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kjw1980

Auto News Check - Bei mir geht es rund um Technik, Design und automobile Mythen. Daneben werdet Ihr über den Werdegang meines neuen Logan MCV namens "Pavel" auf dem Laufenden gehalten. Herzlich Willkommen in meinem Blog und viel Spass beim Lesen.

13.06.2013 21:37    |    kjw1980    |    Kommentare (30)    |   Stichworte: Espace, I ( J 11 ), Outside Auto, Renault

Renault EspaceRenault Espace

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!

Was auf uns alle zutrifft, davor ist auch ein Automobilhersteller nicht gefeit.

 

Als Nachfolger des Rancho gedacht, entwickelte Matra 1978 bis 1982 die erste Großraumlimousine Europas. Auf Wunsch von PSA mit zwei Radständen und auch als Dreitürer. Dann geschah das Unerwartete, wegen Liquiditätsproblemen wurde der Entwurf des Wagens von Talbot-Matra abgelehnt.

Doch Matra-Chef Philippe Guédon war so klug gewesen, nach dem „Doppelt oder nichts“-Prinzip zu handeln. Parallel zu den Entwürfen für PSA, mit quereingebauten Motor, hatte er auch einen Prototyp mit dem Vorderwagen des Renault 18 und längseingebautem Motor entwickeln lassen. Diesen bot er nach dem existenzbedrohlichen Rückzug von PSA aus dem Projekt dem Erzrivalen Renault an.

In Billancourt erkannte Renault-Chef Bernard Hanon, ein ausgewiesener Amerika-Kenner, das Potential. Als er den Entwurf gesehen hatte, soll er gesagt haben: „C’est la voiture à laquelle on aboutira naturellement lorsque l’on aura dépassé toutes les vanités automobiles.“ - Das ist das Auto, dass wir selbstverständlich fahren, wenn wir alle Eitelkeiten des Automobils überschritten haben.

Renault entwickelte mit Matra den Prototyp P23 zur Serienreife.

 

So wurde das Jahr 1984 zur Geburtstunde des europäischen Vans als im März diesen Jahres der Renault Espace als erster Vertreter dieser Fahrzeugklasse auf den Markt kam.

Anfangs gab es drei Motoren (einen 2,0 Liter-Benziner, einen 2,2 Liter-Benziner und einen 2,1 Turbodiesel), der 2,0 wurde als GTS und TSE angeboten, den 2,2 Liter gab es als GTX und TXE und der Diesel war als Turbo-D und Turbo-DX verfügbar.

Die Innenräume waren je nach Ausstattungslinie beige oder grau gehalten.

Dazu gab es zwei Normal- und vier Metallicfarben und auf Wunsch bis zu sieben Sitze, wovon fünf ausbaubar waren, so dass sich der Stauraum auf bis zu 3 m³ erweitern ließ.

Besonders war jedoch vor allem die Karosserie. Auf einem feuerverzinkten Stahlrahmen wurden Karosserieelemente aus mehrschichtigem Polyester aufgeklebt.

Dabei gab die Verzinkung dem Stahlrahmen nicht nur einen hervorragenden Korrosionsschutz, das flüssige Zink dringt durch die Kapillarwirkung in alle Spalten und Ritzen ein und verlötet dadurch praktisch alle Einzelkomponenten der Konstruktion zusätzlich zum üblichen Punktschweißen. Das Ergebnis war eine besonders hohe Torsionssteifigkeit.

 

Anfang 1988 wurde im Rahmen der Modellüberarbeitung die Frontpartie geglättet und das Heck verlängert. Nun wurde auch eine Allradversion angeboten, deren Kardanwelle aus Gewichtsgründen aus Verbundstoff (Kohlenstofffasern mit Epoxidharz) gefertigt war.

Im Jahr 1991 folgte mit dem Espace II der Nachfolger des 191.694 mal gefertigten Van-Pioniers.

 

Mein Foto zeigt einen Espace der ersten Serie im Jahr 2006 in Frankfurt am Main.

Leider kam ich erst mit dem Espace II in häufigeren Kontakt, so dass ich dem Van-Pionier ein Denkmal fast ohne persönliche Erfahrungen schenken muss.

Die ein oder andere Probefahrt, die ein oder andere Begegnung im Straßenverkehr. Eine Besichtigung eines Espace I mit meinem Bruder, der 2003 die Anschaffung eines solchen Wagens plante, bis ich darunter und dabei im Öl des Espace gelegen hatte. Sonst ist da nichts.

