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31.07.2014 10:52    |    KUESmagazin    |    Kommentare (35)

Kadett für großes Kino: Mit ausgefeilter Aerodynamik und Mäusekino ging der Kadett GSi vor 30 Jahren

auf Kundenjagd. Klares Ziel: den Golf GTI von der Leinwand verbannen. (Fotos: Opel Presse Archiv)

 

Ich kann mich noch genau an meinen Kumpel Atze erinnern. Ich war 1987 Student und fuhr einen vergammelten Fiat 128. Er war Maat auf dem Zerstörer Rommel und fuhr den schnellsten Opel am Ort. Einen Ascona 1.6S mit 90 PS. Blau qualmend kam er jeden Freitag mit 190 km/h Spitze nach Hause geschossen. Ziel der Wochenendtour war jeweils das Stoppschild am King George Pub in Holzminden.

 

Erster Gang rein, Vollgas geben und die 195er SR-Reifen wimmerten schwarze Striche auf den Haltebalken. Der ganz große Vorhang für die Miezen, die vor der Disco mit Cocktail in der Hand auf Unterhaltung warteten. Eines Tages fing der Ascona das Saufen an. So viel Öl wie Sprit. Offenbar waren die Eskapaden nicht spürbar an ihm vorbei gegangen. Von da an drehte sich Alles nur noch um einen adäquaten Nachfolger. Wir durchstöberten die Autohäuser. Und plötzlich stand er da. Einer der ersten GSi. Hellrot. Mit Sportsitzen und Schiebedach. Für Studenten aussichtslos. Für einen Maat mit gesichertem Einkommen ein Traum auf 84 Raten.

 

Cw-Wert nur 0,30 - nur 115 PS reichten für 203 km/hCw-Wert nur 0,30 - nur 115 PS reichten für 203 km/h

 

Drei lange Wochen vergingen, bis das Wählscheibentelefon rasselte (Handys gabs noch nicht): „Hier ist Atze. Ich hab´s gemacht.“ Ich war fast so aufgeregt, wie der neue Autobesitzer selbst, als ich zum ersten Mal in den Hellroten GSi eingestiegen bin. Satter Sound dank Lexmaul-Auspuff, richtig Drehmoment aus 2,0 Litern Hubraum und mirnichtsdirnichts auf 200 km/h. Ganz ehrlich, für mich war es der Traumwagen des Jahrhunderts. Er hielt 280.000 Kilometer und zehn Jahre, bis er irgendwo an einem Weidezaun im Landkreis Höxter zerschellte.

 

Doch was machte den GSi so besonders? Fassen wir doch einfach mal zusammen: Der Kadett GSi verfügt über Gasdruckstoßdämpfer und gegenüber den anderen E-Kadett-Modellen straffere und um ca. 15 mm tiefere Federn. Die Motoren des Kadett GSi haben einen Ölkühler mit Thermostat.

 

Der Kadett GSi war auf Wunsch mit ABS und Servolenkung zu haben. Die Version ohne Servolenkung verfügt über einen Lenkungsdämpfer. An der Vorderachse ist der Opel Kadett GSi mit innenbelüfteten Scheibenbremsen ausgestattet. Die Stoßstangen sind voluminöser gestaltet, an den Seitenschwellern sind Kunststoffverkleidungen angebracht, die Seitenschutzleisten sind schmaler, in die Motorhaube wurden Entlüftungselemente integriert, die Heckleuchten wurden durch eingelassene Kunststoffstreifen abgedunkelt. Ferner befindet sich die Nebelschlussleuchte im hinteren Stoßfänger, wodurch der Kadett GSi zwei Rückfahrscheinwerfer hat, der Heckscheibenwischer wurde aufgrund des Heckspoilers verlegt und durch ein Loch in der Heckscheibe angetrieben. Neben den B-Säulen ist auch die Heckklappe zwischen den Rückleuchten mit schwarzer Folie beklebt.

