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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

08.10.2019 21:06    |    jennss    |    Kommentare (558)

Welche Zukunft hat der E-Antrieb eurer Einschätzung nach (unabh. davon, was ihr euch wünscht)?

Smart E-Motor
Smart E Motor

Ich bin nun schon öfter Menschen real und im Internet begegnet, die ganz und gar nicht an die Zukunft des E-Antriebs glauben. Das erstaunt mich ein bisschen, da in meinen Augen ein großer Wandel in Gange ist, was auch auf der IAA deutlich wurde. Man kann aber nie sicher vorhersagen, wie sich der Markt entwickelt. Vielleicht sind E-Autos ja schon in 5 Jahren wieder Geschichte... Daher jetzt mal die ultimative Umfrage :):D, wie ihr die Zukunft seht, unabhängig davon, wie ihr sie euch wünscht.

 

Ich bin gespannt auf das Umfrageergebnis.

j.

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17.10.2019 22:18    |    jennss

Zitat:

@38special schrieb am 17. Oktober 2019 um 18:35:13 Uhr:

Der E-Antrieb hat seine Vorteile in der Stadt; vor allem in Müllautos, Stadtbussen, Postautos, Stadttaxen, Paketdienste, Lieferverkehr usw. Die sind dann auch Nachts geräuscharm unterwegs und brauchen keine riesen Akkus/Reichweiten.

 

Für alles, was über Land fährt und hier weitere Strecken zurücklegen muss, ist ein sauberer Diesel das perfekte Verkehrsmittel.

Also im Prinzip denke ich auch, dass der Diesel eher überleben wird als der Benziner, denn der Diesel hat Schwerpunkte, an die ein E-Auto schlechter herankommt. Allerdings bin ich nicht der Auffassung, dass E-Autos nicht langstreckentauglich sind. Vielleicht verleiten sie den Fahrer dazu, nicht so viel mit 200 km/h über die AB zu donnern, aber so schlecht ist das nun auch nicht unbedingt, also aus ökologischer Sieht ;). 500 km oder mehr ohne Nachzuladen benötigen aber nicht viele Menschen, denke ich. Man sieht da eine Einschränkung, weil der Verbrenner das konnte, aber nötig ist das doch nur in wenigen Fällen.

j.


17.10.2019 22:36    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@hd311 schrieb am 17. Oktober 2019 um 20:47:33 Uhr:

...Die Batterie Modul werden in einem automatisierten Vorgang an der Tankstelle innerhalb weniger Minuten gegen ein geladenes Modul getauscht.

Klar ist das ein gewaltiger Ansatz...

Hat Better Place versucht und ist gescheitert.

Tesla kann in seinem Model S 2 Akkupacks wechseln während ein Verbrenner volltankt, wollte bloß keiner!

Ob es Nio schafft wird man sehen.

 

Autos sind Stehzeuge der rest ist logisch :D


17.10.2019 23:57    |    jennss

Der Batteriewechsel scheitert vielleicht daran, dass dann Tankstellen solche Batterien zum Austausch bereit haben müssen. Das wäre ein teurer Vorrat.

j.


18.10.2019 00:25    |    paelzerbu

Erstens das, und zweitens müsste sowohl das Personal, als auch das Equipment bereit stehen, um den Akku schnell zu wechseln. Und dann müssten sich die Hersteller auf einen Akku festlegen, der auch festgelegte Maße haben müsste. Aber selbst wenn das der Fall wäre, ist das nicht so einfach, wie eiin Ladegerät eines Handy zu vereinheitlichen.

Der Akku hat wesentlichen Einfluß auf die Komponenten dahinter, zudem ist seine Leistungsfähigkeit abhängig vom Alter bzw den Ladezyklen, die er schon eventuell mit Schnellladung hinter sich hat. Wer will schon seinen guten, wenn auch leeren Akku gegen einen schlechten Akku tauschen?

Dazu kommt, daß bei diesen Leistungen eine ausgeklügelte Kühlung gesichert sein muß. Kurzum, es sind zu viele Faktoren, die dagegen sprechen.

Der Gedanke an sich ist gar nicht schlecht, denn es würde den Wert des Autos vom zweifelhaften Zeitwert des Akkus trennen, wenn man sich quasi immer einen anderen Akku nehmen könnte. Allerdings wäre das nicht eben billig. So erscheinen mir auch die derzeitigen Angebote, bei denen das E-Fahrzeug gekauft wird, der Akku aber geleast wird (Renault) finanziell eher nicht günstig.


18.10.2019 06:38    |    remix

Wechselakkus liegen nicht im Interesse der Industrie - die will möglichst viele neue Autos verkaufen und das immer wieder;

 

wir sollen Autos "konsumieren" und Konsum und Nachhaltigkeit widersprechen sich;

 

die m.E. deutlich kürzere Lebensdauer eines E-Autos (durch die Akkulebensdauer terminiert) passt da doch zu den Interessen der Industrie; ein riesiger "Batterie-Pool" und Unterhalt des "Akku-Tausch-Tankstellen-Netzes" ist nicht im Interesse der Industrie und wird auch sonst von niemandem finanziert, Kosten sind zu hoch;

 

schon jetzt ist der Fahrer eines E-Auto beim Thema Laden ja auf sich gestellt - zuhause muss man sich selber kümmern und öffentlich kommt es nur sehr langsam in die Gänge;

 

die (Bau-) Vorschriften machen es auch noch kompliziert und teuer.....


18.10.2019 06:54    |    mz4

Wechselakkus würde nur funktionieren wenn es maximal 3 Akkupacks geben würde.

 

dazu kommt das die Hersteller dann ihre Designs der Autos etwas vereinheitlichen müssten um den Zugang zum Akku zu ermöglichen zumindest in den Volumenmodellen.

 

Akkus dürften in Zukunft vielleicht nicht mehr zum Auto gehören.

akkus werden ein Mietgegenstand oder eine Leihgabe.

 

Das Akku Eigentum und mein Akku ist besser bla bla bla erinnert an die Diskussion um ein gesetzliches Grundeinkommen ;)

 

die gesetzliche Lage ist dazu noch die eine Seite..

Aber die Stromnetze gehören eben nicht dem "Gesetz" sondern privaten Firmen.

Jetzt ist es schon so das die Anzahl an Ladepunkte pro Straße/Dorf begrenzt wird und gemeldet werden müssen.

Je nach weiterbau wird es schnell passieren das nicht mehr jeder sein Ladepunkt aufbauen darf.

