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30.07.2017 15:06    |    jennss    |    Kommentare (53)

Welch eine Variante von einem 230xe würdet ihr bevorzugen?

230xe230xe

Mal wieder ein spontaner Blog-Artikel mit Umfrage :D. Ja, ich weiß, den Bewertungen nach mögen so einige keine Umfragen, aber mitmachen tun dann doch meist viele :).

 

Mir ging ein möglicher BMW 230xe Active Tourer als stärkere Hybridvariante zum 225xe (136 PS + 88 PS +(20 PS)) durch den Kopf. Dazu gäbe es 2 Möglichkeiten:

Erstens Benziner aufrüsten oder zweitens E-Motor aufrüsten.

 

Also:

 

A) 2,0 Vierzylinder mit 192 PS + 88 PS-E-Motor = 280 PS Systemleistung und ab 125 km/h nur noch 192 PS + Hochvoltsstartergenerator mit ca. 20 PS, macht dann rund 210 PS auf der Autobahn ab 125 km/h. Also: E-Motor wie bisher, nur Benziner aus dem 220i.

 

B) 1,5 l. Dreizylinder mit 136 PS + 131 PS E-Motor mit 2-Gang-Getriebe = 267 PS Systemleistung bis zur Höchstgeschwindigkeit. Also: Benziner wie bisher, nur E-Motor (inkl. zusätzliches Getriebe) aus dem i8. (ggf. auch mit passendem AKku aus dem i8)

 

Wofür wärt ihr bzw. was würde euch mehr reizen? Die elektrische Reichweite spielt hier keine Rolle.

j.

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30.07.2017 15:28    |    jennss

Argh... ich fürchte, ich habe da versehentlich einen Kommentar gelöscht... hoffe, er war nicht so lang. Ich weiß nicht, wie ich ihn zurückholen kann. Offenbar wurde neben einem Trackback-Kommentar noch ein anderer mitgelöscht? Sorry...

j.


30.07.2017 15:32    |    Kamui77

Geht weder noch? ;)

 

Grundsätzlich würde ich zu einem hubraumgrößeren Motor neigen, dann allerdings ohne Turboaufladung und ohne Direkteinspritzung, dafür mit höherer Verdichtung. BMW sollte mit ihrer Erfahrung sowas bestimmt hinbekommen (Atkinson bzw. Millerzyklus inklusive). Der Elektromotor sollte auch nicht zu klein ausfallen, da er ja einiges an Gewicht zu bewegen hat bzw. die Bewegungsenergie beim bremsen rekuperieren muss. Im übrigen ersetzt der Elektromotor den Turbolader und bietet sattes Drehmoment aus dem Stand.

 

Im Ergebnis hätte BMW ein standfestes Auto, was keinen Partikelfilter braucht und auch auf der Autobahn so einiges einspart.


30.07.2017 15:36    |    jennss

Zitat:

Im übrigen ersetzt der Elektromotor den Turbolader und bietet sattes Drehmoment aus dem Stand.

Trotzdem wäre die Kombination mit Turbolader sicher stärker, denn die Leistungen addieren sich ja.

Die Toyota-Technik hat BMW nicht im Regal, soweit ich weiß. Die beiden Varianten, die ich in der Umfrage habe, sind wohl ohne große Entwicklungsarbeit realisierbar.

 

Der Weg von Toyota wäre aus Umweltgründen allerdings sicher interessant.

j.


30.07.2017 15:43    |    dedetto

Hallo.

Ich kann mich für keine Variante erwärmen, welcher Motor vorne drin ist mir egal.

Viel wichtiger ist das man im Winter 50km geheizte e-Reichweite bekommt.

 

Und bloß kein Getriebe am e-Motor.

Fahrt mal einen Golf GTE. Immer diese Ruckelei im e-Modus ist vollkommen überflüssig.

Das kann auch der 4 Zylinder nicht wett machen.


30.07.2017 16:15    |    Cupdira

Habe zwar für Variante 2 gestimmt, wäre aber eigentlich auch für weder noch.

Der 25xe ist so wie er ist ziemlich ausgewogen was das Verhältnis der Leistung von Benzin- zum Elektromotor betrifft. Einen Van sehe ich eh eher als Vernunftsauto welches man sich aus praktischen Gründen kauft, sei es wegen dem Platz oder dem höheren Einstieg. Da passt der 25xe finde ich ganz gut, sofern man es sich leisten kann (die Basis liegt ja schon über 40k, die 50k Schallmauer knackt man locker mit Optionen).

 

Wenn es mehr Leistung sein soll/muss und die Vernunft im Hintergrund steht, dann den 25i streichen und einen 30i bringen.


30.07.2017 18:42    |    Kamui77

Jenns> Der Turbolader zieht die Leistung aus der Verbrennung von mehr Treibstoff und braucht eine gewisse Anlaufphase. Insgesamt verschlechtert er die Effizienz des Motors. Beim Elektromotor hast Du die Leistung vom Start weg.

 

Soviel ich weiß, bezieht BMW z.B. beim i8 Kompentenen von Aisin - das ist eine Toyota Tochtergesellschaft. Da wäre es auch kein großes Ding, einen 60kW Elektromotor zu verbauen, und BMW steuert einen 2.xL Valvetronic Sauger bei.

 

Man sieht ja beim Honda Fit Hybrid III, wie so ein Fahrzeug abgehen kann.


30.07.2017 22:02    |    jennss

Zitat:

Ich kann mich für keine Variante erwärmen, welcher Motor vorne drin ist mir egal.

Viel wichtiger ist das man im Winter 50km geheizte e-Reichweite bekommt.

Reichweite ist sicher wichtig, wollte ich hier aber nicht das Thema sein lassen. Hatte schon befürchtet, dass es dahin abdriftet, deswegen geschrieben, dass die Reichweite hier keine Rolle spielen soll.

 

Zitat:

Und bloß kein Getriebe am e-Motor.

