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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

08.10.2019 21:06    |    jennss    |    Kommentare (526)

Welche Zukunft hat der E-Antrieb eurer Einschätzung nach (unabh. davon, was ihr euch wünscht)?

Smart E-Motor
Smart E Motor

Ich bin nun schon öfter Menschen real und im Internet begegnet, die ganz und gar nicht an die Zukunft des E-Antriebs glauben. Das erstaunt mich ein bisschen, da in meinen Augen ein großer Wandel in Gange ist, was auch auf der IAA deutlich wurde. Man kann aber nie sicher vorhersagen, wie sich der Markt entwickelt. Vielleicht sind E-Autos ja schon in 5 Jahren wieder Geschichte... Daher jetzt mal die ultimative Umfrage :):D, wie ihr die Zukunft seht, unabhängig davon, wie ihr sie euch wünscht.

 

Ich bin gespannt auf das Umfrageergebnis.

j.

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28.10.2019 08:30    |    mz4

Wenn man sich jetzt schon anschaut was die Netzbetreiber in übergeordneter Reihe an Probleme haben um den Strom über die Trassen zu verteilen und was da am Tag geschalten wird sind wir aktuell schon kurz vor dem Zusammenbruch.

 

Die Maximal verfügbare Strommenge ist das eine diese aber auch geroutet zu bekommen das andere.

Im Norden mag das besser funktionieren wie im Süden und in der Mitte der Republik.

 

Je mehr ich mich mit dem Thema E-Mobility beschäftige desto unwahrscheinlicher kann ein durchburch werden da neue Trassen nicht eben mal gebaut werden können.


28.10.2019 08:35    |    mz4

Zitat:

@Fritzibass schrieb am 28. Oktober 2019 um 08:29:08 Uhr:

Ich will ja jetzt auch nicht unbedingt auf VW umsteigen ... ich unterstütze ja auch sonst keine anderen Verbrecher.....;)

Das ist ein Satz wo man die Beschränktheit des deutschen Volkes gut ablesen kann. (ist unglücklich formuliert das ist keine Kritik an dir und deinem Satz sondern die Erklärung folgt unten)

Ich möchte nicht "Dummheit" verwenden aber so viele lieben ihre VW trotz massiven Problemen in der Technik und extrem teuren Reparaturen... Sie bleiben der Marke treu auch wenn ihr erst vor "kurzem" gekaufter Tiguan Diesel vor nem Jahr so kurzerhand entwertet wurde und was machen diese Familien dann? die kaufen sich einen neuen Touran diesel/benzier...

 

Wenn man schaut wie bescheuert der deutsche da ist und versucht längst unter gegange Schiffe wieder flott zu bekommen statt mal auf die Barrikaden zu gehen...

 

Ich bin gespannt wie es ohne England weiter geht mit der EU...


28.10.2019 08:43    |    jennss

Zitat:

@mz4 schrieb am 28. Oktober 2019 um 08:35:13 Uhr:

Sie bleiben der Marke treu auch wenn ihr erst vor "kurzem" gekaufter Tiguan Diesel vor nem Jahr so kurzerhand entwertet wurde

Wie hoch ist wohl der Verlust dadurch, dass das Auto zu den betroffenen Modellen gehört (Tiguan Diesel)?

j.


28.10.2019 08:50    |    mz4

Das ist ja egal wie hoch der Verlust ist.. ob 500€ oder 5000€ ist finde ich egal.

Diese "eingefahrenheit" oder "man macht es halt so weil es schon immer so war".. das fehlende "über den tellerrrand schauen".. egal wie man es formuliert das fehlt mir.. Statt neutral zu denken geht der faule "deutsche" immer den weg des geringsten widerstandes... (beispiel beim tiguan gab es nur 7% rabatt auf die liste und der neue touran wurde mit 15% schmackhaft gemacht aus "wiedergutmachung" usw.. usw.. es wird dann gar nicht hinterfragt ob die 15% gut sind oder schlecht. da wird ein Händlerstamm hoch gehalten aus sympathie und unwissenheit)


28.10.2019 09:08    |    jennss

Klar ist es ein Unterschied, ob das ein normaler Schaden ist oder Absicht war. Der Käufer überlegt aber auch, ob das Auto ansonsten gut war oder ob er mit einem Fiat oder Renault einen besseren Kauf gemacht hätte. Im Ergebnis schlimmer ist für den Kunden wohl so ein Fall, wo der TSI einen Motorschaden bekam (Twincharger).

 

Ich finde das mit dem Abgasbetrug auch schlimm, aber es würde mich nicht davon abhalten einen VW zu kaufen, wenn ich ihn gut finde.

j.


28.10.2019 09:25    |    BaldAuchPrius

Zitat:

@mz4 schrieb am 28. Oktober 2019 um 08:30:01 Uhr:

Wenn man sich jetzt schon anschaut was die Netzbetreiber in übergeordneter Reihe an Probleme haben um den Strom über die Trassen zu verteilen und was da am Tag geschalten wird sind wir aktuell schon kurz vor dem Zusammenbruch.

 

Die Maximal verfügbare Strommenge ist das eine diese aber auch geroutet zu bekommen das andere.

Im Norden mag das besser funktionieren wie im Süden und in der Mitte der Republik.

 

Je mehr ich mich mit dem Thema E-Mobility beschäftige desto unwahrscheinlicher kann ein durchburch werden da neue Trassen nicht eben mal gebaut werden können.

So, und jetzt mal die Panikmache beiseite.

 

Wie wird ein EMobil im Regelfall geladen?

  • mit unter 3 kW einphasig an Schuko. Mit anderen Worten, wenn die Netze nicht zusammenbrechen, weil die Lieschen Müllers heimkommen, und die Waschmaschine und den Haarfön anwerfen (die verballern zusammen mehr Strom), warum dann, wenn die Hans Müllers dann heim kommen, und ihre Autos anstecken?
  • 3-phasig sind die EMobile auf 11, maximal 22 kW ausgelegt. Mit anderen Worten, wenn die Netze nicht zusammenbrechen, weil am Heilig Abend Nachmittag alle den Gänsebraten in die Röhre schieben (Herd plus 4 Kochfelder ziehen auch 11 kW). warum dann, wenn jeder 2. Haushalt anstatt des Herdes erstmal das EMobil 3 Phasig anstöpselt?
  • CCS/ChaDeMo/HPC, also all die Gleichstromschnellader, ja, die können ordentlich was wegziehen. Aber realistisch betrachtet: eine 50 kW Säule entspricht vom Anschluss her einem Wohnhaus (Ein- bis Zweifamilie). Selbst in nicht ganz so kleinen Städtchen kann man die Schnelllader an einer Hand abzählen. Willst du mir weiß machen, dass es für das Stromnetz einer Gemeinde mit vielleicht 1000 Häusern (Anschlüssen) so nen gewaltigen Unterschied macht, ob da noch 5 Anschlüsse mehr versorgt werden? Die noch schnelleren HPC haben ihren eigenen Zugang zur Mittelspannung, und fallen aus der Betrachtung ganz raus. ebenso verfügen diese über ein entsprechendes Lastmanagement, sprich, die Energiefirmen können sie bei Bedarf jederzeit drosseln, oder sogar stilllegen.
  • Immer kommt das Horrorszenario, dass ja alle EMobile gleichzeitig, und dann mit maximaler Leistung laden wollen werden. Zunächst: die Fahrer werden sich mit Sicherheit nicht verabreden, alle gemeinsam Punkt 18 Uhr das Auto einzustöpseln. Und, sie werden auch nicht alle steets abends ihre Akkus ratzeputz leer genuckelt haben. Das beides sorgt zum einen für eine zeitliche Verteilung, und zum anderen, für weniger Gesamtlast, da die Autos mit wachsenden Akkuständen von sich aus die maximale Ladeleistung reduzieren. Nimm als Beispiel den I3, er kann an CCS bis zu 45 kW. Das Horrorszenario sieht nun 2 leere I3, die zeitgleich an 2 CCS Säulen fahren, und das Netz mit 90 kW belasten. In der Realität ist einer nur zum Zwischenladen mit 70% da, und reduziert schon nach 15 Minuten unter 20 kW (weil der Akku dann schon auf knapp 90% ist), der Zweite ist wirklich leer, und kommt 15 Minuten nach dem ersten an die Säule, Gesamtlast 65 kW. Nach weiteren 5 bis 10 Minuten erreicht der erste die "magischen 94%", und reduziert die Ladeleistung unter 10 kW... Gesamtlast fällt auf knapp über 50 kW. Selbiges gilt fürs Drehstromladen daheim, die Autos ziehen nicht von Anfang bis Ende 11 bzw. 22 kW.

 

Wenn du es sorum betrachtest, klar, an den Netzen muss was gemacht werden, keine Frage, das aber unabhängig von der Mobilität, die meisten Leitungen kommen eben so langsam in die Jahre, und wurden zu Zeiten errichtet, als sich niemand vorstellen konnte, wie Hoch der allgemeine Leistungsbedarf werden könnte, damals hatte man pro Zimmer ne Glühbirne und vielleicht ab und an nen Bügeleisen an ;-)


28.10.2019 09:30    |    metalhead79

Zitat:

@mz4 schrieb am 28. Oktober 2019 um 08:35:13 Uhr:

Ich bin gespannt wie es ohne England weiter geht mit der EU...

Ich bin eher gespannt ob die in diesem Jahrhundert den Brexit noch hin bekommen. :D

 

http://debeste.de/.../...rb-aufgeschnappt-to-brexit-sich-verabschieden

 

Gruß Metalhead


28.10.2019 10:40    |    mz4

Zitat:

@BaldAuchPrius schrieb am 28. Oktober 2019 um 09:25:04 Uhr:

Wenn du es sorum betrachtest, klar, an den Netzen muss was gemacht werden, keine Frage, das aber unabhängig von der Mobilität, die meisten Leitungen kommen eben so langsam in die Jahre, und wurden zu Zeiten errichtet, als sich niemand vorstellen konnte, wie Hoch der allgemeine Leistungsbedarf werden könnte, damals hatte man pro Zimmer ne Glühbirne und vielleicht ab und an nen Bügeleisen an ;-)

Ich bin absolut bei dir bei der Argumentation pro E-Auto.

Aus dieser Sicht hast du absolut Recht und es ist total egal..

Nur haben wir im Schnitt 2 Autos pro Haushalt bei uns im Ort.