Jeder darf eine 22KW "Haus" haben aber ob man 22KW (380/400V) zum laden verwenden darf steht auf einer anderen Karte.

 

Wenn die eAutos gleichzeitig beim Laden von seiten des Energieversorgers kontrolliert werden können (so wie die Regelung des Wärmepumpenstroms mal ist er da mal weg) ja dann werden die Energieversorger unlimitierte Ladesäulen akzeptieren.

Dann hat man halt jeder ne 22KW Ladesäule die aber Netzseitig gesteuert wird.. mal läd das Auto nur mit 3-6KW mal mit -4KW wenn es als Netzgleichrichter funktioniert.

Setzt aber ein neues denken vorraus.


18.10.2019 08:20    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@mz4 schrieb am 18. Oktober 2019 um 06:54:48 Uhr:

….Setzt aber ein neues denken vorraus.

Das sowieso :D

 

Wechselakkus müssten ja nur auf Langstrecke getauscht werden kommt nicht oft vor und ist deshalb kein profitables Geschäftsmodell, der Vorteil der Bevorratung wäre die zwischenzeitliche Zusatznutzung als Netzglätter (Akkufarm) aber das Hauptproblem wird wohl eher die KFZ-Crashsicherheit sein.

 

@mz4: zu dem Thema Spannungsversorgung kannst Du mal hier reinschauen.


18.10.2019 09:16    |    Fritzibass

Zitat:

@jennss schrieb am 17. Oktober 2019 um 22:18:21 Uhr:

Also im Prinzip denke ich auch, dass der Diesel eher überleben wird als der Benziner, denn der Diesel hat Schwerpunkte, an die ein E-Auto schlechter herankommt. Allerdings bin ich nicht der Auffassung, dass E-Autos nicht langstreckentauglich sind. Vielleicht verleiten sie den Fahrer dazu, nicht so viel mit 200 km/h über die AB zu donnern, aber so schlecht ist das nun auch nicht unbedingt, also aus ökologischer Sieht ;). 500 km oder mehr ohne Nachzuladen benötigen aber nicht viele Menschen, denke ich. Man sieht da eine Einschränkung, weil der Verbrenner das konnte, aber nötig ist das doch nur in wenigen Fällen.

j.

Solange wir von gefördertem Rohöl abhängig sind wird es schwer nur eine Art Verbrenner zu haben. Bei der Produktion von z.B. Benzin aus Rohöl fällt als Nebenprodukt der Grundstoff für unser Diesel an. Sobald wir komplett auf synthetische Kraftstoffe umsteigen würde sich das ändern. Aber bis dahin muss es Benziner und Diesel geben. Auch den Diesel abzuschaffen wäre doof, dann müsst die Bundesregierung Ölheizungen wieder fördern sonst hätten wir den Dreck irgendwo rumliegen. So wird er wenigestens verbrannt (Ironie off).

Aber ein Gedanke lässt mich im Moment nicht los: In meiner frühen Jugend (also 80iger des letzten Jahrtausends) gab es Prognosen dass der Ölvorrat bis ca 2030 reichen wird. Ok...inzwischen sind diese Prognosen überholt und es wird noch etwas länger reichen. Aber mit dem Wissen um diese Fakten fragt man sich schon, warum jetzt alle ganz hektisch nach alternativen suchen und forschen...da hätte man sich doch besser früher drum gekümmert. Oder sehe ich das falsch? Ich meine wir könnten und sollten doch schon viel weiter sein. Ich bin im Moment noch in der Situation dass es für mich nach Abwägen aller Punkte keine Alternative für einen Verbrenner gibt. Aber ich hab´s ja schon mal geschrieben: E-Antriebe werden und müssen kommen. Der Energieträger ist meiner Meinung nach der spannende Punkt. Aber wir werden aller Wahrscheinlichkeit einen Mix haben: in der Stadt BEV (sofern die Ladeinfrastruktur stimmt) oder induktiv ladende Straßenabschnitte (wie ist das da eigentlich mit Strahlung?). Und für LKW und Langstreckenfahrer eine Variante mit schneller Betankung und hoher Reichweite.

Aber ich denke da hat die Industrie und der Gesetzgeber verschlafen, rechtzeitig die richtigen Impulse zu setzen.


18.10.2019 09:36    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Fritzibass schrieb am 18. Oktober 2019 um 09:16:00 Uhr:

...Aber mit dem Wissen um diese Fakten fragt man sich schon (…) da hätte man sich doch besser früher drum gekümmert. Oder sehe ich das falsch? Ich meine wir könnten und sollten doch schon viel weiter sein.

Das kannst Du keinem Vulkanier erklären :D

Zitat:

...Aber wir werden aller Wahrscheinlichkeit einen Mix haben:...

Die Mischung machts! Da gehört auch Urlaubsgewohnheiten und das E-Bike dazu.

Zitat:

Aber ich denke da hat die Industrie und der Gesetzgeber verschlafen, rechtzeitig die richtigen Impulse zu setzen.

Nur Leidensdruck funktioniert bei uns Menschen.


18.10.2019 10:20    |    Goify

Impulse wären für mich Stromschläge. Ob das die richtige Lösung gewesen wäre?


18.10.2019 10:41    |    Fritzibass

Manche bräuchten solche Impulse...grins.

Da hast du schon recht.


18.10.2019 11:57    |    Zephyroth

Zitat:

@Fritzibass schrieb am 18. Oktober 2019 um 09:16:00 Uhr:

Aber mit dem Wissen um diese Fakten fragt man sich schon, warum jetzt alle ganz hektisch nach alternativen suchen und forschen...da hätte man sich doch besser früher drum gekümmert. Oder sehe ich das falsch? Ich meine wir könnten und sollten doch schon viel weiter sein.

Öl war/ist billig, an die Verbrennertechnologie und deren Vorteile (hohe Energiedichte, schnelles Tanken) hat man sich gewöhnt. Die negativen Auswirkungen (Schadstoffe und Treibhauseffekt) merkt man erst jetzt langsam. Den Schadstoffen (z.B. NOx oder Feinstaub) kommt man schnell bei, da diese nur ein Problem darstellen, wenn Kosten gespart werden sollten. An der Technologie mangelte es nicht. Gegen CO2 hilft nur Effizienz und Verbrauch.

