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30.08.2020 02:53    |    jennss    |    Kommentare (152)

Welches Auto wäre von diesen eure Wahl?

gti-gte-id3
Gti gte id3

In der Golfklasse bei VW gibt es jetzt 3 Antriebe zu vergleichen: Zum Golf GTI und Golf GTE (beide 245 PS) habe ich noch den ID.3 Business geholt, der mit 204 PS zwar schwächer ist, aber dank E-Antrieb manches mit besserem Ansprechen ausgleichen kann. So braucht der ID.3 z.B. nicht zurückzuschalten, er braucht kein Start-Stop und es gibt kein Turboloch. Nachteilig ist jedoch die geringere Höchstgeschwindigkeit, die in Deutschland ohne Tempolimit ja doch einiges ausmacht (ID.3 bei 160 km/h abgeregelt). Derzeit gibt es jedoch keine Version, die schneller ist als der 204 PS-ID.3. In Berichten wurde schon geschrieben, der ID.3 mit 204 PS fährt sich wie ein GTI. Die Beschleunigungen 0-100 km/h liegen beim GTI bei 6,3 s., beim ID.3 bei 7,3 s. und beim GTE mit beiden Motoren bei 6,7 s. Allerdings kenne ich es von unserem PlugIn-Hybrid so, dass man gerne möglichst viel rein elektrisch fährt, da es zum einen das bessere Ansprechen gibt (Komfort in der City) und zum anderen das Fahren günstiger ist. Rein elektrisch dürfte es beim GTE etwa eine Beschleunigung von geschätzt 13 s. geben (110 PS, 1.624 kg). Spontan per Kickdown den Verbrenner dazuholen mache ich beim PlugIn-Hybriden nur, wenn der Verbrenner schon warmgefahren ist.

 

Die Ausstattungen sind schwer zu vergleichen. So kann man die tollen Sportsitze von GTE und GTI beim ID.3 Business leider nicht bekommen (beim ID.3 Max und Tour aber elektrische Massagesitze). Dafür hat er mehr technische Ausstattung serienmäßig (Rückfahrkamera, Discover Pro, Insassenschutzsystem, Matrixscheinwerfer, Standheizung etc.). GTI und GTE haben wiederum eine 3-Zonen Climatronic und beim (teuren) Premium-Winterpaket ist nicht nur eine Standheizung dabei, sondern auch eine Sitzheizung auf den hinteren beiden Sitzen. Mich wundert jedoch, dass die Standheizung beim GTE auch Aufpreis kostet. Unser BMW-PlugIn-Hybrid hat die serienmäßig, wie auch die meisten E-Autos.

 

Innen ist das Design ganz unterschiedlich. Während der Golf das feiner wirkende Interieur mit Umschließen des Fahrers bietet, hat der ID.3 ein recht offenes Cockpit, das den Eindruck von mehr Raum erwecken soll (wobei er nur hinten deutlich mehr Platz hat, so knapp 10 cm mehr Knieraum). Beim ID.3 Business kann man wählen, ob weißes oder schwarzes Cockpit/Lenkrad. Vom Material her gibt es beim Golf mehr geschäumten Kunststoff (aber weniger als beim Golf 7?).

 

Bei den Farben habe ich zum Vergleich einfach alle ohne Aufpreis genommen. Die ID.3-Basisfarbe Mondsteingrau kostet zwar beim GTI und GTE Aufpreis (321,68 €), aber Farben sind immer Geschmackssache.

 

Bei GTI und GTE kann man aktuell mehr gegen Aufpreis bekommen, weil beim ID.3 derzeit nur Vorkonfigurationen zu bekommen sind. Ich habe den Business zum Vergleich herangezogen. Bei den Gölfen bekommt man z.B. ein richtiges Schiebedach, beim ID.3 nur ein Glasdach (z.B. in Vorkonfiguration Family).

 

Bei den Felgen habe ich bei allen 18"-Alus genommen, wobei ich finde, dass die bei GTE und GTI besser aussehen, zumal "groß" beim ID.3 erst 19" und 20" sind.

 

Rein elektrisch hat der GTE 62 km nach NEFZ, was nach WLTP wohl etwa 45 km entsprechen könnte, womit viele Fahrer schon relativ große Teile der Tagesstrecken abdecken können. Der ID.3 hat mit 18" Alus 423 km Reichweite nach WLTP (mit 20" 417 km), was den meisten schon universell genug ist und auch Langstrecken nicht verhindert (100 kW Laden).

 

Basis-Preise mit 16% MwSt aus dem Konfigurator:

GTI: 37.607,38 €

GTE: 41.667,40 € minus 7110,49 € Umweltprämie = 34556,91

ID.3 Business: 41.287,22 € minus 9480 € Umweltprämie = 31807,22

 

Serienmäßig:

GTI hat 17" Alu, LED Plus, Sportsitze, Discover Media, 6+1 Lautsprecher, Klimaanlage "Air Care Climatronic" mit Aktiv-Kombifilter, Bedienungselementen hinten und 3-Zonen-Temperaturregelung

 

GTE hat 17" Alu, LED Plus, Sportsitze, Discover Media, 6+1 Lautsprecher, Klimaanlage "Air Care Climatronic" mit Aktiv-Kombifilter, Bedienungselementen hinten und 3-Zonen-Temperaturregelung

 

ID.3 Business hat 18" Stahl, Matrix-LED (= IQ.Light), Option weißes Cockpit, Discover Pro, Rückfahrkamera, 4+1 Lautsprecher, Standheizung, Seitenscheiben hinten und Heckscheibe abgedunkelt, Proaktives Insassenschutzsystem in Verbindung mit "Front Assist

 

Preise mit möglichem Ausstattungsabgleich, sowie inkl. Umweltprämie:

GTI mit Extras: IQ.Light 1.096,64 €, 18" Alu 638,49 €, Winterpaket Premium inkl. Standheizung 1.735,13 €, Discover Pro 692,11 €, Rückfahrkamera 316,81 €, Proaktives Insassenschutzsystem in Verbindung mit "Front Assist 151,09 €, Seitenscheiben hinten und Heckscheibe abgedunkelt 263,19 € = 42.237,65 €

 

GTE mit Extras: = IQ.Light 1.096,64 €, 18" Alu 638,49 €, Winterpaket Premium inkl. Standheizung 1.735,13 €, Discover Pro 692,11 €, Rückfahrkamera 316,81 €, Proaktives Insassenschutzsystem in Verbindung mit "Front Assist 151,09 €, Seitenscheiben hinten und Heckscheibe abgedunkelt 263,19 € = 46.560,86 € - Umweltprämie = 39450,37 €

 

ID.3 mit Extras: 18" Alu = 41.925,71 € - Umweltprämie = 32445,71 €

 

Der ID.3 ist hier mit Abstand der günstigste, aber bei den Verbrennern kann man noch einiges mit Rabatten rausholen und wenn es um Leasing geht, sind die Angebote eher besser (neulich gab es ein kurzes Leasingangebot des GTE von 99 €, unglaublich). Zudem kann man beim ID.3 eben nicht alle serienmäßigen Dinge von GTE/GTI bekommen (Sportsitze, 6+1 Lautsprecher erst in höheren Vorkonfigurationen).