In deinem Szenario wäre eine 100% E-Mobilität eine verdopplung des Stromverbrauchs.

 

Wie du schon richtig geschrieben hast allein größere Induktionsfelder können bis zu 12KW (Haushaltsübliche ist bei 7-7,5kw Ende) ziehen + Herd der ja so gut wie immer bei 16A am ende ist also 3,6KW.

 

Wenn ich aber durch unsere Stadt laufe und schaue was da wirklich so noch gekocht und gegessen wird auch an Weihnachten dann ist die Weihnachtsgans also alles andere als "üblich".

Dazu ein Backofen die 3,6KW nur zum aufheizen zieht und die 170°C hält er dann mit weit unter 1KW.

Auch mein super duper 14KW Induktionsfeld braucht die 14KW nur sekunden...

Kein schwein verkohlt bei 5000W sein Rotkohl oder benutzt das Induktionsfeld zum Wasserverdampfen auf 3,5KW.... sprich 4 Töpfe und ein Backofen brauchen nur max. 10min die ~10KW dann sind die bei ~1500-2000W erhaltung. Weil wir eben nicht alle simultan den Backofen anstellen.

Das wäre aber doch mal ein netter test für die Stromnetzte.. einfach mal ein Ort per Funkuhr abmachen um 12Uhr die Waschmaschine anstellen und 12:05uhr den Backofen dazu und 12:10 ein Kochfeld.

in 100% aller Häusern. bin gespannt was das Stromnetz dann sagt.. ;)

 

Aber um das geht es ja nicht.

Solange die Ladegeräte nicht intelligent und Netzgesteuert sind was sie jetzt ja nicht sind sollte es in den nächsten Jahr zu viel mehr e Fahrzeugen kommen die ersten Probleme mit der Netzaufrechterhaltung eintreten.

Ich denke aber bis wir mal nennenswert e Fahrzeuge haben also 10-20Millionen Stück werden noch viele Verbrennerjahre ins Land gehen.

 

Im übrigen geht es nicht nur um die Netze sondern auch um die Stromproduzenten.

also Kraftwerke.. die letzten 10-20 Jahre ist kaum mehr ein Kraftwerk gebaut worden und Atom und Kohle soll weg.

Bei dem was man für Strom bekommt (das meiste sind ja Umlagen, Steuern usw..) macht das auch niemand.

 

Deshalb läuft die e Mobilität in ein großes Messer.

 

noch funktioniert alles aber wenn an der Kraftwerkssituation und den Stromtrassen nicht massiv etwas verändert wird ist bei vielen Millionen Fahrzeugen einfach Ende.

 

Das Stromnetz ist jetzt schon ohne die e-autos kurz vor dem Kollaps.

Trotz LED statt Glühbirne kennt der Stromverbauch nur eine Richtung seit 20 Jahren.

 

Ich schau nicht blind auf rosarote Ponys und striegel auch keine Regenbogenfurzenden Einhörner.

Einfach mal ganz "Low" auf unterster Ebene angefangen.

 

Wenn man jetzt versteht das die Netze so wie sie sind jetzt schon am Limit laufen aber durch die emobilität (100% in vielen Jahren) der Gesamtverbrauch im Netz um ~30% ? nach oben geht muss einiges gemacht werden. Dazu steht dann der nicht vorhandene Gewinn bei der Stromerzeugung.. knapp 10-20 Jahre Planung bei Stromtrassen im weg..

Nur weil das örtliche Netz ein paar Säulen aushält oder oder oder bedeutet es ja nicht das auch dickere Leitungen zu den Orten gelegt werden und die Trassen verdoppelt werden.

 

Nicht mehr und nicht weniger und da ist die Politik gefragt die dringend notwendigen Netzmodernisierungen durchzuführen wenn wir nicht von Stromausfällen und co geplagt werden wollen in Zukunft.

 

Das wiederum muss finanziert werden genauso wie neue Kraftwerke somit wird der Strompreis in 10 Jahren wohl auch bei Hochleistungsladesäulen durchwegs bei 0,7-1€ pro KW liegen.

 

[EDIT]

 

Welches Haus hat denn schon eine Grundlast von 3600W also eine einzige poplige 230V Steckdose.. 16A..

Das sind übers Jahr 3,6x24x365 31536kWh (nicht mal Mehrfamilienhäuser kommen annähernd da ran. das ist ja schon Industrie)

Sprich ein Elektroauto auch wenn es nur mit 3600W gähnend langsam läd produziert es 6-10Std mit 70-100kWh Akkus (85kWh würde somit 23Std 100% bei 3,6KW zum laden ziehen wenn ich mich jetzt nicht falsch überschlagen habe) eine deutlich veränderte Stromabnahme an dem Haus wo es lädt.

selbst 1 einziges simples 85kWh Elektroauto würde in einer Kleinstadtstraße mit 10 Häusern den Stromverbrauch knapp verdoppeln. (ja ich weis man läd ja nicht immer von 0 auf 100 sondern maximal ein paar % nach und das möglichst an 10 Parkplätzen über den ganzen tag in vielen ortschaften verteilt usw... ;))


28.10.2019 10:41    |    ballex

Zitat:

Das Stromnetz ist jetzt schon ohne die e-autos kurz vor dem Kollaps.

Trotz LED statt Glühbirne kennt der Stromverbauch nur eine Richtung seit 20 Jahren.

 

Ich schau nicht blind auf rosarote Ponys und striegel auch keine Regenbogenfurzenden Einhörner.Einfach mal ganz "Low" auf unterster Ebene angefangen.

Es stimmt einfach nicht, dass der Stromverbrauch seit 20 Jahren nur eine Richtung kennt, seit 2010 geht es nach unten: https://de.statista.com/.../

 

Deshalb ja, fangen wir doch mal ganz "low" auf unterster Ebene an und erzählen hier nicht Unwahrheiten.


28.10.2019 10:41    |    mz4

Zitat:

@metalhead79 schrieb am 28. Oktober 2019 um 09:30:40 Uhr:

Ich bin eher gespannt ob die in diesem Jahrhundert den Brexit noch hin bekommen. :D

 

http://debeste.de/.../...rb-aufgeschnappt-to-brexit-sich-verabschieden

 

Gruß Metalhead

Da ist was dran aber es führt kein Weg vorbei immerhin ein Volksentscheid in der EU ;)


28.10.2019 10:51    |    metalhead79

Machen wir 'ne Wette?

2025: Wiedereröffnung Notre-Dame

2030: Eröffnung BER

2035: Brexit

:D

 

Gruß Metalhead


28.10.2019 10:53    |    mz4

Zitat:

@metalhead79 schrieb am 28. Oktober 2019 um 10:51:49 Uhr:

Machen wir 'ne Wette?

2025: Wiedereröffnung Notre-Dame

2030: Eröffnung BER

2035: Brexit

:D

 

Gruß Metalhead

:cool:

 

Wenn wir mal schauen was sich in den letzten 10-20 Jahren so getan hat bin ich gespannt wie sich im immer schneller drehenden hamsterrad die nächsten 10-20 Jahre entwickeln..


28.10.2019 12:51    |    schnellerhase

Zitat:

@mz4 schrieb am 28. Oktober 2019 um 10:40:30 Uhr:

Zitat:

@BaldAuchPrius schrieb am 28. Oktober 2019 um 09:25:04 Uhr:

Wenn du es sorum betrachtest, klar, an den Netzen muss was gemacht werden, keine Frage, das aber unabhängig von der Mobilität, die meisten Leitungen kommen eben so langsam in die Jahre, und wurden zu Zeiten errichtet, als sich niemand vorstellen konnte, wie Hoch der allgemeine Leistungsbedarf werden könnte, damals hatte man pro Zimmer ne Glühbirne und vielleicht ab und an nen Bügeleisen an ;-)

Ich bin absolut bei dir bei der Argumentation pro E-Auto.

Aus dieser Sicht hast du absolut Recht und es ist total egal..

Nur haben wir im Schnitt 2 Autos pro Haushalt bei uns im Ort.

In deinem Szenario wäre eine 100% E-Mobilität eine verdopplung des Stromverbrauchs.

 

Wie du schon richtig geschrieben hast allein größere Induktionsfelder können bis zu 12KW (Haushaltsübliche ist bei 7-7,5kw Ende) ziehen + Herd der ja so gut wie immer bei 16A am ende ist also 3,6KW.

 

Wenn ich aber durch unsere Stadt laufe und schaue was da wirklich so noch gekocht und gegessen wird auch an Weihnachten dann ist die Weihnachtsgans also alles andere als "üblich".

Dazu ein Backofen die 3,6KW nur zum aufheizen zieht und die 170°C hält er dann mit weit unter 1KW.

Auch mein super duper 14KW Induktionsfeld braucht die 14KW nur sekunden...

Kein schwein verkohlt bei 5000W sein Rotkohl oder benutzt das Induktionsfeld zum Wasserverdampfen auf 3,5KW.... sprich 4 Töpfe und ein Backofen brauchen nur max. 10min die ~10KW dann sind die bei ~1500-2000W erhaltung. Weil wir eben nicht alle simultan den Backofen anstellen.

Das wäre aber doch mal ein netter test für die Stromnetzte.. einfach mal ein Ort per Funkuhr abmachen um 12Uhr die Waschmaschine anstellen und 12:05uhr den Backofen dazu und 12:10 ein Kochfeld.

in 100% aller Häusern. bin gespannt was das Stromnetz dann sagt.. ;)

 

Aber um das geht es ja nicht.

Solange die Ladegeräte nicht intelligent und Netzgesteuert sind was sie jetzt ja nicht sind sollte es in den nächsten Jahr zu viel mehr e Fahrzeugen kommen die ersten Probleme mit der Netzaufrechterhaltung eintreten.

Ich denke aber bis wir mal nennenswert e Fahrzeuge haben also 10-20Millionen Stück werden noch viele Verbrennerjahre ins Land gehen.

 

Im übrigen geht es nicht nur um die Netze sondern auch um die Stromproduzenten.

also Kraftwerke.. die letzten 10-20 Jahre ist kaum mehr ein Kraftwerk gebaut worden und Atom und Kohle soll weg.

Bei dem was man für Strom bekommt (das meiste sind ja Umlagen, Steuern usw..) macht das auch niemand.

 

Deshalb läuft die e Mobilität in ein großes Messer.

 

noch funktioniert alles aber wenn an der Kraftwerkssituation und den Stromtrassen nicht massiv etwas verändert wird ist bei vielen Millionen Fahrzeugen einfach Ende.