Seine Ahnen sind dagegen eine Klasse für sich. Kein Fahrzeug fährt sich besser als der aktuelle Espace - Raum, Gelassenheit, Weite, Licht. Die Zutaten dazu lieferte schon der Urahn.


13.06.2013 22:15    |    Fordlover1975

Aha, mit Alufelgen. Wenn von mir gesichtet ohne oder mit total verranzten Radzierblenden......


13.06.2013 23:15    |    Turboschlumpf6

Der Espace ist richtig kultig, finde ich.

 

Es muss ca 1995 gewesen sein, als ich das erste Mal in einem 1985er Espace mitgefahren bin. Das Innenraumkonzept ist genial. Solche Autos waren damals noch etwas Besonderes.

 

Hier noch einige offizielle Fotos:

http://www.netcarshow.com/renault/1984-espace/


14.06.2013 02:24    |    Christian8P

Einen Espace der allerersten Serie habe ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen! Die Mutter der europäischen Vans macht sich extrem rar im Straßenbild. Das überhaupt noch ein Exemplar überlebt hat. - Grandios!


14.06.2013 03:30    |    BirgerS

Viele, viele alte Autos sind damals der Abwrackprämie zum Opfer gefallen :( Daher sieht man solche Autos fast gar nicht mehr.


14.06.2013 07:04    |    kjw1980

Da hast Du leider Recht. Erst die Abgasnormverschärfungen Anfang der neunziger Jahre, dann die Abwrackprämie, schließlich die "Umweltzonen".

Uns geht eine ganze Generation von Oldtimern durch die Finger und die aktuellen Autos werden nach 30 Jahren wohl nur noch bedingt als Oldtimer taugen.

Was soll man als privater Schrauber ohne die ganze Diagnosetechnik einer Werkstatt denn auch an ihnen noch ausrichten können? Nichts.

Dazu die ganze vernetzte Infotainment-Technik und Komfort-Tüddeleien bis zum Umfallen und irgendwann gibt es die Netze nicht mehr und der Komfort-Kram ist kaputt.

Das sind dann tolle Oldies an denen die Bildschirme dunkel und die Massagesitze still bleiben. Naja, wir haben es ja nicht anders gewollt.


14.06.2013 10:15    |    Käfer1500

Der Espace I war wirklich ein automobiler Meilenstein!

Der IVer dagegen wurde dagegen technisch kaum weiterentwickelt und es wurde nur durch zweifelhafte optische Liftings versucht, ein alterndes Konzept am Leben zu erhalten, was sich auch zu recht in errodierenden Verkaufszahlen zeigte.

Der VW Sharan bekam ja nun endlich sein ebenfalls lange überfälliges echt neues Modell, beim Espace warten da viele drauf ...


14.06.2013 10:55    |    Dortmunder 65

Sehr schön, so einen in braun seh ich öfters vor einem Real Markt. Leider in einem schlechten Zustand.


14.06.2013 11:02    |    mondeofan2008

stimmt!

espace ist ein tolles auto, besonders die 1,2 und 3. baureihe!!!die 4. war/ist leider sehr anfällig, was die motoren angeht, zumindest die diesel...


14.06.2013 11:20    |    roy Lueftner

Mein Kindheitsauto!!

Wir hatten von 1990-2004 einen Espace I Phase II in Weiß (also auch Dach und die Stoßleisten unten in Weiß).

Platz ohne Ende, leider auch Probleme ohne Ende, es war ein Montagsauto. Der Motor war kräftig, aber irgendwas war leider immer zum Nachbessern.

Die Infrarotfernbedienung, die mehrmals nachgelötet wurde.

Die typischen metallenen Radizierkappen, die irgendwann nicht mehr hielten (bis wir eine verloren hatten und ebenfalls ranzige, normale raufgaben :( ).

Der Tankdeckel, der nach 10 Jahren als erstes Bauteil rostete.

Die Ölstandskontrolle, die nicht lange arbeitete.

Jeden Monat 1l Öl nachfüllen.

Am Parkplatz auch immer brav sein Revier markiert, der kleine Ölfleck unter dem Motor war beim Espace wohl obligatorisch.