 

Ich mag die GT-Modelle des Golfs (nur mit DSG zu bekommen), aber ich finde eben auch rein elektrisch klasse. So habe ich jetzt die ID.3 Business (in türkis mit weißem Lenkrad und 20" Felgen) bestellt. Wie würdet ihr entscheiden?

 

Ok., ich vermute, recht viele haben sich schon festgelegt, weil sie einfach einen bestimmten Antrieb bevorzugen. Trotzdem finde ich diesen Quervergleich schon ganz interessant, vor allem auch das Duell GTE vs. GTI, zu dem ich nur den ID.3 dazugepackt habe :). Am liebsten würde ich die drei mal probefahren. Ich kenne GTE und GTI nur von Probefahrten des Golf 7 und den ID.3 bin ich noch gar nicht gefahren.

j.

 

PS:

Fahrberichte GTE/GTI: https://www.heise.de/.../...ybrid-Golf-GTE-im-Fahrbericht-4881293.html

 

ID.3 1st Basis Fahreindruck Überholen: https://www.youtube.com/watch?v=dE7hTkRWpKY&t=60

Hat Dir der Artikel gefallen?

06.09.2020 18:43    |    jennss

Touch wird auch bei Verbrennern immer mehr kommen. Ich halte das auch für eine Fehlentwicklung, warte aber noch den ID.3 ab. Sogar die neue S-Klasse soll viel Display- und Touchschalter haben.

 

Kunstleder muss nicht billig sein. Das Model 3 gibt es nur mit Kunstleder von sehr hoher Qualität (Ultrafabrics).

 

Hartplastik sollte man möglichst auf Flächen beschränken, die man gewöhnlich nicht anfässt. Die Vermeidung von Weichmachern in Kunststoff hat wohl auch Umweltgründe, bin mir aber nicht sicher.

j.


08.09.2020 21:47    |    cosmacaravan

Ob es unbedingt ratsam ist, ein e Auto oder ein Hybrid beim momentanen Entwicklungsstand der Nachzügler zu kaufen ist fraglich.

 

Ich bin gerade auf der deutschen Seite auto-gutscheine.xx über leasingangebote befristet bis 30.9. für 78 bis 95 € monatlich bei drei Jahre Laufzeit für den Golf GTE gefunden. Ist zumindest einen Gedanken wert

So wird der Absatz der Brückentechnologie Hybrid gefördert, solange der ID3 noch nicht in ausreichender Stückzahl geliefert werden kann.

 

Tesla und Toyota beweisen seit Jahren und über Hunderttausende von Kilometern, dass die es drauf haben. Bei den anderen ist Leasing eine Alternative ... erst recht bei den Kursen.


08.09.2020 22:40    |    jennss

Der ID.3 ist relativ schnell lieferbar. Unser soll noch dieses Jahr kommen, am 28.08. bestellt. Der ID.3 ist anderen E-Autos eher voraus als hinterher. Es gibt aktuell auf Elektro-Plattform nur wenig E-Autos.

j.


09.09.2020 13:16    |    cookie_dent

Zitat:

@jennss schrieb am 8. September 2020 um 22:40:32 Uhr:

Der ID.3 ist anderen E-Autos eher voraus als hinterher.

Das sieht auto-motor-und-sport (und einige andere) ganz anders:

 

Zitat:

Beginnend mit dem Golf IV (1997) setzt VW Qualitätsmaßstäbe. Der ID.3 kann im Test von auto motor und sport an diese Tradition nicht anknüpfen. Bei Verarbeitung und Elektronik gibt es massiven Nachbesserungsbedarf.

...

Knapp 49.000 Euro ruft VW für denID.3-Testwagen auf, vor Abzug der Umweltprämie. Gemessen an den Qualitäts-Baustellen, die die Tester von auto motor und sport festgestellt haben, dürfte es bestenfalls die Hälfte sein.

https://www.auto-motor-und-sport.de/.../

 

Keine Ahnung woher Du Deine Informationen hast, oder willst Du Dir das Auto und Deinen Kauf einfach nur schönreden?


09.09.2020 14:10    |    Zarrooo

Die ams schurbelt in dem von Dir zitierten Text nur über zwei Dinge und sie kritisieren im gesamten verlinkten Test auch nur zwei Dinge: die Marotten des "Infotainments" im ID.3 (wo sich der aktuelle Golf auch nicht mit Ruhm beklecktert) und die Güte des im Innenraum verbauten Kunststoffs sowie irgendwelche Spaltmaße, was sie dann als "Qualität" bezeichnen - ganz so wie sie es vom Fugen-Ferdi vor 20 Jahren eingetrichtert bekommen haben. Davor war Qualität übrigens wenn's lange hält und nicht, wenn's im Showroom bling-bling aussieht und nach fünf Jahren kaputt ist.

 

Über die Antriebstechnik, die Akkutechnik und über Eigenschaften, die aus der Entwicklung einer reinen BEV-Plattform hervorgehen lese ich dar gar nichts und schon gar nichts negatives. Gerade beim letzten Punkt kann man z.B. in Sachen Raumausnutzung zu ganz anderen Ergebnissen kommen als bei einem Verbrenner oder einem BEV, das konzeptionell nur ein umgebastelter Verbrenner ist.


09.09.2020 15:23    |    cookie_dent

Antrieb, Fahrwerk und seine Eigenschaften wurden ja gelobt.

Über die Akkutechnik sind noch keine Langzeiterfahrungen verfügbar. Das Argument der besseren Raumausnutzung ist für mich ein Scheinargument, ich habe in einem Verbrenner noch nie an Platzangst gelitten oder fühlte mich irgendwie eingeschränkt.

Qualität (in Bezug auf verwendete Materialien, Spaltmaße) und Haltbarkeit schließen sich nicht gegenseitig aus, eher im Gegenteil.

Ich habe auch den Eindruck das diese Hochglanz Kunststoff Touch Bedienteile nicht lange halten werden, warten wir es ab.

Aber das betrifft ja nicht nur den den ID.3, das ist eher der neue Trend im VW Konzern.

 

Ich urteile bei einem PKW Kauf nach Fahreigenschaften, Wohlfühlfaktor (Innenraumhaptik/Wertigkeit), Bedienbarkeit, Verarbeitung und Optik.

Flächiger Gebrauch von billig wirkendem Hartplastik hat für mich in der 50.000€ Klasse nichts zu suchen, wenn es in einem VW UP!, Kia Picanto oder Ford Ka benutzt wird ist das Ok, aber nicht in dieser Preisklasse.

 

Aber wen die Billiganmutung und die unausgereifte Software nicht stört, der soll zugreifen.