Fahrt mal einen Golf GTE. Immer diese Ruckelei im e-Modus ist vollkommen überflüssig.

Der i8 hat ein 2-Gang-Getriebe am E-Motor, schaltet nur 1x irgendwo (?). Damit ist die Unterstützung bei hohem Tempo möglich. Beim GTE läuft der E-Motor über das normale DSG (6-Gang), was ich auch nicht so ideal finde.

j.


30.07.2017 22:06    |    bermuda.06

Ich habe für Variante 2 gestimmt, da das Konzept auf den ersten Blick ausgewogener und konsequenter ist.

 

Aber um sich zu entscheiden, muss man sicherlich beide Probefahren. Beim 3 Zyl wäre meine Sorge, dass der Geräuschunterschied im Vgl zum lautlosen Fahren zu groß ist bzw. dass man den Einsatz des Benziners stärker spürt.

 

Insgesamt finde ich das Antriebskonzept vom 2er ziemlich gut und es ist gut eingepreist, was beim 3er und 5er leider nicht der Fall ist.

 

Am coolsten fände ich einen 230xe im 2er Cabrio :D Das wäre perfekt...man kann lautlos cruisen, sparsam zur Arbeit gondeln und wenn man Spaß haben will ist genug Leistung da...vor allem ohne Turbolag!!!


30.07.2017 22:08    |    jennss

Zitat:

Der Turbolader zieht die Leistung aus der Verbrennung von mehr Treibstoff und braucht eine gewisse Anlaufphase. Insgesamt verschlechtert er die Effizienz des Motors. Beim Elektromotor hast Du die Leistung vom Start weg.

Also wenn man die Verbräuche auf Spritmonitor ansieht, verbrauchen Turbomotoren aber weniger als gleichstarke, großvolumige Sauger. Von irgendwelchen Schadstoffen her ist der Direkteinspritzer vielleicht schlechter, aber nicht beim Verbrauch mit gleicher Leistung. Unser Golf 1,4 TSI hat im Schnitt 6,59 l. Verbrauch. Für 140 PS finde ich das mit der Golfkarosse super.

 

Zitat:

und BMW steuert einen 2.xL Valvetronic Sauger bei.

Das müsste dann ein Hochdrehzahlsauger sein, damit der mit nur 2,0 Liter auf 192 PS kommt :). 136 PS könnte man aber aus einem Sauger besser rausholen. Nur ob der sparsamer ist als ein 1,5 l. Turbo? Ich denke nicht.

j,


30.07.2017 22:17    |    jennss

Zitat:

Aber um sich zu entscheiden, muss man sicherlich beide Probefahren. Beim 3 Zyl wäre meine Sorge, dass der Geräuschunterschied im Vgl zum lautlosen Fahren zu groß ist bzw. dass man den Einsatz des Benziners stärker spürt.

Als ich den 225xe probegefahren bin, war ich erstaunt, dass ich den Benziner-Einsatz nur am Drehzahlmesser gesehen habe. Er scheint sehr gut gedämmt zu sein. Ich bin zwar gehörlos, kann Motoren aber gut spüren. Unseren 1,4 TSI spüre viel deutlicher als den 1,5 l. Dreizylinder, was mich schon überraschte.

 

Zitat:

Insgesamt finde ich das Antriebskonzept vom 2er ziemlich gut und es ist gut eingepreist, was beim 3er und 5er leider nicht der Fall ist.

Hätte der 225xe mit seinen Motoren das Konzept der 3er und 5er, dann hätte er auch keine 224 PS, sondern nur ca. 190 PS, weil sich die Leistungen da nicht voll addieren lassen, aber dafür bis zur Höchstgeschwindigkeit und ohne Allrad. Die Konzepte sind Geschmackssache. Ich finde das beim 225xe super, dass er wie ein richtiges E-Auto läuft, also E-Motor nicht über die Automatik. Beim 2-Gang-Getriebe des i8 könnte das anders sein als über ein DSG. Ich weiß nicht, wann das schaltet, wohl erst über 100 km/h 1x, denke ich.

 

Der 530e ist im Gegensatz zum 330e merklich teurer als der reine Benziner, weil er mehr Reichweite hat als der 3er, die eben kostet (mehr Akkugröße). Aber auch der 530e ist mit Hybrid-Prämie noch günstiger als ein 530i, jedoch nicht ohne :).

j.


31.07.2017 11:31    |    jennss

Im Moment liegt der größere Benziner klar vorne. Ich denke, das hat auch mit der abschreckenden Wirkung der nur 3 Zylinder bei der anderen Variante zu tun ;). Dabei läuft der ganz ordentlich. Ich selbst würde den stärkeren E-Motor bevorzugen, denn damit kann man auch rein elektrisch mal gut loslegen :). Und das Turboloch wird mit größerem E-Motor sicher noch besser gestopft, obwohl das ja auch schon beim 225xe ganz gut klappt.

j.


31.07.2017 14:04    |    Gurkengraeber

Für mich wäre auch die "weder noch" Variante am sinnvollsten. Kommt natürlich auch wieder auf das Streckenprofil an. Aber Hybride haben keine richtigen Kostenvorteile, so wie ich das bisher gesehen habe (bei verschiedenen Marken).

 

Ein Hybrid macht für mich nur Sinn wenn

 

- alle alltäglichen Strecken (Job, Kinder zur Schule, Supermarkt, Verein) innerhalb der e-Reichweite liegen und man den Wagen aber auch ein, zweimal im Jahr für den Urlaub nutzen möchte. Wenn ich hingegen den Benziner fast immer "mit"benutzen muss, ist das alles Mumpitz. Man fährt nur teure Technik (und Gewicht) durch die Gegend, die einem nichts bringt. Ein Arbeitskollege hat sich einen Hybrid gekauft, sein Arbeitsweg ist ca 5km länger als die maximale e-Reichweite. Und er gibt selbst zu, dass er absolut keine Kostenvorteile hat, denn in der TG unseres AG gibt es auch keine Steckdosen.