 

Das Stromnetz ist jetzt schon ohne die e-autos kurz vor dem Kollaps.

Trotz LED statt Glühbirne kennt der Stromverbauch nur eine Richtung seit 20 Jahren.

 

Ich schau nicht blind auf rosarote Ponys und striegel auch keine Regenbogenfurzenden Einhörner.

Einfach mal ganz "Low" auf unterster Ebene angefangen.

 

Wenn man jetzt versteht das die Netze so wie sie sind jetzt schon am Limit laufen aber durch die emobilität (100% in vielen Jahren) der Gesamtverbrauch im Netz um ~30% ? nach oben geht muss einiges gemacht werden. Dazu steht dann der nicht vorhandene Gewinn bei der Stromerzeugung.. knapp 10-20 Jahre Planung bei Stromtrassen im weg..

Nur weil das örtliche Netz ein paar Säulen aushält oder oder oder bedeutet es ja nicht das auch dickere Leitungen zu den Orten gelegt werden und die Trassen verdoppelt werden.

 

Nicht mehr und nicht weniger und da ist die Politik gefragt die dringend notwendigen Netzmodernisierungen durchzuführen wenn wir nicht von Stromausfällen und co geplagt werden wollen in Zukunft.

 

Das wiederum muss finanziert werden genauso wie neue Kraftwerke somit wird der Strompreis in 10 Jahren wohl auch bei Hochleistungsladesäulen durchwegs bei 0,7-1€ pro KW liegen.

 

[EDIT]

 

Welches Haus hat denn schon eine Grundlast von 3600W also eine einzige poplige 230V Steckdose.. 16A..

Das sind übers Jahr 3,6x24x365 31536kWh (nicht mal Mehrfamilienhäuser kommen annähernd da ran. das ist ja schon Industrie)

Sprich ein Elektroauto auch wenn es nur mit 3600W gähnend langsam läd produziert es 6-10Std mit 70-100kWh Akkus (85kWh würde somit 23Std 100% bei 3,6KW zum laden ziehen wenn ich mich jetzt nicht falsch überschlagen habe) eine deutlich veränderte Stromabnahme an dem Haus wo es lädt.

selbst 1 einziges simples 85kWh Elektroauto würde in einer Kleinstadtstraße mit 10 Häusern den Stromverbrauch knapp verdoppeln. (ja ich weis man läd ja nicht immer von 0 auf 100 sondern maximal ein paar % nach und das möglichst an 10 Parkplätzen über den ganzen tag in vielen ortschaften verteilt usw... ;))

Hatte schon geschrieben, vergesst das E-auto, denn Wasserstoff wird sich durchsetzen !!!! Ihr schreibt immer nur von ein paar E-autos, die gerade laden! Es sind nicht ein Paar, sondern hunderte, tausende gleichzeitig, die ueber Nacht laden wollen in einer Strasse. Was passiert dann? Wo sollen in einer Strasse mit vielen Wohnbloecken alle auf einmal laden? Die ganze Strasse waere mit Ladestellen gepflastert !!! und der Strom wuerde zusammenbrechen! Also labert nicht so viel, sondern denkt mal realistisch! E-Autos sind gut fuer Aemter in der Stadt, das wars dann auch !!


28.10.2019 13:25    |    paelzerbu

 

Ich will ja jetzt auch nicht unbedingt auf VW umsteigen ... ich unterstütze ja auch sonst keine anderen Verbrecher.....;)

Bist Du dir da sicher? Wenn Du einen Hersteller suchst, der auf der Straße die Abgaswerte einhält, die er in den Papieren versprochen hat, dann wirst Du vermutlich doch schnell bei einem Elektrofahrzeug mit Ökostrom landen...wenn Du Dir das leisten kannst....


28.10.2019 19:27    |    BaldAuchPrius

Zitat:

@schnellerhase schrieb am 28. Oktober 2019 um 12:51:28 Uhr:

...

 

Hatte schon geschrieben, vergesst das E-auto, denn Wasserstoff wird sich durchsetzen !!!! Ihr schreibt immer nur von ein paar E-autos, die gerade laden! Es sind nicht ein Paar, sondern hunderte, tausende gleichzeitig, die ueber Nacht laden wollen in einer Strasse.

Also, da hat aber jemand ganz schnell geschrieben. Wieviele Straßen gibt es in unserem schönen Land, wo hunderte, tausende Autos auch nur annähernd Parkraum fänden?

 

 

 

Zitat:

Was passiert dann? Wo sollen in einer Strasse mit vielen Wohnbloecken alle auf einmal laden? Die ganze Strasse waere mit Ladestellen gepflastert !!! und der Strom wuerde zusammenbrechen! Also labert nicht so viel, sondern denkt mal realistisch! E-Autos sind gut fuer Aemter in der Stadt, das wars dann auch !!

Ich bin recht realistisch.

Erstens, Stand heute, passt 100% BEV nicht. Das behauptet auch keiner.

Zweitens, wenn du dir nur mal die aktuellen Akkus anschaust, dann wird dir klar, dass tägliches Laden langsam nicht mehr notwendig ist für alle. Es fahren ja auch nicht alle Tanken täglich.

Drittens, ich gehe nicht von 100% BEV aus, ich denke, dass es ebenfalls einen Mix geben wird, ob mit PTG und Verbrenner (unwahrscheinlich), oder H2 oder was, was wir noch gar nicht im Blick haben, aber ausnahmslos ein Konzept, daran glaub ich nicht.


28.10.2019 19:44    |    jennss

Ich denke auch, die Brennstoffzelle ist noch nicht tot. Die findet noch ihre Bereiche/Autos. Das Problem ist, dass jede Technik ein Netz braucht, um flächendeckend zu funktionieren. Zwei Technologien auszubauen ist aufwändig. Besonders bei der Brennstoffzelle geht nichts ohne Tankstellen. Akkuautos haben es leichter, weil man sie an jeder Steckdose zuhause aufladen kann. Wenn Brennstoffzellen klein und günstig gebaut werden können, wären sie als RangeExtender interessant.

j.


28.10.2019 20:27    |    Schwarzwald4motion

Nur mal so zum 2.-ten

Zitat:

Schließlich ist ja nur wichtig, dass der Akku am nächsten Morgen vor der Fahrt zur Arbeit wieder voll ist. Wer das nicht wolle, könne sich gegen eine Zusatzgebühr ausschließen lassen.


29.10.2019 08:23    |    remix

man sieht an der Diskussion hier, dass es noch auf Jahre Utopie bleibt, Massenmobilität mit Elektroautos zu erhalten;

 

- es werden nicht mehr Autos verkauft, nur weil jetzt einige wenige Elektroautos verfügbar sind - es folgt nur eine langsame Umstellung der Flotte;

- der Ausbau der Stromversorgung wird auch Jahre brauchen;

- Verbrenner werden deshalb noch auf zig Jahre das Strassenbild beherrschen

 

viele der hier genannten Argumente pro und kontra sind richtig, es gibt nicht die einzige Wahrheit dazu - sicher ist m.E. aber, dass kein Fahrplan nur annähernd stimmt; es wird viel, viel länger dauern, als alle glauben...

 

PS:

 

2025: Brexit und Abriss BER

 

2030: Wiedereröffnung Notre-Dame

 

2035: Eröffnung BER

 

2050: fast alle fahren elektrisch ?!


29.10.2019 08:34    |    Fritzibass

Wenn ich das in den letzten Jahren richtig mitbekommen habe, dann sind es nicht nur die örtlichen Stromnetze sondern die großen Trassen die am Limit arbeiten. Also die Stromautobahnen die den Strom in unserer schönen Republik verteilen.

Und nun stelle ich mir vor wie mein Arbeitgeber reagieren wird, wenn ich morgens Anrufe und sagen muss, dass ich nicht zur Arbeit kommen kann weil mein schickes BEV wegen Stromausfall nicht geladen wurde und ich nicht fahren kann. Wir reden hier ja über Zukunftsmusik....oder wenn es immer mehr Menschen gibt, die vom Stromversorger abgeklemmt werden weil sie den Strom nicht mehr zahlen konnten. Nur mal so durchgerechnet: in unserer Verbandsgemeinde (also ländlicher Raum) leben 12ooo Menschen in 8 Orten. Es gibt bei Lidl eine Stromtankstelle auf einem Parkplatz. Ich schätze mal, es gibt trotz einer hohen Quote von Eigenheimbesitzern immer noch mindestens 10 % vermietete Wohnungen in Mehrfamilienhäusern....meist an einer Hauptstraße ohne Parkmöglichkeiten. Wie sollen diese Menschen denn die Möglichkeit haben in der Zukunft eines Herrn Musk mobil zu bleiben um zur Arbeit fahren zu können? Wenn wir diesen Weg gehen sollen (was ja wohl politisch so gewollt ist), dann müssen wir auch möglichst alle mitnehmen wie es aus Berlin immer so schön verlautet. Oder die Arbeitslosenquote steigt zwangsläufig wieder an weil es immer mehr Menschen geben wird die nicht mehr dahin kommen wo die Arbeit ist und der dort kein Wohnraum verfügbar bzw. bezahlbar ist (auch ein Versäumnis der Politik was dem Normalbürger Probleme bereitet).

Wenn jemand in der Peripherie lebt und er kommt mit einem der momentan verfügbaren und für den Normalbürger erschwinglichen BEV Kleinwagen hin dann darf er das gerne nutzen.

Aber hört um Gottes Willen endlich wieder damit auf, allen anderen (für die das nicht passt) in eine Ecke stellen zu wollen und als nicht zukunftsorientierte Idioten und Umweltsünder die die Zeichen der Zeit nicht erkannt haben abzustempeln. Da würde ich mir mehr Toleranz und Nachdenken wünschen. Es kann ja nicht sein, dass allen denjenigen die aktuell und in absehbarer Zeit auf Verbrenner angewiesen sind ein schlechtes Gewissen eingeimpft wird.