09.09.2020 16:12    |    jennss

Zitat:

@cookie_dent schrieb am 9. September 2020 um 13:16:48 Uhr:

Zitat:

@jennss schrieb am 8. September 2020 um 22:40:32 Uhr:

Der ID.3 ist anderen E-Autos eher voraus als hinterher.

Das sieht auto-motor-und-sport (und einige andere) ganz anders:

Das sind einzelne Kritikpunkte, aber keine Aussage, dass der ID.3 den anderen insgesamt hinterher ist.

 

Zitat:

@cookie_dent schrieb am 9. September 2020 um 13:16:48 Uhr:

Beginnend mit dem Golf IV (1997) setzt VW Qualitätsmaßstäbe. Der ID.3 kann im Test von auto motor und sport an diese Tradition nicht anknüpfen. Bei Verarbeitung und Elektronik gibt es massiven Nachbesserungsbedarf.

...

Knapp 49.000 Euro ruft VW für denID.3-Testwagen auf, vor Abzug der Umweltprämie. Gemessen an den Qualitäts-Baustellen, die die Tester von auto motor und sport festgestellt haben, dürfte es bestenfalls die Hälfte sein.

Das sind nicht die grundsätzlichen Dinge der Konstruktion, aber mich erstaunt die harte Kritik jetzt auch. So übel klang es bisher nicht. Ich werde mir nachher mal das Heft kaufen, hoffe, da steht noch mehr drin als online.

 

Zitat:

Keine Ahnung woher Du Deine Informationen hast, oder willst Du Dir das Auto und Deinen Kauf einfach nur schönreden?

Die grundsätzlichen Dinge der Konstruktion sind den meisten Konkurrenten voraus. Dazu gehört das MEB mit Hinterradantrieb. Ich meine, an den Lieferzeiten kann man auch etwas ablesen, ob ein Hersteller damit Gewinn macht oder ob ein Auto nur dazu dient, das CO2 der Verbrenner zu kompensieren. Gewinn ist schon ein entscheidender Punkt. Was nützt ein gut gemachtes Auto, wenn der Hersteller es nur eingeschränkt verkaufen will? Lieferzeiten von 6 bis 12 Monaten machen ein Auto weniger attraktiv.

Ich wette, der ID.3 wird 2021 das am besten verkaufte E-Auto. An welches denkst du dabei?

j.


09.09.2020 17:30    |    cookie_dent

Zitat:

@jennss schrieb am 9. September 2020 um 16:12:25 Uhr:

Die grundsätzlichen Dinge der Konstruktion sind den meisten Konkurrenten voraus. Dazu gehört das MEB mit Hinterradantrieb.

Na gut, es ist eine moderne Konstuktion die sich einfacher und günstiger produzieren lässt, aber was habe ich als Endkunde davon? Hinterradantrieb ist nett zum sportlichen fahren, hat aber im Winter und Anhängerbetrieb Nachteile. Ist eine ewige Glaubensfrage.

 

Zitat:

@jennss schrieb am 9. September 2020 um 16:12:25 Uhr:

Ich meine, an den Lieferzeiten kann man auch etwas ablesen, ob ein Hersteller damit Gewinn macht oder ob ein Auto nur dazu dient, das CO2 der Verbrenner zu kompensieren.

Kann man das? Ich weis es nicht.

Auf der einen Seite ja, weil man eine hohe Nachfrage nicht gedeckt bekommt, auf der anderen Seite nein, weil man wenig produziert da die Nachfrage nicht so hoch ist und man lieber nach Auftrag produziert an statt auf Halde.

 

Zitat:

@jennss schrieb am 9. September 2020 um 16:12:25 Uhr:

Ich wette, der ID.3 wird 2021 das am besten verkaufte E-Auto. An welches denkst du dabei?

Im ersten Verkaufsjahr Möglicherweise, ich denke das es schwer wird Tesla, Nissan und Renault zu schlagen. Wenn sich jetzt noch mehr "Fachmagazine" der AMS Meinung anschließen, wird es schwer für den ID.3 und Firmenkunden fahren sowieso lieber so etwas wie den Audi E-Tron.

Mein persönlicher Favorit ist der Mazda MX-30, aber bei dem werden die Verkaufszahlen eher überschaubar bleiben.


09.09.2020 18:23    |    Zarrooo

Zitat:

@cookie_dent schrieb am 9. September 2020 um 15:23:45 Uhr:

Über die Akkutechnik sind noch keine Langzeiterfahrungen verfügbar. Das Argument der besseren Raumausnutzung ist für mich ein Scheinargument, ich habe in einem Verbrenner noch nie an Platzangst gelitten oder fühlte mich irgendwie eingeschränkt.

Das ist relativ. In einer E-Klasse sitzt es sich schon luftiger als in einer C-Klasse, ähnlich dürfte das Verhältnis zwischen Golf (IMHO ein Fall von "geht so") und Passat (nie drin gesessen) sein. Da soll der ID.3 ja angeblich außen Golf und innen Passat sein, was den Platz angeht.

 

Zitat:

@cookie_dent schrieb am 9. September 2020 um 15:23:45 Uhr:

Qualität (in Bezug auf verwendete Materialien, Spaltmaße) und Haltbarkeit schließen sich nicht gegenseitig aus, eher im Gegenteil.

Das würde ich jetzt nicht behaupten. Jeder Euro, der in "Premium" (enge Fugen und aufgeschäumtes Plastik bis tief in den Fußraum) versenkt wird, kann schon nicht mehr in Qualität (langlebige Materialien und Konstruktionen) investiert werden. Die qualitativ hochwertigsten Autos dürften derzeit von Toyota stammen. Da ist nicht viel "Premium", aber die Dinger halten einfach ewig. Bei den deutschen Herstellern ist es eher umgekehrt, die leben nur noch vom Mythos der einstigen Qualität, haben aber viel Premium bling-bling.

 

Zitat:

@cookie_dent schrieb am 9. September 2020 um 15:23:45 Uhr:

Ich habe auch den Eindruck das diese Hochglanz Kunststoff Touch Bedienteile nicht lange halten werden, warten wir es ab.

Aber das betrifft ja nicht nur den den ID.3, das ist eher der neue Trend im VW Konzern.

Da gehe ich voll mit. Dieses ausufernde Infotainment-Gedöns ist aber nicht nur bei VW Trend.

 

Zitat:

@cookie_dent schrieb am 9. September 2020 um 15:23:45 Uhr:

Ich urteile bei einem PKW Kauf nach Fahreigenschaften, Wohlfühlfaktor (Innenraumhaptik/Wertigkeit), Bedienbarkeit, Verarbeitung und Optik.

Bei mir hat Qualität im Sinne von Haltbarkeit einen hohen Stellenwert, sowie das Verhältnis aus Preis und Leistung. Haptik und Wertigkeit juckt mich wenig, solange sich das Zeug nicht komplet widerlich anfasst oder richtig fies aussieht (so wie z.B. der haptisch ach so wertige Softlack nach Ablauf der Leasingdauer). Fahreigenschaften, Wohlfühlfaktor sowie Optik sind mir auch wichtig, aber da weicht mein Geschmack extrem stark von der üblichen Autotester-Meinung ab.


