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Thu Oct 04 16:21:56 CEST 2018    |    KaJu74    |    Kommentare (121)    |   Stichworte: Finanzielle, Firma, Model S, Tesla, Tesla Motors

Was erwartest ihr finanziell vom Q3 2018 von Tesla?

Hallo zusammen,

 

da es im Forum weniger erwünscht ist, mache ich jetzt einen Blogartikel daraus.

Tesla hat seine neuesten Produktions- und Auslieferungszahlen veröffentlicht. Im dritten Quartal 2018 stellten die Kalifornier demnach 80.142 Elektroautos her – 50 Prozent mehr als im vorangegangenen Rekordquartal.

Ausgeliefert wurden in den letzten drei Monaten 83.500 Stromer.

 

Von seinem neuen Mittelklassewagen Model 3 produzierte Tesla in Q3 2018 insgesamt 53.239 Einheiten – fast doppelt so viele wie im Vorquartal.

In der letzten Septemberwoche rollten endlich mal wieder über 5300 Model 3 von den Bändern, der Großteil davon in Form höherwertigerer Ausführungen mit Allradantrieb.

Tesla erreichte damit ein neues Fertigungshoch von über 10.000 Antriebseinheiten pro Woche.

 

Von den großen Premium-Elektroautos Model S und Model X wurden im dritten Quartal dieses Jahres 26.903 Einheiten hergestellt – etwas mehr als im vorangegangenen Quartal. Zeigt, das die Nachfrage nach den Jahren immer noch vorhanden ist.

 

Unter den insgesamt 83.500 ausgelieferten Batterie-Autos waren 55.840 Model 3, 14.470 Model S und 13.190 Model X.

Zitat:

“Nur in Q3 haben wir mehr als 80 Prozent der Fahrzeuge ausgeliefert, die wir in ganz 2017 ausgeliefert haben, und wir haben zwei Mal so viele Model 3 ausgeliefert wie in allen vorherigen Quartalen zusammen”, unterstrich Tesla.

3776 Model S und Model X sowie 8048 Model 3 befanden sich zum Quartalsende noch in der Überführung und fließen in das Ergebnis für Q4 ein, merkte Tesla an. Das ist aktuell ein Problem, es gibt wohl nicht genug PKW-Transporter.

 

Auch interessant die Mitbewerber.

“Unser Ziel von 100.000 Model-S und Model-X-Auslieferungen für 2018 besteht weiter”, so Tesla abschließend.

Die mit Spannung erwarteten Zahlen zu den jüngsten Umsätzen und finanziellen Details wird das Unternehmen in den kommenden Wochen bekanntgeben.

 

Und genau um diese Zahlen geht es mir.

Es gibt nicht wenige, die ja verkünden, das Tesla pro Verkauften Auto Verlust macht.

Das würde bedeuten, je mehr Autos Tesla verkauft, ja mehr Verlaust machen sie.

 

Deshalb die Umfrage. Ich würde mich auch gerne über einen Kommentar dazu freuen.

Aber die Umfrage ist ja anonym.

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Thu Oct 04 16:29:01 CEST 2018    |    Kai R.

sie machen zwar absolut noch Verlust, aber das bezieht sich auf die Totalkosten. Ich gehe schon davon aus, dass sie mit jedem verkauften Auto einen positiven Deckungsbeitrag erwirtschaften. Wenn sie also mehr Autos herstellen, wird der Gesamtverlust kleiner bis sie die Gewinnschwelle erreichen. Außerdem greifen Losgrößenvorteile, d.h. über die Menge sinken die Kosten pro produziertem Auto.


Thu Oct 04 16:39:42 CEST 2018    |    Dynamix

Denke der zukünftige Erfolg wird vor allem davon abhängen ob die Produktion bei der Nachfrage mithalten kann und eine gute Qualität erreicht. Wenn die in der Hinsicht mal auf dem stabilen Niveau angekommen sind und man mit einem günstigen Model 3 auch weniger gut betuchte Kunden bedienen sehe ich eine gesunde Zukunft für Tesla. Momentan gibt es ja noch genug Schelte weil das 35.000$ Einstiegsmodell nur auf dem Papier existiert und momentan nur die teils doppelt so teuren Model 3 mit vielen Extras ausgeliefert werden. Wenn die das mal alles auf die Kette bekommen sehe ich Tesla auf einem guten Weg. Dann sollten auch endlich mal schwarze Zahlen drin sein.

 

Es wäre Tesla zu wünschen das Sie sich als Marke fest etablieren und nicht zur Eintagsfliege verkommen. Wenn ich mir so anschaue womit unsere Hersteller da momentan als "Tesla Killer" auf den Markt preschen mache ich mir da aber keine Sorgen ;) Von dem was da bisher so auf den Markt kam hat mich nur der Bolt/Ampera E ein wenig beeindruckt. Der i3 hat zu wenig Reichtweite und sieht merkwürdig aus. Der i8 ist unbezahlbar und der Rest versucht immer noch krampfhaft seine E-Autos wie Ufos aussehen zu lassen nach dem Motto "sieht mich an, ich bin elektrisch"! Das die Leute genau das nicht wollen haben die meisten Hersteller nicht begriffen bzw. Sie begreifen es nur sehr langsam.


Thu Oct 04 18:15:48 CEST 2018    |    dodo32

Da ich nicht wirklich tief im Thema stecke habe ich aufgrund von dem was man hier auf MT so lesen konnte und anhand des Blogartikels, für "weniger Verlust als in Q2 aber noch Verlust?" gestimmt. Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut. Ich beobachte das alles mit sportlichem Interesse ;)


Thu Oct 04 19:24:31 CEST 2018    |    niston

Hatte TSLA Aktien von 2013 bis 2016. Anfang 2016 wurde verkündet, mit dem günstigen M3 würde Tesla in den Massenmarkt vorstossen und so endlich den Kopf aus der finanziellen Schlinge rauskriegen. Auch hiess es damals, man würde noch im 2016 profitabel werden.

