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kjw1980

Auto News Check - Bei mir geht es rund um Technik, Design und automobile Mythen. Daneben werdet Ihr über den Werdegang meines neuen Logan MCV namens "Pavel" auf dem Laufenden gehalten. Herzlich Willkommen in meinem Blog und viel Spass beim Lesen.

04.07.2013 08:09    |    kjw1980    |    Kommentare (5)    |   Stichworte: C3, Citroën, F, Outside Auto, Peugeot

Citroen C3Citroen C3

Nach einer etwas längeren Abwesenheit, die unter anderem durch meinen Umzug bedingt ist, bin ich wieder da und starte den nächsten Artikel meiner Reihe „Outside Auto“ mit dem Auto einer Marke, die für Extravaganz und Individualität steht.

Das Fahrzeug selbst ist dabei eine Hommage an ein berühmtes Produkt des besagten Konzerns. Wovon hier die Rede ist? Vom Citroën C3 und seinem berühmten Urahn, dem Citroën 2CV.

 

Im Jahr 2002 brachte Citroën den C3 als fünftürige Limousine auf den Markt. Offiziel der Nachfolger vom glücklosen Saxo auf Peugeot 106-Basis war er in Wirklichkeit doch eine ganze Klasse größer und hatte mit dem Saxo nicht viel mehr gemein, als den Doppelwinkel am Kühlergrill und die ein oder andere Motorisierung.

 

Ein Jahr später folgte der Ableger C2 als Stadtauto. Dieser stand auf einer gekürzten Bodengruppe und hatte drei Türen. Damit war er ein aufwendiger Kleinstwagen und entsprach der gegenläufigen Entwicklung seines Nachfolger C1, der auf Kostenreduzierung entwickelt worden war. Ähnlich wie bei Volkswagen mit dem aufwendigen Lupo und den einfacher verarbeiteten Nachfolgern Fox und up!, stellte der Nachfolger des C2 somit keine nennenswerte Verbesserung für den Käufer, sondern eine für die Marge des Produzenten dar. Das C2 und C1 von 2005 bis 2010 parallel angeboten wurden, diente wohl dazu, die Kunden an die neue Einfachheit der Kleinstwagen zu gewöhnen und die Einstellung des C2 mit den kleineren Verkaufszahlen zu rechtfertigen, die er immer erzielte, schließlich war er immer etwas teuerer als der blecherne C1 mit dem die Pfennigfuchser und die anspruchlosen Kunden sicherlich nicht unzufriedener waren.

Und so kämpft heute nur noch Renault mit dem Twingo in der Klasse der Kleinstwagen für etwas Individualität und aufwendigere Verarbeitung, ohne sich wie der FIAT 500 diese durch das Zitieren von Retro-Elemente bezahlen zu lassen. Es ist schade, dass in den letzten beiden Fahrzeuggenerationen aus den sehr kleinen Autos sehr billige Autos geworden sind, aber das sei alles nur am Rande bemerkt, denn eigentlich schauen wir uns heute ja ein Fahrzeug eine Klasse höher an.

 

Und dort passierte 2003 noch etwas Ungewöhnliches. Citroën brachte den, 1999 auf der IAA vorgestellten, C3 Pluriel tatsächlich auf den Markt. Ungewöhnlicher konnte ein Cabrio kaum gestaltet sein und kein Autohersteller, der aus einem anderen Land als Frankreich kommt, hätte so etwas jemals gewagt. Eine dreitürige Limousine mit Panoramadach, öffnet man dieses vollständig, kann man die Dachholme abbauen und erhält ein Vollblut-Cabrio. Citroën ging sogar soweit, den Wagen mit umgelegter Rückbank und geöffneter Heckklappe auch noch als Cabrio-Pickup zu propagieren. Der Unterschied zu einem Fahrzeug aus deutscher Herstellung wird sofort offensichtlich, was den frankophilen Autofan immer wieder zurück zu den französischen Herstellern treibt, ist der Humor mit dem die Franzosen Fahrzeuge entwerfen, fast muss man sagen, wagen. Französische Autos sind nicht so bierernst, wie ihre deutschen Pedante. Sie sind einfach leichter – légère eben.