09.09.2020 19:32    |    cookie_dent

@Zarrooo schrieb am 9. September 2020 um 18:23:27 Uhr:

Zitat:

Das würde ich jetzt nicht behaupten. Jeder Euro, der in "Premium" (enge Fugen und aufgeschäumtes Plastik bis tief in den Fußraum) versenkt wird, kann schon nicht mehr in Qualität (langlebige Materialien und Konstruktionen) investiert werden. Die qualitativ hochwertigsten Autos dürften derzeit von Toyota stammen. Da ist nicht viel "Premium", aber die Dinger halten einfach ewig. Bei den deutschen Herstellern ist es eher umgekehrt, die leben nur noch vom Mythos der einstigen Qualität, haben aber viel Premium bling-bling.

Mag sein das ein Toyota ewig hält, auf der anderen Seite hatte ich schon einige Audi´s, diese sehr lange gefahren und der Qualitätseindruck war auch nach mehreren hunderttausend km und vielen Jahren noch tadellos.

Beim Mythos bin ich ich voll bei Dir, gerade bei VW sieht man deutlich das die Sparfüchse das sagen haben. Stand heute würde ich lieber einen Golf VII als einen Golf VIII kaufen.

 

Zitat:

@Zarrooo schrieb am 9. September 2020 um 18:23:27 Uhr:

Da gehe ich voll mit. Dieses ausufernde Infotainment-Gedöns ist aber nicht nur bei VW Trend.

Stimmt leider...

 

Zitat:

@Zarrooo schrieb am 9. September 2020 um 18:23:27 Uhr:

Bei mir hat Qualität im Sinne von Haltbarkeit einen hohen Stellenwert, sowie das Verhältnis aus Preis und Leistung. Haptik und Wertigkeit juckt mich wenig, solange sich das Zeug nicht komplet widerlich anfasst oder richtig fies aussieht (so wie z.B. der haptisch ach so wertige Softlack nach Ablauf der Leasingdauer). Fahreigenschaften, Wohlfühlfaktor sowie Optik sind mir auch wichtig, aber da weicht mein Geschmack extrem stark von der üblichen Autotester-Meinung ab.

Qualität im Sinne von Haltbarkeit sieht man logischer Weise auch erst nach einigen Jahren, diese Haltbarkeit muss der ID.3 und Konsorten aber noch beweisen, denn es ist neues Terrain auf dem sich VW da bewegt.

Es sollte ja auch jeder seinen eigenen Geschmack haben und was mir gefällt braucht ja noch lange keinem anderem Gefallen. Hauptsache man selbst findet sein Auto schön und "wohnlich" und dazu hat jeder ein anderes Empfinden.

Ich habe unter anderem den VW T-Roc nach einem km probefahrt wieder abgestellt weil dieser innen fast komplett aus Hartplastik besteht und billig wirkt, auf der anderen Seite wird dieses Fahrzeug verkauft wie geschnitten Brot.

Ich finde Hochglanz Plastik auf dem Armaturenbrett optisch furchtbar, meine Tochter liebt es...

Vielleicht bin aber auch einfach nur zu alt für den Scheiß, ich will Knöpfe und analoge Instrumente haben, andere wolle Mäusekino und Touchflächen.


09.09.2020 21:03    |    Alexander67

Zitat:

@cookie_dent schrieb am 9. September 2020 um 19:32:09 Uhr:

.....

Vielleicht bin aber auch einfach nur zu alt für den Scheiß, ich will Knöpfe und analoge Instrumente haben, andere wolle Mäusekino und Touchflächen.

Also ich bin (noch) 52 und finde inzw. digitale Tachos sehr gut.

OK, mangels Erfahrung nur das digitale Head-Up Display in meinem 2014er 3008.

Bei anderen Fahrzeugen (mit analogen Tacho) frage ich mich inzw. IMMER wie schnell ich jetzt wirklich fahre.

OK, der digitale Tacho vom 3008 zeigt immer 5km/h mehr an, aber das kann man ja entweder als Sicherheit vor Blitzern nutzen oder im Kopf schnell heraus rechnen.

 

Als damals der Hmmm E-Kadet GSI mit dem ersten oder einem der ersten digitalen Tachos heraus gekommen ist, hatte ich das auch für unmöglich gehalten. Aber entweder minimale Schwankungen werden gut unterdrückt oder aber man ist wirklich auch ohne Tempomat gut dazu in der Lage das Tempo gut konstant zu halten.

Mit Tempomat geht das konstante Tempo natürlich auch.


10.09.2020 01:00    |    jennss

Zitat:

@cookie_dent schrieb am 9. September 2020 um 17:30:30 Uhr:

Zitat:

@jennss schrieb am 9. September 2020 um 16:12:25 Uhr:

Die grundsätzlichen Dinge der Konstruktion sind den meisten Konkurrenten voraus. Dazu gehört das MEB mit Hinterradantrieb.

Na gut, es ist eine moderne Konstuktion die sich einfacher und günstiger produzieren lässt, aber was habe ich als Endkunde davon? Hinterradantrieb ist nett zum sportlichen fahren, hat aber im Winter und Anhängerbetrieb Nachteile. Ist eine ewige Glaubensfrage.

Bei E-Autos mit Frontantrieb ist die Traktion schlechter als bei Verbrennern mit Frontantrieb, denn bei E-Autos wird i.a. 50:50-Lastverteilung angestrebt. Beim Corsa-e fand ich das doch recht störend, schon bei Trockenheit spürbar.

 

Zitat:

@cookie_dent schrieb am 9. September 2020 um 17:30:30 Uhr:

Zitat:

@jennss schrieb am 9. September 2020 um 16:12:25 Uhr:

Ich meine, an den Lieferzeiten kann man auch etwas ablesen, ob ein Hersteller damit Gewinn macht oder ob ein Auto nur dazu dient, das CO2 der Verbrenner zu kompensieren.

Kann man das? Ich weis es nicht.

Bei e-Up macht VW nach eigener Aussage 5000 € minus pro Auto, beim ID.3 Gewinn. Der e-Up hat ca. 1 Jahr mehr Lieferzeit. Der MEB ist wohl ein Schlüssel zur kostengünstigen Fertigung, weil man alles, was ein Verbrenner bei der Plattform braucht, weglassen kann. Siehe

https://www.elektroauto-news.net/.../...-meb-plattform-schafft-abhilfe

 

Zitat:

@cookie_dent schrieb am 9. September 2020 um 17:30:30 Uhr:

Zitat:

@jennss schrieb am 9. September 2020 um 16:12:25 Uhr:

Ich wette, der ID.3 wird 2021 das am besten verkaufte E-Auto. An welches denkst du dabei?

Im ersten Verkaufsjahr Möglicherweise, ich denke das es schwer wird Tesla, Nissan und Renault zu schlagen.

