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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

10.12.2019 23:52    |    jennss    |    Kommentare (52)

zukunft e.go lifezukunft e.go life

Durch den e-Up, Mii und Citigo sehe ich schwarz für den e.Go. Die VW-Derivate haben 260 km WLTP-Reichweite, während e.Go bestenfalls auf 139 km kommt. Der Preis wurde Ende November um 2000 € erhöht. Dazu kann e.Go wahrscheinlich keine weiteren Rabatte außer Umweltbonus geben. Der e-Up kann auch 2-phasig 7,2 kW laden, sowie DC 40 kW. Auch ein Smart kann mit 22 kW AC schneller laden. Sehr viele nehmen die Schnellladeoption. Dem e.Go bleiben nicht mehr viele Vorteile ggü. der Konkurrenz von VW. Da wäre der kleinere Wendekreis (8,8 m statt 9,9 m beim e-Up) und das optionale LED-Licht, sowie das tolle Design (außen).

 

Ich denke, über den Preis kann sich e.Go kaum mehr hervortun, bliebe also nur die Flucht nach vorne. Was könnte man ändern? Ich sehe folgende Punkte:

 

  • Schnellladeoption anbieten: DC oder AC, mindestens 11 kW.
  • Cabrio-Version anbieten
  • Mehr Reichweite/Akku, ähnlich wie e-Up ca. 36/32,6 kWh brutto/netto oder gar wie eCorsa 50/46 kWh
  • Powerversion ohne Rücksitze, dafür mehr Akku und ca. 184 PS wie Mini Cooper SE (28,9 kWh netto), aber 2 Motoren/Allrad
  • RangeExtender (kleiner Benziner zum Aufladen unterwegs)
  • Anschlusssockel für mobile Akkuerweiterungen im Kofferraum oder statt eines Rücksitzes, z.B. 5x 3 kWh-Boxen (= 5x 20 km), zum Laden in der Mietwohnung bei Laternenparkern
  • Auf allen Messen vertreten sein, Probefahrzeuge anbieten.
  • Flipflop-Farben und besondere Designs anbieten
  • System mit Werbeaufklebern, um Leasing-Kosten zu senken. (z.B. Coca Cola bringt monatlich 60 € oder so)
  • Anhängerkupplung :)

 

Habt ihr noch Ideen? Was würdet ihr e.Go raten?

j.

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11.12.2019 00:11    |    goholger

Schnellladung ist für mich persönlich komplett entbehrlich. Ich will das Auto für die üblichen Kurzstrecken nutzen und oft über Mittag zuhause an der PV-Anlage langsam aufladen, eine Schnellladung wäre da kontraproduktiv.

 

Cabrioversion: ja, dass kann ich mir gut vorstellen!

 

Für den eGO Life 40 wird es opitional den Akku vom Life 60 geben laut Newsletter vom 22.11.2019 zum Preis von 20.600 € statt 19.400 € - also 1.200 € Aufpreis für 6 kWh zusätzlich und damit ca. 34% mehr Kapazität. Mein neuer 5 kWh-Akku für die PV-Anlage hat mich aktuell 5.840 € netto gekostet, von daher scheint mir das OK.

 

Powerversion: halte ich für schwer umsetzbar, da der eGO (wenn ich mich nicht irre) Heckantrieb hat. Und vorne ist wahrlich kein Platz für einen zweiten Motor. Aber ein größerer Motor wäre vielleicht ohne Rücksitze möglich. Ökologisch finde ich das - mal wieder - "Schwachsinn", aber ist natürlich besser als ein Verbrenner.

 

Für einen Rangeextender ist definitiv kein Platz in dem Wägelchen.

 

mobile Akkuerweiterung: also die weitergedachte Powerbank - das ist eine Überlegung wert für alle, die weit weg von der Steckdose parken.

 

Probefahrten bekommen momentan nur die, die einen Vorvertrag gemacht haben und sich zur Konfiguration anmelden (auf Einladung). Die wollen hier aber definitiv in Bälde mehr Probefahrtmöglichkeiten schaffen. Hier ein Zitat aus dem Newsletter vom 02.09.2019:

"Um die Anzahl der Probefahrtmöglichkeiten zu erhöhen und Ihren Anfahrtsweg zu verkürzen, planen wir noch für dieses Jahr eine Roadshow in ausgewählten Standorten in ganz Deutschland, zum Beispiel in Berlin, Hamburg, Münster oder Frankfurt."