 

Er sagt aber, dass die paar rein elektrischen km n Menge Spaß machen und es einfach "cool" ist, lautlos zu fahren manchmal. Insofern ist es ihm das Geld wert. Jeder wie er meint.


31.07.2017 15:41    |    bermuda.06

Für mich wäre das Komfort und Spaßargument auch wichtiger als die Daten in einer Excel Tabelle.

 

Es kauft sich ja auch keiner einen 340i weil er sich gegenüber einem 318i rentiert ;)


31.07.2017 16:20    |    jennss

Zitat:

Aber Hybride haben keine richtigen Kostenvorteile, so wie ich das bisher gesehen habe (bei verschiedenen Marken).

Bei BMW schon, finde ich. Nun kommt es auch darauf an, ob man Listenpreise oder Leasingpreise oder so vergleicht. Im Leasing kostet ein 225xe etwa das, was ein 218i mit ähnlicher Ausstattung (ohne Standklimatisierung) kostet, da sich Rabatte und Prämien nur auf die Leasingzeit und nicht auf den Restwert auswirken. Bei gleicher Monatsrate kann man also einen Benziner nehmen, der im Listenpreis ca. 6000 € niedriger liegt (kommt auch auf die Jahreskilometer und Laufzeit an). Der 218i ist bei Ausstattungsabgleich nach Liste weniger als 6000 € günstiger.

 

Zum Listenpreis... Nimmt man mal den 225xi zum Vergleich...

 

225xe 39150 € - 3000 € Prämie = 36150 €

225xi 40450 €

 

Dabei fehlt dem 225xi noch mindestens das Navi, die Klimaautomatik und die Standklimatisierung, was zusammen noch ca. 3000 € (?) wert ist. Macht zusammen rund 7000 € Preisvorteil. Zudem sind die Fahrkosten des 225xe selbst dann geringer, wenn man nicht extern lädt.

Allerdings ist der 225xe dem 225xi über 125 km/h nicht mehr ebenbürtig. Deswegen ist der Vergleich nicht so einfach. Ein 220i mit HR-Antrieb kostet 5900 € weniger als der 225xi.

 

Zitat:

Wenn ich hingegen den Benziner fast immer "mit"benutzen muss, ist das alles Mumpitz. Man fährt nur teure Technik (und Gewicht) durch die Gegend, die einem nichts bringt.

In meinen Augen sind es beim Hybrid zwei kleine Motoren anstelle eines großen. Da ist nichts zu viel oder doppelt. Für volle Leistung braucht man beide Motoren.

 

Zitat:

Ein Arbeitskollege hat sich einen Hybrid gekauft, sein Arbeitsweg ist ca 5km länger als die maximale e-Reichweite. Und er gibt selbst zu, dass er absolut keine Kostenvorteile hat, denn in der TG unseres AG gibt es auch keine Steckdosen.

Wo ist denn das Problem mit den 5 km? Er fährt also z.B. 30 km elektrisch und 5 km mit Benzin. Warum sollte er da nicht sparen, wenn elektrisches Fahren doch nur ca. die Hälfte kostet? Zudem hat er eine kleinere Steuer. Wartungskosten sollen auch nicht höher sein (sagte mein Verkäufer), da der elektr. Teil praktisch wartungsfrei ist.

j.


31.07.2017 18:00    |    usernamehere

Ich wäre ja für 3L R6 Längs eingebaut :D Also das Antriebskonzept aus dem AC3, alles andere fährt sich einfach nicht wie ein BMW.

Aber von den zwei Möglichkeiten da oben würde ich klar den stärkeren Benziner nehmen.


31.07.2017 20:52    |    meehster

Zitat:

Original geschreibt von jennss

Zitat:

Der Turbolader zieht die Leistung aus der Verbrennung von mehr Treibstoff und braucht eine gewisse Anlaufphase. Insgesamt verschlechtert er die Effizienz des Motors. Beim Elektromotor hast Du die Leistung vom Start weg.

Also wenn man die Verbräuche auf Spritmonitor ansieht, verbrauchen Turbomotoren aber weniger als gleichstarke, großvolumige Sauger.

Im gleichen Auto?

Ich wüßte da ein Beispiel:

So viel weniger als 6,43 sind 7,41 übrigens nicht. Wobei das auch etwas unfair ist: Der Turbo hat nur etwas mehr als den halben Hubraum und ca. 20 PS weniger als der Sauger.

 

Zitat:

Original geschreibt von jennss

Von irgendwelchen Schadstoffen her ist der Direkteinspritzer vielleicht schlechter, aber nicht beim Verbrauch mit gleicher Leistung. Unser Golf 1,4 TSI hat im Schnitt 6,59 l. Verbrauch. Für 140 PS finde ich das mit der Golfkarosse super.

Durch meine Alltagskiste mit 136 PS jage ich durch meine wirklich nicht sonderlich spritsparende Fahrweise (wo erlaubt und mögich Tacho >160, das macht etwa ein Drittel meiner gesamten Strecken aus) fast 7 Liter LPG, was von der Energie her knapp 6 Litern Benzin entspricht. Spritmonitor-Schnitt für solche liegt aktuell bei 5,07 Litern Benzin bzw. 6,08 Litern LPG.


31.07.2017 21:40    |    jennss

Zitat:

Im gleichen Auto?

Ich wüßte da ein Beispiel:

So viel weniger als 6,43 sind 7,41 übrigens nicht. Wobei das auch etwas unfair ist: Der Turbo hat nur etwas mehr als den halben Hubraum und ca. 20 PS weniger als der Sauger.

Boah, wie haste den gefunden? :D

68 PS im Kleinstwagen und 7,41 l. Verbrauch. Ein unglaublicher Schrottmotor :D. Unser Golf ist wesentlich größer, schwerer und hat mehr als die doppelte Leistung bei wesentlich weniger Verbrauch (6,59 l.). Auch ein Turbo.