 

Und hier kommt nun alles ziemlich blöd zusammen. Schummeln bei den Schadstoffen geht immer schwerer, weil deutlich genauer hingesehen wird, die Motoren sollen aber gleichzeitig auch sparsamer und von Generation zu Generation leistungsfähiger werden (z.B. BMW 2-Liter-Diesel 136PS, 150PS, 163PS, 184PS, 190PS). Da spießt es sich. Die Schere zwischen den Forderungen und der technischen Realisierbarkeit geht immer weiter auf. Und genau da kommt die Elektromobilität ins Spiel, die diese Probleme einfach nicht besitzt. Zumal ist sie eine Möglichkeit den Flottenverbrauch runterzukriegen.

 

Grüße,

Zeph


18.10.2019 12:04    |    Fritzibass

Definitiv...aber du kennst meine Meinung. BEV ist aus meiner Sicht nur eine Zwischenlösung. Das hätte man eleganter und mit weniger Zeitdruck bereits vor Jahren (so wie Toyota mit dem Prius) im Markt testen, verbessern und entwickeln können. Jetzt sind alle aktuellen Ansätze ziemlich unausgegorene Schnellschüsse und es wird noch dauern bis sich sinnvolle und gangbare Lösungen abzeichnen.


18.10.2019 12:21    |    Zephyroth

Ja, und du weisst das ich nichts davon halte. Das BEV an sich ist gut. Die Infrastruktur drumherum ist derzeit noch dürftig.

 

Grüße,

Zeph


18.10.2019 13:10    |    remix

wenn der grosse Vorteil des elektrischen Fahrzeuges doch auf der Kurzstrecke liegt, könnte man DIE grosse CO2 Reduktion auch mit besserem ÖPNV erreichen - also Umstieg vom Auto ;

 

das elektrische Fahrzeug als Zweit- oder Drittwagen ist ja immer noch ein Auto zuviel;

 

für die Durchschnittsfamilie, die sich ein einziges Auto für alle Zwecke anschafft, meistens gebraucht, max. 25.000,- Euro, Budget, keine Garage und keine eigene Lademöglichkeit, ist ein rein elektrisches Fahrzeug noch auf Jahre eine Utopie !


18.10.2019 13:17    |    Meat-Puppets

In vielen Familien wird der Zweitwagen für Erledigungen und Arbeits-Pendeln auf Kurz- und Mittelstrecke eingesetzt. Ideal für das E-Auto. Noch idealer, fast schon ein Privileg, mit eigenem Stromspeicher und Solarzellen auf dem eigenen Dach.


18.10.2019 13:43    |    paelzerbu

Ob Zweitwagen oder Drittwagen ist so lange egal, so lange es nicht um den nötigen Stellplatz im öffentlichen Raum geht. Im Gegenteil kurbelt der Kauf und der Unterhalt auch die Wirtschaft an. Wenn die gefahrenen km letztlich gleich sind, ist es ansonsten egal.

Wenn man sich also zwei Autos leisten kann und will, kann man eins für die Langstrecke nehmen und eins als E-Fahrzeug für den Rest.

Daß man nicht früher reagiert hat, liegt natürlich am Preis des Öls. Wenn die Alternativen günstiger sind, werden die Alternativen auch genützt, wenn sie ansonsten gleichwertig sind.

Ob man aus Rohöl jetzt mehr Diesel oder Benzin macht, ist letztlich eine Verfahrensfrage und eine Kostenfrage, da Cracker recht teuer sind. Auch ohne neue Ölheizungen wird es genug Diesel-LKW als Absatzmarkt geben.


18.10.2019 14:27    |    TheRealThing

BEV werden eine Nische bleiben. Meine Meinung! Ökologisch, ökonomisch und vor allem im Alltag, also logistisch, unattraktiv.


18.10.2019 15:15    |    Meat-Puppets

Dann wird es aber eine recht große Nische. Denn nichts macht bei den Eigenheimbesitzern mehr Sinn, als das Zweitfahrzeug günstig und ökologisch vom Dach aus zu betanken.


18.10.2019 15:18    |    jennss

Zitat:

@remix schrieb am 18. Oktober 2019 um 13:10:06 Uhr:

 

für die Durchschnittsfamilie, die sich ein einziges Auto für alle Zwecke anschafft, meistens gebraucht, max. 25.000,- Euro, Budget, keine Garage und keine eigene Lademöglichkeit, ist ein rein elektrisches Fahrzeug noch auf Jahre eine Utopie !

Warum Utopie? Ein ID.3 (innen wie Passat auf Länge eines Golfs) mit 330 km WLTP und 150 PS kommt auf 30000 € minus 4000 € Umweltprämie. Ein 4-türiger e-Up mit 260 km WLTP liegt bei 22000 € minus 4000 € Umweltprämie. Beide haben Unterhaltskosten deutlich unter denen von Verbrennern und sind universell einsetzbar.

Geheimtipp derzeit dürfte der eGolf sein, der mit 136 PS und guter Ausstattung (Discover Pro Navi, LED-Scheinwerfer etc.) bei allen Rabatten nahe 20000 € liegen soll.

Btw: Öffentliches Laden ist in vielen Fällen kein echtes Problem, nur etwas Ungewöhnung..

j.


18.10.2019 15:55    |    remix

Zitat:

@jennss schrieb am 18. Oktober 2019 um 15:18:43 Uhr:

 

Warum Utopie? Ein ID.3 (innen wie Passat auf Länge eines Golfs) mit 330 km WLTP und 150 PS kommt auf 30000 € minus 4000 €

kleinste, nackte Sparversion, da muss man locker 5000,- Euro für eine gescheite Austattung drauflegen...

un der eUP ist nicht als alleiniges Familienauto tauglich

 

Zitat:

@jennss schrieb am 18. Oktober 2019 um 15:18:43 Uhr:

Geheimtipp derzeit dürfte der eGolf sein, der mit 136 PS und guter Ausstattung (Discover Pro Navi, LED-Scheinwerfer etc.) bei allen Rabatten nahe 20000 € liegen soll.

sicher ein Geheimtipp, aber Reichweite schwach, Abverkauf von wenigen Auslauf-Fahrzeugen....

 

 

Zitat:

@jennss schrieb am 18. Oktober 2019 um 15:18:43 Uhr:

Btw: Öffentliches Laden ist in vielen Fällen kein echtes Problem, nur etwas Ungewöhnung..

j.

??

der "Laternenparker" im Frankfurter oder Wiesbadener Westend, Berlin , Hamburg, München, Köln ist doch froh, wenn er im Umkreis von 500m überhaupt einen Parkplatz findet...

 

und man will auch nicht seinen ganzen Tagesablauf dadurch diktiert bekommen, wie, wo und wann man das E-Auto laden kann....