 

1984 war Opel im Design weit vor Volkswagen1984 war Opel im Design weit vor Volkswagen

 

Die Opel Embleme sind auf der Motorhaube, sowie an der Heckklappe in Form von Folie angebracht. Durch diese Maßnahmen unterscheidet sich die GSi-Variante optisch deutlich von den Grundmodellen. Im Innenraum unterscheidet sich der Kadett GSi ebenfalls unter anderem durch Sportsitze, LCD-Instrumente, Dreispeichen-Lenkrad, Check-Control im oberen Bereich des Armaturenbretts, geänderte Sitzbezüge sowie zwei Leseleuchten und Türverkleidungen von den Grundmodellen.

 

Ebenfalls bemerkenswert: in der 3-türigen Schrägheckversion erreichte der GSi einen Cw-Wert von nur 0,30 was damals Weltrekord in der Kompaktklasse war und von keinem anderen Fahrzeug erreicht wurde (Golf II GTI: 0,37). Dieser Wert ist auch Beweis dafür dass die Windkanalerprobte Verspoilerung der GSi Variante nicht nur optisches Ziel sondern Funktion war und sowohl den Auftrieb deutlich verminderte als auch den Cw-Wert reduzierte (Normalversion Kadett Schrägheck: Cw = 0,32).

 

Das Sondermodell Kadett GSi Champion war auf Wunsch mit Ledersitzen von Recaro und lederspannten Türverkleidungen ausgestattet, die mit englischem Connolly-Leder bezogen sind, und weist einige andere Ausstattungsmerkmale auf. Das Leder war jedoch nur für den 3 Türer erhältlich. Der Kadett GSi Champion als fünf Türer hat die normale Velour-Sportsitz-Ausstattung.

 

Der Kadett GSi 16V kam 1988 auf den Markt und ist das erste Opel-Großserienmodell mit vier Ventilen pro Zylinder. Die Besonderheit des eingesetzten Motors (interne Kennung: C20XE für die Varianten mit geregeltem Katalysator) ist die gemeinsame Entwicklung des sehr aufwendig gestalteten Zylinderkopfs mit Cosworth in England. Der Motor verfügt im Gegensatz zum 2.0l (C20NE) über einen Fächerkrümmer sowie über eine Klopfregelung. Im Vergleich zum 2.0l ist auch das Saugrohr wesentlich aufwendiger gestaltet. Der Kadett GSi 16V ist in zahlreichen Punkten an die Leistung des Motors angepasst.

 

So wurde die Hinterachse mit Scheibenbremsen (Zweikolbenfestsattel) statt Trommelbremsen ausgestattet. Außerdem kommen verstärkte Stabilisatoren zum Einsatz, nebst Zusatzstabilisator an der Hinterachse. Im Bereich der Karosserie weist der Kadett 16V einen durchgehenden mittleren Querträger vorn auf, und die Radhäuser sind im oberen Bereich am Übergang zur A-Säule verstärkt. Auch im Bereich der Lenkung und am Fahrwerk gibt es Modifikationen. Das Fünfgang-Schaltgetriebe (F20) des Kadett 16V wurde ebenfalls der Leistung des Motors angepasst.

 

Die Innenausstattung weicht durch einen anderen Schaltknauf (Leder) sowie das 16V-Emblem auf dem Lenkrad vom GSi 2.0l ab. Äußerlich ist der Kadett GSI 16V vom Kadett GSI durch ein 16V Zeichen an der Frontschürze, sowie der Heckklappe zu unterscheiden. Außerdem verfügt er über einen Endschalldämpfer mit rechteckigen Doppelendrohren. Der Kadett GSi 16V wurde sicherheitshalber mit Scheibenbremsen statt Trommelbremsen an der Hinterachse ausgestattet und wies im Vergleich zu den anderen Kadett-Modellen zum Teil umfangreiche Modifikationen wie verstärkte Stabilisatoren und Bleche, ein geändertes Fahrwerk und eine geänderte Lenkung auf. Mit 110 kW (150 PS) Höchstleistung bei 6000 U/min und 196 Nm Drehmoment bei 4800 U/min gehörte er 1988 zu den stärksten im Lande.