 

Der C3 als Limousine indess, basierte auf der Plattform, auf der, neben den oben genannten, Verwandten auch Peugeot 1007, Peugeot 207 und der C3 Picasso basierten. Citroën bot den Kleinwagen mit acht Motoren in vier Ausstattungslinien an.

 

Als erster Citroën verfügte der C3 über die neue Multiplex-Elektronik. Es handelt sich dabei um ein Datenbus-System, bei dem nicht mehr jeder Verbraucher eine eigene Verkabelung hat, sondern alle Verbraucher, beispielsweise in der Tür, an einer Steuerleitung hängen. Kurz erklärt: Der Fahrer drückt den Fensterheber-Schalter und ein Impuls rast durch diese CAN-Bus-Leitung. Der elektrische Außenspiegel bekommt ihn und erkennt: „Nicht für mich, keine Ahnung, was der Fahrer von mir will!“, genauso die Zentralverriegelung. Doch dann passiert das Wundersame: Der Impuls geht am Motor des Fensterheber ein und der nimmt voller Freude seine Arbeit auf, weil ihm der Impuls verrät, dass er doch bitte das Fenster öffnen soll. Sinn dieses tollen Kabelsalat ist die Gewichtreduzierung und die Vereinfachung der Produktion. Außerdem kann man neue Komforttechnologien leichter nachrüsten und somit schneller auf das Marktgeschehen profitieren.

 

Als erstes Auto der PSA-Gruppe kam der C3 in den Genuss der kleinen Diesel-Motoren aus der DV-Serie. Damit stand dem Wagen ein steuergünstiger und sparsamer Diesel-Motor zur Verfügung.

 

Eine weitere Besonderheit in dieser Klasse war das Panorama-Schiebedach.

 

Ab Ende 2004 wurde der C3 zum Vorreiter einer Spritspartechnik, die in meinen Augen viel nervt und wenig bringt und bei allen Herstellern falsch heißt. Bei allen Herstellern? Nicht bei Citroën! Ende 2004 wurden die 1,4-Benziner als mit einem „Stop & Start“-System angeboten.

 

Apropos Benziner, für den C3 gab es vier Benzinmotoren mit 60, 75, 90 und 110 PS. Ein Vier-Gang- Automatik-Getriebe gab es für den 75 PS-Motor und den 110 PS-Motor. Darüber hinaus wurde das halbautomatische „Sensodrive“-Getriebe in Kombination mit dem 90 PS und dem 110 PS starken Ottomotoren angeboten.

 

Die vier verfügbaren Diesel-Motoren leisteten 70, 90 und 110 PS. Dabei war das mittlere Aggregat mit 90 PS von 2002-2005 ein 1,4 Liter großer 16V-Motor, bevor 2005 ein 1,6-Liter-Achtventiler das hubraumschwächere Aggregat ersetzte. Eine Automatik gab es für die Diesel-Motoren nicht. Schaltfaule konnten höchsten zu einem Sensodrive-Getriebe in Kombination mit dem schwächsten HDI-Motor greifen. Zumindest war das 70 PS starke Aggregat durch seine 160 Nm Drehmoment bei 1700 Umdrehung kräftig genug, um auch mit der Halbautomatik noch Freude zu bereiten.

 

2005 erhielt der C3 ein Facelift. Der Kühlergrill wuchs optisch mit dem vorderen Stoßfänger zusammen und verfügte nun, statt über vier, über drei stärker kontuierte Kühlrippen.

Die zuvor komplett roten Heckscheinwerfer erhielten ein weißes Band. Auch am Armaturenträger und am Digitaltacho wurden Änderungen vorgenommen.

 

Die im Jahr zuvor eingeführte Geländeversion X-TR mit schwarzen Kunststoffverkleidungen und höher gelegtem Fahrwerk erhält bei dieser Gelegenheit ebenfalls zahlreiche Änderungen, so dass die erste Generation des X-TR schon jetzt ein hohes Klassiker-Potential aufweist, so fern denn überhaupt jemandem aufgefallen ist, dass Citroën das Fahrzeug jemals im Angebot hatte.

 

2010 folgte dann der Nachfolger des erfolgreichen C3. Mit der Limousine der Phase I starben der C3 Pluriel und der C2 ohne echte Nachfolger. Im März diesen Jahres kam das DS3 Cabrio auf den Markt, das bei Licht besehen wohl als Nachfolger des Pluriel gelten darf.