18.10.2019 16:20    |    jennss

Zitat:

@Fritzibass schrieb am 18. Oktober 2019 um 12:04:19 Uhr:

BEV ist aus meiner Sicht nur eine Zwischenlösung. Das hätte man eleganter und mit weniger Zeitdruck bereits vor Jahren (so wie Toyota mit dem Prius) im Markt testen, verbessern und entwickeln können. Jetzt sind alle aktuellen Ansätze ziemlich unausgegorene Schnellschüsse und es wird noch dauern bis sich sinnvolle und gangbare Lösungen abzeichnen.

Im Grunde ist alles nur eine Zwischenlösung, jedoch mit unterschiedlich langer Nutzung. Der Vollhbrid war auch nur eine Zwischenlösung, der es in Konkurrenz zu den Turbodieseln aber schwer hatte und fast nur bei Toyota gebaut wurde.

 

Eine Einführung in kleinen Schritten würde bei einer ganz neuen Technik nicht unbedingt funktionieren. Vieles bekommt man erst im großen Stil heraus.

 

Mir erscheint der jetzige Weg ganz ordentlich zu laufen, Tesla sei Dank. Es ist aber nicht auszuschließen, dass man irgendwann feststellt, dass das E-Auto nicht als Auto für die Masse funktioniert. Manches weiß man erst, wenn man es versucht. Einen absolut sicheren Weg gibt es nicht.

j.


18.10.2019 16:35    |    jennss

Zitat:

@remix schrieb am 18. Oktober 2019 um 15:55:16 Uhr:

Zitat:

@jennss schrieb am 18. Oktober 2019 um 15:18:43 Uhr:

 

Warum Utopie? Ein ID.3 (innen wie Passat auf Länge eines Golfs) mit 330 km WLTP und 150 PS kommt auf 30000 € minus 4000 €

kleinste, nackte Sparversion, da muss man locker 5000,- Euro für eine gescheite Austattung drauflegen...

un der eUP ist nicht als alleiniges Familienauto tauglich

5000 € drauf? Das muss ganz sicher nicht sein. Der ID.3 ist schon beim Kauf nicht teurer als ein vergleichbarer Verbrenner, jedoch im Unterhalt wesentlich günstiger.

Ob der E-Up als alleiniges Auto für eine Familie reicht, hängt von den Ansprüchen und der Familiengröße ab. Die 260 km Reichweite sind zumindest schon recht universell.

 

Zitat:

@remix schrieb am 18. Oktober 2019 um 15:55:16 Uhr:

Zitat:

@jennss schrieb am 18. Oktober 2019 um 15:18:43 Uhr:

Geheimtipp derzeit dürfte der eGolf sein, der mit 136 PS und guter Ausstattung (Discover Pro Navi, LED-Scheinwerfer etc.) bei allen Rabatten nahe 20000 € liegen soll.

sicher ein Geheimtipp, aber Reichweite schwach, Abverkauf von wenigen Auslauf-Fahrzeugen....

Ich denke, der eGolf wird zu dem Preis keinen allzu großen Verlust haben. Die 35 kWh-Klasse wird noch lange bestehen. Manche fahren mit dem eGolf auch in den Urlaub. Die Reichweite genügt im Alltag allermeist locker und wenn es 1x im Monat knapp wird, lädt man halt nach.

 

Zitat:

@remix schrieb am 18. Oktober 2019 um 15:55:16 Uhr:

Zitat:

@jennss schrieb am 18. Oktober 2019 um 15:18:43 Uhr:

Btw: Öffentliches Laden ist in vielen Fällen kein echtes Problem, nur etwas Ungewöhnung..

??

der "Laternenparker" im Frankfurter oder Wiesbadener Westend, Berlin , Hamburg, München, Köln ist doch froh, wenn er im Umkreis von 500m überhaupt einen Parkplatz findet...

Laden wurde ich eh nur ca. 30 Minuten alle paar Tage, doch nicht jede Nacht. Manche Verbrennerfahrer haben da falsche Vorstellungen.

 

Zitat:

und man will auch nicht seinen ganzen Tagesablauf dadurch diktiert bekommen, wie, wo und wann man das E-Auto laden kann....

Wie gesagt, das ist zwar individuell, aber ich halte das für eine falsche Vorstellung. Wie viel km werden denn in der Woche gefahren und wie viel Tage hält eine ID.3-Ladung? Vielen wird wohl 1x pro Woche für höchstens 1 Stunde Laden genügen. Das sind dann so ca. 15000 km pro Jahr.

 

Wer keine Ladesäule findet, kennt wohl nicht die Apps dafür. Meist hat man nach einiger Zeit seine bevorzugten Ladesäulen.

j.


18.10.2019 17:27    |    remix

Zitat:

@jennss schrieb am 18. Oktober 2019 um 16:35:57 Uhr:

 

5000 € drauf? Das muss ganz sicher nicht sein. Der ID.3 ist schon beim Kauf nicht teurer als ein vergleichbarer Verbrenner, jedoch im Unterhalt wesentlich günstiger.

die übliche Aufpreispolitik bleibt, so eine Nacktversion ist nie realistisch.....

 

vielen Familien wäre auch der iD3 zu klein - die wollen einen Kombi wie z.B. Skoda oktavia etc.

 

Zitat:

@jennss schrieb am 18. Oktober 2019 um 16:35:57 Uhr:

 

Laden wurde ich eh nur ca. 30 Minuten alle paar Tage, doch nicht jede Nacht. Manche Verbrennerfahrer haben da falsche Vorstellungen.

Pendler müssen häufiger Laden, hier im Mittelgebirge ist z.B. der Verbrauch höher, im Winter die Reichweite geringer

 

Zitat:

@jennss schrieb am 18. Oktober 2019 um 16:35:57 Uhr:

 

Wie gesagt, das ist zwar individuell, aber ich halte das für eine falsche Vorstellung. Wie viel km werden denn in der Woche gefahren und wie viel Tage hält eine ID.3-Ladung? Vielen wird wohl 1x pro Woche für höchstens 1 Stunde Laden genügen. Das sind dann so ca. 15000 km pro Jahr.

 

Wer keine Ladesäule findet, kennt wohl nicht die Apps dafür. Meist hat man nach einiger Zeit seine bevorzugten Ladesäulen.

j.

die Ladesäule muss dann auch frei sein (idealerweise genau dann wenn man laden will)

 

insgesamt argumentierst Du mit der Annahme des Idealfalles, billigstmögliches E-Fahrzeug, Reichweiten wie vom Hersteller behauptet (hat noch nie gestimmt) usw.

