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13.03.2021 14:47    |    jennss    |    Kommentare (140)

Verbrenner
Verbrenner

Bei E-Autos wird des Öfteren über den möglichen Wertverlust diskutiert und so manch einer möchte mit dem E-Auto-Kauf lieber warten bis sich die Entwicklungsgeschwindigkeit der Akkutechnik verlangsamt, um einen hohen Wertverlust zu vermeiden. Da ist sicherlich etwas dran, denn zweifellos wird die Akkutechnik immer besser. Von der ebenfalls sich verbessernden Lade-Infrastruktur profitieren jedoch auch alte E-Autos. Den geringsten Wertverlust haben bei E-Autos wohl jene mit großer Reichweite und schnellem Laden. So erfreuen sich ältere Teslas trotz teilweise mäßiger Verarbeitungsqualität auch gebraucht noch eines hohen Wertes.

 

Wer jetzt denkt, mit dem Verbrenner auf der sicheren Seite zu sein, täuscht sich wahrscheinlich, denn mit dem weiteren Ausbau der E-Mobilität und den Steinen, die der alten Technik in den Weg gelegt werden, dürften Verbrenner nicht gerade attraktiver werden. Euro 7 sorgt voraussichtlich dafür, dass die großen Motoren mit dem tollen Klang bald aussterben werden. Bleibt mit den restlichen 3-Zylindern und 4-Zylindern ein Argument weniger für Verbrennerfans. Schon jetzt gibt es bis 300 PS kaum noch 6-Zylinder. Ggü. einem 3-Zylinder macht der Sound einer Musikanlage bei leisem E-Motor schon mehr Sinn. Die Unterhaltskosten werden auch eher steigen (Steuer, Benzin). Die Menschen entdecken zunehmend die Attraktivität der E-Autos (Ansprechverhalten, keine Schaltung, Fahrkosten, Umweltaspekte, verbesserndes Ladenetz) und die Kaufpreise kommen zunehmend in günstigere Regionen. Auch wenn noch häufig versucht wird, die Umweltfreundlichkeit von E-Autos in Zweifel zu ziehen, wird doch langsam immer klarer, dass sie eben doch das Konzept mit der umweltfreundlicheren Perspektive und die Förderung nicht ohne Sinn ist.

 

Mehrere Auto-Hersteller wollen Verbrenner in absehbarer Zeit einstellen. Smart hat es vorgemacht und Verbrenner ab 2020 nicht mehr gebaut (dumm nur, dass die E-Smarts jetzt kaum lieferbar sind). Mini will ab 2030 keine Verbrenner mehr bauen, Porsche ab 2027 (ausgenommen evtl. 911er mit E-Fuels) etc.. Der Abschied vom Diesel kommt noch etwas früher als vom Benziner. Porsche hat gar keine mehr im Programm und andere Hersteller wie Volvo folgen bald. In vielen Ländern will die Regierung die Zulassung neuer Verbrenner ab ca. 2030 komplett untersagen, in Norwegen sogar schon 2025.

 

Wie ich schon mal in einem älteren Artikel getippt habe, sehe ich zwischen Elektromobilität und Digitalkameratechnik gewisse Parallelen. Heute sieht es so aus, dass man analoge Spiegelreflexkameras auf dem Grabbeltisch super billig findet. Selbst analoge Leicas, die früher besonders wertstabil waren, werden sehr günstig angeboten. Ganz so schlimm wird es bei Verbrennern in absehbarer Zeit wohl nicht werden, aber die Attraktivität sinkt sicherlich mit zunehmender E-Verbreitung. Wer also aufgrund der Wertstabilität noch nicht auf ein E-Auto setzen möchte, sondern lieber noch einen Verbrenner kauft, könnte falsch liegen. Sicher ist zwar noch gar nichts, aber die Aussicht ist schlechter als bisher. Auch der Gebrauchtmarkt wandelt sich.

 

Am einfachsten ist es, wenn man sich ein Auto kauft, ohne dabei den Wertverlust berücksichtigen zu müssen, d.h. entweder leasen oder kaufen und bis ans Ende fahren. Der Markt der Oldtimer wird sich wie schon bei Digitalkameras ändern. Es wird in Zukunft sicher weniger Oldies geben, was ich durchaus schade finde. Es sei denn, es wird eine günstige Möglichkeit geben, E-Oldies mit neuen Akkus zu modernisieren.

j.

 

Btw: Ich sehe PlugIn-Hybride etwas ähnlich wie das APS-Format in der Fotografie. Es ist eine Übergangstechnologie, die womöglich noch früher wieder aussterben wird als der Verbrenner ohne E-Motor.

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13.03.2021 14:52    |    Alexander67

Zitat:

Btw: Ich sehe PlugIn-Hybride etwas ähnlich wie das APS-Format in der Fotografie. Es ist eine Übergangstechnologie, die womöglich noch früher wieder aussterben wird als der Verbrenner ohne E-Motor.

Nö, Plugins werden immer flexibler sein als reine BEV oder reine Verbrenner.

Ja, die haben Verbrenner Wartung und Defekte.

Ja die haben einen Akku der kaputt gehen kann.

Aber der Akku ist klein und kostet weniger als der größere BEV Akku.


13.03.2021 15:04    |    jennss

Beim 225xe soll der Akku bei ca. 5000 € liegen. Das ist auch nicht billig. Ich glaube, dass sobald man sich an das Laden gewöhnt hat, keinen besonderen Vorteil mehr im PHEV sieht, bzw. dass der Vorteil des Verbrenners meistens überschätzt wird. Ich bin im 225xe sehr gerne elektrisch gefahren, weil es konzeptionell einfach besser und verzögerungsfreier läuft. Aber damit fehlte mir die volle Leistung, ist ein doofer Zwiespalt. Mal eben den Verbrenner anwerfen, wenn noch Strom im Akku ist, ist nicht schön. Und mit Verbrenner hat man dann wieder die ungeliebten Verzögerungen im Antrieb. Für Laternenparker ist ein PHEV schon gar nichts, es sei denn man fährt ihn nicht "artgerecht" und kassiert nur Prämien/Steuern ab.

j.


13.03.2021 15:17    |    Alexander67

Zitat:

@jennss schrieb am 13. März 2021 um 15:04:54 Uhr:

Beim 225xe soll der Akku bei ca. 5000 € liegen. Das ist auch nicht billig. Ich glaube, dass sobald man sich an das Laden gewöhnt hat, keinen besonderen Vorteil mehr im PHEV sieht, bzw. dass der Vorteil des Verbrenners meistens überschätzt wird. Ich bin im 225xe sehr gerne elektrisch gefahren, weil es konzeptionell einfach besser und verzögerungsfreier läuft. Aber damit fehlte mir die volle Leistung, ist ein doofer Zwiespalt. Mal eben den Verbrenner anwerfen, wenn noch Strom im Akku ist, ist nicht schön. Und mit Verbrenner hat man dann wieder die ungeliebten Verzögerungen im Antrieb. Für Laternenparker ist ein PHEV schon gar nichts, es sei denn man fährt ihn nicht "artgerecht" und kassiert nur Prämien/Steuern ab.

j.

Das ist viel eine Frage der Umsetzung.

OK, ich kenne den 225xe nicht, aber so ein 225xe sollte auch im E-Modus halbwegs Leistung haben.

Und Verzögerungen im Verbrenner Antrieb?

Sehe ich nicht. Ist ja kein extremer Turbo mit Turboloch.

 

Und Laternenparker die nicht wissen ob und wann die wieder laden können, für die ist ein Plugin doch auch recht gut geeignet.


13.03.2021 15:25    |    notting

Zitat:

Von der ebenfalls sich verbessernden Lade-Infrastruktur profitieren jedoch auch alte E-Autos.

Jein. Nein vor allen Dingen was die Ladegeschwindigkeit z. B. auf Langstrecken angeht, was ein häufiger Kritikpunkt ist. Ein 50kW-CCS-Auto kann an einer 150- oder gar 350kW-Ladesäule nicht schneller laden als an einer 50kW-CCS-Ladesäule.

