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25.12.2020 22:26    |    jennss    |    Kommentare (70)

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Hin und wieder liest man, dass der ID.4 7000 € teurer ist als der ID.3. Ich nehme an, das wurde immer wieder voneinander abgeschrieben, denn das ist eine kurzsichtige Betrachtung, bei dem die Akkugrößen unterschiedlich sind. Wenn man beide mit 77 kWh-Akku vergleicht, sind es bei vergleichbarer Ausstattung etwa 4000 € Differenz. Der ID.4 beginnt als Pro mit 77 kWh/204 PS und 125 kW Ladeleistung bei 43329 € (16% MwSt), der ID.3 Pro S (gleiche Antriebsdaten) bei 40936 €, wobei der ID.3 Pro S schon 19" Alufelgen und das Interieur-Style-Paket hat (optional weißes Lenkrad etc.). Was bekommt man dafür ggü. dem ID.3?

 

Vorteile:

  • Mehr Kofferraum 545 l. statt 385 l.
  • Zierleisten im Innenraum
  • Schönere Sitze (wobei es beim ID.3 Max und Tour jetzt auch Sportsitze gibt)
  • Display in der Mitte etwas größer
  • Zuglast bis 1000 kg
  • Dachlast 75 Kg
  • Innenraumhöhe besser (Knieraum auch?)
  • 5 Personen (ID.3 mit 77 kWh nur 4 Personen)
  • Glasdach auch mit 77 kWh

 

Nachteile:

  • Knapp 30 km weniger Reichweite bei ähnlicher Ausstattung (549 km vs. 522 km)
  • Mehr Länge -> Parken schlechter (aber gleicher Wendekreis/Radstand!)
  • 8,5 s. auf 100 statt 7,9 s.
  • Rund 5% mehr Verbrauch (bei gleicher Ausstattung)
  • Anderes Felgendesign (die genialen 20"-Sanya-Felgen gibt es nicht beim ID.4)

 

Wie sieht es jetzt im Vergleich zur Konkurrenz aus? Das wären:

- Ford Mustang Mach E

- Tesla Model Y (etwas teurer)

- Nissan Ariya (Preise noch unklar)

- Volvo XC40 Elektro (preislich etwas teurer, also evtl. eher die Limo Polestar 2)

- BMW iX3 (etwas teurer)

- Kia e-Niro (kleiner und weniger Reichweite, aber günstiger)

- Skoda Enyaq (Schwestermodell des ID.4 mit 5 cm mehr Länge und anderem Innenraum).

 

Meiner Ansicht nach ist der ID.4 passend oder sogar günstig eingepreist. Die Leistung von nur 204 PS ist außergewöhnlich mit über 500 km WLTP-Reichweite. Daher gibt es unter UVP 50000 € auch keine anderen E-Autos außer den ID's und dem Skoda Enyaq mit mehr als 500 km nach WLTP. Mit der Max-Ausstattung bekommt man viel HighTech (Matrix-Scheinwerfer, Massagesitze, DCC, Travel-Assistent u.v.m.), aber auch einen hohen Preis (57337 €). Für Vergleiche sollte man eher eine niedrigere Ausstattung heranziehen, da die Konkurrenz kaum so viel bietet wie der ID.4 Max. Härtester Konkurrent ist wohl der Mustang. Der hat zwar weniger Reichweite für das Geld, aber dafür mehr PS (46900 € bei 19% MwSt. bzw. 45717 € mit 16% MwSt. mit 440 km nach WLTP und 269 PS). Außergewöhnlich beim ID.4 ist der kleine Wendekreis bei dieser Fahrzeuglänge. Wer einen guten Anteil an Stadtfahrten hat, wird das zu schätzen wissen.

 

Interessant ist dann auch noch der Vergleich mit Verbrennern, vor allem mit dem Tiguan. Hier gibt es mit 245 PS Systemleistung (150 +115 PS) den eHybrid als Life für 42413 €. Da der ID.4 mehr Umweltpramie bekommt, kommt es ziemlich auf das Gleiche heraus. Vorteil des ID.4 ggü. dem PlugIn-Hybrid ist halt, dass der Akku sehr wahrscheinlich eine deutlich größere Lebensdauer hat und man rein elektrisch fast die doppelte Leistung nutzen kann. Gerade wenn man bei PlugIns hohe E-Anteile erreicht (je nach Einsatzbereich und Modell), ist es etwas schade, dass man dann oft mit weniger als der halben Systemleistung unterwegs ist oder eben wieder teurer und mit den ungeliebten Schaltverzögerungen mit Benzin fährt. Als reinen Verbrenner gäbe es den 2,0 TDI mit 200 PS, der aber nur als 4Motion mit DSG zu bekommen ist. Der kostet 40780 €, bekommt jedoch keine Umweltpramie, aber wahrscheinlich einiges an normalem Rabatt. Als TSI mit 190 PS als DSG 4Motion kostet der Tiguan 37485 €. Der Tiguan ist ca. 4 cm höher als der ID.4 und 7 cm kürzer und hat 11,5 m Wendekreis (ID.4 hat 10,2 m). Ich meine: Wer Elektro haben will, nimmt Elektro, wer den Verbrenner möchte, nimmt weiterhin einen Verbrenner. Der ID.4 hat bereits soviel Reichweite, dass er für die meisten ganz universell einzusetzen ist. PlugIns liegen genau dazwischen, brauchen aber eine spezielle Voraussetzung (Laden zuhause), um sie ökologisch voll ausnutzen zu können.

