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03.10.2011 12:12    |    jennss    |    Kommentare (32)    |   Stichworte: Landstraße, Stade, Unfall

Spiel des LebensSpiel des Lebens

Weswegen ich nicht so gerne Bundes- oder Landstraße fahre, sind solche Unfälle:

http://www.mopo.de/.../...aar-in-den-tod-gerammt,7730198,10959360.html

 

Immer wieder entstehen Situationen, wo knapp überholt wird, manchmal auch von hinten ganze Kolonnen. Autos sind nun mal nicht alle gleichstark und wenn vorne jemand mit schwachem Auto fährt, kann er nicht so schnell überholen wie jemand mit starkem Auto. Also bleibt man lieber hinter dem langsamen Fahrzeug. Fahrer von starken Autos sind aber so lange Langsamfahrten nicht gewohnt. Wer dann noch eine gewisse Portion Risiko nicht scheut, überholt und mit etwas Pech kann es knapp werden. Bei oben verlinktem Unfall überholte ein roter Audi die Kolonne und musste vorzeitig wieder einscheren, wobei er ein anderes Auto herausgerammt hat, welches dadurch gegen einen Baum fuhr (Beifahrerin starb).

 

Gibt es eine Lösung, die gegen solche Situationen vorbeugen kann?

j.


03.10.2011 12:28    |    Mars_gib_Gas

Zitat:

...welches dadurch gegen einen Baum fuhr (Beifahrerin starb).

Auch ihr Ehemann, der den Wagen fuhr, verstarb später im Krankenhaus.

 

Zitat:

Gibt es eine Lösung, die gegen solche Situationen vorbeugen kann?

Wer 3 Punkte in Flensburg hat, darf bis Abbau nur noch ne 50PS Gurke fahren :D


03.10.2011 12:31    |    notting

Ich sehe leider zu häufig Fahrer, die unnötig lange Überholmanöver provozieren, also z. B. dicht hinter einem LKW herfahren, obwohl sie trotz eindeutiger Überholmöglichkeit nicht überholen, statt Platz zu lassen, dass sich andere "vorarbeiten" können. Oder wenn jemand völlig ohne objektive Notwendigkeit zu langsam fährt, lassen die meist nie die Kolonne an sich vorbei (z. B. kurz auf Parkplatz oder so).

Außerdem sollten auch LKW (bei normalen Bedingungen) konsequent entweder EDIT: höchstens 100km/h oder 80km/h fahren (ich bevorzuge letzteres), also entweder die erlaubte vmax voll ausnutzen oder eben genug Tempoabstand lassen, sodass Überholmanöver schneller erledigt sind.

 

EDIT: Außerdem finde ich, dass die Bäume in dem Fall zu nahe an der Straße standen.

 

notting


03.10.2011 12:38    |    marcu90

LKW über 7,5 Tonnen dürfen auf Landstrassen doch nur 60 Fahren...

 

Zum Unfall: tragisch, zumal der Verursacher einfach Weitergefahren ist :mad:

Auch wenns extrem Scheiße klingt: der einzige Trost ist wohl, dass die beiden Verunfallten ein langes Leben gehabt haben, und nicht den größten Teil noch vor sich...


03.10.2011 12:42    |    rpalmer

Einfach nicht überholen wenn es zu riskant ist. Da muss man eben in den sauren Apfel beißen, doch Safety first!

 

Dem Audi-Fahrer wünsch ich einen sehr langen Freiheitsentzug, dann hat er genügend Zeit darüber nachzudenken was er so alles falsch gemacht hat.... ging mal wieder nicht schnell genug. :rolleyes:


03.10.2011 12:43    |    notting

@marcu90:

Zitat:

LKW über 7,5 Tonnen dürfen auf Landstrassen doch nur 60 Fahren...

Soviel zur Theorie, jetzt zur Praxis: Sovielen LKW mit 90 Sachen auf der Landstraße nach zu urteilen werden die wohl nicht wirklich kontrolliert... (wobei ich 80km/h auch noch vertretbar fände).

 

notting


03.10.2011 12:44    |    notting

@rpalmer: Wenn man sich nur nicht traut, soll man IMHO aber nicht die anderen unnötig behindern.

 

notting


03.10.2011 12:46    |    Wollschaaf

Da gibt es eine ganz einfache Lösung...