 

Zitat:

Euro 7 sorgt voraussichtlich dafür, dass die großen Motoren mit dem tollen Klang bald aussterben werden.

Das müsste aber dafür sorgen, dass die Nachfrage nach älteren Fahrzeugen beim entspr. Klientel steigt -> geringerer Wertverlust wg. Angebot und Nachfrage.

 

Zitat:

Mini will ab 2025 keine Verbrenner mehr bauen

Wie wäre es, wenn du vorher deinen Link lesen würdest? ;-)

Zitat:

[...] ab Anfang der 2030er-Jahre dann sollen im Neuwagenhandel nur noch rein elektrisch angetriebene Minis verkauft werden.

Logischerweise werden schon ein paar Jahre vorher keinen neuen Verbrenner-Modell mehr entwickelt, da Automodelle immer einpaar Jahre gebaut werden weil es sonst keinen Sinn macht. Im konkreten Fall ab 2025 ...

 

BTW: Ich gehöre zu der Fraktion, denen der Wertverlust nicht ganz so wichtig ist, weil das Auto bis (fast) zum wirtschaftl. Totalschaden gefahren werden soll.

 

notting


13.03.2021 15:29    |    captmcneil

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 13. März 2021 um 14:52:48 Uhr:

Zitat:

Btw: Ich sehe PlugIn-Hybride etwas ähnlich wie das APS-Format in der Fotografie. Es ist eine Übergangstechnologie, die womöglich noch früher wieder aussterben wird als der Verbrenner ohne E-Motor.

Nö, Plugins werden immer flexibler sein als reine BEV oder reine Verbrenner.

Ja, die haben Verbrenner Wartung und Defekte.

Ja die haben einen Akku der kaputt gehen kann.

Aber der Akku ist klein und kostet weniger als der größere BEV Akku.

Hm, ich weiß es nicht. Habe mir nun auch einen PHEV geholt (E300e), allerdings geleast, da ich das Glücksspiel mit Wertverlust und Wartungskosten (ist ja immernoch ein auf 211PS hochgezüchteter Vierzylinder drin) nicht mitmachen möchte.

 

Was ich schätze, ist das Gefühl eines Elektroautos in der Stadt, und das Gefühl eines Verbrenners auf der Autobahn.

 

Letzteres mit reinen E-Fahrzeugen hinzubekommen, erfordert einen großen Akku, was für mich auf der Mittelstrecke den Umweltaspekt ad absurdum führen würde. Okay, bei einer E-Klasse mit diesen Fahrleistungen über Umweltaspekte zu reden, ist bigott, aber bei den Teslas sieht das ja nicht anders aus, und ich bin überzeugt, dass die meisten Halter von sich denken, die Umwelt zu schonen.

 

Ob Plugins eine Randerscheinung sind, oder nicht vielleicht doch eine große Zukunft vor sich haben, weiß ich nicht - für meinen Einsatzzweck machen Plugins einfach total Sinn, da ich einerseits ein großes, luxuriöses Auto mit ordentlich Leistung möchte, aber andererseits einen V6 oder V8 bei meiner Pendlerstrecke einfach kaputt mache. Und es gibt auch einige sehr interessante neue PHEVs, wie z.B. den die DS9, die genau in meine Kerbe schlagen.

 

Spätestens in ein paar Jahren werden Reichweiten auch jenseits der 500km auch in erschwinglichen Elektroautos verfügbar sein, so dass die Flexibilität wieder da ist, und sei es nur, um den Leuten die Argumente zu nehmen. Die Frage ist einfach, ob es sich auch mit dem technischen Fortschritt überhaupt ökologisch lohnt, wenn das Auto nach 15 Jahren immernoch nicht die 150tkm geknackt hat. Die andere Frage ist, ob das überhaupt eine Rolle spielt, da Prüfverfahren wie WLTP nach wie vor nicht "fair" sind.

 

Fakt ist, dass das, was auf dem reinen Verbrennermarkt derzeit verfügbar ist, und in den kommenden Jahren verfügbar sein wird, keinen Spaß mehr macht.


13.03.2021 15:30    |    jennss

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 13. März 2021 um 15:17:18 Uhr:

OK, ich kenne den 225xe nicht, aber so ein 225xe sollte auch im E-Modus halbwegs Leistung haben.

88 PS bei 1,73 t. macht 15 s. auf 100. Geht so. Immerhin ohne Verzögerung, also besser als 15 s. mit Verbrenner. Solche Werte stehen in keinem Test. Da stehen nur die 6,7 s. im Hybridmodus.

 

Zitat:

Und Verzögerungen im Verbrenner Antrieb?

Sehe ich nicht. Ist ja kein extremer Turbo mit Turboloch.

Zurückschalten ist ein typisches Beispiel der Verzögerung. Beim E-Auto gibt es das nicht.

 

Zitat:

Und Laternenparker die nicht wissen ob und wann die wieder laden können, für die ist ein Plugin doch auch recht gut geeignet.

Wer ohne konkrete Lösung so mit PHEV anfängt, wird zu 90% mit Verbrenner fahren. Ich hatte 63% Verbrenner, trotz kleinem Akku (41 km nach NEFZ).

j.


13.03.2021 15:34    |    jennss

Zitat:

@notting schrieb am 13. März 2021 um 15:25:10 Uhr:

Zitat:

Von der ebenfalls sich verbessernden Lade-Infrastruktur profitieren jedoch auch alte E-Autos.

Jein. Nein vor allen Dingen was die Ladegeschwindigkeit z. B. auf Langstrecken angeht, was ein häufiger Kritikpunkt ist. Ein 50kW-CCS-Auto kann an einer 150- oder gar 350kW-Ladesäule nicht schneller laden als an einer 50kW-CCS-Ladesäule.

Wegen mehr Ladesäulen aber doch jeder.

 

Zitat:

@notting schrieb am 13. März 2021 um 15:25:10 Uhr:

Zitat:

[...] ab Anfang der 2030er-Jahre dann sollen im Neuwagenhandel nur noch rein elektrisch angetriebene Minis verkauft werden.

Logischerweise werden schon ein paar Jahre vorher keinen neuen Verbrenner-Modell mehr entwickelt, da Automodelle immer einpaar Jahre gebaut werden weil es sonst keinen Sinn macht. Im konkreten Fall ab 2025 ...

Hoppla, stimmt, habe es korrigiert auf 2030.

j.


13.03.2021 15:43    |    jennss

Zitat:

@captmcneil schrieb am 13. März 2021 um 15:29:25 Uhr:

Hm, ich weiß es nicht. Habe mir nun auch einen PHEV geholt (E300e), allerdings geleast, da ich das Glücksspiel mit Wertverlust und Wartungskosten (ist ja immernoch ein auf 211PS hochgezüchteter Vierzylinder drin) nicht mitmachen möchte.

 

Was ich schätze, ist das Gefühl eines Elektroautos in der Stadt, und das Gefühl eines Verbrenners auf der Autobahn.

 

Letzteres mit reinen E-Fahrzeugen hinzubekommen, erfordert einen großen Akku, was für mich auf der Mittelstrecke den Umweltaspekt ad absurdum führen würde.

Ich habe die 3 Jahre mit 225xe auch kein bisschen bereut. Alleine schon, um Erfahrung zu machen, war er für mich wertvoll. Ist elektrisch nur eben keine Rakete wie ein Tesla.

 

Ich bin mit Smart EQ (129 km nach WLTP) auch längere Strecken mit Zwischenladen gefahren (bis 250 km). Das hat mir gezeigt, dass es mit dem Laden kein Problem ist. Beim ID.3 werde ich 420 km nach WLTP haben. Das ist so schon viel, dass ich die 549 km des großen Akkus auch für lange Strecken nicht brauche. Pause mache ich auch mit Verbrenner nach 250 km.

 

Vorteil des großen Akkus ist, dass er noch weniger Degradation hat. Wenn er länger hält, ist er auch bzgl. Umweltaspekt nicht schlechter. Aber in 10 Jahren, wenn das Auto alt ist, wird der Recyclingkreislauf bestimmt schon gut laufen.