Der Vorgänger zu unserem Golf mit 140 PS Turbo war evtl. der 1,6 Sauger mit leider nur 102 PS, aber immerhin 7,86 l. Verbrauch. Der 2,0 FSI mit 150 PS hat dann 8,76 l.Verbrauch. Immerhin rund 2 l. mehr als ein Turbomotor mit 150 PS.

Ich finde, es ist absolut nicht belegt, dass Sauger sparsamer sind, im Gegenteil.

j.


31.07.2017 22:03    |    Achsmanschette2

Mein Auto hat auch ne Golf-Karosse, ist 22 Jahre jung, 1.33 Liter Hubraum, 88 PS. Bei mir als Schnitt über alles: 5,6 Liter Super/100 km. Kein Hybrid, kein Turbo, kein Downsizing, keine Direkteinspritzung, keine variable Nockenwelle, kein Schaltsaugrohr, keine AGR, kein e-Gas, kein Start-Stopp, keine AGM-Batterie. Einfach nur ein R4-Saugbenziner mit elektronischer Mehrpunkt-Einspritzung, Kat dahinter und 5-Gang-Schaltgetriebe dran. Die Nebenaggregate noch klassisch am Motor: Servolenkpumpe, Klimakompressor, also noch nicht alles bedarfsgeregelt. Da frage ich mich, wo der Fortschritt die letzten 22 Jahre war. Mein Gasfuß ist halt sehr leicht.

 

Zur Ausgangsfrage: Weder noch. Wir bauen den 2er AT im Werk und mein Wunsch wäre eine fruchtbare erotische Begegnung eines 2er ActiveTourer mit dem i3 aus der anderen Montagehalle. Dann bekommt der 2er AT den Antrieb des i3, aber mit nem neuen Akku aus wirklich energiedichten Zellen. Die Diesel-Benzin-Verbrennerära als Neuwagen ist für mich vorbei (Gas-Autos können für die Langstreckler herhalten), Hybrid zuckt auch nur noch, dem batterie-elektrischen Auto gehört die Zukunft.

Also: BMW 2er ActiveTourer edrive - dahin sollte es meiner Meinung nach gehen als Top-Modell mit doller Beschleunigung und hohem Fahrkomfort bei Preisen um 40.000 - 45.000 EUR. Den REx auch gleich rauslassen, lieber paar mehr 150 kW-CCS-Säulen aufbauen und nen 22 kW-AC-Lader da rein. Ich würde also sagen: Model 3 gibt vom Antrieb her die Marschrichtung vor in der Preisklasse. Das ganze mühsam gepackagete Gedöns der PHEV-Varianten - alles raus. Stattdessen elektrischer RWD und für die Freaks und Almöhis noch elektrischer AWD als Alternative.


31.07.2017 22:12    |    meehster

In dem Fall eben schon. Der kleine Motor ist eigentlich für den japanischen Markt: Damit ist das Auto steuerfrei und man muß keinen eigenen Parkplatz nachweisen.

Als Kleinstwagen würde ich die Kiste so übrigens nicht bezeichnen. Es ist ein zweisitziger Roadster mit elektrisch versenkbarem Hardtop wie auch der größere Mercedes SLK. Die Version mit dem Sauger habe ich schon fahren drüfen, da passe ich - im Gegensatz zum Golf - gut rein.

 

Mit dem Beispiel des Daihatsu Copen ist auf jeden Fall die Aussage wirderlegt, daß Turbos immer sparsamer sind. Es handelt sich ja um das gleiche Automodell ohne so etwas wie einen Modellwechsel dazwischen.

 

Übrigns hatte ich vor einiger Zeit mal herausgefunden, daß der sparsamste Zweiliter-Golf noch immer der Golf III war. Hmm.

 

Auf mein Auto, das größer ist als der Golf, bist nicht weiter eingegangen. Gut, eigentlich kann man es nicht vergleichen, im Vergleich zum Golf bietet mein Auto nicht nur deutlich mehr Platz, sondern auch ist um ein Vielfaches luxuriöser ausgestattet. Unter 6 Liter Benzin sollte bei einem Auto mit 136 PS, den Platzverhältnissen eines Passat und aus diesem Jahrzehnt eigentlich selbstverständlich sein.

 

Wie viel älter als mein 2011er ist der Golf noch gleich?


31.07.2017 22:46    |    jennss

Zitat:

Mit dem Beispiel des Daihatsu Copen ist auf jeden Fall die Aussage wirderlegt, daß Turbos immer sparsamer sind.

Ausnahmen bestätigen die Regel ;).

 

Zitat:

Auf mein Auto, das größer ist als der Golf, bist nicht weiter eingegangen.

Das ist ein Prius Vollhybrid mit 136 PS aus Autogas, oder? Bisschen was anderes. Von der Leistung her vergleichbar mit dem 110 PS-Golf (9,9 s. auf 100), oder eher mit dem 85 PS-Golf (11,9 s.)? ;)

j.


31.07.2017 22:48    |    Cupdira

@Grasoman

Der Fortschritt liegt IMO primär in der Sicherheit und je nach Fahrzeug im Komfort bzw. Komfortfeatures/-gimmicks.

Die Komfortsache mag jeder anders bewerten, die Sicherheit lässt sich klar messen, und dort hat sich nicht nur durch und bei Airbags einiges getan.

 

Ansonsten kann ich dir nur zustimmen was die Antriebsform angeht: der Hybrid ist eine Notlösung weil die Infrastruktur fehlt. Statt vermeintlich viel Geld für Elektroautos/Pluginhybride zur Verfügung zu stellen, und man sich "wundert" dass es nur wenig in Anspruch genommen wird, sollte lieber in die Infrastruktur investiert werden. Gäbe es mehr Möglichkeiten zum Laden, insbesondere in Städten/Ballungszentren, bin ich mir sicher würden sich a) mehr Leute für Elektroautos erwärmen und dadurch b) die Hersteller auch eher was auf den Markt bringen, dass es funktionieren kann beweist Tesla ja in den USA! Und wichtig: ein einheitliches Ladesystem!