 

Wenn man das Hindernis nicht überholen möchte, sollte man einfach reichlich Abstand halten. Dann können sich andere vorarbeiten und einscheren wenn nötig. Problem gelöst.

 

Ich selber muss zugeben, dass ich ein "von hinten Überholer" bin. Ich sehe nicht ein warum ich mir von anderen mein Tempo diktieren lassen sollte wenn alles frei ist. Nur weil andere sich das überholen nicht zutrauen, ist es nicht direkt unmöglich. Ist die Situation klar, überhole ich...notfalls auch mal 5-6 Autos am Stück.


03.10.2011 12:47    |    Georg266

Die Lösung ist Abstand zu halten. So kann der Kolonnenspringer einscheren.

Und sollte der Kolonnenspringer sich mit den Abständen oder seiner Geschwindigkeit verschätzen, fährt er auf den Vordermann auf oder rammt dich mit seinem Heck und schießt sich selbst ab. Die Autos sind hinten viel leichter als vorne. Der, der schneidet, gefährdet sich immer selbst.


03.10.2011 12:49    |    flattie1929

Einen größeren Abstand zum Vordermann lassen! So können Überholende auch wieder nach rechts einscheren wenn es mal eng wird.

Bei Kolonnenfahrten der Bundeswehr wird man feststellen, dass zwischen den einzelnen Fahrzeugen genügend Abstand ist.

 

Leider beobachtet man viel zu oft, das einige Fahrer dicht an dicht hinter einem LKW fahren, ohne diesen überholen zu wollen.

 

So wird dem Überholenden die Chance genommen, weil das "Lückenspringen" nahezu unmöglich wird.

 

Was passieren kann, wenn jemand in solch einer Situation trotzdem überholt, zeigt der verlinkte Bericht........


03.10.2011 12:50    |    marcu90

notting: ich weiß, theorie und praxis. Habe selber 3 LKW mit 60 über die Strasse fahren sehen - alles Fahrschulen :D

 

Georg: nicht alle Autos sind vorn wesentlich schwerer als hinten *Erbsenzählermodus aus*


03.10.2011 13:09    |    Daemonarch

Was ich für maßlos asozial halte, wenn nicht sogar hart an der Grenze zur Kriminalität ist, Kilometerlang dahinbummeln, und wenn es jemand wagt überholen zu wollen plötzlich den Ehrgeiz entwickeln nicht überholt werden zu wollen, idealerweise sogar mit anschließendem rückfall auf Bummeltempo nach erfolgreicher "Verteidigung"... Solche Leute gehören verprügelt!


03.10.2011 13:36    |    Psychobiken

Also ich gehöre auch zu denen, die oft eine Kolone überholen....wenn die Vordermänner/frauen sich wieder nicht trauen! Vorraussetzung für mit dabei ist aber immer, dass die Straße übersichtlich ist und von vorne auch nichts kommt bzw weit weit weg ist!

Natürlich spielt das Auto auch eine Rolle...mit meinem A6 mache ich sowas....mit unserem Crafter Firmenwagen nicht!

Zu oft sind aber schleicher Schuld an gewissen Unfällen, da die Hinterherfahrer meist an Geduld verlieren.....was mir ab und an auch mal so geht! Zu oft sieht man einen LKW und dahinter Leistungsstarke Autos, die trotz freiem Überholweg dem LKW oder Träker hinterbummeln!

 

Dem roten Audi Fahrer wünsche ich auch einen langen langen Freiheitsentzug....sone feige Sau gehört lange eingebuchtet!


03.10.2011 13:53    |    Slowfinger A6

Auch wenn es tragisch ist und Ich en eher entspannter Fahrer bin, muß trotzdem unter anderem auch anhand des Alters der Verunglückten die Frage gestellt werden:

 

Warum zum Geier müssen die Alten entweder in der 70er Zone 50 oder weniger fahren in der 50er Zone mit 35 unterwegs sein und auf der Autobahn dann wieder rechts überholen wenn 130 sind Und Ich Links schon etwas zügiger unterwegs bin. Und das auch noch mit einer Franzosenschaukel wie einem Peugeot 206. So nach dem Motto dem Zeig Ichs dem Jungen Rotzer mit seiner Riesenkarre von Audi A6.

