8,19 Litern im Schnitt gefahren - dabei waren auch kurze Vollgasabschnitte, ein Umzug mit Pferdeanhänger, etwas Stadtverkehr, aber meist eben gemütlich über die Landstraßen.


02.12.2016 22:13    |    CrankshaftRotator

Der 540i hat normalerweise sogar gar kein sichtbares Endrohr, das nennt man Understatement, eine Eigenschaft, die heutzutage mehr und mehr flöten geht, man ist sich sogar nichtmal zu schade, Endrohrblenden ohne Funktion an den Stoßfänger zu kleben - siehe Mercedes oder bald VW Golf.


02.12.2016 22:29    |    Telsch

Meiner hat kein sichtbares Endrohr (VFL), aber ab FL sind die Rohre m.W. sichtbar


02.12.2016 22:55    |    PIPD black

Individualität?

Bei nem 5-er von der Stange?

OK:rolleyes:

 

Mein Caddy ist jetzt 9 Jahre alt. Verbraucht als Diesel um die 7 Liter, mit Wohnwagen auch 10 und mehr.

Gelaufen hat er jetzt 166 tkm. Teure Reparaturen gab's nicht. Fahrzeugpreis und Service zusammen kommen vllt. auf die genannten 22 t€. Dazu kommen noch eine nachgerüstete AHK und Tempomat und 1 Satz Sommerreifen auf Felgen und 2 Sätze Winterreifen. Damit komme ich auf 25 t€......für Anschaffung (Neuwagen) und Wartung. Aktueller Marktwert ca. 6 t€.

Auch mein Passat hatte nach 220 tkm keine teuren Wartungen und Reparaturen. Das teuerste waren die beiden ZR-Wechsel für zusammen ca. 1.200 €. Neben schicken Rädern und mehreren Reifen zzgl. Fahrwerk komme ich mit Anschaffung (Neuwagen) und Wartung dabei auf ca. 30 t€. Verkauft für 3,5 t€. Etwas teurer, dafür souveräner als der Caddy. Aber viel mehr Freizeit als mit nem Gebrauchten an dem immer was zu Schrauben ist.

Sowas bestärkt mich in der Meinung, keine alten Schlurren zu kaufen.

V8-BMW ist nett, wie man sieht aber eben nicht billig.

Wo die Leute das nicht blasen können, enden sie als runtergerockte Kisten mit Riesenwartungsstau.


03.12.2016 07:47    |    Uncle__Sam

Egal.

Mir gefällt der E39 im Vergleich zu den Vorgängern überhaupt nicht, mit dem Modell verliess BMW dann endgültig die vorher elegant-sportliche Designlinie und wandte sich dem adipösen Klotzdesign zu, dass mit dem Bangle E60 seinen Höhepunkt hatte und sich spätestens seit dem durch die gesamte Modellpalette zieht.

 

PS: 1.700,- Euro für eine Neulackierung? Schwarzarbeit?


03.12.2016 10:13    |    JürgenS60D5

Und ich, der sowohl den E34 als auch den E39 (als Touring) hatte bin der Meinung, dass sich diese beiden praktisch -von ein bischen Optik abgesehen- nicht nehmen. letztlich hat mir aber der e39 besser gefallen. Der letzte "smarte BMW" war der E30. Mein Hauptkritikpunkt: eng und schlechte Sitzposition... Selbst vor 30 Jahren, als ich noch rank und schlank war, habe ich beim Lenken nicht selten den linken Arm irgendwo gegen gedonnert...

 

Auch ich finde die Servicekosten hoch, aber, ich denke ein Vergleich mit neuen Autos ist nicht fair... Mein letzter XC60 hat auf 220.000km 7x Service bekommen, (bei rund 450€ waren das 3200€), einmal Steuerriemen, 500, 1x Winterreifen, 1x Sommerreifen, 1x Beläge vorn, 1x Bremsen komplett hinten. Das ist nur ein Bruchteil der obigen Summe... Jetzt wären allerdings die Bremen vorn wieder dran gewesen.