Nissan ist in meinen Augen total raus. Mit ChaDeMo-Stecker und völlig unklimatisiertem Akku liegt er technisch klar hinten. ChaDeMo ist für Asien aber gut. Tesla hat einen Vorsprung, aber ich denke, der ID.3 zieht zahlenmäßig schnell vorbei. Er ist bei gleicher Reichweite günstiger. Der Zoe liegt nicht schlecht im Rennen, trotz niedriger Ladeleistung, da 22 kW AC nahezu ein Alleinstellungsmerkmal ist.

 

Zitat:

Wenn sich jetzt noch mehr "Fachmagazine" der AMS Meinung anschließen, wird es schwer für den ID.3 und Firmenkunden fahren sowieso lieber so etwas wie den Audi E-Tron.

Warten wir mal den ganzen Testbericht morgen im Heft ab. Der ID.3 soll innen sehr leise sein, während Tesla deutliche Windgeräusche produziert. Ich meine, daran kann man auch die Verarbeitung bzgl. Spaltmaße o.ä. erkennen.

 

Zitat:

Mein persönlicher Favorit ist der Mazda MX-30, aber bei dem werden die Verkaufszahlen eher überschaubar bleiben.

Das wird dann seinen Grund haben, z.B. niedrige Ladeleistung ohne Akku-Flüssigklimatisierung, kleiner Akku, gegenläufige Türen, kein 3phasiges Laden. Gerade bei den Elektro-Basics hat VW viel richtig gemacht, finde ich. Auch das ist ein Vorteil ggü. vielen Konkurrenten. Beim Innenraummaterial hat VW vielleicht absichtlich Luft gelassen für den ID.4, der innen sehr ähnlich sein wird.

j.


10.09.2020 04:01    |    cookie_dent

@Alexander67

 

ja stimmt, der E-Kadett GSI war hier seiner Zeit voraus.

Bei starker Beschleunigung wusste man bei dem nicht wie schnell man man wirklich war, weil die LCD Anzeige nicht mehr hinterher kam. Weiterhin war die Anzeige sehr Störanfällig und stellte gerne mal seinen Dienst ein.

Kein Vergleich zu den heutigen Anzeigen.

Ich habe ja selbst ein HUD mit Digitaler Anzeige und liebe es, allerdings sind die Hauptinstrumente analog, aber vor allen Dingen habe ich noch Knöpfe und keinen Touch.

 

 

Zitat:

@jennss schrieb am 10. September 2020 um 01:00:31 Uhr:

Das wird dann seinen Grund haben, z.B. niedrige Ladeleistung ohne Akku-Flüssigklimatisierung, kleiner Akku, gegenläufige Türen, kein 3phasiges Laden. Gerade bei den Elektro-Basics hat VW viel richtig gemacht, finde ich. Auch das ist ein Vorteil ggü. vielen Konkurrenten. Beim Innenraummaterial hat VW vielleicht absichtlich Luft gelassen für den ID.4, der innen sehr ähnlich sein wird.

j.

Ja eben, irgendetwas ist ja immer.

Der eine hat den falschen Stecker, der andere keine Wärmepumpe oder den Akku nicht Klimatisiert usw. usw.

Möglich das VW einiges richtig gemacht hat, aber das behaupten die anderen Hersteller oder Fahzeugbesitzer auch.

Es kommt mir Momentan so vor, als ob die Hersteller versuchen was beim Kunden am besten ankommt weil man selbst noch etwas Ratlos ist.

 

Das zeigt mir das die Technik noch ein gutes Stück von Massentauglichkeit entfernt ist.

Die mangelhafte Infrastruktur (zu wenig Ladesäulen), ein Wirrwarr an Ladekarten oder Apps und keine Normung der Stecker tun ihr übriges.


10.09.2020 09:31    |    jokergermany.de.vu

Zitat:

@jennss schrieb am 10. September 2020 um 01:00:31 Uhr:

Beim Innenraummaterial hat VW vielleicht absichtlich Luft gelassen für den ID.4, der innen sehr ähnlich sein wird.

Und was machen Sie dann beim ID1?

Der Innenraum des ID3 passt meiner Meinung nach eher zum ID1...

 

Aber vielleicht fährt man auch die Schiene:

Der ID1 bekommt den Innenraum des ID3 und bei Release des ID1 bekommt der ID3 ne Aufwertung auf ID4 Niveau usw.


10.09.2020 10:41    |    Goify

10.09.2020 13:28    |    cookie_dent

Zitat:

@jokergermany.de.vu schrieb am 10. September 2020 um 09:31:27 Uhr:

Und was machen Sie dann beim ID1?

Da sitzt man dann auf alten Obstkisten.

Innenraum wie der VW Käfer, der hat sich ja auch millionenfach verkauft.


Bild

12.09.2020 11:37    |    gttom

Habe keines der Fahrzeuge ausgewählt.

Leider. Bin seit 2006 Golffahrer und habe stets die Sportmodelle ab 170PS aufwärts besessen.

Solange aber VW die viel kritisierten Software- bzw Elektronikprobleme nicht ausgereift im Griff hat, halte ich weder die ID Modelle, noch den Golf 8 derzeit für kaufbar.

 

Ansonsten wenn Qualität und Zuverlässigkeit irgendwann mal passen, wäre wohl ein handgeschalteter GTI noch einmal interessant.... oder gleich ein sportlicher Elektro. Eine EV Variante mit 306PS steht ja noch in der derzeitigen Ankündigung für den ID4. Den PHEV würde ich überspringen wollen. Halte ich für nicht Fisch und auch nicht Fleisch. Entweder konsequent Verbrenner, oder gleich Elektro.


12.09.2020 15:11    |    jokergermany.de.vu

Zitat:

@gttom schrieb am 12. September 2020 um 11:37:03 Uhr:

Halte ich für nicht Fisch und auch nicht Fleisch. Entweder konsequent Verbrenner, oder gleich Elektro.

Ich sehe das Gegenteil, wie es auch BMW sieht.

Riesige Batterien mit sich schleppen ist meiner Meinung nach unsinnig.

Ein PHEV mit 100-200km elektrische Reichweite.

Dann wird mal wohl fast alle seine Strecken rein elektrisch zurücklegen können und wenn es doch mal weiter wird, nimmt man den Verbrenner. Schade dass die PHEV mit Gas + Elektro nicht mehr weiterverfolgt wird... Am Ende, wenn Brennstoffzelle bezahlbar geworden ist, könnte ich mir einen PHEV mit Brennstoffzelle und Akku für 100-200km vorstellen.

 

Aber dafür müsste VW auch bei den GTEs von festem Ölwechsel auf variablen Ölwechel wechseln.

Man kann 15k km rein oder 1 Jahr rein elektrisch fahren und muss trotzdem zum Ölwechsel.

Seit dem letzten Ölwechsel vor 13k km hat mein Passat GTE 130l Sprit verbaucht und 13k km zurückgelegt und muss jetzt wieder zum Ölwechsel...