 

Besonders beeindruckend war jedoch die Effizienz des Vierventilers: Der spezifische Kraftstoffverbrauch lag bei nur 232 g/kWh (95 Oktan), was einem Wirkungsgrad von 37 % entspricht und ihm lange Zeit den Weltrekord für Vierzylinder sicherte. In der in vielen anderen Ländern erhältlichen Katlosen Version mit 156 PS und 203 Nm Drehmoment und mit Abstimmung auf Superplus (98 Oktan) erreichte der Kadett GSi 16V sogar Werte von nur 227 g/kwh, was einem Wirkungsgrad von 38% im Bestpunkt entspricht - ein Wert der bis heute von Serien-Ottomotoren mit vier oder mehr Zylindern nicht übertroffen werden konnte.

Die Werksangaben für den Kadett GSi 16V lauteten 8,0 Sekunden für die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h und 217 km/h Höchstgeschwindigkeit. Dabei waren die Prospektangaben eher pessimistisch angegeben.

 

Vermutlich, weil man mit einer hohen Serienstreunung bei der Leistung rechnete. Gute Exemplare rannten nämlich deutlich mehr als das Werk versprach. So hat mein damaliger Test-Kollege Klaus Rosshuber von der Zeitschrift sport auto auf der A5 bei Bruchsal auf Hin- und Rückweg einen Schnitt von 224 km/h ermittelt. Dabei zeigte das Mäusekino 248 km/h an. Absoluter Irrsinn für ein Kompaktauto Ende der 80er Jahre. Heute ist ein Opel Kadett GSi 16V seltener als jeder Ferrari. Im Januar 2013 listete das Kraftfahrt Bundesamt lediglich noch 430 existente Exemplare. Vorhang auf für eine echte Rarität.

 

Cw-Wert nur 0,30 - nur 115 PS reichten für 203 km/h Cw Wert nur 0,30 nur 115 PS reichten für 203 km/h

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31.07.2014 11:22    |    italeri1947

Ich habe den E-Kadett, egal in welcher Form, schon immer gemocht und freue mich heute jedes Mal, wenn ich einen Kadett sehe.


31.07.2014 11:31    |    Rockport1911

Zitat:

In der in vielen anderen Ländern erhältlichen Katlosen Version mit 156 PS und 203 Nm Drehmoment und mit Abstimmung auf Superplus (98 Oktan) erreichte der Kadett GSi 16V sogar Werte von nur 227 g/kwh, was einem Wirkungsgrad von 38% im Bestpunkt entspricht - ein Wert der bis heute von Serien-Ottomotoren mit vier oder mehr Zylindern nicht übertroffen werden konnte.

Heutige Motoren würden diesen Wert locker schaffen, wenn die strengen Umweltauflagen nicht wären.

Niedriger Spritverbrauch heißt nicht gleich Umweltschutz.

 

Originale GSi sind aufgrund der Rostproblematik und 30 jähriger Vergangenheit kaum noch zu bekommen. Ähnlich beim Calibra Turbo.


31.07.2014 12:06    |    Achsmanschette42

Zitat:

1984 war Opel im Design weit vor Volkswagen

Warum denn das?

 

Der Golf wird seit den 70ern weitestgehend unverändert gebaut, gefällt immer noch, also mir nicht unbedingt, aber es gibt genug Käufer.

 

Bezüglich der 38 % Wirkungsgrad... ich glaube da sind wir schon drüber, locker.

Ansonsten mag es schon sein, dass der Motor im Bestpunkt spitze war, heute geht man aber eher in Richtung Teillast. Ist wichtiger...

 

Die Leistung von damals in allen Ehren, ich finde den GSi auch toll, aber Opel hat sich das Publikum und die Käuferschicht doch irgendwie vergrault. Schade eigentlich. :(


31.07.2014 12:36    |    KUESmagazin

Der Wirkungsgrad gilt übrigens heute noch unter den Benzinern als Spitzenwert. Erst kürzlich vermeldete Toyota, dass der Wirkungsgrad für den brandneuen Toyota Yaris Dreizylinder von 35 auf 37% gesteigert werden konnte. Da können wir doch stolz sein auf den 30 Jahre alten Opel Kadett GSi.