 

Ich gehe vom richtigen Leben aus und dass es oft nicht so klappt wie man es sich ausmalt; daher meine Einschätzung, dass das E-Fahrzeug erstmal der Zweitwagen für Leute wird , die sich das leisten können und vorläufig nicht das eine Haupt- oder "Familienauto" ersetzen wird;

 

einen jungen (1 Jahr) Skoda oktavia Kombi mit gescheiter Ausstattung bekommt man für unter 20.000,- Euro; das sind die Autos, die noch auf Jahre gefragt sind und auch weiter gekauft werden;

 

mit den E-Fahrzeugen wird es noch sehr lange dauern, das ist jetzt mal der Startschuss, aber die Quote der E-Fahrzeuge wird weiter recht langsam steigen;

 

die "deutsche Flotte" ist ja wegen diverser "Abwrack"-Aktionen der letzten Jahre, Wechselprämien für Diesel etc. ohnehin rel. jung und die aktuelle Kaufzurückhaltung und Phase des Abwartens kann noch lange anhalten;

die kommende Rezession verleitet auch nicht zum Autokauf.....


18.10.2019 17:33    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@remix schrieb am 18. Oktober 2019 um 17:27:52 Uhr:

...die kommende Rezession verleitet auch nicht zum Autokauf.....

Die kommenden Strafzinsen auf's guthaben aber schon :D


18.10.2019 18:08    |    38special

Zitat:

@hd311 schrieb am 17. Oktober 2019 um 21:09:39 Uhr:

Da glaubt einer noch an saubere Diesel ...

Ah ja VW Werksangehöriger oder Gewerkschafter ... ?

Habe mir einen "modernen" Euro 6xx angesehen --- das Ding ist ein Berg aus High Tech und was weis jeder Physiker ... je komplexer ein System ist, umso leichter fällt es aus ...

 

Schon mal ein paar Tausender nur für eine Diesel Pumpe gezahlt ?

Oder AdBlue Dosiereinrichtung oder oder ...

 

Nein - weil jedes 2. Jahr ein neues Auto gekauft wird ...

Toll so was von Nachhaltigkeit ...

Moderne Diesel sind sauber. Extrem sauber.

 

Und nein - ich fahre im Jahr 50 TKM und das seit 12 Jahren nur mit Diesel. Ich hab die Autos immer gebraucht gekauft und kein Auto unter 250 TKM abgegeben. Einen Diesel sogar mit 420 TKM. Eine Diesel Pumpe hab ich dabei NIE (also nicht ein einziges Mal) tauschen müssen.

 

Es gibt sogar genügend Beispiele von Diesel BMWs die über 1 Mio KM mit einem Motor gelaufen sind. An diese Nachhaltigkeit wird ein E-Auto niemals herankommen.


18.10.2019 18:21    |    Goify

Gibt aber auch mehr als genügend Diesel-BMWs, die die 200.000 niemals erreichten. Das ist reines Glück.


18.10.2019 18:22    |    Goify

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 18. Oktober 2019 um 17:33:20 Uhr:

Die kommenden Strafzinsen auf's guthaben aber schon :D

Selber Schuld. Wer jetzt noch größere Geldmengen hat, hat nicht aufgepasst.


18.10.2019 22:22    |    TheRealThing

Zitat:

@Meat-Puppets schrieb am 18. Oktober 2019 um 15:15:51 Uhr:

Dann wird es aber eine recht große Nische. Denn nichts macht bei den Eigenheimbesitzern mehr Sinn, als das Zweitfahrzeug günstig und ökologisch vom Dach aus zu betanken.

klar, wenn dies, das und jenes erfüllt ist. Zu kompliziert.


18.10.2019 22:35    |    Meat-Puppets

Wie viele Bestands-PV gibt es auf deutschen Eigenheim-Dächern? Es wäre recht unklug dieses Potential nicht auszunutzen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass viele Eigenheim-Besitzer mit eigener PV nur noch auf den richtigen Zeitpunkt bzw. das richtige E-Auto Angebot warten.


18.10.2019 22:50    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@38special schrieb am 18. Oktober 2019 um 18:08:12 Uhr:

Moderne Diesel sind sauber. Extrem sauber.

Verzähl kein Thermofenster keine Stickoxidemission, und whow au der verdreckten Stadtluft ein paar Partikel mehr rausgefischt wie pervers ist das denn.


18.10.2019 23:02    |    jennss

Zitat:

@remix schrieb am 18. Oktober 2019 um 17:27:52 Uhr:

Zitat:

@jennss schrieb am 18. Oktober 2019 um 16:35:57 Uhr:

 

5000 € drauf? Das muss ganz sicher nicht sein. Der ID.3 ist schon beim Kauf nicht teurer als ein vergleichbarer Verbrenner, jedoch im Unterhalt wesentlich günstiger.

die übliche Aufpreispolitik bleibt, so eine Nacktversion ist nie realistisch.....

Gehe doch mal den Konfigurator vom e-Up durch. Wie willst du da 5000 € draufpacken? Das muss man echt nicht. Ein ID.3 hat auch garantiert mehr Serienausstattung als der E-Up. Man konnte schon beim Golf Trendline gut mit wenig Extras auskommen.

 

Zitat:

vielen Familien wäre auch der iD3 zu klein - die wollen einen Kombi wie z.B. Skoda oktavia etc.

Ja, da fehlt es noch an Auswahl bei den E-Autos. Kommt Zeit, kommt Kombi... :D

 

Zitat:

Pendler müssen häufiger Laden, hier im Mittelgebirge ist z.B. der Verbrauch höher, im Winter die Reichweite geringer

Ok., wie oft müssen sie in der Woche laden? Wie viel Jahreskilometer kommen dabei zusammen? Klar gibt es maximal unpraktische Fälle, z.B. wenn Ladesäulen überhaupt nicht in der Umgebung sind oder an unpraktischen Orten. Das muss dann die Zeit regeln. Zuerst geht alles in den Metropolen los. Auch das Internet kam erst nach und nach auf dem Land an. Infrastruktur auszubauen dauert etwas.

 

Zitat:

die Ladesäule muss dann auch frei sein (idealerweise genau dann wenn man laden will)

Das sieht man vorher in der App, ob sie frei ist. Vielleicht bin ich hier in Hamburg verwöhnt, aber es sind sehr viele freie hier. Da brauche ich gewöhnlich kaum in die App gucken. Ein Anschluss von zweien ist fast immer mindestens eine frei.