 

Beim 225xe hatte ich geschätzt 85% Restkapazität nach 52000 km (19000 elektrisch). Das passt etwa zu den rund 1000 Zyklen. Beim ID.3 mit großem Akku dürften es ca. 400000 km nach 1000 Zyklen mit 85% sein.

j.


13.03.2021 15:48    |    Alexander67

Zitat:

@jennss schrieb am 13. März 2021 um 15:30:10 Uhr:

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 13. März 2021 um 15:17:18 Uhr:

OK, ich kenne den 225xe nicht, aber so ein 225xe sollte auch im E-Modus halbwegs Leistung haben.

88 PS bei 1,73 t. macht 15 s. auf 100. Geht so. Immerhin ohne Verzögerung, also besser als 15 s. mit Verbrenner. Solche Werte stehen in keinem Test. Da stehen nur die 6,7 s. im Hybridmodus.

Zugegeben, ich habe mehr den Bereich bis 50 im Kopf gehabt.

Aber zur mit kann man ja mal ein paar Sekunden in den Hybrid-Modus.

Übrigens, bei seriell Hybrid gibt es keinen Unterschied.

 

 

Zitat:

@jennss schrieb am 13. März 2021 um 15:30:10 Uhr:

Zitat:

Und Verzögerungen im Verbrenner Antrieb?

Sehe ich nicht. Ist ja kein extremer Turbo mit Turboloch.

Zurückschalten ist ein typisches Beispiel der Verzögerung. Beim E-Auto gibt es das nicht.

Das ist wieder sehr von der Umsetzung abhängig.

Stufenlose Getriebe schalten nicht zurück.

Gibt es zum Beispiel bei den Toyota Hybrid Achsen.

Aber auch bei anderen Herstellern.

Teilweise arbeiten die dann sogar mit künstlichen Stufen um ein Getriebe mit Gängen zu simulieren.

Aber auch bei Getrieben mit Gängen, so langsam sind die nicht.

 

Zitat:

@jennss schrieb am 13. März 2021 um 15:30:10 Uhr:

Zitat:

Und Laternenparker die nicht wissen ob und wann die wieder laden können, für die ist ein Plugin doch auch recht gut geeignet.

Wer ohne konkrete Lösung so mit PHEV anfängt, wird zu 90% mit Verbrenner fahren. Ich hatte 63% Verbrenner, trotz kleinem Akku (41 km nach NEFZ).

j.

Kommt bestimmt sehr auf die Umstände an.

Kann aber natürlich sein.

Die Frage ist dann aber auch ob in Bezug auf den Energieverbrauch oder auf wie vielen/wenigen km der Verbrenner aus ist.


13.03.2021 15:51    |    bsa11

Habe schon seit 2012 privat geleast, wie den auch vor paar Wochen soeben georderten neuen Diesel auch. Somit bin ich die nächsten 4 Jahre erstmal unbesorgt. Dann übernehme ich entweder dieses Auto zu einem prophezeiten schlechten Markt-Restwert und fahre ein wahres Auto noch Jahre zu ende, oder kaufe von den letzten Verbrennern in 2025 zu (den prophezeiten) günstigen Preisen einen gering genutzten und fahre noch 10 Jahre den aus dem gleichen Grund.

Dabei ist für mich die Kostenseite nicht das einzige, warum ich E-autos noch nicht ernsthaft betrachte. Hier schon öfter erwähnt, ich nehme einen, wenn Auswahl aus nicht SUV, nicht kompakt (LKW- Transporter o.ä. nicht gemeint) vorliegt und sonst voll erstwagentauglich, d.h. nicht für Nischenbedarf (ebenbürtig zum Diesel in Reichweite und Zeiteffizienz).


13.03.2021 16:01    |    jennss

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 13. März 2021 um 15:48:39 Uhr:

Zugegeben, ich habe mehr den Bereich bis 50 im Kopf gehabt.

Aber zur mit kann man ja mal ein paar Sekunden in den Hybrid-Modus.

Habe ich mit schlechtem Gewissen auch mal gemacht. Der Motor ist dann ja noch kalt. Zwar ist ein Hybridmotor für diesen Fall etwas verstärkt, aber auch der Verbrauch ist am Anfang hoch, weil er dabei warmfährt.

 

Zitat:

Übrigens, bei seriell Hybrid gibt es keinen Unterschied.

Mit dem Nachteil, dass alle Kilometer über den Akku laufen. Der Serielle Hybrid macht auch nur mit relativ kleinem Akku Sinn und dann ist die Degradation wieder vergleichsweise hoch.

 

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 13. März 2021 um 15:48:39 Uhr:

Zitat:

@jennss schrieb am 13. März 2021 um 15:30:10 Uhr:

Zurückschalten ist ein typisches Beispiel der Verzögerung. Beim E-Auto gibt es das nicht.

Das ist wieder sehr von der Umsetzung abhängig.

Stufenlose Getriebe schalten nicht zurück.

Gibt es zum Beispiel bei den Toyota Hybrid Achsen.

Aber auch bei anderen Herstellern.

Ist die Verzögerung bei Toyota nicht noch schlimmer? Ich bin mal den Auris Hybrid gefahren und fand den vergleichsweise lahm.

j.


13.03.2021 16:05    |    captmcneil

Zitat:

@jennss schrieb am 13. März 2021 um 15:43:20 Uhr:

Ich bin mit Smart EQ (129 km nach WLTP) auch längere Strecken mit Zwischenladen gefahren (bis 250 km). Das hat mir gezeigt, dass es mit dem Laden kein Problem ist. Beim ID.3 werde ich 420 km nach WLTP haben. Das ist so schon viel, dass ich die 549 km des großen Akkus auch für lange Strecken nicht brauche. Pause mache ich auch mit Verbrenner nach 250 km.

Sicher, es geht. Man muss halt nur aufgeschlossen sein, d.h. sein Navi stellen, dann wissen ja insbesondere die Luxuskisten schon selber, was zu tun ist und sagen einem, wo man rausfährt und am besten Pause macht. Das kriegen inzwischen auch die Deutschen Hersteller gut hin.

 

Es erfordert aber einfach auch, dass das Auto die entsprechende Reichweite hat - maximal 420km beim ID.3 sind schon völlig in Ordnung, die 250km Sprints glaube ich. Und der Weg geht ja nur nach vorne.

Allerdings ist gerade der ID.3 für seine Verarbeitungsqualität noch viel zu teuer - das ganze Budget ist offenbar in den Antrieb und Akku gegangen. Und soetwas möchte ich einfach nicht.

 

Ich müsste derzeit auch passen beim Thema reine E-Fahrzeuge unter 100.000€, die mich wirklich reizen würden. Bei den Plugins sieht das einfach anders aus.

 

Zitat:

Vorteil des großen Akkus ist, dass er noch weniger Degradation hat. Wenn er länger hält, ist er auch bzgl. Umweltaspekt nicht schlechter. Aber in 10 Jahren, wenn das Auto alt ist, wird der Recyclingkreislauf bestimmt schon gut laufen.

 

Beim 225xe hatte ich geschätzt 85% Restkapazität nach 52000 km (19000 elektrisch). Das passt etwa zu den rund 1000 Zyklen. Beim ID.3 mit großem Akku dürften es ca. 400000 km nach 1000 Zyklen mit 85% sein.

j.

Ja, man darf und muss sich darauf verlassen, dass es noch große Fortschritte geben wird, die die Bilanz verbessern, keine Frage. Das CO2 bei der Herstellung ist allerdings raus... VW selbst gibt ja etwa 120tkm als "Break even point" an, was den Vorsprung des ID.3 meines Erachtens noch sehr bescheiden ausfallen lässt: link

 

Es ist halt so, dass die Akkuherstellung einen so großen Anteil am CO2-Ausstoß macht (und vermutlich auch weiterhin machen wird), so dass man sich beim Kauf schon die Frage stellen sollte, mit wie wenig man auskommt. Irgendwann stellt sich der Vergleich E gegen Verbrenner nicht mehr; dann vergleicht man E Autos untereinander. Das ist m.E. nicht mit der Entscheidung 60l vs 80l-Tank zu vergleichen.