 

Hier noch ein paar Links zum spannenden Thema:

http://www.kfz-tech.de/Formelsammlung/Wirkungsgrad.htm

http://www.ots.at/.../...e-motoren-immer-kleiner-und-effizienter-macht


31.07.2014 13:06    |    Opelstar

Schöner, lesenswerter Text über einen auch im Rennsport erfolgreichen Opel-Motor.

Einige Ergänzungen zu diesem ÜBER-Kadett-Motor, der von der Leistung dem (ewigen) Konkurrenten GTI (16V) das Doppelendrohr zeigen konnte:

 

-bearbeitete Einlasskanäle und Brennräume

-Natrium gekühlte Auslassventile

-geschmiedete Kolben

-geschweißter Edelstahl-Fächerkrümmer

-Ölwanne aus Aludruckguss mit vergrößertem Volumen und dynamischer Ölkontrolle

-Schwingsaugrohr mit Register-Drosselklappenstutzen

-Bosch Motronic 2.5 mit sequentieller Einspritzung, selektiver Klopfregelung u. Eigendiagnose

(zitiert nach: start - Das Opel-Magazin. o.Ja., S. 18)

 

und dies alles 1988, dem Erscheinungsjahr des GSI 16V

 

Das GSI Champion Sondermodell (MJ 1990) hatte - auf den Fotos oben zu sehen - auch die BBS-Alus serienmäßig mit dabei.



31.07.2014 14:02    |    meehster

Sehr schön. Ich habe den Kadett E GSI leider nur als 1,8er gefahren, da war eine Vmax von 203 eingetragen.

Irgendwann war ich mal kurz davor, ein GSI-Cabrio zu kaufen, das habe ich dann wegen zu viel Rost dann doch bleiben lassen.


31.07.2014 14:30    |    passatsucher

Da werden automobile Erinnerungen wach!

 

Mein erster GSI wurde von mir im Okt 1986 in der roten, viertürigen Version im Autohaus abgeholt. War ein Vorführer vom August 1986. Die ersten GSI hatten noch 1.8 ltr Hubraum und 115 PS, ohne Kat aber mit Abgasrückführung.

 

Mein zweiter, neu bestellter, war dann ein 2.0 ltr mit geregeltem Kat und ebenso 115 PS. Diesen Motor gab es anfangs auch noch ohne Kat mit 130 PS! Mein schwarzer mit Exip-Felgen und 195er Reifen wurde im Mai 1989 ausgeliefert.

 

Ich war so verliebt in diesen Wagen, einfach ein Traum damals! :)



31.07.2014 14:54    |    Lambo-Fan

Ich kann mich noch erinnern wie ich damals als Azubi den GSi 16V Champion Vorführwagen vom Chef aus einer unserer Filialen abholen sollte. Da hatte ich schon vor dem aufschliessen etwas Bammel, ein Auto mit 150 PS hatte ich bis dahin noch nicht gefahren, so ein sportliches schon gar nicht.

Dann habe ich erstmal all meinen Azubi-Mut zusammengenommen und einen kleinen Umweg über die A1 genommen. Hat das Spaß gemacht, das erste mal über 200 Sachen!

Als ich wieder zurück im Betrieb war, habe ich das Grinsen kaum aus dem Gesicht bekommen, da mußte ich mich schon ganz schön zusammennehmen um glaubhaft rüberzubringen, daß ich ja nur so lange gebraucht habe weil ich mich ja nicht so gut auskenne und dann erst dieser Stau... .

Tolle Erinnerung, auch wenn mir der Kadett-E optisch nie so zugesagt hat, aber dieser Motor war einfach genial.


