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09.09.2011 16:53    |    jennss    |    Kommentare (70)    |   Stichworte: Sauger, Saugertod, Turboloch

saugertodsaugertod

In letzter Zeit gibt es immer mehr Turbomotoren. Die Sauger sterben aus.

 

Erst heute habe ich wieder im 2. Gang beim Abbiegen voll beschleunigt, um gut auf die recht volle Straße zu kommen. Die Beschleunigung war zäh, weil die Drehzahl im Turboloch unter 1500 Umdrehungen steckte. Kommt zwar nicht so oft vor, weil ich meist entsprechend schalte, aber manchmal wird man doch noch unangenehm überrascht vom Leistungsmangel.

 

Welche Möglichkeiten gibt es ganz allgemein, ein Turboloch konstruktiv zu beseitigen? Was mir derzeit so einfällt:

 

- Zusätzlicher Kompressor für niedere Drehzahlen (Golf 160 PS)

 

- TwinScroll-Turbolader (BMW)

 

- Kleiner Turbo bei relativ viel Hubraum (Golf 122 PS)

 

- ...

 

Was kennt ihr noch?

Oder sollte man im Turbo-Zeitalter das Turboloch schlicht als "normal" akzeptieren?

http://www.handelsblatt.com/.../2961616.html

j.


09.09.2011 16:57    |    Salamipizza

- Variable Turbinen Geometrie

- oder ein Elektromotor, der bei niedrigen Drehzahlen unterstützend eingreift! :D


09.09.2011 17:00    |    jennss

Den ersten Punkt kenne ich nicht. Ist das wie der Twinscroll-Lader von BMW beim neuen Einser? Den 2. Punkt finde ich genial! Ein Hybrid, bei dem das Turboloch mit Strom gestopft wird - das wär's! Hat das schon mal einer gebaut oder stammt die Idee jetzt von dir?

j.


09.09.2011 17:19    |    Goify

VTG

 

Ich finde, eine gesunde Portion Hubraum hat noch keinem Motor geschadet. 1,4 l sind bis 1500 Touren eben nur 1,4 l. Egal wie viele Turbolader da laufen. Daher sind solche Motoren als Zugfahrzeuge ungeeignet, was auch für Diesel gilt, die unter 1500 Touren unbrauchbar sind.


09.09.2011 17:30    |    meehster

Um mal den Anwalt zu kommentieren: Man macht vor einem Kauf eine Probefahrt und wenn man die nicht macht, ist man selbst schuld.

 

Zum Turboloch: Bei meinem Autobahnlangstreckenauto kann ich es akzeptieren - solange ich für Stadt und Landstraßen noch ein anständiges Auto habe. Als alleiniges Auto käme ein Wagen mit Turboloch für mich nicht in Frage.

 

Was man dagegen tun kann? Eigentlich ganz einfach: Wenn man viel Stadt oder Landstraße fährt oder viel mit Gespann unterwegs ist, braucht es einen Motor, der stark genug ist, selbst einzuatmen oder nur eine schwache Atemhilfe hat.

 

Die Lösung nennt sich Hubraum und wie viel Hubraum gebraucht wird, hängt vom Fahrzeuggewicht ab.

Der Bedarf an Hubraum wächst mit steigendem Gewicht überproportional. Mein Zweiliter im Volvo (1395 kg laut Papieren) ist schon grenzwertig, der Einliter im Daihatsu Cuore (795 kg laut Papieren) geht in Ordnung, wobei ihm seine recht kurze Übersetzung (1. Gang reicht trotz 7000/min Maximaldrehzahl nicht bis Tempo 50) sehr hilft.

Ein sehr angenehmes Verhältnis haben meine beiden Mazda 323 mit 1,9 Litern und 1025 bzw. 1065 kg laut Papieren.

 

Man kann zwar Hubraum durch einen starken Elektromotor (z.B. Prius) oder einen elektrischen oder direkt vom Motor angetriebenen Kompressor zu einem gewissen Teil substituieren, aber die Wahlmöglichkeiten sind begrenzt.


