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08.10.2019 21:06    |    jennss    |    Kommentare (526)

Welche Zukunft hat der E-Antrieb eurer Einschätzung nach (unabh. davon, was ihr euch wünscht)?

Smart E-Motor
Smart E Motor

Ich bin nun schon öfter Menschen real und im Internet begegnet, die ganz und gar nicht an die Zukunft des E-Antriebs glauben. Das erstaunt mich ein bisschen, da in meinen Augen ein großer Wandel in Gange ist, was auch auf der IAA deutlich wurde. Man kann aber nie sicher vorhersagen, wie sich der Markt entwickelt. Vielleicht sind E-Autos ja schon in 5 Jahren wieder Geschichte... Daher jetzt mal die ultimative Umfrage :):D, wie ihr die Zukunft seht, unabhängig davon, wie ihr sie euch wünscht.

 

Ich bin gespannt auf das Umfrageergebnis.

j.

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21.11.2019 13:25    |    paelzerbu

Wie oben schon steht, Wasserstoff aus Erdgas herzustellen ist für Antriebe eigentlich unsinnig. Da könnte man auch mit besserem Gesamtwirkungsgrad gleich Erdgas verbrennen, welches sich zudem besser lagern und transportieren lässt als Wasserstoff. Ich halte es auch für sinnvoller, Erdgas künstlich regenarativ herzustellen und als Speichermedium zu nutzen. Der Wirkungsgrad ist zwar auch nicht so toll, aber wir haben schon ein Gasnetz und genügend Speicher. Damit hätten wir auf der einen Seite die Elektrofahrzeuge für die überwiegenden Kurzstrecken und auf der anderen Seite die Gasfahrzeuge für den Rest und LKW.

Wegen der vergleichsweise günstigen Preise für Strom und Gas (ohne Steuern) lohnt sich das derzeit aber noch nicht. Besser als Windkraftwerke bei viel Sonne abzuschalten ist es allemal.


22.11.2019 13:46    |    mz4

Zitat:

@BaldAuchPrius schrieb am 21. November 2019 um 10:39:23 Uhr:

Das finde ich gut, ein Link wäre nett gewesen. Auf wieviel% haben sie de Wirkungsgrad steigern können? Und ist das "nur" eine Laborlösung, oder schon praxisreif?

Ich glaube nicht das es in Zukunft irgendwen interessiert ob der Wirkungsgrad 50 60 oder 80% ist was H2 angeht wenn es gepusht wird.

Wie schon zich mal geschrieben das "beste" setzt sich nicht immer durch.

Wir könnten schon seit 20 Jahren mit Benzin umweltfreundlicher fahren indem wir die annähernd 30% Effizient die ein Benzinmotor erreichen kann zu 100% an einen Generator liefern und dieser das Fahrzeug elektrisch betreibt.

das wäre immerhin eine Effizienzsteigerung zu moderenen Motoren von über 100% wir holen ja gerade mal 12-15% im Schnitt aus dem Benzin raus da die 30% eben nur in einem ganz schmalen Last und drehzahlband verfügbar sind.

 

Sogesehen hätten wir jetzt von 30% mit 100% E-Autos auf immerhin was haben die E Autos für ne Effizienz? ca. 50% steigern können. (oder war das nicht was das i3, Leaf, Zeo nur um die 32-36% Effizienz haben.. hat der Horst mal schön ausgerechnet im Video)

 

Zitat:

Das ist nix neues, das ist bereits eingesetzte Technik.

Im Kopieren und als eigene Idee ausgeben war ein gewisser Gates schon immer gut.

Aber er hat die Welt Revolutioniert.

Apple ist/war auch nicht besser...


22.11.2019 17:10    |    BaldAuchPrius

also Heißluft als Antwort, ok, kann ich mit leben.

 

Zu deiner Frage: Wenn du als Ursprungsenergie den elektrischen Strom nimmst, dann liegen BEV bei über 94% Wirkungsgrad, und rund 15% Ladeverlusten, also Gesamtwirkungsgrad ab Stromleitung von gut 80%.