31.07.2014 15:48    |    der_Derk

Hatte mein Onkel seinerzeit auch mal - ich meine, in der 115 PS-Version. Im Neuzustand beeindruckend, gerade auch mit dem Mäusekino - aber schon nach kurzer Zeit verflog die Faszination in meinen Augen. Sicher, die Fahrleistungen waren nicht schlecht, aber er war auch einfach - prollig. Der Auspuff viel zu laut für die gebotene Leistung (für den Einen "satter Sound dank Lexmaul-Auspuff", für den Anderen nur aufmerksamkeitsheischendes Herumgetröte...), das Fahrwerk nicht sportlich sondern einfach nur so knüppelhart, dazu gesellte sich nach recht überschaubarer Zeit der Rost, sowie eine Innenraumakustik, bei der scheinbar mehr Teile am klappern als überhaupt physisch vorhanden waren.

 

200 km/h zu fahren war jetzt auch nichts Großes mehr, nachdem unser alter Galant GTi das auch nicht bedeutend schlechter konnte, vor allem aber leiser und spurtreuer.

 

Hat bei mir daher keinen allzu positiven Eindruck hinterlassen...


31.07.2014 18:26    |    Harhir

Ich fuhr damals einen Kadett D. U.a. weil die ersten Modelle vom E-Modell nur haesslich aussahen. Vor allem die Basisversion mit diesem absolut scheusslichen Plastik-Grill:

http://upload.wikimedia.org/.../Opel_Kadett_E_2_door_DK.jpg

 

Nach dem Facelift sah das Auto aber auf einmal richtig ansprechend aus. Egal ob Basisversion oder GSI.

Und diese Facelift Version gefaellt mit heute auch noch.

 

Was mir bei Opel immer gefallen hat, dass sie beim Design vom Nachfolger immer etwas mutig waren und nicht versucht haben das alte Design mit zu übernehmen. Jeder Kadett oder Astra sah komplett anders aus. VW ist da mit dem Golf viel konservativer und diese breite und unuebersichtliche C-Saeule am Heck wird krampfhaft bei jedem neuen Golf uebernommen.


31.07.2014 18:48    |    dermarcy

Mache mal kurz den Besserwisser..... Der Ascona 1,6 i hatte nur 75 PS. Das muß ein S gewesen sein. Also ein 16SH. Die Einspritzer E16NZ ( ohne Kat ) und der C16NZ ( mit Kat ) hatten 75 PS. Trotzdem war der GSI damals ne Kampfmaschine. Das Dashboard war neben allem anderen zwar rappelig und gerostet haben die schneller wie gefahren aber der 16V........... Junge Junge das erstemal das ich laut Tacho 240 gefahren bin !!! Gut bergab aber 240 !!!!!

 

Gruß

Marcel


31.07.2014 19:04    |    meehster

Mein Bruder hat eben den Kadett GSI 16V als Traumauto bezeichnet. Recht hat er.


31.07.2014 19:49    |    bronx.1965

Ein sehr schöner, gut recherchierter Artikel. Dafür ein Danke! ;)


31.07.2014 20:59    |    scion

Der Kadett im GSi-Trimm gefiel mir auch immer richtig gut und die 150 PS vom 16V waren eine echte Ansage. Da konnten nur noch der Civic Vtec und der Escort RS 2000 mit.


31.07.2014 20:59    |    Astra-f-anatic

Schöner Bericht, sehr gut.

 

Wie der Zufall es will hab ich mir heute bei der KÜS die Plakette für die nächsten 2 Jahre für meinen 25 Jahre alten Kadett E GSI 16V ohne Mängel abgeholt.:D


31.07.2014 21:05    |    100avantquattro

Ich habe den E-Kadett, egal in welcher Form, noch nie gemocht und freue mich heute jedes Mal, wenn ich einen Kadett sehe.


31.07.2014 21:31    |    Gorgeous188

Ich überprüfe mal schnell meinen Fuhrpark... ui da steht ein Kadett E Cabrio :D


31.07.2014 21:56    |    Schattenparker42885

Sieben hatte ich, glaube ich, vom 1.6D über den 1.4i bis zum 1.8i – allesamt Caravan in GL oder Club Ausstattung.