29.10.2019 09:17    |    remix

Zitat:

@Fritzibass schrieb am 29. Oktober 2019 um 08:34:53 Uhr:

Aber hört um Gottes Willen endlich wieder damit auf, allen anderen (für die das nicht passt) in eine Ecke stellen zu wollen und als nicht zukunftsorientierte Idioten und Umweltsünder die die Zeichen der Zeit nicht erkannt haben abzustempeln. Da würde ich mir mehr Toleranz und Nachdenken wünschen. Es kann ja nicht sein, dass allen denjenigen die aktuell und in absehbarer Zeit auf Verbrenner angewiesen sind ein schlechtes Gewissen eingeimpft wird.

sehr richtig - man kann nicht allen Zweiflern oder nachdenklicheren Menschen unterstellen, sie seien unwillig und nehmen das Thema nicht ernst;

 

die Diskussion dreht sich an mehreren Stellen im Kreis;

 

- kleine E-Autos sind ideal für Ballungszentren/Städte, wo auch die Infrastruktur besser ist; dort wäre das eigene Auto aber ggf. ganz verzichtbar;

 

- grössere preiswerte elektrische "Familienautos" mit viel Platz und guter Reichweite für Menschen in ländlichen Gebieten fehlen - ebenso die Ladeinfrastruktur;

 

- auch Nachhaltigkeit schont Ressourcen, weshalb es eben keinen Sinn macht, die rel. junge deutsche Flotte mit aller Macht vor der Zeit zugunsten des E-Autos (mal wieder) abzwracken;

 

- die ideale Kombination von lokaler emissionsfreier Fahrt und Langstreckentauglichkeit ist der Hybrid und nicht das E-Auto;

 

- zu langsamer Ausbau der Ladeinfrastruktur bremst den Verkauf von E-Autos; geringer Absatz von E-Autos bremst den Ausbau der Ladeinfrastruktur....

 

- der Abgesang auf den Verbrenner und das einseitige Setzen auf E-Mobilität in D ist Wunschdenken, wird so m.E. nicht passieren - zumindest der Hybrid wird noch lange weiterlaufen;

 

- die Käufer werden nämlich mit den Füssen abstimmen, egal wie man sie tituliert - der erhobene Zeigefinger ändert daran nichts


29.10.2019 09:39    |    BaldAuchPrius

Zitat:

@Fritzibass schrieb am 29. Oktober 2019 um 08:34:53 Uhr:

Wenn ich das in den letzten Jahren richtig mitbekommen habe, dann sind es nicht nur die örtlichen Stromnetze sondern die großen Trassen die am Limit arbeiten. Also die Stromautobahnen die den Strom in unserer schönen Republik verteilen.

Und am Limit laufen sie nachts? echt?

Zitat:

Und nun stelle ich mir vor wie mein Arbeitgeber reagieren wird, wenn ich morgens Anrufe und sagen muss, dass ich nicht zur Arbeit kommen kann weil mein schickes BEV wegen Stromausfall nicht geladen wurde und ich nicht fahren kann.

Wahrscheinlich genauso, wie er reagieren würde, wenn du anrufst, und sagen musst, dass du nicht zur Arbeit kommen kannst, weil du deinen schicken Verbrenner heute morgen nicht betankt bekommen hast, wegen Streik bei der Tanke, und zu wenig Sprit bis zur nächsten?

Ich als Arbeitgeber würde dir glatt sagen, dass ich dir nicht abnehme, dass bei dir über Nacht über voll 6 bis 8 Stunden der Strom ausgefallen ist, und ich weiß, dass dein schickes BEV auch nach Stromausfällen von sich aus die Ladung wieder aufnimmt. ;-)

Zitat:

Wir reden hier ja über Zukunftsmusik....oder wenn es immer mehr Menschen gibt, die vom Stromversorger abgeklemmt werden weil sie den Strom nicht mehr zahlen konnten.

Das sind bestimmt dann die selben, die dann auch keinen Fünfziger pro Woche in der Tasche haben zum Tanken, und eine gesperrte Geldkarte, die sie zum H2 Tanken bräuchten? Sag mir, wo ist der Unterschied?

Zitat:

Nur mal so durchgerechnet: in unserer Verbandsgemeinde (also ländlicher Raum) leben 12ooo Menschen in 8 Orten. Es gibt bei Lidl eine Stromtankstelle auf einem Parkplatz. Ich schätze mal, es gibt trotz einer hohen Quote von Eigenheimbesitzern immer noch mindestens 10 % vermietete Wohnungen in Mehrfamilienhäusern....meist an einer Hauptstraße ohne Parkmöglichkeiten. Wie sollen diese Menschen denn die Möglichkeit haben in der Zukunft eines Herrn Musk mobil zu bleiben um zur Arbeit fahren zu können? Wenn wir diesen Weg gehen sollen (was ja wohl politisch so gewollt ist), dann müssen wir auch möglichst alle mitnehmen wie es aus Berlin immer so schön verlautet.

Lass mich raten, diese Lidl Säule langweilt sich derzeit fast immer, und ist eher ein Staubfänger, als eine Ladesäule? In meinem Umkreis von etwa 100 km sprießen öffentliche Ladestationen buchstäblich aus dem Boden, natürlich gegen Gebühr... auch oft verwaist, aber die kostenlosen beim Kaufland, ja, da kommt es langsam zu Gedränge. Wenn es bei dir noch wenige BEV gibt, und offensichtlich 90% daheim laden könnten, scheint es eben noch keinen Bedarf für weitere Säulen zu geben. Wieviele Tankstellen gibt's in der Gesamtgemeinde, oder müsste man zum Tanken auch ins nächste Städele?

 

Zitat:

Oder die Arbeitslosenquote steigt zwangsläufig wieder an weil es immer mehr Menschen geben wird die nicht mehr dahin kommen wo die Arbeit ist und der dort kein Wohnraum verfügbar bzw. bezahlbar ist (auch ein Versäumnis der Politik was dem Normalbürger Probleme bereitet).

Hat jetzt genau was mit EMobilität zu tun? Außer, dass die laufenden Kosten der Emobilität, selbst wenn man nur kostenpflichtig läd, sich nur im Bereich der Hälfte derer eines Verbrenners belaufen?

Zitat:

Wenn jemand in der Peripherie lebt und er kommt mit einem der momentan verfügbaren und für den Normalbürger erschwinglichen BEV Kleinwagen hin dann darf er das gerne nutzen.

Jep, wenns passt, prima.

Zitat:

Aber hört um Gottes Willen endlich wieder damit auf, allen anderen (für die das nicht passt) in eine Ecke stellen zu wollen und als nicht zukunftsorientierte Idioten und Umweltsünder die die Zeichen der Zeit nicht erkannt haben abzustempeln. Da würde ich mir mehr Toleranz und Nachdenken wünschen.

Vielleicht solltest du mal deinen Wissensstand aktualisieren. Du argumentierst immer noch wie man es vor 5 Jahren tat, als es nur die Auswahl aus extrem teuren Tesla, und kurzatmigen Gehhilfen gab.

Das Angebot hat sich gewaltig gewandelt, die Vorurteile sind die gleichen geblieben.

Im Preisrahmen der Kompaktklasse (also Golf, Fokus, Corolla, bedingt C-Klasse, 1er und 2er BMW...) also mit bissle Ausstattung und nicht gerade Basismotor unter 40.000€, gibt es schon eine gewisse Auswahl. Von den "kleinen" Zoe´s, die aber auch deutlich über 300 km schaffen, über die I3´s (hart am Rande des Preisrahmens), die Ionics, ja, auch die E-Golf oder ID3, den Corsa, aber auch in erreichbarer Nähe ein Model 3 … Ja, da muss man sich schon gefallen lassen, dass man mal hinterfragt wird, wenn man BEV heute immernoch als kastrierten Smart beschreibt, der eigentlich zu nix nütze ist. Als Idiot oder Sünder würd ich niemanden darstellen, als ein wenig unfexibel im Denken schon. Sie legen die selbe Haltung an den Tag, wie einige Vorfahren, die Autos als den Kutschen unterlegen ansahen, oder für die die Ablösung der Dampflock durch Diesel- und Elektrolocks Teufelswerk war, das niemals funktionieren wird, die sich nicht vorstellen konnten, dass Mantelstrahltriebwerke die Turboprop innerhalb weniger Jahre vom Markt fegen.... Und immer aus einem Kenntnisstand heraus, der, ein wenig Interesse am Thema und Beschäftigung mit dem selben als nicht mehr ganz taufrisch anzusehen war.

Versteh mich nicht falsch, ich bin ganz deiner Meinung, dass in absehbarer Zeit kein BEV in der Lage sein wird, allen möglichen Anforderungen gerecht zu werden, die an Fahrzeuge gestellt werden könnten, und es gibt noch lange nicht für jeden das passende Fahrzeug, aber so schwarz wie du malst, ist es scho eine Weile nicht mehr.

 

Zitat:

Es kann ja nicht sein, dass allen denjenigen die aktuell und in absehbarer Zeit auf Verbrenner angewiesen sind ein schlechtes Gewissen eingeimpft wird.

Kommt darauf an. Es gibt Verbrenner und es gibt Verbrenner, wenn du weist, was ich meine. Wer aus welchen Gründen auch immer (die ich nicht beurteilen will) sich einen aufgemotzten Porsche Geländewagen zulegt, dem nehme ich nicht ab, dass irgend ein E Modell am Preis scheitern würde, dem nehme ich auch nicht ab, dass er im Wohnblock zur Miete wohnt, und nicht laden könnte, und dem nehme ich auch nicht ab, dass er mit dem Geschoss gezwungenermaßen nur mit Vmax über die Autobahnen des Landes hetzt, und gerade mal noch Zeit zum schnell Tanken findet.

Ich nehme ihm auch nicht ab, dass er für größere Transportaufgaben sein Auto nehmen würde...er lässt transportieren, oder mietet eher was, als den edlen Porsche mit Kratzern zu versauen.

Ein schlechtes Gewissen stellt sich nur ein, wenn der Betroffene selbst zu der Einsicht gelangt, dass sein Handeln illegitim ist (entfällt bei denen, die nicht anders können), allen anderen kann man wochenlange Predigten halten, ohne dass sie ein schlechtes Gewissen bekommen.

 

Ich drehe aber mal deinen Satz um.

Es kann ja angesichts der immer zahlreicheren Erfahrungen, dass es ginge nicht sein, dass dem Stammtisch immer wieder gebetsmühlenartig eingehämmert wird, dass dieses Teufelszeug für ihn nix ist.


