• Online: 5.546

JRAV

Vom Fahren und Fliegen

06.01.2014 19:34    |    JRAV    |    Kommentare (12)    |   Stichworte: flug, motorflugzeug, remos

Ich weiß nicht, ob das Thema in diesem Forum passt, aber da es ja "motor-talk" heißt und das Ding nunmal einen Motor hat, wollte ich Euch diesen Bericht nicht vorenthalten. Vielleicht bekommt ja der eine oder andere von Euch Lust, sich selbst einmal ins Cockpit zu setzen und dem Stress der Straße zu entfliehen.

 

Remos G3 MirageRemos G3 Mirage

 

Ich trage schon eine Weile den Gedanken in mir, das Fliegen zu erlernen. Eines schönen Tages im Mai begebe ich mich zum Flugplatz in Hildesheim und spreche mit dem Ausbildungsleiter. Am Ende frage ich, ob ich mir denn mal eine Maschine ansehen könnte?

 

Kein Problem.

 

Wir gehen aufs Vorfeld, da steht eine Remos G3 Mirage, die gerade von einer Platzrunde zurück gekommen ist.

 

Sie ist weiß und aus Kunststoff und irgendwie kleiner, als ich sie mir vorgestellt hatte. Jedenfalls kann ich bequem über all dran und über sie hinwegschauen.

 

Ich darf mich hineinsetzen. Der Einstieg ist etwas mühsam, ich muss mich ein wenig bücken und mich durch die enge Luke schlängeln. Wie beim Porsche heißt es wohl, sich erst einmal einen neuen Ein- und Ausstiegsalgorithmus anzutrainieren.

 

Als ich 1991 zum ersten Mal in ein richtiges Flugzeug stieg war ich regelrecht schockiert. Plastikambiente, Plastikscheiben, und die Flügel waren nicht starr, nein sie bewegten sich. Es handelte sich um eine Boeing 767 von Delta Airlines, mit der wir von Hamburg nach Atlanta flogen, und ich hatte richtig Muffensausen.

 

Seitdem schockt mich nichts mehr. Die Remos ist Innen aus einem ähnlichen Plastik wie die Innenverkleidung eines Linienflugzeugs, die Scheiben sind auch aus Kunststoff, so what?

 

Tankdeckel - die Remos mag SuperTankdeckel - die Remos mag Super

 

Der Sitz ist gut gepolstert und bequemer, als er aussieht. Ich betätige den Steuerknüppel: er fühlt sich nicht sehr viel anders an als der Joystick vom Flugsimulator und nur ein wenig größer und solider und mit Schaumstoff gepolstert. Und er lässt sich nicht um die Z-Achse drehen.

 

Die Instrumente sind etwas spartanischer als bei der X-Plane Variante, aber alles in allem kommt mir die Umgebung merkwürdig vertraut vor.

 

Mühsam kraxel ich wieder hinaus.

 

Ja, hmm, und jetzt?

 

„Sagen Sie Bescheid, wenn sie mal eine Runde fliegen möchte“

 

Ich überlege eine Moment. Wann möchte ich denn eine Runde fliegen? Nächste Woche? Im Juni? Im Juli? Im August?

 

„Hmm...gut, wann ginge denn?“ frage ich zögernd.

 

„Ich weiß nicht, wann sie Zeit haben? Morgen? Oder jetzt, wenn Sie etwas Geld dabei haben?“

 

„Jetzt?“

 

Hmm.

 

Warum eigentlich nicht. Das Wetter ist herrlich, und das Flugzeug steht einfach so herum. Da ich beim letzten Ikeabesuch mangels Öffnungszeiten nur vier Euro für zwei Hotdogs ausgegeben hatte habe ich genug Bargeld in der Tasche, um gemäß Preisliste bis nach München zu fliegen.

 

Wenn nicht jetzt, wann dann?

 

An einem anderen Termin muss ich vorher bangen, ob das Wetter auch gut ist. Vielleicht habe ich vorher eine schlaflose Nacht, wie damals, als ich zum ersten Mal Porsche fahren durfte.