 

Dann wurde klar, dass die das mit dem günstigen Model 3 für den Massenmarkt nicht rechtzeitig auf die Reihe kriegen werden. Hab dann Mitte 2016 verkauft und bin seither enorm skeptisch.

 

Die Uhr tickt unterdessen weiter: Tesla ist nach über 15 Jahren längst kein junges Unternehmen oder gar Startup mehr, aber trotzdem läuft der Laden nur, weil man fremdes Geld verbrennt. Anstatt Profit zu machen, verlieren die mit jedem verkauften Auto immer noch mehr Geld, wie soll das funktionieren? Die Konkurrenz schläft auch nicht wirklich und der Technik-Vorsprung bzw. das First-Mover-Advantage schmilzt mit jedem weiteren Tag dahin. Am erdrückendsten ist aber die gigantische Schuldenlast, die auf dem Unternehmen liegt.

 

Durch "kreative Buchhaltung" wird man für's Q3 18 vielleicht noch einmal einen der seltenen, kleinen Quartalsgewinne ausweisen. Aber ich schätze, danach ist Sense, aus und Feierabend. Warum sollte jemand noch gross Geld in diese Firma investieren, wenn er sich aus der Konkursmasse für Pennies on the Dollar bedienen kann?


Thu Oct 04 19:48:04 CEST 2018    |    KaJu74

Zitat:

Auch hiess es damals, man würde noch im 2016 profitabel werden.

Hast du hierzu einen Link, denn ich kenne nur die Aussage, dass man vor 2020 keinen Gewinn einfahren WILL, sondern lieber wachsen WILL/MUSS.

Zitat:

Tesla ist nach über 15 Jahren längst kein junges Unternehmen oder gar Startup mehr,

Das Model S wurde 2012 ausgeliefert und auch wenn Tesla 2003 gegründet wurde, zählt für mich in diesem Zusammenhang erst die Zeit, seit der Serienproduktion und nicht die Handfertigung des Roadsters.

Magst du anders sehen.

Zitat:

aber trotzdem läuft der Laden nur, weil man fremdes Geld verbrennt.

Verbrennen oder investieren?

Zitat:

Anstatt Profit zu machen, verlieren die mit jedem verkauften Auto immer noch mehr Geld, wie soll das funktionieren?

Also bist du der Meinung, das Tesla in Q3 mehr Verlust macht, als Q2?

Zitat:

Die Konkurrenz schläft auch nicht wirklich und der Technik-Vorsprung bzw. das First-Mover-Advantage schmilzt mit jedem weiteren Tag dahin.

Die Elektroautos der etablierten Hersteller zeigen was anderes. 2018 sind sie noch unter den technischen Daten von Tesla 2012.

Zitat:

Durch "kreative Buchhaltung" wird man für's Q3 18 vielleicht noch einmal einen der seltenen, kleinen Quartalsgewinne ausweisen. Aber ich schätze, danach ist Sense, aus und Feierabend. Warum sollte jemand noch gross Geld in diese Firma investieren, wenn er sich aus der Konkursmasse für Pennies on the Dollar bedienen kann?

Also Pleite in Q4 unabwendbar? Oder wie soll ich das verstehen?


Thu Oct 04 20:41:47 CEST 2018    |    niston

* Wegen dem 2016, hier zwei Links:

  https://evobsession.com/tesla-aims-full-year-profitability-2016/

  https://www.reuters.com/.../...able-in-2016-shares-surge-idUSKCN0VJ2J6

 

* Geld "verbrennen" meint, dass es verbraucht wird, um den laufenden Betrieb aufrecht zu halten. Lohnkosten, Zinszahlungen, Versicherungen, Rohstoffkosten, Gebäudemieten, Energiebezug, etc..

 

* Ja, ich habe so abgestimmt, dass der Verlust sich ausweiten wird. Ein kleiner Gewinn erscheint mir aber, wie im Kommentar erwähnt, auch im Bereich des Möglichen.

 

* Wieviele Leute kaufen sich ein Auto anhand technischer Daten? Für die meisten Leute zählt vor allem der Preis.

 

* Pleite unabwendbar, so denke ich. Ob's schon im Q4 soweit sein wird? Schätze ja. Aber wie heisst es so schön: Totgesagte leben länger.

 

Ich mein, ich bin halt enorm skeptisch was Tesla betrifft. Plakativ für meine Bedenken nenne ich jetzt mal Deine Frage nach Links zu 2016.

 

Es ist, als würden die Leute einfach alles vergessen, was vor mehr als drei Tagen war. Als würde Musk genau diese kollektive Amnesie ausnützen und einfach immer wieder auf's Neue irgendwelche wunderbar fantastischen Geschichtlein von der rosigen Zukunft verzapfen. So wird aus "Wir werden 2016 profitabel" dann ganz einfach "Wir wollten noch nie vor 2020 Gewinn einfahren". Hat für mich was gruslig-orwellianisches an sich, Memory Hole und so.

 

Ich glaube schlichtweg nicht, dass dieses Geschäftsmodell "sustainable" ist. Und mit dieser Einsicht, einem Con-Artist aufgesessen zu sein, durchschaute ich auch, dass es so schnell kein günstiges, damals als künftiger Heilsbringer gefeiertes, Model 3 für den Massenmarkt geben wird. Das war für mich der Grund, auszusteigen.