29.10.2019 10:01    |    remix

@BaldAuchPrius

 

Deine Argumente sind ok - genau den oben angeschlagenen Ton finde ich aber nicht ok; mit dieser Vehemenz muss man nicht aufeinander losgehen;

da kommt dann wieder ein anderer Teilnehmer und nimmt halt Deinen Beitrag (mit Vollzitat) Satz für Satz auseinander - das bringt uns hier auch nicht weiter;

 

zumindest hier will ich auch widersprechen:

 

Zitat:

@BaldAuchPrius schrieb am 29. Oktober 2019 um 09:39:51 Uhr:

Im Preisrahmen der Kompaktklasse (also Golf, Fokus, Corolla, bedingt C-Klasse, 1er und 2er BMW...) also mit bissle Ausstattung und nicht gerade Basismotor unter 40.000€, gibt es schon eine gewisse Auswahl. Von den "kleinen" Zoe´s, die aber auch deutlich über 300 km schaffen, über die I3´s (hart am Rande des Preisrahmens), die Ionics, ja, auch die E-Golf oder ID3, den Corsa, aber auch in erreichbarer Nähe ein Model3

ein Grossteil der Menschen in D kann von 40.000,- Euro oder "nur" 30.000,- Euro für ein neues Auto nur träumen;

 

viele (junge Familien) sind froh, wenn Sie sich Mobilität überhaupt noch leisten können - da ist für 15.000,- dann ein junger gebrauchter Familienkombi drin - so sieht das aus;

 

es steigen ja auch noch die Mieten, die Energiepreise etc. - insgesamt steigt die ganze Mittelschicht finanziell gerade ab... keine gute Zeit, neue teure Autos zu verkaufen, und das gilt erst recht für Elektrofahrzeuge;

 

die finanziell bessergestellten Käufer eines Zweit- oder Drittwagens sind nur ein Teil der Massenmobilität und auch die haben evtl. dank Dieselumtauschprämien etc. noch sehr neue Fahrzeuge...


29.10.2019 10:05    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@remix schrieb am 29. Oktober 2019 um 09:17:19 Uhr:

...die Käufer werden nämlich mit den Füssen abstimmen, egal wie man sie tituliert ...

So isses, :D wer nicht reagiert hat schon verloren siehe z.B. AgfaPhoto GmbH


29.10.2019 10:30    |    metalhead79

Zitat:

@BaldAuchPrius schrieb am 29. Oktober 2019 um 09:39:51 Uhr:

Vielleicht solltest du mal deinen Wissensstand aktualisieren. Du argumentierst immer noch wie man es vor 5 Jahren tat, als es nur die Auswahl aus extrem teuren Tesla, und kurzatmigen Gehhilfen gab.

Vielleicht solltest du mal an Fahrprofile anderer Leute denken? Am Sonntag wieder 2x370km mit 10min Pause in der Wallachei abgerissen (da gibt's im ganzen Kaff nicht genug Power für 'nen Schnellader). Zeitansatz 5h, wie lange hätte es denn elektrisch gedauert?

Rein elektrisch ist für mich solange totaler Schwachsinn solange kein REX an Bord ist und ich dafür 1t Akku spazieren fahre der dann für die 10% Langstrecke sowieso nicht reicht und für die 90% im <100km-Bereich einfach zu viel ist.

Ein Elektroauto ist aktuell nur als Zweitwagen tauglich und dafür hab ich den Platz nicht.

 

Gruß Metalhead


29.10.2019 12:08    |    paelzerbu

Die Fronten scheinen mir ziemlich verhärtet und die Toleranz auch eher wenig ausgeprägt.

Es wird so oder so zu einem Mix kommen, der natürlich durch die Rahmenbedingungen mit gesetzt wird. Viele werden für die Zukunft vielleicht auch gar kein Auto mehr haben, weil sie einfach dann eins leihen, wenn sie es brauchen, oder vielleicht ein auto für die Langstrecke im Urlaub, während ansonsten ein E-Fahrzeug seinen Dienst verrichtet. Die Alternativen sollte man trotzdem nicht vorzeitig abschreiben, nur weil man das vielleicht in China oder anderswo gerade tut.

Ein Hybrid mag für einige Personen, die ein gemischtes Fahrprofil haben, und keinen Zweitwagen wollen, eine gute Alternative sein. Ich sehe aber eigentlich keinen Sinn darin, beide Antriebsarten gleichzeitig durch die Gegend zu fahren. Oft ist die Reichweite im reinen E-Betrieb auch so beschränkt, daß es nicht reicht, lokal emissionsfrei durch die Stadt zu fahren. Das könnte aber zukünftig zum Kriterium werden, dort überhaupt ohne Einlaßgebühr oder überhaupt fahren zu dürfen.

Noch ist es ja so, daß man, wenn man die Gesamtkette betrachtet, erst ab ca 80 000 km mit einem E-Mobil umweltfreundlicher fährt, wenn man die gängigen Quellen als richtig an sieht. Aber selbst da hängt dann noch die Entsorgung/Aufbereitung und viele andere Dinge dran.

Das Ziel muß also sein, zu besserer Umweltfreundlichkeit zu gelangen. Das können wir insbesondere durch Verbesserungen beim Strommix erreichen, inklusive der Speicherfähigkeit.

Zu Zeiten des Kutschbaues wurden Autos dahingehend angefeindet, daß der Mensch Geschwindigkeiten über 30 km/h gar nicht mehr beherrschen kann. Davon redet heute zu Recht niemand mehr. Warten wir es also ab.....und verbessern weiter die Bedingungen. Nur dann gibt es überhaupt relevante Änderungen. Die werden wir aber brauchen.


29.10.2019 12:27    |    BaldAuchPrius

Zitat:

@remix schrieb am 29. Oktober 2019 um 09:17:19 Uhr:

...

 

sehr richtig - man kann nicht allen Zweiflern oder nachdenklicheren Menschen unterstellen, sie seien unwillig und nehmen das Thema nicht ernst;

Nein, kann man nicht.

Jeder, der Argumente vorbringt, die in sich schlüssig sind, der zeigt ja, dass er sich mit dem Thema beschäftigt hat.

Wer jedoch z.T. uralte Argumente wiederkäut, die so, wie sie vorgebracht werden, mal gestimmt haben, aber nicht mehr stimmen, dem kann man zumindest die Nachlässigkeit vorhalten, seine einmal gemachte Analyse angesichts einer sich ständig ändernden Situation nicht ab und an zu überprüfen.

 

Zitat:

die Diskussion dreht sich an mehreren Stellen im Kreis;

 

- kleine E-Autos sind ideal für Ballungszentren/Städte, wo auch die Infrastruktur besser ist; dort wäre das eigene Auto aber ggf. ganz verzichtbar;

Das selbe Argument, was lange Zeit dem Hybriden entgegengehalten wurde..."taugt nur für die Stadt, ist nix für längere Strecken...." … die du weiter unten jetzt als Lösung präsentierst ;-)

 

Zitat:

- grössere preiswerte elektrische "Familienautos" mit viel Platz und guter Reichweite für Menschen in ländlichen Gebieten fehlen - ebenso die Ladeinfrastruktur;

Unter Umständen sollten wir alle (auch ich) uns einmal hinterfragen, ob unsere Ansprüche nicht ein wenig maßlos sind.

Was sind denn "Familienautos"? Ein Passat Kombi der 80er Jahre war damals das Reisegefährt für 4 bis 5 köpfige Familien. Von der Größe her (innen wie außen) ist der aktuelle Golf kombi größer, aber nein, der wäre schon für die typische 1 Kind Familie heutzutage eine Zumutung. Heute könnte man den Eindruck gewinnen, dass wenn sich auch nur ein Kind ankündigt, dass dann alles, was kleiner als ein mittleres SUV (also mindestens Q5 oder X5), oder ein großer Van (also nicht sowas "popeliges" wie ein Scharan) aber das unterste Limit für angemessene Mobilität darstellt.

Während man beim Verbrenner dann eben schon in der oberen Mittelklasse sucht, wo die Preislisten auch erst jenseits der 35.000€ anfangen, da soll dann das BEV aber bitte unter 20.000 kosten, mindestens 200 fahren, und das 800 km weit, und in 5 Minuten nachgeladen sein, gell?

Das ist messen mit zweierlei Maß.

Und ja, es gibt viele junge Familien, die sich nicht mal eben ein neues BEV leisten könnten. Aber bitte unterschlage nicht, dass die sich ebenfalls keinen neuen Verbrenner jenseits des Basisfiesta anschaffen könnten. Und klar, auf dem Gebrauchtmarkt gibt's noch so gut wie nix.

Vorrangig geht die Kritik derzeit nicht an die "kleine" Arbeiterfamilie, die ohnehin die ausgelutschten Leasingschlurren aufbraucht, sondern um diejenigen, die sich stolz ein "Familienauto" wie einen gut ausgestatteten X5 im Preisrahmen 69.000€ hinstellen (ob geleast oder gekauft, egal) mit bissel Ausstattung gern auch viel mehr, und dann behaupten, z.B. ein Model X wäre zu teuer. Von München nach Kärnten fahren wollen in den Schnee, aber 400 bis 500 km Reichweite und unter 20 Minuten für zusätzliche 300 km laden ist unzumutbar, gleichzeitig aber ne Stunde im "Fresstempel" verbringen.

Primär werden doch derzeit die Neuwagenbezieher adressiert.

 

Zitat:

- auch Nachhaltigkeit schont Ressourcen, weshalb es eben keinen Sinn macht, die rel. junge deutsche Flotte mit aller Macht vor der Zeit zugunsten des E-Autos (mal wieder) abzwracken;

naja, also 9,5 Jahre für den Durchschnitt, bei einem Anteil von über 40%, der älter als 10 Jahre ist, würd ich nicht gerade von "relativ jung" reden.

Allerdings, da bin ich völlig bei dir, so HolterdiePolter die ab 3 jährigen zu "verschrotten" ist blanker Blödsinn. Nur, 1 bis 2 % Anteil an den Neuzulassungen... also da wäre schon noch Potential. Wenn ohnehin eine Neuanschaffung ansteht, handeln viele nach der Devise "lieber nochmal nen Verbrenner, wer weis, wie lange es die noch gibt" Wo sollen denn sonst in 3 bis 5 Jahren erschwingliche, halbwegs junge gebrauchte BEV für die herkommen, die eben nicht neu kaufen?

 

Zitat:

- die ideale Kombination von lokaler emissionsfreier Fahrt und Langstreckentauglichkeit ist der Hybrid und nicht das E-Auto;

Du sprichst vom PluginHybrid.