09.09.2011 17:37    |    VectraBSport

Was man da machen kann?? einen richtigen Motor kaufen ;) mit mehr als 3 Liter Hubraum und ohne Turbo gedöhnst!


09.09.2011 17:39    |    Mercedes_GD300

Mein Mercedes M116 hat im Leerlauf ca 280 NM Drehmoment, was sich auf 325 NM bei 4.000 Touren steigert. Also im Prinzip ist der Drehmomentverlauf keine Kurve sondern eher eine Gerade.

 

Hat den Vorteil dass man in allen Lebenslagen ganz entspannt und mit wenig Drehzahl voran kommt.

 

Okay, der Wagen verbraucht zwischen 11 und 15 Liter / 100.... Aber deswegen wird er auch nur für Strecken oberhalb der 10 km benützt. Für alles andere gibt es ein Fahrrad.

 

Hubraum ist einfach durch nichts zu ersetzen; Irgendwann kauf ich mir einen 450 SEL 6.9


09.09.2011 18:26    |    steel234

hm, was kann man dagegen machen...

Vielleicht schalten? :)

 

 

Im Ernst, ich habe auch derbes Turboloch durch zu großen Lader , bis 1900 geht da kaum was, es nervt schon manchmal. Man muss halt den Lader bei Laune halten.

Ich bin immer überrascht wenn ich meinen Sauger fahre wie schön linear der von unten durchzieht.


09.09.2011 19:19    |    GaryK

Was man noch machen kann: Elektrischer Turbolader. Siehe http://www.cpowert.com/products/vtes.htm

 

Da ist der Ladedruck bei geringen Drehzahlen unabhängig vom Abgasstrom. Wenn ich wüsste, wie man so ein Ding durch den TÜV bekommt ... zwei Stück würden meinem V6 ganz gut stehen, aber 750 A Peak sind böse...

 

Ansonsten hasse ich das Turboloch ebenfalls. Hatte für zwei Monate einen Firmenwagen, einen 110PS Turbodiesel. So oft wie dieses Ding am Tag hab ich meinen V6 Benziner auf der gleichen Strecke in der Woche nicht schalten müssen. Unter 60 war der nicht im 6. Gang zu fahren, am steilen Berg war vom ersten in den zweiten meist der tiefe Fall ins Turboloch.


09.09.2011 19:24    |    Goify

Erst Energierückgewinnung beim Bremsen und beim Beschleunigen kommt der elektrische Turbo. Tolle Idee.


09.09.2011 20:00    |    roughneck78

Grundsätzlich ist jeder Turbomotor im Vergleich zum Sauger ein Kompromiss. Und nach heutigem Stand der Technik musst du bei jedem Abgasturbolader mit dem Turboloch leben. Je größer natürlich der Hubraum des Motors ist, desto geringer wird das Problem - und umgekehrt.

 

Schlicht katastrophal sind z.B. die kleinen 4-Zylinder Turbos mit Leistungen >250PS (bspw. 2.0 TFSI von Audi/VW). Da kannst du dich <3.000/min. getrost anderweitig beschäftigen - denn voran geht in diesem Bereich gar nichts.

 

MfG

roughneck


09.09.2011 20:22    |    SoEinWahnsinn

Schon klar...

280 Nm von 1700-5200 U/min (Golf VI GTI 210 PS)

Der "R" (270 PS) hat bei 1500U/min schon ~300Nm

Jetzt zeig mir mal einen normalen Sauger der da mit halten kann...

 

Man kann es auch übertreiben....


09.09.2011 20:26    |    ghostd

Wie bereits im Beispiel genannt, hat Volkswagen das Problem im Golf VI mit 1.4 TSi (122PS) recht gut gelöst. Ein Turboloch habe ich nicht gemerkt, ganz im Gegenteil, der Wagen hat von 1200 konstant bis auf 4500 Umdrehungen beschleunigt. Danach ging ihm allerdings die Puste aus...