 

Anhängerkupplung macht beim eGO Life (leider) keinen Sinn - glaube ich, dafür ist der Wagen nicht ausgelegt.


11.12.2019 00:54    |    motor_talking

Zitat:

Anschlusssockel für mobile Akkuerweiterungen im Kofferraum oder statt eines Rücksitzes, z.B. 5x 3 kWh-Boxen (= 5x 20 km), zum Laden in der Mietwohnung bei Laternenparkern

Im ersten Moment eine geniale Idee, wenn man den Akku zum Laden mitnehmen könnte.

Nur wieviel wiegt wohl ein Akku-Modul? Schon 20kg werden nur wenige durchs Treppenhaus in die Wohnung hochschleppen wollen.

Der mitnehmbare Akku wird daher wohl wie bisher auf e-bikes beschränkt bleiben.


11.12.2019 05:35    |    Schwarzwald4motion

Solange Verbrenner-Hersteller ihre Flottenverbräuche durch eigensubventionierte E-Autos senken können wird sich daran nicht allzu viel ändern.

Ja auch ein E-Auto Hersteller kann die Einsparungen verkaufen wie Tesla an FCA, aber dieser Ablasshandel bringt bei den kleinen Akkus nicht so viel und die Synergien innerhalb eines Konzerns sind auch nicht vorhanden.

 

Am meisten sehe ich immer noch Chancen bei potenziellen Flottenkunden wie Sharing, Diakonie, Lieferdienste. oder/und wenn die Autos all Inklusive vermietet werden.

 

Hälfe hier aber nicht weiter weil auch die erstmal viel Finanzmittel generieren müssen.

Ja Deutschland ist keine Komfortzone für Risikokapital:rolleyes:


11.12.2019 08:12    |    TITANMANFRED

Technisch braucht das Ding nicht viel mehr. Tatsächlich macht das ja alles nur wieder teuerer. Dieser Hype ums Schnelladen, der echte Wahnsinn. Wenn ein Auto 23 h am Tag rum steht braucht das keiner.

Leider ist das politisch durch die Lobby des VDA getrieben, dann doch auch im Ausland aktiv werden, dort wo fairer gehandelt wird. Die hinteren Sitze könnten auch gleich gestrichen werden, hat eh kein Mensch Platz drin. Eine Anhängerkupplung für leichte Anhänger, evtl auch Zeltanhänger mit zusätzlichem Antrieb und Range extender könnten einen Unterschied machen für Yuppies aus der Stadt die auch mal gerne ins Grüne wollen. Dann bräuchte es aber auch ein Schlechtwegepacket fürs Auto, übrigens der Weg den auch das Twike5 bieten soll.


11.12.2019 09:02    |    mark29

Der e.go ist aus meiner Sicht ein reines Stadt- Auto, bestenfalls für kurze Überlandstrecken nutzbar.

 

Welchen Sinn machen also hohe Reichweiten und Schnellademöglichkeiten? Das sind nur unnötige Kosten und belasten die Umwelt- was mit einem grünen Image nicht vereinbar wäre. Selbst Vmax über 110km/h sehe ich nicht unbedingt als relevant an...

 

Die Idee die hintere Sitzbank zu streichen sehe ich auch als denkbar an- zumindest könnte man eine Option draus machen und alternativ eine Möglichkeit zum Transport von 2 Fahrrädern schaffen. Die Fahrradschublade die Opel mal hatte (Hersteller Webasto) ist eine tolle Erfindung!


11.12.2019 09:20    |    jennss

Manch einer wird nicht mehr als 3,6 kW Laden brauchen, aber ein Großteil ist mit mehr kW besser bedient und würde sie dazunehmen. Schon 7,2 kW wären doppelt so viel. Wallboxen zuhause haben meist 11 kW. Es gibt durchaus mal unplanmäßige Situationen und man will das Auto ohne Schnelllader auch nicht mit 40% stehen lassen, weil es lange dauern würde, die kWh zu laden. Also die Schnellladung, und sei es auch nur 7,2 oder 11 kW, wäre in meinen Augen die erste Verbesserung.

 

Eine Powerversion mit Allrad bräuchte einiges an Entwicklungsarbeit, aber ohne Rücksitze würde das passen, denke ich. Ein E-Motor ist nicht groß. Es wäre eine andere Zielgruppe.