Also, was da so auf dem Markt ist, ist alles andere als ideal. Die Akkus zu klein, um wirklich 40 km zu schaffen, der EMotor zu schwach, sodass der Verbrenner bei Leistungsanforderung doch angeht, die Ladeleistung so mickerig, dass man den Karren für die 30 bis 40 elektrischen km 3 bis 4 Stunden anstöpseln muss (Ausnahme hier der Outlander mit CCS Anschluss). Der verbaute Verbrenner versoffen wie 2 Löcher, sobald der Miniakku aufgebraucht ist (GTE mit über 7,5 Litern Verbrauch nach den ersten 100 km). Das sind Feigenblätter, Alibikonstrukte, die größtenteils nie eine Steckdose sehen.

 

Das Grundkonzept ist schon interessant, allerdings die Umsetzung: "setzen, Sechs"

 

Echte Hybride klammerst du mit deiner Beschreibung ja aus. (also die selbstladenden z.B. von Toyota oder Nissan, oder Hyundai)

 

Zitat:

- zu langsamer Ausbau der Ladeinfrastruktur bremst den Verkauf von E-Autos; geringer Absatz von E-Autos bremst den Ausbau der Ladeinfrastruktur....

Ständige Wiederholung macht die Aussage auch nicht richtiger. Fakt ist, dass an jedem Autobahnrasthof inzwischen pro Richtung mindestens 2 Ladesäulen stehen, und fast immer frei sind (also deutlich mehr BEV versorgen könnten als aktuell). Fakt ist weiterhin, dass du dich, egal wo in DE, nicht weiter als 25 km von einer öffentlichen Lademöglichkeit entfernt befindest. Fakt ist, dass selbst in jeder Kleinstadt mindestens 1 bis 4 öffentliche Lademöglichkeiten vorhanden sind (ebenso meist unbesetzt).

Nicht die mangelnde Ladeinfrastruktur bremst da, eher das veraltete "Wissen", es gäbe zu wenige, das bremst.

 

Zitat:

- der Abgesang auf den Verbrenner und das einseitige Setzen auf E-Mobilität in D ist Wunschdenken, wird so m.E. nicht passieren - zumindest der Hybrid wird noch lange weiterlaufen;

100% deiner Meinung. Das ausschließliche Fokussieren auf nur einen Weg führt zwangsläufig irgendwann an den Baum.

Das schließt aber auch das unnötig lange Festhalten am Verbrenner mit ein.

Nur BEV ist Unfug, aber ein realistischer Anteil der BEV von 50 bis 75% der Flotte wirkt realistisch.

 

Zitat:

- die Käufer werden nämlich mit den Füssen abstimmen, egal wie man sie tituliert - der erhobene Zeigefinger ändert daran nichts

Ja, das werden sie. Und auf welcher Basis tun sie das? Auf Basis der Informationen, zu denen sie Zugang haben.

Wenn sie dann in spezifischen Themen, so wie hier, in jedem 3. Posting lesen, dass man ja nicht laden kann, das Stromnetz eh zusammenbricht, das Laden ohnehin zu lange dauert, die Autos nix taugen, und sowiso zu teuer sind, ja klar, dann tun sie das, was Vaddern schon gemacht hat. Sie werden selten hinterfragen, ob diese Aussagen sich wirklich auf Heute beziehen, oder noch aus Zeiten der unter 20 kWh Akkus und der LEAF1/ Smart ED ohne Schnellader stammen.


29.10.2019 12:52    |    BaldAuchPrius

Zitat:

@remix schrieb am 29. Oktober 2019 um 10:01:50 Uhr:

@BaldAuchPrius

 

Deine Argumente sind ok - genau den oben angeschlagenen Ton finde ich aber nicht ok; mit dieser Vehemenz muss man nicht aufeinander losgehen;

da kommt dann wieder ein anderer Teilnehmer und nimmt halt Deinen Beitrag (mit Vollzitat) Satz für Satz auseinander - das bringt uns hier auch nicht weiter;

Sorry, nur in großen Posts stecken halt viele unterschiedliche Aussagen, da möchte ich schon präzisieren, worauf ich mich gerade beziehe. Es wäre unredlich, nur um nicht zu zitieren, ganze Posts als falsch zu bezeichnen, denn einige aussagen stimmen nun mal, oder sollten nur in ihrer Absolutheit relativiert werden.

Zitat:

zumindest hier will ich auch widersprechen:

 

...

 

ein Grossteil der Menschen in D kann von 40.000,- Euro oder "nur" 30.000,- Euro für ein neues Auto nur träumen;

 

viele (junge Familien) sind froh, wenn Sie sich Mobilität überhaupt noch leisten können - da ist für 15.000,- dann ein junger gebrauchter Familienkombi drin - so sieht das aus;

Du, nichts anderes schreibe ich doch ;-)

Aber wir sollten uns vielleicht einmal einigen, worüber wir hier schreiben. Schreiben wir über Neuwagenkäufer, oder über junge Familien, die ohnehin sich auf dem Gebrauchtmarkt orientieren?

Eben jene junge Familie wird als Argument gegen Neukauf "mißbraucht", denn den gebrauchten Familienkombi könnte sie sich auch nicht neu kaufen... Ist das jetzt dann auch ein Argument, dass die neuen Familienkombis eh viel zu teuer sind, und deshalb nicht taugen?

 

Ich wurde auch nicht mit dem berühmten "goldenen Löffelchen" geboren, und weiß sehr wohl, wie frustrierend die Fahrzeugbeschaffung sein kann. Das letzte, was ich tun würde wäre es, etwas gegen die Gebrauchtkunden zu sagen, sie haben keinen Einfluß auf das Angebot, sie können nur aus dem wählen, was andere früher mal neu ausgewählt haben.

 

Zitat:

es steigen ja auch noch die Mieten, die Energiepreise etc. - insgesamt steigt die ganze Mittelschicht finanziell gerade ab... keine gute Zeit, neue teure Autos zu verkaufen, und das gilt erst recht für Elektrofahrzeuge;

 

die finanziell bessergestellten Käufer eines Zweit- oder Drittwagens sind nur ein Teil der Massenmobilität und auch die haben evtl. dank Dieselumtauschprämien etc. noch sehr neue Fahrzeuge...

Dieses Argument kenne ich, solange ich denken kann. Mietsteigerung, Infaltion (also die echte, nicht die offizielle), Treibstoffkosten, Steuern usw. ja, jedes Jahr können wir das überall hören und lesen. Es ist ja auch nicht falsch, es ist traurige Realität. Dennoch werden jedes Jahr neue Autos verkauft. Irgendwer wält die doch aus, oder nicht? Und genau diese Entscheider (ein Großteil der Neufahrzeuge gehen eh in Firmenhand und nicht zum Privatmann) sind manchmal die größten Bremser.


29.10.2019 13:04    |    BaldAuchPrius

Zitat:

@metalhead79 schrieb am 29. Oktober 2019 um 10:30:14 Uhr:

Zitat:

@BaldAuchPrius schrieb am 29. Oktober 2019 um 09:39:51 Uhr:

Vielleicht solltest du mal deinen Wissensstand aktualisieren. Du argumentierst immer noch wie man es vor 5 Jahren tat, als es nur die Auswahl aus extrem teuren Tesla, und kurzatmigen Gehhilfen gab.

Vielleicht solltest du mal an Fahrprofile anderer Leute denken? Am Sonntag wieder 2x370km mit 10min Pause in der Wallachei abgerissen (da gibt's im ganzen Kaff nicht genug Power für 'nen Schnellader). Zeitansatz 5h, wie lange hätte es denn elektrisch gedauert?

Rein elektrisch ist für mich solange totaler Schwachsinn solange kein REX an Bord ist und ich dafür 1t Akku spazieren fahre der dann für die 10% Langstrecke sowieso nicht reicht und für die 90% im <100km-Bereich einfach zu viel ist.

Ein Elektroauto ist aktuell nur als Zweitwagen tauglich und dafür hab ich den Platz nicht.

 

Gruß Metalhead

Na, bei einem Helden wie dir, fehlen mir fast vor Ehrfurcht die Worte.

2 mal 370 km in 5 Stunden, also 740 km in 5h. Du hast einen Schnitt von 148 km/h geschafft. Sollte ich mich jetzt beeindruckt zeigen? Solch Schnitt erreicht man nur, wenn mann wo nur irgend möglich volle Latte durchbolzt, und die Tachonadel möglichst oft und möglichst lange deutlich über der 200er Marke hält.

 

 

Ich kenne dich nicht, und kann nicht im Ansatz einschätzen, was für ein begnadeter Schuminachfolger du bist, aber in meinen Augen ist das (nein, das beleidigende Adjektiv lasse ich bewusst weg) Raserei, nichts anderes.

 

Zu deiner Frage:

Da ich Start und Ziel nicht kenne, nehme ich mal was durchschnittliches an:

mit aktueller Akkugröße zwischen 40 und 60 kWh kannst du mit konstant 100 bis 110 300 km locker bewältigen (eher mehr). Am Schnellader bräuchtest du für die restlichen 70 km unter 15 Minuten, aber du musst ja diese 70 km auch wieder zurück, also 140, und somit gut 30 Minuten.(aktuelle Fahrzeuge laden mit deutlich mehr als 50 kW, was die älteren können) Auf der Rückfahrt stündest du eine knappe Stunde, und müsstest, bevor du die Autobahn verlässt, vielleicht noch einmal 10 Minuten investieren.

Also, reine Fahrzeit rund 7 Stunden, und reine Ladezeit 1,5 Stunden. Wobei du in diesen 15 Stunden durchaus was nettes unternehmen könntest.

 

Nun kenne ich den Zweck deiner Reise nicht, und kann deshalb nicht beurteilen, inwieweit diese Aktion an sich notwendig und/oder sinnvoll war. Alternativ, wenn du z.B. von München nach Köln und zurück gewollt hättest, hätte dich z.B. ein ICE um Längen geschlagen, was die Fahrzeit angeht ;) aber wir reden übers Auto.


29.10.2019 13:14    |    remix

Also Thema Familienauto:

 

das sind keine Luxusfragen, es gibt auch Menschen mit Hunden, Hobbies, wo man Platz im Auto braucht, oder Platz um die Möbel vom IKEA zu transportieren etc.

 

Preise:

ein junger Skoda octavia (2018) ist bei mobile.de problemlos für 15.000 bis 20.000,- zu bekommen

und warum ist ein "Duster" so erfolgreich ?!