 

Ich habe das ebend Heute wieder erleben dürfen und verstehs einfach nicht. Kein Wunder das manch einer durchdreht weil hier jeder nur noch macht was er will.

 

Dem Audi Fahrer wünsche Ich eine lange Haftstrafe den es ist einfach nur feige bei so einer Sache weiterzufahren.


03.10.2011 14:06    |    _RGTech

Daemonarch: Find ich auch. Besonders gern sind das dann die Typen, die keine Schilder lesen können - bei 70 und gefahrenen 78 drängeln, dann bei 100 nicht vorankommen und im Ort bei gefahrenen 55 dann sofort wieder aufschließen. Aber wehe, im 100er Bereich wagt es einer, auch annähernd 100 fahren und daher vorbei zu wollen, dann wird zurückgeschaltet... und wenn sie doch "verlieren", kommt die ganze Lichtorgel mit Hupe.

 

*wutsmiley*

 

 

Zitat:

Leider beobachtet man viel zu oft, das einige Fahrer dicht an dicht hinter einem LKW fahren, ohne diesen überholen zu wollen.

So wird dem Überholenden die Chance genommen, weil das "Lückenspringen" nahezu unmöglich wird.

Nicht nur das; solche Leute nehmen sich auch selbst die Übersicht. Je mehr man Abstand zu einem nicht durchblickbaren Hindernis hat, um so weiter ist der Sichtbereich dran vorbei.

 

 

Im vorgegebenen Fall ist es aber wie immer: Solange man nicht selber dabeiwar, ist es auch verdammt nochmal NICHT erlaubt, hier Spekulationen über die Ursache und Schuldzuweisungen vom Stapel zu lassen.

Direkt vor unsrem Ortseingang war letzte Woche auch ein Riesenunfall mit vollem Programm, großes Tamtam mit Hubschrauber. Grund: Frühmorgens kam ein 19jähriger den Berg runter, dann wich er in einer Rechtskurve stattdessen in den Gegenverkehr ab und *zack* 3 Totalschäden und er selbst lebensgefährlich ab ins KH, weil vermutlich nicht angeschnallt.

 

Das kann jetzt alles gewesen sein; vom platzenden Reifen bis zu einem Nieser.

 

Was sind aber die ersten Reaktionen die ich höre?

"Der war garantiert zu schnell" (man kann da mit locker 110 runter ohne die Haftung zu verlieren, und braucht noch kein Sportfahrwerk!) und "Hundertpro mitm Handy rumgespielt".

Genau Leute, ihr wart ja dabei, ihr habt es gesehen. Ihr wisst noch vor der Polizei, was passiert ist und warum. :rolleyes: Bedeutet für diesen Fall: Wer weiß schon, warum der Audifahrer das Paar getroffen und von der Straße gekegelt hat? Sicher, er ging ein Risiko ein und das war in dem Fall zu groß, aber wissen wir wirklich, wie viel Abstand da zum entscheidenden Moment herrschte? Nein. Also bitte erst mal an der eigenen Nase anpacken. Oder sind wir alle unfehlbar?

 

EDIT nachdem ich den Kommentar von Psychobiken und daher den Originalartikel gelesen habe:

Zitat:

Dem roten Audi Fahrer wünsche ich auch einen langen langen Freiheitsentzug....sone feige Sau gehört lange eingebuchtet!

Jetzt, nachdem ich auch den Umstand der Fahrerflucht gelesen habe (das ist beim Blogartikel ja untergegangen!!!), muss mich dem beipflichten. Sowas macht man nicht. Wobei ohne das beschädigte Gegenstück sogar noch die Frage ist, ob es wirklich ein roter Audi war und eine Berührung stattfand. Leider kriegt man in solchen Artikeln aber auch nie mit, ob die Zeugen da nun entsprechende, übereinstimmende Aussagen getätigt haben oder ob das nur Indizien (Lackreste) sind. Ich find es immer schade, wenn eine Meldung erst aufgebauscht wird und dann bereits die Vorverurteilungen beginnen können.


03.10.2011 14:21    |    Psychobiken

;) natürlich kann es auch sein, dass das ältere Päarchen eines von diesen"Verlierern" waren und den Audi Fahrer nicht in die Lücke gelassen haben und somit seelber abgedrängt worden.....

ich denke aber mal, dass der Artikel aus Zeugenaussagen basiert...aber naja wer weiß!