03.12.2016 11:30    |    VolkerIZ

Natürlich ist ein BMW in der Größe in der Wartung nicht billig. Aber wer sich den nicht leisten kann, merkt es meistens im ersten Jahr. Wenn es bis jetzt gut gegangen ist, klappt es auch weiter. Zumal das ja Langstrecken-km sein müssen, ansonsten würde man bei so einem neuen Auto gar nicht auf solche Zahlen kommen. Die tun der Technik normalerweise kaum weh. Weiterfahren! Da steckt schon mehr drin als er wert ist und das lohnt sich nur über Nutzung, beim Verkauf sieht man das Geld nie wieder.


03.12.2016 13:26    |    PIPD black

Das ist richtig. Jetzt kann man auch weitermachen. Das Geld is wech.


03.12.2016 14:44    |    Elch-O-Matic

Zitat:

? 02.12.2016 20:46 | PIPD black

 

22 k€:eek:

 

Soviel hat mein Kübel nichtmal neu gekostet. Nee DANKE. Sowas braucht kein Mensch.

Wenn der Neuwagen von Dir auch 250 fährt, allen erdenklichen Luxus bietet und 408.000 km hält, ohne dass er eine einzige auf den Kaufpreis draufzurechnende Reparatur braucht, dann hast Du ein echtes Schnäppchen gemacht. Solltest Du jedoch wie zu erwarten jede dieser Fragen mit "leider nicht" beantworten müssen, bist Du leider doch nur ein armes Würstchen, das für viel weniger Fahrvergnügen mindestens das gleiche Geld bezahlt ;)


03.12.2016 14:59    |    Dynamix

Oder aber er misst dem Ganzen keine so hohe Bedeutung bei ;) Außerdem ist der Vergleich ansich Äpfel mit Birnen. Wer vergleicht eine übermotorisierte Limousine die schon gut 15 Jahre auf dem Buckel hat mit einem Brot und Butter Familientransporter?!

 

Diese Neu- vs. Gebrauchtwagenvergleiche sind doch für die Tonne. Ich kann mir auch für die Hälfte von dem was so ein alter 5er kostet irgendwo ein Auto besorgen was Kreise um den 5er fährt. Gibt mir aber noch lange nicht das Recht andere als arme Würstchen zu bezeichnen.

 

Es muss am Ende jeder selbst wissen ob er die 22k € lieber in einen neuen Caddy oder in einen Gebrauchten 5er mit V8 investiert bei dem er sicher sein kann das der den selben Betrag in den nächsten 10 Jahren noch einmal investieren darf. Die einen wollen unspektakulär von A nach B, die anderen brauchen das besondere oder die Kraft und die Klientel ist auch meist bereit dafür mehr auf den Tisch zu legen.

 

Wäre doch langweilig wenn jeder die gleichen Anforderungen an ein Auto hätte. Ansonsten würden wir wohl alle schwarze oder silberne Mittelklassekombis fahren. Mehr braucht man als Durchschnittsmensch nicht ;)


03.12.2016 23:15    |    rufus608

"..........Da steckt schon mehr drin als er wert ist ........................................................., beim Verkauf sieht man das Geld nie wieder."

 

Unglaublich ........ ;-)

 

Hat dieser V8 schon das Kühlmittelrohr zw. den Zylinderbänken wo die O-Ringe häufig undicht werden?


03.12.2016 23:20    |    Tl-01a

Der Verbrauch ist schon plausibel, ich fahre den M5 mit 12L im Schnitt.

 

Die Felgen finde ich wiklich schön, mittlerweile fahre ich sie mit Distanzringen auf dem E91 als Winterfelgen.

 

Was hast du denn schon am Fahrwerk gemacht? Meines ist nun bei 250Tkm komplett hinüber.