 

Thema Hybrid:

Zitat: "Du sprichst vom PluginHybrid", dann "Echte Hybride klammerst du mit deiner Beschreibung ja aus"

 

ich habe nichts ausgeklammert und bewusst Hybrid und nicht pluginHybrid geschrieben;

 

Hybrid ist schon lange da und funktioniert , wird gekauft, ist auch gebraucht erhältlich, Erfolgsgeschichte für die meisten Anbieter;

 

beim pluginHybrid solltest Du bitte genauso optimistisch nach vorne schauen, wie beim E-Auto:

 

da kommen jetzt diverse neue pluginHybride mit stärkeren Motoren, besseren Akkus, guter lokaler Reichweite und voller Überland-/Langstreckentauglichkeit, auf die viele Kunden warten; habe ich mir sehr genau angesehen und wollte ich kaufen , kam nur diesesmal zu spät für mich;

an der Schuko Dose in der Garage gemütlich laden, in der Stadt elektrisch fahren, beim Pendeln auf der Autobahn/Landstrasse ebenfalls laden und auch dort mit Verbrenner erträgliche Verbräuche;

da hat man dann "best of both worlds", plus Steuervorteil;

 

wer das kauft , will bestimmt keine "Feigenblätter, Alibikonstrukte, die größtenteils nie eine Steckdose sehen"

 

ist aber auch wieder (noch) verhältnismäßig teuer (Volvo, Audi....) aber wie ich finde , eine echte Alternative als "Allround-Auto" die Übergangslösung der nächsten Jahre, vielleicht auch dauerhaft parallel zum E-Auto am Markt ?!

 

ändert aber nichts daran, dass eine breite Käuferschicht wegen der Anschaffungskosten vom E-Auto abgeschnitten ist und b.a.w. auch bleibt....


29.10.2019 13:15    |    metalhead79

Zitat:

@BaldAuchPrius schrieb am 29. Oktober 2019 um 13:04:54 Uhr:

Na, bei einem Helden wie dir, fehlen mir fast vor Ehrfurcht die Worte.

2 mal 370 km in 5 Stunden, also 740 km in 5h. Du hast einen Schnitt von 148 km/h geschafft. Sollte ich mich jetzt beeindruckt zeigen? Solch Schnitt erreicht man nur, wenn mann wo nur irgend möglich volle Latte durchbolzt, und die Tachonadel möglichst oft und möglichst lange deutlich über der 200er Marke hält.

So einen Schnitt ereicht man auf 'ner Leeren Autobahn auch mit Tempomat 200 (mirwegen laß es auch 6h sein, kommt aufs gleiche raus).

Aber naja, was will man mit einem Ökofaschisten der nur soweit denkt wie die Nase in Gegend ragt auch diskutieren. Ich bin raus.

 

Gruß Metalhead


29.10.2019 13:40    |    BaldAuchPrius

Zitat:

@metalhead79 schrieb am 29. Oktober 2019 um 13:15:29 Uhr:

....

Aber naja, was will man mit einem Ökofaschisten der nur soweit denkt wie die Nase in Gegend ragt auch diskutieren. Ich bin raus.

 

Gruß Metalhead

Das warst du schon mit deinem ersten Post.

Im Übrigen: ich kann mich nicht erinnern, auch nur Ansatzweise das Umweltthema angeschnitten zu haben.

Weder bin ich auf irgendwelchen Verbräuchen rumgeritten, noch auf irgendwelchen Abgasen.

 

Nichtmal Reifen- und Bremsabrieb :D

 

knapp 400 km mit Tempomat 200 durchballern, da muss jeder selbst wissen, was er verantworten kann und möchte, aber auch das hat nichts mit Umwelt zu tun.

 

Es ist nicht so, dass ich nicht weiß, wie sich schnelles Fahren anfühlt, oder dass ich das nienicht gamacht hätte. Aber für mich, also nur für mich, bin ich zu der Einsicht gelangt, dass dauerhaft sehr schnelles Fahren selten Zeitgewinn bedeutet, aber stresst und anstrengend ist. Das muss und darf aber jeder für sich beurteilen. So bin ich z.B. absolut gegen die Abschaffung der Richtgeschwindigkeit zu Gunsten eines starren Limits, ich halte alle Mitfahrenden, also auch dich, für vernünftig genug, selbst die richtige Geschwindigkeit zu wählen


29.10.2019 13:42    |    remix

Zitat:

@BaldAuchPrius schrieb am 29. Oktober 2019 um 13:04:54 Uhr:

......

Da ich Start und Ziel nicht kenne, nehme ich mal was durchschnittliches an:

mit aktueller Akkugröße zwischen 40 und 60 kWh kannst du mit konstant 100 bis 110 300 km locker bewältigen (eher mehr).

also konstant 100 bis 110 ist als Reisegeschwindigkeit zu langsam, wer macht den soetwas ?! Das ist die Geschwindigkeit von Reisebussen, Wohnmobilen und eingen LKW - da kann ich mich auch gleich in ´nen Flixbus setzen;

 

ich möchte schon die Richtgeschwindigkeit 130 oder ggf. auch mal etwas schneller fahren können (edit: ohne zu rasen...) und bin da sicher nicht alleine; die Tempolimits von 120/130/140 in Nachbarländern sind auch eine gute Reisegeschwindigkeit...

und diese dauernden Unterbrechungen, wenn ich mit einem E-Auto nach Krakau oder Barcelona (wie dieses Jahr mit Benziner geschehen) fahren wollte, sind indiskutabel; da muss ich dann eine Übernachtung einplanen; das hat mit "Mobilität" für mich nichts mehr zu tun;

 

wie gesagt, ein pluginHybrid mit "ziviler" Reisegeschwindigkeit wäre da eine echte Alternative - kann man auf Langstrecke sparsam fahren, auch mit 130-160 Km/h;


29.10.2019 13:58    |    BaldAuchPrius

Du kannst auch schneller...

 

Man lässt sich halt immer auf das Konzept ein. Für mich sind 100 bis 110 auch zu wenig, Tempomat 120 ist meine bevorzugte Einstellung, und zum Überholen mal fix nen Spurt, um nicht als Wanderdüne eine Behinderung zu sein, aber das war sie auch schon mit dem Hybrid.

 

Noch höheres Tempo geht halt immer auf den Verbrauch. Beim Verbrenner ist das kein Problem, in wenigen Minuten ist jeder Tankvorgang abgeschlossen, beim BEV kommt halt irgendwann eine Geschwindigkeit, deren Zeitgewinn durch Reichweitenverlust und Ladezeiten dann "überkompensiert" wird.

 

Ja, es ist ein anderes Fahren, ungewohnt, anfangs befremdlich, aber letztlich "nur" eine Gewohnheit.

 

Übrigens mein Hauptantrieb für moderatere Geschwindigkeiten ist sicher nicht mein "grüner Geist", sondern ganz profan mein Geiz, es hat mir auch früher schon widerstrebt, für eine Fahrt 2 Mal voll zu tanken, wenn ich langsamer die ganze Distanz mit einem Tank geschafft hab.

 

 

Und noch eine ganz unqualifizierte Frage: was schätzt du, wieviel % aller Autos, die so rumfahren, erleben auch nur einmal eine Fahrt Krakau - Barcelona? Aber ja, in meinem Bekanntenkreis sind auch Menschen, die mindestens einmal im Jahr von Essen nach Lissabon fahren (und zurück), die sind derzeit eben mit einem Diesel am besten bedient. Denen einen BEV, oder H2 vorzuschlagen wäre absolut dusselig. Nur: sind solche Einzelfälle wirklich der Maßstab für die Masse?


29.10.2019 14:40    |    Fritzibass

Da sollte man differenzieren....ich gehöre weder zu der Fraktion die überdimensionierte SUV´s gut findet noch gehöre ich zu denjenigen die auf der Autobahn am Sonntag mit 200 oder mehr durch die Gegend fliegen. Mein Schnitt liegt bei Verbrauchsgünstigen 120 - 130km/h. Ich halte allerdings auch nix davon jetzt Panikartig meinen Fahrzeugbestand vorzeitig umzustellen. Im Sinne der Nachhaltigkeit (und ein bisschen schwäbischer Sparsamkeit gegen die ich einfach nicht ankomme...ist halt genetisch so angelegt...) fahre ich meine Autos bis es keinen Sinn mehr macht. Wann das soweit ist entscheide ich mit meinem gesunden Menschenverstand...nicht irgendwelche Gutmenschen die meinen mit der schnellstmöglichen Umstellung aller Verbrenner könnten wir die Welt retten. DUMMES ZEUG. Meine beiden älteren Fahrzeuge (ein sog. Stinkediesel der allerdings komischerweise mit seinen 16 Jahren weniger Schadstoffe ausstößt als viele der sogenannten Schummeldiesel. Und ein Smart für den Spass...andere fahren dafür einen Porsche. Unser Spaßauto verbraucht 5,5 l Super. Mein aktuelles Hauptfahrzeug verbraucht lustigerweise als Sechszylinder genau so viel wie die kleineren Vierzylindermotoren im gleichen Modell.

Und das beste: für mich musste darum kein einziges Fahrzeug neu produziert werden. Komm mir jetzt keiner mit "wird alles mit erneuerbaren Energien hergestellt". Das schafft noch kein Hersteller.

Mein Haus und meine z.B. ist weitestgehend aus nachwachsenden Rohstoffen gebaut, nicht aus Stein. Die Solaranlage wird demnächst installiert...usw.

Warum ich das schreibe: um deutlich zu machen dass nicht jeder, der versucht einerseits eine realistische Sicht der Dinge zu bewahren und andererseits sinnvolle Möglichkeiten zu nutzen um einen so geringen CO2 Abdruck wie möglich zu hinterlassen und nur weil er sich nicht auf den BEV Hype einlassen möchte keine Weitsicht hat.

Ich würde Wetten, dass viele dieser Umweltengel die jetzt auf diese neue und ach so umweltfreundliche Technik schwören (was Quatsch ist...diese Technik ist lokal emissionsfrei. Ende der Durchsage. Mehr isses nicht) vermutlich die nächste Flugreise oder Kreuzfahrt schon gebucht haben. Leute: auch wenn ihr mit der Bahn zum (Flug)Hafen fahrt....das ist die eigentliche Sauerei. Weil es kein Mensch zum Leben braucht so seine Freizeit zu verbringen.