 

Ein RangeExtender ist kompakter als viele denken. Beim BMW i3 ist der ziemlich klein. Es ist ein kleiner Motorradmotor.

 

Zur Akkuerweiterung: Die ca. 5 oder 6 Pakete müssten einen guten Griff haben und in ca. 5 bis 10 kg unterteilt sein. Wie viele km schafft man dann mit so einem Akkupaket? 100 kWh wiegen ca. 600 kg, soweit ich weiß. 5 kWh wären 30 kg, noch zu viel. 1 kWh hätte ca. 6 kg. Bei 15 kWh/100 km entspräche 1 kWh ca. 7 km oder grob: 1 kg Mehrgewicht pro km. Hm... ist wohl nur im Notfall sinnvoll.

 

Cabrio elektrisch habe ich beim Smart - einfach klasse. Wenn die Struktur das hergibt, sollte man das unbedingt probieren.

 

Ein größerer Akku ist vor allem dann sinnvoll, wenn man nicht zuhause oder oft laden kann. Der Smart geht übrigens dank Schnellladung 22 kW AC auch für Laternenparker.

j.


11.12.2019 09:26    |    mark29

Bytheway... "FlipFlop" sind Badelatschen... der Lack, der seine Farbe nach Blickwinkel ändert heißt Flipp-Lack! Kommt von "to flipp"...


11.12.2019 13:49    |    goholger

Zitat:

@TITANMANFRED schrieb am 11. Dezember 2019 um 08:12:16 Uhr:

Die hinteren Sitze könnten auch gleich gestrichen werden, hat eh kein Mensch Platz drin.

Dem kann ich wiedersprechen - im eGO kann man hinten als Erwachsener passabel sitzen. Wohlgemerkt, wir sprechen hier von Strecken unter 100 km, dafür ist das in Ordnung.


11.12.2019 16:02    |    camper0711

> Mehr Reichweite/Akku, ähnlich wie e-Up ca. 36/32,6 kWh brutto/netto oder gar wie eCorsa 50/46 kWh

 

Problem ist halt:

Akkus sind im Einkauf TEUER

 

eine (die einzige?) Chance für einen realen Markteintritt könnte sein, eine Nische zu finden, die kein großer Hersteller bedient

siehe z.B. Streetscooter = ein neuer/elektrischer Fridolin für die Post

 

also branchenspezifische Lösungen (optimiert für: Essen auf Rädern/Pizza-Service/Pflegedienst/...)

 

oder ein universell einsetzbarer Antriebsblock in 2 oder 3 Leistungsstufen + eine variantenreiche Fertigung (von im Aussehen ORIGINALGETREUEN) Retro-Karosserien

--> so dass der Kunde (oder die Kundin) freie Auswahl hat zwischen "Käfer", "Hausfrauenporsche" im Karmann-Design, Ente, 02er BMW, ...


11.12.2019 16:31    |    Goify

Ich kann in dem Wagen keinen großen Sinn erkennen - insbesondere im Hinblick auf die Konkurrenz.

Einziger Ausweg: Preise um 30 % senken und das wird nicht möglich sein.


11.12.2019 16:54    |    mark29

Kleine Unternehmen sind in einigen Dingen den Großen voraus. Vorteile die man dem Kunden zu seinem Vorteil einsetzen kann.

e.go könnte vielleicht flexibler auf Kundenansprüche reagieren. Wie sieht die Fertigung aus? Sicher nicht wie bei einem Volumenhersteller... Vielleicht kann man das für eine Modellvielfalt oder Individualiesierungen nutzen, die die Großen nicht leisten können.

Nur allein mit Elektro kann man schwer punkten- die Umweltbilanz ist nicht besonders...


11.12.2019 18:52    |    Lewellyn

Gar nicht. Der Drops ist gelutscht.

 

Ist euch auch diese verdächtige Stille in den letzten Monaten um e.GO aufgefallen?


11.12.2019 20:28    |    jennss

Ich fand den e.Go mal echt cool, denn 8,6 s. auf 100 sind für so einen Zwerg klasse. Aber genau das ist mit dem viel höheren Gewicht ja nun verloren. Helfen nur Leichtbau oder mehr Power. Und warum nicht einen großen Akku einbauen statt eines oder beider Rücksitze? Auch ein Cityfloh braucht einen großen Akku, wenn man nicht täglich zuhause laden kann oder will. Damit wäre der e.Go dann für Laternenparker geeignet. Der Antrieb vom Renault Zoe 2 wäre interessant (52 kWh netto, 390 km WLTP, 110 oder 135 PS, 22 kW AC). Ohne Rücksitze würde das bestimmt passen.

j.