04.12.2016 11:47    |    PIPD black

Hmm...250 soso....braucht und nutzt man jeden Tag.:rolleyes:

Weniger Fahrvergnügen? Mag sein. Dafür stehen oder standen meine Karren nur selten in der Werkstatt für teure Reparaturen.

Das gleiche Geld? NEIN, deutlich weniger.

 

Soll jeder fahren was er will und entscheiden, was ihn glücklich macht.

Wenn der "krassgeile" BMW nötig ist und man -in meinen Augen- unwirtschaftlichen Reparaturen nicht scheut, bitte sehr. Jedem Tierchen sein Blessierchen......schönen Sonntag.

 

 

Was die Äpfel und Birnen angeht ist das sicherlich richtig. Mir gehen nur die dauernden Schönrechner mit ihren Cent pro km auf den Sack. In der Zeit, wo der tolle BMW in der Werkstatt steht und nen Haufen Kohle verschlingt, kann man sehr gut andere Dinge erledigen. Wenn man mit dem Auto auch nich Geld verdienen muss, sind Standzeiten neben den Rep-Kosten nicht nur ärgerlich auch noch teuer. Dann doch nen billigen und zuverlässigen Neuwagen.....oder bekommt man das mit 250 km/h wieder rein?:confused:

 

Und noch ein letztes: der angebende Verbrauch steht nicht gerade für häufiges Nutzen des HighSpeed.


04.12.2016 11:57    |    Dynamix

Diese cent pro Kilometer Nummer ist auch ziemlich affig. Das suggeriert immer das derjenige der sein teures Auto oft bewegt weniger zahlt als derjenige der ein billiges Auto hat, dieses aber nur seltenst bewegt.

 

Das der mit der teuren Karre am Ende doch deutlich mehr Kohle versenkt hat kommt da nicht durch. Deshalb teile ich deine Ansicht das es Schönrechnerei ist ;)

 

Da sind dann Typen die einen alten BMW fahren und tonnenweise Kohle darin versenken der Meinung es wäre billiger sowas zu fahren als einen Kleinstwagen mit minimalen Unterhaltskosten weil Sie ja in Sachen Cent pro Kilometer unschlagbar wären.

 

Blöd nur das ein Kleinstwagen bei gleicher KM Anzahl trotz Wertverlust am Ende besser dastehen dürfte. Mal davon ab ist der Vergleich ein wenig unfair. Wenn sollte man auch gleiches Alter berücksichtigen und da steht ein aktueller BMW extremst mies da ;)

 

Deshalb betrachte ich am liebsten was mich der Wagen TATSÄCHLICH kostet. Was bringt es mir wenn ich weiß wieviel Cent ich vorraussichtlich pro KM verbrate wenn ich vorher überhaupt nicht abschätzen kann wie viele KM ich pro Jahr tatsächlich fahre? Vielleicht steht ja im kommenden Jahr ein großer Trip mit 4 stelliger KM Zahl an oder ich kaufe mir noch ein 4. Auto und fahre den Daily entsprechend weniger. Bringt mir ja nix den Schwachsinn auszurechnen, am Ende zahle ich ja immer noch die Fixkosten und deshalb interessiert mich auch viel mehr wie diese aussehen, was der Wagen generell so verbraucht und wie reparaturanfällig der Wagen ist. Damit lässt sich zumindest einigermaßen präzise abschätzen was mich der Hobel pro Jahr tatsächlich kostet.


04.12.2016 13:37    |    Bayernlover

Natürlich sind Cent/km sinnvoll. Aber nur, wenn man es hinterher ausrechnet, kann man ja auch dann erst sicher sagen.

 

Die Bedingungen müssen natürlich stimmen, also gleiche Kilometerzahl im Jahr, sonst macht das natürlich überhaupt keinen Sinn.

 

Absolute Zahlen sind genau so nichtssagend, jemand der für 5000 km Porsche im Jahr dann 500 Euro monatlich ausgibt ist trotzdem nicht besser dran als der, der das Zehnfache mit nem Polo zurücklegt und dafür 1.000 Euro monatlich hinlegt.