 

Wie seht ihr die Attraktivität des ID.4 im Vergleich zur Konkurrenz?

j.

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25.12.2020 22:31    |    Abwrackjaeger

Frohe Weihnachten!

t.


25.12.2020 23:09    |    Rainer0849

Überhaupt keine. Der elektrische Antrieb ist ein tot geborenes Kind und wer es zum Leben erweckt, ist ein Messias.

Das ganze scheitert spätestens an der fehlenden Infrastruktur mit der Stromversorgung. Das kann man ausrechnen. Aber in Mathe und Physik waren die Grünen und die Roten schon immer schwach.

Beispiel: In der nahegelegenen Mittelstadt (168.000 Einwohner) befindet sich bei einem der drei großen Krankenhäuser ein Parkhaus mit 640 Plätzen. Die sind über Tag nahezu alle belegt. Ähnlich sieht es bei den anderen zwei Kliniken aus. Da sind keine Parkhäuser, sondern Parkplätze bis zu 1000 Plätze. Wenn nur die Hälfte der dort parkenden Pkw dort über Tag laden will, bricht das Netz zusammen.

Hingegen habe ich heute wieder einen Abstellplatz gesehen, wo die ganzen Export Autos landen für Afrika. Mehr als 500 stehen da und jeden Tag werden rund 100 abgeholt. Dort werden als erstes die Kat ausgebaut und dann fahren die weiter in Afrika. Völlig klimaneutral ---??? Wir werden als Einwohner Deutschlands doppelt veräppelt, und das ist ein weiterer Beweis meiner These, dass Deutsche allgemein unter einer maßlosen Selbstüberschätzung leiden. Das war schon immer so. Vor dem WK 1, nicht so sehr vor dem WK 2, aber jetzt um so mehr.


25.12.2020 23:18    |    Abwrackjaeger

Rainer

, du hast das Thema verfehlt.


26.12.2020 00:18    |    jennss

Zitat:

@Rainer0849 schrieb am 25. Dezember 2020 um 23:09:18 Uhr:

Da sind keine Parkhäuser, sondern Parkplätze bis zu 1000 Plätze. Wenn nur die Hälfte der dort parkenden Pkw dort über Tag laden will, bricht das Netz zusammen.

Aus welchem Grund sollte man dort 500 Ladesäulen aufbauen und dann noch ohne das Netz anzupassen? Was genau bricht denn zusammen?

j.


26.12.2020 07:47    |    Diabolomk

Rainer0849 denkt wohl, alle 500 Ladesäulen würden alle auf einmal angesteckt und alle Autos stehen dort mit leerer Batterie und sollen so schnell wie möglich voll geladen werden.

 

Danke Jens für den Vergleich ID.3 zu ID.4.

Eigentlich würde uns ein ID.2 reichen.


26.12.2020 08:26    |    Kema74

Schade, dass der Blog mit dem ersten Kommentar schon wieder aus dem Ruder läuft.

Danke für Deine Gegenüberstellung. Mich interessieren weniger die 0-100 Werte bei den Fahrzeugen, sondern Knieraum, Anhängelast, Kofferraum, Reichweite und AC-Ladefähigkeit. DC sollten mittlerweile alle Newcomer 100kW hin bekommen - hier wird dann die tatsächliche Ladekurve (auch an 50kW-Säulen) interessant. Dazu findet man aber praktisch keine Daten. Aktuell würde ich den Ioniq 5 mit aufnehmen. Ein paar Werte geistern ja schon durchs Netz. Der Nissan punktet durch 22kW-AC, und auch Audi bietet mittlerweile beim ETron? 22kW-AC an. Enyak würde ich dem ID4 vorziehen.

Gruß, Manuel


26.12.2020 08:42    |    dom][bulldozer

Ich hab mich gerade erst für den Tiguan AS TDI entschieden. Dabei freue ich mich durchaus auf mein erstes BEV. Es ist nur so, ich kaufe normalerweise nie die 1. Generation eines neuen so technischen Produkts. Versuchskaninchen lasse ich andere spielen. Und in 2-3 Jahren wird sich beim

Thema Reichweite, Ladegeschwindigkeit und Preis noch einiges tun, und dann gerne.

 

Schade übrigens, dass der erste der geantwortet hat gleich meint mit seinem völligen Unwissen über das Thema glänzen zu müssen.


26.12.2020 09:01    |    H.Lunke

@rainer0849 zum Glück werden es langsam weniger von deiner Sorte...

 

Die ID Familie hat ein grundlegendes Problem - es sind alles Volkswagen, leider hat dieser Konzern bei mir jeglichen Kredit verspielt, da man heute noch nicht zu seinen Fehlern steht und die Kunden weiterhin belügt.

Im übrigen finde ich die Materialwahl in den ID für angemessen - würden die bei 35 t€ enden... aber so maßlos überzogen.


26.12.2020 09:08    |    jodi2

Nicht füttern...

 

Mir fallen für für die Liste an Vor- und Nachteile noch jeweils ein:

Inennenraum ist wohl deutlich besser als beim ID.3 (nicht nur ein paar Zierleisten) und beim ID.3 schon extrem billig, das hatte mich letztes Jahr auf der IAA schon ziemlich schockiert. Und wir sind nach 10 Jahren mit dem einfachsten Caddy 2k sicher nicht verwöhnt, aber der ID.3 schafft es noch darunter.