 

Zum Pendeln mit 2x25km durch Stadt und über Land wäre ein Elektroauto ideal für mich - nur fehlen sinnvoll nutzbare Möglichkeiten zum Laden. Auf 70k Einwohner kommen 20(!) öffentliche Ladesäule, inkl. 6 in einem Parkhaus was überteuert ist... da muss man sich nicht wundern!!

Das ist eher wie in der Anfangszeit der Automobile, als man den Sprit in der Apotheke kaufen musste :rolleyes:


31.07.2017 22:52    |    bermuda.06

Könnt ihr eure Toycar versus Golf versus Auto aus den 80ern Vergleiche nicht woanders weiterführen? Es interessiert eher weniger welche Karre weniger Sprit säuft und Abgase produziert. Hier geht's um einen Hybrid :rolleyes:


31.07.2017 22:53    |    jennss

Zitat:

Ansonsten kann ich dir nur zustimmen was die Antriebsform angeht: der Hybrid ist eine Notlösung weil die Infrastruktur fehlt.

Sagen wie eine "Zwischenlösung". Alles hat seine Zeit. Im Moment sind die Akkus auch noch zu groß und teuer, um Verbrenner komplett zu ersetzen. Ich finde PlugIn-Hybriden sind die perfekte Zwischenlösung.

j.


31.07.2017 23:13    |    Cupdira

Elektroautos wie der Bolt/Ampera-E oder Model 3 schaffen laut Angaben mind. 350km, was selbst wenn es real weniger sind sollten noch mind. 200km oder mehr drin sein. Wer braucht in seinem privaten Alltag mehr? Wenn man die Möglichkeit hätte daheim wie bei der Arbeitsstätte (oder in unmittelbarer Umgebung von Beiden), sowie am BAB-Netz, schnell zu Laden à la Tesla, würde es denke ich funktionieren. Bei Telsa funktioniert es wie gesagt.

Und die genannten Modelle kosten nicht mehr als ein 225xe. Was dagegen spricht ist die mangelnde Möglichkeit zum Laden, und die Bequemlichkeit der Leute "ich kann damit aber keine 500km am Stück fahren"... mal ehrlich, wer fährt privat mehr als 300km regelmäßig am Stück? Selbst wenn man in den Urlaub fährt, die meisten machen Pausen... warum nicht das Auto dabei zum Aufladen anstecken?

Daher, Hybrid ist eine Notlösung, weil die Infrastruktur fehlt. Gäbe es die notwendig Infrastruktur würde die Sache attraktiver sein, sowohl für die Leute die das Auto fahren, als auch für die welche es bauen/verkaufen.

 

Edit: und Hybride sind eine Möglichkeit der Konzerne die CO2-Billanz zu verbessern...

Statt der "Subventionen" für Elektro-/Pluginhybridautos das Geld bitte in Infrastruktur stecken, da hätten am Ende alle was davon.

Ps: was IMO noch besser als reine Elektroautos wäre: Brennstoffzellentechnik wie im Toyota Mirai: Wasserstoff könnte mit überschüssiger Energie, z.B. von Wind- oder Photovoltaikanlagen, lokal erzeugt werden -> kurze Transportwege des Treibstoffs. Batterien könnten damit kleiner Ausfallen -> klimatechnisch nachhaltiger (wer sich fragt warum sollte sich mal die Gewinnungs-/Herstellungskette von Batterien anschauen), Nachtanken würde ähnlich wie bisher sehr viel schneller funktionieren als Batterien zu laden, selbst kleinere Reichweiten wären bei passender Infrastruktur (ups, da ist der Mangel wieder :rolleyes:) weniger Probleme bereiten.

 

@jennss

Sorry, hat nicht mehr viel mit der eigentlichen Frage zu tun :(

Für mich stellt sich halt nur die Sinnhaftigkeit eines noch stärkeren Hybrids in Vanform in Frage, wenn das Konzept eine Zwischenlösung ist weil die Rahmenbedingungen nicht stimmen (ich will nicht nochmal fehlende Infrastruktur schreiben ^^)


31.07.2017 23:57    |    meehster

Zitat:

Original geschreibt von jennss

Auf mein Auto, das größer ist als der Golf, bist nicht weiter eingegangen.

Das ist ein Prius Vollhybrid mit 136 PS aus Autogas, oder? Bisschen was anderes. Von der Leistung her vergleichbar mit dem 110 PS-Golf (9,9 s. auf 100), oder eher mit dem 85 PS-Golf (11,9 s.)? ;)

Deswegen habe ich ja auch die Benzinverbräuche mit angegangen.

 

Von der Leistung her liiegen 136 PS nicht zwischen 110 und 85 PS, sondern deutlich darüber. Mal abgesehen davon, daß a) 0-100-Zeiten nicht unteressieren, weil sie schlicht im Alltag nicht vorkommen, b) die volle Leistung des Prius erst bei dreistelligem Tempo anliegt und c) der Prius eben eine Nummer größer ist, vergleichbar mit einem Passat Variant 35i

 

Zitat:

Original geschreibt von bermuda.06

Es interessiert eher weniger welche Karre weniger Sprit säuft und Abgase produziert. Hier geht's um einen Hybrid :rolleyes:

Finde den Fehler. Warum kaufen wohl die meisten Hybridautos? Denken könnte hilfreich sein :rolleyes:

 

Zitat:

Original geschreibt von Cupdira

Hybrid ist eine Notlösung, weil die Infrastruktur fehlt. Gäbe es die notwendig Infrastruktur würde die Sache attraktiver sein, sowohl für die Leute die das Auto fahren, als auch für die welche es bauen/verkaufen.

Nach Deiner Logik dürfte man dann auch keinen Benziner fahren, weil herkömmliche Benziner die selbe Infrastruktur brauchen und die ja wie Du sagst fehlt.