Die Nebelscheinwerfer, die so leicht zu verlieren waren (es gab und gibt kaum Espace, die diese recht lange behielten. Wir hatten unsere bis zum Schluss, jedoch auch einmal fast verloren).

Der Heckscheibenwischer, der irgendwann nicht mehr die ganze Scheibe wischte, sondern schon nach 3/4 seines eigentlichen Weges wieder zurückfuhr (sah ich auch bei vielen Espace).

Die Waschdüse hinten, die mindestens 10 mal von Mardern komplett abgebissen wurde.

Die bis 40km/h zittrige Tachonadel.

Der große, ebenfalls zitternde Schalthebel.

Die ewig lange Antenne :) (die in Parkgaragen manchmal an der Decke streifte).

Der Auspuff, der spätestens alle 3 Jahre durchgerostet war.

Die Hinterachse, die (zumindest bei unserem) bei gröberen Bodenwellen gegen das Auspuffrohr schlug.

Die vorderen Sitze, die sich umdrehen ließen und die umklappbaren Sitze mit Tischen auf der Rückseite (Picknickstellung!)

Die riesigen Fensterflächen!

 

Hach ja. Erinnerungen. Ich hab schon lange keinen solchen mehr gesehen. Espace II sieht man ab und zu noch... aber Espace I sind so gut wie weg :(

Leider haben wir ihn weggegeben, bevor ich den Führerschein hatte. Würde zu gerne wissen, wie sich so ein Ding fährt.


14.06.2013 11:29    |    mondeofan2008

das hätt ich auch gerne gewusst...


14.06.2013 12:25    |    kjw1980

Er fuhr sich toll.

Das vom Renault 18 abgeleitete Fahrwerk war komfortabel, das Raumgefühl war gigantisch und die Übersichtlichkeit einfach großartig.

Mercedes und BMW setzten leider auf Blender-SUVs, obwohl Vans geräumiger sind und handlicher fahren und dazu auch die bessere Aerodynamik haben.


14.06.2013 13:09    |    Käfer1500

Früher wurde eben schon bei Erwartung es 2. Kindes gefragt, wann der "Van" gekauft wird.

Heute fordern die Leute schon beim ersten Kind einen "SUV" (Vans sind mega-out).

Ich bin da resistent dagegen und fahre selbst mit 2 Kids noch einen Kombi, oldschool ...


14.06.2013 13:23    |    Christian8P

Die unsägliche "SUV-Welle" hat den (großen) Vans ordentlich das Wasser abgegraben.


14.06.2013 14:43    |    rbknight

Ja als der kleine Rbknight auf die Welt gesetzt wurde hatten meine Eltern gerade einen solchen Renault Espace, in diesem Grau, damals als Neuwagen gekauft, jedoch viel wusste ich nichtmehr davon da ich mit wichtigeren dingen zu tun hatte als das ich mich mit dem Auto befasst habe, aber mein Vater war damals begeistert von der Leistung jedoch kamen mit der Zeit viele Probleme .

Aber ich selber möchte unbedingt mal mit so einem mindestens 1 mal fahren :)


14.06.2013 16:05    |    MrXY

Vans sind in Nordamerika nach wie vor sehr beliebt (Chrysler Town & Country [auch als VW Routan erhältlich], Dodge Caravan, Toyota Sienna, Honda Odyssey usw.). In Europa war der Espace erfolgreich, aber m.E. ist auch der aus der Mode gekommen. Den VW Sharan finde ich nicht wirklich vergleichbar, da er zwar Platz, aber kein "Raumgefühl" bieten kann.

 

Was nach wie vor läuft sind Minivans, bei denen Renault mit dem Megane Scenic ebenfalls Pionieer war. Dann kam Opel mit dem Zafira - beide konnten ihre Stellung leider langfristig nicht halten, was m.E. nicht ganz unverschuldet ist.

 

@kjw1980: ich würde dir in allen Punkten widersprechen. Abgasnormen sind nur für Diesel ein Problem und das auch nur bei Youngtimern - Oldtimer brauchen keine Umweltplakette. Das Jammern über die Elektronik gibt es vermutlich seit der Erfindung elektrischer Scheinwerfer. In der Praxis ist es bis heute so, dass selbige relativ wenig Probleme macht. Was war das bei Einführung der Einspritzer vor über 30 Jahren für ein Geschrei "komplexe Elektronik, kann keiner mehr reparieren, kann man in 5 Jahren auf den Schrott werfen" - und heute? Richtig, die Autos laufen auch mit H-Kennzeichen noch und die Einspritzung macht dabei wohl die wenigsten Probleme.