 

Zitat:

insgesamt argumentierst Du mit der Annahme des Idealfalles, billigstmögliches E-Fahrzeug, Reichweiten wie vom Hersteller behauptet (hat noch nie gestimmt) usw.

Billigstmögliches Auto? Ein ID.3 kostet nicht mehr als ein Verbrenner, hat lediglich wesentlich niedrigere Unterhaltskosten. Beim Smart erreiche ich mehr als die WLTP-Reichweite, aber ok., in der City ist das leicht. Ansonsten kommt es auf die Geschwindigkeit und die Temperatur an. Nicht alle E-Autos sind so konkurrenzfähig. Fälle, wo E-Autos günstiger sind, findet man auch bei den schnellen Autos:

Ein Tesla Model 3 Performance hat bessere Fahrleistungen als ein Audi S4 und kostet ca. 25000 € weniger.

Ein Porsche Taycan 4S hat (außer Höchstgeschwindigkeit) etwa Fahrleistungen wie ein Panamera Turbo und kostet fast 50000 € weniger.

 

Zitat:

Ich gehe vom richtigen Leben aus und dass es oft nicht so klappt wie man es sich ausmalt;

Man muss sich ein bisschen einarbeiten in die andere Technik. Es ist sehr individuell und ich kann mir vorstellen, dass es bei dir ganz anders aussieht (Mittelgebirge). Daher kann ich das E-Auto in deinem Einsatzbereich und deiner Umgebung nicht beurteilen. Ich kann aber sagen, dass es im Hamburger Raum sehr problemlos ist, selbst mit dem kleinen Smart-Akku, wobei der Smart jedoch den Vorteil hat, 22 kW laden zu können. AC ist hier sehr verbreitet, da es günstige Ladesäulen sind. Leider bieten viele Autos nur amx. 11 kW AC oder noch weniger. Ich hoffe, da klingelt es bald bei den Herstellern und mehr bieten 22 kW an.

 

Ein Bekannter von mir hat sich jetzt einen i3s gekauft und noch weitere Ladesäulen entdeckt. Meist lädt er jetzt bei Lidl (DC kostenlos), obwohl er auch zuhause laden könnte.

 

Zitat:

einen jungen (1 Jahr) Skoda oktavia Kombi mit gescheiter Ausstattung bekommt man für unter 20.000,- Euro; das sind die Autos, die noch auf Jahre gefragt sind und auch weiter gekauft werden;

Ok., Gebrauchte sind jetzt ein anderes Ding. E-Autos sind noch recht neu, gerade der 2020er Jahrgang wird interessant. Der Gebrauchtmarkt hat noch nicht so viele attraktive E-Autos. Vergleichen kann man jetzt eigentlich nur Neuwagen.

 

Zitat:

mit den E-Fahrzeugen wird es noch sehr lange dauern, das ist jetzt mal der Startschuss, aber die Quote der E-Fahrzeuge wird weiter recht langsam steigen;

Wie lange denkst du, dauert es, bis E-Autos bei Herstellern nennenswerte Verkaufszahlen haben? Was meinst du mit "sehr lange"? 10 Jahre?

 

Zitat:

die "deutsche Flotte" ist ja wegen diverser "Abwrack"-Aktionen der letzten Jahre, Wechselprämien für Diesel etc. ohnehin rel. jung und die aktuelle Kaufzurückhaltung und Phase des Abwartens kann noch lange anhalten;

die kommende Rezession verleitet auch nicht zum Autokauf.....

Ja, das stimmt. Eigentlich kauft man, wenn es fällig ist und nicht, wenn es was schönes Neues gibt. Das bremst den Technologiewechsel schon etwas aus.

j.


19.10.2019 07:43    |    mz4

Zitat:

@Meat-Puppets schrieb am 18. Oktober 2019 um 22:35:55 Uhr:

Wie viele Bestands-PV gibt es auf deutschen Eigenheim-Dächern? Es wäre recht unklug dieses Potential nicht auszunutzen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass viele Eigenheim-Besitzer mit eigener PV nur noch auf den richtigen Zeitpunkt bzw. das richtige E-Auto Angebot warten.

Klar gibt es nicht wenig bestands PV die meist aber eine zu lukrative einspeisevergütung haben.

Allerdings haben wir in deutschland nur~40-50% Eigenheime.. (möglich das ich mich um 10% irre auf jedenfall Schlusslicht in der EU die Mehrheit mietet).

Dann muss man schauen wie viele davon wirklich Einfamilienhäuser sind und keine Häuserkomplexe ala 12 Familienhaus, Hochhaus.

Da würde ich dann den "Anteil" auf 10-15% Einfamilenhäuser schätzen die eine Potentiell eigene PV Anlage haben und selbst entscheiden dürfen was sie damit machen.

 

von "ganz deutschland wartet nur" sehe ich da nicht viel.


19.10.2019 08:07    |    mz4

Zitat:

@jennss schrieb am 18. Oktober 2019 um 23:02:26 Uhr:

Gehe doch mal den Konfigurator vom e-Up durch. Wie willst du da 5000 € draufpacken? Das muss man echt nicht. Ein ID.3 hat auch garantiert mehr Serienausstattung als der E-Up. Man konnte schon beim Golf Trendline gut mit wenig Extras auskommen.

Also ok ich behaupte jetzt das jeder besser verdienende genauso mit einem Smart CDI für 3,xL/100KM auskommen kann und alle anderen Autos die größer sind und luxuriöser sofort eingestellt werden können.

Denn warum sollte ich den Komfort eines 5er/7er BMWs, einer E oder S Klasse eines A6 oder A8 nicht freiwillig gegen ein Smart tauschen wollen... auch da passt ein chauffeur rein und ich mit meinem Notebook auf den Beifahrersitz.

 

Du verstehst was ich sagen will ;)

 

Zitat:

@jennss schrieb am 18. Oktober 2019 um 23:02:26 Uhr:

Zitat:

vielen Familien wäre auch der iD3 zu klein - die wollen einen Kombi wie z.B. Skoda oktavia etc.

Ja, da fehlt es noch an Auswahl bei den E-Autos. Kommt Zeit, kommt Kombi... :D

Schauen wir mal was an Kombis kommen wird.. Kombis werden Weltweit nur in deutschland gefahren.

Fiat (Konzern) z.B. hat z.B. schon die Entwicklung neuer Kombis eingestellt. Limousine, SUV, usw.. aber Kombi....