12.09.2020 16:15    |    jennss

Zitat:

@gttom schrieb am 12. September 2020 um 11:37:03 Uhr:

Habe keines der Fahrzeuge ausgewählt.

Leider. Bin seit 2006 Golffahrer und habe stets die Sportmodelle ab 170PS aufwärts besessen.

Solange aber VW die viel kritisierten Software- bzw Elektronikprobleme nicht ausgereift im Griff hat, halte ich weder die ID Modelle, noch den Golf 8 derzeit für kaufbar.

Hier sind auch erste Eindrücke geschrieben. Scheint soweit ok. zu sein: https://www.goingelectric.de/forum/viewtopic.php?p=1353566#p1353566

 

Zitat:

Ansonsten wenn Qualität und Zuverlässigkeit irgendwann mal passen, wäre wohl ein handgeschalteter GTI noch einmal interessant.... oder gleich ein sportlicher Elektro. Eine EV Variante mit 306PS steht ja noch in der derzeitigen Ankündigung für den ID4. Den PHEV würde ich überspringen wollen. Halte ich für nicht Fisch und auch nicht Fleisch. Entweder konsequent Verbrenner, oder gleich Elektro.

Geht mir genauso: Wenn Verbrenner, dann kein DSG, denn mich stören da die Verzögerungen beim Zurückschalten, Anfahren etc..

 

Der ID.3 soll schon mit 204 PS sehr fix sein. Aber schneller geht eben immer :).

j.


12.09.2020 16:26    |    jokergermany.de.vu

Zitat:

@jennss schrieb am 12. September 2020 um 16:15:11 Uhr:

Geht mir genauso: Wenn Verbrenner, dann kein DSG, denn mich stören da die Verzögerungen beim Zurückschalten, Anfahren etc..

Und da kommen die Hybride ins Spiel ;)


12.09.2020 16:37    |    jennss

Welche meinst du? Toyota mit "Gummibandeffekt"? Beim PlugIn hat man doch auch ein Automatikgetriebe, aber beim 225xe fuhr ich zumindest rein elektrisch ohne Schalten, jedoch mit wenig Leistung (ausreichende 88 PS).

j.


12.09.2020 16:38    |    gttom

Zitat:

@jokergermany.de.vu schrieb am 12. September 2020 um 15:11:08 Uhr:

Zitat:

@gttom schrieb am 12. September 2020 um 11:37:03 Uhr:

Halte ich für nicht Fisch und auch nicht Fleisch. Entweder konsequent Verbrenner, oder gleich Elektro.

Ich sehe das Gegenteil, wie es auch BMW sieht.

Riesige Batterien mit sich schleppen ist meiner Meinung nach unsinnig.

Ein PHEV mit 100-200km elektrische Reichweite.

Dann wird mal wohl fast alle seine Strecken rein elektrisch zurücklegen können und wenn es doch mal weiter wird, nimmt man den Verbrenner. Schade dass die PHEV mit Gas + Elektro nicht mehr weiterverfolgt wird... Am Ende, wenn Brennstoffzelle bezahlbar geworden ist, könnte ich mir einen PHEV mit Brennstoffzelle und Akku für 100-200km vorstellen.

 

Aber dafür müsste VW auch bei den GTEs von festem Ölwechsel auf variablen Ölwechel wechseln.

Man kann 15k km rein oder 1 Jahr rein elektrisch fahren und muss trotzdem zum Ölwechsel.

Seit dem letzten Ölwechsel vor 13k km hat mein Passat GTE 130l Sprit verbaucht und 13k km zurückgelegt und muss jetzt wieder zum Ölwechsel...

Prinzipiell sehe ich das auch so, aber unsere Umweltpolitik will nun mal weg vom fossilen Brennstoff.

 

Was das Thema Gewicht angeht, nun ein GTE wiegt leer um die 1,6 to, der ID3 1,8 to. Mir persönlich beides zu schwer, aber in letzter Konsequenz sind die rund 200kg Differenz auch nicht mehr Kriegsentscheidend.

 

Und die Gretchenfrage ist doch die: Wenn man mit nem PHEV möglichst viel elektrisch fahren möchte, warum schleppe ich dann überwiegend ungenutzt einen Verbrennungsmotor mit mir herum?

Das ist doch dann genau so zu sehen, wie im EV eine schwere riesige Batterie herumzuschleppen. Zusätzlich hat der PHEV im reinen E-Modus deutlich weniger Leistung. Der GTE hat dann nur 81kW. Der ID3 hat stets die 150kW.

 

Es könnte sinnvoll sein das eigene Mobilitätsverhalten intelligenter zu gestalten. Fürs tägliche Pendeln, bzw Fahrten die im Aktionsradius eines EV mit kleiner/mittlerer Batterie liegen, reicht eben ein EV. Für alles andere kann man öffentliche Verkehrsmittel nutzen, oder man mietet halt mal ein Fahrzeug mit größerer Reichweite.

 

Derzeit gestalte ich mein Mobilitätsverhalten so, dass ich Kurzstrecken (ohne weitere Passagiere bzw Gepäck) mit meinem E-Bike zurück lege. Im Radius bis etwa 10km ersetze ich so viele Fahrten (natürlich nicht alle), für die ich früher selbstverständlich auch ein Auto mit Verbrenner genutzt habe. Und das macht sogar Spaß:)


12.09.2020 16:44    |    jennss

Jetzt kann man ja schon den ID.3 probefahren. Wer empfindet das Gewicht dabei als zu hoch?

 

Ein großer Akku ist nicht unbedingt Verschwendung, denn er hält ja auch entsprechend länger bzw. braucht weniger Zyklen für die gleiche Strecke.

j.


12.09.2020 16:45    |    jokergermany.de.vu

Zitat:

@gttom schrieb am 12. September 2020 um 16:38:24 Uhr:

Prinzipiell sehe ich das auch so, aber unsere Umweltpolitik will nun mal weg vom fossilen Brennstoff.

 

Was das Thema Gewicht angeht, nun ein GTE wiegt leer um die 1,6 to, der ID3 1,8 to. Mir persönlich beides zu schwer, aber in letzter Konsequenz sind die rund 200kg Differenz auch nicht mehr Kriegsentscheidend.

 

Und die Gretchenfrage ist doch die: Wenn man mit nem PHEV möglichst viel elektrisch fahren möchte, warum schleppe ich dann überwiegend ungenutzt einen Verbrennungsmotor mit mir herum?

Das ist doch dann genau so zu sehen, wie im EV eine schwere riesige Batterie herumzuschleppen.

Ganz einfach, ich könnte selbst mit einem aktuellen GTE wahrscheinlich 99,9% meiner Fahrten sparen.

Würde wichtige Rohstoffe für den größeren Akku sparen und kann aber auch ohne Mietwagen größere Strecken schnell zurücklegen und noch dazu würde ich 200kg weniger rumschleppen.

 

Zitat:

@gttom schrieb am 12. September 2020 um 16:38:24 Uhr:

Und die Gretchenfrage ist doch die: Wenn man mit nem PHEV möglichst viel elektrisch fahren möchte, warum schleppe ich dann überwiegend ungenutzt einen Verbrennungsmotor mit mir herum?