Ebenso ist es totaler Quatsch, dass man an modernen Fahrzeugen nichts selbst machen kann. Man muss eben noch ein Diagnosesystem anschaffen, aber mit der Argumentation kann man auch sagen dass man an Autos generell nichts machen kann - denn ohne zumindest einen Steckschlüsselsatz und ein paar Schraubenzieher zu haben geht da tatsächlich wenig.

 

vg, Johannes


14.06.2013 16:11    |    italeri1947

Klemens, vielen Dank für diesen wie gewohnt hochwertigen Bericht zu einem Renault, an den ich sehr angenehme Erinnerungen habe. Nach anfänglicher Skepsis der Kundschaft und Zögern haben wir den Espace auch gut verkauft. Die Kundenkreise kamen aus allen Schichten; einen hatten wir sogar als Taxi verkauft - ich erinnere mich gut!

 

Der Espace I hatte übrigens kaum wesentliche Qualitätsprobleme - die dafür sämtliche deutschen Hersteller bei ihren Van-Konstruktionen gehabt haben. Die Mängel des Espace kamen nur dann zustande, wenn gewisse Leute die Wartungsdiagnosen ignorierten und einfach nur fuhren. Das war beim Espace leider - wie bei vielen Renaults - ein Problem.

 

Das ist ein sehr schöner Artikel. Dein Blog ist eine erstklassige Adresse für alle Freunde von Renault.


14.06.2013 16:34    |    chris_h** B3

Der Renault Espace und der Chrysler Voyager waren die ersten in Europa angebotenen Vans.

Aber habt ihr gewusst das SEAT mit der Karosseriebaufirma Emelba 1985 auch einen Van in Entwicklung hatten, der aber wegen der Übernahme durch VW nie in Serie gebaut wurde.

Der Volkswagen Vorstand brachte das Projekt zum kippen, und Emelba ging dadurch Insolvent.

 

http://sportspain.blogspot.de/.../...-el-fin-de-emelba-espera-que.html


Bild

14.06.2013 16:43    |    italeri1947

Der "Emelba Siete". Oh, ja, den und seine tragische Geschichte kenne ich! In meinem Blog widmete ich der Firma und dem Emelba Siete hier einen Artikel. Wen es interessiert, der darf gern weiterlesen!


14.06.2013 19:57    |    250d348

richtig cooler bericht zum ur-espace :) das letzte mal hab ich einen erstespace noch vor dem millenium in gold gesehen. gefahren von einem älteren herrn mit "renault bednara lünen-brambauer"-kennzeichenunterlagen. herrlich!!


17.06.2013 18:59    |    andythecandy

Espace, allererste Serie (mit den "negativen", sprich nach vorne gelehnten Scheinwerfern, die ja noch aus dem ersten Traffic stammten... *schwärm*

 

Das war ein wirklich herausragendes Auto, und im ersten Jahr gab es ausser Vorführwagen praktisch keine auf der Straße. Die Leute mussten sich erst davon überzeugen, dass das ken VW Bus ist.

 

Der Esapce hatte meines Wissens einen nutzbaren Laderaum von bis zu 3 m³, ein Wert, der erst wieder viel später (mit bei weitem größeren Fahrzeugen) erreicht wurde.

 

Schade, dass sie von Aussterben bedroht sind. Rostvorsorge wär ja gut...


17.06.2013 20:11    |    Christian8P

Der Espace hat doch eine Kunststoffkarosserie...


18.06.2013 14:22    |    HHH1961

Ich bin mal einige Jahre einen aus der Serie II gefahren, siehe hier http://www.motor-talk.de/fahrzeuge/354183/renault-espace-ii-j-63

Am Anfang fand ich den richtig gut, gab zu der Zeit ja auch nicht so viele ernsthafte Alternativen für eine sechsköpfige Familie. Selbst die Idee der Kunststoffkarosserie fand ich anfänglich gut. Weil Plastik => wenig Gewicht => wenig Spritverbrauch. Hat aber auch so seine Nachteile. So ein grosses Auto steht ja nun doch stark im Wind. Und wenn der heftig weht, wünscht man sich manchmal schon mehr Gewicht, das einen auf der Strasse hält. Und spätestens als ich beim Parken mit einem etwas grösseren Findling kollidierte und mir die Schürze ratz fatz von links nach rechts wegsplitterte, dachte ich: bei Blech wäre es jetzt einfach eine Beule gewesen. So musste ich die Schürze komplett für viel Geld tauschen lassen. Später dann hatte ich technische Aussetzer, denen ich partout nicht auf den Grund kommen konnte. Mein Gesamteindruck am Ende war: Schönes Auto. Aber vermutlich sollte man sich bei zunehmendem Alter beizeiten trennen. Bis zum heutigen Tage betrachte ich so jeden Renault.