 

„Wissen Sie was? Fliegen wir doch gleich eine Runde!“

 

Der Fluglehrer ist angesichts meiner plötzlichen Spontanität ein wenig erstaunt, freut sich aber über meinen Entschluss.

 

Ich bringe kurz meinen Pullover und die Infomappe zur Ausbildung ins Auto. Meine Sonnenbrille ist natürlich in meinem anderen Auto, typisch. Egal.

 

In der Baracke bin ich vom Interessenten zum neuen Flugschüler aufgestiegen. So schnell kanns gehen.

 

Der Fluglehrer übergibt mir ein schweres Headset von Sennheiser, mit Mirko und Lautstärkeregler. Das ist schon eine andere Hausnummer als mein einfacher Noise Cancellation Kopfhörer von Sharper Image, den ich kurz vor einem Rückflug aus Miami erworben hatte und der mir seitdem ein treuer Begleiter beim Staubsaugen und Rasenmähen geworden ist.

 

Ich soll beim Flugzeug warten und habe reichlich Gelegenheit, ein paar Fotos zu machen.

 

Da steht sie, die Remos:

 

Und damit soll ich jetzt fliegen?Und damit soll ich jetzt fliegen?

 

Und damit soll ich jetzt fliegen? Nicht im Ernst! Ein bisschen mulmig ist mir schon, mich dieser Plastikkiste anzuvertrauen.

 

Ich schleiche um die Maschine herum und betrachte sie so genau, wie ich sonst nur einen Ferrari im Showroom untersuche.

 

Komplett unbekannt ist mir dieses Muster ja nicht, in X-Plane 10 bin ich schon eine ganze Weile mit einer Remos G3 unterwegs. Eigentlich ist sie ganz vertrauenserweckend, hinten gibt es sogar ein winzig kleines Spornrad, falls man zu steil aufsetzen sollte.

 

Außerdem gibt es natürlich eine abschließbare Tankklappe und einen Hinweis auf das Rettungssystem von Junkers (gibt’s die Firma immer noch? Die haben doch früher mal ganze Flugzeuge gebaut!)

 

Das Cockpit ist eher spartanisch.Das Cockpit ist eher spartanisch.

 

Hier kommt im Notfall der Fallschirm des Rettungssystems herausgeschossen.

Je länger ich mir die Remos ansehe, umso mehr Vertrauen gewinne ich.

 

Das RettungssystemDas Rettungssystem

 

Komischerweise hält sich meine Aufregung in Grenzen, vor einer ersten Fahrt in einem Porsche hatte ich damals mehr Respekt, da bin ich mit wackeligen Knien eingestiegen, aber vor dem kleinen Flugzeug habe ich eigentlich keine Angst.

 

Der Fluglehrer kommt. Ich steige ein, aber es ist doch etwas eng, mein Knie berührt fast den Gashebel.

 

Kein Problem, da muss der Sitz nur ein wenig nach hinten.

 

Eine elektrische Sitzverstellung mit Memory hatte ich nicht unbedingt erwartet, und von Porsche bin ich durchaus pragmatische Lösungen gewohnt. Bei Remos geht’s noch einfacher: man kann mit einem Handgriff den ganzen Schalensitz herausnehmen und ein Loch tiefer platzieren. Das ist ein wenig hackelig, funktioniert aber.

 

Ein schöner Rücken, spoilerfreiEin schöner Rücken, spoilerfrei

 

Die Sitze mit Hosenträgergurt lassen sich umstecken, um auch größeren Personen Platz zu bieten.

 

Und ist gewissermaßen Luxus: die meisten Ultraleichtflugzeuge haben gar keine Sitzverstellung, da lassen sich höchstens die Pedale verstellen!

 

Ich kraxel wieder hinein und sitze gleich viel bequemer. Die Innenbreite ist zwar recht schmal, besonders wenn man die kleine Flügeltür schließt, aber durch die großen Plexiglasfenster ist das Raumgefühl sehr viel großzügiger als in meinem Porsche Boxster.