Um trotzdem auf unvorbereitetes reagieren zu können und auch mal Spaß auf der Autobahn haben zu können ;)

Ich habe keine Lust an Schnellladern zu laden.

1. Hab ich wenig Lust aufs warten.

2. Hab ich wenig Lust auf die Abzocke...

3. Angst vor dem Verschleiß durch die hohen Ladeströme...

Mit einem Plugin-Hybrid bin ich unabhängig.

 

Mit meinem derzeitigem Plug-In Lade ich viel und häufig und baue auch Ladestationen in meine Planung ein und Laufe von da auch schon mal 1-3 km zum eigentlichem Ziel, aber ich lasse mir davon nicht meinen Tag bestimmen. Wenn es passt, passt es, sonst eben nicht.


12.09.2020 16:47    |    notting

Zitat:

@gttom schrieb am 12. September 2020 um 16:38:24 Uhr:

Zitat:

@jokergermany.de.vu schrieb am 12. September 2020 um 15:11:08 Uhr:

[...]

Prinzipiell sehe ich das auch so, aber unsere Umweltpolitik will nun mal weg vom fossilen Brennstoff.

 

Was das Thema Gewicht angeht, nun ein GTE wiegt leer um die 1,6 to, der ID3 1,8 to. Mir persönlich beides zu schwer, aber in letzter Konsequenz sind die rund 200kg Differenz auch nicht mehr Kriegsentscheidend.

... zumal die Rekuperation einen Teil des Nachteils kompensiert.

 

Zitat:

Und die Gretchenfrage ist doch die: Wenn man mit nem PHEV möglichst viel elektrisch fahren möchte, warum schleppe ich dann überwiegend ungenutzt einen Verbrennungsmotor mit mir herum?

Das ist doch dann genau so zu sehen, wie im EV eine schwere riesige Batterie herumzuschleppen.

Wie gesagt, die Rekuperation kompensiert das Problem zum Teil.

 

Zitat:

Es könnte sinnvoll sein das eigene Mobilitätsverhalten intelligenter zu gestalten. Fürs tägliche Pendeln, bzw Fahrten die im Aktionsradius eines EV mit kleiner/mittlerer Batterie liegen, reicht eben ein EV. Für alles andere kann man öffentliche Verkehrsmittel nutzen, oder man mietet halt mal ein Fahrzeug mit größerer Reichweite.

*LOL*

- Den ÖP(N)V kannst du hier vergessen, selbst zu Rushhour bist du mit dem Auto Tür-zu-Tür meist schneller als der ÖP(N)V lt. Fahrplan, falls er ihn überhaupt einhält. Selbst innerhalb von Großstädten passiert mir das regelm.

- Vor allem wenn (mal wieder) die Grippe, Corona & Co. unterwegs ist, hat es riesige Vorteile, wenn man nicht den ÖP(N)V nutzt. Und auch bei vermieteten Fahrzeugen weiß man nie, ob da nicht noch Erreger vom Vorgänger in infektiöser Dosis drin sind.

- Dann muss man erstmal ein Fahrzeug kriegen, wenn irgendwann viele Leute z. B. immer in den Sommerferien mehr Reichweite brauchen.

 

Zitat:

Derzeit gestalte ich mein Mobilitätsverhalten so, dass ich Kurzstrecken (ohne weitere Passagiere bzw Gepäck) mit meinem E-Bike zurück lege. Im Radius bis etwa 10km ersetze ich so viele Fahrten (natürlich nicht alle), für die ich früher selbstverständlich auch ein Auto mit Verbrenner genutzt habe. Und das macht sogar Spaß:)

Ich fahre schon immer die Strecken mit dem Rad (was noch umweltfreundlicher ist als ein E-Bike, was vermutl. nicht mal einen vernünftig temperierten Akku hat -> geringere Lebensdauer als Akkus in halbwegs vernünftigen E-Autos) die man damit sinnvoll zurücklegen kann. Möglicherweise fahre ich so sogar umweltfreundlicher wie du, weil ich eben keinen nichttemperierten Akku im Antriebsstrang benutze trotz geringerer Weglängen-Grenze ab der ich mein Auto nutze.

 

notting


12.09.2020 17:20    |    Alexander67

Zitat:

@jokergermany.de.vu schrieb am 12. September 2020 um 16:26:51 Uhr:

Zitat:

@jennss schrieb am 12. September 2020 um 16:15:11 Uhr:

Geht mir genauso: Wenn Verbrenner, dann kein DSG, denn mich stören da die Verzögerungen beim Zurückschalten, Anfahren etc..

Und da kommen die Hybride ins Spiel ;)

Zitat:

@jennss schrieb am 12. September 2020 um 16:37:41 Uhr:

Welche meinst du? Toyota mit "Gummibandeffekt"? Beim PlugIn hat man doch auch ein Automatikgetriebe, aber beim 225xe fuhr ich zumindest rein elektrisch ohne Schalten, jedoch mit wenig Leistung (ausreichende 88 PS).

j.

Der Gummibandeffekt ist doch das Schalten.

Und es geht vor allem im Vergleich zum normalen Handgeschalteten unglaublich schnell.

Fahrzeug mit Gummibandeffekt:

Gas geben, Drehzahl hoch und volle Leistung da.

 

Handschalter.

Vom Gas gehen,.

Kupplung treten.

Schalten.

Von der Kupplung.

Gas geben.

Wer jetzt behauptet das schneller zu können als andere die nur Gas geben müssen....


12.09.2020 18:07    |    gttom

Zitat:

@notting schrieb am 12. September 2020 um 16:47:42 Uhr:

Zitat:

@gttom schrieb am 12. September 2020 um 16:38:24 Uhr:

 

 

Prinzipiell sehe ich das auch so, aber unsere Umweltpolitik will nun mal weg vom fossilen Brennstoff.

 

Was das Thema Gewicht angeht, nun ein GTE wiegt leer um die 1,6 to, der ID3 1,8 to. Mir persönlich beides zu schwer, aber in letzter Konsequenz sind die rund 200kg Differenz auch nicht mehr Kriegsentscheidend.

... zumal die Rekuperation einen Teil des Nachteils kompensiert.

Zitat:

@notting schrieb am 12. September 2020 um 16:47:42 Uhr:

Zitat:

Und die Gretchenfrage ist doch die: Wenn man mit nem PHEV möglichst viel elektrisch fahren möchte, warum schleppe ich dann überwiegend ungenutzt einen Verbrennungsmotor mit mir herum?

Das ist doch dann genau so zu sehen, wie im EV eine schwere riesige Batterie herumzuschleppen.

Wie gesagt, die Rekuperation kompensiert das Problem zum Teil.