 

Von daher: Wenn man gleich viele Kilometer fährt, sind die Cent/km die einzig sinnvolle Vergleichsgröße. Mal abgesehen davon, dass jährlich anfallende Kosten nur damit sinnvoll erfasst werden.

 

Klar, meine 22 Cent/km im 325i klingen wenig, in Anbetracht von 3.000 km im Monat ist es aber gar nicht mal so wenig Geld :D

 

Wenn ich mir Autos durchrechne, was die voraussichtlich kosten werden, fahr ich natürlich immer die gleiche Anzahl an Kilometern. Am Ende meiner Tabelle kann ich dann sagen, das Modell kostet so viel und das andere so viel.

 

Beim Mietwagen ja genau so, welchen Sinn macht es da, monatliche Kosten auszurechnen. Bei circa 15.000 km jährlich im Mietwagen sind das bei all inclusive 18 Cent/km (mit Sprit) circa 2.700 Euro. Da sehe ich auf den ersten Blick, dass ich für das Geld kein eigenes Auto betreiben könnte - schon gar keinen neuen 7er ;) (dazu kommt aber mal ein eigener Artikel)

 

Ich finde ganz sinnvoll, die Kosten mal vergleichbar zu machen. Ich glaube, vielen Leuten sind die Autokosten gar nicht so bewusst, da sie ja "eh da" sind. Dabei kann man grad als kinderloser Single in einer Großstadt gut darauf verzichten. Bei den Kosten pro Kilometer ist ein Fahrrad konkurrenzlos günstig :D :D :D


04.12.2016 14:12    |    Dynamix

Zitat:

Natürlich sind Cent/km sinnvoll. Aber nur, wenn man es hinterher ausrechnet, kann man ja auch dann erst sicher sagen.

Nein, sind Sie nicht. Was bringt es mir HINTERHER zu wissen was ich für das Auto löhnen muss? Das ist am Ende nur noch ne Zahl für die Statistik. Wenn ich mir ein Auto kaufe will ich VORHER wissen ob ich mir das überhaupt leisten kann und nicht erst hinterher wenn ich viel zu viel Geld versenkt habe.

 

Zitat:

Die Bedingungen müssen natürlich stimmen, also gleiche Kilometerzahl im Jahr, sonst macht das natürlich überhaupt keinen Sinn.

Ja, aber dann reicht es auch aus die absoluten Zahlen vorher zu sehen um es vergleichbar zu machen ;)

 

Zitat:

Absolute Zahlen sind genau so nichtssagend, jemand der für 5000 km Porsche im Jahr dann 500 Euro monatlich ausgibt ist trotzdem nicht besser dran als der, der das Zehnfache mit nem Polo zurücklegt und dafür 1.000 Euro monatlich hinlegt.

Erst erzählst du was von "gleichen Voraussetzungen" und dann kommst du hier mit einem Äpfel und Birnenvergleich par excellence um die Ecke :D Ich wette um einen Kasten Bier das der Polo bei gleicher jährlicher Fahrleistung deutlich günstiger ist. Wobei selbst bei deinen Vorraussetzungen der Vergleich noch hinkt. Wie viel müsste der Polo Fahrer fahren um tatsächlich auf 1000€ monatlich zu kommen? Und wenn der Porschefahrer auf 500€ pro Monat kommen soll dürfte er den Wagen nicht mal anrühren. Alleine so eine jährliche Inspektion dürfte mal locker einen 4-stelligen Betrag kosten. Dazu dann noch die Versicherung und Steuer. Wenn wir jetzt noch deinen geliebten Wertverlust dazurechnen sind wir beim Porsche mal gaaaaanz schnell überhalb der 500€ pro Monat ;)

 

Zitat:

Von daher: Wenn man gleich viele Kilometer fährt, sind die Cent/km die einzig sinnvolle Vergleichsgröße. Mal abgesehen davon, dass jährlich anfallende Kosten nur damit sinnvoll erfasst werden.