 

Mein Bild zeigt übrigens einen C3 der zweiten Phase. Ich habe es 2013 in Nickenich in der Pellenz geschossen.

An dieser Stelle endet mein Blog über den C3.

Ich danke Euch für's Lesen und hoffe, es hat Euch Spass gemacht.


04.07.2013 16:37    |    ahs_tnc

Was noch zu erwähnen ist, den Pluriel gibt es als 1.6 und 109 PS ausschließlich als Sensodrive. Das Sensodrive ist prinzipiell ein normales Schaltgetriebe, welches nicht händisch bedient wird. Wenn man damit umzugehen weiß, also nicht Fuß aufs Gas und los geht's, fährt es sich sehr angenehm und überhaupt nicht ruckelig. Es passt sich auf den jeweiligen Fahrer an und schaltet auch zügig hoch, insofern man ganz leicht das Pedal drückt.

Bin Zweitfahrer eines 2003er 1.6er Pluriel (der erste im Landkreis) und anfangs gab es große Getriebeprobleme, die sich aber im Laufe der Zeit durch Updates beheben ließen. Im Genauen war das das fehlerhafte Erkennen von rutschigem Grund und dementprechend schlechtes / kein Vorrankommen.

Aufgrund der hochbeinigen Gestalt und großen Seitenfläche ist der Pluriel leider etwas Windanfällig.


05.07.2013 14:43    |    Dynamix

Bin so einen mit SensoDrive vor gut 2 Monaten mal bei einer Probefahrt gefahren.

 

Nach 15 Minuten hat die Steuerelektronik des Getriebes den Dienst verweigert und ich konnte keinen Gang mehr einlegen.

 

Der Wagen war ok aber das Getriebe ist nicht so der Bringer. Viele gefrustete Fahrer des SensoDrive haben dies auch so bestätigt. Scheinbar überhitzt das Steuergerät im Stadtverkehr und deshalb quittiert es dann seinen Dienst.

 

Nicht gerade der Weisheit letzter Schuss bei einem Auto das aufgrund seiner Größe hauptsächlich in Städten verwendet wird.


06.07.2013 17:20    |    ahs_tnc

Hatten wir auch, einfach mal nen Softwareupdate machen. Seitdem sind wir über Jahre hinweg (wird auch schon 10 :eek:) zufrieden.


24.08.2013 08:29    |    Trackback

Kommentiert auf: Maries Blog:

 

Herzlich Willkommen in Maries Blog!

 

[...] zu Deinem liebsten Auto, lade ich Dich direkt ein den passenden Blog dazu bei mir zu lesen:

Folge dem Link ! :cool:

 

Allzeit gutes Schreiben, wir sind gespannt und freuen uns auf mehr.

 

LG kjw

[...]

 

Artikel lesen ...


04.04.2014 01:20    |    brunsberg

Diese langweilige Kiste mit dem kongenialen 2CV in Zusammenhang zu bringen, ist ja wohl ein schlechter Witz...


Deine Antwort auf "Outside Auto - Diesmal der Citroen C3 und die Geschichte seines Fotos"

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Dacia

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1998-2000 Renault 5 Campus 54 PS

2000-2002 Renault 19 1,8 Bellevue 88 PS

2002-2004 Peugeot 206 SW Filou Cool 75 PS

2004-2005 Renault Laguna I Concorde 1,6 16 V 107 PS

2005-2008 Renault Mégane II Grandtour 1,5 dCi 82 PS

2008-2009 Renault Laguna I 1,8 RT 90 PS

2009-2014 Renault Mégane I Grandtour 1,6 16 V 107 PS

Seit 2014 Dacia Logan MCV TCe 90 Prestige

 

Zweitwagen:

2004 Peugeot 206 Petit Filou HDI 70 PS

2005 Peugeot 206 SW JBL HDI 70 PS

2005-2006 Renault Twingo I 1,2 16 V Initiale 75 PS

2006-2009 Renault 5 GTX 1,8 73 PS

2009-2011 Renault Clio II 1,2 Campus 58 PS

2011-2012 Renault Twingo I 1,2 16 V Initiale 75 PS (zurück von der Schwiegermutter)

2013-2014 Opel Astra H 1,4 90 PS

Seit 2014 Dacia Sandero Stepway TCe 90 Prestige

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