03.10.2011 14:47    |    Björn_R

Schlimm wenn man sowas liest.:(

Ich selber komme aus der Gegend und fahre auf dieser Straße öfters.

 

Eigentlich ist auf der Strecke bis auf einige Stellen alles sehr gut einsehbar.

Aber leider gibt es immer wieder irgendwelche Idioten die nicht die 300m abwarten können, wo man wieder freie Sicht hat und eigentlich problemlos überholen könnte.

Es wurden auf Grund der häufigen Unfälle dort schon mehrere Blitzer aufgestellt, aber der Tagespendler weiss natürlich wo diese stehen....

 

Die B74 ist genau so eine "Todesstrecke" wie die B73 von HH nach Cuxhaven, die ich noch häufiger (eigentlich täglich) fahren muss.


03.10.2011 16:46    |    dodo32

Zitat:

Besonders gern sind das dann die Typen, die keine Schilder lesen können - bei 70 und gefahrenen 78 drängeln, dann bei 100 nicht vorankommen und im Ort bei gefahrenen 55 dann sofort wieder aufschließen. Aber wehe, im 100er Bereich wagt es einer, auch annähernd 100 fahren und daher vorbei zu wollen, dann wird zurückgeschaltet... und wenn sie doch "verlieren", kommt die ganze Lichtorgel mit Hupe.

Kenn ich zur Genüge. Ich hab's noch nie verstanden. Man setzt zum überholen an und dann wird Gas gegeben :rolleyes:. Das nenn ich auch kriminell....


03.10.2011 20:01    |    jennss

Zitat:

Ich selber muss zugeben, dass ich ein "von hinten Überholer" bin. Ich sehe nicht ein warum ich mir von anderen mein Tempo diktieren lassen sollte wenn alles frei ist. Nur weil andere sich das überholen nicht zutrauen, ist es nicht direkt unmöglich. Ist die Situation klar, überhole ich...notfalls auch mal 5-6 Autos am Stück.

Das kann aber auch dadurch gefährlich werden, weil vielleicht andere vor dir auch sowas machen und in dem Moment nicht nach hinten gucken (wer rechnet schon damit, wenn er selbst ein "von-hinten-Überholer" ist?).

 

Also klar es gibt schon gute Verhaltens-Tipps, z.B. in unsicherer Situation nicht zu überholen oder als Nicht-Überholer Abstand zu halten (wobei sich die langsameren Fahrer aber auch oft gedrängt fühlen, es zumindest zu versuchen und das ist mit wenig PS oft Stress), aber meine Überlegung ging auch dahin, ob man an den Straßen etwas ändern sollte, um mehr Sicherheit zu schaffen. Sind die Bäume am Straßenrand wirklich nötig? Ohne diese hätte man sonst doch mehr Platz für Notfälle, so dass es nicht gleich Tote gibt.

 

Es wird immer Leute geben, die nicht perfekt fahren (egal, ob Langsam- oder Schnellfahrer). Auf den Landstraßen wird das derzeit nur immer leider gleich böse bestraft. Ich finde, da sollte der Straßenbau mal Überlegungen anstellen, ob sich da nicht etwas entschärfen ließe.

 

Zitat:

Zu oft sind aber schleicher Schuld an gewissen Unfällen, da die Hinterherfahrer meist an Geduld verlieren....

Hmm... da sehe ich die Schuld doch andersrum. 90 km/h statt 100 km/h sind erlaubt. Gerade ältere Leute fühlen sich mit 100 km/h nicht so wohl, da sind 90 km/h durchaus vernünftig. Man darf nur so schnell fahren, wie man es im Griff hat. Will sagen: Da sollte man diesen Menschen nicht die Schuld geben, denn sie tun das nicht, weil sie andere ärgern wollen oder nur höchst selten.

j.


03.10.2011 20:09    |    notting

@jenns: Wie ich bereits geschrieben habe, sollte man dann aber die Schlange hinter sich auch mal durchlassen, was die meisten Unnötig-Langsamfahrer aber nicht machen...