27.06.2013 06:53    |    Gybrush_lucas

Hallo,

 

der Lebensgefährte meiner Mutter hat noch so einen Espace J11.

Der geht wie hölle und sieht von außen super aus. Nur den Fahrersitz hat mal jemand gegen einen König getauscht. Der Rest ist original und vorhanden.

Ich weiß den Kilometerstand nicht. Über 100 000 und unter 200000.

Es wurden in den letzten Jahren einige Reparaturen fällig, die von einer Fachwerkstatt durchgeführt wurden.

Jetzt überlegt er tatsächlich ihn zu verkaufen.

Ein Händler hat ihm frecher Weise 700 Euro geboten.

Ich denker dieser will ihn übers Ohr schlagen. Was denkt ihr?

 

Die beiliegenden Bilder sind vom gleichen aber nicht von unserem Espace.


Bilder

27.06.2013 08:09    |    kjw1980

Hallo Gybrush_lucas,

 

die gebotenen 700,00 Euro sind im "normalen" Gebrauchtwagenmarkt ein gutes Angebot.

Der Espace hängt zurzeit zwischen Liebhaberstück und Low-Budget-Gebrachtwagen der untersten Klasse, dadurch wird es schwierig sein, bei einem normalen Händler mehr zu bekommen.

Ich würde das Fahrzeug professionell aufbereiten und gegebenenfalls ein Dekra-Gebrauchtwagengutachten anfertigen lassen und dann das Fahrzeug mit Geduld auf eigene Faust vermarkten.

Bei Autoscout und mobile inseriert und mit der Sicherheit des Gutachtens meldet sich irgendwann der Liebhaber, der bereit ist, den geforderten Preis zu zahlen.

 

Liebe Grüße

 

kjw


27.06.2013 20:52    |    Gybrush_lucas

Danke kjw


31.12.2013 00:47    |    Uli

Hallo allerseits,

ich kann Euch sagen, wie sich so ein Espace der ersten und anderthalbsten Generation fährt - ich habe zwei Exemplare vor dem Facelift (2.0L Vergaser Bj. 85 und 2.2L Einspritzer Bj. 87) und zwei Exemplare der facegelifteten Version (Bj. 88 und 90). Bis Ende 87 war das Fahrwerk (abgeleitet von R18/Fuego) recht straff, ohne unkomfortabel zu sein, ab Anfang 88 (mit der abgeschrägten Front) war die Vorderachse abgeleitet vom R25 und das ganze Auto wesentlich weicher, aber dadurch spürbar unpräziser zu fahren.

Aber das Fahrwerk macht den Wagen nicht aus - es ist die unvergleichliche Leichtigkeit, die optisch durch die großen Fenster, die tiefliegende Fensterunterkante (Bauchnabelhöhe!) und den riesigen Innenraum entstand - und die ihre Fortsetzung in der Bewegung des nur knapp 1.200 kg schweren Autos mit den vergleichsweise hubraumstarken Motoren fand. Gerade der niedrig verdichtete 2.2L (der bis Bj. 88 übrigens trotz GKAT keine grüne Plakette bekommt, da Schadstoffklasse 03) ist ein Gedicht: fahrbar ab Leerlaufdrehzahl, Durchzug ab ca. 1800 U/min bis ca. 4500 U/min - fast Diesel-artig. So erreichen die Motoren "ganz selbstverständlich" Laufleistungen jenseits der 300.000 km. Benziner, wohlgemerkt.

Das zeigt er, wenn's drauf ankommt: Dann kann man auch bis 5.500 U/min durchziehen. Dagegen protestiert die Maschine zwar hör- und spürbar - aber sie verweigert sich nicht. Im fünften Gang nähert man sich so (bergab) der 200 km/h-Marke... mit einem Van aus einer Zeit, als bei VW noch der Bulli und bei Opel noch der Rekord vom Band liefen.