 

Ein modernes Glascockpit hat diese Remos im Gegensatz zu ihrer simulierten Schwester natürlich nicht. Trotzdem gibt es nicht nur genügend Anzeigen, sondern auch eine große Sammlung geheimnisvoller Schalter und Hebel, die beim angehenden Flugschüler ordentlich Verwirrung stiften.

 

Teppich? Wisst ihr, was das wiegt?Teppich? Wisst ihr, was das wiegt?

 

Die Ausstattung ist eher spartanisch, der Fluglehrer erklärt mir das Wesentliche.

 

Die Instrumente, sprich Libelle, Fahrtenmesser (in km), Höhenmesser (in Fuß) und Variometer (Luxus) kenn ich aus dem Flugsimulator zur Genüge.

 

Dann gibt es eine Anzeige für die elektrische Trimmung, die man mit zwei Knöpfen auf dem Joystick...äh...wie heißt das doch gleich – egal – verstellt. Es gibt auch Knöpfe für Links und Rechts, die sind aber ohne Funktion. So so, hier wäre also noch Optimierungsbedarf.

 

Dann gibt es ein Funkgerät und einen Transponder, Drehzahlmesser und Benzinuhr sowie einen Haufen winziger Kippschalter.

 

Die Landeklappen werden in zwei Stufen über ein Gestänge am Dach betätigt, daneben sitzt der Hebel fürs Rettungssystem (nicht verwechseln!)

 

 

Wir sind wieder am Boden. Leider.Wir sind wieder am Boden. Leider.

 

In der Mitte sitzt der Hebel für die Bremse. Manche Flugzeuge werden auch mit den Pedalen gebremst (und beim Bremsen gelenkt), dieses hat einen Bremshebel und ein bewegliches Bugrad, gottseidank.

 

Dann gibt’s noch zwei Schieberegler fürs Gas und einen für die Vergaservorwärmung.

 

Und – last but not least – zwei Lüftungsdüsen, die irritierenderweise nicht mit Leder bezogen sind.

 

Vermutlich habe ich alles Mögliche noch vergessen, aber für genau solche Fälle ist eine allgemeine Checkliste unter dem Bremshebel befestigt, die allerdings keinen Hinweis darauf enthält, wo welches Bedienelement zu finden ist.

 

Egal, ich hab einen Profi rechts neben mir sitzen. Schnell stöpselt er mir noch die Kopfhörer hinten an, ich setze sie mir auf und fühl mich ein wenig isoliert.

 

Wir schließen die Türen, es wird warm im Cockpit. Der Flug sagt mir, welche Schalter ich betätigen soll, dann startet er per Schlüsseldreh den Motor. Wir prüfen, ob die Magnetzünder funktionieren: erst auf Links - der Motor rappelt – auf Both – Motor läuft normal – auf Rechts – Motor rappelt – auf Both – alles in Ordnung.

 

Schön.

 

Ich soll die Avionik einschalten, dafür ist der große Plastikschalter, der aussieht, als hätte man ihn bei Conrad gekauft und nachträglich eingebaut.

 

Klack.

 

Nun funktionieren Mikrofon und Kopfhörer. Die Stimmen hören sich an, wie man sie aus dem Flugsimulator. Delta-Mikey-Tripple-Delta. Das ist schon ein wenig ungewohnt: nur man selber spricht normal, alle anderen einschließlich des Herrn auf dem Platz rechts neben mir hört man nur durch den Sprechfunk. Sonst höre ich nur das Geräusch des kleinen Rotaxmotors.

 

Die Parkbremse ist schon gelöst, jetzt soll ich ein wenig Gas geben. Der Gashebel ist schwerer als erwartet. Man muss einen Finger ans Instrumentenbrett legen und mit dem Daumen drücken, um feinfühlig Gas zu geben.

 

Und dann rollen wir tatsächlich los.

 

Erste Erkenntnis: die Rollbahn, die im Flugsimulator immer topfeben ist, ist alles andere als topfeben, sondern wellig, fast schon hügelig. Ich steuere mit den Füßen: Mit dem linken Fuß steuere ich nach Links, mit dem rechten Fuß nach Rechts.