 

Ich weiß ja nicht, wo Du wohnst, aber hier in Friesland/Ostfriesland gibt es quas in fast jedem Dorf eine Tankstelle, wo man Benzin tanken kann. In vielen Ortschaften gibt es sogar Tankstellen für LPG, das ich mit meinem Hybriden auch (für weniger Spritkosten) tanken kann


01.08.2017 00:13    |    jennss

Zitat:

Zitat Cupdira

Und die genannten Modelle kosten nicht mehr als ein 225xe.

Nicht im Listenpreis, aber da die Rabatte deutlich kleiner sind, ist der 225xe wesentlich günstiger. Habe mir i3 und 225xe ausrechnen lassen und die Monatsrate war beim i3 etwa doppelt (!) so hoch, bei gleichem Listenpreis.

 

Zitat:

Daher, Hybrid ist eine Notlösung, weil die Infrastruktur fehlt.

Ich würde trotzdem "Zwischenlösung" sagen, weil es keine echte Not gibt. Reine Verbrenner tun es sonst ja auch. :)

 

Zitat:

Zitat meehster

Von der Leistung her liiegen 136 PS nicht zwischen 110 und 85 PS, sondern deutlich darüber. Mal abgesehen davon, daß a) 0-100-Zeiten nicht unteressieren, weil sie schlicht im Alltag nicht vorkommen, b) die volle Leistung des Prius erst bei dreistelligem Tempo anliegt und c) der Prius eben eine Nummer größer ist, vergleichbar mit einem Passat Variant 35i

Ich habe ja Zeperfs verlinkt. Der 136 PS-Prius kommt in fast keinem Wert (auch Zwischensprint und hohe Tempi) an den 110 PS-Golf ran. In meinen Augen sind das keine echten 136 PS, auch wenn er etwas größer als der Golf ist und zwischen Golf und Passat liegt. Der Passat hat nur um wenig Zehntel schlechtere Fahrleistungen als der Golf.

 

Zitat:

Warum kaufen wohl die meisten Hybridautos?

Du meinst Vollhybriden? Die kommen ja fast nur von Toyota/Lexus. Ich finde, die Vollhybrid-Technik ist zwar sehr sparsam, aber für den Nutzer nicht wirklich ein Hybrid zwischen Verbrenner und Stromer, sondern nur eine sparsame Verbrenner-Technik. Von daher sehe ich die Bezeichnung "Hybrid" beim Vollhybriden etwas kritisch, auch wenn es der übliche Sprachgebrauch ist, weil PlugIns sich erst später durchgesetzt haben.

j.


01.08.2017 00:54    |    meehster

Echte 136 PS hat man wie gesagt bei dreistelligem Tempo. Wenn man z.B. nach einem Elefantenrennen wieder schnell auf Reisetempo >160 kommen will - da zieht er auch meinen Mazda 323F mit 128 PS ab, der 0-100 in unter 9 Sekunden schafft (hab das ja tatsächlich mal getestet ;)).

 

Natürlich meine ich nicht nur Vollhybriden, sondern auch Mildhybriden schließt das mit ein. Zwei verschiedene Motorsysteme arbeiten zusammen, um das Ganze möglichst effizient zu gestalten.

Daß Hybride mit abgeschaltetem Verbrenner elektrisch fahren können, ist ein Abfallprodukt. Zwar ein durchaus angenehmer Abfall, aber eben doch nur Abfall.

Die Grundidee des Hybriden als solchem ist nämlich die: Der Nutzer soll sich nicht umstellen müssen und im Grunde das Auto so benutzen wie vorher auch sein konventionelles Verbrennerauto - nur daß man deutlich sparsamer und umweltfreundlicher unterwegs ist. Das wrd dann im Inneren des Autos mit Rekuperation und Lastpunktverschiebung gemacht.

 

Daß dann Leute daherkommen und den Abfall hochstilisieren, ist am eigentlichen Hybridthema ziemlich gründlich vorbei. Leider ist genau das der typische Sprachgebrauch: Wenn man von Hbriden redet, kommt immer einer daher und meint was von Aufladen an der Steckdose und Infrastruktur. Daran merkt man: Die Leute sind irregeführt.


01.08.2017 01:39    |    Cupdira

@jenss

Den i3 hab ich nicht aufgezählt, durchaus bewusst. Ihn sehe ich wie den i8 quasi als Generation 1 und somit eher als Technologieträger, ähnlich wie bei Telsa das Model S oder gar der Roadster am Anfang.

Model 3, Bolt/Ampera-E wurden mit dem Ziel größerer Stückzahlen und Reichweite entwickelt und auch das P/L-Verhältnis ist bei ihnen besser.

 

Wenn man die Möglichkeit zum Laden hat (daheim/Arbeit/nahe Umgebung) und das Auto im Alltag auf kurzen/alltäglichen Entfernungen bewegt, warum ein Pluginhybrid? Wenn man laden kann könnte man seinen Alltag mit einem E-Auto abdecken (sogar mit mehr Elektroreichweite) - oder nicht?

Daher "Notlösung" weil Not/Mangel an ausreichender Anzahl an Lademöglichkeiten herrscht, weniger am Konzept selber, es nutzt ja nur die bestehende Dinge bestmöglich.

 

@meehster

Auch hier im Süden sind die klassischen Tankstellen mit Benzin, Diesel und manchmal Gas vertreten, mit mehr als ausreichender Anzahl, man hat die Qual der Wahl ;-)

Sprich, die Infrastruktur um an Benzin zu kommen ist vorhanden, ziemlich egal wo in der Welt sofern man halbwegs von Zivilisation reden kann. Und genau dass ist der Punkt der bei E-Mobilität fehlt. Könnte man Laden wo immer man will bräuchte es keine Pluginhybride mit denen man teilweise rein elektrisch fahren kann, dann könnte man reine E-Autos fahren und auf Benzin als Zusatz oder Backup verzichten. Der Pluginhybrid ist somit nicht der eigentlich Mangel, sondern nur das Resultat mangelnder E-Infrastruktur.