Klasse Autos, den 1.6 D konnte man zwar nur digital fahren, wenn man von Fleck kommen wollte, die Benziner liefen da wesentlich besser.

Sensationell war der Platz in dem Auto…

 

Witzig finde ich übrigens, dass die Motoren ab 16SH (1,6 Liter) als Bigblock bezeichnet wurden…

Ich fahre jetzt etwas mit 6,4 Liter Hubraum… ;)


31.07.2014 22:20    |    Multimeter4695

Mein Nachbar hatte einen der letzen 16V ewigkeiten gefahren und auch regelmäßig warten lassen. Aber letztes Jahr wars dann soweit. Schweißen war ihm zu teuer und er kehrte ihn einfach von der Strasse.

Das Ding ging aber immer noch wie Hölle, bis zum Schluß. Schad. Ein paar 1.6er gibts noch im Ort. Meist Rentnerkarren mit wenig Km.


31.07.2014 23:14    |    KUESmagazin

@dermarcy: natürlich war es ein Opel Ascona 1.6S. Danke für den Hinweis.


31.07.2014 23:47    |    Ja-Ho

Oh ja der GSI 16V.

Doofes Auto!!! (weil neidisch auf den Sahne Motor :D)

Wir (Kumpels) hatten damals den GTi 16V, den GSI 16V und ich den RS 2000 16V.

Der GSI war immer der mit dem besseren Motor.:mad:

Lichtpunkt war, das der GTi 16V eigentlich nie mit den Opel oder Ford 16V mithalten konnte.

Verbrauch oder Komfort spielte bei uns damals keine Rolle.;)


01.08.2014 09:31    |    Antriebswelle24237

Am ende des Tages muss man aber leider feststellen das er den GTI nie wirklich verdrängen konnte.


01.08.2014 11:03    |    enrgy

tja, schade, daß der rost den e-kadetten so den garaus macht. vor wachs triefende 2er und 3er gölfe sieht man ja leider noch zuhauf.

 

für mich war der kadett ab dem d-modell auf jeden fall innen wie außen das optisch modernere auto. da hat vw ja lange gebraucht, um auf einen zeitgemäßen designstand zu kommen (erst ab golf 4).

ich erinnere mich noch amüsiert an dieses ekelhafte armaturenbrett incl. instrumente im golf. lieblos dahingeklatscht, hartplastik bester güte *würg* alles mehr oder weniger 70er style.

der e kadett hatte da schon ein abgewinkeltes cockpit a la bmw mit runtergezogener mittelkonsole und das auch ohne bakelit-anmutung. vernünftige kontrollleuchten, nicht so irgendwo eingesetzte leuchtdioden.

aber leider war (ist) optik nicht alles, und vw hat wohl auch dank des immer wiederkehrenden designs seine lebenslang treuen käuferschichten.

heute kann man bedenkenlos beide autos (astra+golf) kaufen und wird mit mehr oder weniger den selben macken "bedient".


01.08.2014 12:56    |    Weihersfeld

Ach ja das waren noch Zeiten

 

Wenn ich daran denke wie Ich das Fahren lernte auf meinem Ascona 1.6S und das Schrauben weil ich immer denn Motor gehimmelt habe :-)

 

Aber dann kam mein E-Kadett 1.4 Stufenheck, tja der TÜV hat uns geschieden :-(

Aber schön wars

 

Ein Freund hatte auch einen GSI mit 150PS, war selber ganz neidisch auf das Teil :-))


01.08.2014 13:57    |    passatsucher

Zitat:

ich erinnere mich noch amüsiert an dieses ekelhafte armaturenbrett incl. instrumente im golf. lieblos dahingeklatscht, hartplastik bester güte *würg* alles mehr oder weniger 70er style.

 

der e kadett hatte da schon ein abgewinkeltes cockpit a la bmw mit runtergezogener mittelkonsole und das auch ohne bakelit-anmutung. vernünftige kontrollleuchten, nicht so irgendwo eingesetzte leuchtdioden.