 

Ich würde meistens auch mit 100km Reichweite auskommen. Ab und an gibt es aber einfach den Roadtrip, und für den geht es für mich dann auch nicht um Effizienz. Hier kann man Fahrer tauschen, etc... Die 1100km nach Holland und zurück, die wir 2014 für ein Konzert zurückgelegt haben, sind auch sicherlich nicht spritsparend gewesen :-) Oder 2018 an einem Tag durch alle Kantone in der Schweiz. Niemand hat dabei auch nur einen Gedanken an die Reichweite verschwendet, dafür waren es tolle Erlebnisse und ein Stück Freiheit, das ich nicht missen möchte. Ob ich dafür die ganze Zeit einen Riesen-Akku durch die Gegend fahren möchte, weiß ich nicht.


Bild

13.03.2021 17:09    |    captmcneil

Zitat:

@jennss schrieb am 13. März 2021 um 15:30:10 Uhr:

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 13. März 2021 um 15:17:18 Uhr:

OK, ich kenne den 225xe nicht, aber so ein 225xe sollte auch im E-Modus halbwegs Leistung haben.

88 PS bei 1,73 t. macht 15 s. auf 100. Geht so. Immerhin ohne Verzögerung, also besser als 15 s. mit Verbrenner. Solche Werte stehen in keinem Test. Da stehen nur die 6,7 s. im Hybridmodus.

Da ich den 225xe selber nicht gefahren bin, aber dafür den E300e, kann ich vielleicht noch beisteuern, dass es da nach oben etwas "Luft" gibt.

 

Hier sieht man z.B. 0-60mph in 12.6 Sekunden, was m.E. in Ordnung ist: https://www.youtube.com/watch?v=_QHqr54TnVc

Hier zum Vergleich ein 530e, der das doch etwas zäh in 13.9 Sekunden schafft: https://www.youtube.com/watch?v=5h-CmLnEob0 (bis 80 rum geht der sicher schon gut vorwärts)

Generell erscheint mir das Gesamtpaket bei Mercedes besser, auch, weil die effektive elektrische Reichweite nochmal die 20% höher ist.

 

Ich denke, es ist auch etwas eine Einstellungssache. Jennss hört sich für mich wie jemand an, der an der "Elektroauto-Krankheit" leidet ;-) (nicht böse gemeint). Und wie er schon sagt, dann hat man einfach immer nur die Hälfte vom Auto in einem Hybrid, wenn man immer versucht, elektrisch zu fahren.

Das gute ist natürlich, dass es im Gegensatz z.B. zu einem Auris überhaupt geht.

 

Ich habe nicht vor, meinen Hybriden in etwas anderem als im Comfort-Modus zu bewegen, wo der Verbrenner einfach mitläuft. Allein schon deswegen, weil ich denke, dass ein Verbrenner kaputt geht, wenn er nicht warmgefahren, und benutzt wird. Und die Fahrleistungen möchte ich natürlich auch nutzen.


13.03.2021 17:15    |    jennss

Zitat:

@captmcneil schrieb am 13. März 2021 um 16:05:42 Uhr:

Sicher, es geht. Man muss halt nur aufgeschlossen sein, d.h. sein Navi stellen, dann wissen ja insbesondere die Luxuskisten schon selber, was zu tun ist und sagen einem, wo man rausfährt und am besten Pause macht.

Der Smart ist für Langstrecken ja nicht gedacht. Mit genug Reichweite und schnellem Laden ist es problemlos. Nach meinem Eindruck hat bisher etwa jede zweite Raststätte Ladesäulen, aber bis Jahresende dürften wohl alle welche haben. Dann ist auch keine Planung mehr nötig. Mit Erfahrung baut sich das Vertrauen auf.

 

Zitat:

Allerdings ist gerade der ID.3 für seine Verarbeitungsqualität noch viel zu teuer - das ganze Budget ist offenbar in den Antrieb und Akku gegangen. Und soetwas möchte ich einfach nicht.

Nicht Verarbeitung und Material verwechseln. Die Verarbeitung ist aktuell sehr ordentlich. Das Material liegt halt zwischen Polo und Golf und über das leere Innendesign kann man streiten. Für die Reichweite ist der ID.3 ausgesprochen günstig, wenn man nicht bestimmte Extras will, die es nur in teuren Versionen gibt, z.B. DCC oder Travel-Assistent.

 

Zitat:

Ich müsste derzeit auch passen beim Thema reine E-Fahrzeuge unter 100.000€, die mich wirklich reizen würden. Bei den Plugins sieht das einfach anders aus.

Ja, da ist die Auswahl viel größer. Sind eben einfacher zu realisieren mit den aktuellen Plattformen.

 

 

Zitat:

Ja, man darf und muss sich darauf verlassen, dass es noch große Fortschritte geben wird, die die Bilanz verbessern, keine Frage. Das CO2 bei der Herstellung ist allerdings raus... VW selbst gibt ja etwa 120tkm als "Break even point" an, was den Vorsprung des ID.3 meines Erachtens noch sehr bescheiden ausfallen lässt: link

Berücksichtigt man die Zahlungen der CO2-Deals, wird der ID.3 im Gegensatz zu Verbrennern bereits CO2-neutral gebaut :). Ok., die Deals sind nicht gleichwertig wie wahre Ersparnis, aber besser als nichts. Mit Ökovertrag ist die Kompensation auch schneller als mit Strommix.

 

Zitat:

Oder 2018 an einem Tag durch alle Kantone in der Schweiz. Niemand hat dabei auch nur einen Gedanken an die Reichweite verschwendet, dafür waren es tolle Erlebnisse und ein Stück Freiheit, das ich nicht missen möchte. Ob ich dafür die ganze Zeit einen Riesen-Akku durch die Gegend fahren möchte, weiß ich nicht.

Mit Erfahrung beim E-Auto wird das auch locker klappen. Ich würde auch mit dem mittleren Akku im ID.3 1000 km am Tag fahren... wenn mir das nicht schon mit Verbrenner zu viel wäre :). Wenn sehr lange Strecken wichtig sind, würde ich aktuell den ID.3 mit 77 kWh, den Hyundai Ioniq mit großem Akku, einen Mustang mit 99 kWh, Taycan oder einen Tesla mit großem Akku empfehlen. Beim Maximum geht mit Verbrenner noch mehr, insbesondere bei Extremstrecken mit Fahrerwechsel und Mini-Pausen (essen im Auto). Damit muss man sich arrangieren und wird dafür im Alltag mit einem angenehmeren Antrieb belohnt.

j.


13.03.2021 17:27    |    captmcneil

Zitat:

@jennss schrieb am 13. März 2021 um 17:15:33 Uhr:

Nicht Verarbeitung und Material verwechseln. Die Verarbeitung ist aktuell sehr ordentlich. Das Material liegt halt zwischen Polo und Golf und über das leere Innendesign kann man streiten. Für die Reichweite ist der ID.3 ausgesprochen günstig, wenn man nicht bestimmte Extras will, die es nur in teuren Versionen gibt, z.B. DCC oder Travel-Assistent.

Hier muss ich vehement widersprechen. Ich verwechsel das sicher nicht; mein Problem ist, dass beides für den hohen Preis nicht stimmt.

 

Bei den eingesetzten Materialien (ich nenne es mal "Qualitätsanmutung") ist der ID.3 einfach Klassen unter einem VW Golf VII, und auch nicht unbedingt besser als ein Polo. Das ist meine Wahrnehmung, und da rücke ich keinen Millimeter ab :-) - ist ja auch eine subjektive Sache.

 

Aber auch bei der Verarbeitungsqualität finde ich, ist der ID.3 teilweise unter einem Dacia: Bei der Lackierung wird gespart (diese halb lackierte Motorhaube geht einfach gar nicht), die Spaltmaße sind nicht das, was man von VW gewohnt ist, die Sitze sind billig, und mit der Software... naja, ist halt ne neue Plattform; die könnte man wenigstens noch updaten. Aber wer weiß schon, ob das passiert. Da muss sich VW erstmal einen Ruf wie Tesla erarbeiten, glauben tu ich das wenn's soweit ist.