 

Klingt einfach, ist aber eigentlich nicht so intuitiv, jedenfalls für mich nicht, ich verwechsele die Richtung dauernd. Auch fällt es mir schwer, die Finger vom Steuerknüppel zu lassen: der linke Daumen gehört ans, die rechte Hand an die Bremse, jawohl.

 

Trotzdem schaffe ich es, die Remos auf dem Asphalt zu halten. An einer Stelle müssen wir ausweichen, ein Gyrocopter kommt uns entgegen.

 

Es ist aber genügend Platz vorhanden, kein Problem.

 

Und dann stehen wir an der Startbahn. Auch die ist überraschend hügelig und keinesfalls topfeben. Im Prinzip geht es eine Senke herunter und dann einen Hügel wieder hinauf. Das ist eigentlich gar nicht mal so blöde, denn beim Starten beschleunigt man schneller und wird dann hinaufkatapultiert, während man beim Landen mit geringerer Geschwindigkeit zusätzlich abgebremst wird.

 

Vor dem Start betätige ich noch einmal die Bremsen und drehe den Motor hoch, sozusagen als letzter Check. Danach habe ich nur noch die Aufgabe, die Bewegungen des Fluglehrers nachzuvollziehen.

 

Wir geben Vollgas, der Motor heult auf, die Remos setzt sich in Bewegung, und schon nach ein paar Metern herrscht plötzlich Ruhe: wir sind abgehoben!

 

Es ist kaum zu glauben, aber ich fliege mit einem Ultraleichtflugzeug! Heureka!

 

Am liebsten würde ich „wohooooo!“ schreien, kanns mir gerad noch so verkneifen.

 

Durch den Luftstrom funktioniert auch die Lüftung, das Klima im Cockpit wird deutlich angenehmer.

 

Aus dem Seitenfenster sehe ich, wie die Landschaft langsam kleiner wird. Die Remos steigt friedlich bis auf 1.200 ft – Platzrundenhöhe. Dann soll ich ein wenig Gas wegnehmen und den Motor auf 4.500 U/min bringen. Die nächste Anweisung ist, kurz das Ruder loszulassen, um zu überprüfen, ob das Höhenruder richtig ausgetrimmt ist.

 

Ich lasse los, die Remos fliegt mit der Gelassenheit einer Kaffeemühle geradeaus.

 

Perfekt. Ich habe Zeit, kurz durchzuatmen und aus dem Fenster zu schauen. Aus der Luft sieht Deutschland wunderschön aus. Wenn man mit dem Auto unterwegs ist sieht man ja nur ein breites Betonband mit hässlichen LKW, dämlichen Kleinwagen und Scheiß-Vertreter-TDIs, die von hinten drängeln.

 

Wenn man in einem Flugzeug sitzt wird die breite A7 plötzlich zu einem schmalen Betonband, Wohnsiedlungen zu Modellstädten und die Felder zu einem gelb-grünen Flickenteppich. Die Welt ist grün und braun, nicht grau oder schwarz mit weißen Steifen und einer Mauer links und rechts.

 

Wir drehen eine leichte Kurve. Die Koordination von Hand und Fuß muss ich trainieren, aber ansonsten geht es eigentlich leichter als befürchtet. Das Flugzeug liegt stabil in der Luft und reagiert willig auf alle Steuereingaben, wie ein gutmütiges Reitpferd.

 

Links aus dem Fenster liegt nun der den Flugplatz. Ich sehe einen Fallschirmspringer, der auf gleicher Höhe seinen Fallschirm geöffnet hat. Eine startende Maschine kreuzt unseren Weg - oops, die hatte ich gar nicht gesehen.

 

Mein Fluglehrer ergreift die Gelegenheit, er will mir etwas Besonderes zeigen und lässt die Triple-Delta auf 3,000 Fuß steigen. Plötzlich befinden wir uns über den Wolken. Sie glitzern in der Sonne als wären sie aus Diamantfäden und sehen einfach nur wunderschön aus! Irgendwie ganz anders als die grauen Massen, die man aus dem Airbus kennt, und vor allem hat man in der Remos statt eines winzigen Fensters einen absoluten Panoramablick!