Thu Oct 04 21:01:56 CEST 2018    |    einsdreivier

Ich glaube, ich habe es anderswo schon geschrieben:

 

Aufgrund des hohen Automatisierungsgrades und der Fertigungstiefe bei den Akkus, gleichermaßen fehlenden Altlasten (Verbrenner-, speziell Dieselentwicklung/-produktion, genau wie Betriebsrenten) und insbesondere geringeren Varianten der Fahrzeuge (eine Karosserie je Modell, keine groben Ausstattungsunterschiede), wird Tesla deutlich mehr Gewinn je Fahrzeug einfahren können - so meine Behauptung.

 

Außerdem kann man besser investieren, wenn man nicht kurzfristig Dividenden zahlen muss.

 

Sofern da kein Serienfehler in den Autos verbaut ist, kann ich mir vorstellen, dass die Aktie bald durch die Decke geht. Da kann man schon fast überlegen, ob man jetzt wirklich die Sondertilgung in den Hauskredit (< 2 % Zins) steckt oder mit diesem Geld als "Spielgeld" lieber Aktien kauft. Der aktuelle "Tiefpunkt" von unter 250 € würde sich eigentlich anbieten.

 

Wenn man sich den Kurs ansieht und den 5-Jahresverlauf mit Apple, Intel oder Amazon vergleicht... das sind eben einfach Wachstumsmärkte, die eine gewisse Luxusklientel bedienen...

 

Wenn man sich dagegen VW, Daimler oder auch Siemens ansieht...

 

Nur meine Meinung. Keine Ahnung was "Experten" sagen würden, aber mit etwas Risikobereitschaft und Wahnsinn...


Thu Oct 04 21:03:21 CEST 2018    |    KaJu74

Dann ist ja alles gesagt und Tesla ist dem Untergang geweilt.

 

Danke für deine Sichtweise.

 

PS: Das ich es etwas anders sehe, sollte auf der Hand liegen.


Thu Oct 04 21:17:22 CEST 2018    |    niston

Ja sicher kannst Du es anders sehen, da hab ich sicher nichts dagegen :)

 

Die Unterhaltung wäre aber auch nicht die Bohne interessant, wenn wir uns gegenseitig einfach immer wieder beipflichten würden, dass Tesla in 10 Jahren mit Sicherheit die Strassen beherrscht. Wozu bräucht's denn da ne Umfrage? :D

 

Ausserdem wäre selbst ein Konkurs schlussendlich auch nicht das Ende. Die Technologie würde vermutlich in Teilen (vor allem: Motoren und Inverter) überleben, vielleicht sogar die Marke. Und wenn ich Panasonic wäre, würde ich bei der Gelegenheit günstig meine Zellfertigung durch Teslas Akkupack-Fertigung ergänzen: Als Zuliefererteil sollten sich die Dinger künftig doch wie geschnitten Brot verkaufen lassen.


Thu Oct 04 22:14:20 CEST 2018    |    dodo32

Ich gehe schon seit einiger Zeit davon aus, dass das Unternehmen verkauft wird. Das würde aber der Idee bzw. dem Knowhow welches dahinter steckt, keinen Abbruch tun. Ich denke, man sollte diese Idee bzw. deren Vollendung nicht zu sehr an der Marke bzw. Herrn Musk festmachen. Er hat da etwas losgetreten und das wird uns sicher noch eine Weile begleiten. Audi, also die Auto Union, ist ja auch nicht über Nacht entstanden und wenn man heute sieht, was daraus geworden ist.... ;) Mit Tesla bzw. der Idee die dahinter steht, könnte es auch so sein. Da muss man Geduld haben.

 

"Der" Tesla ist halt irgendwie so etwas wie "der" Käfer zu seiner Zeit. Im weitesten Sinne. So eine Idee muss sich erst einmal durchsetzen, etablieren. Heute ist der Käfer Kult. Vielleicht werden die Tesla Modelle dieser Tage das in 30 bis 40 Jahren auch einmal sein. Und man sagt, schau her, das ist ein Tesla! Das war einer der ersten wenn nicht der erste er es schaffte, eine Nische zu erobern. So wie einst der Käfer


Fri Oct 05 09:26:55 CEST 2018    |    CarL08

'Ich denke nciht das Tesla es noch weit bringt. Ins Plus wird es nie kommen


Fri Oct 05 09:44:35 CEST 2018    |    Trottel2011

Tesla ist auf dem Weg profitabel zu werden. Und zwar richtig. Der Wachstum ist nach wie vor noch gegeben. Die Zulassungszahlungen sprechen für sich. Die Bestellungen werden abgearbeitet und der Rückstand sollte auch ziemlich zügig weg sein.

 

Tesla ist mittlerweile zu groß, als dass man einfach "dicht machen" könnte. WENN es sich anbahnen sollte, werden die großen Hersteller sich einen Bieterstreit liefern, welches die Welt nicht gesehen hat. Das Following, die Präsenz, die gesamte Welt, in die Tesla sich bewegt, ist schon für alle Hersteller von Interesse. Ein Pionier der Elektroautos von HEUTE (das ist wichtig zu sagen, weil Tesla tatsächlich die ersten brauchbaren Elektroautos mit ausreichend Reichweite ja anbietet) ist für alle Hersteller interessant.

 

Somit: egal was passiert, Tesla wird es weiterschaffen. Ist nur die Frage wie weit und unter welchem Dach (eigenes Dach, Dach einer Holding, Dach eines Großkonzerns, ...).


Fri Oct 05 11:25:38 CEST 2018    |    KaJu74

Danke für eure Kommentare.

 

Ich möchte ja die offene Diskussion.

Keine Zensur.