Und bei den Nachteilen: Dass der ID.4 ein hoher massiger SUV ist, gefällt bei E nicht nur nur uns nicht, sondern mehr Leuten nicht als bei Verbrennern. Bei E wissen doch mehr Leute wie sich Tempo und Aerodynamik auf dern Verbrauch auswirken und viele würden lieber einen flacheren schmäleren Kombi haben, also sowas wie ID.3 Variant. Auch vom Image her...

Beim Mehrverbrauch sind Du und VW zu optimistisch, die meisten bisherigen Tester sprechen von 10-15% zum ID.3. 15% und mehr vielleicht nur auf der AB, im Jahresmittel mag es weniger sein, aber eben auf der AB und auf Reisen kommt es drauf an (ob man im Alltag dann alle 7 oder alle 8 Tage Nachladen muss, stört einen in der Praxis kaum), wenn man da mit nur 5% rechnet, wird man sich bei Reichweite und Ladepausen wundern....

 

Bei den Mitbewerbern gehört noch der Ioniq 45 dazu, der scheinbar (leider...) von den Maßen her in die gleiche Klasse wie ID.4 und MY fällt (anstatt ein besserer Nachfolger des jetzigen Ioniq zu werden...).

 

Zur eigentlichen Frage: Vielleicht kann man es anders formulieren. Ist der ID.4 für's Gebotene zu teuer? Nein, vor allem, wenn man sich Preise und Verfügbakeit der Mitbewerber ansieht. Wenn sich da mal mehr tut, ist aber noch Luft nach unten. Könnte VW den ID.4 günstiger anbieten/macht VW damit mehr Gewinn als mit dem ID.3? Definitiv. Auch wenn man sich die Preise aniseht, die VW in anderen Märkten wie USA oder China für den ID.4 aufruft. Dazu sind die CO2 Boni in Brüssel für ein größeres schwererers Auto größer, d.h. VW profitiert derzeit beim ID.4 doppelt. D.h. aber auch, selbst wenn sie den Preis mal senken müssen, profitieren sie noch für den Flottenverbrauch, d.h. hier ist preislich viel mehr Luft für VW, der ID.4 könnte also bei genügend Druck oder Konkurrenz prozentual deutlich mehr im Preis sinken, als es der ID.3 wohl je tun wird.

Außerdem muss man unterschieden zwischen Grundpreis und Aufpreisen für Extras. Der ID.4 Grundpreis ist "nur" teuer, aber die Extras kosten wie bei so vielen deutschen Autos, extrem hohe Aufpreise und sind viel zu teuer. Hier sehe ich viel Luft nach unten und die wirtschaftlichste Möglichkeit für VW für Angebote. Den Grundpreis des Autos deutlich zu senken, wäre für das Image des Modells nicht so gut und da ist auch nicht so viel Luft bzw. Marge, aber die meisten Extras kosten den Hersteller nur einen Bruchteil des Verkaufspreises und auch bei nur halben Aufpreis wie jetzt zum Basismodell würde man immer noch Gewinn machen. Ich rechne bzw. hoffe daher mittelflristig Ende 2021 oder 2022 auf Aktions- oder Sondermodelle bzw. Sonderangebote mit mehr Ausstattung für deutlich weniger Aufpreis. Schaumerma... ;-)


26.12.2020 09:51    |    Dr. Shiwago

Den Aufpreis vom ID4 zum ID3 halte ich durchaus für gerechtfertigt. Generell sind die Preise der Elektroautos aber noch nicht konkurrenzfähig. Nur durch die staatliche Kaufprämie wird das Elektroauto preislich einigermaßen interessant. Im Grunde ist die Kaufprämie nichts anderes als eine Subvention der Automobilindustrie. Ohne die Kaufprämie wären die Hersteller gezwungen, die Preise schneller in für die breite Masse interessante Regionen zu senken.


26.12.2020 10:23    |    MacV8

@jennss, danke für den sinnvollen und guten Vergleich.

 

Zitat:

@Kema74 schrieb am 26. Dezember 2020 um 08:26:11 Uhr:

Der Nissan punktet durch 22kW-AC, und auch Audi bietet mittlerweile beim ETron? 22kW-AC an. Enyak würde ich dem ID4 vorziehen.

Gruß, Manuel

Obwohl ich PHEV und BEV Fahrer bin verstehe ich diesen Punkt bis heute nicht. Warum geistert immer wieder dieses 22 kW AC Thema durch die Foren? Vielleicht kannst du mir mal Deine Motivation dazu schildern?

 

Meine Sicht dazu - ein ID.3 mit 58 kWh muss bei uns in der Regel alle 3-4 Tage an die Dose und lädt dann in ca. 4-6 h, je nach Ladestand, an 11 kW wieder voll. Meist steht das Auto über Nacht, von ca. 18-07 Uhr, so dass 13 h Ladezeit zur Verfügung stehen. Das würde sogar reichen, um eine 130 kWh Batterie wieder voll zu laden, hat also ca. 100 % Reserve, beim ID.3.

Die volle Ladung brauchen wir aber im Alltag nur ein paar mal im Jahr nach Langstreckenfahrten. Ansonsten wird immer mal wieder um ca. 50 % nachgeladen, so dass 3 h Ladezeit ausreichen. Das klappt auch über Tag zwischendurch problemlos.