 

Selbst die AMS hat hier Kritik geäußert:

 

https://www.auto-motor-und-sport.de/.../

 

Ich will da auch kein Stinkstiefel gegen E-Autos oder diese neuen Interieurs sein; das Tesla Model 3 empfand ich als in Ordnung. Ich fand es nicht schön oder praktisch - aber vom Qualitätseindruck her hatte ich nichts zu meckern. Aufgefallen ist mir allenfalls, dass auch dort die Sitze des Vorführmodells (dito Model S) bereits Abnutzungsspuren an den Nähten gezeigt haben, vermutlich weil bei solchen Autos viel aus- und eingestiegen wird. Von VW erwarte ich da deutlich mehr...


13.03.2021 17:45    |    notting

Zitat:

@jennss schrieb am 13. März 2021 um 17:15:33 Uhr:

Wenn sehr lange Strecken wichtig sind, würde ich aktuell den ID.3 mit 77 kWh, den Hyundai Ioniq mit großem Akku [...]

Einen Hyundai Ioniq gibt's nicht. Gibt Ioniq PHEV und HEV, mit denen kann man durchaus lange Strecken zurücklegen. Den Ioniq Elektro gibt's auch noch. Aber auch den gibt's nur mit einer Akkugröße. Nur den Hyundai Kona oder den Ioniq 5 der Hyundai-Submarke Ioniq gibt's mit 2 Akkugrößen.

Bitte keine Verwirrung stiften :-)

 

notting


13.03.2021 18:03    |    captmcneil

Zitat:

@notting schrieb am 13. März 2021 um 17:45:03 Uhr:

Einen Hyundai Ioniq gibt's nicht.

Technisch sicher seit Mitte 2020 korrekt, aber es sei verziehen glaube ich, wenn sogar Google hier noch verwirrt ist ;-)

 

Edit: https://de.wikipedia.org/wiki/Hyundai_Ioniq


Bild

13.03.2021 18:53    |    Old Faithful

Ich fahre seit Mitte 2013 rein elektrisch, bis 2019 Zoe, allererste Variante, ab Mitte 2019 Model 3 LR RWD. In den ersten Jahren hatten wir noch parallel unseren Golf VI 1,4 l 118 kW, DSG, Highline behalten. Man weiß ja nie. Er wurde kaum noch gefahren, nur auf größeren Urlaubsreisen. Alles was irgendwie ging, haben wir mit der Zoe gefahren. Trotz ihrer 1.503 kg und 65 kW waren wir bei Bedarf an der Ampel schneller als so gut wie jeder andere. Nicht wegen der Power (die hatte sie nicht), aber der unmittelbare Antritt mit vollem Drehmoment riss es raus. Und das Fahren ist einfach angenehmer als in jedem Verbrenner.

Wer glaubt, ein Verbrenner hängt direkt am Gas, hat noch kein Elektroauto gefahren. Es ist ein großer Unterschied. Auch Smartfahrer sagen das und der ist keine Rakete.

Es käme mir nicht mehr in den Sinn, wieder in die alte Technik umzusteigen, auch nicht in einen PHEV. Wenn man einmal den ganzen Schritt über den Graben gemacht hat, steht man drüben und freut sich. Wieder zurück - never.

Meine Zoe habe ich übrigens Mitte 2019 mit Mietakku und 108.000 km für 8.000 € verkauft. Der Mietakku war ein hilfreiches Argument beim Verkauf, weil Renault die Garantie auf Lebenszeit des Akkus gibt. Und ich habe über die gesamte Laufzeit bei uns (6 Jahre) weniger gezahlt, als wenn ich den Akku zu Beginn gekauft hätte. Der Wagen läuft heute noch mit den ersten Akku.


13.03.2021 19:35    |    bsa11

Zitat:

@Old Faithful schrieb am 13. März 2021 um 18:53:03 Uhr:

Ich fahre seit Mitte 2013 rein elektrisch, bis 2019 Zoe, allererste Variante, ab Mitte 2019 Model 3 LR RWD. In den ersten Jahren hatten wir noch parallel unseren Golf VI 1,4 l 118 kW, DSG, Highline behalten. Man weiß ja nie. Er wurde kaum noch gefahren, nur auf größeren Urlaubsreisen.

Das meine ich mit meinem Wunsch bzgl. Erstwagentauglichkeit, die ich z.Zt. bei e-Fahrzeugen nicht sehe. Ich will nicht 2 Fahrzeuge haben für meine Reiseziele. Und Langstrecke mit einem 3,9 m Auto ist für mich keine Fahrfreude, aus der ich nach 900 km auch körperlich entspannt aussteige, weil durch langen Achsabstand der Geradeauslauf stimmt, die Federungskomfort paßt, das Auto wird im Verkehr wahrgenommen, kann 150-190 km/h ohne Reichweitengrübeln fahren (wie ginge das mit E-auto?), das Reisegepäck im Kofferraum unterkommt usw. usw. Zugleich komme ich selten in Parkpaltznöte in der Innenstadt (500 tEinwohner), auch mit 4,8 m Außenlänge, man muß nur parken lernen. Alles mit einem Auto.


13.03.2021 19:36    |    cookie_dent

Ich sehe zum jetzigen Zeitpunkt den Verbrenner noch nicht als Wundertüte.

Ich bin zwar schon lange mir einem BEV am liebäugeln, aber für mich und viele andere ist ein Verbrenner, Stand heute, noch alternativlos.

Die Ladeinfrastruktur an meinem Wohnort ist schlicht nicht vorhanden, Zuhause und auf der Arbeit laden geht auch nicht. Besserung ist nicht in Sichtweite.

Tankstellen dagegen habe ich aber im Umkreis von einem Kilometer ganze drei Stück.

Ein PHEV würde ich mir (wie bereits zwei meiner Bekannten) nur zulegen um die Prämie einzustreichen und Steuerliche Vorteile zu genießen, das Ladekabel ginge dann Originalverpackt zurück. Allerdings widerspricht das meiner ökonomischen und ökologischem Einstellung.

 

Zitat:

Smart hat es vorgemacht und Verbrenner ab 2020 nicht mehr gebaut

Und mit dieser Entscheidung haben sie sich das eigene Grab geschaufelt.

Smart hatte im ersten Halbjahr 2020 ein Neuzulassungsminus von 83,6 Prozent.

 

Zitat:

(dumm nur, dass die E-Smarts jetzt kaum lieferbar sind)

Dann schau mal auf Mobile de, alleine dort sind 121 fabrikneue/Vorführer inseriert.

Ich denke eher das Smart seine Produktion stark gedrosselt hat und nur noch auf Abruf produziert.


13.03.2021 19:51    |    Alexander67

Zitat:

@jennss schrieb am 13. März 2021 um 16:01:01 Uhr:

....

Zitat:

Übrigens, bei seriell Hybrid gibt es keinen Unterschied.

Mit dem Nachteil, dass alle Kilometer über den Akku laufen. Der Serielle Hybrid macht auch nur mit relativ kleinem Akku Sinn und dann ist die Degradation wieder vergleichsweise hoch.

Nö, also ja, die laufen als BEV bis der Akku (halbwegs) leer ist.

Dann geht irgendwann der Verbrenner an und liefert Strom.

 

Zitat:

@jennss schrieb am 13. März 2021 um 16:01:01 Uhr:

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 13. März 2021 um 15:48:39 Uhr:

 

Das ist wieder sehr von der Umsetzung abhängig.

Stufenlose Getriebe schalten nicht zurück.

Gibt es zum Beispiel bei den Toyota Hybrid Achsen.

Aber auch bei anderen Herstellern.

Ist die Verzögerung bei Toyota nicht noch schlimmer? Ich bin mal den Auris Hybrid gefahren und fand den vergleichsweise lahm.

j.

Richtig auf Gas treten.

Dann wird rasend schnell und ohne Unterbrechung des Kraftschlusses (keine Kupplung irgendeiner Art) die Verbrennerdrehzahl erhöht und der Verbrenner gibt volle Leistung.