Ganz krass merke ich es jetzt aber bei unserem Sharan von 2007 mit dem 2l TDi und 140PS. Er lässt sich zwar angenehm mit knapp 1200 Umdrehungen fahren, aber sobald man beschleunigen möchte, kommt man unter 2000 Umdrehungen kaum voran. Ab da beschleunigt er für die große Masse aber erstaunlich gut.

Ich denke, dass bei stärkeren Motoren ein BiTurbo auf jeden Fall Sinn macht (ich glaube, dass z.B. der neue GTI arbeitet), wobei der kleinere eben die kleinen Drehzahlen bedient und der große Turbo erst später einsetzt und noch mal für ordentlich Schub sorgt ;)

Generell bin ich sowieso eher der Fan von kleinen Motoren mit Turbo. Wenn man will, kann man sparsam fahren, wobei man immer die Möglichkeit hat, es ordentlich krachen zu lassen, sobald man zwei Gänge runterschaltet.

 

MfG

Marcel


09.09.2011 20:38    |    meehster

Was dem Turbo fehlt, ist der Schub im Drehzahlkeller. Einen Sauger muß man nicht bis 20% von nmax (wäre bei meinen Mazdas 0,2*7300=1460/min) hochjubeln, sondern da kann man auch schon deutlich früher hochschalten und im nächsten Gang kommt selbstredend Schub. Ich schalte da oft bei 1000 bis 1200/min (13 bis 16% von nmax) in den nächsten Gang hoch. Macht das mal mit einem Turbo - willkommen im Turboloch...


09.09.2011 20:45    |    GaryK

Meinen V6 Sauger kann ich im höchsten Gang zwischen 30 km/h und 250 km/h fahren, ab 50 sogar bei nennenswert Steigungen. Mit einem Turbo ist derartig schaltfaules Fahren undenkbar. Allerdings ist der Verbrauch für einen zahm gefahrenen Turbo auch undenkbar hoch. Unter 9l hab ich noch nie gesehen und im Mittel 10-11 Liter. Hohe Drosselverluste ist halt der Tribut, den man an großvolumige Sauger zahlen muss. Dafür haben diese nie im Leben einen Turboschaden ;)


09.09.2011 20:49    |    Zeiti0019

Einen Saugmotor mit einem Kompressor bestücken hilft auch..:D

Ein Freund von mir im Honda Civic-Forum bestückt damit gerade seinen Type R damit..Das ist dann glaube ich fertig ne ziemlich coole Geschichte..:)


09.09.2011 21:20    |    starfishy

Turboloch kann man einfach beseitigen: Mehr Hubraum und weniger Turbo.


09.09.2011 21:31    |    Rigero

Zitat:

Der "R" (270 PS) hat bei 1500U/min schon ~300Nm

Na, dann schau lieber nochmal genau hin: Drehmoment-/Leistungsdiagramm Audi S3 (8P).

Ich lese da bestenfalls 220 Nm @ 1.500 U./min. heraus.


09.09.2011 21:39    |    Goify

Außerdem ist dieses Drehmoment eher theoretisch. Du glaubst doch nicht im Ernst, dass du mit 1.500 Touren im 4. Gang voll aufs Gas gehen kannst und der Motor rund läuft. Der wird erstmal rumzappeln, bis er bei knapp 2.000 Touren sauber läuft.


09.09.2011 21:53    |    SoEinWahnsinn

Ich will einen Sauger sehen der besser ist...

schlechter als oben gezeigt kann ja jeder ;)

Ach so Quelle.... *KLICK* die schwarze Kurve ist die vom Serienmotor...

 

Es hat nun mal jedes "Konzept" seine Eigenheiten & Problemchen.

Beim Sauger der Durst, beim Turbo das Loch & Durst ;) , beim Diesel die Drehzahl und was weiß der Teufel noch...