 

22 kW überlasten in der Regel den (hier bei uns) üblichen Hausanschluss, so dass dieser kostenpflichtig aufgestockt werden muss. Sie sind genehmigungspflichtig und wecken beim Versorger Begehrlichkeiten hinsichtlich der Netzdienlichkteit. Und sie sind gemäß meinem o.s. Nutzungsszenario einfach unnötig.

 

Achso ergänzend - auf Langstrecke würde ich mit 22 kW AC auch nicht weit kommen und da wird natürlich dann leistungsstarkes DC-Laden genutzt.

 

Also zurück zum Topic, 11 kW AC für zu Hause und > 100 kW DC für unterwegs sehe ich als ideal und an. Da machen die IDs aus meiner Sicht alles richtig.


26.12.2020 11:01    |    Abwrackjaeger

Zitat:

@Kema74 schrieb am 26. Dezember 2020 um 08:26:11 Uhr:

Schade, dass der Blog mit dem ersten Kommentar schon wieder aus dem Ruder läuft.

Jau, waren doch meine Worte und habe Rainer deshalb schon gerügt.

Es gibt sie halt immer noch, die beim Wort "Elektro" sofort aus den Löchern gekrochen kommen und ihre Antipathie und ihr Halb- und Stammtischwissen kundtun möchten.


26.12.2020 11:03    |    CruiserX

Zitat:

@jodi2 schrieb am 26. Dezember 2020 um 09:08:26 Uhr:

 

Und bei den Nachteilen: Dass der ID.4 ein hoher massiger SUV ist, gefällt bei E nicht nur nur uns nicht, sondern mehr Leuten nicht als bei Verbrennern. Bei E wissen doch mehr Leute wie sich Tempo und Aerodynamik auf dern Verbrauch auswirken und viele würden lieber einen flacheren schmäleren Kombi haben, also sowas wie ID.3 Variant. Auch vom Image her...

;-)

Jajaja! Hat VW nun besonders gut oder schlecht Marktforschung betrieben? Überall hört man diesen Wunsch nach E-Kombis, niemand bietet sie an. Ich will eigentlich auch keinen SUV, die unelegante, dickliche Form ist mir zuwider. Aber M3 oder ID.3 sind zwar optisch ok, aber einfach zu klein als Familienauto. Wenn man einen großen Kombi gewöhnt ist, wäre das Rückschritt, den man immer wieder schmerzlich merken würde. Stimmt, ein ID.3 Variant wäre ein denkbarer Kompromiss. Von VW hätte ich das durchaus erwartet. Es ist mir auch ein Rätsel, warum die nicht vor den ganzen Entscheidungen mal eine Kundenumfrage gestartet haben, was den potentiellen Käufern wichtig wäre. Vermutlich ist Deutschland als Absatzmarkt schon lange nur noch Nebenschauplatz.

Falls hier jemand von den Herstellern mitliest: Schlanker Kombi ohne Design-Eskapaden, ohne Schiessbuden-Lichterketten am Heck, ohne Klavierlack (nirgends!), Sportwagenbeschleunigung muss nicht sein (Reichweite ist wichtiger), ordentliches, solides Interieur aber auf jeden Fall. Her damit!


26.12.2020 11:17    |    Diabolomk

ID3 Variant, das wäre mein Touran Nachfolger.


26.12.2020 11:19    |    MacV8

Die brauchen keine Marktforschung machen. Die schauen sich einfach die Verkaufszahlen von Golf und Passat Variant vs. Tiguan, T-Roc und T-Cross an und das Ergebnis sehen wir jetzt vor uns.

Ich bin da ganz bei Dir, aber die Masse der Käufer sieht das inzwischen leider anders. Insofern bin ich ja schon sehr begeistert, dass mit dem ID.Vizzion überhaupt noch ein großer Kombi kommen soll. Selbst beim Passat Variant kommt ja immer wieder die Diskussion hoch, ob er eingestellt wird.

 

Was soll VW auch anderes machen. Die E-Mobilität wird komplett neu aufgestellt, also fängt man mit den volumenstärksten Modellen, Kompaktklasse und SUV, an und zieht die anderen Klassen dann nach. Völlig nachvollziehbar.


26.12.2020 11:19    |    Rainer0849

Zitat:

@Abwrackjaeger schrieb am 26. Dezember 2020 um 11:01:34 Uhr:

Zitat:

@Kema74 schrieb am 26. Dezember 2020 um 08:26:11 Uhr:

Schade, dass der Blog mit dem ersten Kommentar schon wieder aus dem Ruder läuft.

Jau, waren doch meine Worte und habe Rainer deshalb schon gerügt.

Es gibt sie halt immer noch, die beim Wort "Elektro" sofort aus den Löchern gekrochen kommen und ihre Antipathie und ihr Halb- und Stammtischwissen kundtun möchten.

Schon in einem Jahr werden alle in ihre Erdlöcher verkriechen, um noch ein wenig Wärme zu spüren.

Danke für die Rüge, kann ich vertragen - zeigt es mir doch, wie Millionen auf falsche Wege gebracht werden können.


26.12.2020 11:21    |    MacV8

Ungefüttert zurück ins Loch ... ;-)


26.12.2020 12:06    |    Gasmob

Der Preis geht schon klar, bei dem Paket ist der Wagen eine gute Alternative zum Verbrenner und unter den E- Autos mit vorne dabei.