11.12.2019 22:56    |    BenutznameSchonVergeben

Preis um 30-40% senken, dann passt auch die Haptik & der Innenraum zu dem was man zahlt. Warum muss der Hersteller denn unbedingt schwarze Zahlen schreiben? Macht Tesla auch nicht. Soll doch die Politik kurz ne Milliarde Kapital rüberschieben, das Klima muss gerettet werden! Hab gehört die CDU hat Erfahrung mit Geldkoffern.


12.12.2019 01:15    |    jennss

Preis senken funktioniert nicht, da man ja erst den Preis anheben musste. Die 6000 statt 4000 € Umweltprämie erfordern ja nun auch mehr Eigenanteil der Hersteller und das ist bei e.Go ein Problem geworden. Kleine StartUps haben gegen größere Hersteller nicht wirklich eine Chance, da ihnen das Kapital fehlt, um große Stückzahlen zu bestellen. Also über den Preis funktioniert das Ganze nicht mehr so wie anfangs gehofft. Die Großen wie VW können locker antworten. Ich frage mich allerdings, ob VW beim e-Up auch Minus macht und den Preis nur soweit abgesenkt hat, um die Konkurrenz frühzeitig zu ersticken. Das klingt gemein, ist aber Marktwirtschaft... Auch Smart hat Probleme, dem e-Up die Stirn zu bieten. Sie konnten den Akku nicht vergrößern, haben aber noch den gleichen Preis. Also liegen e.Go Life 60, Smart EQ und e-Up alle knapp unter 22000 € bei ca. 82 PS, jedoch bietet der e-Up einen doppelt so großen Akku. Bei Smart wird vor allem dem ForFour das genick gebrochen. Das Cabrio hat noch genug Eigenständigkeit, das Coupe auch noch einigermaßen. Aber ein großer Akku ist eben ein starkes Argument. Und e.Go hat ja nicht mal Schnellladung. Damit fällt er für viele wohl aus dem Fokus. E.Go sollte mindestens 7,2 kW ermöglichen. Doppeltes Ladetempo bringt schon viel. 11 oder 22 kW wären natürlich noch besser. DC geht auch, aber für ein City-Auto ist 22 kW AC perfekt.

j.


12.12.2019 03:55    |    Batterietester135

e.Go hat fertig, das wird nichts mehr, da inzwischen nicht mehr wettbewerbsfähig, weder von den technischen Daten her, noch vom Preis.

 

Und dieses andere Start-Up, Sion irgendwas, bringt ihr Auto wohl auch nicht mehr auf die Straße, dafür steigen die Preise stetig.


12.12.2019 08:11    |    Goify

Sono Motors ist schon bei 9,1 Mio € angekommen - und das in nur wenigen Tagen!


12.12.2019 08:25    |    AgilaNJOY

Die etablierten Autokonzerne zementieren ihre Stellung damit, die E-Autos mit wenig bis gar keinem Gewinn zu verkaufen, um ihren Flottenverbrauch runter zu kriegen und mögliche Konkurrenten übernahmereif zu bekommen.

Hatten wir ja alles schon mal, als Firmen wie Glas, Borgward und co. untergingen.

Leider gewinnt oft nicht der Bessere, sondern meist der stärkere oder cleverere. Tesla kann nur durch Elon Musk (Idealismus + $$$) überleben, sonst wären die schon längst Geschichte.

Smart hat ja auch mal klein angefangen und wollte den Kleinstwagen mit einem cleveren Konzept revolutionieren - jetzt sind sie der kleine Anhang von Mercedes, der die grossen Karossen (flottenverbrauchstechnisch) ermöglicht.

 

Ketzerisch: sie müssen 100.000e Arbeiter haben, immer viel Geld verdient haben, mit der Politik verflochten sein und dann bei Angela rumheulen, dass die EU oder wer auch immer des Deutschen liebstes Kind umbringt - dann wird ihnen auch geholfen werden...

Alle Förderprogramme sind dank Lobbyismus so ausgelegt, dass die drei grossen Hersteller maximal profitieren und kleine untergehen.