Ich kann eben aus meiner Sicht nicht nachvollziehen, wie jemand nicht erkennen kann, was Tesla da gerade aus dem sprichwörtlichen Nichts aufbaut.

 

Alleine das Supercharger Netzwerk.

Und die etablierten, was machen die?

Trotz Mrd. Gewinnen rufen sie nach dem Staat, dass er das doch bitte gefälligst machen soll.

 

Überlegt mal. Über 1300 Supercharger zu je 200.000$.

Das sind alleine rund 260 Mio$!


Fri Oct 05 12:52:21 CEST 2018    |    AustriaMI

Zitat:

Ich möchte ja die offene Diskussion.

 

Keine Zensur.

Dann musst diese offene Diskussion aber zulassen und nicht, entschuldige, ich will dir damit jetzt nicht zu nahe tretten, wie ein kleines bockiges kind reagieren, wenn jemand etwas negatives über tesla schreibt, oder nicht der selben meinung über tesla, wie du bist. das sind halt meine eindrücke über deinen user, die ich durch die einzelnen tesla berichte hier im forum in den letzten monaten gewonnen habe. mein eindruck war vermutlich aufgrund dessen:

Zitat:

Ich kann eben aus meiner Sicht nicht nachvollziehen, wie jemand nicht erkennen kann, was Tesla da gerade aus dem sprichwörtlichen Nichts aufbaut.

dass man mit dir nicht darüber diskutieren kann, da es für dich - so mein eindruck und bitte nicht persönlich nehmen - nur diese eine stoische sicht über tesla gibt und sofort jemand irgendwo eine andere meinung darüber hat du dich selbst persönlich darin angegriffen fühlst, obwohl es mMn dafür gar keinen grund geben sollte.

 

gerne schildere ich meine meinung über tesla.

ich finde einerseits gut was tesla auf die beine stellt, da es die alteingesessenen autobauer bestimmt auch zu einem teil wachrüttelt. was ich hingegen nicht mag, ist dieser generelle hype um tesla...ist für mich vergleichbar mit apple und auch die "teslafans" arrgumentieren für meinen geschmack ähnlich wie die viel zitierten applejünger. außerdem erinnert mich das alles ein wenig an die politik (zumindest die österreichische) wo die grünen für demokratie, umwelt und weltoffenheit stehen wollen, aber scheinbar nur durch verbote und das herabspielen anderer meinungen/verschläge ihre ideen durchbringen wollen und nur diese ideen für das einzig wahre halten. den mittelweg sehen sie oft nicht. ähnliches fühle ich bei tesla, oder zumindest den tesla besitzern, die einem einen tesla als das einzig wahre aufbinden wollen - zugegeben, dass hat jetzt wenig mit tesla selbst zu tun.

 

zu tesla, ich kann mir nicht vorstellen, dass tesla in diesem jahr noch gewinn macht, eventuell weniger verlust als in q2, aber trotzdem noch einen patzen verlust.

auch sehe ich diese vielen ankündigen alla da wollen x autos produzieren und da wollen dies tun, und dann wollen wir noch den truck,... eher kritisch. es wirkt halt etwas unprofessionell und wenig strukturiert, sollte meiner meinung nach bei einer firma die es schon über 10 jahre gibt nicht passieren. das wäre zu zeiten des roadsters noch entschuldbar gewesen, aber spätestens nach dem model s hätte hier etwas professionalität ins unternehmen gebracht gehört.

ich kann mir auch nicht vorstellen, dass tesla jemals ein wirklicher big player wird. mMn wird es irgendwann von einem Konzern aufgekauft werden - könnte mir auch vorstellen - dass es daran liegt, dass sich EM übernimmt, und dann werden wir sehen wie es weiter geht. kann mir auch vorstellen, dass der aufkäufer nicht unbedingt aus der automobilbranche kommt, könnte beispielsweise auch General Electric sein.

 

kritisch sehe ich auch das vorhaben mit dem taking private. wenn alles so super läuft, warum will man das. super laufen würde super quartalszahlen bedeuten und damit wohl auch steigende erwartungen beim kurs (aber zumindest keinen fallenden, gerade bei dem vertrauen, welches tesla an der börse genießt), damit nimmt man den von EM gehassten short sellern ganz einfach den wind aus den segeln. aber dieser versuch des taking private machte mich schon skeptisch, einerseits warum und andererseits sind dann überhaupt noch genügend mittel verfügbar. der schuldenberg ist ja auch nicht gerade klein.

 

gespannt bin ich wie es jetzt nach dem verpassten Maulkorb für EM generell mit tesla weitergeht. ich laube damit steht und fällt sehr viel...spannend bleibt es alle mal.

 

unterm strich kann ich mir bei momentanen stand mit einem sehr wankelmüdigen EM nicht vorstellen, dass tesla zumindest in den nächsten 1 - 2 Jahren schwarze Zahlen schreiben wird. man muss ja auch bedenken, dass man die fahrzeuge immer wieder verbessern muss, auch was das design betrifft. warum soll man sich immer wieder nach 4 oder 5 jahren optisch das gleiche auto holen. schön und gut, dass tesla von roadstern und trucks träumt (oder dahingehend plant) aber wann kommt ein neues Models S oder X oder zumindest ein umfangreiches Facelift. selbiges gilt dann auch schon langsam für das Model 3, obwohl unzählige Vorbestellungen - vermutlich wenn die alle mal abgearbeitet, haben die ersten model 3 besitzer ihr fahrzeug schon seit bestimmt 3 jahren - sollte man hier auch schon darüber nachdenken. Ich sehe hier nichts von einer langfristigen planung, wenn man den mal in den massenmarkt vorgestossen ist. Die Konkurrenz schläft nicht, also was ist der Plan? Zumindest ich habe hier noch nichts von einer gewissen richtung mitbekommen, kann aber auch an mir vorbeigegangen sein. Aber was ist der Plan, wie geht es nach Model S, X und 3 großartig im Massenmarkt weiter. Ein Truck und Roadster bringt dem Massenmarkt nichts. Interessant wird es dann sein, wie sich das M3 auf den Europäsichen und Asiatischen Märkten schlägt. Meiner Meinung nach ist der US Markt auch dahingehend ein bißchen verwässert, da hier der Patriotismus etwas mitschwingt und die Amis, genauso wie die Deutschen, Franzosen, Italiener,...eher heimische Hersteller vorziehen. Ich weiß auch nicht wie reliable CleanTechnica ist, kenne diese Seite nicht und möge auch kein Urteil darüber abgeben, find die Aufteilung aber ein bißchen seltsam, da bei den mitbewerbern irgendwie alles in einen Topf geworfen wurde.