#Rainer0849; mach dich Mal etwas schlau, nicht alle Fahrzeuge müssen beim Laden mit maximaler Leistung geladen werden, zumal oft den ganzen Tag Zeit ist. Also kann der Strom passend zugewiesen werden und die Netze sogar stabilisieren. Am Ende entscheidet der Wirkungsgrad der Antriebe über deren Zukunft und damit ist der Verbrenner absehbar raus.

Zudem ist das kein Thema der Deutschen, sondern ein Europäisches und Weltweit ebenso, wir hinken gerade eher etwas hinterher.

Also locker bleiben und jedem das seine!


26.12.2020 12:08    |    jodi2

Aua...

 

Zu SUV: Unabhängig davon ob WIR lieber Kombis möchten, SUVs lassen sich halt teurer verkaufen (siehe ID.4 zu ID.3...). Wir wollten Ende 2016 mal einen BMW Gran Tourer, der kostete Liste ganz 600 € mehr als sein Zwilling Active Tourer mit dem kurzen Heck. Bei VW weiß ich es nicht, was kostet ein Golf Variant mehr zu einem Golf?

Und zweiter Punkt bei BEVs und PHEVs, dass durch die schrägen Berechnungsmethoden in Brüssel ein großer schwerer SUV dem Hersteller mehr Vorteile bzw. Reduzierung für den CO2 Flottenverbrauch bringt. Selbst wenn er vielleicht ähnlich viele oder sogar geringfügig mehr leichtere Kombis verkaufen könnte, von schweren E-SUVs profitiert er dank Brüssel halt doppelt.

Ich gönne auch jedem seinen E-SUV und will diese gar nicht verbieten oder abschaffen, wäre nur schön, wenn man jetzt schon die Wahl hätte und auf den vernünftigeren billigeren sparsameren E-Kombi nicht noch 5 Jahre warten müsste...

 

@MacV8

Die 22kW machen für zu Hause sicher wenig Sinn, aber in der Stadt/öffentlich bei Einkauf oder Besorgungen doppelt so schnell bzw. in der gleichen Zeit doppelt so viel nachladen zu können, wäre halt nett und die 22kW sind halt bei fast allen öffentlichen Ladern ohnehin vorhanden/brauchen keine zusätzöche Infratstruktur (anders als Schnelllader) und werden derzeit von den meisten E-Autos gar nicht genutzt. Dafür kosten 22kW Onboardlader halt erheblich mehr Geld und Platz, was die meisten Kunden vermutlich auch nicht akzeptieren würden...

Vielleicht erübrigt sich das Thema aber auch bei zunehmender Verbreitung von E-Autos und Ladeinfrastruktur und aus den bisherigen 22kW Ladepunkten werden doppelt so viele 11kW Ladepunkte...


26.12.2020 14:17    |    LudwigOskar

Viwl zu teuer!

 

FROHE WEIHNACHTEN!


26.12.2020 16:03    |    rainer__d

Man muss auch mal sehen, was genau das MY Kosten wird und was dann dabei ist.

 

Effizienter dürfte es auf jeden Fall sein.

 

Je teurer der Strom wird, desto wichtiger wird das IMO.


26.12.2020 16:09    |    DeisenriA

Bei mir ist eher die Frage: ist er zu groß? Ist nochmal länger und breiter als mein bisheriger BMW X1. Und wir sind nur zu zweit. Möchte aber den bequemen Einstieg nicht mehr missen. Den ID 3 gibt es aber mit dem großen Akku nicht mit AHK bzw. Fahrradträger, der mir reichen würde, und ohne Memory für die elektrischen Sitze. Außerdem gefällt er mir nicht wirklich mit seinem Van-artigen Design. Daher wird es wohl der ID4 werden.

Der Preis des ID 4 ist m.E. in Anbetracht der Möglichkeiten der Ausstattung schon ok. Als Tech ist er immer noch etwas günstiger als ein vergleichbar ausgestatteter X1 20d oder 25e. Nur das Leasing haut ganz schön rein. Die 6 Tsd. € Prämie gehen direkt an den Hersteller...


26.12.2020 16:43    |    notting

Der ID.4 soll innen generell hochwertigerer sein als der ID.3.

 

Stützlast + Anhängelast bei gebremst 8% lt. Herstellerangabe:

ID.3 und e-Niro: 0kg, 0kg -> für mich komplett unbrauchbar

Mach-E: 30kg, 750kg -> lächerliche Stützlast

ID.4: 75kg, 1,2t -> Stützlast normal, soll sogar noch ein Modell mit mehr Anhängelast geben aber weniger Reichweite bei gleichem Akku

 

Höchstgeschwindigkeit:

Beim Mach-E mit 180km/h etwas mehr.

 

Ladeleistung:

Mach-E mit ca. 76kWh kann nur max. 115kW (wobei eine niedrigere Max-Leistung in der Praxis kompensiert werden kann, wenn sie deutl. länger durchgehalten wird als die höhere Max-Leistung eines andere Modells).

ID.3/4 mit 77kWh max. 125kW und soll angebl. noch gesteigert werden.

Mach-E mit ca. 99kWh max. 150kW (IIRC keine Ladekurve bekannt).

 

Reichweite:

Mach-E mit größerem Akku und damit mehr Reichweite erhältlich als ID.3/4.

 

Elektr. anklappbare Außenspiegel beim Mach-E nur bei AWD oder mit dem "Vollausstattungspaket" verfügbar. Ist beim ID.4 offenbar selbst in der billigsten Variante Serie.