 

Zitat:

@jennss schrieb am 18. Oktober 2019 um 23:02:26 Uhr:

Zitat:

Pendler müssen häufiger Laden, hier im Mittelgebirge ist z.B. der Verbrauch höher, im Winter die Reichweite geringer

Ok., wie oft müssen sie in der Woche laden? Wie viel Jahreskilometer kommen dabei zusammen? Klar gibt es maximal unpraktische Fälle, z.B. wenn Ladesäulen überhaupt nicht in der Umgebung sind oder an unpraktischen Orten. Das muss dann die Zeit regeln. Zuerst geht alles in den Metropolen los. Auch das Internet kam erst nach und nach auf dem Land an. Infrastruktur auszubauen dauert etwas.

Mir würden auch 2x 300KM pro Woche reichen. aber ich gehöre zu der Gattung Mensch die ein Auto meist Vollgetankt abstellt um im Fall der Fälle los fahren zu können.

Eine E-Ladesäule haben wir hier nur bei Aldi/Lidl und die ist meist belegt zumindest immer dann wenn wir zufällig da sind. und ein Einkauf reicht zum Aufladen nicht aus maximal um die Fahrstrecke des Einkaufs wieder nachzuladen.

 

Zitat:

@jennss schrieb am 18. Oktober 2019 um 23:02:26 Uhr:

Zitat:

die Ladesäule muss dann auch frei sein (idealerweise genau dann wenn man laden will)

Das sieht man vorher in der App, ob sie frei ist. Vielleicht bin ich hier in Hamburg verwöhnt, aber es sind sehr viele freie hier. Da brauche ich gewöhnlich kaum in die App gucken. Ein Anschluss von zweien ist fast immer mindestens eine frei.

Hamburg, Berlin whatever interessieren mich hier im Süden nicht.

klar mag es in Großstädten besser sein nur hier auf dem Land eben nicht.

Wobei wir wieder beim Thema sind braucht man in großstädten Autos oder sollte man da nicht auf "modernere" Verkehrsmittel zurückgreifen.

 

Zitat:

@jennss schrieb am 18. Oktober 2019 um 23:02:26 Uhr:

Billigstmögliches Auto? Ein ID.3 kostet nicht mehr als ein Verbrenner, hat lediglich wesentlich niedrigere Unterhaltskosten. Beim Smart erreiche ich mehr als die WLTP-Reichweite, aber ok., in der City ist das leicht. Ansonsten kommt es auf die Geschwindigkeit und die Temperatur an. Nicht alle E-Autos sind so konkurrenzfähig. Fälle, wo E-Autos günstiger sind, findet man auch bei den schnellen Autos:

Ein Tesla Model 3 Performance hat bessere Fahrleistungen als ein Audi S4 und kostet ca. 25000 € weniger.

Ein Porsche Taycan 4S hat (außer Höchstgeschwindigkeit) etwa Fahrleistungen wie ein Panamera Turbo und kostet fast 50000 € weniger.

Ich fahre aber keine VAG Modelle. Der ID3 nehme ich wahr aber mehr nicht. Die einzigen Autos wo ich schon die NEFZ reichweiten erreicht haben vor 20 Jahren waren BMWs.. weder Mercedes, Franzosen, Japaner und am schlimmsten der VAG Konzern.. WLTP ist ja deutlich realistischer und da sollten auch normalbürger die Reichweiten erreichen können oder überbieten.

 

Jetzt sind wir bei den Performance Modellen wieder im Bereich wer zum Henker braucht so etwas heutzutage überhaupt noch?

die letzten 10 Jahren haben sich auf Autobahnen mit 120-140kmh abgespielt.

Es gab hin und wieder Möglichkeiten wieder schneller zu fahren ok aber im schnitt hätte das Rasen nichts gebracht da man eh alle paar KM massiv abgebremst wird.

Rechtslage zu Richtgeschwindigkeit mal außenvor gelassen.

 

Zitat:

@jennss schrieb am 18. Oktober 2019 um 23:02:26 Uhr:

Man muss sich ein bisschen einarbeiten in die andere Technik. Es ist sehr individuell und ich kann mir vorstellen, dass es bei dir ganz anders aussieht (Mittelgebirge). Daher kann ich das E-Auto in deinem Einsatzbereich und deiner Umgebung nicht beurteilen. Ich kann aber sagen, dass es im Hamburger Raum sehr problemlos ist, selbst mit dem kleinen Smart-Akku, wobei der Smart jedoch den Vorteil hat, 22 kW laden zu können. AC ist hier sehr verbreitet, da es günstige Ladesäulen sind. Leider bieten viele Autos nur amx. 11 kW AC oder noch weniger. Ich hoffe, da klingelt es bald bei den Herstellern und mehr bieten 22 kW an.

 

Ein Bekannter von mir hat sich jetzt einen i3s gekauft und noch weitere Ladesäulen entdeckt. Meist lädt er jetzt bei Lidl (DC kostenlos), obwohl er auch zuhause laden könnte.

Ja genau auf das interne Ladegerät kommt es an.

Ich bin auch gespannt wie 2 Rad getriebene E-Autos die rel. schwer sind und ein extrem hohes Drehmoment haben dazu meist "schlechte" oder entschuldigung "rollwiederstandsoptimierte" Reifen bei Eis und Schnee schlagen.. ich würde wetten das es ein Eiertanz wird. die Allradversionen kosten halt wieder deutlich mehr.

Dazu sind die Ladesäulen die es aktuell gibt bei uns überhaupt nicht in den Alltag integrierbar.

Als da wären wenn ich nicht:

1. in der ultra Kurz distanz zum Arbeitgeber laden kann -> Fail

2. Direkt beim Arbeitgeber laden kann -> Fail

3. Daheim nicht laden kann -> Fail

4. Beim einkaufen laden könnte, es reicht aber nicht von der Zeit und in 60% der Fälle ist die Säule belegt -> Fail

 

Soll ich dann extra zum Tanken irgendwo hin fahren und mir dann stunden die Zeit tot schlagen?

 

Zitat:

@jennss schrieb am 18. Oktober 2019 um 23:02:26 Uhr:

Ok., Gebrauchte sind jetzt ein anderes Ding. E-Autos sind noch recht neu, gerade der 2020er Jahrgang wird interessant. Der Gebrauchtmarkt hat noch nicht so viele attraktive E-Autos. Vergleichen kann man jetzt eigentlich nur Neuwagen.