 

Es sei sehr selten, erklärt er mir, dass die Wolken so niedrig seien, dass man auf einer Platzrunde darüber fliegen könne.

 

Schade, dass ich keine Gelegenheit für ein Foto hatte. Vielleicht ein andermal.

 

Viel zu schnell müssen wir zurück auf Platzrundenhöhe.

 

Die Orientierung nicht so ganz einfach. Den Flugplatz habe ich aus den Augenverloren. Oh Schreck! Bind ich blind?

 

Der Fluglehrer sagt mir die nächsten Punkt, die ich ansteuern soll: um ein Gewerbegebiet herum -> Kurve, dann weiter zu einem kleinen Wald, dann über ein bestimmtes Gebäude hinweg. Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Kurven selbst geflogen bin, aber eigentlich war es gar nicht so schwierig. Eben so ähnlich wie im Simulator, nur irgendwie – einfacher. Genau wie das Fahren eines Autos im wirklichen Leben einfacher ist als in Forza Motorsport, so ist das Steuern eines Flugzeugs gar nicht mal so schwer, weil man eben den Flieger unter sich spürt und die Bewegungen mitmacht.

 

Schlecht oder übel ist mir nicht, nur ein wenig Druck in den Ohren merkt man schon.

 

Schließlich sehe ich auch wieder den Flughafen: ein winziger dunkelgrauer Asphaltstreifen.

 

Und darauf sollen wir landen? Der sah doch vorhin noch viel größer aus!

 

Der Anflug ist ein wenig schwieriger, der Fluglehrer übernimmt. Wie im Flugsimulator muss man die Landebahn richtig treffen, die Problematik kommt mir vertraut vor. Damit die Rollstrecke nicht zu lang wird möchte er in der Mitte der Bahn landen. Mit einem ‚Plumps’ landen wir einige Meter vor der Mitte. Es fühlt sich nicht viel anders an als die Landung mit einer 747. Man ist eben plötzlich wieder auf dem Boden gelandet.

 

Leider.

 

Die Remos G3 im Hangar

Wieder im Hangar.

Wir rollen zum Hangar. Ich darf wieder steuern und die Bremse betätigen. Meine Hände wandern intuitiv immer zum Steuerknüppel, obwohl dieser am Boden relativ nutzlos ist.

 

Vor dem Hangar stellen wir die Remos ab. Erst schalte ich die Avionik aus, dann würge ich mit einem kräftigen Ruck am Gashebel die Maschine ab. Anschließend muss ich alle anderen Hebel auf ‚Aus’ stellen, ungefähr vier der fünf. Der Zündschlüssel wandert aufs Armaturenbrett, der Fluglehrer sichert das Rettungssystem. Es käme durchaus vor, dass Kinder im Flugzeug herumklettern und an allen möglichen Hebeln ziehen, weswegen das System gesichert werden muss.

 

 

Zu zweit rollen wir die Remos in die Halle, man kann sie wirklich alleine manövrieren, es ist nur darauf zu achten, dass man mit den Tragflächen nicht irgendwo hängenbleibt. Zuguterletzt darf ich noch die gesammelten Fliegen mit einem Tuch abwischen und habe einige Momente allein mit der Remos.

 

Im Büro rechnen wir ab: der Flug kostet mich ganze 30€, was ich absolut fair finde - in einer kommerziellen Flugschule bezahlt man locker das Zehnfache, da ist so ein Verein schon eine feine Sache. Die tatsächliche Flugzeit waren 20 Minuten, alle Rollbewegungen und Instruktionen sind gratis, die Landung übernimmt der Fluglehrer, wunderbar.

 

Zufrieden rolle ich nach Hause und träume davon, möglichst bald wieder in der Luft zu sein - so unvernünftig das auch sein mag.

 

Originalartikel: http://www.vorwerkz.com/schnupperflug-remos-g3-mirage/


06.01.2014 22:05    |    olli190175

Toller Bericht!

 

Ich befasse mich auch seit Jahren mit dem Gedanken eines Flugscheins.

Irgendwann mache ich das auch nochmal!