 

Uii, doch ein recht umfangreicher Text:), aber so ist halt mein Eindruck. alles sehr konfus und unstrukturiert, obwohl man nach über 10 Jahren eigentlich schon eine klare Richtung sehen sollte.


Fri Oct 05 21:56:05 CEST 2018    |    KaJu74

Sorry, das ich mich so falsch ausgedrückt habe.

 

Exakt so einen Beitrag wie deinen habe ich mir erhofft, denn ich will verstehen, warum jemand glaubt, das es Tesla vielleicht bald nicht mehr geben wird, oder wie ihr die Situation bei Tesla einschätzt.

 

Danke.


Sat Oct 06 00:52:51 CEST 2018    |    invisible_ghost

Es ist betriebswirtschaftlich Unmöglich, daß Tesla jemals mit Fahrzeugen Geld verdienen kann. Selbst wenn Tesla ab Morgen mit jedem Auto Gewinn macht, geht das ned. Warum? Tesla hat bis heute derart viel Geld mit der Autosparte verbraten, daß diese sich allein deshalb niemals rentieren kann.


Sat Oct 06 08:06:08 CEST 2018    |    TheRealThing

ich glaube auch nicht an ein Überleben von Tesla, dafür ist das Auto für die Masse, Model 3, viel zu teuer.

 

Selbst wenn es günstiger werden würde, ist aus meiner Sicht das Potential ohnehin begrenzt. Niemand will an die Leute denken, die a) wenig für Autofahren ausgeben wollen oder können oder beides und die b) einfach nur bequem vorwärts kommen wollen und c) im engen, städtischen Bereich wohnen. Davon gibt es jede Menge und es werden immer mehr. Die sind bereit, zwischen 20-30k für ein Auto auszugeben (brutto in Euro) und wollen sich dann aber nicht mit komplizierten Planungen und offline-Zeiten an Ladestationen für ihre Routen herumschlagen.


Sat Oct 06 08:51:28 CEST 2018    |    KaJu74

@invisible_ghost

Dann dürfte es nach deiner Aussage, nie wieder eine neue Autofirma geben, denn alle müssten ja erst mal bei 0 anfangen und massiv investieren.

Richtig?


Sat Oct 06 08:55:32 CEST 2018    |    KaJu74

@TheRealThing

Dann dürften Hersteller wie Ferrari aber auch nicht existieren.

 

Nur mal zum Vergleich dieser Beitrag:

https://cleantechnica.com/.../

Zitat:

Tesla Model 3 Profit Target = 5x Higher Than Average Ford Vehicle

Zitat:

Putting this in perspective: “For an average priced $22,000 car that Ford sells, their gross margin is $2,200 and their profit margin is $1,100. On average, Ford makes $1,100 per vehicle.”

 

On the other hand, “let’s look at Tesla and the Model 3. Tesla is aiming for 25% gross margin on the Model 3 and mid-teens profit margin (let’s say 14%). The average price of the Model 3 is projected at around $42,000 … [so] the average gross margin on a Model 3 would be $10,500 and profit margin would be $5,880. Compared to Ford’s average vehicle profit margin of $1,100, the Model 3 would be 5x as profitable.”

 

Lee continues, “In other words, one Model 3 is worth (in terms of profits) the equivalent of 5 Ford vehicles. So, if Tesla can sell 500,000 Model 3 and 500,000 Model Y (their small SUV due in 2020) annually, that would be 1M vehicles at an average of 5x the profitability of Ford’s vehicles. So the equivalent would be 5M Ford vehicles.”


Sat Oct 06 09:29:51 CEST 2018    |    Trottel2011

Profitabel zu sein und Profit zu erwirtschaften sind zwei paar Schuhe. Man kann den 5 fachen Gewinn pro Fahrzeug wie Ford haben, das auchvgut ist, aber um das zuverreichen müsste, so mein Eindruck, die Produktion komplett ausgelastet sein und auf Maximum stehen. Sprich: ein sicherer, konstanter Absatz muss vorhanden sein.

 

Es bringt weder Tesla noch den Aktionären was zu wissen, dass man bei Vollauslastung den 5fachen Gewinn pro Fahrzeug rausholt als es Ford kann, dabei aber - ohne diebaktuelle Auslastung zu kennen - nur mit 75% darum gurkt.

 

Nicht falsch verstehen, Tesla gönne ich eine glorreiche Zukunft. DieMarke ist noch immer innovativ und wegweisend. Aber theoretisch wäre meine Geschäftsidee höchst erfolgreich und ich wäre nach 3 Monaten Millionenär... Theoretisch ;)


Sat Oct 06 09:51:13 CEST 2018    |    TheRealThing

@KaJu74: ich denke auch, das sind Schönrechnereien und Betrachtungen aus einseitigen Blickwinkeln. Am Ende zählt der Profit und Ausblick auf einen nennenswerten Gesamtabsatz. Die Zahlen in den letzten Quartalen wurden so zurechtgebogen, um nicht ganz so schlecht dazustehen und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft aufrecht zu erhalten.