 

Diese stufenlose Getriebe waren in der Formel 1 so stark, die wurden umgehend wieder verboten.

OK, das war ein anderes Konzept als bei Toyota (Hybriden).


13.03.2021 19:59    |    Old Faithful

Zitat:

@bsa11 schrieb am 13. März 2021 um 19:35:18 Uhr:

Zitat:

@Old Faithful schrieb am 13. März 2021 um 18:53:03 Uhr:

Ich fahre seit Mitte 2013 rein elektrisch, bis 2019 Zoe, allererste Variante, ab Mitte 2019 Model 3 LR RWD. In den ersten Jahren hatten wir noch parallel unseren Golf VI 1,4 l 118 kW, DSG, Highline behalten. Man weiß ja nie. Er wurde kaum noch gefahren, nur auf größeren Urlaubsreisen.

Das meine ich mit meinem Wunsch bzgl. Erstwagentauglichkeit, die ich z.Zt. bei e-Fahrzeugen nicht sehe. Ich will nicht 2 Fahrzeuge haben für meine Reiseziele. Und Langstrecke mit einem 3,9 m Auto ist für mich keine Fahrfreude, aus der ich nach 900 km auch körperlich entspannt aussteige, weil durch langen Achsabstand der Geradeauslauf stimmt, die Federungskomfort paßt, das Auto wird im Verkehr wahrgenommen, kann 150-190 km/h ohne Reichweitengrübeln fahren (wie ginge das mit E-auto?), das Reisegepäck im Kofferraum unterkommt usw. usw. Zugleich komme ich selten in Parkpaltznöte in der Innenstadt (500 tEinwohner), auch mit 4,8 m Außenlänge, man muß nur parken lernen. Alles mit einem Auto.

Genau deshalb haben wir den Golf ja auch verkauft. Ein Auto reicht völlig. Wir hatten ihn zunächst behalten, weil die Zoe damals völlig neu war und keine Erfahrungen vorlagen. Die Sorgen waren aber unbegründet. Wir mussten nicht wie beim Golf die Steuerkette und diverse Motorinnereien austauschen lassen. Zugegeben, im Innenraum war der Golf komfortabler ausgestattet. Aber die Zoe konnte ich z.B. im Stand vortemperieren, heizen oder kühlen. Aber das Gesamtkonzept eines BEV überzeugt uns bis heute. Komfortabler (kein Lärm, keine Vibrationen), effizienter und umweltfreundlicher auch weil keine fossilen Energieträger mehr benötigt werden. Ein Teil des Charmes eines Elektroautos macht seine Einfachheit aus: keine Kupplung, kein Schaltgetriebe, kein Anlasser, kein Ausruf usw. Seitdem wir elektrisch fahren bringt mir das Fahren wieder mehr Spaß. Ich hab auch keine Sorgen, in Innenstädte nicht mehr fahren zu dürfen, weil es Fahrverbote für BEV nicht geben wird.

Die Zoe ist übrigens 4,09 m lang.

Ich fahre keine 900 km am Stück und auch nicht 150-190 km/h schnell. Kannst du mit dem Tesla aber machen. Höchstgeschwindigkeit um 230 km/h. Natürlich sinkt dadurch die Reichweite wie beim Verbrenner auch. Nach 300-400 km (spätestens nach 500 km) sollte man für rund 30 min laden.


13.03.2021 20:08    |    captmcneil

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 13. März 2021 um 19:51:24 Uhr:

Richtig auf Gas treten.

Dann wird rasend schnell und ohne Unterbrechung des Kraftschlusses (keine Kupplung irgendeiner Art) die Verbrennerdrehzahl erhöht und der Verbrenner gibt volle Leistung.

 

Diese stufenlose Getriebe waren in der Formel 1 so stark, die wurden umgehend wieder verboten.

OK, das war ein anderes Konzept als bei Toyota (Hybriden).

Hm, hängt vielleicht auch von der Generation des Auris ab.

 

Den, den ich mal gefahren bin (Mopf 2009) empfand ich schon als, hm, wie formuliert man es... träge? Wenn man aufs Gas steigt, hat es sich immer angefühlt, als ob das Gesamtsystem sich kurz einig werden muss, wer was macht.

 

Ob das nun am Getriebe liegt, weiß ich nicht - vielleicht muss ich mal einen Lexus CT probefahren.

 

Ist das schlimm? Vielleicht nicht. Die Teile sind ja auch preiswert, und damit Vernunftautos. Mit der Spontanität eines reinen Elektroautos, oder anderen Hybriden hat das aber auch nix zu tun, in Summe finde ich fühlt sich der Wagen eher wie ein Verbrenner an.


13.03.2021 20:52    |    jennss

Zitat:

@captmcneil schrieb am 13. März 2021 um 17:27:02 Uhr:

Hier muss ich vehement widersprechen. Ich verwechsel das sicher nicht; mein Problem ist, dass beides für den hohen Preis nicht stimmt.

 

Bei den eingesetzten Materialien (ich nenne es mal "Qualitätsanmutung") ist der ID.3 einfach Klassen unter einem VW Golf VII, und auch nicht unbedingt besser als ein Polo. Das ist meine Wahrnehmung, und da rücke ich keinen Millimeter ab :-) - ist ja auch eine subjektive Sache.

 

Aber auch bei der Verarbeitungsqualität finde ich, ist der ID.3 teilweise unter einem Dacia: Bei der Lackierung wird gespart (diese halb lackierte Motorhaube geht einfach gar nicht), die Spaltmaße sind nicht das, was man von VW gewohnt ist, die Sitze sind billig, und mit der Software... naja, ist halt ne neue Plattform; die könnte man wenigstens noch updaten. Aber wer weiß schon, ob das passiert. Da muss sich VW erstmal einen Ruf wie Tesla erarbeiten, glauben tu ich das wenn's soweit ist.

 

Selbst die AMS hat hier Kritik geäußert:

 

https://www.auto-motor-und-sport.de/.../

Ich wusste sofort, dass du an diesen einen Test von AMS eines ID.3 vor der Serie denkst :). Die innen nicht lackierte Motorhaube gab es wohl nur an dem einen. Aktuelle Tests attestieren dem ID.3 eine sehr gute Verarbeitung wie z.B. bei Lack, Spaltmaße etc..

 

Bezgl. Software ist die Kritik dort übrigens auch mittlerweile obsolet. Aktuell ist SW 2.1 und die soll gut sein.

j.


13.03.2021 20:53    |    Alexander67

Zitat:

@captmcneil schrieb am 13. März 2021 um 20:08:21 Uhr:

....

Hm, hängt vielleicht auch von der Generation des Auris ab.

 

Den, den ich mal gefahren bin (Mopf 2009) empfand ich schon als, hm, wie formuliert man es... träge? Wenn man aufs Gas steigt, hat es sich immer angefühlt, als ob das Gesamtsystem sich kurz einig werden muss, wer was macht.

 

Ob das nun am Getriebe liegt, weiß ich nicht - vielleicht muss ich mal einen Lexus CT probefahren.

 

Ist das schlimm? Vielleicht nicht. Die Teile sind ja auch preiswert, und damit Vernunftautos. Mit der Spontanität eines reinen Elektroautos, oder anderen Hybriden hat das aber auch nix zu tun, in Summe finde ich fühlt sich der Wagen eher wie ein Verbrenner an.

Ich denke es liegt an dem nicht so kräftigen Motor und dem ungewohnten Verhalten.

Man kennt bei Verbrennen das runter schalten und dann steigt die Drehzahl mit der Beschleunigung weiter bis Hochschalten und dann ist die Drehzahl niedriger und steigt wieder mit der Beschleunigung und...

Stufenlose Getriebe optimieren (ohne Unterbrechung des Kraftschlusses) die Drehzahl und dann bleibt die Drehzahl optimal.

 

Bei anderen Verbrennern hört man also die Beschleunigung.

Bei stufenlosen nicht. Da muss man auf den Tacho blicken.


13.03.2021 21:02    |    jennss

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 13. März 2021 um 19:51:24 Uhr:

Zitat:

@jennss schrieb am 13. März 2021 um 16:01:01 Uhr:

....