 

Es ist schon etwas ganz Besonderes, durch die Lüfte zu fliegen :)

 

 

Gruß Olli


07.01.2014 00:04    |    Dortmunder 65

Hier wird öfters mal aus der Reihe geschrieben, da ist dieser Artikel mit Sicherheit einer der Besten.

Danke, dass wir an deinem Erlebnis teil haben durften.

 

Gruß Dorti


07.01.2014 14:24    |    JRAV

@Olli,

 

einfach machen...billiger als heute das Fliegen garantiert nicht mehr werden. Das einzig Blöde ist, dass man statt beim relativ preiswerten UL-Schein (unter 5000€) schneller als gedacht beim doppelt so teuren PPL(A) landet.

 

Trotzdem eine feine Sache, weil man unheimlich viele interessante Leute trifft, die meist auch eine Vorliebe für schöne Autos haben.


06.02.2014 12:52    |    rooster45

Schöner Bericht, danke

 

Geschlossene UL, Erwerb und Unterhalt noch finanzierbar, evt Haltergemeinschaft ....muss jetzt hier zu machen bevor ich richtig Fieber bekomme ;)


05.03.2014 01:37    |    logoft

Ich wollte mal den Segelflugscheinmachen, leider bin ich zu fett :-)) Ich flog malne Platzrunde mit und die Luft unter den Flügeln rauschte und ich dachte es hält das lugzeug einer unter den Flügeln fest.

 

Motorflug ist nicht ohne. Flugzeuge muß man mieten, das wird dann teuer.

 

Ich habe malne Internetseite entdeckt da konnte man selber Hubschrauber fliegen. Aber Hubschrauber ist die Königsklasse, wenig Bewegungen und immer im Gleichgewicht halten.

 

Als ich mich fürs Segelfliegen interessierte und malmitfliegen wollte hatten mich die Leute vergessen und ich wartete einige Stunden. Es war nicht schlimm, weil ich erfuhr dadurch das Segelfliegen sehr zeitintensiv ist im Verein.

 

Der hier den Bericht schrieb hat ja Simulator-Erfahrung, für den muß es das pure Glück gewesen sein selbst zu fliegen.


13.04.2014 08:31    |    HaroldF

Ja, das Fliegen mit einer kleinen Maschine ...... da fällt einem nur Reinhard Mey´s Lied ein: "Über den Wolken".


17.05.2014 17:25    |    Rockport1911

An einen eigenen Flugschein hab Ich noch nie gedacht, ist mir einfach zu abwegig. Ich kann mir aber vorstellen das es durchaus Spaß macht.

 

Zitat:

in X-Plane 10 bin ich schon eine ganze Weile mit einer Remos G3 unterwegs.

Früher hab Ich auch viel Zeit vor Flugsimulatoren verbracht. Klar ist man da noch Lichtjahre vom echten Fliegen entfernt, aber die Anzeigen und Bedienelemente waren dir sicher nicht völlig fremd.


18.05.2014 11:55    |    Sir Firekahn

Wenn man es sich leisten kann, dann ist Fliegen wirklich eine tolle Angelegenheit :).

 

Als Besitzer einer PPL/H weiß ich, wovon ich spreche :D. Allerdings sind Drehflügler nochmal eine andere Nummer. Eher Hummel als Adler ;)

 

Zudem ist VFR Fliegen dank den ganzen UL Pappkisten wirklich erschwinglich geworden :eek:


19.05.2014 12:19    |    mat619

Schöner Bericht, hat Spaß gemacht zu lesen, Danke! Gern mehr davon, wenn sich die Gelegenheit mal wieder so spontan ergibt! ;)

 

Zitat:

Zitat:

in X-Plane 10 bin ich schon eine ganze Weile mit einer Remos G3 unterwegs.

Früher hab Ich auch viel Zeit vor Flugsimulatoren verbracht. Klar ist man da noch Lichtjahre vom echten Fliegen entfernt, aber die Anzeigen und Bedienelemente waren dir sicher nicht völlig fremd.