 

Nissan Ariya soll Typ2 22kW serienmäßig haben. Ist bei allen anderen genannten nicht mal als Option verfügbar.

 

notting

 

PS: Da es hier eher um zukünftigte Käufe geht, sollte man IMHO hier generell mit 19% MwSt. rechnen.


26.12.2020 16:49    |    BurkhardR

Der ID.4 ist, wie jedes andere materielle Gut, zu teuer, wenn die Nachfrage kleiner als das Angebot ist.


26.12.2020 17:09    |    BaldAuchPrius

Zitat:

@Rainer0849 schrieb am 25. Dezember 2020 um 23:09:18 Uhr:

Überhaupt keine. Der elektrische Antrieb ist ein tot geborenes Kind und wer es zum Leben erweckt, ist ein Messias.

ne Runde hetzen?

Zitat:

Das ganze scheitert spätestens an der fehlenden Infrastruktur mit der Stromversorgung. Das kann man ausrechnen. Aber in Mathe und Physik waren die Grünen und die Roten schon immer schwach.

Beispiel: In der nahegelegenen Mittelstadt (168.000 Einwohner) befindet sich bei einem der drei großen Krankenhäuser ein Parkhaus mit 640 Plätzen. Die sind über Tag nahezu alle belegt. Ähnlich sieht es bei den anderen zwei Kliniken aus. Da sind keine Parkhäuser, sondern Parkplätze bis zu 1000 Plätze. Wenn nur die Hälfte der dort parkenden Pkw dort über Tag laden will, bricht das Netz zusammen.

Dann helfe ich mal deinen eingerosteten Mathefähigkeiten auf die Sprünge:

Über den Tag laden= 8h?

Wenn jeder Parkplatz 3,7 kW bekommt, sind das beim größeren Parkplatz 3700 kW, oder 3,7 MW.

Klingt echt nach viel. (nunja, ein einziger ICE zieht beim Anfahren bis zu 13,5 MW, und dauerhaft bis zu 9,9 MW. ... also es fahren Dutzende ICE, aber deshalb ist das Netz noch lange nicht zusammengebrochen)

 

Weiterhin, wenn die Leut dort regelmäßig laden, weil sie dort schaffen, dann fehlen von heute auf morgen vielleicht 40 bis maximal 100 km im Akku, also max. 10 bis 20 kWh pro Auto. Das heist, die laden gar nicht volle 8 Stunden. Zum einen gäbe es die Möglichkeit des Lastmanagements, dass zeitversetzt geladen wird, oder aber je später der Tag, desto weniger wird geladen.

Außerdem würde so ein Parkplatz direkt an Mittelspannung angeschlossen, wo Anschlüsse im MW Bereich die Regel sind.

 

Hauptsache mal gepoltert, gell? Keine Angst, dich will keiner zum BEV zwingen.


26.12.2020 17:43    |    MacV8

Zitat:

@jodi2 schrieb am 26. Dezember 2020 um 12:08:42 Uhr:

@MacV8

Die 22kW machen für zu Hause sicher wenig Sinn, aber in der Stadt/öffentlich bei Einkauf oder Besorgungen doppelt so schnell bzw. in der gleichen Zeit doppelt so viel nachladen zu können, wäre halt nett und die 22kW sind halt bei fast allen öffentlichen Ladern ohnehin vorhanden/brauchen keine zusätzöche Infratstruktur (anders als Schnelllader) und werden derzeit von den meisten E-Autos gar nicht genutzt. Dafür kosten 22kW Onboardlader halt erheblich mehr Geld und Platz, was die meisten Kunden vermutlich auch nicht akzeptieren würden...

Vielleicht erübrigt sich das Thema aber auch bei zunehmender Verbreitung von E-Autos und Ladeinfrastruktur und aus den bisherigen 22kW Ladepunkten werden doppelt so viele 11kW Ladepunkte...

Danke, o.k. für unterwegs nachvollziehbar. Da hoffe ich aber eher, dass sich die DC Ladesäulen durchsetzen und es dann noch schneller geht.

Für zu Hause scheinen wir ja ähnliche Meinungen zu haben ;-) .


26.12.2020 17:55    |    Kimitation

Gibt VW eigentlich beim ID.4 irgendwas konkretes zur Batterie an? Also ob die Zelleln vollständig flüssig in Novec gelagert sind oder "nur" durch diese Tubes Wärme zirkulieren lassen.

So wie ich das neulich erklärt bekommen habe, ist davon ja wohl auch stark abhängig wie lange die Zellen insgesamt halten. Abgesehen vom restlichen Autoleben natürlich. Das verlässlich messbar zu machen wäre ja für den Wert des Fahrzeugs in 4-5 Jahren schon wichtig und ggf. auch für eine Kaufentscheidung.


26.12.2020 20:31    |    tomcat092004

Jenss

Danke für diese ausführliche Gegenüberstellung


26.12.2020 21:22    |    JürgenS60D5

Danke.

 

Nur ein Hinweis: XC40 P8 und polestar 2 liegen leistungsmässig WEIT über den ID3/ID4. Sinnvoll wird der Vergleich erst dann, wenn auch hier eine nennen wir es" Version mit 200PS angeboten wird. Ich denke, im Frühjahr ist es so weit.Auch ist der Polestar 2 sehr gut ausgestattet.