 

notting


03.10.2011 20:28    |    jennss

Ja, stimmt schon, Langsamfahrer können auch manches besser machen. Ich kenne aber auch so eine Situation. Mit 82 PS und vollem Auto mochte ich kaum überholen, mit 105 PS ist es jetzt zumindest etwas besser. Es gibt auch auch jene, die einfach keinen anderen Wagen vor sich haben wollen, selbst, wenn der schon Tacho 110 fährt. Ich meine, es gibt keine "Unnötig-Langsamfahrer". Warum sollte man unnötig langsam fahren? Es gibt aber Tipps, die Langsamfahrer beachten können, z.B. das mit Lücken freihalten. Mir hat sowas auch nie einer gesagt, aber ich mache das von mir aus manchmal, weil ich mir vorstellen kann, wie das für jene ist, die gerne schneller unterwegs sein möchten.

 

BTW: Wirklich viel schneller ist man mit 100 km/h statt 90 km/h im Ergebnis auch nicht, meist ist man nur wenige Minuten früher am Ziel. Zum einen fährt man auf Landstraßen gewöhnlich keine so langen Strecken wie auf Autobahnen und zum anderen wird man in gewissen Zeitabständen immer wieder auf langsamere Fahrer (z.B. LKWs) stoßen. Entweder man überholt oft oder man lässt es und fährt damit stressfreier, sofern man sich vom Zwang überholen zu müssen frei machen kann :D. Ich denke, manche Fahrer von 150+ PS können es sich nicht vorstellen, wie es sich mit unter 80 PS oder so fährt. Nicht selten empfinden solche Stress dabei, wenn sie an LKWs nicht vorbeikommen und sich die Schlange hinter ihnen verlängert. Eine Lücke machen ist zwar tatsächlich ein guter Tipp, andererseits aber kommt man sich dann selbst als Hindernis vor... Mit unter 80 PS braucht man halt ein dickes Fell :D.

j.


03.10.2011 21:19    |    _RGTech

Zitat:

Ich meine, es gibt keine "Unnötig-Langsamfahrer". Warum sollte man unnötig langsam fahren?

Die Aussage kommt jetzt aber auch nicht aus der Praxis. Da sind Penner, Schleicher und Scheintote oft genug an der Regel. Und von wegen dass viele von denen nicht schneller können - mach einen Überholversuch und plötzlich haben die auch n Gaspedal gefunden.

 

Außerdem kann man nachweislich auch mit 50 PS flott fahren. Man muss es nur wollen - und etwas Fahrpraxis hilft durchaus auch. Zum Überholen braucht man halt dann etwas mehr Strecke... aber auch das geht ;)

 

 

Zudem noch ein Gebot, wenn man einer der untermotorisierten ist und jetzt z.B. am LKW nicht vorbeikommt: Rechts halten. Das kann bei einem Überholversuch eines Hintenfahrenden auch wertvoller Raum sein.


03.10.2011 22:51    |    jennss

Zitat:

Die Aussage kommt jetzt aber auch nicht aus der Praxis. Da sind Penner, Schleicher und Scheintote oft genug an der Regel. Und von wegen dass viele von denen nicht schneller können - mach einen Überholversuch und plötzlich haben die auch n Gaspedal gefunden.

Das habe ich noch nie erlebt. Ok., ich überhole sicher weniger als manch andere, aber wenn man überholt wird, darf man kein Gas geben. Das grenzt an einen Mordversuch.

 

Zitat:

Außerdem kann man nachweislich auch mit 50 PS flott fahren. Man muss es nur wollen - und etwas Fahrpraxis hilft durchaus auch. Zum Überholen braucht man halt dann etwas mehr Strecke... aber auch das geht

Alles ist relativ. Man kann mit wenig PS auf jeden Fall schlechter überholen und es kann sich leichter eine Schlange bilden. Ein Problem kann auch sein, dass man direkt hinter einem LKW schlechter auf die Straße blicken kann und man mit mehr Abstand wieder Meter verliert. Mit reichlich PS ist es viel leichter zu überholen. Unterschiede in der Elastizität können bei Autos groß sein.

 

Zitat:

Zudem noch ein Gebot, wenn man einer der untermotorisierten ist und jetzt z.B. am LKW nicht vorbeikommt: Rechts halten. Das kann bei einem Überholversuch eines Hintenfahrenden auch wertvoller Raum sein.