So weit entfernt vom richtigen Fliegen ist man damit nicht, wenn man heutige Flugsimulatoren entsprechend hochrüstet - lediglich das berühmte "Popometer" fehlt nun mal, die tatsächliche, physische Bewegung des Flugobjekts, das man kontrolliert. Die aerodynamische und technische Theorie und deren Anwendung, auch bzgl. Subsystemen wie der flugrelevanten Elektrik und Hydraulik, kann man aber erstaunlich vollständig erlernen.

Diese erlernten Fähigkeiten lassen sich meiner Erfahrung nach 1:1 in einem Full-Motion-Simulator (voll beweglicher Cockpitsimulator, wie sie Airlines zur Ausbildung und regelmäßigen Lizenzprüfung ihrer Verkehrspiloten benutzen - noch näher ans echte Fliegen kommt man nicht) umsetzen, sodass man einen Flug mit einen komplexen Airliner wie einer Boeing 737-800 im Alleingang durchführen kann, vom kalten, ausgeschalteten Zustand über einen kompletten Reiseflug bis zurück ans Gate. :)


07.08.2014 12:19    |    Hans_Huber

Echt toller Bericht. In 2015 mache ich auch mein UL Schein und erklimme die Lüfte.

 

Holm und Rippenbruch ;-)


24.11.2014 18:15    |    JRAV

Hallo Ihr,

 

ich habe inzwischen meinen PPL gemacht ... zwei Wochen später hin ist der Motor unserer Schulungs-Cessna abgeraucht, und ich habe mich daraufhin wieder der kleinen Remos zugewandt, mit der komischerweise außer mir keiner Fliegen möchte. Unter uns: der kleine Joghurtbecher macht viel mehr Spaß als die Alubüchse! 100PS bei 400kg Gewicht...hihi...die geht ab wie eine Hummel. Im Moment bin ich dabei, all das Wissen zu ordnen, das ich im letzten Jahr gesammelt habe, und in einem neuen Blog mit der Url. www.alpha-flying-india.de aufzubereiten.

 

Ist aber noch viel Arbeit, aber was sonst macht man an trüben Winterabenden?


03.11.2015 11:08    |    katti134

Toll, hier etwas über Motoren zu lesen die in die Luft gehen!

ich habe nach dem segelflug nach mehr technick verlangt und bin zur 2-mot Klasse aufgestiegen, das gibt mir auch über Wasser (Mittrelmeer) und den Alpen genügend sicherhewit, falls mal ein Motor im Fluge "abraucht".

Für dei Strecke Berlin -Cote d Azut oder Montpellier brauch ich mit dem auto 2 tage =16 stunden, mit meiner Cessna310 nur 4,5 Stunden, also bequem an einem Nachmittag. Auf meinem Blog www.helmutwalter.com geb ich manchmal eine Reisebericht.

Euer katti134


Bilder

Deine Antwort auf "Schnupperflug mit der Remos G3"

Johannes Vorwerk

JRAV JRAV

Jaguar

Johannes Vorwerk begeistert sich seit seiner frühesten Kindheit für Autos - insbesondere für angejahrte Luxuslimousinen, die angesichts der zu erwartenden Reparaturanfälligkeit bei den Mitmenschen eher für Mitleid als Mitneid sorgen. Durch Probefahrten in interessanten Fahrzeugen hält Johannes sich auf den aktuellen Stand der Technik und berichtet über seine ausführlich und mit einer guten Prise Humor auf seinem Blog http://www.geniale-fahrberichte.de .

 

Seit 2014 macht Johannes Vorwerk nicht nur die Straßen, sondern auch den unteren Luftraum unsicher: als frischgebackener Privatpilot fliegt er mit den antiken Flugzeugen des lokalen AeroClubs mit 200 km/h am Stau vorbei. Übers Fliegen schreibt mit großer Begeisterung auf http://www.Alpha-Flying-India.de und hat über seine Erfahrungen in der Flugausbildung das Buch "Alpha Flying India - Vom Flugsimulator ins reale Cockpit" verfasst, welches bei Amazon und auf iTunes erhältlich ist.

Blog Favoriten

Besucher

  • anonym
  • 4klaus44
  • marcuSklasse

Blogleser (12)

Buchtipp