Mit dem Nachteil, dass alle Kilometer über den Akku laufen. Der Serielle Hybrid macht auch nur mit relativ kleinem Akku Sinn und dann ist die Degradation wieder vergleichsweise hoch.

Nö, also ja, die laufen als BEV bis der Akku (halbwegs) leer ist.

Dann geht irgendwann der Verbrenner an und liefert Strom.

Ja und der Strom lädt den Akku dann auf... hm... oder geht er vorbei am Akku direkt an die Motoren? Das könnte sein. Dann hättest du recht. Aber ein REx-Auto wird eh zu ca. 90% aus dem Akku gefahren und wenn der nur 22 kWh hat wie ein i3 Rex oder 35 kWh (brutto) wie ein Mazda MX30, dann hält er eben auch nicht so lange. Und er kann auch nicht so stark geladen werden. Für Laternenparker ist das nichts.

j.


13.03.2021 21:32    |    captmcneil

Zitat:

@jennss schrieb am 13. März 2021 um 20:52:25 Uhr:

Ich wusste sofort, dass du an diesen einen Test von AMS eines ID.3 vor der Serie denkst :). Die innen nicht lackierte Motorhaube gab es wohl nur an dem einen. Aktuelle Tests attestieren dem ID.3 eine sehr gute Verarbeitung wie z.B. bei Lack, Spaltmaße etc..

 

Bezgl. Software ist die Kritik dort übrigens auch mittlerweile obsolet. Aktuell ist SW 2.1 und die soll gut sein.

j.

Gut zu wissen. Den Test führe ich als Quelle an, um meinen persönlichen Eindruck zu untermauern, aber da ist schon etwas mehr dabei.

Mag sein, dass es andere Tests gibt, die das Auto toll finden - beim Model 3 stimme ich ja wie schon gesagt auch nicht mit jedem Fachblatt überein. Hier haben wir wohl einfach andere Vorstellungen davon, was für diesen Preis akzeptabel ist.


13.03.2021 22:12    |    jennss

Wie gesagt, beim Material und Design kann man wohl durchaus mehr erwarten. Die Verarbeitung sollte aber inzwischen sehr viel besser sein als bei dem Auto im September bei AMS. Das hat auch der Vergleichstest mit dem ID.3 bei AMS bestätigt.

https://www.auto-motor-und-sport.de/.../

 

Hohe Preise beim ID.3 kommen i.A. durch die Top-Ausstattungen zustande. Die Basisvarianten sind vergleichsweise günstig: 31450 € mit 150 PS/351 km, 34995 € mit 145 PS/426 km, 36495 € mit 204 PS/426 km und 41885 € mit 204 PS/549 km sind in der Kompaktklasse bisher ungeschlagen, soweit ich weiß.

j.


13.03.2021 22:48    |    Schwarzwald4motion

Wir können jetzt nur sehr bedingt beurteilen wie viel die jeweiligen Autos in circa 8 Jahren Wert sind.

Da spielen Batterie Entwicklung politische Rahmenbedingungen und Mobilitätsansprüche mit entscheidende Rollen die wir noch nicht kennen. Bin mir aber sehr sicher das PHEVs eine kleinere Rolle spielen als vielleicht noch in den nächsten vier Jahren.

 

Die Hemmschwelle einen BEV zu kaufen, allein schon wegen verbesserten Leistungen und wachsendem Hintergrund-Verständnis werden die Technologie der PlugIns zu einer Spartentechnologie werden lassen die insbesondere in Wohnmobilen oder speziellen Fahrprofilen ihr Dasein fristet.


14.03.2021 08:20    |    MotorManiac2020

Es wird für viele Menschen noch sehr lange keine vernünftige Lademöglichkeiten geben und auch keine bezahlbaren E-Autos wenn man tatsächlich auch längere Strecken fährt, hier enttäuschen E-Autos immer wieder und kaum ein Modell erreicht hier die WLTP Reichweite. Wenn weniger Verbrenner angeboten werden, könnten Gebrauchte sogar im Wert steigen, vor allem Modelle die sparsam und zuverlässig sind. Wird also drauf ankommen was für einen Verbrenner man sich kauft, der Wertverlust von Elektroautos wird auch erheblich sein.

 

Ich denke viele Privatkunden werden sich auch in Kaufzurückhaltung üben, das wird die Branche auch nach Corona noch zu spüren zu bekommen, die E-Autos sind noch nicht ausgereift und bei Verbrenner drohen evtl. irgendwann Fahrverbote. Die nächsten 10 bis 15 Jahre werden Verbrenner noch das Straßenbild dominieren, egal wie die Neuzulassungen sich entwickeln, der Bestand verschwindet ja nicht über Nacht.


14.03.2021 08:31    |    notting

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 14. März 2021 um 08:20:50 Uhr:

Es wird für viele Menschen noch sehr lange keine vernünftige Lademöglichkeiten geben und auch keine bezahlbaren E-Autos wenn man tatsächlich auch längere Strecken fährt, hier enttäuschen E-Autos immer wieder und kaum ein Modell erreicht hier die WLTP Reichweite.

Auch kaum ein Verbrenner erreicht die WLTP-Reichweite.

 

Zitat:

[...]

Ich denke viele Privatkunden werden sich auch in Kaufzurückhaltung üben, das wird die Branche auch nach Corona noch zu spüren zu bekommen, die E-Autos sind noch nicht ausgereift und bei Verbrenner drohen evtl. irgendwann Fahrverbote. Die nächsten 10 bis 15 Jahre werden Verbrenner noch das Straßenbild dominieren, egal wie die Neuzulassungen sich entwickeln, der Bestand verschwindet ja nicht über Nacht.

Durch Corona haben die (P)HEV und BEV prozentual höhere Marktanteile. Privatleute kaufen eher Gebrauchte. Heißt Privatleute die günstigere Autos wollen, werden nach und nach keine Alternative mehr haben.

Immerhin soll's auch PHEV noch eine Weile geben. Damit hat man Rekuperation und kann wenn's tatsächl. mögl. ist auch mal laden.

 

notting


14.03.2021 08:38    |    MotorManiac2020

Beim Verbrenner ist die Reichweite aber irrelevant, weil man in 5 Minuten vollgetankt hat.

 

Wenn die Restwerte von Verbrennern abstürzen, sind sie doch gerade wieder attraktiv für schmale Geldbeutel. Ein gebrauchtes E-Auto kann so billig sein wie es will, wenn du es nicht laden kannst oder damit nicht ans Ziel kommst, ist es nutzlos, ich denke da wird der Gebrauchtwagenmarkt irgendwann überlaufen, vor allem so lange E-Autos gefördert werden, da ist leasen attraktiver als gebraucht kaufen.


14.03.2021 09:58    |    AgilaNJOY

Meiner Meinung nach ist Wertverlust nie planbar - es sind einfach zu viele Unbekannte im Spiel. Ist auch immer eine Frage des Rabatts beim Kauf (dieser Rabatt wird nie in der Statistik gewürdigt, deswegen sind Wagen wie z.B. Porsche oder Dacia sehr wetstabil, weil die beliebt sind und mit weniger Rabatt gekauft werden und deshalb auch gebraucht teurer sind)

 

Beim E-Auto:

 

  • Technologie: wenn morgen eine der neuen Batterietechniken durchstartet will evtl. keiner mehr die "alten"
  • Politik: wenn plötzlich die Randbedingunen ändern kann es extrem nach oben oder unten gehen (vor Förderung gekauft haben mit Beginn der Förderung sicher an Wert verloren)
  • Gesellschaft: wenn ein Wertewandel einsetzt, will evtl. jeder (oder keiner) ein solches KFZ

 

Beim Verbrenner:

 

  • Politik: wenn sich die Randbedingungen ändern ist eine Technologie plötzlich extrem nachgefragt oder tot (Diesel seit den 1980ern)
  • Gesellschaft: wenn viele Leute wenig Geld haben, sind günstige Autoss gefragt und die Preise bleiben stabil
  • Timing: die letzten neuen Verbrenner können entweder billigst erworben werden oder sind schnell weg und deswegen teuer

14.03.2021 10:34    |    Old Faithful

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 14. März 2021 um 08:38:52 Uhr:

Beim Verbrenner ist die Reichweite aber irrelevant, weil man in 5 Minuten vollgetankt hat.