 

Der 2,2L-Motor wurde übrigens unverändert im Espace II (91-96) weiterverbaut - ein Auto, das zwar nicht mehr die Leichtigkeit des Espace I besitzt, das ich aber (als Alltagsauto) allen jüngeren Modellen vorziehe.

 

Leider ist es tatsächlich so, dass die meisten Espace I verheizt oder vernachlässigt wurden - mit dem Ergebnis, dass es heute in Deutschland wohl kaum mehr 100 wirklich gute Exemplare gibt (Stand 2013). Beim KBA sind Vergaser (Bj. 84-87) und Quadra (Allrad, Bj. 88-90) längst unter 100 zugelassene Exemplare gefallen, den TurboDiesel hat das gleiche Schicksal zwischen dem 1.1.2012 (111 Exemplare) und dem 1.1.2013 (nicht mehr gelistet) ereilt - nur der 2,2L-Benziner trotzt dem Verschwinden mit noch 381 verbliebenen Exemplaren - von 11.646, die am 1.1.2001 noch gemeldet waren. Damals waren die Autos bereits 10-17 Jahre alt, heute haben sie 23-29 Jahre auf dem eckigen Buckel. Ende 2014 werden die ersten Espace dann reif sein für's H-Kennzeichen - endlich!

 

Was den Marktwert betrifft hat kjw übrigens völlig recht: Die Wertvorstellungen für einen guten J11 liegen zwischen 200 Euro und 4000 Euro. Ich würde sagen: Ein gutes Exemplar ist auch gutes Geld wert (wobei über 2.000 Euro eher unrealistisch sind) - aber die Anzahl der Interessenten ist (noch) so klein, dass man lange warten muss, um einen dem Auto angemessenen Preis zu erzielen. Meine vier Espace I haben mich ZUSAMMEN noch keine 1.000 Euro gekostet (dafür zahle ich über 1.000 Euro Stellplatzkosten pro Jahr).

 

Viel Spaß mit dem Espace jedenfalls allen, die einen haben und die, die keinen haben wissen jetzt vielleicht ein bisschen besser, was ihnen (neben reichlich Macken und Marotten) alles entgeht. :-)


04.05.2014 10:00    |    Trackback

Kommentiert auf: Renault News:

 

Von der Schrecksekunde zum Raumschiff-Klassiker

 

[...] einer im Autogeschäft traditionell ruhigen Zeit.

 

So konnten sich Händler und Kunden in Ruhe an den fremdartigen Espace gewöhnen. Tatsächlich verlief der Marktstart des Espace so ruhig, dass er bei Renault für eine Schrecksekunde [...]

 

Artikel lesen ...


04.11.2017 13:05    |    Andreas.Espace

Hallo Leute,

 

ich bin auf der Suche nach einem J11. Kennt jemand wen oder möchte sein Schätzchen in gute Hände geben?

 

Dann bitte mail an: eraleus@gmail.com

 

Beste Grüße,

Andreas


11.11.2017 23:52    |    Fordlover1975

Musste mal in Norddeutschland schauen.......


03.03.2020 13:57    |    maweissdatnich

hm - - gerade auf dem Weg, mal wieder einiges zu investieren in den Erhalt meines J11/EZ 03/89, 2,2 - 4x4 (btw: 4x4 ist an allen Ecken teurer.. aber: man gönnt sich ja sonst nix! - - snob appeal) stolpere ich in diesen talk.

Sehr schön - macht mir viel Freude, so viele ähnliche Meinungen zu lesen.

 

Es war im Sommer 1984, da stand plötzlich dieses gigantisch-extra-terrestrische Raumschiff vor der Tür (eines großen Wohnkomplexes; ein 'Fetzenhändler (austrian speek), Klamotten-Händler/Nobelmarke..) hatte den J11 als Geschäftswagen erworben und mit div. Stellagen ausrüsten lassen.

 

Schon seit ca. 1970 war ich mit div. VW-T1/T2 in Europa (alle Richtungen) unterwegs, später MB 508/4Tonner(Sizilien, Peleponnes) - (fox on the run..? daheim ist es auch schön!) - aber dieser Espace . . ! von dem wusste ich sofort: DER ist genau das Auto, mit dem ich alt werden werde (Zink, VSG).