Nö. Das kann ich auch in absoluten Zahlen ausrechnen und dann weiß ich was es mich WIRKLICH kostet. Woher soll ich wissen ob ich 19587 km pro Jahr fahre oder vielleicht doch eher 20864 km? Genau diese Fehlerquelle verfälscht deine cent pro KM Rechnung doch unnötig ;)

 

Da kann ich auch gleich hingehen und pi mal Daumen schätzen was ich im Jahr fahre, das durch 100 teilen mit dem Durchschnittsverbrauch multiplizieren und das dann noch mit dem durchschnittlichen Spritpreis multiplizieren. Als Vergleichsgröße taugt das vollkommen, da brauche ich den Quatsch nicht noch auf die xte Nachkommastelle pro Kilometer auszurechnen.

 

Zitat:

Klar, meine 22 Cent/km im 325i klingen wenig, in Anbetracht von 3.000 km im Monat ist es aber gar nicht mal so wenig Geld :D

Und genau deshalb finde ich das ziemlich nichtssagend. Ich finde es viel aussagekräftiger wenn ich am Ende weiß: Wagen 1. wird mich dieses Jahr höchstwahrscheinlich Betrag X kosten, Wagen 2 Betrag Y und Wagen 3 Betrag Z. Überweist du deiner Versicherung beispielsweise das Geld pro KM oder wie läuft das bei dir? :D

 

Ich für meinen Teil überweise der Versicherung immer Betrag X, so wie die meisten. So weiß ich im Voraus schon was es mich kostet und kann mich entsprechend darauf einstellen und genau darum geht es doch bei solchen Kostenvergleichen. Man will wissen was es kostet BEVOR man es kauft.

 

Wenn alle Unternehmen nach dem Prinzip funktionieren würden wären 90% längst pleite weil man sich blauäugig in irgendwelche Kosten gestürzt hat deren Folgen man erst absehen kann wenn es zu spät ist ;)

 

Zitat:

Wenn ich mir Autos durchrechne, was die voraussichtlich kosten werden, fahr ich natürlich immer die gleiche Anzahl an Kilometern. Am Ende meiner Tabelle kann ich dann sagen, das Modell kostet so viel und das andere so viel.

Und nichts anderes meine ich. Wenn ich weiß das ich im Schnitt immer so bei 20.000km +- pro Jahr liege kann ich anhand dieser Daten schon relativ zuverlässig berechnen was mich das Auto kosten wird. Was juckt es mich was die Karre kostet NACHDEM ich Sie gekauft habe? Ich will VORHER wissen was mich erwartet und damit bin ich bisher sehr gut gefahren ;)

 

Zitat:

Beim Mietwagen ja genau so, welchen Sinn macht es da, monatliche Kosten auszurechnen. Bei circa 15.000 km jährlich im Mietwagen sind das bei all inclusive 18 Cent/km (mit Sprit) circa 2.700 Euro. Da sehe ich auf den ersten Blick, dass ich für das Geld kein eigenes Auto betreiben könnte - schon gar keinen neuen 7er ;) (dazu kommt aber mal ein eigener Artikel)

Also so billig käme ich bei meiner Jahresfahrleistung nicht weg. Da ich auch kein SIXT Aktionär bin würde ich eh mehr zahlen als du ;) Für mich lohnt sich da ein eigenes Auto schon wieder mehr. Außerdem will ich nicht jedes mal 3 Tage im Voraus ein Auto mieten müssen wenn ich eigentlich nur einkaufen will. Da ist Carsharing vielleicht ne Alternative aber auf die Fahrt gerechnet ist das auch ziemlich teuer. Wenn ich da die Kosten pro km vergleiche bin ich mit dem eigenen Auto deutlich besser dran :D

 

Zitat:

Ich finde ganz sinnvoll, die Kosten mal vergleichbar zu machen. Ich glaube, vielen Leuten sind die Autokosten gar nicht so bewusst, da sie ja "eh da" sind. Dabei kann man grad als kinderloser Single in einer Großstadt gut darauf verzichten. Bei den Kosten pro Kilometer ist ein Fahrrad konkurrenzlos günstig :D :D :D

Dagegen ist auch nichts einzuwenden aber gerade dann bringt es nicht wirklich was die Kosten erst im Nachhinein zu vergleichen. Das macht maximal Sinn wenn man die Autos eh schon hat und mal schauen will inwiefern die kalkulierten Kosten von der Realität abweichen. Mal davon ab: Auf die Spritkosten pfeife ich bei solchen Kalkulationen. Ist ganz nett das auszurechnen um zu schauen was es tatsächlich kostet aber ich kann alleine am Durchschnittsverbrauch abschätzen ob ich mir den Verbrauch leisten kann oder nicht. So viel Erfahrung habe ich mittlerweile um das nicht mehr ausrechnen zu müssen :D Hab ja schließlich schon mal nen Spritschlucker im Alltag gehabt und wenn man 30.000km und mehr pro Jahr fährt, noch andere Autos hat und dazu noch ne Bude hat die man unterhalten muss tun auch 10 Liter auf 100km weh ;)


04.12.2016 17:22    |    MV12

Da geht noch was, weiterfahren !


04.12.2016 17:36    |    apfelgruener

Also eure Probleme will ich nicht haben.

 

Wenns ihm Spaß macht einen V8 mit dementsprechenden Kosten durch die Gegend zu fahren, dann lasst ihn doch. :rolleyes:


04.12.2016 17:45    |    Tl-01a

Sicher macht es Spass, V8 im E39 sind einfach geil. Da kann auch ein RS3 oder 130i nicht wirklich mithalten beim Spassfaktor.


04.12.2016 17:49    |    Dynamix

Klar ist V8 geil, ich verwehre mich nur gegen die Aussage das ein V8 günstig in der Haltung ist solange man nur genug KM damit abreißt :rolleyes:

 

Mal davon ab steigen mit den KM auch die Spritkosten. Absolut hast du dann mehr gezahlt aber Hauptsache es stehen am Ende 22 Cent statt 23 Cent in der Excel Tapete :D


04.12.2016 19:20    |    nick_rs

Ist denn keinem aufgefallen, dass der "Tempomat" auf Bild 10 eigentlich die elektrische Lenkradverstellung ist? :D:D:D:D:D @KUESmagazin gerne einmal korrigieren.

 

Die Sichtbarkeit des Endrohrs ist übrigens dem M-Paket geschuldet..


04.12.2016 19:28    |    Tl-01a

Sicher ist das die Lenkradverstellung :D Meiner feht ein Zahn im Zahnrad und die klickt dann immer :D


04.12.2016 21:59    |    KUESmagazin

@Tl-01a Endlich sieht es mal einer. Völlig korrekt: Der Tempomat ist im Multifunktionslenkrad integriert.


04.12.2016 22:01    |    KUESmagazin

Vielen Dank übrigens allen, für die kontroversen und spannenden Diskussionsbeiträge. Allen Motor-Talkern wünschen wir noch einen schönen zweiten Adventssonntag.


05.12.2016 08:06    |    Tl-01a

Gibt es eine Möglichkeit den Tempomat immer aktiv zu haben. Nach jedem Start muss er zuerst neu aktiviert werden bevor er genutzt werden kann.


05.12.2016 08:48    |    VentusGL

Der Tampomat darf nicht immer aktiv sein bei Start. Soweit ich weiß muss ein Tempomat immer in 2 Schritten aktiviert werden (on, dann set sozusagen).

 

Der e39 ist ein zeitloses Fahrzeug, gefällt mir gut.


05.12.2016 09:09    |    Tl-01a

Wieso funktioniert es dann beim E90?


Deine Antwort auf "Dauerblubbern: 408.000 Kilometer mit dem BMW 540i"

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