Das war mir auch immer ein Dorn im Auge und hat mich damals zu der Aussage verleitet niemals einen VW zu fahren :D

Mittlerweile habe ich diese "Überzeugung" nochmal überdacht und fahre nun schon den dritten VW Passat. Zwei Polos liefen auch schon in unserem Haushalt jedoch schon seit Jahren kein Opel mehr :confused:

 

Wobei der neue Astra GTC schon ein schönes Bild abgibt ;)


01.08.2014 15:58    |    Fiffi

Der GSi war der einzige, der mit den geraden Radläufen hinten nicht völlig daneben ausgeschaut hat. Aber das ganze Geweihräuchere kann man sich sparen... der E-Kadett war eine Rostschleuder und diese Eigenschaft hat er Dank Lopez brav an den Astra F weitergegeben.

Ich hatte einen nagelneuen Astra GSi 16V und das Teil wäre zwar heute wieder cool... ich will aber garnicht wissen ob da noch viel Originalblech übrig wäre.

 

Kadett D GT/E, die GSi, alles cool... aber in den 90ern hat es sich Opel doch selbst versaut und hat sicherlich in 10 Jahren immer noch dran zu kauen!

 

Ciao

Roland


01.08.2014 17:41    |    blur777

Hatte einen mit 115 Ps.Habe auch die LeMans Rückleuchten drauf gehabt!(Vorm TÜV immer schön abmontiert:D:p)Mein erstes Auto.220 Spitze.Aber der Rost und die Versicherung...Und da war es aus...


01.08.2014 17:56    |    Duftbaumdeuter37

Ein Kumpel hatte damals den GSI 16V. Erinnere mich noch an den digitalen Tacho und die extrem leichtgängige Servolenkung, die mir damals fast schon zu nervös war....:rolleyes:

Aber das Ding ging wie die Hölle und der Motor war ein steter Quell der Freude.

 

Leider gibt es Kumpel und GSI schon lange nicht mehr - ein Bulli geriet in den Gegenverkehr und das war dann "das Ende" :(


01.08.2014 17:56    |    Bermudagrün

Ja schöner Bericht. Ich kaufte mir 1990 einen Admiralblauen GSI Champion mit schwarzen Ledersitzen. Mein erstes neues Auto. Der 115 PS GSI war schon kräftig genug. Die meisten Autos hatten damals zwischen 60 und 90 PS. Ein Kumpel hatte sich damals den GTI gekauft. Als er meinen fuhr musste er neidlos anerkennen, dass der GSI einfach besser war. Nach nicht mal einem halben Jahr hatten auch andere Interesse am GSI gefunden. In Straßburg wollte ihn Nachts jemand klauen und versuchte die Lenkradsperre zu knacken. Dabei riss das Lenkrad ab und der Täter musste unverrichteter Dinge nach einem anderen Auto Ausschau halten. In viereinhalb Jahren hatte ich eine Menge Spaß mit dem GSI. Das war einfach ein schönes, schnelles und unkompliziertes Stück Auto. Bis er am Anfang richtig lief benötigte er 3 oder 4 neue Benzinpumpenrelais. Nach Regenfällen wollte er einfach nicht mehr starten. Aber ab da an lief er einwandfrei. Ich war damals einer der allerersten die nach der Freigabe in Deutschland eine dritte Bremsleuchte nachmontierte. Der Heckspoiler des GSI bot sich bestens dafür an. Unten dran geschraubt sah das schon schöne Heck noch ne Spur kräftiger aus.


02.08.2014 19:28    |    monster2212

Ich hatte einen admiralblauen Opel Kadett GSI 16V Champion Edition, Bj. 1991. Gekauft habe ihm 1995 in einem sehr gutem Zustand, ich wohnte damals noch in Kroatien und das war der einzige in Kroatien von seiner Art.