 

Auf Dauer zählt aber die Substanz und das Wohlwollen der Geldgeber.


Sat Oct 06 10:22:30 CEST 2018    |    dodo32

Zitat:

Es gibt nicht wenige, die ja verkünden, das Tesla pro Verkauften Auto Verlust macht.

 

Das würde bedeuten, je mehr Autos Tesla verkauft, ja mehr Verlaust machen sie.

Das denke ich nicht. Problem ist eher, wenn man es denn als eines sehen möchte, dass Tesla mehr investiert als die Gewinne abwerfen und durch die Aktionäre zusätzlich noch frisches Kapital braucht. Wenn ich das alles richtig verstanden habe wird das Geld in Supercharger und neue Produktionsstätten gesteckt. Das ist ja auch alles in Ordnung nur muss irgendwann einmal der Punkt eintreten an dem die Gewinne eben höher sind, als die Investitionen. Warten wir doch einfach das aktuelle Quartal ab. Wenn er es schafft den Laden zu stabilisieren und die Bedarfe welche vorhanden sind zu decken, hat er ein Etappenziel erreicht. Dann kommt der nächste Schritt, neue Modelle. Denn ich kann mir kaum vorstellen dass sich die Fahrzeuge auf ewig in dieser Form verkaufen. Außer es ist wie beim Käfer aber selbst da war irgendwann der Ofen aus und wenn VW den Golf nicht gebracht hätte, wären sie untergegangen. Überdies reicht es halt einfach nicht "nur" ein gutes Produkt und eine gute Idee zu haben. Der Gesamtprozess muss perfektioniert sein sonst funktioniert es auf Dauer nicht. Das ist auch der Grund warum es Tesla logischerweise nicht schaffen kann z. Bsp. den deutschen Herstellern über Nacht die Butter vom Brot zu nehmen. Da stecken über 100 Jahre Erfahrung dahinter. Nicht nur was die Technik betrifft denn die, ist genau genommen überholt, sondern auch Entwicklungsprozesse, Produktion, Marketing etc. Das heißt unter dem Strich wie ich es schon oft geschrieben hatte: Geduld haben. Zum einen mit dieser neuen Technik und vor allem mit Tesla. ;) Das gilt auch für Tesla. Denn haben sie die nicht bzw. geht ihnen die Luft (Geld) aus, werden sie eben geschluckt. Inklusive der Idee. Wäre nicht das erste mal in der Geschichte also würde es mich nicht wundern


Sat Oct 06 10:29:10 CEST 2018    |    KaJu74

@Trottel2011

Glaubst du, Tesla würde absichtlich ein Fahrzeug weniger produzieren als möglich? Bei dem Reservierungsbestand?


Sat Oct 06 10:30:39 CEST 2018    |    KaJu74

@TheRealThing

Was meinst du mit "Die Zahlen in den letzten Quartalen wurden so zurechtgebogen, um nicht ganz so schlecht dazustehen und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft aufrecht zu erhalten."?

 

Ich kenne mich mit dem GAAP Berichtswesen nicht so sehr aus, aber eine Quartalsbericht, ist und bleibt ein Quartalsbericht.


Sat Oct 06 10:33:36 CEST 2018    |    KaJu74

Mal an alle, die hier mit lesen, was haltet ihr von der Aussage von @invisible_ghost ?


Sat Oct 06 10:34:28 CEST 2018    |    TheRealThing

Quartalsberichte gab es auch bei Enron. Aber das wurde alles schon x-mal diskutiert. Musk verstand es blendend, das Feuer auf eine glorreiche Zukunft am Lodern zu halten, aber irgendwann ist auch da mal die Luft raus, dann geht es eben um Substanz. Das ist meine bescheidene, persönliche Meinung.


Sat Oct 06 10:34:45 CEST 2018    |    KaJu74

@dodo32

Was bringen denn 100 Jahre Erfahrungen mit Verbrennern und passender Software (sorry musste sein) wenn man zukünftig Elektroautos bauen "muss"?


Sat Oct 06 10:42:12 CEST 2018    |    dodo32

Zitat:

Was bringen denn 100 Jahre Erfahrungen mit Verbrennern und passender Software (sorry musste sein) wenn man zukünftig Elektroautos bauen "muss"?

Ja, das stimmt. Jedoch schrieb ich:

 

Zitat:

Da stecken über 100 Jahre Erfahrung dahinter. Nicht nur was die Technik betrifft denn die, ist genau genommen überholt, sondern auch Entwicklungsprozesse, Produktion, Marketing etc.

;)

 

Das ist alles nicht so einfach. Ein Auto besteht ja nicht nur aus seinem Antrieb. ;)


Sat Oct 06 10:47:32 CEST 2018    |    KaJu74

@dodo32

Richtig.

Aber was bedeutet das best verarbeitete, am besten designte und deutsche Auto, wenn es einen Antrieb hat, der veraltet ist und zeitnah in vielen Ländern nicht mehr zugelassen werden kann?

 

Überspitzt gesagt.


Sat Oct 06 11:06:39 CEST 2018    |    TheRealThing

genau das ist ja noch offen. Vielleicht machen Wasserstoff, synthetische - oder gar Biokraftstoffe das Rennen, wer weiß das schon?


Sat Oct 06 11:09:57 CEST 2018    |    dodo32

Zitat:

Aber was bedeutet das best verarbeitete, am besten designte und deutsche Auto, wenn es einen Antrieb hat, der veraltet ist und zeitnah in vielen Ländern nicht mehr zugelassen werden kann?