Es dauerte es ja eine Weile, bis Espace-Gebrauchtwagen erschwinglich/überhaupt auf den Markt kamen. Gut Ding will Weile haben...

Am 6.2.1995 erwarb ich dann den J11/TXE 4x4.. (Nobel-Version, Neupreis ca. 70TDM/für mich 24TDM) und er hat mir seither viel Feunde bereitet - aber auch viel gekostet; ich rechne so jedes 2. Jahr ca. 1000 Euro.

 

Eigentlich ist das 'Teil' für mich jetzt eher sowas wie ein Traktor: Mit den 4x4-abilities komme ich hoch auf den Weinberg..

Was mich aber schon immer begeistert: das ist der Weitblick, den man aus diesem Auto hat! Man muss sich nicht weit erheben - und man hat ohne Schweife einen Rundumblick bis China usw.

Meine Lebensgefährtin fährt einen MB(B-Klasse, ca. Bj. 2014); wirklich komfortabel zu fahren! (wenn dir keine hyper-empfindlichen Sensoren einen Strich durch die Rechnung machen.. - alles schon passiert!!) - das üble aber an dieser Kiste sind die kleinen (rundummadum geschwärzten) Fenster... unglaublich! Wie - frage ich mich - kommt man auf die Idee, irgendeinen Designer für so etwas auch noch zu bezahlen???).

 

Aber . . . wir haben ja unseren alten Espace.

Er führte uns 2014 zuverlässig (mit kurz zuvor nachgerüstetem 'Neu'Motor (100'km(aus Unfall J11) 3 Monate bis und durch Marokko (mit 1968er Eriba-Puck am Haken) es war eine Lust! Es sind diese schönen - und letztlich gelungenen Wagnisse, die das Leben lebenswert machen..

 

Und: Nach Marokko wurden dann wieder Reparaturen erkennbar; Ersatzteile wurden knapp... 2-3 Wochen später konnte ich kurz vor Wien (über die 'Bucht') ein 4x4-Pendant erwerben (246'km / 200€).

Und nun: ??

Man wird ja älter... Vor knapp 2 Jahren erwarb ich einen lange gesuchten (mobile) Golf2/Saugdiesel - und zwar :

- ohne Schiebedach (im Espace tropft es..)

- zero Servo.. !

- 4 Türen !

- AHK (ohne AHK geht bei mir nix!: 2 Eriba, 1 Segelboot, 1 Lastenanhänger..)

- na ja . . . und 'ohne Elekronik' ist bei G2 quasi 'embedded'.

 

Und nun . .

schau mer amoi . . .

 

ich grüsse hier alle herzlich!

Und mal ehrlich: Viele von uns sind ja mit dieser überbordenden Mobilität aufgewachsen.

Brauchen wir das wirklich??? Nein - wäre meine Antwort.

back to the roots ....

CoronaVirous wird uns evtl. zurückführen zu den basics des Lebens.

 

Und aus den 2 Espacen... mache ich Hühner- und KaninchenStälle... rostfrei!

 

ich grüsse euch alle herzlich

 

wju


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Deine Antwort auf "Outside Auto - Diesmal ein Renault Espace (J11) und die Geschichte seines Fotos"

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Dacia

Autohistorie:

 

1998-2000 Renault 5 Campus 54 PS

2000-2002 Renault 19 1,8 Bellevue 88 PS

2002-2004 Peugeot 206 SW Filou Cool 75 PS

2004-2005 Renault Laguna I Concorde 1,6 16 V 107 PS

2005-2008 Renault Mégane II Grandtour 1,5 dCi 82 PS

2008-2009 Renault Laguna I 1,8 RT 90 PS

2009-2014 Renault Mégane I Grandtour 1,6 16 V 107 PS

Seit 2014 Dacia Logan MCV TCe 90 Prestige

 

Zweitwagen:

2004 Peugeot 206 Petit Filou HDI 70 PS

2005 Peugeot 206 SW JBL HDI 70 PS

2005-2006 Renault Twingo I 1,2 16 V Initiale 75 PS

2006-2009 Renault 5 GTX 1,8 73 PS

2009-2011 Renault Clio II 1,2 Campus 58 PS

2011-2012 Renault Twingo I 1,2 16 V Initiale 75 PS (zurück von der Schwiegermutter)

2013-2014 Opel Astra H 1,4 90 PS

Seit 2014 Dacia Sandero Stepway TCe 90 Prestige

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