Und die ständige Verfügbarkeit sämtlicher exotischer Lebensmittel im Supermarkt....da könnte man mal anfangen sich zu ändern. Das ganze Hipsterfutter wird nicht durch die Gegend gebeamt sondern schön mit´m Schiff oder Flugzeug durch die Gegend geschossen. Alles andere als Klimaneutral. Bestes Beispiel für mich: BIO Honig bei Alnatura. Kommt aus Südmerika. Ist das echt BIO wenn der Honigtopf um den halben Erdball geflogen wird. Ich kaufe meinen Honig bei Freunden die Bienen haben. Lokal. Ich habe jetzt aber echt keine Ahnung wie Klimaschädlich sich so eine Biene bei uns verhält...Ironie off....

Das gehört für mich alles zusammen...nicht nur die Nutzung eines Kfz mit Batterieelektrischem Antrieb.

Ich hatte das in einem meiner ersten Beiträge schon mal geschrieben:

Dem elektrischen Antrieb gehört die Zukunft. Keine Frage.

Den geeigneten/bestmöglichen Energieträger werden/müssen wir noch finden.

Die aktuelle Diskussion wird aber gerade von vielen "Umweltaktivisten" sehr einseitig und meiner Meinung nach auch verlogen geführt und Intoleranz gegenüber denjenigen geschürt die Berufstätig sein müssen um mit Ihrer Arbeitsleistung die Vorstellungen anderer mit zu bezahlen.


29.10.2019 15:09    |    remix

Zitat:

@BaldAuchPrius schrieb am 29. Oktober 2019 um 13:58:36 Uhr:

 

Noch höheres Tempo geht halt immer auf den Verbrauch. Beim Verbrenner ist das kein Problem, in wenigen Minuten ist jeder Tankvorgang abgeschlossen, beim BEV kommt halt irgendwann eine Geschwindigkeit, deren Zeitgewinn durch Reichweitenverlust und Ladezeiten dann "überkompensiert" wird.

Stimmt - bei Verbrennern ist der Mehrverbrauch bei sehr hohen Geschwindigkeiten auch überproportional höher, allerdings sollten die "normalen" Reisegeschwindigkeiten zumindest deutlich über denen der Busse und LKW liegen und ich finde es nicht schlecht, wenn diese Benchmark auch für E-Autos gilt;

 

Beispiel: Fahrt von Köln nach Frankfurt A3, oder Frankfurt nach Kassel A5, zügige Fahrt, bergauf und bergab sollte schon ohne Zwischenstopp möglich sein...

 

Daß für viele Käufer das bisherige Fahrzeug und Autofahren das Maß der Dinge ist und man sich nicht mit dem Kauf eines neuen, teuren E-Autos deutlich verschlechtern will, ist ja verständlich

 

PS: bin nicht von Krakau nach Barcelona , sondern einmal nach Barcelona und einmal nach Krakau gefahren;

Urlaubstouren... machen auch immer noch mehr Leute, als man denkt; zu dritt im Auto ist besser als Fliegen (+ Mietwagen vor Ort...)


29.10.2019 16:22    |    mz4

Zitat:

@BaldAuchPrius schrieb am 29. Oktober 2019 um 12:27:20 Uhr:

Unter Umständen sollten wir alle (auch ich) uns einmal hinterfragen, ob unsere Ansprüche nicht ein wenig maßlos sind.

Was sind denn "Familienautos"? Ein Passat Kombi der 80er Jahre war damals das Reisegefährt für 4 bis 5 köpfige Familien. Von der Größe her (innen wie außen) ist der aktuelle Golf kombi größer, aber nein, der wäre schon für die typische 1 Kind Familie heutzutage eine Zumutung. Heute könnte man den Eindruck gewinnen, dass wenn sich auch nur ein Kind ankündigt, dass dann alles, was kleiner als ein mittleres SUV (also mindestens Q5 oder X5), oder ein großer Van (also nicht sowas "popeliges" wie ein Scharan) aber das unterste Limit für angemessene Mobilität darstellt.

Während man beim Verbrenner dann eben schon in der oberen Mittelklasse sucht, wo die Preislisten auch erst jenseits der 35.000€ anfangen, da soll dann das BEV aber bitte unter 20.000 kosten, mindestens 200 fahren, und das 800 km weit, und in 5 Minuten nachgeladen sein, gell?

Das ist messen mit zweierlei Maß.

Und ja, es gibt viele junge Familien, die sich nicht mal eben ein neues BEV leisten könnten. Aber bitte unterschlage nicht, dass die sich ebenfalls keinen neuen Verbrenner jenseits des Basisfiesta anschaffen könnten. Und klar, auf dem Gebrauchtmarkt gibt's noch so gut wie nix.

Vorrangig geht die Kritik derzeit nicht an die "kleine" Arbeiterfamilie, die ohnehin die ausgelutschten Leasingschlurren aufbraucht, sondern um diejenigen, die sich stolz ein "Familienauto" wie einen gut ausgestatteten X5 im Preisrahmen 69.000€ hinstellen (ob geleast oder gekauft, egal) mit bissel Ausstattung gern auch viel mehr, und dann behaupten, z.B. ein Model X wäre zu teuer. Von München nach Kärnten fahren wollen in den Schnee, aber 400 bis 500 km Reichweite und unter 20 Minuten für zusätzliche 300 km laden ist unzumutbar, gleichzeitig aber ne Stunde im "Fresstempel" verbringen.

Primär werden doch derzeit die Neuwagenbezieher adressiert.

Nanana wer wird denn ein Q5 mit einem X5 vergleichen. (genau deshalb hat Audi diese Namen gewählt das der unwissende denkt er kapierts als hat VAG schon immer betrogen ;))

ein Q5 ist ein X3 und ein Q7 ist ein X5 bzw. ML-Klasse.. der X7 und GLS? sind noch mal deutlich darüber.

 

Genug bessergewusst ;)

 

Du hast aber recht wir haben nen X5.. mit einem Kind ging das noch ganz "ok".. keinesfalls zufriedenstellend und urlaub nur mit >400L Dachbox... jetzt mit dem zweiten kann es nicht mal mehr im Auto sitzen da mein Sitz ganz hinten und unten ist. Da ist kein Platz weder für ne Babyschale noch für Füße die nicht hart im 90° Winkel nach unten abgebogen werden können. (geht in Kindersitzen schlecht)

 

es musste also dringend ein neues Auto her.. das Model S gebraucht war eine Option die mangels Platz dann aber wieder verworfen wurde und das Model X ist noch zu teuer und als 6/7 Sitzer zu unflexibel. (wie kann man nur Sitze bauen die nicht klappbar sind)

 

Früher sind auch die Italiener mit 6 Personen in einem Fiat 500 gefahren oder zu 7. im gogomobil.

Ich hoffe die Übertreibung kommt rüber. aber in einem alten Passat hat man innen gefühlt per Platz wie im neuen Golf.. schmalere Türen, filigranere Sitze usw.. den Platzvergleich lass ich für mich nicht gelten.

in unserem Oldtimer haben wir auch mehr Platz wie in einem T6 und sitzen im Wohnzimmer.

 

Der sharan ist überteuert und vielleicht noch ok aber würde ich nicht haben wollen.

 

und genau aus diesem grund habe ich einen neuwagen gekauft keinen gebrauchten da es sich nicht lohnt einen 3-5 jahre alten gebrauchten zu kaufen mit den problemen die dann kommen da man für neue dank maximalprozenten das selbe bezahlt. ;)

einen 7sitzer hochdachkombi in lang.... platz für die Familie ohne dass man beim Kinderwagen kauf darüber nach denken muss kann ich den so klappen das er auch ins Auto passt..

Das ich beim Beladen die klappe auf mache alles rein "schmeißen" kann und los fahren ohne mir 10 min gedanken machen zu müssen wie ich alles bestmöglich packe und verstaue damit alles rein geht.

Aber auch diese Fahrzeuge kommen wohl ab nächstes jahr bei Renault und beim Rest ab 2022 elektrisch.

Ich hätte schon bock gehabt so einen als elektro zu fahren da ich den auch max 50km am stück bewege ein ideales mobil für elektrisch.. gibts aber noch nicht.


29.10.2019 16:29    |    ballex

Zitat:

das Model X ist noch zu teuer und als 6/7 Sitzer zu unflexibel. (wie kann man nur Sitze bauen die nicht klappbar sind)

Die Sitze des Model X Siebensitzers sind klappbar...


29.10.2019 16:29    |    mz4

Zitat:

@BaldAuchPrius schrieb am 29. Oktober 2019 um 13:40:55 Uhr:

Nichtmal Reifen- und Bremsabrieb :D

die Reifen werden bei e autos aber auch nicht gerade wenig beansprucht ;)

 

Zitat:

Es ist nicht so, dass ich nicht weiß, wie sich schnelles Fahren anfühlt, oder dass ich das nienicht gamacht hätte. Aber für mich, also nur für mich, bin ich zu der Einsicht gelangt, dass dauerhaft sehr schnelles Fahren selten Zeitgewinn bedeutet, aber stresst und anstrengend ist. Das muss und darf aber jeder für sich beurteilen. So bin ich z.B. absolut gegen die Abschaffung der Richtgeschwindigkeit zu Gunsten eines starren Limits, ich halte alle Mitfahrenden, also auch dich, für vernünftig genug, selbst die richtige Geschwindigkeit zu wählen

Solche Zeiten sind zum Glück vorbei :D

gemütlich mit 120-140 auf der Autobahn.. diese Hetze muss nicht mehr sein.

Die welt wird doch gemütlicher :D


29.10.2019 17:17    |    BaldAuchPrius

Zitat:

@mz4 schrieb am 29. Oktober 2019 um 16:22:58 Uhr:

...

ich mag deinen Stil :) aber du schreibst mir aus der Seele.


29.10.2019 17:22    |    BaldAuchPrius

Zitat:

@remix schrieb am 29. Oktober 2019 um 15:09:56 Uhr:

...

Beispiel: Fahrt von Köln nach Frankfurt A3, oder Frankfurt nach Kassel A5, zügige Fahrt, bergauf und bergab sollte schon ohne Zwischenstopp möglich sein...

Also FFM - Köln kenn ich die Strecke, fahr ich auch ab und an...sind rund 200 km, das kann mein "oller" I3 mit 30 kWh (mit ein wenig Selbstdisziplin), mit ein wenige Reserve wird es allerdings in der kalten Jahreszeit knapp, wenn man nicht laden mag, und der aktuelle mit 40 kWh kann das auch mit 120 bis 130 ohne Zwischenhalt. :-D

FFM - Kassel .... noch nie gefahren, keine Ahnung.


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