Aber manche kommen her und stellen alles andere was nicht in ihren Horizont passt in Frage. Ja sie kommen nicht mal auf die Idee sich über den aktuellen Stand der Dinge zu informieren. Das war halt SO und wird auch immer so bleiben. Mir gefällt auch ein Big Block blubbern, aber bei einen Moped mit 500ccm und 15000 U/min und gutem Auspuff oder einem gutem Turbomotor geht mir das Herz genauso auf ;)

 

Leute! das ist kein Glaubenskrieg, sondern nur Passion...

Geht mal raus und lernt mal was anderes kennen, ALLES kann seine Reize haben. Und wenn ihr ehrlich seid, und die Sonnenbrille nicht aufhabt dann geniest den Moment, ohne andere bekehren zu wollen. Beim nächsten mal zeigt ihr demjenigen wo der "Hammer" hängt...


09.09.2011 21:59    |    AE01a

Was ist das: "Turboloch"? Ich fahre seit ein paar Wochen einen BMW 123d mit Automatik. Muss mein Auto das "Turboloch" haben? Wurde das nicht eingebaut? Oder zugemacht?


09.09.2011 22:04    |    Goify

Ein Sauger kann das auch nicht besser. Nur heutzutage haben die meisten Motoren schon bei 1500 Touren ein paar Hundert Nm anliegen, die tatsächlich da sind, aber nie abgerufen werden, weil es dem Motor mehr schadet, als nutzt. Manche Diesel laufen ja unter Last erst über 2.000 Touren halbwegs rund und manche nie...

Bei einem normalen Alltagswagen ist so ein moderner Turbo natürlich besser, mehr Bums, weniger Verbrauch. Aber geht es um unverfälschten Fahrspaß, macht ein Sauger mehr her. Dann auch gern mit Schaltgetriebe für eine noch direktere Gasannahme.


09.09.2011 22:14    |    JeanLuc69

Wenn schon Turbo mit kleinem Hubraum, dann Twinscroll oder Stufen- bzw. Registeraufladung. Kostet aber alles genausoviel Geld wie 400 ccm mehr Hubraum ...


09.09.2011 22:21    |    Rigero

Zitat:

Ich will einen Sauger sehen der besser ist...

So bemühe Dich bitte um ein Drehmomentdiagramm des 3.2 VR6 und richte Dein Augenmerk wiederum auf das untere Drehzahldrittel. Ein Drehmomentplus, das sich auch er-fahren lässt, - ein .:R32 presst ab 1.000 Touren "garstiger" vorwärts als ein aktueller R. Um sich dessen zu vergewissern, genügt Drittelgas. Wer's von vornherein anzweifelt, möchte bitte beide Autos probefahren.

 

Um Missverständnissen vorzubeugen: Unbestritten ist ein Golf R der (mit Abstand) stärkste & schnellste aller bisher gebauten Serien-Golf. Nur benötigt der Turbo eben ausreichend Abgasvolumen, damit der EA113 Heldentaten vollführt. :)


09.09.2011 23:01    |    dodo32

Zitat:

Welche Möglichkeiten gibt es ganz allgemein, ein Turboloch konstruktiv zu beseitigen?

Da ich für konstruktive Beiträge immer zu haben bin, lautet meine Antwort: Sauger kaufen! :cool:


09.09.2011 23:21    |    Amen

Die technische Lösung ist das Automatikgetriebe.

 

Amen


09.09.2011 23:30    |    snooopy365

Konstruktiv beseitigen wird z.B. im Rennsport gemacht.

Hier wird Benzin-Luftgemisch im Krümmer entzündet und die Explosion bringt den Turbo auf Touren.

Effekt ist: aus dem Stand raus Ladedruck.

 

Allerdings Frag ich mich auch manchmal was die Leute für ein Problem mit dem Turboloch haben?

Bei modernen Fahrzeugen sind die Turbolader alle sehr klein ausgelegt.

Dadurch hat man ab 1500upm schon soviel Ladedruck, das man mehr Drehmoment als ein Vergleichbarer Saugmotor hat.