Nach wenigen Monaten war er getunt ( andere Nockenwellen, niedrige Zylinder Kopf, die Ventile unter anderem Winkel geschliffen , Bosch grey Injectors , programmierte EPROM ( chip tuning ) , Remus offener Auspuff, Kat. war abmontiert und noch ein paar Kleinigkeiten wurden gemacht.

Ergebnis war : 215 PS.

Mit dem Auto hatte ich viel viel viel viel Spaß :) .

War eigentlich kein BMW oder Porsche, aber ich konnte bei Straßenrennen mit von den Marken mithalten z.B. Lancia Delta Integrale oder Ford Coswort, BMW 325.

Eine Tolles Auto. Viel Spaß für wenig Geld, eine Legende, nach 5 Jahren in meinem Besitz habe ich ihm verkauft :(


Bilder

02.08.2014 19:54    |    Bermudagrün

Ja das hättest du mal in Deutschland machen sollen - Thema TÜV :D


03.08.2014 16:50    |    börna

Der Kadett GSi ist für mich heute noch ein Traumauto.


07.10.2014 20:48    |    Faltenbalg43404

Ich fahre seit 1984 Kadett E. Damals ein 1,3 GLS mit ungeregeltem Kat. Hätte gerne den GSI gehabt. Aber man sagte: Der verträgt kein bleifrei. Ich wollte aber unbedingt bleifrei fahren. Hatte davor Renault 16 TX, ein Super- Auto- aber Rost ohne Ende. Meinen 1,3er Kadett habe ich 22 Jahre rostfrei gefahren bis 240000 km ohne nennenswerte Probleme.

Habe mir dann vor 17 Jahren den ersten GSI Cabrio gekauft, ohne Kat. Der hat heute noch Originallack und kaum Rost. Dann kam ein zweites GSI- Cabrio dazu mit Original erst 65000 km. Nur im Sommer gefahren. Absolut ohne Rost und Originallack,- ein Traum von Auto.

Hatte dann einen GSI 16V. Ein Spitzenauto, aber im heutigen Verkehr kaum zu fahren. Zuviel PS und innen viel zu laut....

Dann habe ich einen 1988er 3-Türer restauriert. Fast alle Bleichteile der Karrosserie erneuert in Fachwerkstatt. Ausführliche Fotodokumentation vorhanden. Komplett zerlegt und neu aufgebaut. Innen und außen in originalem "schwarz- metallik" lackiert. Fast die komplett Technik erneuert. Motor Original 165000 km. Ein Jahr Arbeit, über 20000 Euro Kosten. Dafür habe ich jetzt ein alltagstaugliches Auto mit grüner Umweltplakette. Wertgutachrten von 20000 Euro, und Haftpflicht im Jahr von nur um die 120 €. Und Rost wird der nie mehr bekommen. Dafür gibt es preiswerte Möglichkeiten. Bin seit einigen Jahren "Rentner" und habe schon vieles gefahren von Bj. 1934 bis 2009. Aber den Fahrspass vom GSI hat keines der Autos erreicht. Er ist aussergewöhnlich handlich, übersichtlich, kompakt, geringer Spritverbrauch, super Sitze, tolles "Mäuse- Kino", gute Verarbeitung. War Auto des Jahres.

Was braucht man mehr....


20.12.2015 12:08    |    Spannungsprüfer25180

Den GSI 16V Champion gab es als 5Türer auch mit Lederausstattung (Sitze) nur war der nochmalige Aufpreis so hoch gegenüber 3Türer Champion das sich diese Fariante kaum einer gegönnt hat.

Dann wäre noch zu erwähnen das es den GSI auch mit analogen Instrumente gab. Tacho bis 250km und Drehzahlmesser bis 8000 U/min. Drehzahlmesser waren seinerzeit bei Opel bis 7000U/min, erst der Calibra Turbo hatte die 8 (für 8000 U/min) wieder im Drehzahlmesser.

Ein solches analog Instrument hab ich im Copit meines 16V Champion. Mir wurden schon merkwürdig Deals dafür vorgeschlagen.

(1000€ und du kriegst meins, und ich Bau es auch um) z.B. ;-)


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