Genau und aktuell gibt es einen neuen eGolf billiger als ein 3-4 Jahre alter gebrauchter. (je nach konstellation gewerbe, behintert, privat von 19500-24000 incl. umweltprämie)

Dagegen bekommt man einen Mini One neu wenn man schon ein EU4/5 diesel von BMW/Mini hat für 9500€

 

Zitat:

@jennss schrieb am 18. Oktober 2019 um 23:02:26 Uhr:

Wie lange denkst du, dauert es, bis E-Autos bei Herstellern nennenswerte Verkaufszahlen haben? Was meinst du mit "sehr lange"? 10 Jahre?

Würde ich bequem laden können ohne Umwege würde ich sofort ein e Auto kaufen.

Da dies aber nicht funktioniert schaue ich mir das mal in 3-5 Jahren noch mal an. vielleicht hat sich da dann doch etwas getan.

 

Zitat:

@jennss schrieb am 18. Oktober 2019 um 23:02:26 Uhr:

Ja, das stimmt. Eigentlich kauft man, wenn es fällig ist und nicht, wenn es was schönes Neues gibt. Das bremst den Technologiewechsel schon etwas aus.

Ja und das ist auch gut so. denn aktuell wäre es einfach nicht handlebar.

 

By the way.. wie schaut es mit Vandalismus aus?

es gibt so viele fälle von zerkratzten Autos da wäre es doch ein leichtes ein eingestecktes eauto mit nem kräftigen kick so richtig böse zu beschädigen indem der Ladestecker abgeschert wird..


19.10.2019 09:02    |    TheRealThing

Zitat:

@Meat-Puppets schrieb am 18. Oktober 2019 um 22:35:55 Uhr:

Wie viele Bestands-PV gibt es auf deutschen Eigenheim-Dächern? Es wäre recht unklug dieses Potential nicht auszunutzen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass viele Eigenheim-Besitzer mit eigener PV nur noch auf den richtigen Zeitpunkt bzw. das richtige E-Auto Angebot warten.

Das Thema BEV wird gefühlt nun seit fast 10 Jahren diskutiert und den Skeptikern gebetsmühlenartig nahegelegt, wie einfach doch alles sei. Ist es nicht.

 

Anfang 2019 gab es 47 Mio PKW, davon waren 83.000 BEV.

 

Die Frage, ob sich das durchsetzt, ist für mich mittlerweile klar beantwortet, das wird nix.

 

PV: zu teuer, zu kompliziert. Ich lasse da jetzt die Finger von und schraube eine einfache Plug&Play PV aufs Dach für Teildeckung der Grundlast, mehr nicht. Dann brauchen die Eigenheimbesitzer mit PV auch noch einen Stellplatz vor dem Haus, was in vielen Neubaugebieten gar nicht mehr der Fall ist (Sammelplätze).

 

Diejenigen die eine PV und Stellplatz haben, werden den BEV nicht zum Durchbruch verhelfen können.


19.10.2019 09:44    |    Meat-Puppets

Sollte sich das E-Auto nicht durchsetzen, haben einige Hersteller ein großes Problem. VW zum Beispiel setzt bekanntlich voll auf das E-Auto, rüstet derzeit ganze Werke darauf um. Ich glaube nicht, dass die Hersteller so kurzsichtig sind oder einer Kurzschlusshandlung unterliegen. Das E-Auto wird daher notfalls per Dekret zum Erfolg gemacht.


19.10.2019 09:57    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@TheRealThing schrieb am 19. Oktober 2019 um 09:02:32 Uhr:

...Die Frage, ob sich das durchsetzt, ist für mich mittlerweile klar beantwortet, das wird nix...

Na gerade in Neubaugebieten kauft doch in Zukunft keiner mehr ohne Wallboxvorbereitung.

Desgleichen geschieht immer mehr in Bestandsimmobilien, nennt sich Werterhalt.

 

Was die Europäer nicht können/wollen machen halt die Chinesen sogar in Europa.


19.10.2019 09:59    |    mz4

eigentlich könnten wir die Diskussion jetzt pausiere und in 5 jahren wieder starten 2 tage diskutieren und wieder um 5 jahre vertagen.

 

Was vergessen wird ist das Europaproblem und der crash der gerade am beginnen ist.

england weg damit ein wichtiger handelspartner der nun mit korea und usa statt eu bandelt.

usw.. usw..

 

das Thema ist etwas komplexer als BEV ja oder nein...


19.10.2019 10:05    |    mz4

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 19. Oktober 2019 um 09:57:31 Uhr:

Na gerade in Neubaugebieten kauft doch in Zukunft keiner mehr ohne Wallboxvorbereitung.

Desgleichen geschieht immer mehr in Bestandsimmobilien, nennt sich Werterhalt.

Oha.. also bei uns gibts hier nix mit Wallboxvorbereitung und ich spreche vom Stuttgarter Einzugsgebiet.

 

Dazu kommt das viele Neubauten bei uns gar keine Garagen gebaut werden dürften und wenn diese NUR in das Haus integriert werden dürften.

Sprich Garage <=> Wohnraum.

Was dann "zählt" ist wohl klar.

 

Wir haben hier halt keine m² Preise wie im norden oder osten des Landes!

 

Selbst Stellplätze dürften Teils nicht mal mehr überdacht werden usw.. usw...

Da wo jetzt nicht Lückenfüllung betrieben wird sondern komplette neubaugebiete erschlossen werden stehen nur noch 0815 fertiggaragen wo ich mich ernsthaft frage in welcher welt die bauherren leben jetzt noch Garagen hin zu stellen die die größe der 70er Jahre haben.. die autos wurden ja immer kleiner und schmäler die letzten 40 jahre... :rolleyes:


19.10.2019 10:12    |    TheRealThing

BEV ist zu komplex, das ist es ja. Ohne ITIL Dokumentation über 200 Seiten nicht zu handhaben. Wenn, dann, so, oder dies noch, ach ja, Wallbox, Urlaub, Anhänger, och nee, hm. Dazu 10 Plastikkarten zum Laden, kWh Preise von 28-90 Cent, dann doch nach Zeit, ach nee, nach kWh. Totaler Wahnsinn.

 

Daher ist meine Meinungsbildung nach fast 10 J nicht endend wollender Diskussion auch vorläufig abgeschlossen - nicht handhabbar. In 5J klinke ich mich dann wieder hier ein;-)

 

Schönes Wochenende.


Deine Antwort auf "Welche Zukunft hat der E-Antrieb?"

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