Wenn der Politik an Wettbewerb oder wirklich an E-Mobilität gelegen wäre, dann würden alle Behörden und jegliches kommunale Organ mit eGo und Konsorten rumfahren und die grossen müssten ihre Hausaufgaben machen!


12.12.2019 08:44    |    Tillamook

Das Problem beim e.Go ist exakt wie beim Sion:

 

Mit großen Worten angekündigt, aber nicht geliefert. Sollte er jemals auf den Markt kommen ist er technisch veraltet und zu teuer. Die Konkurrenz hat nunmal nicht geschlafen.


12.12.2019 08:51    |    Goify

Es haben eigentlich alle geschlafen - auch Sono und e.go. Deren Konzepte hätten auf den Markt kommen müssen, als der Tesla Roadster aktuell war vor 10 Jahren.


12.12.2019 09:22    |    Schwarzwald4motion

Nun das klingt eher wie ein vorweggenommener Abgesang statt nach Chancenverbesserung.

 

e.Go hat mich nie interessiert gehört aber in die heutige Weltlage, solche Konzepte wären von Käuferinteresse wenn z.B. die Steuerpolitik auf Kraftstoff eine andere wäre.


12.12.2019 11:03    |    Batterietester135

Zitat:

@Goify schrieb am 12. Dezember 2019 um 08:11:38 Uhr:

Sono Motors ist schon bei 9,1 Mio € angekommen - und das in nur wenigen Tagen!

Und wo auf der Straße sind die Autos? Hab noch keins gesehen.


12.12.2019 11:39    |    Goify

Die wird man wahrscheinlich nie sehen können. Sind unsichtbar. :D


12.12.2019 13:46    |    goholger

Zitat:

@Tillamook schrieb am 12. Dezember 2019 um 08:44:03 Uhr:

Das Problem beim e.Go ist exakt wie beim Sion:

 

Mit großen Worten angekündigt, aber nicht geliefert. Sollte er jemals auf den Markt kommen ist er technisch veraltet und zu teuer. Die Konkurrenz hat nunmal nicht geschlafen.

eGO liefert seit Ende August aus - wenn auch vermutlich nur 50 Stück pro Woche - aber immerhin. Bis Jahresende sollten 850 Stück der FirstEdition produziert werden.

 

Von einer Produktion ist Sono Motors allerdings noch Jahre entfernt.


12.12.2019 21:10    |    jennss

Zitat:

@goholger schrieb am 12. Dezember 2019 um 13:46:52 Uhr:

eGO liefert seit Ende August aus - wenn auch vermutlich nur 50 Stück pro Woche - aber immerhin.

Oh, super, das wusste ich nicht (dachte, die können wegen undichter Akkus nicht ausliefern). Gibt es schon Erfahrungsberichte?

j.

 

Edit: Gefunden: Anfang November ist der erste ausgeliefert worden: https://priocar.de/news/die-freude-war-gross/


12.12.2019 21:39    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Allevergeben1 schrieb am 12. Dezember 2019 um 11:03:56 Uhr:

Zitat:

@Goify schrieb am 12. Dezember 2019 um 08:11:38 Uhr:

Sono Motors ist schon bei 9,1 Mio € angekommen - und das in nur wenigen Tagen!

Und wo auf der Straße sind die Autos? Hab noch keins gesehen.

Nun dann werden die 50 Millionen um den 15. Januar erreicht, das wäre zu spät.

 

Nach dem der Kampagnenstart wohl die größere Geldmenge generierte kann man nur noch auf Weihnachtliche Spendenbereitschaft hoffen.


13.12.2019 09:47    |    k-hm

Was ich nicht verstehe:

 

Warum setzt alle Welt auf Akkus? - Das ist eine tote Technik, denn die Energiedichte ist viel zu klein.

Die nutzt vielleicht als Puffertechnik für kurze Strecken, mehr aber nicht. Und dann tuts hier und da auch ein Superkondensator, der mit viel weniger Ressourcenverbrauch und Umweltgift hergestellt werden kann.

 

Als Energieträger gibt es in Zukunft überhaupt nur eine einzige Möglichkeit: Wasserstoff.

Der hat eine 3.3-fach höhere Energiedichte als Dieselöl, nimmt also extrem wenig Platz weg und kann auch sicherer als Mineralöl im Fahrzeug untergebracht werden. Vielleicht als Pulver, vielleicht elektrochemisch...