 

Wie in einem anderen Posting genannt: was soll dieser 22KW-AC Ladestandard? Wenn: 11KW AC.

Auf Strecke ich DC-Laden angesagt.


26.12.2020 21:32    |    notting

Zitat:

@MacV8 schrieb am 26. Dezember 2020 um 10:23:55 Uhr:

Zitat:

@Kema74 schrieb am 26. Dezember 2020 um 08:26:11 Uhr:

Der Nissan punktet durch 22kW-AC, und auch Audi bietet mittlerweile beim ETron? 22kW-AC an. Enyak würde ich dem ID4 vorziehen.

Gruß, Manuel

Obwohl ich PHEV und BEV Fahrer bin verstehe ich diesen Punkt bis heute nicht. Warum geistert immer wieder dieses 22 kW AC Thema durch die Foren? Vielleicht kannst du mir mal Deine Motivation dazu schildern?

Bin zwar nicht angesprochen, aber: Es gibt Gegenden wo es kaum DC-Lader gibt, wo man vllt. auch hinfahren bzw. dort viel in der Zielgegend herumfahren muss. Bzw. man ist temporär gezwungenermaßen Laternenparker. 22kW Typ2 gibt's viel öfter, in solchen Gegenden aber auch nicht an jeder Ecke. Doppelte Ladegeschwindigkeit ist dann schon ein Wort (ggü. den 11kW Typ2 die viel mehr BEV haben). Außerdem ist 22kW Typ2 oft ca. 0,10EUR/kWh billiger als DC.

 

notting


27.12.2020 00:52    |    cookie_dent

Mit gefällt die das neue Qualitätsverständnis von VW nicht mehr, die fürchterliche Bedienung tut ihr übriges.

Aber solange die Ladeinfrastruktur an meinem Wohnort weiterhin als nicht vorhanden bezeichnet werden kann, ist für mich ein E-Auto eher eine theoretische Möglichkeit sich fortzubewegen.


27.12.2020 10:09    |    Reinhard69

Für den minderwertigen Kram soviel Geld ausgeben?

Und dann noch an einen Konzern der seine Käufer in DE so schamlos belogen hat? Never!


27.12.2020 10:33    |    SIB6274

Ernst gemeinte Frage, die bitte weit abseits von Technologie Bashing einzuordnen ist und möglichst - auch wenn gerade das schwierig ist, weil es teils eben mit Geschmack zu tun hat - „neutral“ beantwortet werden soll:

 

Mit der Notwendigkeit von Elektromobilität habe ich mich mittlerweile schweren Herzens abgefunden, aber warum muss man einem ID.4 ansehen, dass er elektrisch betrieben ist? Und ich empfinde das als vermutlich größten Nachteil.

 

Wer das anders sieht, prima, aber das mindert die Attraktivität für mich erheblich.


27.12.2020 10:38    |    jodi2

Was meinst Du damit? Dass man bestimmte Stellen sinnvoller bzw effizienter gestaltet weil bestimmte Funktionen nicht mehr nötig sind so wie z.b. bei der Frontpartie, macht doch Sinn. Und generell geht es mir gerade andersrum, ich würde mir ein bisschen mutigeres Design bei modernen Autos wünschen und finde es eher schade dass der id4 aussieht wie fast jeder SUV heute. Wo meinst du dass der id4 besonders elektrisch aussieht?


27.12.2020 10:39    |    Dr. Shiwago

Zitat:

 

Und dann noch an einen Konzern der seine Käufer in DE so schamlos belogen hat? Never!

Welcher Konzern hat denn seine Käufer nicht belogen? VW war nur der Erste wo es aufgeflogen ist. Bei den Anderen hat sich dann kaum noch jemand dafür interessiert.


27.12.2020 10:47    |    Schwarzwald4motion

Ich finde generell sind die äußeren Erscheinungen und die Bedienelemente viel zu traditionell gehalten, der Mut fehlt weil man die Kundenbindung erhalten will.

 

Dieses Problem hat Tesla nicht, leider träumen Sie schon vom selbst fahrenden Auto und vergessen essenzielle Dinge wie ein paar Taster oder schlicht Lenkradheizung oder HUD.

 

Den Mut den VW bewiesen hat war ausgerechnet bei den schlecht bedienenbaren kapazitiven Tasten.

 

Wenigstens haben die Kisten kein Auspuff und kein Kühlergrill wenigstens etwas.


27.12.2020 10:54    |    SIB6274

Selbst ein Jaguar I-Pace wirft da für mich Fragen auf.

 

Nun, ein Vergleich des ID.4 mit dem aktuellen Tiguan ist meiner Auffassung nach sehr treffend zu führen. Und wo die Unterschiede da optisch zwischen diesem und dem ID.4 liegen, dürfte nicht erläutert werden müssen, wenn man sich jeweils ein Foto ansieht.

 

Und der Tiguan hat sich vermutlich nicht so gut verkauft, weil er besonders effizient und „von außen sinnvoll“ gestaltet ist. Oder habe ich da die letzten Jahre täglich Eigenschaften übersehen?

 

Beim ID.4, wie bei vielen E-Autos, fehlt mir persönlich der „unbedingthabenwill“ Effekt aufgrund bei mir eingeübter Muster, die „nicht elektrifiziert“ aber weiterhin bedient werden. Beim Tiguan Facelift als R-Line ist dieser „unbedingthabenwill“ Effekt bei mir aber sehr ausgeprägt, immerhin dort als Hybrid ja nun auch möglich.