 

Klar wenn ich einen 220PS 1.4l nehmen, hat der bei 1500upm weniger Drehmoment als ein 3,8l Sauger mit 220PS.

Aber wer braucht denn bei 1500upm soviel Drehmoment?

Mein Turbo alter Schule (großer Lader, "großes Loch") hat ab 1700upm 0Bar anliegen (klingt wenig, heißt aber das ab hier Ladedruck vorhanden ist, ein Saugmotor hat unter 0Bar).

Das heißt im Klartext:

Ich kann mit 50km/h auf die Autobahnauffahrt fahren (1700upm 5. Gang) und hätte am Ende der Autobahnauffahrt rein durchs treten des Pedals schon bei weitem die 100km/h überschritten.

 

Mein Turbofahrzeug wird viel im niedrigen Drehzahlbereich bewegt und ich hatte das selbe Fahrzeug vorher als Sauger.

Also vorher: 150PS 2l Sauger, nun 300+PS 2l Turbo.

Bei 1500upm geht der Turbo deutlich besser als der Sauger.

Ganz klar ging allerdings der Sauger im Verhältnis bei 1500upm besser, da die Leistungsspitze einfach viel geringer war.

 

Soll heißen der Turbo fühlt sich bei 1500upm langsam an, weil er dir bei 4000upm ins Kreuz schlägt. Das schafft der Sauger nicht.

Trotzdem ist man nie langsamer mit dem Turbofahrzeug.

 

Turbolader sind bei Dieselfahrzeugen richtig die Hölle, die kommen aus dem Stand nicht weg, dann kommt der Turbo und schon ist ende weil die kisten nur 4000upm drehen (trotz turbo).

Beim Benziner... Anfahren klappt wunderbar, dann Drehmoment von 2000-6000upm dank Turbolader.

Wer Spaß daran hat immer unter 1000upm zu fahren, der ist allerdings mit einem großvolumigen Motor oder einem Kompressor besser bedient.

Ich bin inzwischen eigentlich alle Motorenvarianten gefahren, großvolumige Sauger, kleinvolumige Sauger (Drehzahlhelden), Autos die weder Hubraum noch Leistung hatten und "kleinvolumige" Motoren mit Turbolader. (sowie Diesel als auch Benziner)

 

Es gibt kein endspannteres fahren wie eine "normalvolumigen" Turbo.

Prinzipell brauch ich nur einen Gang, den 4.

Bei 30km/h dreht er knappe 1000upm ist damit wunderbar fahrbar, aus 30 Zonen rausbeschleunigen auf 50 klappt auch (2200upm).

Dann ein Stück überland... also 70km/h (2700upm) ... jetzt ist man schon auf dem "Land" also 100km/h 3200upm, Abremsen auf 50km/h links ab auf die Autobahn, aus 50km/h raus beschleunigen.... und beschleunigen... und dann bei 200+km/h (6000upm) wieder den Fuß vom Gas nehmen.

 

Beim Sauger braucht man dafür massiv viel Hubraum aber so klappt das wunderbar mit nur 2l.


09.09.2011 23:59    |    bstid20

turboloch? will ich mal erleben, kenn ich wirklich nicht :D

 

hubraum ist nunmal hubraum... und den kann man nicht ersetzen... außerdem, zu ein Benzinmotor gehört ein Kompressor und kein Turbo, punkt aus ende... ich würde lieber meinen v6 mit einen Kompressor ausstatten als mit 4 turbos!


10.09.2011 08:23    |    meehster

Zitat:

Beim Sauger braucht man dafür massiv viel Hubraum aber so klappt das wunderbar mit nur 2l.

Ob 1,9 Liter so viel mehr sind als 2 Liter? Allerdings mache ich das da alles im 5. Gang, der ist von 23 (!) bis über 200 km/h voll einsetzbar.


10.09.2011 19:54    |    jennss

Zitat:

Was ist das: "Turboloch"? Ich fahre seit ein paar Wochen einen BMW 123d mit Automatik. Muss mein Auto das "Turboloch" haben? Wurde das nicht eingebaut? Oder zugemacht?