Und wenn er in die Umwelt gelangt, ist er vollkommen harmlos (hallo, Knallgas :D).

Wasserstoff kann problemlos elektrolytisch hergestellt werden, Anlagen für den Hausgebrauch mit hohem Wirkungsgrad gibts schon zu kaufen.

Und Brennstoffzellen sind seit Jahrzehnten optimiert, die können binnen Kurzem in Fahrzeugen einsatzfähig sein.

 

Die Technik für E-Antrieb, federleichte Fahrzeuge ohne Akku, dafür mit Wasserstoff, ist bereits vorhanden. Noch ist sie teuer, aber das sind Akku-Fahrzeuge auch.

 

Der Haken liegt woanders:

Der Versorgung mit Wasserstoff. Es gibt keine Infrastruktur.

 

Einzige Lösung:

Selbst herstellen aus Strom.

DAS wäre der wichtigste Schritt in die Zukunft:

Jeder erzeugt seinen Strom selbst und bunkert ihn in Form von Wasserstoff. Und dort, wo das nicht geht, schafft man eine lokale Verbund-Infrastruktur.

Das würde Wassserstoff überall verfügbar machen.

Tank-Infrastruktur wäre kein großer Schritt.

 

Mit anderen Worten: Systemanbieter werden.

 

Wer Erfolg haben will, wird um ein "größeres System" nicht herumkommen.

1. Schritt:

Ein E-Fahrzeug mit Brennstoffzelle und Tank für tausende km Reichweite. Das ist nur mit Wasserstoff möglich, verschleißt nicht wie ein Akku und macht weitgehend unabhängig von externer Infrastruktur.

Getankt wird Zuhause oder im lokalen Verbund.

2. Schritt:

Ich biete das an im Verbund mit einer skalierbaren Anlage zur Öko-basierten Wasserstofferzeugung für Wohnhäuser samt Tank und Fahrzeugschnittstelle.

Erst dann ist die Sache rund und funktioniert.

 

Fazit:

Das Akku-Modell wird nicht funktionieren. Zu kleine Energiedichte, keine Reichweite, zuviel Infrastruktur erforderlich. Soviele so dicke Kabel gibt es garnicht und ist auch Schwachsinn, denn wer will soviel Kupfer und Plastik mit Irrsinns-Aufwand in die Landschaft buddeln?

So leid es mir tut, ich würde nicht auf eine tote Technik setzen.

 

Es gibt bis jetzt nur eine absehbare Zukunft, und die ist ganz klar durch die Physik vorgegeben:

Wasserstoff. Nur der ist in nahezu unbegrenzter Menge vorhanden, komplett umweltfreundlich und dezentral nutzbar. Und die Technik ist auch schon da.

 

Dass man in Deutschland soetwas verpennt, ist kriminell. Der Systemwechsel WIRD kommen, es ist nur eine Frage der Zeit. Die Frage ist nur, ob wir das in Deutschland wirtschaftlich überleben, wenn wir weiter auf unserem Arsch sitzen und nichts tun, obwohl der Weg offensichtlich ist.

Warum stellen wir nicht JETZT die Technik auf unsere solide deutsche Art her, dass sie funktioniert?

Wir haben (noch) die Kohle, die Köpfe und die Visionen.

Wenn wir das in D tun und es zum Funktionieren bringen, dann wird die Welt uns das aus den Händen reißen und wir werden uns eine goldene Nase daran verdienen und tun auch noch was zur Rettung des Globus.

Stattdessen pennen alle, Politik und Industrie bremsen alles aus und niemand denkt an morgen.

 

Ich sage:

Tun wir etwas für die Welt UND verdienen uns dumm und dämlich.

 

DAS wäre meine Idee für ein unerschöfliches Modell: Die Kraft der Sonne nutzen, sonst nichts

 

Naja, es sei denn, jemand findet, dass man Silizium ähnlich nutzen kann.

 

Gruß

 

k-hm

 

 

PS:

Klar, das wird der Energie-Lobby, der Kohle-Lobby, der Auto-Lobby, Herrn Scheuer usw. nicht schmecken.

Die raffen es einfach nicht, dass der Systemwechsel kommen wird, egal ob wir dabei sind oder nicht.

Aber je eher wir realistisch werden, umso größer werden unsere Chancen, in Zukunft Reibach zu machen statt in Armut zu verhungern, weil andere den Reibach machen. NOCH haben wir die Chance, aber nicht ewig.