Nun ist es nicht so, dass man sich fest für etwas entscheidet: Überholen oder nicht überholen. Viele wollen durchaus überholen, starten einen Versuch aber erst, wenn es wirklich sicher ist. Wenn genau dann aber auch einer von hinten ankommt, kann das gefährlich werden. Man ist auf der Lauer, die zeit, die man hat, voll auszunutzen. Allerdings... wenn die Schlange schon lang ist, sollte man auch damit rechnen, dass was von hinten kommen kann. Dann sollte man auch in den Spiegel gucken, so sehr man die Zeit zum Überholen ausnutzen muss.

 

Ich habe grundsätzlich für beide Seiten Verständnis. Genau deswegen meine ich, dass man eine Lösung beim Straßenbau suchen sollte. Landstraßen sind konzeptionell vergleichsweise gefährlich (Bundesstraßen eingeschlossen).

j.


03.10.2011 23:06    |    _RGTech

Ist richtig was du schreibst. Gegenseitige Rücksichtnahme und Spiegelnutzung sind leider immer weiter auf dem Rückmarsch.

 

Es gibt übrigens auch irgendwo einen Paragraphen, der erlaubt oder sogar vorschreibt (wer kennt sich da aus?!), dass man einen Überholvorgang außerorts per Hupe ankündigt. Leider vergessen das die meisten, und zwar die Überholer wie die Überholten - wer ausnahmsweise hupt vor dem Gasgeben, kriegt nicht selten einen Vogel gezeigt. Dabei würde auch das einige Situationen entschärfen.

 

Aber das sind so Dinge, die schon in einer Fahrschule mal angeschnitten gehören.

 

 

Was die bauliche Löung betrifft: Gibt ja auch viele gute Beispiele, wo bereits geringe bauliche Veränderungen erhebliche Beiträge zur Sicherheit leisten - ich erinnere mich an ein Brückengeländer, das vorher breite senkrechte Zwischenstreben hatte und die Sicht für Einbiegende völlig blockierte. Da konnten sich locker 2 Autos verstecken. Jetzt sind die Streben weg bzw. waagerecht - schwupps, seither keine Unfälle mehr. Und diese Wirkung hatten vorher weder ein Stop- noch ein 50er Schild.


04.10.2011 10:40    |    Daemonarch

Jetzt mal ernsthaft, hier kam der Vorschlag die Bäume abzuholzen weil einige es nicht gebacken kriegen menschlich vertretbar zu fahren.... ERNSTHAFT???

Meinetwegen, sollen sie kilometerweise Leitplanken verbauen für die Pfosten, aber ne Allee abholzen dafür? Ich glaub es hackt! *wortspielkasse voll*


04.10.2011 12:36    |    jennss

Von Abholzen ist noch gar nicht geschrieben worden. Es ist erstmal ein grundsätzlicher Gedanke, ob man Landstraßen/Bundesstraßen anders bauen sollte. Man muss abwägen mit den Vor- und Nachteilen der engstehenden Bäume, also ob man die Straßen weiterhin so bauen will oder ob etwas weiträumigerer Straßenbau nicht besser wäre. Ich meine im Ausland (Holland, Italien) sind die Straßen oftmals etwas anders, aber ich hatte da im Urlaub nicht so genau drauf geachtet.

Vielleicht gibt es auch andere Lösungen. Gibt es eine Statistik, die die Gefahr der Straßen (Autobahn, Landstraße etc.) pro Kilometer angibt?

j.


04.10.2011 19:35    |    _RGTech

Zumindest sollte man beim Wiederaufforsten mal etwas mehr Abstand halten.


05.10.2011 18:04    |    oely001

Wenn man nicht überholen kann/will, dann hält man Abstand zum Vordermann, damit der Rest "springen" kann; das ist ein Gebot der Fairness. Es gibt aber schon noch einen Unterschied zwischen unfairer/schlechter und lebensgefährdender Fahrweise...

 

Zur Fairness gehört auch, daß man dem Vordermann zumindest eine gute Gelegenheit läßt, sein Glück zu versuchen. Oft genug erlebe ich aber Leute, die bei der ersten halben Überholmöglichkeit gleich die ganze Kolonne von hinten aufrollen müssen und damit den Rest behindern. Wenn ich in der Schlange vor der Supermarktkasse "überhole", bin ich ein Arschloch; wenn ich das im Straßenverkehr mache, waren nur die Anderen alles lahme Penner...