Der neue Einser hat Twinscroll-Lader, die das Turboloch wohl recht effektiv füllen. Der Golf 7 wird vermutlich auch keinen Doppellader mehr haben, sondern stattdessen einen solchen Turbo (bin mir aber nicht sicher :)). Ich weiß nicht, ob der 123d sowas schon hat.

 

Was mich ein wenig stört am 1,6 TDI ist, dass das Gas verzögert angenommen wird (~1 Sekunde), also auch im "guten Drehzahlbereich" über 1500 U/Min.. Liegt das am Turbo oder ist das eine andere Sache? Ansonsten mit ich mit dem 1,6 TDI aber schon sehr zufrieden.

j.


10.09.2011 20:00    |    dodo32

Zitat:

Was mich ein wenig stört am 1,6 TDI ist, dass das Gas verzögert angenommen wird (~1 Sekunde), also auch im "guten Drehzahlbereich" über 1500 U/Min.. Liegt das am Turbo oder ist das eine andere Sache?

Ich kann Dir den technischen Hintergrund nicht erklären, weil ich ihn nicht weis. Fakt ist aber, dass die Pumpe Düse ohne DPF gegangen sind wie Sau. Mit DPF war's weg :rolleyes:. Auch mein Common Rail ist so ne Gurke. Das mit der Sekunde war gut formuliert. Ich hasse die Dinger. Für so eine Scheiße würde ich keinen Cent ausgeben. Ok, den geldwerten Vorteil bezahle ich aber das ist mehr als genug für dieses Trauerspiel dass sich da unter der Haube abspielt und elektronisch mit dem Gaspedal verknüpft ist.

Das ist doch alles der Witz des Tages. Heute musste entweder nen altes Auto kaufen, 100.000 Euro ausgeben oder gleich einen Ferarri. Sonst haste irgendso ein rollendes I-Phone (neuerdings mit W-Lan) das zwar 6 Liter Diesel braucht aber Emotionen weckt als wäre es ein Kettcar mit Hilfsmotor :rolleyes::rolleyes:


10.09.2011 20:09    |    roughneck78

Zitat:

Original geschrieben von jennss

Der neue Einser hat Twinscroll-Lader, die das Turboloch wohl recht effektiv füllen...

Der Renault Megane RS250 hat einen TwinScroll-Lader, Audi S3 & Co. haben TwinScroll-Lader und alle haben ein Turboloch.

 

Der 123d hat keine(n) TwinScroll-Lader - ist ja eh schon ein Bi-Turbo ;)

 

MfG

roughneck


10.09.2011 20:47    |    jennss

Zitat:

Der Renault Megane RS250 hat einen TwinScroll-Lader, Audi S3 & Co. haben TwinScroll-Lader und alle haben ein Turboloch.

 

Der 123d hat keine(n) TwinScroll-Lader - ist ja eh schon ein Bi-Turbo

Ah, also ist Doppel-Ladung wohl doch die beste Lösung.

 

Zitat:

Fakt ist aber, dass die Pumpe Düse ohne DPF gegangen sind wie Sau. Mit DPF war's weg .

Oh, haben die Benziner die Gedenksekunde nicht? Wie sieht es mit anderen Marken aus? Haben die mit DPF auch ein verzögertes Ansprechen?

j.


10.09.2011 20:58    |    dodo32

Zitat:

Oh, haben die Benziner die Gedenksekunde nicht? Wie sieht es mit anderen Marken aus? Haben die mit DPF auch ein verzögertes Ansprechen?

Bei den VW Benzinern konnte ich nichts feststellen. Bei Opel und Renault Dieseln, die ich gefahren bin, war es auch so. Träge Gasannahme....