 

Dem gegenüber der nicht gekannte Wirkungsgrad der H2 Herstellung, und die gut 60% der Brennstoffzelle, womit der Gesamtwirkungsgrad dann wohl eher unter 50% liegen wird,

 

Und Wirkungsgrad wir nie egal sein, wenn man nicht aus kurzsichtigen Motiven heraus alles Mögliche ausblendet.

Bei Kohle und Öl sorgt ein schlechter Wirkungsgrad für unnötig viele Emissionen (aber egal, der Stoff is ja billig) und bei EE bedeutet ein verschwenderischer Umgang eben Totalverspargelung der Landschaften (aber egal, ist ja kein Schornstein dran)


22.11.2019 17:32    |    mz4

23.11.2019 15:10    |    FWebe

Irgendwie fehlt mir bei der Umfrage eine Option.

Es gibt, gar nicht, ein bisschen aber Nische oder komplett, was ist mit der wahrscheinlichsten Option, dass der Elektroantrieb mit Verbrennern ungefähr auf das gleiche Niveau am Markt kommt?

 

Zitat:

@mz4 schrieb am 22. November 2019 um 13:46:43 Uhr:

wir holen ja gerade mal 12-15% im Schnitt aus dem Benzin raus da die 30% eben nur in einem ganz schmalen Last und drehzahlband verfügbar sind.

Wer soll dieses "wir" eigentlich sein und woher kommen die Zahlen, die irgendwie nicht so recht zur Realität passen wollen?


25.11.2019 07:30    |    mz4

Zitat:

@FWebe schrieb am 23. November 2019 um 15:10:46 Uhr:

Wer soll dieses "wir" eigentlich sein und woher kommen die Zahlen, die irgendwie nicht so recht zur Realität passen wollen?

Wir die Menschen ala Autofahrer.

z.B. da ist schon ein paar Jahre her..

https://www.youtube.com/watch?v=P8o19-yCGdI


25.11.2019 08:46    |    FWebe

Zitat:

@mz4 schrieb am 25. November 2019 um 07:30:11 Uhr:

Zitat:

@FWebe schrieb am 23. November 2019 um 15:10:46 Uhr:

Wer soll dieses "wir" eigentlich sein und woher kommen die Zahlen, die irgendwie nicht so recht zur Realität passen wollen?

Wir die Menschen ala Autofahrer.

z.B. da ist schon ein paar Jahre her..

https://www.youtube.com/watch?v=P8o19-yCGdI

Und wo findet man den Beleg für die Behauptung?

Wenn man die Verbräuche vergleichbarer Fahrzeuge mit Elektro- und Benzinmotor vergleicht, kommt ungefähr der Faktor 3 raus und nicht >6.

Realistisch ist, dass der Wirkungsgrad bei sinnvoller Anwendung bei grob 30% liegt, bei weniger sinnvoller Anwendung irgendwo zwischen 20-30%. Wenn dazu dann noch geheizt wird, steigt das nochmal.

Nimmt man effiziente Verbrennerantriebe, liegt man sogar ziemlich nah an den 40%, mit Heizbedarf sogar noch höher und das weiterhin nur mit Benzin.

12% dagegen ist Unsinn. Das mag zwar auf manche Anwender zutreffen, hat jedoch kaum den Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

Dazu mal ein Vergleich:

Golf 7 1.5 TSI und e-Golf beide im NEFZ getestet, einem Zyklus, welcher vorallem Benziner aufgrund der geringen Lastanforderung benachteiligt.

Dort verbraucht der 1.5 TSI 44,64 kWh/ 100 km und der e-Golf 12,7 kWh (bei geringstmöglichen Ladeverlusten). Das ergibt den Faktor 3,5.

Setzt man beim e-Golf 90% Wirkungsgrad ab der Steckdose an, liegt der TSI bei 25%.

Mit dem WLTP steigt die Lastanforderung und damit auch der Wirkungsgrad der Benziner und selbst in der Realität sind die Unterschiede geringer (ca. Faktor 4 beim Golf), obwohl die Fahrprofile sich durchaus massiv unterscheiden und die Vergleichbarkeit bezüglich des Wirkungsgrades damit nicht mehr möglich ist.


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