Das bedeutet dann, dass man Alternativen entwickeln muss. Ein weiteres Problem ist, völlig unabhängig von Tesla, dass an dieser ganzen Geschichte ein Rattenschwanz hängt. Wir haben in Deutschland rund 30.000 (!) freie Werkstätten. Der Aftermarket an Teilen und Werkzeug ist gigantisch. (ich arbeite in diesem Bereich) Das heißt, man kann das nicht über Nacht alles umstellen. Diese "veraltete" Technik wird uns zum momentanen Zeitpunkt und mittelfristig noch eine ganze Weile begleiten denn für sehr viele Menschen sind E-Fahrzeug noch keine Alternative und es hängt eine gigantische Industrie dahinter. Aber: warten wir doch einmal 2 bis 3 Jahre ab, bis die ersten Tesla in größerer Stückzahl als Gebrauchtwägen erhältlich sind. Voraussichtlich werden diverse Hybridfahrzeuge auch die Mittelklasse bevölkern. Die Infrastruktur wird ausgebaut und angepasst werden. Aber das sind halt alles keine Sachen die man über Nacht und mit gutem Willen realisieren kann. Das muss bezahlt werden, von irgendwem. Herr Musk macht das vor mit dem Geld anderer Leute. Nicht schlimm, aber geht das in die Hose, sind wir bei der Ausgangsfrage dieses Artikels: "Wie geht es (dann) weiter mit Tesla?" ;)

 

Überdies denke ich, dass man das Thema Tesla und E-Mobilität im allgemeine trennen muss. Herr Musk fertigt Nischenprodukte und die E-Mobilität im gesamten ist ein wesentlich umfangreicheres Thema als ob einem das Armaturenbrett vom Modell 3 nun zusagt oder nicht.

 

Irgendwo hier auf MT wurde auch ein Vergleich zu Digitalkameras gezogen. Dieser Wandel ging ziemlich schnell. Warum? Weil die Digicam ab einem gewissen Punkt nicht nur alles im Prinzip besser konnte, sondern auch noch günstiger war. Davon sind wir beim E-Auto noch ein gutes Stück weg. Kommen wir dem Punkt näher, an dem E-Autos alles besser können als Verbrenner, dann geht das theoretisch auch recht schnell. So wie mit (fast) jeder technischen Entwicklung von der Menschen einen Nutzen haben. Nutzen, Vorteile..., darum geht es. So lange, um den Brückenschlag zurück zum Thema zu finden, die Masse keinen Nutzen darin sieht dass sich ein Handschuhfach per Touchscreen öffnen lässt, vereinfacht gesagt, wird das Zeug auch nicht massenhaft gekauft. Den der "Vorteil" dass man diese händische Bewegung auf ein Display verlagert kann die diversen Nachteile dieser Fahrzeug nicht auffangen.


Sat Oct 06 11:14:18 CEST 2018    |    AustriaMI

@KaJu74

 

wenn man es genau nimmt, die der Elektromotoren aber genauso alt, wenn nicht sogar älter als die verbrennerantriebe.

Ich glaube auch, wenn Elektro der weißheit letzter Schluss wäre würde man nicht an Wasserstoff, etc. weiterarbeiten sondern sich voll auf Elektro konzentrieren. Ich glaube hier ist auch die Politik auf dem einen Auge zu blind


Sat Oct 06 11:25:28 CEST 2018    |    dodo32

Zitat:

Ich glaube auch, wenn Elektro der weißheit letzter Schluss wäre würde man nicht an Wasserstoff, etc. weiterarbeiten sondern sich voll auf Elektro konzentrieren.

Hier liegt ein "Denkfehler" vor. ;) Außer wir reden über eine Kolbenmaschine die mit alternativen Kraftstoffen betrieben wird läuft es immer auf "Elektro" bzw. einen Elektromotor hinaus. Die alles entscheidende Frage ist lediglich: wo kommt der Strom her? Das ist auch der Grund warum sich E-Autos nicht durchgesetzt hatten. Dass diese Motoren besser sind, wusste man auch schon vor 100 Jahren. Es geht und ging nur darum sie zu füttern. ;)


Sat Oct 06 11:46:16 CEST 2018    |    KaJu74

@TheRealThing Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe würden nur Sinn ergeben, wenn wir bei 100% regenerativer Stromerzeugung wären und noch Strom über haben.

 

Sonst wäre es schädlicher für die Umwelt.


Sat Oct 06 11:51:36 CEST 2018    |    KaJu74

@AustriaMI Bei Wasserstoff und Co kann die Politik einfacher Steuern verlangen. Das ist der Grund. (meiner Meinung nach)


Sat Oct 06 12:50:33 CEST 2018    |    TheRealThing

100% regenerativ: dann dürfen wir momentan auch nicht elektrisch fahren, nirgendwo auf der Welt.

 

Das ist kein Argument. Auch Methan oder H2 ließe sich übrigens regenrativ herstellen und vor dem Hintergrund unseres Sonnensystems spielt der Wirkungsgrad auch überhaupt keine Rolle.


Sat Oct 06 12:54:10 CEST 2018    |    Trottel2011

@KaJu74

 

Nein, nicht absichtlich. Aber wenn irgendwann der Reservierungsbestand abgearbeitet wurde und man auf 'Normalverkäufe' umswitcht, sprich auf das Tagesgeschäft übergeht, könnte es sinkende Produktionszahlen geben. Ungerne ziehe ich diesen Vergleich aber: siehe VW mit dem Passat. Wenn ein neuer Passat angeboten wird, steigt die Nachfrage schnell. Leute zahlen sogar mehr Geld, damit sie als erstes ein Passat haben können. Aber nach 2-3 Jahren wird die Produktion gedrosselt weil die Nachfrage sinkt. Dann kommt ein Facslift, die Zahlen steigen vorrübergehend wieder um auf ein Normalniveau zu sinken um dann wieder unter dem Normalwert zu fallen. Danach kommt das neue Modell und die Geschichte geht von vorne los.