Und was ist mit unseren Kindern?- Wir leben schon auf deren Kosten... Leute, das geht garnicht!


13.12.2019 13:44    |    mark29

Ich stimme Dir komplett zu!


13.12.2019 14:03    |    Goify

Ich nicht:

Ein Fahrzeug, was mit Wasserstoff fährt, ist schon toll, allerdings kann man E-Motoren nicht mit Wasserstoff betreiben. Diese nehmen ausschließlich Strom und der muss erst mit einer Brennstoffzelle und deren Wirkungsgrad umgewandelt werden. Da diese nicht volllasttauglich ist, benötigt man zusätzlich noch eine Pufferbatterie und da diese keine 500 kg wiegen kann, muss sie klein sein, was deren maximale Energieabgabe und ebenfalls die Rekuperation stark einschränkt. So prima ist das nicht mit dem Wasserstoff im Auto.

Also haben wir im E-Auto eine Batterie und den E-Motor. Im Brennstoffzellenauto einen Wasserstofftank, eine Brennstoffzelle, eine Batterie und den E-Motor. Da ist ein Elektroauto mit Range-Extender nicht komplexer, dafür aber heute schon voll alltagstauglich. Seit drei Wochen gibt es in 35 km Entfernung von mir eine einzige Wasserstofftankstelle. Die nächste ist weitere 110 km entfernt. Da "meine" gerade jetzt gewartet wird, kann man sich den Ärger denken.


13.12.2019 14:07    |    mark29

Es ging hier um Wasserstoff als Speichermedium als umweltfreundlichere und leichtere Alternative zur Batterie!


13.12.2019 14:10    |    Goify

Mir ebenso.


13.12.2019 17:10    |    Lewellyn

Wie speichert man denn Wasserstoff? Kostengünstig und dauerhaft?

Worauf bezieht sich die Energiedichteangabe? 700bar und -44Grad, was man an der Wasserstofftanktstelle bekommt?


13.12.2019 18:23    |    k-hm

Zitat:

@Lewellyn schrieb am 13. Dezember 2019 um 17:10:24 Uhr:

Wie speichert man denn Wasserstoff? Kostengünstig und dauerhaft?

Worauf bezieht sich die Energiedichteangabe? 700bar und -44Grad, was man an der Wasserstofftanktstelle bekommt?

Z.B. LOHC (Liquid Organic Hydrogen Carrier) ist da vielversprechend. Eine Trägerflüssigkeit, z.B. Dibenzyltoluol, bindet Wasserstoff chemisch und ist wiederverwendbar und ungiftig. Erwärmen setzt den Wasserstoff frei.

Inwieweit die Behauptung stimmt "schon ein einziger Liter Dibenzyltoluol bindet gut 650 Liter Wasserstoff", weiß ich nicht, wäre aber ein wichtiger Schritt.

 

Wasserstoff in Gasform hat natürlich eine sehr geringe Energiedichte. Nur die Flüssigform ist also interessant.

Die Energiedichte bezieht sich auf das Gewicht. Die Energiedichte liegt theoretisch auf mehrfachem Niveau von Diesel, braucht aber derzeit mehr Gewicht mit Tank, weil Wasserstoff zwar sehr sicher, aber eben mit mehr Aufwand zu speichern ist, denn es möchte ja ein Gas sein :D

Auch mit Tank wiegt es aber derzeit schon deutlich weniger als ein Akku und ist z.B. in Form von LOHC so schnell zu betanken wie ein Diesel-Fahrzeug.

 

Und das wird sich natürlich entwickeln, wir stehen noch am Anfang. Z.B. wird an Wasserstoffträgern in Pulverform geforscht.

Wie auch immer, die Technik gibt es schon jetzt, und wenn man die ersten Umsetzungen hat und mehr Leute die kaufen, dann wird sich der Markt immer schneller entwickeln.

 

Gruß

 

k-hm


13.12.2019 19:11    |    Batterietester135

Zitat:

@jennss schrieb am 12. Dezember 2019 um 21:10:11 Uhr:

Zitat:

@goholger schrieb am 12. Dezember 2019 um 13:46:52 Uhr:

eGO liefert seit Ende August aus - wenn auch vermutlich nur 50 Stück pro Woche - aber immerhin.