Mit Hybrid meinte ich primär die Pluginhybride, weniger/nicht Hybride ohne Stecker (an denen stört mich mehr das lustlose CVT-Getriebe ;-) ).

Es gibt von jedem etwas, jeder kann das wählen was am besten gefällt/passt. Sei es ein reiner Benziner oder Elektro, oder eben (Plugin-)Hybrid - wir haben die Wahl! :)

 

Um mein Bild der Subventionierung mal "abstrakt" darzustellen, worin ich das eigentliche Problem sehe:

Der Kauf von Rindern, Schafen oder was-auch-immer-Nutzgetier wird gefördert, jedoch ohne dass in ausreichender Menge für Futter zur Verfügung steht :D ;)


01.08.2017 10:29    |    RotorBlatt

Eine Bekannte fährt den 225xe als Dienstwagen. Das Fahrzeug ist ein einziges Desaster. Aufgrund des Direkteinspritzers nicht zukunftsfähig und wenn der Strom einmal aufgebraucht ist, ist der Benzinverbrauch enorm. Da es ein Dienstwagen inkl. bezahltem Benzin ist und ihr das Aufladen zu anstrengend ist, fährt sie jetzt dauerhaft im Benzinmodus. Das sind dann 9-10 Liter bei 136 PS.


01.08.2017 10:52    |    jennss

Ob "Notlösung" oder "Zwischenlösung" ist wohl nur eine Frage der Sichtweise. In jedem Fall ist der PlugIn-Hybrid schon ein guter Schritt zur Elektromobilität.

 

Der i3 ist eigentlich ja ähnlich teuer wie ein Ampera-e. Das Problem beim i3 sind für den Käufer die nicht-vorhandenen Rabatte. Und was ich bisher beim Ampera-e an Monatsraten gelesen habe, sieht es da ähnlich aus. In jedem Fall steht der Durchbruch der reinen "Elektriker" jetzt aber bevor. Der Ampera-e war zum Schmackhaftmachen, das Model 3 wird dann auch ein lieferbares E-Auto mit guter Reichweite sein und der i3 mit dem nächsten Reichweitenausbau ist dann auch eine Alternative. Ich rechne aber vor allem auch mit Hyundai und VW, denn bei denen gibt es auch auf die E-Autos gute Rabatte - ein riesen Unterschied für den Leasingnehmer.

 

Warum ich den PlugIn-Hybrid dennoch attraktiv finde, also nicht nur wegen der Infrastruktur, ist die große Leistung. Zwei kleinere Motoren addieren ihre Power. Daher sehe ich den Aufwand gar nicht als doppelt-gemoppelt an. Und dann wäre da noch der Punkt mit den Akkus. Gerade Gegner der E-Mobilität kritisieren, dass die Herstellung und das Recycling von großen Akkus nicht unproblematisch ist. Ein PlugIn-Hybrid hat einen sehr viel kleineren Akku und erreicht damit einen vergleichsweise hohen E-Anteil. So ein 230xe wäre nicht für jeden das Ziel, aber durchaus für manche, die jetzt auch einen 225xi als stärkste Variante des Vans kaufen.

BTW: Den ActiveTourer finde ich optisch noch nicht sehr groß. Der GrandTourer gibt eine anderer Erscheinung ab, mehr wie ein richtiger Van, während der AT nur ein erhöhter Golf-Konkurrent ist.

Einen Reiz beim starken AT sehe ich auch darin, dass er durch seine Bauform ein gewisses Understatement bringt. Schon beim 225xe erwartet man kaum so einen Antritt. Beim 230xe, wie auch immer er gebaut sein wird, wäre das noch heftiger. Eine Beschleunigung unter 6 s. hätte er sicherlich.

 

Ich bin sicher, die PlugIn-Hybriden werden noch eine ganze Zeit lang gebaut werden. Ein reiner Verbrenner ohne die Möglichkeit, Strom zu tanken und zu rekupieren, könnte mittelfristig vom PlugIn-Hybrid ersetzt werden, als weiteren Zwischenschritt wohl auch noch ohne die Lademöglichkeit.

 

Nochmal zum virtuellen 230xe:

Welche konkreten Vorteile hätte die hier bevorzugte Variante mit dem größeren Benziner ggü. der anderen Variante?

Die gesamte Power ist ähnlich, aber rein elektrisches Fahren deutlich schwächer. Mir scheint, der Dreizylinder schreckt ziemlich ab, oder?

j.


01.08.2017 11:03    |    jennss

Zitat:

Eine Bekannte fährt den 225xe als Dienstwagen. Das Fahrzeug ist ein einziges Desaster. Aufgrund des Direkteinspritzers nicht zukunftsfähig und wenn der Strom einmal aufgebraucht ist, ist der Benzinverbrauch enorm. Da es ein Dienstwagen inkl. bezahltem Benzin ist und ihr das Aufladen zu anstrengend ist, fährt sie jetzt dauerhaft im Benzinmodus. Das sind dann 9-10 Liter bei 136 PS.

Das stimmt nicht, 9-10 l. sind mit Sicherheit nicht zutreffend. Das wäre z.B. ein Wert, bei dem der gespeicherte Strom (Sportmodus oder Savemodus) noch nicht verbraucht wurde. D.h. wenn man den noch verfährt, kommt man eher auf 7 l./100 km. Langstreckenfahrten werden mit 225xe oft unter 7 l. gefahren.