 

Tesla hat nur 3 Fahrzeuge im Programm. Bei nur 3 Fahrzeugen wird dies eher ins Gewicht fallen als bei 20-25 verschiedene Modelle weltweit... Wenn bei einem Modell 30% oder mehr Einbruch in der Nachfrage erfolgen sollte, ist von die Nachfrage insgesamt geringer. Das haut eher und heftiger ins Gewicht als wenn man bei einem von 25 Modellen ein Einbruch hat.


Sat Oct 06 13:11:22 CEST 2018    |    KaJu74

@TheRealThing

Es geht alleine darum, wie viel Energie wird pro 100km gebraucht. Siehe Bild 1.

Gehen wir von 100% Energie aus:

- BEV benutzen 73% für die Bewegung.

- H2 Autos benutzen nur 22% für die Bewegung.

- Verbrenner mit synthetischen Kraftstoffe sogar nur 13%.

 

Bedeutet:

100% Elektroautos = 100% Energiebedarf.

100% Wasserstoffautos = 330% Energiebedarf.

100% Verbrenner mit synthetischen Kraftstoff = 561% Energiebedarf.

 

Und zum BEV aktuell, das ist aktuell schon sauberer als ein vergleichbarer Verbrenner. Siehe Bild 2.

 

Wenn du mir nicht glauben möchtest:

http://www.manager-magazin.de/.../...-die-energiebilanz-a-1181147.html

Zitat:

Auf künstlichen Kraftstoffen ruht eine große Hoffnung für die Autoindustrie: Wenn es gelingt, klassischen Diesel und Benzin durch in Fabriken produzierte, synthetische Verbindungen zu ersetzen, hat der Verbrennungsmotor trotz Klimakrise und Abgasskandal vielleicht doch noch eine Zukunft. Zuletzt hat Audi bekanntgegeben, eine solche Fertigungsstätte in der Schweiz hochzuziehen.

 

Wie weit der Weg zu einer ökologisch und ökonomisch ertragreichen Umsetzung ist, zeigen nun allerdings Berechnungen der Unternehmensberatung Pricewaterhouse Coopers (PWC). Demnach ist eine vergleichsweise hohe Menge Energie für die Herstellung des Kraftstoffs nötig.

 

Würden alle Autos in Deutschland mit derartigem Sprit fahren, müsste die Stromproduktion um 206 Prozent gesteigert werden, wie die Grafik von Statista zeigt.

Dort seht allerdings der Wasserstoff wieder etwas besser aus, aber immer noch 200% Energiebedarf. Siehe Bild 3.

Synthetischer Kraftstoff kommt allerdings noch schlechter hinweg, als ich oben gerechnet habe.

11% anstatt 13%.



Sat Oct 06 13:20:30 CEST 2018    |    KaJu74

@Trottel2011

Das Model S gibt es seit 2012.

Es gab ein Facelift.

Aber die Zahlen bleiben konstant.

Bei Tesla werden Upates ja immer OTA eingespielt, daher spielt das alte Klischee hier nicht so sehr zu Sache.

Tesla hat aktuell einen riesen Vorteil.

Ein Passat ist nur ein Verbrenner von vielen. Selbst im eigenen Hause bekommt er Konkurrenz, vom dem Oktavia z.B..

Ein Tesla ist aktuell ein Elektroauto mit Ladenetzwerk was unvergleichbar ist.

Ein i-pace oder e-tron mag besser verarbeitet sein, mehr Extras bieten, aber was nützt mir der, wenn ich kein zuverlässiges Ladenetzwerk habe und unterwegs liegen bleibe oder umständlich Laden muss.

Habe ich gestern erst wieder erlebt, wie kompliziert die öffentlichen Ladestellen sind. (Ist ein anderes Thema.)


Deine Antwort auf "Wie geht es weiter mit Tesla?"

Über mich

Ich bin, wie mein Username verrät Baujahr 74.

Ich habe Kfz-Mechaniker bei VW/Audi gelernt und war damals Jahrgangs bester.

Beim Landeswettbewerb wurde ich dann 5.ter.

Nach meinem Umzug ins Emsland habe ich dann in einer Papierfabrik angefangen.

Vom ungelernten Arbeiter habe ich mich bis zum geprüften Industriemeister Fachrichtung Papiererzeugung hochgearbeitet.

 

Ich bin Auto und Technik verrückt.

Ich hatte bereits 13 Autos und das in 26 Jahren.

 

Nach einem Problem mit Audi habe ich mich anderweitig umgesehen und bin durch einen Fernsehbericht bei Tesla gelandet.

 

Seit dem schwärme ich für E-Mobilität und erneuerbare Energie.

 

Ich werde NIE wieder einen Verbrenner kaufen.

Hybrid schon gar nicht.

 

Ich wünsche der deutschen Autoindustrie nicht den Untergang, sie sollen bloß endlich brauchbare Elektroautos bauen und nicht diese CO2-Flottenverbrauchs-Alibi-Autos.

 

Ich bete auch nicht Elon Musk an, sehe ihn aktuell (Oktober 2018) eher als Gefahr, als als Lösung für Tesla.

 

Ohne ihn hätte es Tesla in der Form aber nie gegeben und deshalb werde ich ihm immer Dankbar sein.

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