Zitat:

@notting schrieb am 12. September 2020 um 16:47:42 Uhr:

Zitat:

Es könnte sinnvoll sein das eigene Mobilitätsverhalten intelligenter zu gestalten. Fürs tägliche Pendeln, bzw Fahrten die im Aktionsradius eines EV mit kleiner/mittlerer Batterie liegen, reicht eben ein EV. Für alles andere kann man öffentliche Verkehrsmittel nutzen, oder man mietet halt mal ein Fahrzeug mit größerer Reichweite.

*LOL*

- Den ÖP(N)V kannst du hier vergessen, selbst zu Rushhour bist du mit dem Auto Tür-zu-Tür meist schneller als der ÖP(N)V lt. Fahrplan, falls er ihn überhaupt einhält. Selbst innerhalb von Großstädten passiert mir das regelm.

- Vor allem wenn (mal wieder) die Grippe, Corona & Co. unterwegs ist, hat es riesige Vorteile, wenn man nicht den ÖP(N)V nutzt. Und auch bei vermieteten Fahrzeugen weiß man nie, ob da nicht noch Erreger vom Vorgänger in infektiöser Dosis drin sind.

- Dann muss man erstmal ein Fahrzeug kriegen, wenn irgendwann viele Leute z. B. immer in den Sommerferien mehr Reichweite brauchen.

Zitat:

@notting schrieb am 12. September 2020 um 16:47:42 Uhr:

Zitat:

Derzeit gestalte ich mein Mobilitätsverhalten so, dass ich Kurzstrecken (ohne weitere Passagiere bzw Gepäck) mit meinem E-Bike zurück lege. Im Radius bis etwa 10km ersetze ich so viele Fahrten (natürlich nicht alle), für die ich früher selbstverständlich auch ein Auto mit Verbrenner genutzt habe. Und das macht sogar Spaß:)

Ich fahre schon immer die Strecken mit dem Rad (was noch umweltfreundlicher ist als ein E-Bike, was vermutl. nicht mal einen vernünftig temperierten Akku hat -> geringere Lebensdauer als Akkus in halbwegs vernünftigen E-Autos) die man damit sinnvoll zurücklegen kann. Möglicherweise fahre ich so sogar umweltfreundlicher wie du, weil ich eben keinen nichttemperierten Akku im Antriebsstrang benutze trotz geringerer Weglängen-Grenze ab der ich mein Auto nutze.

 

notting

Als Azubi bin ich jahrelang ÖPNV gefahren. Hat funktioniert, weil es musste. Wenn ich vom Land in eine DEU Großstadt will, nutze ich die Bahn (nä Bhf 7km, Fahrt dorthin mit dem PKW). Rechtzeitig gebucht, sind die Tickets billig. Parkplatzsuche in der Großstadt fällt damit weg, ÖPNV funktioniert dank Apps in vielen Großen Städten recht gut.

Mir geht es übrigens auch nicht darum das Auto im täglichen Bereich durch den ÖPNV zu ersetzen, sondern die ein oder andere planbare (längere) Reise mit einem öffentlichen Verkehrsmittel zu ersetzen und damit einen großen Kritikpunkt eines Elektroautos (Reichweite) zu entschärfen. Damit fiele die Anschaffung eines EV möglicherweise leichter, wenn man bereit ist längere Reisen mit anderen Verkehrsmitteln zu planen.

 

Was das Fahrrad bzw ebike angeht, nun 1. steht es temperiert in der Wohnung, 2. jede Fahrt mit dem Fahrrad ist allemal umweltfreundlicher als eine Fahrt mit dem Auto. Ein konventionelles Bike strengt an und du steigst mitunter verschwitzt am Ziel ab ... dann noch 8 Std im Büro? Muss nicht sein! Das ebike entlastet und erhöht den Fahrkomfort. Dadurch nutze ich es persönlich einfach sehr viel öfter als das noch vorhandene konventionelle Bike ohne Unterstützung. Mittlerweile etwa 3tsd km im Jahr, die das Auto dadurch stehen bleibt.

 

Genau so sehe ich ein Elektroauto -wenn schon abgasfrei sein wollen, dann sollte auch kein Verbrenner mehr herumgeschleppt werden müssen-. Die tägliche Strecke ins Büro könnten viele Arbeitnehmer mit einer wöchentlichen Aufladung des Akkus absolvieren. Vielfahrer und Langstreckenpendler werden das natürlich nicht schaffen.

 

Wenn ich für mich mein Mobilitätsverhalten analysiere, komme ich zum Schluss dass ich locker 85-90% aller Fahrten im Radius von 150km absolviere. Ich müsste also nur auf längeren Strecken Fremdladen bzw während einer Reise Zwischenladen und damit Wartezeiten in Kauf nehmen. Zu Hause kann langsam und schonend geladen werden. Schließlich steht mein Auto fast 23 Std am Tag ungenutzt herum (vermutlich nicht nur bei mir so).


12.09.2020 18:31    |    cookie_dent

Zitat:

@gttom schrieb am 12. September 2020 um 18:07:21 Uhr:

Zu Hause kann langsam und schonend geladen werden. Schließlich steht mein Auto fast 23 Std am Tag ungenutzt herum (vermutlich nicht nur bei mir so).

Wohl dem, der zuhause laden kann, für den Rest liegt die E-Mobilität noch in in der Ferne und das wird ein großer Teil der Bevölkerung sein.


14.09.2020 14:55    |    jennss

Ich habe Bekannte, die fast nur öffentlich laden, obwohl sie zuhause laden können. Es geht durchaus, hängt aber auch von der Ladesäulensituation im Umfeld (Wohnung, Einkauf, Arbeit) ab.

 

In der ersten Woche mit Smart EQ ohne Wallbox war mein Eindruck mit öffentlichen Ladesäulen trotz des kleinen Akkus, dass es durchaus funktioniert. Zuhause laden zu können ist aber schon praktisch. Wenn ich nicht zuhause laden könnte, würde ich möglichst einen großen Akku, z.B. 77 kWh des ID.3, nehmen.

j.


22.10.2020 11:00    |    towe96

Solange beide Gölfe mit DSG gebaut werden fällt die Wahl nicht schwer.


05.11.2020 22:08    |    jennss

Hier ist ein Video vom Dragrace bis 60 m. Der ID.3 hat am Ende ca. 75 km/h drauf und liegt noch knapp vor dem GTI. Immerhin kann er den GTI bis Stadttempo in Schach halten, trotz hoher Anfahrdrehzahl beim GT:

 

https://www.youtube.com/watch?v=mLBDkZF07dQ

 

j.


Bild

05.11.2020 22:12    |    towe96

Eindrucksvoller Beweis wie nutzlos Vorderradantrieb bei "sportlichen" Autos ist ;)


05.11.2020 22:16    |    jennss

Jau. Wie viel der E-Antrieb ausmacht, ist schwer zu sagen, denn der GTI wurde da mit hoher Drehzahl angefahren, was man in der Stadt kaum machen würde. In dem Fall dürfte das volle Drehmoment des E-Autos nicht so viel Vorteil bringen wie in der Praxis an der Ampel :). Der ID.3 hat 20", der GTI 18".

j.


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