Bei den von mir gefahrenen BMW war das "Phänomen" lange nicht so stark ausgeprägt. Könne die sich auch nicht erlauben, haben ja schließlich nen Ruf zu verlieren ;)


10.09.2011 22:17    |    AE01a

Der 123d hat einen großen und einen kleinen Lader. Die wechseln sich nach Drehzahl ab. Das Modell gibt es seit ein paar Jahren. Wie geschrieben, ein "Turboloch" konnte ich nicht feststellen. Die Leistungsabgabe empfinde ich als Genuss. Ab etwa 2500min wird auch der Ton schön. Wenn ich überholen will, stelle ich mit den Schaltpaddels vorher die passende Drehzahl ein, ab ca. 1700min, und wenn frei ist gibt es Druck. Verzögerungsfrei.

Eigentlich müsste ich einen Überholvorgang besser mit 1000min mehr beginnen? Das habe ich noch nicht probiert. Ich habe noch nicht mal 5000 km drauf.


11.09.2011 11:31    |    Goify

Da das hier eigentlich Jammern auf höchstem Niveau ist, hier ein krasses Beispiel, was es bedeutet, einen riesigen Turbo an einen 2,0 l Motor anzudocken und über 400 PS rauszuholen: ein Turboloch gigantischem Ausmaßes.

Hier ab 46 Sekunden. :D


11.09.2011 23:55    |    bstid20

auweia....

 

naja obwohl ich nen Sauger fahre, kann ich das wohl nachvollziehen... muss für ein noob ein shock sein warum der nicht mithalten kann :D ich hab auch ein kleines drehmoment problem gegen 3000 upm (da langsam der übergang und öffnen der 2ten saugrohre stattfindet, ab 3500 upm gibt es aber richtigen Bums ins Kreuz)

 

 

hatte der Evo aber nicht serie 280Ps? wenn der dort aufgepusht ist, dann ist auch klar dass das Setup nicht mehr stimmt...


12.09.2011 08:09    |    Goify

Der war extrem getunt. Nix für den Alltag, aber so schnell wie der Gallardo. :cool:


14.09.2011 12:48    |    oely001

Lösung für das Turboloch: Gaspedal durchtreten und aussitzen! Wenn das nicht reicht, dann eben runterschalten, am besten automatisiert (DSG).

 

Ich habe auch den 1.6 TDI, und da kommt der Turbo bereits bei 1.500 U/min, und das sehr sanft. Deshalb finde ich, daß sich der Motor sehr angenehm fahren läßt, auch wenn er in niedrigen Drehzahlen nicht gerade die Butter vom Brot zieht. Und an die Gedenksekunde gewöhnt man sich (wer 105 PS im Golf kauft, sollte eigentlich auch keine Rennsport-Ambitionen haben).

 

Was ich an (m)einem Turbomotor schön finde, ist das Drehzahl- und Leistungsplateau bei einem relativ kleinen Lader. Fühlt sich zwar bei hohen Drehzahlen sehr zugeschnürt an, geht aber objektiv am besten: von 2.500 bis 5.000 U/min immer mindestens 80% der Nennleistung verfügbar. Bei einem Sauger muß ich für den gleichen Durchzug deutlich mehr schalten.


14.09.2011 13:56    |    jennss

Ich bin mit dem 1,6 TDI eigentlich auch zufrieden. Die Frage hier im Blogartikel war vor allem allgemein gemeint, welche Lösungen es gibt. Die Doppelladerlösung birgt mehr Kosten und ggf. auch mehr Anfälligkeit.

 

Ab 1500 U/Min. ist der 1,6 TDI gut, aber darunter fährt man halt spritsparend und recht oft. Ja, runterschalten mache ich auch. Wenn man agiert, klappt das prima, nur wenn man mal reagiert, kann es Situationen geben, in denen man das Turboloch "aussitzen" muss oder eben entscheiden, doch noch runterzuschalten.

 

Ich glaube, das verzögerte Ansprechen könnte auch Absicht sein, denn so tendiert man eher dazu, weniger sportlich und spritsaufend zu fahren als wenn der Motor schnell anspricht.

j.


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