 

Das Auto hat bis 125 km/h immer 224 PS, auch ohne externen Strom, weil ein gewisser Ladestand im Akku immer gehalten wird - in jedem Modus (bei Max eDrive vielleicht etwas weniger Prozent). Das sorgt auch nicht für 9-10 l. Verbrauch. Frage da nochmal deine Bekannte. Sie darf da nicht nur auf den Momentanverbrauch schauen, sondern muss das wirklich an der Tanke nachmessen. Der 225xe verbraucht ohne externen Strom, d.h. gefahren wie ein Vollhybrid, klar weniger als ein 225xi, eher wie ein 218i, trotz 224 PS. Vielleicht hat sie sich auch noch nicht richtig mit den Modi beschäftigt. Es sind ja so einige Kombinationen möglich.

 

Über 125 km/h hat das Auto 136 PS vom Benziner plus 20 PS vom Hochvoltstartergenerator zum Boosten. Der 225xe ist also zum Überholen auch über 125 km/h besser geeignet als ein 218i.

j.


01.08.2017 18:21    |    bermuda.06

@RotorBlatt

Manchmal sitzt das Problem auch vor dem Lenkrad. Da vermute ich aufgrund deiner Schilderungen eher das Desaster!

 

1. Ich bin kein DI Fan aber warum ist das nicht zukunftsfähig? Was ist die Alternative? Man kann in der Stadt auch ohne den Benzinmotor fahren

 

2. Das mit dem Benzinverbrauch liegt entweder daran, dass sie dank bezahltem Sprit total irre fährt oder von irgendwelchen Verbräuchen in ungünstigen Situationen redet.

 

 

3. Und was jetzt so anstregend daran sein soll einen Stecker ins Fahrzeug zu stecken weiß kein Mensch? Zur Tanke zu fahren, den Wagen tanken, an der Schlange vor der Kasse zu stehen usw. ist natürlich so viel bequemer :rolleyes: Ok in der Garage gibts natürlich keine Kippen zu kaufen.


01.08.2017 21:18    |    meehster

Zitat:

Original geschreibt von bermuda.06

Und was jetzt so anstregend daran sein soll einen Stecker ins Fahrzeug zu stecken weiß kein Mensch? Zur Tanke zu fahren, den Wagen tanken, an der Schlange vor der Kasse zu stehen usw. ist natürlich so viel bequemer :rolleyes: Ok in der Garage gibts natürlich keine Kippen zu kaufen.

Die Mehrheit der deutschen Autofahrer hat keinen Garagenstellplatz und von den Stellplätzen hat wieder längst nicht jeder eine Steckdose.

 

Was daran so schwierig ist, z.B. aus dem ersten Stock ein Kabel an die nächste Straßenecke zu legen, wo das Auto parkt? Die Frage solltest Du Dir echt selbst beantworten können.


01.08.2017 21:33    |    bermuda.06

@meehster

Anders gefragt: Was ist daran so schwierig zu verstehen, dass ein solches Auto in erster Linie nur dann Sinn macht wenn man täglich Zuhause oder auf der Arbeit laden kann?

 

Man kauft doch auch keinen 911er als Familienauto und meckert dann, dass man hinten kaum sitzen kann und in den Kofferraum nicht einmal ein Kinderwagen passt! Oder? Genauso ist ein Cadillac Escalade Mist, wenn man täglich in der Großstadt einen Parkplatz sucht. Ein Auto welches nicht zu den Anforderungen passt ist immer Mist.

 

Aber für alle die ne kleine Family und ne Steckdose in der Garage haben ist der 2er als Plugin ideal und macht wahrscheinlich mehr sinn als ein 220/225er.


01.08.2017 22:14    |    meehster

Der Kofferraum des 911 ist für den Alltag mit Familie ausreichend - der Rest tatsächlich nicht ;)

Wir werden das ab nächstes Jahr aber u.A. mit einem 928 machen. Da paßt ein Kindersitz rein, das haben wir schon ausprobiert ;) Alles Andere, was man mit Baby z.B. bei einem Tagesausflug braucht, würde beim 928 ins Handschuhfach passen. Beim 911 übrigens auch, da wird es nur eben sehr eng mit Kindersitz ;)

 

Von wegen passen ist es ja auch so, daß ein Hybridauto besser zu der Mehrheit der Leute paßt als eine Auto mit Stecker.


01.08.2017 23:55    |    bermuda.06

Interessant wäre mal zu wissen wie sich der Verbrauch vom Prius im Verhältnis zum 225xe verhält wenn der BMW nicht aufgeladen wird.


02.08.2017 00:39    |    jennss

Ich habe in verschiedenen Foren schon einige Werte vom 225xe ohne Aufladen gelesen. Die lagen meist so zwischen 5,5 und 7 l.. Mit Dachbox vollbeladen auch schon 8 l..

Maximum im Winter (ohne Dachbox) waren evtl. diese 7,1 l. Hier hatte er 5,89 l. im Sommer und 6,76 l. und 6,75 l. im Winter. Allerdings sind Stadtfahrten für ein rekupierendes Fahrzeug ja eigentlich vorteilhafter, wobei der 225xe jedoch rund 10% schwerer ist als er z.B. als Vollhybrid wäre.

Edit: Hier habe ich noch einen mit 7,3 l. ohne Dachbox gefunden.

Man darf diese Verbräuche nicht verwechseln mit Momentanverbräuchen, während der Akku intern aufgeladen wird (Sportmodus, Save-Modus). Diese Momentanverbräuche liegen teils über 10 l., wobei dann aber ja noch der dabei aufgeladene Akku mit 0 l. Verbrauch verfahren werden kann, womit man auch wieder auf einen Schnitt um die 7 l. oder so kommt.

 

Der Prius ist eine andere Leistungsklasse (über 100 PS weniger, zudem kein höherer Van). Von daher ist es klar, dass er sparsamer sein sollte. Außerdem ist das sein Spezialgebiet. Würde man den 225xe für's Fahren ohne externen Strom optimieren, hätte er weniger Akkukapazität. Da könnte man vielleicht 150 kg abbauen.

BTW: Wie lange hält beim Prius eigentlich der Boost durch? Kann der 15 Sekunden Vollgas bzw. Vollstrom :) abgeben?

j.


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