 

Immerhin das Heck gefällt mir beim ID.4 ganz gut, aber die Seitenlinie greift "mein E-Auto Problem" leider auf, die Front finde ich auch "naja". Vielleicht ändert sich das ja noch.


27.12.2020 10:56    |    Her1bert

Weihnachtlich milde gestimmt, erstmal danke an Jens für den Vergleich,

und eine hochgezogene Augenbraue für folgende Zeitgenossen:

 

- E-Auto-Hasser: sicherlich sind E-Autos keine Universallösung - für tägliche

Langstrecken würde ich einen Diesel bevorzugen. Aber bei hohem

Kurzstrecken- oder Stadtanteil haben BEV/PHEV gute Argumente

 

- VW-Hasser: ja, da gab es durch Fehler in der internen Firmenkultur Betrug.

Vor allem, um Diesel-Kunden nicht mit zwischendurch-Auffüllen des

Harnstofftanks zu behelligen. Aber deshalb eine ganze Firma für alle

Zeiten und alle weiteren Produkte verdammen?

Da sage ich immer "Hamses nich ne Nummer kleiner?

 

- SUV-Hasser: ein SUV muss nicht jedem gefallen, dann kauft man sich eben

etwas anderes, so wie zwei Drittel der Deutschen. Aber es gibt viele Leute

wie mich, die es schätzen, dass man einen praktischen Kombi zum besseren

Einsteigen höhergelegt hat (und genau darum geht es meistens), was

nebenbei noch zu erhöhter Wintertauglichkeit und gesteigerter Übersicht

führt. Muss man also wirklich gleich die große Umweltkeule rausholen? Soo

schlimm ist der Mehrverbrauch nun auch wieder nicht, vor allem weil so ein

dicker Diesel vorndrin eher zu gemütlicher Fahrweise verführt ..

 

In diesem Sinne: gutes, gesundes neues Jahr! Und bleibt entspannt ..

VG Herbert


27.12.2020 12:10    |    jodi2

Es hat doch gar keiner die große Keule gegen SUVs rausgeholt. Ich und einige andere haben gesagt, dass sie persönlich für sich SUVs nicht mögen, aber wenn jemand das tut, auch ok. Das Problem bei E ist halt immer noch, dass es praktisch keine E-Kombis bzw. E-PKW (Kleinbusse/Transporter mit den entsprechenden Nachteilen mal ausgenommen) mit dem Platzangebot von SUVs gibt, es gibt bisher NUR SUVs und man hat eben leider noch nicht wie bei Verbrennern die Auswahl.

 

SIB6274, ich verstehe immer noch nicht, was Du dem ID.4 an "elektrischem Äüßerem" vorwirfst. Wenn Dir der Tiguan optisch gefällt und der ID.4, ist das völlig ok, aber was hat das mit elektrisch zu tun? Ich selbst als wenig Autointeressierter mag den Tiguan optisch nicht und fand/finde andere ähnliche große rundere/aerodynamischere Verbrenner(!) SUVs erträglicher. Ein paar Stellen, Schlitze und Öffnungen werden elektrisch halt nicht mehr benötigt und machen bei Aerodynamik und damit bei elektrischem Verbrauch&Reichweite viel aus, daher macht es halt Sinn, die etwas strömungsgünstiger zu gestalten, der ID.4 ist im Vergleich zu Teslas immer noch ein Scheunentor. Wer es unbedingt elektrisch und markig kantig will, nimmt ab 2021 halt einen BMW iX3, hat dafür aber mehr Verbrauch/weniger Reichweite bei sogar etwa geringerem Platzangebot.

 

Meiner Meinung nach wird eine größere Verbreitung elektrischer PKW nach und nach automatisch zu kleineren aerodynamischeren PKW und zu geringerem Reise-Tempo auf der AB führen. Beim ersten E-Auto bei manchen vielleicht noch nicht, aber spätestens beim zweiten, wenn man schon eigener E-Erfahrung dann sieht, was man mit kleinerem bzw. angepasst großem aerodynamischerem Auto und 20km/h weniger auf der AB plötzlich an Reichweite gewinnt bzw. Stromkosten spart.

Im nächsten Jahrzehnt werden elektrische SUVs deutlich weniger gefragt sein bzw. der Kauf wird mehr hinterfragt, brauch ich das/will ich das und nehme ich die Nachteile dafür in Kauf? Ebenso würde dann die Einführung eines AB Tempolimits keinen Aufschrei mehr geben, weil die meisten elektrisch eh schon fast nie mehr schneller auf der AB fahren.

Wie hatten über 10 Jahre einen Kastenwagen, der es in Aerodynamik und Verbrauch mit vielen SUVs "aufnehmen" kann und wollten sowas immer elektrisch. Seit wir jetzt seit 15 Monaten einen rel. kleinen elektrischen PKW fahren, ist der Wunsch weg und wir werden uns mit einer reduzierter Autogröße arrangieren, besser alle paar Monate die Räder auf den Heckträger oder mal einen Transporter leihen (oder mit ID.4 und AHK einen Hänger), als zehn Jahre lange immer ein Scheunentor mit elektrisch doppelt so hohem Verbrauch fahren, nur um ab und zu mal was großes im Innenraum spazieren zufahren...


Deine Antwort auf "Ist der ID.4 zu teuer?"

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