 

Die Lösung ist einfach: Geduld beweisen und nicht nur auf das eigene Vorankommen achten, auch wenn bei A-B-M angeblich die Vorfahrt serienmäßig mit eingebaut ist.


06.10.2011 15:13    |    jennss

Zitat:

Die Lösung ist einfach:

Und doch so schwierig, denn die Worte werden die Unfallzahlen wohl nicht direkt beeinflussen. Immerhin gibt es an Landstraßen recht oft Gefahren-Hinweisschilder wie z.B. diese: http://www.dvr.de/presse/informationen/814.htm .

 

Auch gibt es oft Hinweise, dass man am Tag Licht einschalten soll. War früher auf Landstraßen nicht so übllich. Das dürfte schon was gebracht haben. Stellenweise sieht man auch Kreuze, die abschrecken oder Plakate, bei denen es um Trauer geht.

 

Das potentielle Risiko der Straßenbauweise mit Gegenverkehr und Bäumen drumherum bleibt aber noch. In manchen Regionen (glaube nicht in Deutschland, bin mir nicht sicher), gibt es 3-spurige Straßen (oder 1,5-spurige, wenn man es nur auf eine Richtung bezieht), bei denen die mittlere Spur mal der einen Fahrrichtung zugeordnet ist, mal der anderen, so dass man alle paar Kilometer überholen kann wie auf der Autobahn. Vielleicht wäre das auch für deutsche Landstraßen und Bundesstraßen eine Überlegung wert.

j.


06.10.2011 20:30    |    __NEO__

Generelles Überholverbot auf solchen Strassen wäre auch eine Möglichkeit, die hier bei der schneller - weiter - höher Fraktion wohl nicht so beliebt ist.

 

Und diejenigen, die meinen anderen Prügel verabreichen zu wollen, bloss weil sie mit deren Verhalten - das man auch anzeigen könnte - nicht einverstanden sind, sollte die medizinisch - psychologische Untersuchung zur Tauglichkeit ein Fahrzeug im öffentlichen Verkehr zu führen mal nahegelegt werden...

 

Wieso genau muss man einen LKW überholen, der mit ach so schnellen 90km/h auf der Landstrasse unterwegs ist? Meist sind es ohnehin 95km/h und damit ganze 5km/h unter der maximal zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf nicht mehrspurigen Strassen ausserorts.

 

Wenn schon angebliche Sicherheitsapostel sich hier profilieren wollen, könnten sie auch mal bei sich selbst und ihrem Verhalten anfangen.

 

Der Unfallverursacher muss jedenfalls mit diesem Ergebnis seiner Fahrweise sein ganzes Leben lang klar kommen. Und das gönn' ich ihm von Herzen.


07.10.2011 18:58    |    oely001

@jennss:

 

Klar, mit den warmen Worten ist es immer so eine Sache. Bliebe noch die Lösung, die __NEO__ vorschlägt: Überholverbot. Wobei man ganz klar sagen muß, daß viele auch ohne Überholverbot bereits regelwidrig fahren, weil die zulässige Höchstgeschwindigkeit auch beim Überholen gilt, und man trotzdem 20 km/h schneller sein muß als der Überholte; beides schließt sich meist gegenseitig aus.

 

Bleiben noch die etwas weniger warmen Worte aus der verlinkten Kampagne (die ich ziemlich gut finde) und der Hinweis, daß man hochgradig asozial handelt, wenn man eine Autoschlange von hinten aufrollt.


07.10.2011 20:36    |    _RGTech

___NEO___: Ab wo genau ging es jetzt um einen LKW, der mit 90 fährt und überholt wird? Soll auch schon mal vorkommen, dass die Topologie diese 90 gar nicht zulässt. Oder die Beschilderung, die dann für LKW dank Zusatzschild eine deutlich geringere Geschwindigkeit vorgibt. Kenne ich beides oft genug.

 

Zitat:

In manchen Regionen (glaube nicht in Deutschland, bin mir nicht sicher), gibt es 3-spurige Straßen (oder 1,5-spurige, wenn man es nur auf eine Richtung bezieht), bei denen die mittlere Spur mal der einen Fahrrichtung zugeordnet ist, mal der anderen

Doch, das gibt's in D. Beispiel: B464 Böblingen -> Holzgerlingen. Google-Map mal :)

Und ja, auch das funktioniert.


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