 

Wenn die Restwerte von Verbrennern abstürzen, sind sie doch gerade wieder attraktiv für schmale Geldbeutel. Ein gebrauchtes E-Auto kann so billig sein wie es will, wenn du es nicht laden kannst oder damit nicht ans Ziel kommst, ist es nutzlos, ich denke da wird der Gebrauchtwagenmarkt irgendwann überlaufen, vor allem so lange E-Autos gefördert werden, da ist leasen attraktiver als gebraucht kaufen.

Für alle, die ein eigenes Grundstück mit Stromanschluss haben, ist das Laden komfortabler als jedes Tanken. Und das sind viele Millionen in Deutschland. Ich muss nicht mehr zur Tankstelle fahren, sondern stecke das Kabel ein am Standplatz des Wagens, dort, wo es ohnehin stundenlang steht. Ich kann es per Handy vorheizen oder kühlen, was mit keinem Verbrenner geht.

Zugegeben, für Etagenbewohner ist es schwieriger, aber ich kenne einige Leute, die laden ausschließlich an öffentlichen Ladesäulen. Geht auch.

Ich kenne noch die Ladesituation von 2013. und da kam man auch überall hin. Heute haben wir über 40.000 öffentliche Ladepunkte in Deutschland und es werden täglich mehr. Da kann mir niemand erzählen, wegen angeblich fehlender Ladeinfrastruktur sei Elektromobilität nicht alltagstauglich.

Ich denke, in dem Maße, wie die Zahl der Verbrenner auf den Straßen zurück geht, wird auch die Zahl der Tankstellen und Werkstätten zurückgehen. Das ist ein sich gegenseitig beschleunigender Prozess. Und der hat angefangen. Beitragen werden steigende Spritpreise wegen steigender CO2-Abgaben und Fahrverbote in den Städten.


14.03.2021 11:22    |    MotorManiac2020

Das wird zu sehr eine Grundsatzdiskussion, wenn man Wintersport betreibt, einen Wohnwagen ziehen will etc. ist das E-Auto schon wieder raus, auch als Hausbesitzer. Ohne eigene Solaranlage ist mit Strom zu fahren nicht mal so günstig, wenn die Fahrzeuge dann noch teurer in der Anschaffung sind und auf Dauer vll. doch nicht so zuverlässig wie immer behauptet wird spart man am Ende kein oder kaum Geld.

 

Der Wertverlust bei Verbrennern kann sehr unterschiedlich ausfallen, was im weitesten Sinne als Liebhaberfahrzeug gelten kann, meinetwegen alles mit 6 Zylindern und mehr könnte im Wert steigen, ebenso sparsame und zuverlässige Autos ala Toyota Prius, während Diesel und Benzin-Direkteinspritzer ohne OPF quasi unverkäuflich werden - aber da gibt es immer noch das Ausland das diese Autos dankbar nimmt.

 

Ich denke der Wertverlust wird eher den Leasinggesellschaften und Händlern Kopfschmerzen bereiten als Privatkunden, Neuwagenkauf heißt immer Geld verbrennen, entweder man fährt das Auto zu Ende dann ist der Restwert egal oder man leistet sich alle paar Jahre einen Neuwagen, aber dann spielt Geld so oder so keine Rolle und der Wertverlust war bisher auch nicht so klein.


14.03.2021 12:09    |    Alexander67

Zitat:

@notting schrieb am 14. März 2021 um 08:31:57 Uhr:

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 14. März 2021 um 08:20:50 Uhr:

Es wird für viele Menschen noch sehr lange keine vernünftige Lademöglichkeiten geben und auch keine bezahlbaren E-Autos wenn man tatsächlich auch längere Strecken fährt, hier enttäuschen E-Autos immer wieder und kaum ein Modell erreicht hier die WLTP Reichweite.

Auch kaum ein Verbrenner erreicht die WLTP-Reichweite.

...

Beim Verbrenner ist aber schnell nachgetankt.

Beim BEV ist derzeit eine längere Zwangspause angesagt.


14.03.2021 12:39    |    lee0

Wie tankt man in der Praxis Strom? Ich habe kein Mobiltelephon und werde keins haben, solange diese Geräte als Überwachungs- und Spionagegeräte ausgelegt sind. Eine ständige Wegstreckenüberwachung mittels Zahlkarten kommt ebenfalls nicht in Frage.

 

An welcher Tankstelle kann man also Strom tanken und bar bezahlen?

 

PS: Und wie macht man das im Ausland? Bei den irrwitzigen Strompreisen in Deutschland müßte ich ggf. wieder nach Holland fahren zum Tanken --- zumindest bis das europaweit angeglichen wurde und überall gleichermaßen teuer ist. Bis der Fahrstrom besteuert wird wie Mineralöl wird es sicher nicht mehr lange dauern.


14.03.2021 12:47    |    Alexander67

Zitat:

@lee0 schrieb am 14. März 2021 um 12:39:35 Uhr:

Wie tankt man in der Praxis Strom? Ich habe kein Mobiltelephon und werde keins haben, solange diese Geräte als Überwachungs- und Spionagegeräte ausgelegt sind. Eine ständige Wegstreckenüberwachung mittels Zahlkarten kommt ebenfalls nicht in Frage.

 

An welcher Tankstelle kann man also Strom tanken und bar bezahlen?

Jedenfalls kein schlechtes Argument.

Bargeld ist offizielles Zahlungsmittel.

Damit sollte man alles bezahlen können.


14.03.2021 12:48    |    jennss

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 14. März 2021 um 08:20:50 Uhr:

Es wird für viele Menschen noch sehr lange keine vernünftige Lademöglichkeiten geben

"Viele" ist sehr relativ :). Im Prinzip ist es aktuell so, dass es auf dem Land weniger öffentliche Lademöglichkeiten gibt, aber dafür mehr häusliche. In ländlichen Gebieten in Ostdeutschland sieht es tendenziell noch nicht so gut aus. Ich hatte mal Deutschland bei der Bundesnetzagentur im Juli 2020 gescreenshottet und dazu noch jetzt März 2021. Man sieht, dass es mehr Ladesäulen wurden, siehe Anhänge. Besonders bei Schnellladesäulen (rote Punkte) geht es gut voran.

 

Zitat:

und auch keine bezahlbaren E-Autos

Kann man nicht pauschal sagen. Ein ID.3 ist aktuell eher günstiger als ein Golf, insbesondere bei Berücksichtigung der laufenden Kosten. Es hängt aber auch von der Ausstattung ab.

 

Zitat:

wenn man tatsächlich auch längere Strecken fährt, hier enttäuschen E-Autos immer wieder

Hast du da wirklich Erfahrung? Oder warum "immer wieder"? Ich denke, häufig wird das Problem überschätzt, wenn man es nicht selbst erlebt hat.

 

Zitat:

und kaum ein Modell erreicht hier die WLTP Reichweite.

Natürlich nicht. Das ist ein Laborwert zu Vergleichszwecken. Wie weit man kommt, hängt vom Fahrprofil ab. Tendenziell wird der WLTP-Wert etwa im Sommer in der Stadt erreicht.

 

Zitat:

Wenn weniger Verbrenner angeboten werden, könnten Gebrauchte sogar im Wert steigen, vor allem Modelle die sparsam und zuverlässig sind.

Das wird wohl eine Zeit lang so sein. Und irgendwann kommt der Umbruch und das Interesse sinkt dann. Vermute ich jedenfalls so.

 

Zitat:

die E-Autos sind noch nicht ausgereift

Alle? Inwiefern?

 

Zitat:

und bei Verbrenner drohen evtl. irgendwann Fahrverbote. Die nächsten 10 bis 15 Jahre werden Verbrenner noch das Straßenbild dominieren, egal wie die Neuzulassungen sich entwickeln, der Bestand verschwindet ja nicht über Nacht.

Ja, das denke ich auch.

j.



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