Ohne ESP, nehme ich an? ;)


13.12.2019 20:49    |    jennss

Also in den e.Go passt sicher keine Brennstoffzelle. Überhaupt zu Wasserstoff:

- Nicht in Kleinwagen zu bekommen (vermutlich zu großes System)

- Erst ab ca. 70000 € zu kaufen (billiger hat bisher keiner bewiesen)

- Ineffizient: Doppelte Fahrkosten: https://efahrer-images.chip.de/.../...irmfoto-2019-12-06-um-080508.jpg

- Derzeit nicht sehr ökologisch, da zumeist aus Erdgas gewonnen

- Wartezeiten bei Tankstellen nach Tanken (Druck muss in ca. 10 Minuten wieder aufgebaut werden) und Zapfhahn muss abtauen nach Tanken

- Volltanken klappt nicht immer gut wg. Druckaufbau und Vereisung

- Kein Tanken zuhause möglich, man ist auf Tankstellen angewiesen

- Tankstellen sind sehr teuer (1 Mio. €)

 

Zudem: Die Reichweiten von Akkuautos reichen mittlerweile schon recht gut aus. Ein Tesla Model 3 Longrange mit WLTP 560 km (Nexo 666 km) kostet fast 20000 € weniger als ein Hyundai Nexo und hat mehr als doppelt so viel Leistung. Weiterhin hat der Nexo keine AHK wie das Model 3.

 

Hier steht auch etwas dazu:

https://efahrer.chip.de/.../...hat-sie-keine-chance-gegen-akkus_101550

 

Ich denke aber, dass in schweren Fahrzeugen die Brennstoffzelle Sinn machen könnte, z.B. in Bussen.

j.


14.12.2019 01:01    |    ballex

Edit: Hat sich erledigt.


14.12.2019 01:01    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@k-hm schrieb am 13. Dezember 2019 um 09:47:55 Uhr:

..Anlagen für den Hausgebrauch mit hohem Wirkungsgrad gibts schon...

Klar und wo sind die erneuerbaren Anlagen die den Wasserstoff erzeugen, mit hohem Wirkungsgrad :confused::p:p:p

 

Nicht im kommenden Jahrzehnt, fürchte auch in den 30-gern wird's noch nichts auf PKW-ebene (abgesehen natürlich von den obligatorischen superreichen die sich ihr Umweltgewissen und maximalreichweite hiermit Ablasserhandeln).


14.12.2019 12:27    |    Batterietester135

Die Brennstoffzelle + Wasserstoff mag interessant sein, ich glaube aber nicht, dass sie sich durchsetzt.

 

Grund ist, dass der Vorsprung der Elektro-Antriebe schon zu groß ist. Es gibt bundesweit schon zehntausende Ladestationen und täglich werden es mehr.

 

Alle Hersteller bringen innerhalb der nächsten 2 Jahre eine Vielzahl von neuen E-Autos auf den Markt.

 

Die E-Technik ist bewährt und zuverlässig, da das Elektroauto fast so alt ist wie der Verbrenner.

 

Es wird bei den Elektroautos keine Revolution geben, sondern eine Evolution, mit immer besseren Akkus, effizienteren Motoren, höheren Reichweiten, kürzeren Ladezeiten und günstigeren Preisen.

 

Diesen Vorsprung kann die Brennstoffzelle nicht mehr einholen. Daher halte ich sie für chancenlos und bestenfalls für sinnvoll bei Lkws und vielleicht Flugzeugen.


14.12.2019 12:34    |    mark29

Das Elektroauto auf das Du Dich aber in den 120 Jahren Existenz berufst fährt nicht zwangsläufig mit Lithium- Akkus. Brennstoffzelen sind ja schon länger "üblich" als Lithium- Akus.

 

Und was nun einen Vorsprung ausmacht bei so kleinen Stückzahlen kann man auch diskutieren. In anderen Regionen ist Wasserstoff als Speichermedium sehr verbreitet.

 

In Dtl. und Europa ist man von politischer Seite mehr daran interessiert als in die Hand von großen Konzernen zu legen. Da ist Wasserstoff weniger geeignet...

 

Elektrofahrzeuge haben generell einen schelchten Wirkungsgrad, die gesamte Kette betrachtet. Die Umweltbilanz ist aber nicht bei allen Varianten so schlecht, wie bei den Batteriebetriebenen- und das wird der Schlüssel für den Erfolg einer bestimmten Variante sein.


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Mein Blog hat am 06.02.2020 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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